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Über 15’000 SP-Wähler wechselten zur SVP

Von DB, 19. Oktober 2015 41 Kommentare »
Die Nachwahlbefragung von Sotomo zeigt, wer warum im Vergleich zu 2011 eine andere Partei gewählt hat.

Die grosse Wahlsiegerin, die SVP, erhielt von allen Parteien Stimmen, selbst aus dem linken Lager. Im Gegensatz zu den Kantonsratswahlen 2015 in Zürich sind auch ehemalige FDP-Wähler ins SVP-Lager übergelaufen. Das zeigt die Nachwahlbefragung der Zürcher Forschungsstelle Sotomo, die auf den Tamedia-Newsplattformen durchgeführt wurde – rund 40’000 Personen haben teilgenommen.

Die grossen Verlierer der Wahlen sind die Mitte-Parteien. Sie mussten herbe Verluste hinnehmen. Die CVP verlor vor allem in ihren einstigen katholischen Hochburgen Stimmen – und diese gingen zumeist an die SVP. Die beiden strahlenden Wahlsiegerinnen von 2011, BDP und GLP, verloren Wählende an die SVP, aber auch an die FDP. Die GLP verlor einen Teil ihrer Wählerschaft zudem an die SP.

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Quelle: Tamedia-Umfrage. Grafik: Sotomo

Für die SP ist der Verlust an Wählerstimmen zur SVP besonders schmerzlich. 7000 Wähler sind zwar von der SVP zur SP gewechselt – 15’600 aber von der SP zur SVP. Einige kehrten der SP auch den Rücken zu, um eine der kleineren Linksparteien zu wählen. Diese Verluste konnten aber durch die Stimmen von Überläufern der Grünen und der GLP weitestgehend kompensiert werden. Zudem wählten Erstwählende überdurchschnittlich oft SP.

Veränderte Problemlage war wichtig

Der Verlust der Grünen kann unter anderem damit erklärt werden, dass sie übermässig stark demobilisiert haben. Sie sind die einzige Partei, die mehr Stimmen an das Lager der Nichtwählenden verlor, als durch Erstwähler und 2011 Nichtteilnehmende kompensiert werden konnte.

Die Gründe für einen Parteiwechsel bei den Wahlen sind unterschiedlich. Wähler, die neu zur SVP gewechselt haben, haben als häufigsten Wechselgrund eine geänderte Problemlage angegeben. Bei keiner anderen Partei war dieser Anteil annähernd so hoch.

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SP und SVP, die beiden Polparteien, konnten allein aufgrund ihrer Parteipositionen am wenigsten Stimmen hinzugewinnen, umgekehrt aber am stärksten von veränderten Problemfeldern profitieren.

Von der aktuellen Problemlage hat eine der Wahlsiegerinnen, die FDP, am wenigsten profitieren können. Die Auswertung der Problemwahrnehmung zeigt, dass dies vor allem Wähler waren, die zur SVP überliefen. Mit anderen Worten: Die FDP hätte wohl noch besser abschneiden können, wäre die Asyl- und Flüchtlingsfrage nicht zum dominierenden Thema geworden.

wechselgruende_issues_de

Die Nachwahlumfrage zeigt zudem, welche Themen die Wechselwähler, die neu zur SVP, FDP und SP hin wechselten, besonders bewegten. Am auffälligsten ist die hohe Bedeutung der Asylfrage bei denen, die zur SVP wechselten. Andere Wechselgründe waren bei der SVP im Vergleich zur Asylfrage kaum nennenswert – mit Ausnahme der Bilateralen. Diese spielten hingegen auch bei der FDP und der SP, die diesbezüglich bekanntlich eine gegensätzliche Position zu derjenigen der SVP einnehmen, eine relativ wichtige Rolle. Wer sich entschied, seiner «alten» Partei den Rücken zu kehren und die SP zu wählen, tat dies zudem häufig aufgrund der Sozialpolitik der SP. (sip)

Über die Analyse:

Die Nachwahlbefragung zu den nationalen Parlamentswahlen 2015 lief zwischen dem 16. und 18. Oktober 2015 auf den Websites der Medien von Tamedia. Für die Auswertung der Problemnennungen wurden die Angaben derjenigen Befragten berücksichtigt, die sich bis Sonntagabend um 17 Uhr beteiligt hatten. Insgesamt beteiligten sich bis zum besagten Zeitpunkt 39’828 Personen an der Umfrage. Rund 37’700 gaben dabei an, an den Wahlen teilgenommen zu haben.

Weil die Stichprobe nicht auf einer Zufallsauswahl beruht, können nur Punktschätzungen der Wählerpräferenzen angegeben werden. Der Stichprobenfehler, der bei Zufallsauswahlen jeweils ausgewiesen wird und die Fehlerspanne der Parameterschätzung angibt, kann bei Opt-in-Umfragen nicht berechnet werden.

Die vorliegende Umfrage wurde gewichtet. Zu den Gewichtungsmerkmalen gehören das Alter, das Geschlecht, der Kanton, das Bildungsniveau sowie das Entscheidungsverhalten bei vergangenen Wahlen und Abstimmungen.

41 Kommentare zu “Über 15’000 SP-Wähler wechselten zur SVP”

  1. Alex Schneider sagt:

    SP verliert Wählende an SVP: Wundert mich gar nicht!

    Die internationalistische Ausrichtung der SP in Fragen der Migration, der Sicherheit und der EU-Diskussion ist sicher der Hauptgrund, wieso die SP in den letzten Jahren Wählende an die SVP verloren hat. Wenn die SP ihre Haltung diesbezüglich nicht revidiert, dürfte der Abwärtstrend dieser Partei anhalten.

  2. Ruedi Lais sagt:

    Diese Studie ist unhaltbar, da es sich nicht um eine Wahlbefragung, sondern um eine leicht manipulierbares Internet-Quiz handelte. Sie ist weder wahr noch repräsentativ. Mit der Scheingenauigkeit im Promille-Bereich (1 Promille entspricht ca. 400 WählerInnen) wird Wissenschaftlichkeit lediglich vorgetäuscht. Wie jeder Blogger weiss, sind die Anhänger der SVP überdurchschnittlich fleissig und präsent in den Blogs und Kommentarspalten.

  3. Angelo Rizzi sagt:

    Fremdenfeindlichkeit ist nicht nur den SVP-WählerInnen vorbehalten. So wie das „C“ der CVP in vielen Fällen Mythos geworden ist (Waffenlieferung in Kriegsgebiete ist OK), so ist das „S“ der SP eben teils auch Mythos. Viele Sozialdemokraten sind zumindest nur noch Demokraten, immerhin besser als zu den Katholischen oder zu den Protestanten zu wechseln, sagen sie sich. Sie vedienen Tausende im Monat, fahren SUV und fliegen in die Karibik in die Ferien. Wenn sie dann ihre Pfründe durch Einwanderung bedroht sehen, dann stimmt man halt mal rechts. Es sieht es ja niemand.

  4. Anselm Muckner sagt:

    Schwer verständlich dass der “Büezer” sich einer so destruktiven SVP quasi zum Frass vorwirft. Die SVP hat noch nie eine Lösung für den “Büezer” an den Tag gebracht, noch irgend ein Problem gelöst. Einfach nur bekocht. Die meisten in der SVP vertretenen KMU sind an billigen Arbeitskräften interessiert. Die ebenfalls durch die SVP hofierte Hochfinanz (Banken) sowieso. Für den “Büezer” wie gesagt, taten sich weder die SVP noch eine FDP hervor. Beide interessieren sich nur für die “Geldsäcke” jeglicher Ausprägung.
    Der Schluss zum Wahlerfolg der SVP kann nur sein, dass sich der “Büezer” sich vom Populismus verführen lässt. Gemäss der SVP sind ja immer die andern schuld.
    Es scheint uns offensichtlich zu gut zu gehen um solcherlei zu sehen und die richtigen Schlüsse für unsere Zukunft zu ziehen!

  5. blume sagt:

    das wundert mich nicht
    die SP verarscht doch ihre wähler laufend

    MEI gegner zu gunsten der lohndumper aus dem ausland
    unterstützen die rentenreform von SP-bundesrat berset
    – höheres rentenalter
    – weniger rente
    …. senkunng des umwandlungssatzes
    – verzicht auf 50 % AHV-zuschusse aus der bundeskasse
    – exorbitante mwst.-erhöhung
    …… alles zu gunsten der UstR III und der reichen
    unterstützen widmer schlumpf
    … trotz UstR III
    usw. usf.

  6. Oscar Gums sagt:

    In Zürich haben die SP-Leute doch nur zur SVP gewechselt, um Mörgeli abzuwählen 🙂

  7. Ivan Moriarty sagt:

    Die Wähler haben es leider noch nicht gerafft, dass die Schweizer Demokraten die einzige Partei ist, welche die Ängste der Bevölkerung bezüglich Masseneinwanderung, Asylflut und Ausländerkriminalität ernst nimmt und gleichzeitig auf der Seite der Arbeitnehmer, Mieter, Steuerzahler und Konsumenten steht. Aber die SD hat kein Geld und verstaubtes Image.

  8. Okay, mal schauen wie die nächsten 4 Jahren werden. Eins ist nämlich sicher mit 101 Sitzen kann die Schuld an allem keinesfalls mehr den ach so bösen Linken zugeschoben werden. Alle, die SVP gewählt haben: Ihr seid selber schuld! Ich hoffe ihr wacht auf und habt dann auch die Grösse und gesteht euch das ein als noch mehr auf jene herum zu hacken, die hier nichts, aber auch gar nichts zu sagen haben: Flüchtlinge.

  9. Urs Baumann sagt:

    Das ist sehr übel, ich gehöre seit über 30 Jahren dieser Partei an und man reibt sich die Augen. Leider gehen viele Menschen die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen diesen Rattenfängern auf dem Leim. Ich habe die Veränderungen im meiner Sektion Allschwil hautnah miterlebt. Heute geben smarte Jungspunts aus dem Bildungsbürgertum den Ton an und sagen wo es lang geht. Die Sektion besteht weitgehend aus Akademiker- innen. Die SP hat die Verbindung zu den Menschen weitgehend verloren die sie einmal gross gemacht haben. Hier in Baseland haben die Exponenten wie Ex Regierungsrat Wüthrich ein Gewerkschaftler wo 12 Jahre in der Regierung war und nie ein Wort über die stetige Verschlechterung der Antellungsbedingungen der Kantonsangestellten verloren hat oder die ungerechte Pensionkassenreform. Oder Janiak der gegen die Erbschaftsteuer oder 1 zu 12 intitiative war. Die Plaktate von Janiak durften kein SP Logo aufweisen, aber markige Sprüche von den Plaktwänden kamen entgegengen. Solche SP Amtsträger verraten die Menschen und lügen. Sie haben sich im Kampf arm gegen reich auf die falsche Seite geschlagen.Wehe ein kleines Mitglied wagt SP Machträger zu kritisieren so wird er arrogant abgewatscht und als yPöpel bezeichnet, habe das erlebt mit Janiak als ich ihn kritisierte. Das ist der Umgang mit langjährigen Mitgliedern die immer ihren Parteibeitrag bezahlten. Das Resultat der SP ist katastrophal und alles schönreden nützt nichts. Es muss ein Umdenken in dieser Partei stattfinden. Vertrauen wieder aufbauen das kann nur mit authentischen bescheidenen Persönlichkeiten geschehen. Die heissen nicht Janiak ü, Jositsch, Bruderer, es braucht neue die das Vorleben was sie erzählen. Sonst sehe ich schwarz für meine Partei die SP

    • Chris sagt:

      Herr Baumann, wieso haben Sie davon nicht vor den Wahlen erzählt? Ob Janiak, der mir in ganz anderer Sache mal arrogant kam, ich dadurch aber nur gewinnen konnte ;-), dann gewählt worden wäre? In das gleiche Muster passt SLO, soar beim Einkaufen. Sie alle tragen den Kopf zu hoch.

    • R.Malacarne sagt:

      Guter Kommentar. Trifft zu. Mailen sie den Kommentar doch auch Levrat. Die SP gehört in ihrem Sinne erneuert. Oder es braucht eine echte Arbeiter- Volkspartei.

    • Dieter Sprenger sagt:

      Seit etlichen Jahren verliert die einst gute politische Vertretung für die Arbeitnehmer/innen etliche Stimmen welche Hauptsächlich zur SVP abwandern . Allerdings ist es sehr unpassend desshalb die SVP als Rattenfänger zu bezeichnen. Wenn schon bedeutet dies ein Zeichen der Schwäche von der SP . Kaum ein Zufall das diese SVP vorab von linker Seite verhasste Partei den grössten Wähleranteil aufweist . Die auf Grund zu gewissen Themen von linker Seite erfolgten Unterstellungen und Diffamierungen gegen die SVP , beweisen vielmehr fehlende und sachliche Gegenargumente von Seiten der SP oder GP und wirken oft gar Kontraproduktiv . Zum einen betreibt die SP nur noch pro Forma Anliegen zugunsten der Arbeitnehmer welche etwas mehr Geld in die linke Hosentasche bringen , jedoch mit deren Forderungen von Abgaben und Gebühren unter schönen Labels von der gleichen Partei wieder aus der rechten Hosentasche genommen wird . Ich selber fühle mich desshalb als Arbeitnehmer von der SP schlecht vertreten . Zudem weist weder bei der SP noch bei den Gewerkschaften kein Führungsmitglied eine Büetzervergangenheit auf . Folglich werden ganz andere Ziele welche den Arbeitnehmer/innen mehr Nachteile als Vorteile bringen angestrebt ! Kurzum wurde die SP leider im Wandel der Zeit von anderen Interessen und Persönlichkeiten unterwandert , sowie nicht zuletzt auch von der JUSO welche ganz andere Philosophien und Ideologien vertreten stark beeinflusst .

  10. Bern-Bümpliz, Arbeiterquartier, SVP Hochburg. Die SVP ist die Arbeiterpartei von heute. Das, hat einen einfachen Grund:

    Leute aus tieferen Einkommensschichten bekommen die Personenfreizügigkeit mit dem Lohndumping zu spüren. Sie müssen erdulden, dass ihre Kinder in der Schule kaum noch lesen, schreiben rechnen lernen, weil die Lehrer mit der Nacherziehung von bildungsfernen Migrationshintergründlern ausgelastet sind. Während man den Ausländerkindern das Rundumangebot bietet, müssen Schweizer Eltern die notwendig gewordenen Nachhilfestunden für ihre Kinder selber zahlen. Die Frauen aus diesen Quartieren wagen sich nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr an die Bus- und Tramhaltestellen, wegen der Gestalten, die dort herumlungern.

    Wer SP wählt, sich ein Logis auf dem Obstberg oder im Kirchenfeldquartier leisten kann, der kann all diese Probleme ignorieren und seinem Cüpli-Sozialismus fröhnen.

    • Hansli sagt:

      Ich hätte gerne irgendeinmal einen Beweis für das angebliche Lohndumping. Ich haben keine Ahnung immer davon gesprochen wird, aber das nie mit Zahlen unterlegt wird.

      Dann Beweisen Sie einmal, dass nur Ausländer Nacherziehung benötigen. Sie schrieben ja selbst das die CH-Kinder angeblich unfähig sind selbst zu lernen.

      PS: Ich habe keine Ahnung wie es in Bern ist, aber in ZH ist die Kriminalitätsrate so tief wie seit Jahrzehnten nicht. Und diese Rekordtiefen Werte werden noch jedes Jahr unterboten. Das ist überprüfbar in der Statistik.

      Vielleicht ein Grund die SP nicht zu wählen.

      Dafür wählt man die Leute. Die jede Hilfe für Nachhilfestunden streichen. Auch gut.

    • Das wird auch langsam zum Mythos, dass die SVP Politik für den “kleinen” Mann mache. Das Gegenteil ist der Fall: In der Steuer- und Finanzpolitik macht die SVP eine Politik für Superreiche und Oligarchen. Beim Ausverkauf der Heimat meint diese Partei nur die Armen. Denn die Reichen bekommen Land, wo es ihnen gefällt. Und die Sozialwerke werden nach und nach geschleift. Dass die SP für die Armen in diesem Land auch viel zu wenig tut, macht die Sache nicht besser.

  11. Roman Meier sagt:

    Damit sollte langsam dem letzten grünen Parteiverantwortlichen klar geworden sein, dass sich die Grünen mit ihrem Engagement gegen Ecopop und ihrem Einsatz für eine unbeschränkte Zuwanderung ins eigene Bein geschossen haben. Die grüne Führungsspitze (Glättli, Rytz, etc.) gehört längst ausgewechselt. Ein grüner Bundesrat wird mit solch einer linken Politik erst recht zur Utopie!

  12. magerius sagt:

    SP Wähler wählen SVP – ein sehr riskantes unünberdachtes Spielchen – die SVP gibt denen nichts, bekommt jedoch reichlich -Subventionsgelder- von denen.

  13. Andy Konrad sagt:

    Das tragische an der Sache ist wohl, dass viele Wechsel zur SVP nicht ein Verdienst der SVP sind, sondern ein Versagen der anderen Parteien. Die Stärkung der SVP bedeutet aber leider keine bessere Politik sondern noch mehr Polemik und Gehässigkeiten in der Zukunft. Solidarität und soziale Gerechtigkeit in diesem Land werden noch stärker unter Druck kommen. Schlussendlich werden das auch all diejenigen zu spüren bekommen welche nicht aus Überzeugung oder Gesinnung, sondern aus Wut und Verdrossenheit SVP gewählt haben. Das einstige Erfolgsmodell Schweiz ist mit dem gestrigen Wahlsonntag nur dem Ende einen Schritt näher gekommen.

    • Roman Meier sagt:

      Solidarität und soziale Gerechtigkeit werden vermutlich eher durch die unaufhaltsame Zuwanderung von Armutsflüchtlingen aus aller Welt unter Druck kommen. Da der zu verteilende “Kuchen” nicht immer weiter wächst, werden sich die Schweizer dann wohl entscheiden müssen, ob weiterhin unbeschränkt Flüchtlinge finanziell unterstützen wollen oder zuerst die eigene bedürftige Bevölkerung.

  14. Peter sagt:

    Da muss sich die SP nicht wundern wenns Sie die wichtigen Themen nicht angesprochen hat, bzw zu sehr Angst hatte nicht politisch korrekt zu sein…selber Schuld. Leider müssen dann Parteien wie SVP solche Themen aufgreifen. Was ebenfalls nicht das Ziel sein kann! Die SVP wird ebenso wie die SP sicherlich keine Lösung bringen..Ihr rennt nur im Hamsterrad!
    Wer gestern an die Urne ging hat das wichtigste noch nicht begriffen…ihr könnt wählen wen ihr möchtet, wann hat sich je was geändert? warum haben (vor Allem die ach so sozialen Linksparteien, kein Wort über die Ruag und die Flüchtlingskrise verloren? weil jede Partei die selbe Agenda verfolgt…Hallo aufwachen, gebt doch eure Stimmen nicht mehr ab! behaltet sie lieber und macht was sinnvolles…z.B den Boykott von Produkten…klärt Leute auf etc. Doch um Himmelswillen behalten Euren Stimmen und lasst euch nicht von Slogans wie ((halb)direkte Demokratie oder “Wir haben die Wahl” blenden…Eigenverantwortung und nicht alle Jahre paar mal stimmen gehen und sich dann gut fühlen, bringt nix.

    • @Peter
      Das war die Argumentation von meinem Grosi: Nach Einführung des Frauenstimmrechtes hat sie nie, nicht ein einziges mal gewählt oder abgestimmt. Ich fragte sie warum und ihre Antwort war: Die da oben machen sowieso was sie wollen. Wenn ich abstimmen gehe, dann gebe ich denen nur die Rechtfertigung dafür.

    • Remo Anderegg sagt:

      Warum entweder oder, wenn auch sowohl als auch möglich ist? Eigenverantwortung, Engagement UND Mitbestimmen. Mit Nichtstun ändert sich ganz sicher nichts.

      • Peter sagt:

        Weil das “Mitbestimmen” nur Illusion ist.. Die Politiker (ob Rechts , MItte oder Links) verteten nur noch die Industrie und nicht mehr das Volk..Ob links oder Rechts…Und wir geben denen die Legitimation dafür. Also sind wir am ganzen Debakel mitverantwortlich nur um schlussendlich feinrauszusein..darum gibt man ja auch seine Stimme ab, ich persönlich behalte sie lieber und mache was nützliches! Die schuldigen suche ich auch nicht mehr bei den Politiker, sondern Bei den Wählern!
        Leid tun mir nur die Linkswähler, weil diese (meistens) tatsächlich eine soziale Verbessurng wünschen und Gute Menschen sind, doch die werden am Meisten von der eigenen Partei ver****** (Sind ja auch nur noch alles indoktrinierte…Verzeihung, gstudierte.

  15. Martin sagt:

    Man sieht, es ist der SVP gelungen mit geschicktem Wahlkampf und viel Geld die gesamte Aufmerksamkeit auf das unwichtigste der fünf genannten Themen zu lenken und damit Stimmen zu gewinnen. Ihre Wähler werden dann leider bald merken müssen, dass die Partei in den wichtigeren Themen (Bilaterale, Umwelt, Soziales und Wirtschaft) weitgehend gegen die Interessen der Mehrheit von ihnen politisieren wird.

    • Roman Meier sagt:

      Das, was Sie da sagen, hören wir nach jedem Wahlsieg der SVP, dass diese nämlich gar nicht die Interessen vieler ihrer Wähler vertreten würde! Genausogut könnte man aber auch sagen, was es einem Arbeitslosen denn eigentlich nützen sollte die SP zu wählen, eine Partei, die vorgibt die Rechte eben dieser zu vertreten, aber auf der anderen Seite dafür sorgt, dass immer mehr Flüchtlinge ins Land kommen können, die dann – wenn sie erst einmal arbeiten dürfen – die einheimischen Arbeitslosen auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzieren.

      • Antalis Müller sagt:

        Ich denke nicht dass die Flüchtlinge (und damit meine ich jetzt die nicht primären Wirtschaftsflüchtlinge) überhaupt über die notwendige Qualifikationen besitzen um auf dem hiessigen Arbeitsmarkt zur Konkurrenz zu werden.

  16. Matthias Erzinger sagt:

    Die Umfrage war bereits in der Fragestellung verzerrt, indem es z.B. nicht möglich war mehr als zwei Parteien zu berücksichtigen. Daraus ergibt sich alleine schon ein grober Fehler, da die Wählenden, wenn sie denn panaschieren, vermutlich eher Personen von mehr als einer Partei auf die gewählte Liste übertragen.
    Zweitens auch die Frage nach dem wichtigsten thema, eine Partei zu wählen war durch die Auswahl stark eingeschränkt. Schliesslich war es problemlos möglich, mehrfach an der Umfrage teilzunehmen. Wurden Mehrfachteilnehmende aussortiert? Ich habe nicht sehr viel Vertrauen in diese Umfrage.
    Interessant zu wissen wäre, iinwiefern diese Nachwahlbefragung und das Wahlresultat übereinstimmen?. Und dann wäre zu deklarieren, ob die genannten Zahlen «SP verliert 15600 Wählende an die SVP» nun einfach die Zahl der Umfrage sind – oder wie der Anschein erweckt wird – reale gültige Werte.

    • … ein grober Fehler, da die Wählenden, wenn sie denn panaschieren, vermutlich eher Personen von mehr als einer Partei auf die gewählte Liste übertragen.
      Mehrfachteilnehmende aussortiert?

      Umfrage bringt keine Aussage

  17. Peter Gutknecht sagt:

    Die Zeitungen sprechen von Rechtsrutsch. Das trifft den Kern nicht ganz. Die Wähler, die von der SP zur SVP wechselten, das sind die Arbeiter, die sich von der SVP zu Recht besser vertreten fühlen als von der Sozialarbeiter- und Staatsangestelltenpartei:

    * Die SP ist für Zuwanderung; die SVP ist gegen diese Lohndumpingmassnahme.
    * Die SP ist für staatlich mitfinanzierte Genossenschaftswohnungen auch für Gutverdienende, die SVP setzt sich dafür ein, dass de facto subventionierte Wohnungen den sozial Schwächsten zukommen.

    Insofern fand nicht ein Rechtsrutsch statt, sondern die SP rutschte nach rechts, und die SVP vertritt in einigen Fragen im Grunde genommen linke Positionen.

    • Martin sagt:

      Die SP ist seit jeher für strenge Richtlinien gegen Lohndumping, die SVP wehrt sich mit aller Kraft dagegen, weil viele SVPler und deren Freunde selbst davon profitieren. Die SP versucht seit jeher mit grossem Aufwand günstigen Wohnraum zu schaffen, die SVP wehrt sich immer dagegen, weil sie selber und ihre Freunde von überhöhten Mieten profitieren. Die grosse Leistung der SVP besteht darin, den Linken geschickt für alles die Schuld zu geben, was sie selbst verbockt haben. So geschickt, dass zu viele wie Sie das leider immer noch daran glauben.

    • @Peter Gutknecht.

      Schöner kann man es nicht sagen.

      Mir ist schon länger aufgefallen, dass die SP konservativ, verstaubt, bei den immer gleichen Positionen der 70er Jahre ist, sich im immer gleichen kleinen, linken Kuchen bewegt. Von den Medien in Watte gepackt, betreiben die SP-Leute Informations- und Meinungsinzucht.

      Währenddessen ist die SVP dynamisch, weltoffen, stellt sich den realen Problemen unserer Zeit, gestaltet die Beziehungen zum Ausland aktiv, nimmt die Probleme der kleinen Leute ernst, sucht den Kontakt zur Bevölkerung.

      In den smartvote Graphiken wird sichtbar, dass in keiner Partei so viele, so unterschiedliche Meinungen vertreten werden wie in der SVP. Die SP dagegen hat eine strenge Parteidisziplin und die Parlamentarier stimmen auf den Punkt linientreu ab.

    • T. Boss sagt:

      Da verwechseln Sie wohl ein paar Dinge:
      – Die SP setzt sich gegen Lohndumping ein, die SVP ist dafür (ist gegen die Kontrollen), die SP war nur mit den “flankierenden Massnahmen” für die Personenfreizügigkeit, welche die Wirtschaft wollte (FDP, Wirtschaftsflügel SVP).
      – Die SVP will gar keinen sozialen Wohnungsbau, für niemanden. Die SVP setzt sich auch konsequent gegen jede Art von Mieterschutz ein, deshalb steht sie noch höher in der Gunst des Hauseigentümerverbandes als die FDP.
      Wenn Sie irgendeine Konsumenten-, Mieter-, oder Arbeitnehmerfreundliche Position der SVP belegen können notieren Sie sie bitte.

      • Thomas McKean sagt:

        Es kommt weniger auf die Intention als auf die Lösungsvorschläge an
        Die SP möchte gegen Lohndumping mit Gewerkschaften und Mindestlohn vorgehen. Das hilft niemandem der mehr als 4000.- verdient und schadet jedem der mit weniger auskommt.
        Die SVP möchte Lohndumping durch weniger Zuwanderung beschränken. Das hilft vermeidlich jedem der einen Job sucht und schadet vermeintlich nur den Arbeitgebern.
        Welche Partei kommt also wohl bei den Arbeitern besser an?

  18. Heldner victor sagt:

    Den Reichen in der CH wird es noch besser gehen. Unter die Räder kommt der noch arbeitende Mittelstand. Die Senioren, die die Schweiz mit ihrer Arbeit stark gemacht haben, werden auf eine Gehalterhöhen verzichten müssen. Das Bankgeheimnis wird weiter bestehen, die Reichen bezahlen noch weniger Steuern und but last not liest, nach den Wahlgewinnern sind die Armen, Invaliden und Arbeitslosen selber schuld an ihrer trostlosen Situation.

    • Gerber sagt:

      Sehe ich auch so. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird grösser werden. Das ganze ist nicht nur asozial sondern auch Wirtschaftsfeindlich. Wer soll dann noch konsumieren. Ich werde nie begreifen wieso soviele Stimmbürger gegen die eigenen Interessen stimmen. Die Managerlöhne steigen, keinen Mindestlohn in Aussicht und die Preise bleiben in der Schweiz weiterhin hoch. Das alles begünstigt die SVP….. und lenkt mit der bösen EU und den Ausländer davon ab.

  19. Brühwiler-Frésey sagt:

    Die SVP als Partei der politischen Flüchtlinge. Die Fluchtbewegungen entstanden, weil die Heimatparteien keine Antworten auf die angebliche Islamisierung, den zunehmenden Verdrängungswettbewerb in den unteren Etagen des Arbeitsmarktes und die angeblich zunehmende Umweltbelastung infolge der Einwanderung lieferten.

  20. Manuela Schneeberger sagt:

    Das geniale Resultat der SVP war voraussehbar! Jahrelang wurden die Anliegen der Bevölkerung u.a Masseneinwanderung, Überbevölkerung, Sozialsystem, Arbeitsstellen, Kriminalität und vor allem der Inländervorrang etc…von den Linken nicht ernst genommen. Der Wille des Volkes wurde weder respektiert noch akzeptiert, d.h, dass die direkte Demokratie bei uns nicht funktioniert. Zunehmends diskriminierte man im eigenen Land die eigene Bevölkerung. Ein Schweizer kann sich heute kaum noch auf ein Diskriminierungsverbot berufen, denn das gibt es in der CH-für Schweizer gar nicht mehr. Menschen ab 50+ und zum Teil noch früher, werden auf’s Abstellgleis befördert, andere wiederum in sinnlose Beschäftigungsprogramme verdingt u.s.w. Weshalb sollten dann genau diejenigen an Wählern zulegen, die ja das Übel verursacht haben und dies auch noch voll und ganz unterstützen?!

    • Paul Bärtschi sagt:

      Aber einfach immer noch nicht geschnallt, die SVP wirft mit den von ihnen genannten Bevölkerungsanliegen Köder aus! Wenn gewählt dann die andere Seite, nicht umsonst die Partei die nebst der FDP bei den Reichen wohnt!! Und irgendwer muss das ja bezahlen, die Antwort erübrgt sich!! Anbiedern, anlügen, ausnehmen….

    • Anja Müller sagt:

      Was hat die SVP je für die Arbeitslosen getan? Sie hat die (von den Linken geforderten) Massnahmen gegen Lohndumping immer bekämpft, und für Arbeitslose kennt sie nur ein Rezept: Druck, Zwang, Härte! Genau aus diesem Denken sind auch diese Beschäftigungsprogramme entstanden. Die SVP wird diesem Unsinn kein Ende bereiten, im Gegenteil.

      • Dieter Sprenger sagt:

        Und was hat den die SP überhaupt für die Arbeitslosen und Angestellten gutes getan ? Bestenfalls einige unsinnige pro Forma Forderungen ! Doch solange diese SP die hohe Zuwanderung aus reinem Eigennutz noch als Segen betrachtet nur um neue Mitglieder anzuwerben , damit jedoch Neoliberale Ideen unterstützt welche dem Arbeitnehmer mehr Nachteile anstatt Vorteile bringen , ist diese einst gute politische Arbeitnehmervertretung kaum wählbar ! Den echten Unsinn betreibt eher die SP als die SVP . Damit treibt die SP selbstverschuldet viele eigene Wähler/innen leider erst recht in die falschen Hände zur SVP welche noch nie die Interessen der Arbeiter vertrat .