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So viel gaben die Parteien pro Stimme aus

Von DB, 25. November 2015 47 Kommentare »
Welche Parteien investierten 2015 wie viel in den Wahlkampf? Und bei wem hat sich das auch ausgezahlt? Wir haben es ausgerechnet.
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Von Yannick Wiget

Die Zuercher FDP-Nationalratskandidatin Regine Sauer strahlt in ihrem Walkampffahrzeug beim Wahlauftakt der FDP des Kanton Zuerich in Dietlikon am Mittwoch, 26. August 2015. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Buhlen um jede Stimme: Die Zücher FDP-Nationalratskandidatin Regine Sauter strahlt in ihrem Walkampffahrzeug in Dietlikon. Foto: Keystone

Die FDP liess sich den Wahlkampf 2015 einiges mehr kosten als noch vor vier Jahren. Insgesamt gab die Partei über 9 Millionen Franken für Werbung aus. 2011 waren es 8,2 Millionen gewesen. Dies zeigen Zahlen, die SRF anhand von Angaben des Marktforschungsinstituts Media Focus publiziert hat. Der finanzielle Mehraufwand hat sich ausgezahlt: Die Freisinnigen konnten ihren jahrelangen Abwärtstrend bei den eidgenössischen Wahlen stoppen und um 1,3 Prozent zulegen – allerdings zu einem hohen Preis. Fast 22 Franken kostete sie eine Wählerstimme. Damit gab die FDP im Verhältnis klar mehr aus als die anderen Parteien.

Die Kosten pro Stimme lassen sich anhand der Werbeausgaben der Parteien und der Anzahl Wählender ermitteln, die sie für sich mobilisieren konnten. Angaben zu Letzteren hat das Bundesamt für Statistik auf Anfrage des Datenblogs berechnet. Demnach hat die SVP mit gut 14 Franken am zweitmeisten ausgegeben, die CVP investierte gut 11 Franken für eine Stimme und landet auf Platz drei. Macht man diese Kosten-Nutzen-Rechnung, schneidet die FDP im diesjährigen Wahlkampf am schlechtesten ab – und das, obwohl sie mit gut 9 Millionen Franken nicht einmal am meisten für Reklame aufwendete.

Die SVP hat wie vor vier Jahren den teuersten Wahlkampf aller Parteien geführt: 10,6 Millionen Franken investierte sie in Print-, Internet- und Plakatreklame. Im Gegensatz zur FDP, die ihre Werbeausgaben erhöhte, gab die SVP im Vergleich zu 2011 allerdings fast 2 Millionen weniger aus und konnte bei den Wähleranteilen (+2,8 Prozent) dennoch mehr zulegen als die Freisinnigen. Folglich war eine Stimme für die Gewinnerin der Wahlen 2015 weniger teuer.

Auch SP und CVP haben ihre Wahlkampfmittel im Vergleich zu 2011 gekürzt – mit unterschiedlichen Auswirkungen. Die Sozialdemokraten konnten trotz Sparkurs leicht zulegen (+0,1 Prozent). Sie setzten heuer auf eine unkonventionelle Telefonkampagne im Stil von US-Wahlkämpfen an. Diese kostete im Gegensatz zu Print-, Internet- und Plakatreklame nichts, weshalb die SP mit gut 5 Franken vergleichsweise sehr wenig pro Stimme ausgab. Die Christdemokraten hingegen wurden dafür bestraft, dass sie 1,6 Millionen Franken bei der Werbung sparten. Sie büssten 0,7 Prozent Wähleranteile ein und konnten ihre Talfahrt bei eidgenössischen Wahlen nicht stoppen.

Die anderen Mitteparteien gehören ebenfalls zu den Verlierern, auch bezüglich der Kosten-Nutzen-Rechnung. BDP und besonders GLP haben sich den Wahlkampf 2015 deutlich mehr kosten lassen als denjenigen im Jahr 2011, als beide zu den Gewinnern gehörten. Die Grünliberalen beispielsweise erhöhten ihr Werbebudget um 60 Prozent – deutlich mehr als alle anderen Parteien. Dennoch verloren sie wie auch die BDP Wähleranteile. Dasselbe gilt für die Grünen, die am wenigsten Geld für Werbemassnahmen aufwendeten.

47 Kommentare zu “So viel gaben die Parteien pro Stimme aus”

  1. Gerber sagt:

    Man sieht also, dass man in der Schweiz Wahlen kaufen kann. Die SVP und die FDP, welche am Meisten ausgegeben haben, legten klar zu.

  2. xavier hügli sagt:

    Wo bleiben z.B. bei der SVP die Werbeausgaben Weltwoche, Teleblocher und Baz. Da diese Medien durch Blocher & Co finanziert werden kommt da einiges noch dazu

  3. Ben sagt:

    Parteifinanzierung ist doch hier nicht öffentlich einsehbar. Wie also kommt man zu diesen Zahlen?

    • Maier Tom sagt:

      man kann die Werbung analysieren und danach noch Schätzwerte für bekannte Faktoren eingeben und … voila – Sie haben eine recht exakte Schätzung der Ausgaben. Nicht so schwierig, Detailarbeit ja, aber nicht wirklich schwierig.

  4. Reto sagt:

    Die Dauerpräsenz in den Medien ist unbezahlbar. SRF ist der Steigbügelhalter der SVP: Tagesschau, Arena, Rundschau zum jedem Nonsens steht ein SVP-Mitglied vor der Kamera. Die täglichen Artikel in den online-Medien. Wer wird SVP-Bundesrat? Da bringt man zuerst 20 Leute, dann sagen 15 ab, dann kommen 10 neue dazu, Am Schluss bleiben drei Kandidaten, nach Blochers Gnaden, Dann wird bis zur Abstimmung jeder Einzelne durchleuchtet und täglich erwähnt. Nach der Weihnachtszeit kommt die Diskussion, zu den vielen SVP-Initiativen: Durchsetzungsinitiative, Fremde Richter-Initiative, Asyreferendum, und bestimmt noch eine Ausländerinitiative, um die fremdenfeindlichen Wähler bei Laune zu halten.

    • D. Keller sagt:

      Die hohe Präsenz der SVP in den Medien hat eher mit dem Dauerbashing auf die SVP zu tun… die Medien können es einfach nicht lassen.
      Jedes SVP Mitglied ist eine potentielle Schlagzeile, und sei es nur ein Tweet aus Hintertupfigen von einer bedeutungslosen Person.
      Wie es scheint (Wahlen gewonnen) scheint das Bashing das Gegenteil vom Gewollten zu bewirken.

    • Frank Zuffnik sagt:

      Und keiner in diesen Medien kommt irgendwann auf die Idee, z.B. einen sich als Geldexperten ausgebenden Reimann nach dem auffliegen der Goldpreismanipulationen oder der Frankenaufwertung, danach zu fragen, wie das jetzt denn so gewesen waere, wenn wir die Goldinitiative angenommen haetten. Das haett mich jetzt mal interessiert, wieviel von dem was im Wahlkampf versprochen wurde, ohne Konsequenzen geblieben waere. Aber der darf ja weiterschwurbeln, was eigentlich erstaunlich ist, denn SRF soll ja angeblich links sein. Die wollen wohl den Glaeubigen nicht ihren Glauben vermiesen.

  5. Kurt Holzer sagt:

    Es mag zwar interessant sein, zu sehen welcher Werbeaufwand pro Sitz betrieben wurde. Viel wichtiger wäre es hingegen zu wissen, woher das Geld für die Webung kommt. In dieser Beziehung ist “der demokratische Musterknabe Schweiz” eine veritable Banenrepublik. Sämtliche westlichen Demokratien sind hier transparenter. Dabei wäre es höchste Zeit, dass endlich publik würde, “wessen Lied sie in Bern singen”!

  6. bernhard moser sagt:

    Die Zahlen bestätigen mein Eindruck, dass diesmal weit weniger Geld für den Wahlkampf ausgegeben wurde, insbesondere von der SVP. Und es zeigt auch das Geld nicht alles ist, es braucht auch noch ein Programm.

    • Maier Tom sagt:

      Sie haben schon recht mit dem Geld, .. die Bauern haben dieses mal (so dünkt es mich jedenfalls) mit ihren kostenlosen Plakatstellen aber wesentlich mehr dazu beigetragen als vor 4 Jahren.
      Sehr gut für die SVP, vielleicht eines Tages weniger gut für die Bauern, aber das werden wir dann ja sehen.
      Das mit dem Programm ist aber lächerlich – es wurde einfach voll auf die Ausländerschiene gesetzt, das ist nun wirklich kein inteligentes Programm, … und ja das Glück hat mitgespielt, die Flüchtlingskriese hat sicherlich noch einige Prozente mit eingespielt.

      • bernhard moser sagt:

        “die Bauern haben dieses mal (so dünkt es mich jedenfalls) mit ihren kostenlosen Plakatstellen aber wesentlich mehr dazu beigetragen als vor 4 Jahren.” Den Eindruck hatte ich nicht, ich fand, das z.B. die BDP in meinem Wahlgebiet stark an Präsents zugelegt hat, leider mit wenig Erfolg, weil sie kein (gutes) Programm hat!
        Und der Rest von Ihnen, ist Ihr übliche SVP-Bashing (also jemand der mit der Niederlage nicht umgehen kann, Sie tun mir echt leid), weil leider war es nicht der teuerste Wahlkampf war wie man noch letzten Monat erzählt hat und man sehen muss, das Geld eben nicht Argumente (es ging nicht nur Flüchtlinge) ersetzen kann.

  7. Daniel B sagt:

    Dass das Werbebudget überhaupt einen Einfluss auf den Wähleranteil hat, kann mit diesen Daten weder belegt noch widerlegt werden. Diese Botschaft bleibt der Autor dem Leser schuldig, was nicht sehr seriös ist. Schade.

  8. Markus Meier sagt:

    Ich ziehe den Schluss, dass die Werbung gar nicht relevant ist. SVP gab 2 Mio weniger aus, gewann aber mehr als noch zuvor. Die GLP gab mehr aus, verlor aber trotzdem. Scheint, der Stimmbürger lässt sich von Werbung nicht gross beeinflussen. Die grosspolitische Wetterlage scheint Matchentscheidend zu sein: Fukushima / Flüchtlingswelle.

  9. Buser Heinricn Karl sagt:

    Rechnet man bei der SP die “Gratiswerbung” in positiven Artikeln durch linkstendierende Medien als Inseratenkosten dazu und bei der FDP und SVP die nötigen echten bezahlten Inserate als Gegenpol zu den meist bashingartigen Artikeln von den Ausgaben ab, sieht die Statistik ganz anders aus.

    • Zock sagt:

      Hören Sie doch mit dem Märchen von der linken Presse auf! Abgesehen von der WOZ gibt es eine solche in der Schweiz schon lange nicht mehr…

      • D. Keller sagt:

        Jaja, wegen den ach so “neutralen” Medien werden SVP BR Kandidaten mehr durchleuchtet als ein US Präsidentschaftskandidat.
        Wie wurde EWS eigentlich vor der BR Wahl von den Medien durchleuchtet? Gar nicht. Ach so….

      • Fritz Peter sagt:

        Schon lange keine Zeitung gelesen

  10. Adrian Schumacher sagt:

    Was fällt alles unter die Grösse “Werbeausgaben der Parteien”? Werden die Investitionen der einzelnen Kandidierenden einfach so mal den Parteiausgaben zugeschlagen? Was ist mit den Investitionen/Unterstützungsbeiträgen/Kampagnen von Verbänden und Organisationen für einzelne Kandidaten? Wird in der Berechnung zwischen Ständeräten und Nationalräten unterschieden?

    Eine derart pauschale Gegenüberstellung verdient bestenfalls das Prädikat “beliebig”. Ein Zahlenspiel ohne Aussagekraft.

  11. Rolf Zach sagt:

    Die Exportindustrie gibt ihr Geld nur noch der FDP, die SVP ist ihr heute zu gefährlich. Der Finanzplatz hat die Ausgaben für die SVP nicht mehr erhöht. Sie sind grundsätzlich nicht mehr so stark überzeugt, daß diese Partei das Allheilmittel all ihrer Nöte ist. Die Interessengruppen gegen Konsumentenschutz und für die Erhaltung hoher Importpreise durch Monopole sind nach wie vor großzügige
    Geldgeber der FDP und noch mehr der SVP, wobei sie das Geld sehr zielbewußt an diejenigen verteilen, die ihnen auch im Parlament helfen. Ehrlich gesagt, sie kaufen diese Parlamentarier. Das große Fragezeichen ist der selbsternannte Churchill, gibt er Geld oder gibt er nicht? Vor 2011 sicher nicht der…

  12. Urban Zuercher sagt:

    20Mio für FDP und SVP. Finanziert von Banken, Wirtschafts-Lobbygruppen und Milliardären. Eine bessere Performance gibt’s wohl nirgend für sein Geld. Die 20Mio sind ein Schnäppchen gegenüber dem, was in den nächsten 4 Jahren an Steuergeschenken und staalichen Aufträgen wieder in diese Taschen zurückfliesst.

    • Samuel Bendicht sagt:

      Herzlichen Dank für Ihren Kommentar! Endlich mal einer, der erkennt, worum es in Tat und Wahrheit bei der Parteienfinanzierung geht!

  13. Heldner victor sagt:

    Man darf und muss wenig von der Politik einer Partei halten, die sich die Stimmen erkaufen. Allerdings sind da nicht allein die Parteistrategen und Geldgeber schuld, sondern der Bürger der sich kaufen lässt.

  14. Seiler sagt:

    Also dieser Statistik traue ich jetzt definitiv nicht. Warum? Sind da die privaten Ausgaben der Kandidaten auch mitgerechnet worden? ich glaube eher nicht! Allein in meiner Region hat ein SVP Kandidat mindestens 500k aus dem eigenen Geldbeutel bezahlt! Der ganze Kanton war zu plakatiert! Daher nehme ich nicht an, dass diese Statistik irgend etwas wert ist. Die Ausgaben der SVP waren bestimmt viel höher oder warum wehren sie sich so gegen Transparenz?

  15. Balz Engler sagt:

    Rechnet man nach der gleichen Methode aus, wie viel sich die Parteien einen Sitz in der Bundesversammlung haben kosten lassen, so kommt man auf folgendes Resultat: FDP 201618 Fr., SVP 151180 Fr., GLP 139802 Fr., BDP 116490 Fr., CVP 81924 Fr., GP 75129 Fr., SP Fr. 45035. Sitze lassen sich nicht kaufen; aber sie sind offensichtlich verschieden teuer.

  16. Eric Steiger sagt:

    Werbung ist nicht alles. Entscheidend ist vielmehr, ob es die Parteien schaffen, Themen zu bewirtschaften, die von den Medien aufgegriffen und grossflächig diskutiert werden. Wer es dabei noch schafft, derart zu provozieren, dass man fast jeden Tag in den Medien und Stammtischen zum Gespräch wird, hat automatisch gewonnen. Beides ist der SVP einmal mehr fast perfekt gelungen. Von dieser Partei kann man zumindest marketingtechnisch einiges lernen.

    • Maier Tom sagt:

      Ja, sie haben recht.
      Das ist aber nichts neues, es war schon immer bekannt dass ca 30-40% der Bevölkerung auf solch simple Argumentationen stehen. In Krisenzeiten eher mehr als weniger. Von dem her hat die SVP noch Potenzial nach oben, .. oder anders ausgedrückt: Vielleicht war das Marketing doch nicht so gut sonst währen sie ja auf die 40% gekommen.

  17. Bänninger sagt:

    Was unberücksichtigt bleibt in dieser Rechnung sind die Werte der kostenlosen Präsenzen der Kandidaten in allen Medien, dank geschickten PR-Aktionen.
    Also unvollständige und zweifelhafte Rechnung.

  18. sergio c. sagt:

    wieso ist es nicht möglich, das säulendiagramm chronologisch anzuordnen???? man hat ja noch die farben zur orientierung für jene, die mit einer chronologischen anordnung überfordert sein sollten. konkret – zuerst 2011, dann 2015. also linke säule 2011, rechte säule 2015. unsere lesegewohnheit geht von links nach rechts – also liest man auch ein säulendiagramm von links nach rechts. dieses widersinnige umdeuten und “optimieren” ist für die katz und sorgt nur für mehr verwirrung. machen sie es nicht besser, machen sie es einfach gut.

  19. Matti Brunner sagt:

    Ist hier die Unterstützung seitens der SRG und einer Vielzahl der Printmedien für die Linke auch in die Berechnung eingeflossen?
    Ich denke das gehört in eine faire Gesamtbetrachtung hinein.

    • Zock sagt:

      SRG links? Vielleicht früher. Seit der Jahrtausendwende fährt die SRG einen ausgeprägt rechtsbürgerlichen Kurs, seit spätestens diesem Jahr hofiert sie ganz offen die SVP wo es nur geht (den Kassensturz ausgenommen)

    • Martin sagt:

      Zählen Sie mal die Artikel in den Medien zur SVP und zu den anderen Parteien. Wer hatte da am meisten Präsenz? Die Medien machen ganz klar am meisten Gratiswerbung für die SVP.

  20. Kaegi sagt:

    Da Parteispenden nicht Transparent sind und die Parlamentarier immer noch in enem Milizsytem arbeiten, sind alle Verbände, Organisationen, PR-Medien und Berater in dieser Erhebung nicht erfasst, verschweige denn die Propagandazeit auf Kosten der Arbeitgeber Privat oder Steuerzahlerjobs.

  21. Bebbi Fässler sagt:

    Ich sollte doch die FDP anstelle der SP wählen denn die für FDP ist meine Stimme mehr Wert als für die SP.
    .
    Allerdings! Für CHF 21 und etwas gebe ich der FDP meine Stimme nicht her! Dafür schenke ich lieber der SP meine Stimme!

  22. Adrian Wehrli sagt:

    Der Artikel ist leider irreführend, denn jede Partei hat andere Methoden die wähler zu mobilisieren. Bei SP und Grünen wird die gesammte Freiwilligenarbeit, Online-Community, und “Gratis-Flyer” Aktion nicht eingerechnet.

  23. Ralf Schrader sagt:

    Wenn man es streng sieht, sind Wahlkampf und Demokratie unvereinbar.

  24. René Glücki sagt:

    Und da soll noch einer sagen, die Sozialdemokraten gingen mit Geld niemals so effizient um wie die Bürgerlichen…

    • Adrian Schumacher sagt:

      Wenn man die Unterstützung durch die Gewerkschaften, Umweltorganisationen und Mieterverbände etc. pp. mit einrechnen würde, sähe die Sache anders aus.

      • Martin Müller sagt:

        Immer die gleiche Leier, wenn SVPler nicht mehr zu erklären wissen. Mieterverband und Gewerkschaften sind Organisationen, welche sich mit beschränkten Mitteln (den Mitgliderbeiträgen) für die Rechte ihrer Mitglieder, notabene Leute, die weder Firma noch Haus besitzen, einsetzen. Logisch dass diese Verbände in ihren Verbandsorganen die Kandidaten bewerben, welche sich für Ihre Anliegen einsetzen! Das macht jeder Verband. Es fliessen jedoch keine Kampagnengelder zu den Kandidaten, mir ist sogar eher das Gegenteil bekannt, dass ein Berner SP-Kandidaten der Gewerkschaft Geld zahlen musste!

  25. Leo Klaus sagt:

    Und? Was haben wir gelernt? Dass die FDP, SVP, CVP enorm viel Geld einstecken muessen.
    Und woher haben die das Geld? von ihren Sponsoren naemlich.
    Und was heisst das fuer ihre Politik? Dass sie alle gekauft sind, und nur die Interessen ihrer Geldgeber nachgehen koennen.
    Also, haben wir knapp 80% der Nationalraete, die nicht das Volk, sondern irgendeiner Grossfirma vertreten.
    Wunderbar, nicht?

  26. Mark Britschgi sagt:

    Mich interessiert es herzlich wenig, wie viel eine Partei für Werbung ausgibt. Für mich zählt ausschliesslich, was eine Partei bezwecken will.

    • Zock sagt:

      Blöd nur, dass die Webeausgaben mancher Parteien vor allem dazu dienen, zu VERSCHELERN was die Partei bezweckt. Schönstes Beispiel ist auch hier die SVP, deren Hauptzweck es ist, einige Reiche noch reicher zu machen; die aber in ihrer Werbung vorgibt, sich für Land und Leute einzusetzen.

  27. H.Trickler sagt:

    Woraus man sieht, dass der Erfolg bei den Wahlen nicht wirklich von den Werbeausgaben abhängt.

  28. Toni sagt:

    Sind die “Welcome to SVP”-Kosten und die Standaktionen an den Bahnhöfe bei der SVP auch mitgerechnet? Die beste Performance erzielten die linksgrünen Parteien. Somit wäre auch dieses Märchen, die sparsamen und effizienten Bürgerlichen und Rechtsnationalen, ins Reich der Fabeln verbannt.

    • Martin Müller sagt:

      Effizient sind die Bürgerlichen in dem Sinne, dass Sie sich dank den Wahlerfolgen Steuererleichterungen und liberale Gesetze durchbringen können, welche ihnen ein vielfaches der investierten Millionen einbringen! Wahrscheinlich ist für Schwerreiche Politik das Investment mit der grössten Rendite überhaupt! Welcome to SVP.

  29. s.frei sagt:

    mit dem unterschied, dass keine partei so verzweifelt an ihre VRmandätlli abhängt wie dese. ..!! darum wurden auch den firmen gehörig die finanzen aufgestockt , um eben diesen mehr “helfen” zu können. wohl kaum , dass die überzeugen eines 0815bürgers richtung fdp gegangen wäre ! mit den inhalten und vorallem programm ist’s ja sonst wie bei den restpareien. brauchen wir keine(s).