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Hess und Leutenegger Oberholzer: So extrem ist sonst niemand

Von Patrice Siegrist, 20. Oktober 2015 56 Kommentare »
Zwischen ihnen liegt der Rest: Eine neue Auswertung zeigt, wo sich die Nationalräte positionieren und wer die extremen Positionen vertritt.
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So rechts wie er ist keiner im Nationalrat: Erich Hess. Der 34-jährige frisch gewählte Berner SVP-Nationalrat vertritt laut einer Auswertung von Smartvote die radikalste Meinung am rechten Ende des politischen Spektrums. Lastwagenführer Hess war zuvor Grossrat in Bern, war aber schon vor der Wahl in den Nationalrat aufgrund diverser Medienauftritte über die Kantonsgrenze hinweg bekannt, wie beispielsweise bei der «Heute Show», dem Satire-Magazin des ZDF. Der Sänger Müslüm hat ihm sogar einen eigenen Song gewidmet.

BE Hess Erich SVP

Erich Hess, SVP (BE)

BL Leutenegger Oberholzer Susanne SP

Leutenegger Oberholzer, SP (BL)

Wenig mit Hess gemeinsam hat die am weitesten links stehende Parlamentarierin Susanne Leutenegger Oberholzer (BL). Während es für Hess die erste Legislatur wird, tritt die 67-jährige Leutenegger Oberholzer bereits ihre sechste an. Seit 1999 sitzt sie für die SP im Nationalrat und war bereits zwischen 1987 und 1991 für die linke Poch (Progressive Organisationen Schweiz) im Parlament. Leutenegger Oberholzer machte dieses Frühjahr aufgrund einer Zweitwohnung in Valbella Schlagzeilen, die sie zwei Wochen vor der Abstimmung über die Zweitwohnungsinitiative (2012) gekauft habe, obwohl sie die Initiative befürwortet hat. Hier klicken für die Vollbildansicht der Grafik

Die liberalste Position im Nationalrat vertritt laut der Auswertung von Smartvote die neu gewählte FDP-Nationalrätin Regine Sauter aus dem Kanton Zürich. Der Gegenpol der 49-Jährigen ist der 34-jährige Bauer Marcel Dettling (SVP), der für den Kanton Schwyz neu in den Nationalrat gewählt wurde. Dettling der nun die konservativste Kraft im Parlament

ZH Sauter Regina FDP

Regine Sauter, FDP (ZH)

SZ Dettling Marcel SVP

Marcel Dettling, SVP (SZ)

ist, hat bei den Wahlen SP-Fraktionschef Andy Tschümperlin (SP) verdrängt. Die personellen Veränderungen schlagen sich auch auf der Parteiebene nieder. Die Auswertung von Smartvote zeigt auch auf, wie sich die Parteipositionen im Parlament verändert haben. Während die linken Parteien weitgehend auf ihrer Position verharren, kann man sehen, dass die Mitteparteien leicht nach rechts abgedriftet und liberaler geworden sind. Das Bild der Parteipositionierung verdeutlicht noch einmal den Rechtsrutsch im Parlament.

 

Rplot

 

Über die Auswertung: Die Positionierung der Parteien und der einzelnen Personen basieren auf 35 vergleichbaren Smartvote-Fragen aus den Jahren 2011 und 2015. Die Auswertung basiert auf derselben Methodik wie die Positionierung auf der Smartmap und ist das Ergebnis einer Korrespondenzanalyse (mehr Infos). Die Korrespondenzanalyse geht ergebnisoffen an die Analyse heran. Smartvote nimmt keine vorgängige Zuteilung vor, welche Positionen als links oder rechts gelten sollen. Die Positionierung der Kandidierenden (beziehungsweise deren Mittelwert, welcher in der Analyse als Parteiposition dargestellt ist) erfolgt aufgrund der Profilähnlichkeit über die 35 Smartvote-Fragen. Die Methode erlaubt es, im Nachhinein zu eruieren, welche Fragen den grössten Beitrag zur Definition der beiden Dimensionen der politischen Landkarte geleistet haben.

56 Kommentare zu “Hess und Leutenegger Oberholzer: So extrem ist sonst niemand”

  1. Linus Luchs sagt:

    Und immer weiter geht es mit dem hohlen Vermessen, anstelle einer echten inhaltlichen Debatte. Auszählen statt Nachdenken, Rankings statt Auseinandersetzung. Die Smartvote-Kategorien, die niemand mehr ernsthaft hinterfragt, werden zum politischen Orientierungsrahmen, und die drängenden Fragen bleiben auf der Strecke. “So hält man sich allenthalben an den Trost seiner Halluzinationen, schließt die Augen und hofft, das Problem möge auf magische Weise von allein verschwinden.” Wie recht Lukas Bärfuss doch hat.

  2. Oscar Valentin sagt:

    ….ich halte nichts von solche Auswertungen.

  3. Besserrechner sagt:

    Interessant auch, dass der Kommunist (PdA) “rechter” ist als fast alle SPler. Aber der trägt ja auch Verantwortung (Stadtpräsident von Le Locle).

  4. Best sagt:

    Die Definitionen sind in der Tat unscharf. Die beiden Dimensionen sollten das “was” und das “wie” sein: Der Gegenpol zu “liberal” ist “autoritär”, nicht “konservativ”; letzterer Begriff wäre stattdessen anstelle von “rechts” zu verwenden. Statt “links” müsste es “progressiv” heissen. Damit würde einerseits die Veränderungsbereitschaft gemessen: Reaktionäre wollen zurück in die Vergangenheit, Konservative den Status Quo, Progressive etwas Neues. Andererseits geht es um das Wie und insbesondere um die Rolle des Staats: soll er Vorschriften machen, Grenzen setzen, Anreize geben? Wie wird die Freiheit des Einzelnen, wie das Gemeinwohl gewichtet ?

    • Raphael Correcher sagt:

      Guter, wenn nicht sogar BESTER Kommentar.

    • Max Bader sagt:

      Die eine Achse bezieht sich auf die Frage, ob jemand wirtschaftsliberal ist oder eher einen starken Staat bevorzugt. Die andere Achse geht der Frage nach, ob jemand in gesellschaftlichen Dingen liberal ist oder auch dort mehr staatliche Regulierungen möchte. So kann man alle Politiker einigermassen einordnen.
      Die jetzige Beschreibung der Achsen ist in der Tat fragwürdig.

  5. Emil Eugster sagt:

    Wenn man sich das abgebildete links/rechts Schema erkenn man, dass die extremste Linke (1.5 von der Mitte entfernt) gerade mal so “extrem” ist Mitte der Rechten. Sie ist so weit von der Mitte entfernt wie zB. Christian Wasserfallen FDP und viel weniger extrem als zB. Gerhard Pfister (2.4 von der Mitte entfern). Gemäss dem Schema sin ca. 40 Parlamentarier viel extremer als die extremste Linke.

    • Emil Eugster sagt:

      Darum ist es unlauter Fraue Leutenegger Oberholzer auf die gleich Ebene wie ein Erich Hess zu stellen.

    • Ralf Schrader sagt:

      Objektiv gibt es derzeit in der Schweiz, von wenigen Ausnahmen abgesehen, in ganz Europa, keine Linken.

      Natürlich gibt es immer einen linken Rand, nur liegt der derzeit in der Mitte. Aber mit ein wenig Mühe kann man die Kriterien so manipulieren, dass denn doch ein schwacher Ausschlag nach links, mit 1.5 plausibilisiert, sichtbar wird. Das ist aber nur Statistik, keine Realität.

  6. Keller sagt:

    Die Frage dürfte zuerst sein: was ist konservativ? Es ist eine Frechheit, dass sich Ersteller solcher Qualifikationen die Definitionshoheit über konservativ beanspruchen. Ist es nicht reaktionär, höhere AHV-Renten zu verlangen, wenn die Rentenbezugsdauer zunimmt? Ist es nicht reaktionär eine immer höhere Staatsquote zu fordern? Nein, das gilt – man stauen als fortschrittlich. Eine Partei hat die Abschafftung des Kapitalismus im Programm, und das gilt nicht etwa als konservativ oder reaktionär, sondern als fortschrittlich. Das Smart-Vote ist ein Unfug, weil sich deren Ersteller anmassen, sie könnten darüber befinden, was fortschrittlich, was konservativ sei.

  7. Lukas Aeschbacher sagt:

    Immer wieder interessant, der Scatter-Chart über alle Parlamentarier/-innen: Links alle dichtgedrängt, homogen (Einheitsmeinung) und rechts grosse Verteilung (Meinungsvielfalt). Und ausgerechnet die offenbar gleichgeschalteten Linken unterstellen den Rechten gerne “Kadavergehorsam” und “Parteisoldaten”.

    • Sara Gämperle sagt:

      Schon mal die x-Achse nach Osten angeschaut? Dann lieber dicht gedrängt im Westen…

    • Ronnie König sagt:

      Meinungsvielfalt ist etwas anderes! Die Linken sind nicht gleichgeschaltet, denn sonst hätten sie nicht so viele Stimmen den anderen gegeben. Ich behaupte mal, dass kein SVPler seine Stimmen den SPler überliess. Geht es um Gerechtigkeit und Humanität gibts wenig Spielraum politisch und das eint eben. Bei Flüchtlingen, da gibts ja genau so viele Gründe zur Flucht, werden die Meinungen sehr breit. Genau so Umweltschutz, da will man schützen oder eben die Buche auf dem Dorfplatz erhalten, aber den Bannwald vielleicht einer Zweitwohnung opfern und umzonen. Da sind jene rechts, trotz klaren Gesetzen und Verordnungen, aber sehr flexibel und schaden sich letztlich gar. Wenn sie das als Meinungsvielfalt interpretieren, dann halt ich mit “Einfalt” dagegen. Die Schäden werden ja von der Mehrheit getragen, allfällige Gewinne leider nicht. Nicht mal richtig versteuert. Tut dies ein Linker genau so heult man rechts mit einer Stimme unüberhörbar. Wäre Vielfalt, dann müsste Differenzierung zu hören sein. Tut aber keiner. Also wo ist nun die Meinungsvielfalt?

      • Lukas Aeschbacher sagt:

        Herr König, es geht eben nicht nur um Gerechtigkeit, Humanität und Umwetlschutz sondern um einen zahlreiche Themen umfassenden Fragenkatalog, der von Links bis Rechts ausgefüllt und ausgewertet wurde. Links beantwortet die Fragen offenbar ziemlich einheitlich, während Rechts bei denselben Fragen offensichtlich eine grössere Varietät an den Tag legt. Das sind die Fakten. Ich interpretiere das eine als Einheitsmeinung und das andere als Meinungsvielfalt. Sie können das gerne anders interpretieren (Rechts=einfältig), ändert aber nichts an den Fakten.

    • Benno Hauser sagt:

      Die Grafik wurde aufgrund der Smartvote-Angaben erstellt – jene Positionen, welche die PolitikerInnen selber angeben. Bei den Abstimmungen im Parlament herrscht auf rechter Seite jedoch eine viel homogenere Einheitsmeinung. Bestes Beispiel: Das neue Nachrichtendienstgesetz. Obwohl auf Smartvote gegen den Ausbau von Überwachung, stimmten zahlreiche Bürgerliche mit der Partei für die Verschärfung.

    • Max Bader sagt:

      Das ist wirklich das Auffälligste. Die Linken sind allesamt stramme Parteisoldaten, wo keiner aus der Reihe tanzen darf.

      • Steiner Hanspeter sagt:

        Vor allem, wenn man weiss, dass viele der SVP ihre Stimme gegeben haben, ihre Antwort ist eher fragwürdig.

  8. ulswiss sagt:

    Irgendwie ist diese Aufstellung verschoben, also falsch ! Man gewinnt den Eindruck, dass es auf der rechten Seite extremere gibt als auf der linken Seite. Die extremstem Nationalräte sind diese, welche Anliegen verteten, die vom Volk mit 70 und mehr % versenkt werden und nicht die, welche Anliegen vertreten, welche mit viel weniger Stiimmen abgelehnt werden oder sogar mit leicht über 50% angenommen werden.

    • Dfrancis sagt:

      “Extrem” in diesem Kontext beruft sich auf die Natur der Ansicht nicht auf wie viele sie halten. Die Mehrzahl einer Bevoelkerung kann durchaus politisch extreme Ansichten vertreten, weder in linker oder rechter Richtung.

      • Ulrich Konrad Schweizer sagt:

        Das ist es eben ! Die Erfinder dieser Grafik stellen sich über die Volksmeinung und damit sich selber in die Mitte.. Während die Begriffe links/rechts noch ziemlich klar zu definieren sind, bedeuten heute konservativ und liberal nichts mehr klares und können sogar in das Gegenteil verkehrt werden. Liberal kann z.B. heissen, dass man die Geschwindigkeit aus dem Autobahnen frei gibt.

      • Ulrich Konrad Schweizer sagt:

        Das ist es eben ! Die Erfinder der Grafik stellen sich über die Volksmeinung und damit setzen sie sich selber in die Mitte. Die Begriffe links und rechts können relativ eindeutig definiert werden. Aber die Begriffe konservativ und liberal sagen kaum mehr etwas aus und können auch in das Gegenteil verkehrt werden. Viele Leute, vielleicht sogar die Mehrheit, würden gerne liberal sein. Aber soll das denn heissen, dass sie sich überall die Freiheit einschränken lassen wollen ?

    • Ike Conix sagt:

      Zum Beispiel “Bundesratswahl durch das Volk” (76,3% Nein) oder “Rettet das Schweizer Gold” (77,3% Nein)?

    • Hotel Papa sagt:

      Auch wenn ich damit einen Godwin Award gewinne:

      Als Hitler seine Frage in den Raum geschrieen hat: “Wollt ihr den totalen Krieg?!” haben alle “JA” gebrüllt.
      (Nachher wollte es selbstverständlich keiner gewesen sein.)

      Soviel zum Thema, ob es sinnvoll ist, ‘Extrem’ an einem Mittelwert zu messen.

      • Martin Gebauer sagt:

        Die Frage: “Wollt ihr den totalen Krieg?” hat Josef Goebbels am 18. Februar 1943 im Berliner Sportpalast gestellt. Eingebettet in eine geschickt gestaltete Inszenierung sollte der Welt der absolute und unabdingbare Wehrwille des Deutschen Volkes demonstriert werden.

        Warum Sie das hier (falsch) zitieren erschliesst sich mir allerdings nicht.

      • Oskar Jablonski sagt:

        Bleiben wir mal bei den Tatsachen: 1. Es war Göbbels und nicht Hitler und 2. Die in der Halle anwesenden waren alles erprobte Brüller und Ja-sager. welche zudem noch genausestens instruiert worden waren. Ein grosser Teil des deutschen Voks hatte zu diesem Zeitpunkt (Stalingrad) schon ziemlich die Hosen voll weil ihnen klar geworden war, dass die Blitzkreigstrategie nicht mehr funktionierte.

  9. Arnold Laine sagt:

    Hess ist wenigstens authentisch und glaubwürdig, was ich von Leutenegger-Oberholzer nach der Geschichte mit den Ferienwohnungen nicht mehr behaupten kann. Aber zu ihrem Glück lassen sich ihre Wähler ja gerne zum Besten halten.

    • Berner sagt:

      Bitte verfolgen Sie doch mal das Facebook Profil von E.Hess!
      So viel zu glaubwürdig, authentisch und intelligent.
      Alles Eigenschaften die Erich sicher nicht besitzt…..

      • Hotel Papa sagt:

        Zum Thema der Vereinbarkeit von “Inelligent”, “Anständig”, und “Mitglied der SVP” ist genug geschrieben worden…

    • Walter Sahli sagt:

      Und wenn Hess, sagen wir mal, betrunken Autofahren und einen Unfall bauen würde, obwohl er doch ein law-and-order Typ ist, würden Sie ihn dann immer noch für authentisch und glaubwürdig halten?

  10. F. Meier sagt:

    Warum wundern die seltsamen Aussagen des Artikels nicht? Weil der Schreibende die Kurzversion mit 30 Fragen genommen hat und die Gewichtung wohl auch grad noch beiseite geschoben hat. Aber eben, selbst die Daten anderer lassen sich problemlos der eigenen Vorstellung gemäss darstellen…

  11. Ben sagt:

    Betrachtet man das maximal mögliche linke sozialistisch kommunistische so wird dann auch die hier dargestellten linken Parteien ein grosses Stück nach rechts oben wandern. Zu viele politische Massnahmen sind zudem regelrecht authoritär geworden und bürgerlich demokratische Freiheiten werden laufend zu Gunsten von Investitions- und Eigentumsschutz dezimiert… Versicherungen bestimmen heute mit der Drohung von Schadenersatz bzw. dem Verweigern desselben mehr als gewählte Volksvertreter… kommt noch der ewig profitable Standortwettbewerb versus hiesigen Sparzwängen hinzu…

  12. Samuel sagt:

    Wieso geht dies Skala von -1 bis +3… Will man die Linken Politiker in der Grafik als ausgeglichener darstellen als sie sind… Fragen über Fragen…

    • Pascal sagt:

      Das liegt wohl daran, dass gewisse linkere Positionen wie der Anarchismus (bzw. Libertarismus), der Marxismus oder andere kommunistische Strömungen im Parlament zwangsläufig nicht vertreten sind. Als Argument zieht das aber nicht wirklich, da richtig extreme Rechte wie Neonazisten oder bekennende Faschisten auch nicht im Parlament vertreten sind.

  13. Rolf Baumann sagt:

    Ich verstehe nicht, warum die Skala links bis minus 1.5 geht und rechts bis 3.0. Ist die Mitte nicht in der Mitte?

    • Arnold Laine sagt:

      Eigentlich ist die sog. “Mitte” auch links. Darum musste die Skala ein bisschen “zurechtgebogen” werden. Damit das Schema zumindest aus linker Perspektive korrekt wiedergeben kann, und damit die Mitte-Wähler nicht realisieren, dass sie unbewusst links wählen, obwohl sie eigentlich “mitte” erwarten. Eigentlich logisch.

      • Hotel Papa sagt:

        Dies aus der Haltung heraus: alles links der SVP ist links…

        • Arnold Laine sagt:

          …und alles rechts der SP ist rechts. Diese Sprüche sind mir bekannt. Drum habe ich bei smartvote die smartmap von CVP, BDP und GLP konsultiert. Und siehe da, bei allen Parteien ist die Mehrheit der Mitglieder links der Mitte. Ist somit “offiziell”, und nicht mit saloppen Sprüchen wegzudiskutieren.

    • Emil Eugster sagt:

      Also machen wir das Gedankenexperiment. Verschieben wir mal die Mitte einen ganzen Punkt nach rechts.
      Dann ist Andreas Aebi von der SVP (der linkste von der SVP) genau in der Mitte des politischen Spektrums und die halbe FDP links.
      Aber auch dann blieben einige SVPler noch extremer als die extremsten Linken.
      Mit dem im Hinterkopf merken vielleicht mehr Menschen wie extrem die SVP ist.

      • Besserrechner sagt:

        Das stimmt doch nicht. Wenn man den Nullpunkt einen Punkt nach rechts verschiebt, dann wäre er dort, wo jetzt 1.0 ist. Dann wäre der extremste SVPler bei 1.8 und der linkste SPler bei minus 2.5.

  14. Dani Kobler sagt:

    Grün und SP praktisch deckungsgleich. Wieso sollte ich Grün wählen wenn die praktisch SP mit anderem Namen sind?
    Und wenn eine Vorlage einen grünen Kern hat aber nicht ganz so sozialverträglich ist stimmt die pro-sozial und anti-grün,
    die Grünen -leider- dito, siehe Grafik.
    Zwar grün in Namen, aber nicht ganz so konsequent. Schade. Ändert das nicht sind die auch in 4 Jahren nicht auf meiner Liste.

  15. Georg Stamm sagt:

    Für mich unbegreiflich, dass eine SP-Politikerin vom linken Flügel, die im Komitee für die Zeitwohnungsinitiative sitzt (gegen Zweitwohnungen), dann 2 Wochen vor der Abstimmung selber eine kauft (via eine Firma, die ihr gehört) und dann die Sache noch abstreitet, später zugeben muss, wiedergewählt wird. Das zeigt, dass auch ihre Wähler inkonsequent sind. Da muss man sich fragen, was so eine Politik taugt.

    • Marc Bachmann sagt:

      Fragen Sie sich nicht zuviel, denn es ist ja eine Genossin von der SP. Die sind die Besten, die Ehrlichsten, die Anständigen, die Aufrichtigsten usw. Dabei könnten sich die Genossen die SVP Wählerschaft mal als Vorbild nehmen. Die haben Herr Fehr für sein Fehlverhalten abgewählt. Man kann sich nun ja selbst fragen, wer aufrichtiger und ehrlicher ist………….

      • Albert sagt:

        Bleiben Sie doch einfach bei den Fakten – auch wenn das SVPlern naturgemäss sehr schwer fällt (zumal man sich ja nicht mal im Ansatz informieren würde, sondern sich stets mit primitiven Slogans für Dummies begnügt): Die ganze Familie hat diese Wohnung gekauft. Hätte SLO ihren Geschwistern den Kauf verbieten sollen?
        Echt. Wenigstens so viel demokratischen Anstand könntet ihr aufbringen, dass ihr euch minimal informiert. Aber wärt ihr informiert, könntet ihr nicht mehr SVP wählen. Was für eine Zwickmühle.

        • Besserrechner sagt:

          Wenn jemand in der Familie Unrechtes tut, könnte sie ja versuchen, dies zu verhindern. Oder zumindest nicht mitmachen.

  16. Marek Golder sagt:

    Eigentlich ist die ganze Wahl eine Farce, denn die SVP hat dank den Menschen, die sie bekämmpft gewonnen. Aber natürlich sagt das niemand…

    • Thomas Winiger sagt:

      Die SVP hat gewonnen weil sich den Ängsten und Anliegen des Volkes annimt. ob Sie dann die Themen auch bearbeiten und probiert umzusetzen steht noch auf einem anderen Blatt Papier. Die Zeit wird es zeigen.

  17. Philipp M. Rittermann sagt:

    bei leutenegger-oberholzer und hess gibt es nur einen grossen unterschied. “hess ist so und die dame der sp predigt wasser und trinkt sehr-sehr teuren wein…..

    • Pascal Meister sagt:

      Dem schliesse ich mich an. Interessant ist, dass beide am Sonntag relativ lange um den (Wieder-)Einzug ins Parlament bangen mussten. Das ländliche Gebiet hätte SLO abgewählt zu Gunsten der SVP-FDP-Listenverbindung. Nur bei den Grünen wurden Extrempositionen mit der Wiederwahl belohnt…

      • Albert sagt:

        Herr Meister, warum blenden Sie die SVP aus? Weil die Ihnen gar nicht extrem genug sein kann? Oder nehmen Sie tatsächlichen Extremismus einfach gar nicht mehr wahr?