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Wie das Platzen der Immo-Blase zu verhindern wäre

Von DB, 19. September 2015 85 Kommentare »
Die Gefahr wächst, dass es wieder zu einer Immobi­lienblase kommt, wie die Preisanalyse von Eigentumswohnungen in 130 Gemeinden zeigt. Wer die Entwicklung stoppen will, muss den Hebel an zwei Orten ansetzen.
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Von Michael Marti und Arthur Rutishauser

Der Entscheid der Nationalbank hat es vergangene Woche klargemacht. Die Zinsen bleiben wohl noch auf Jahre hinaus auf ­rekordtiefem Niveau. Das sind gute Neuigkeiten für Hausbesitzer und jene, die es werden wollen. Dank Hypothekarzinsen von 1 bis 2 Prozent lässt sich auch ein Millionenhaus finanzieren. Damit wächst die Gefahr, dass es wie in den Achtzigerjahren wieder zu einer Immobi­lienblase kommt. An gewissen Orten ist es bereits heute so weit.

Eine Analyse von «Sonntags­Zeitung»/Datenblog in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Iazi zeigt, dass die Immobi­lienpreise an gewissen ­Orten explodiert sind. Es öffnet sich eine Immo-Preisschere. Mit einem Plus von über 100 Prozent sind das vor allem Orte mit überdurchschnittlich hohen Preisen – also dort, wo die begehrten Lagen sind und die Luxusimmobilien ­stehen. Hingegen tut sich kaum ­etwas, wo die Häuser und Wohnungen schon immer billig waren.

«Die Immobilienpreise im ­Luxussegment sind tatsächlich viel stärker gestiegen als im Durchschnitt», bestätigt Iazi-Chef Do­nato Scognamiglio. «Daher kann man in gewissen Regionen von ­einer Blase sprechen. Diese wird in den nächsten Jahren vermutlich platzen. Wann genau lässt sich ­allerdings nicht sagen.»

Untersucht wurden die 130 grössten Gemeinden der Schweiz. Spitzenreiter ist Meilen an der Zürcher Goldküste, dort stiegen die Immo-Preise auf mehr als das ­Doppelte. Am schwächsten waren die Zuwächse in ländlichen Ge­bieten der Ostschweiz und im Jura.

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Mit sieben Faktoren lässt sich der Anstieg der Immobilienpreise zu 70 Prozent erklären. Der wichtigste ist der Preis an sich: Je teurer eine Wohnung ist, desto schneller stieg ihr Preis in den letzten zehn Jahren. Ein Rückblick in die ­Neunzigerjahre zeigt eine weitere ­Schere, denn je weniger die Durchschnittspreise von Häusern und Wohnungen damals gesunken sind, desto mehr legen sie jetzt zu. Eine tiefere Steuerbelastung führt auch zu höheren Preisen, genauso wie ein tieferer Ausländeranteil.

Beim Ausländeranteil ist allerdings eine Differenzierung angebracht. Eine Zuwanderung aus der EU und den USA wirkt preistreibend, ein hoher Anteil an Immigranten aus Osteuropa, vor allem aus Ex-Jugoslawien und der Türkei, hingegen lässt tendenziell weniger hohe Zuwächse erwarten.

Das Platzen der Blase und eine Talfahrt der Immobilienpreise hätte für die Volkswirtschaft verheerende Folgen. Die Schweiz erlebte das in den Neunzigerjahren: Die Wirtschaft stagnierte, die Regional­banken wankten, und die Arbeitslosigkeit war auch hierzulande ­ungewohnt hoch.

Als 2007 die Häuserpreise in den USA zusammenkrachten, rasselte die ganze Welt in die Wirtschaftskrise. Darum warnt die ­Nationalbank seit Jahren vor einer Überhitzung im Häusermarkt. Und die Währungshüter haben Massnahmen ergriffen. So zwangen sie die Banken, bei den Ver­gabekriterien darauf zu achten, dass Immobilien für Familien auch dann tragbar bleiben, wenn die Zinsen wieder auf 5 Prozent steigen, was gegenüber heute mehr als einer Verdoppelung entspricht.

Genützt hat es allerdings nicht viel. So ist das Volumen der Hypothekarkredite seit 2004 um 186 Prozent gewachsen, seit 1990, als die Immobilienblase in der Schweiz platzte, um 365 Prozent. Das ­Bruttoinlandsprodukt und die Immobilienpreise sind im Durchschnitt aber nicht einmal halb so schnell gewachsen. Ein klares Indiz für eine Blasenbildung in der Schweiz als Gesamtes – erst recht in den Hochpreisregionen.

Das sei eine gefährliche Entwicklung, findet Iazi-Chef Donato ­Scognamiglio: «Die Hypothekar­verschuldung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt hat sich seit 1980 praktisch verdoppelt. Das stellt ein nicht zu unterschätzendes ­Risiko für die Volkswirtschaft dar, wenn es wie in den Neunzigerjahren ­unerwartet zu stark sinkenden ­Preisen kommen sollte.»

Womit sich die Frage stellt, ob denn die Nationalbank mit ihren Dämpfungsmassnahmen nicht am Ziel vorbeischiesst. Dazu sagt ­Scognamiglio: «Die Preisdynamik im mittleren Preissegment konnte dadurch reduziert werden. Die Risiken einer weiteren Preiskorrektur im Luxussegment sind dadurch aber nicht gebannt.»

Das sollte die Politik auch beachten, wenn es um allfällige weitere Massnahmen geht. Dass der Bezug von Pensionskassengeldern für den Erwerb von Wohneigentum auf 10 Prozent begrenzt wurde, sei sinnvoll, sagt Scognamiglio. Eine weitergehende vom Bund diskutierte Verschärfung erachtet er aber zum heutigen Zeitpunkt als «nicht zielführend». Wenn schon, dann müssten die Massnahmen auf die hochpreisigen Immobilien zielen. Ein Politikum, denn die vorliegende Untersuchung zeigt, wo man ansetzen müsste, wenn man die Preise dämpfen will: Der Staat müsste die Steuerbelastung erhöhen und die Zuwanderung von Reichen begrenzen.

85 Kommentare zu “Wie das Platzen der Immo-Blase zu verhindern wäre”

  1. Anzeichen einer bevorstehenden Immobilienblase kann ich noch nicht feststellen.

  2. Sehr nettee und interessantee Artikel. Hoffen wir nur, dass die Immobilienpreise nicht fallen, respektive die Kaufkraft steigt.

  3. Nach wie vor gibt es viele leerstehende Wohnungen und Häuser – natürlich stehen sie nicht an 1a Lage, sondern z.B. im Jura, Obergoms, Unterengadin oder weit draussen auf dem Land! Diese sind de facto unverkäuflich und lottern vor sich hin!
    Unerklärlicherweise zahlen die heutigen Mieter lieber 2000-3000 à fond perdu anstatt etwas eigenes aufzubauen, nur damit man eine halbe Stunde weniger hat in die Stadt, an den Flughafen, an den Match oder ins Theater.
    Die Ferienwohnungen stehen 90% der Zeit leer, obwohl in der Regel der Standard sich nicht von einer Erstwohnung unterscheidet. In den Grosstädten stehen die Leute Schlange wie im Osten für Besichtigungen und balgen sich um die Angebote. Die Schwächsten, wie die Studenten bezahlen dann die Zeche!
    Schlussfolgerungen:
    – nicht die genutzte, sondern die zu wenig genutzte oder leer stehende Fläche sollte belastet/besteuert werden, die Vermietung von selbst genutztem Eigentum sollte bis z.B. 50% steuerfrei sein (so ist es in Norwegen);
    – der Handel muss verbessert, intensiviert und billiger werden und der bestehende Gebäudepark besser genutzt werden;
    – die Anciennität bei Mieten ist ein Unding und verzerrt eine sinnvolle Nutzung;
    – die Besteuerung sollte nicht am (Erst-)Wohnsitz erfolgen, sondern am Arbeitsort (für Arbeit) und am Ort des Eigentums;
    – ein Verbot (!!) einer Rückzahlung von Hypothekarkrediten (Standard) ist absurd;
    – die Hypothekarzinsen sollten das bestehende Risiko besser abbilden – dieses ist bei 50% Belehnung praktisch Null und bei 80% Belehnung extrem hoch – eine Amortisation wäre dann sinnvoll und lukrativ für alle!

  4. hardy hüttemann sagt:

    Eine einfache Lösung Immobilien weniger als Spekulation zu nützen wäre der geplante Ausbau des Lex Kollers gewesen, so dass ausländische Immobiliengesellschaften keine Liegenschaften in der Schweiz mehr hätten kaufen dürfen. Dies hat 2014 ein Bündnis aus SVP, FDP, CVP und BDP verhindert. Da war das Business der Baugesellschaften und das Interesse an der eigenen Rendite der Immobilien wohl wichtiger, als der schweizer Bürger. Zeigt immer wieder wie bürgerfreundlich unsere bürgerlichen Parteien in Wirklichkeit sind…..

  5. A. Kaufmann sagt:

    Das heißt, es gibt für Normalverdiener bald bezahlbaren Wohnraum aus den Konkursmassen?

  6. max bernard sagt:

    Tolle Rezepte, die hier angeboten werden! Na klar, wenn man den Bürgern mittels Steuererhöhungen noch mehr Geld aus der Tasche zieht, dann können sich diese auch keinen Wohnraum mehr kaufen, womit sich das mit der immobilienblase erledigt hätte..
    Doch weshalb soll lediglich die Zuwanderung von Reichen beschränkt werden? Benötigen etwa die normalen Arbeitsimmigranten keinen Wohnraum? Ist bei diesen das Marktgesetz, wonach die Nachfrage den Preis bestimmt etwa ausser Kraft gesetzt? Bedenkt man zudem, dass sowohl der Durchschnittsschweizer wie auch der Durchschnittsimmigrant sich im mittleren Preissegment des Wohnungsmarktes bewegen, dann ist auch klar, dass die preistreibende Nachfrage von letzteren für den Durchschnittsschweizer relevanter ist als die der reichen Immigranten mit ihren Luxusimmobilienwünschen.

  7. Martin Fürst sagt:

    Meilen wäre für mich klar finanzierbar, wäre ich (“vorläufig”) aufgenommener Asylbewerber.

  8. Rene Wetter sagt:

    Es gäbe eine relativ einfache Lösung um diese Immobilienblasen zu verhindern. Man müsste Hypotheken zwingend in 20 Jahren abbezahlen. Dann könnte man trotz tiefen Zinsen nicht solche Summen bezahlen. Schon bei einer Million würden im erste Jahr 50000CHF fällig

  9. Alder sagt:

    Das wollen die Linken ja immer, die Steuen erhöhen, um die guten Steuerzahler zu vertreiben. Natürlich wollen die nicht wahrhaben, dass bei tieferen Preisen auch die Grundstückgewinnsteuern zurückgehen. Aber eben: man muss die Sozialhilfempfänger zahlenmässig dringend erhöhen, denn das schafft mehr Jobs für linke Funktionäre und damit entsprechende Wähler für die entsprechenden Parteien. Eine Einbürgerung in Zürich ist massiv billiger zu haben, als eine einfache Baubewilligung. Dass die Folgekosten der Einbürgerung dann erst später anfallen, wissen die Linken.

  10. N. Kamber sagt:

    Von wegen Steuern gesenkt.
    Wegen der Tiefsteuerstrategie des Kantons Luzern, haben viele Luzerner Gemeinden die Steuern erhöht. (Reiche Ausländer zahlen weniger, dafür zahlt die Schweizer Mittelklasse um so mehr.)
    Gleichzeitig sind durch die Zuwanderung der reichen Ausländer, Mieten und Immobilienpreise stark angestiegen.

    • Rene Wetter sagt:

      @Kamber: Aber Ihr habt es doch so gewollt. Im Frühjahr wurden im Kanton Luzern die Leute die diese Strategie durchsetzten wiedergewählt, ihre Parteien haben sogar zugelegt. Der Mittelstand hat eben immer noch nicht begriffen dass er sich mit seiner Unterstützung der oberen 10000 das eigene Grab schaufelt

  11. Roland K. Moser sagt:

    “…Wer die Preisexplosion auf dem Eigentumswohnungsmarkt stoppen will, muss die Zuwanderung bremsen und die Steuern erhöhen…”
    Es sollte genügen, die Zuwanderung zu stoppen. Da ein massives Überangebot an Wohnraum zur Verfügung steht, werden die Preise dafür runterpurzeln.

  12. F.Graf sagt:

    Da die Vergabe von Neuhypotheken einem sogenannten Stresstest (Tragbarkeit bei einem Hypozins von 5%) unterstellt sind, ist es nicht einzusehen, warum der heutige tiefe Hypothekarzins die Preise in die Hoehe treiben sollte.

  13. Michael Höchli sagt:

    Das garantiert wirksamste Mittel, die stark auseinanderklaffende Immo-Preisschere zu bekämpfen, wäre – nebst vorgeschlagener höherer Steuerbelastung und Zuwanderungssbegrenzung der Reichen – die besonders betroffenen Regionen (Bsp. Zürcher Goldküste, Meilen usw.) in Zukunft weniger schonungsvoll sondern im Gegenteil bevorzugt zu berücksichtigen, wenn es um die Unterbringung von Flüchtlingen und Asylsuchenden geht. Eine gelungene Integration von Migranten wäre nicht nur eine kulturelle Bereicherung für diese Schweizer Hochpreisinseln, sondern würde gleichzeitig diese ärgerlichen Immobilienblasen sehr schnell und nachhaltig zum Platzen bringen!

  14. Peter Moser sagt:

    Die hohen Preise in der Schweiz haben u.a. folgende in den Medien nicht thematisierten Ursachen:

    1.) In der Schweiz werden die Hypotheken von den meisten Hauskäufern nicht vollständig amortisiert. Diese grandiose Erfindung der Banken ist ein ewiges Perpetuum-Mobile für die Finanzindustrie.
    Ich selbst bin Österreicher und in meiner alten Heimat ist es üblich den Kaufpreis für ein Haus oder eine Wohnung über 20 Jahre vollständig zu amortisieren. Folglich kann es gar nie zu derart hohen Preisniveaus kommen; Eine Tragbarkeit ist nur gegeben, wenn der Hauseigentümer neben dem Zins auch die Amortisierung tragen kann. Unter dieser Annahme wäre das durchschnittliche Preisniveau von Wohnungen bei einem verfügbaren Haushaltseinkommen von 100.000CHF bei 500.000CHF
    –> Anzahlung 100.000; Amortisierung/Jahr von 20.000; Zinskosten von durchschnittlich 10.000 (Durchschnitt des Aussenstandes 200.000/ kalkulatorischer Zinssatz 5%)

    2.) In der Gesellschaft hat sich der Irrglaube festgesetzt, dass es sinnvoll ist Schulden zu haben um die Zinskosten von den Steuern absetzen zu können. Was dabei wenig Beachtung findet, ist die Tatsache, dass ein Kredit von 500.000CHF bei einem historischen Duchchsnittszinssatz von 5% alle 10 Jahre 200.000CHF an Kosten verursacht. Die Einsparung auf den Steuern liegt je nach persönlicher Finanzsituation ja nur in der Absetzbarkeit dieser Beträge. Im besten Fall kann man also einen durch Fiskalanreize möglichen Rabatt von 15% auf diese Zinskosten einfahren. Dann kostet der Kredit aber immer noch 170.000CHF alle 10 Jahre….
    Man liefert das Geld also lieber bei seiner Bank ab anstelle als Steuer.

    3.) Bei den publizierten Vergleichen Miete versus Kauf welche auch beim jetzigen Preisniveau zur Schlussfolgerung kommen, dass Kauf die bessere Variante ist, werden keine Immobilitätszuschläge auf das Kapital und keine laufenden Renovationskosten welche beim Liegenschaftsbesitzer anfallen eingerechnet.

    4.) Die Preise kommen durch Angebot und Nachfrage zustande. Die hohen Preise haben dazu geführt, dass sich das Angebot massiv ausgeweitet hat. Jeder noch so kleine von der Ausnutzung her mögliche Ausbau wird im Moment durchgeführt. Würden die Marktkräfte nicht wirken, so wäre die Wohnungsknappheit noch grösser und die Preise wären noch massiver angestiegen. Mehr Bautätigkeit wie in den letzten 5 Jahren ist denke ich gar nicht möglich. Die liberalen Kräfte des Marktes haben es also geschafft uns vor dem Schlimmsten zu bewahren.

    Jeder kann hier für sich die Abwägung durchführen, ob mieten oder kaufen für Ihn die bessere Variante ist.
    Ich möchte noch anführen, dass ich mich ziemlich intensiv mit Immobilien in der Schweiz beschäftigt habe. Ich habe bereits drei Wohnungen gekauft, wovon ich zwei vermiete.

    Sobald ich bemerke, dass sich in der Schweiz im Denken gegenüber dem Thema Schulden gesellschaftlich eine Veränderung abzeichnet, würde ich meine Wohnung sofort verkaufen.

    • Mario Mazzola sagt:

      Herr Moser, ein brillanter Kommentar von Ihnen. Ich als nur halber Schweizer, der einen fast lebenslangen, vergeblichen Kampf gegen die ewige Hypothekarverschuldung, den Eigenmietwert als Strafsteuer, der das Perpetuum Mobile schmiert, führt, hat gestern Abend wieder mal vergeblich versucht, Schweizer Freunde davon zu überzeugen was Sie hier darlegen. Offenbar sind die meisten Schweizer von den Banken derart manipuliert, dass sie gegen eine andere Sichtweise immun sind.

    • Moser peter sagt:

      Meine Vwl Professoren würden sich bei einigen der angefügten Thesen im Grab umdrehen;

      Die Ausdehnung des Angebots- egal ob durch ausländisches oder inländisch Geld finanziert wirkt GEGEN ein Ansteigen der Immobilienpreise. Es ist ein Irrglaube, dass ein Investitionsverbot nach der Bauart von lex Koller zu sinkenden Preisen führt;

      – je mehr Akteure Immobilie entwickeln um so rascher kann es wieder zu einer Normalisierung kommen.

      Der Grund für die Preissteigerungen sind nachfragegetrieben:
      – die Flächennachfrage/Person wächst stetig
      – die Zuwanderung

      Und ja: die top lagen der Schweiz werden durch die sogenannten reichen aufgekauft; in der Bahnhofstraße findet sich auch kein 5 Franken Shop; das ist auch nicht schlimm…. Auch an den b- lagen kann man wunderbar wohnen.

      Ich denke wir würden uns ganz schön ins eigene Fleisch schneiden diese Leute abzulehnen. Die bringen die top Kaufkraft mit und für deren Konsum sind die Jobs der Mittelschicht aufgebaut.
      Auch das Risiko der Immobilieblase tragen diese Leute selber….
      Plus: das Geld ist ja nie weg: es hat nur ein anderer…. In dem Fall diejenigen die die immobilen an die sogenannten reichen verkauft haben…. Und auch die verkonsumieren es wieder.
      Es wäre also ganz schön dumm die Leute die mit viel Kohle im Koffer hierherziehen davon abzuhalten es auszugeben.
      Das einzige Argument ist der blanke Neid!

  15. Roberto Gloor sagt:

    Immer wieder kommt von Linken (dazu zähle ich auch den Tagesanzeiger) die dümmliche Idee Probleme zu “lösen”, indem man die Standortattraktivität absichtlich mindert. Man muss sicher nicht Steuern erhöhen. Der Markt wird die Sache mit allenfalls zu hohen Wohnungspreisen früher oder später selber und ohne äusseren Aktivismus regeln.

    • Thomas Hartl sagt:

      Natürlich regelt der Markt alles selber. Die Frage ist nur, welchen Preis man bereit ist dafür zu bezahlen. Jede Blase treibt unzählige Menschen in den Ruin, während andere davon profitieren. Wenn aber selbst die liberale USA nach den übelsten Crashs 1929 und 2008 massiv intervenierten, muss klar werden, dass der absolut freie Markt ohne staatlichen Eingriff zu sozialen Unruhen und ins Chaos führt. Mir ist etwas weniger Standortattrativität lieber, als Bandenkriege der sozialen Verlierer in Slums um unsere hochattraktiven Standorte.

      • rickenbach sagt:

        Tja: Weltatlas hervornehmen – Länder angucken und eine Tabelle machen, wo welcher Staat wie interveniert… und dann diese Staaten irgendwie messen betr. Lebensqualität, Standorteffizienz usw… ich gebe zu, es ist sehr schwer, aber irgendwie machbar.
        Am Ende des Tages stellt sich eines heraus: je mehr staatliche Interventionen stattfinden, umsomehr sinkt längerfristig die Standortqualität – Grund: der Staat, seine Behörden und die Ueberwachungssysteme sind ineffizient und zudem bestechlich.
        Den Markt spielen lassen ist manchmal hart, aber die ehrlichere und effizientere Methode – ich gebe zu, manchmal sozial grenzwertig – aber auf die dauer leistungsfähiger und darum auf längere Zeit auch sozialer….

        • N. Kamber sagt:

          Wenn eine Schweizer Grossbank über Nacht mit 60 Milliarden Franken gerettet wird, dann ist das weder effizient noch ehrlich und zudem ziemlich asozial. Ausserdem werden so ausgerechnet die belohnt, welche den Schaden verursacht haben und weil sie für ihr kriminelles Verhalten belohnt wurden, fahren sie weiter damit (z.B. Libor-Betrug).
          Wenn die Immobilienblase in der Schweiz platzt, werden wiederum die gerettet/belohnt, welche die Misere verursacht haben und es wird wieder heissen: “Niemand hätte das jemals voraussehen können und die bestehenden Banken/Banker sind unentbehrlich…”

    • Fritz Weber sagt:

      Das der “Markt” eben kein Markt mehr ist sondern ein “Plan” von ein paar ganz wenigen haben Se Herr Gloor noch nicht bemerkt? Wir leben immer mehr in einer “Planwirtschaft” die sich nach aussen als Marktwirtschaft peösentiert und verkauft. Der “Markt spielt” aber nur zu Gunsten der multinationalen Globalplayer, sobald es zu Gunsten de Konsumenten undder Bevölkerung geht wird eingegriffen um die “Wirrschaft” zu schützen.

      • Bruno sagt:

        Herr Weber, da würde mich ein Beispiel interessieren für ein zu gunsten der konsumenten bei dem eingegriffen wurde. Vielleicht hab ich noch zu wenig erfahrung, befinde mich aber in der marktwirtschaft.. mfg..

  16. Bettina Ramseier sagt:

    Ich bin froh und dankbar, dass die Tagi-Schreiber die Wahrheit wissen und auch verkünden. Je teurer eine Wohnung ist, desto schneller stieg ihr Preis in den letzten zehn Jahren. Ein Rückblick in die ­Neunzigerjahre zeigt eine weitere ­Schere, denn je weniger die Durchschnittspreise von Häusern und Wohnungen damals gesunken sind, desto mehr legen sie jetzt zu. Eine tiefere Steuerbelastung führt auch zu höheren Preisen, genauso wie ein tieferer Ausländeranteil. Das zeigt einmal mehr, dass der Neoliberalismus und damit die SVP an der schamlosen und menschenverachtenden Preistreiberei im Schweizer Immobilienmarkt schuld sind. Mit diesem gestohlenen Geld, vielfach Schwarzgeld und steuerhinterzogen, könnte man für 150’000 syrische Flüchtlinge in der Schweiz auf 10 Jahre hinaus aufnehmen, integrieren und ausbilden, so wie BRätin Sommaruga es als Zeichen der Solidarität und Menschlichkeit fordert. Aber die herzlose SVP und deren Kandidaten wollen die menschenunwürdige Flüchtlingskrise für sich selber ausschlachten und leugnen, dass es fast nur Frauen und Kleinkinder sind, die fliehen müssen und jetzt an unserer Grenze um ihr Leben flehen müssen! Die Autoren verlangen mit Recht, der Staat müsste die Steuerbelastung erhöhen und die Zuwanderung von Reichen begrenzen und die der arment Flüchtlinge aus Syrien und Afrika fördern. Nur das ist menschenwürdig.

    • Anton Schneider sagt:

      Schätzen Sie sich glücklich, dass Sie im Blog ihren ganzen Frust, Ahnungslosigkeit und Unterstellungen ohne Konsequenzen platzieren können.

  17. JC Zulauf sagt:

    je mehr Menschen in der Schweiz wohnen, desto mehr Wohnungen müssen gebaut werden. Der der hohe Preis ergibt sich aus Angebot und Nachfrage. Punkt.

    • Thomas Hartl sagt:

      Ganz so einfach ist die Sache nicht. Welche Wohnungen und Häuser wo gebaut werden, und zu welchen Preisen sie verkauft oder vermietet werden, hängt ganz massiv von den finanziellen Möglichkeiten der Kunden ab. Bei hoher Standortattraktivität findet ein Verdrängungswettbewerb zwischen reiche Zuzügern und den “Eingeborenen” statt, welcher zur aktuellen Immo-Blase führt.

  18. Peter Fischer sagt:

    Was hat sich der Autor bei seinem Schlusssatz nur überlegt? Ebenso könnte man demzufolge mit mehr Immigranten aus dem Balkan und der Türkei die Immobilienpreise zum sinken bringen…

  19. Leo Lisser sagt:

    Kann mir bitte mal jemand erklären, warum die niedrigen Zinsen dazu führen, dass sich mehr Menschen eine Immobilie leisten können?
    Wenn ich zur Bank gehe, wird meine Kreditwürdigkeit anhand eines fiktiven Zinses von 4.5% überprüft. Also selbst wenn ich heute für 1% die Finanzierung stemmen könnte, bekomme ich die Hypothek erst gar nicht!

    • Arthur Künzler sagt:

      Sie schon! Sie gehören wahrscheinlich nur dem Mittelstand an. Die Reichen brauchen eben keine Ueberprüfung der Kreditwürdigkeit und können trotzdem von tiefen Hypo Zinsen profitieren.
      Die 4,5 % sind für die doch kein Hindernis.

      • Roberto Gloor sagt:

        Das ist falsch. Für teure Objekte muss man neben der Tragfähigkeit zu 4-5% auch mehr Eigenkapital als die üblichen 20% mitbringen.

        • Arthur Künzler sagt:

          Und wieviel sind es denn etwa? Selbst bei 40 % EK wird eine grössere Immobile bei einem Zins von ca. 1 – 1,5 % noch locker rentieren. Lasse mich aber gerne belehren!

      • Leo Lisser sagt:

        Dann ist der Artikel aber trotzdem falsch. Denn die Reichen können es offensichtlich verkraften, auch wenns signifikant teurer wird, zB durch Zinserhöhung oder Wertberichtigung nach unten.

    • johann peider sagt:

      Wenn die Mieter ausgequetscht sind wird die Blase platzen !
      Will heissen mit steigender Arbeitslosigkeit und Schwächung der Löhne sind diese Mieten nicht mehr bezahlbar und der Domino-Effekt setzt ein . . .

  20. Hans Züllig sagt:

    Die restriktiven Bauvorschriften und politische Willkür bezüglich Wohneigentum sind massgeblich verantwortlich für die Wohnungsknappheit und ergo den hohen Preisen. Durch die linksregierten Städte mit ihrem Hang zu subventioniertem Wohnbau und ideologisch gezielter Verhinderung von hohen, dichten Bauten wird genau dort das Angebot begrenzt, wo die Nachfrage hoch ist. Folglich explodierten die Preise auch in den Peripherien – angeheizt mit günstigen Steuern und top Infrastruktur. Die Preise dürften weiter zulegen. Die Schweiz ist eine Insel mit globaler Anziehungskraft.

    • Ryffel sagt:

      Das ist die eine Sicht. Die andere zeigt, dass Mehrfamilienhäuser im Besitz von Privaten und Firmen bei den Mieten Höchststände haben, also der Wirtschaft bezüglich anderem Konsum riesig Geld wegnehmen. Hohes, dichtes Bauen führt höchstens zu Zufriedenheit des Hausbesitzers. Sie wohnen vermutlich im Einfamilienhaus. Und, wir haben in der Schweiz ca. 40% Scheidungen. Das führt zu etwas 30% Mehrbedarf an Wohnraum in diesem Gesellschaftsbereich.

      • Hans Züllig sagt:

        @Herr Ryffel. Die Mieten sind doch hoch weil das Angebot knapp ist. Dies führt tatsächlich dazu, dass gewisse Kreise überproportional davon profitieren. Möglicherweise auch Sie – über die Pensionskassen, welche im Durchschnitt gut 20% des Vermögens direkt oder indirekt in Schweizer Immobilien investieren (also ca. 150 Mrd.). Hohes und dichtes Bauen führt tendenziell zu günstigen Wohnungen weil auf wenig Bodenfläche viel Angebot geschaffen wird. Ich wohne in einer Stadt und nicht im EFH.

  21. B. Folda sagt:

    Seit wann benötigen Reiche eine Hypothek?! Das machen die doch höchstens, um Steuern zu sparen! Was soll die andauernde Panikmache also? Da versuchen gewisse Leute wohl permanent von der zunehmenden Schröpfung des Mittelstandes abzulenken! Dem werden Unternehmenssteuerreformen zusätzliche Steuererhöhungen aufgezwungen, mit fadenscheinigen “Begründungen” die Verzinsung des Zwangsersparten trotz hoher Kapitalgewinne reduziert (PK-Gewinne +8 bis 15%, aber Verzinsung Sparguthaben auf 1,25% senken!). Will man die Geldverschwendung der Goldkuestenspekulanten bei Gelegenheit auch noch “sozialisieren”? Das ist dann wohl das, was vom sozial der sozialen Marktwirtschaft übrig bleibt: die vollständige Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung aller Verluste der Reichen! SVP-Politik in Reinkultur!

    • Ike Conix sagt:

      @B. Folda: Wenn Sie wollen, dass Reiche keine Hypothek aufnehmen, müssen Sie für die Abschaffung des Eigenmietwerts sein.
      Die Unternehmenssteuerreformen waren tatsächlich nicht das Gelbe vom Ei.
      Aber bei den Pensionskassen blenden Sie die schlechten Jahre einfach aus. Allein im Jahr 2015 hat eine Pensionskasse mit einer einigermassen ausgewogenen Anlagepolitik unter dem Strich bisher nichts verdient. Und seit September 2007 (also dem Platzen der Finanzkrise), waren es durchschnittlich etwa 2,5% jährlich. Bis Ende 2011 war die Verzinsung der Sparguthaben noch 2%.

      • Josef Marti sagt:

        Das Zinsargument sticht hinten und vorne nicht. Je tiefer die Realzinsen desto höher nämlich steigen die Immobilien und Aktien. Die Entwicklung der Deckungsgrade der PK’s kann man praktisch 1:1 am Kursverlauf der Börsen und SMI ablesen.
        Sodann ist es dem EMW zu verdanken dass man weitgehende Abzüge nicht nur für Renovationen sondern auch für Investitionen (Energiespar- Umweltschutzmassnahmen) tätigen kann; das können sich die Gutbetuchten leisten und steigern damit den Wert der Häuser. Da Immobilien und Aktien 1.klassige Sicherheiten sind profitieren die begüterten Besitzer von billigen Krediten zwecks Hochhebelung der Eigenmittel, da werden unter dem Strich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

        • Roger sagt:

          Ist es überall so, dass ein Haus beim Vermögen nur ca. 1/4 seines Wertes hat für die Steuerverwaltung? Dies macht es natürlich interessant, das steuerbare Vermögen zu senken durch Häuserkäufe auf Kredit. Die Schulden können vom Vermögen abgezogen werden, und das Haus ist nur einen Viertel wert bei der Berechnung des Vermögens.

  22. sepp z. sagt:

    Das ist doch bürgerliche und rechtsbürgerliche Politik: Steuern für die Reichen senken und Lex Koller abschaffen (unter BR Christoph Blocher), damit ausländische Investoren auf den Schweizer Immobilienmarkt drängen können. Und alle findens geil.

    • Marcel Senn sagt:

      Frau NR Badran SP konnte die Abschaffung der Lex Koller parteiübergreifend zwar durchbringen, aber jetzt ist schon wieder eine neue Gruppierung daran diese aufzuweichen

      http://www.modernelexkoller.ch/de/home.html

      Wenn man mal die Mitglieder ansieht, so sind es v.a. Immounternehmen die am liebsten das ganze Land an die meistbietenden (oft eben Ausländer) verhöckern wollen. Letzte Woche haben die im NR/SR Lobbying dafür gemacht, dass die Lex Koller wieder aufgeweicht werden soll (raffinierte Anwälte umgehen sie via Strohmänner etc. ja heute schon systematisch)
      Meines Erachtens liegt das auch an der “Masseneinwanderung ausländischer Kapitalien” verursacht durch die exzessive Geldmengenausdehnung der SNB mit ihren Devisenkäufen. Wer sind die Käufer all dieser Franken und was machen die damit — zu Negativzinsen anlegen ist ja nicht so interessant, der CH-Aktienmarkt gehört schon zu über 82% Ausländern, der CH Bondmarkt ist zu klein mit unter 100 Mrd, also bleiben fast nur noch Immobilien!

  23. Martin Lobsiger sagt:

    Ich erhebe das Schlusswort zur Handlungsmaxime: Der Staat soll die Steuern erhöhen und die Zuwanderung von Reichen begrenzen (EU und USA) und der Immigranten aus Osteuropa erhöhen, vor allem aus Ex-Jugoslawien und der Türkei. Die Stimmberechtigten sollen das am 18. Oktober 2015 mit grossem Mehr bestätigen, indem sie allein SP-Kandidaten wählen.

  24. Walter Eggenberger sagt:

    Zum Verständnis des Blogs wäre es wichtig zu verstehen, was mit “Luxussegment” oder “hochpreisigen Immobilien” gemeint ist. Verwirrend ist in diesem Zusammenhang der Satz, dank tiefen Zinsen lasse sich auch ein “Millionenhaus” finanzieren. Zumindest im Raum Zürich (nicht nur Stadt und Seegemeinden) gibt es schlicht keine Häuser unter einer Million. Wenn aber offenbar ein Haus ab einer Million zum “Luxussegment” gehört, dann fragt sich, was mit dem von Herrn Scognamiglio angesprochenen “mittleren Segment” noch gemeint sein kann. Der Blog taugt damit für das Tagi-typische Bashing der “Reichen”, die das Land in die nächste Wirtschaftskrise führen. Einen Anhaltspunkt für besorgte Hauseigentümer oder interessierte Käufer, die sich fragen, ob sie persönlich betroffen sind, gibt er aber leider trotz dem irreführenden Titel “Datenblog” in keiner Weise.

    • johann peider sagt:

      Besorgt müssen die sein die ihr Eigentum mit Hypotheken von 80 % finanziert und sonst kein Vermögen haben. Diesen wird der Schnauf sehr schnell ausgehen und der Domino-Effekt wird
      ihre 20 % in den Taschen der Banken verschwinden lassen.
      Für gut kapitalisierte Banken ein Geschäft solange es nicht unter die minus 20 % geht.
      Man sackt die Immobilien ein, wartet bis sich der Markt beruhigt hat und das Spiel beginnt von neuem . . .

  25. Kronrod sagt:

    Ich sehe nicht ein, weshalb man die Reichsten vor einer Blase schützen sollen muss. Gerade die könnten sowas ja verkraften.

    • johann peider sagt:

      Es wird eben nicht die Reichsten treffen sondern die unterste Schicht der Habenden.
      Die Reichen gehen dann auf “Schnäppchen-Jagt” . . .

      • Birchler sagt:

        Wenn es den Reichsten schlecht geht, so verschwinden sie einfach. Wirtschaftlich gesehen geht es der Mittelschicht an den Kragen, die Armen benutzen und belasten den Sozialstaat nur und bringen nichts.
        Die wichtigste Schicht ist die Mittelschicht, aber sie bezahlt dann die Zeche!

      • Gregor Schrecke sagt:

        Am Schluss kann’s nur einen Geben oder eben eine Plutokratie.

        Mit einer Vollgeldreform versenken “wenigstens” die privaten Kapitalbesitzer ihr spekulations Kapital, wie es sich für ein Glücksspiel auch gehört.

        Der Staat “kann” so nicht mehr zu Gunsten der Reichsten manipuliert werden und in Sippenhaft genommen werden (Erpressung durch Banken). Vor allem kann DEMOKRATISCH bestimmt ob nun Bankensozialismus zu Gunsten der Umverteilung für die Reichsten weiterhin risikofrei bleiben soll, oder nicht.

        Geld soll dem Handeln dienen und nicht der “Asset – Blasenspekulation”!!

  26. johann peider sagt:

    Solange mit Immobilien 5 bis 10 % Rendite erzielt werden kann wird es keine Beruhigung geben.
    Das Geld geht dahin wo mit am wenigsten Risiko am meisten Profit erzielt werden kann.
    Wie an der Börse werden die “Sackhalter” gesucht, wenn der Crash kommt sind das dann die Dummen.
    Im Moment kann ich mit 80 % Fremdkapital eine Wohnung finanzieren die mich als Mieter auf dem freien Markt 20 bis 25 % mehr kosten würde.
    Viele Mieter denken “ich bin ja nicht blöd . . ” was sie auch nicht sind solange der Run anhält wenn aber die Preise fallen werden sie die Ersten sein die die Zeche bezahlen.
    Der Knall wird kommen (die Frage ist wann ?) und dann werden die oben erwähnten “Sackhalter” weggespült.
    Den Banken ist das egal solange die 20 % minus nicht unterschritten werden.
    Im Gegenteil, sie sacken die Immobilien ein und das Spiel beginnt von vorn, erst langsam bis der Boden gefunden ist und später wieder sehr schnell bis zum nächsten Knall . . .

    • johann peider sagt:

      P.S.
      Der Titel “Die Immobilien Blase der Reichen ” ist falsch es wird die
      “Immobilien Blase der wenig Habenden sein”
      Wenn ich von 1 Million Vermögen, 200`000 abschreiben muss, kann ich das verkraften.
      Wenn ich von 200`000 Vermögen diesen Abschreiber machen muss, bin ich weg vom Fenster und die Bank lacht sich ins Fäustchen.

  27. Klaus Brander sagt:

    Ist heute internationaler Tag der Linken?

    • dieter baumann sagt:

      Scheint so zu sein … zumindest kennt der Journalist den Unterschied von zulässigen und unzulässigen Umkehrschlüssen nicht … hat vermutlich beim Fach “Klassenkampf” besser aufgepasst als in der Mathe-Stunde … doch was solls … vor den Wahlen kann ja eh jeder behaupten was er will … Hauptsache das “Wählerlamm” folgt der simplen Propaganda !

  28. Ralph Kaiser sagt:

    Interessant, dass nun auch schon der “Datenblog” Symptombekämpfungen verschreibt. Wir haben seit fast 7 Jahren ein Null-Zins Umfeld, und nun wundert man sich, dass gewisse (kapitalintensive) Branchen aus dem Ruder laufen. Aber anstatt die Ursache zu bekämpfen und eine Zinserhöhung zu verordnen, werden weitere staatliche Eingriffe vorgeschlagen, um den “Markt” wieder ins “Lot” zu bringen – obwohl das noch nie funktioniert hat, egal wie weit man zurück schaut. Natürlich könnte man aufgrund fragwürdiger Kriterien die Steuern auf hochpreisige Immobilien erhöhen, mit den üblichen Nebenwirkungen. Gewisse Mehrfamilienhäuser würden dann wohl darunter fallen, was die Mieten verteuert. Und die Reichen können sich auch Immobilien aus dem Mittelpreis-Segment kaufen und sie anschliessend renovieren, womit sich die Blase einfach auf das Mittelpreis-Segment ausweitet.

  29. loulou55 sagt:

    Da wird in der SVP-Zentrale sicher schon der Alarm schrillen. Die einzigen Ausländer die man dort gerne sieht, die Reichen, will man nicht vergraulen und Steuererhöhungen sind eh des Teufels. Da würde mancher SVP-Gemeindepräsident auf die Barrikaden steigen, nicht nur Andreas Glarner aus Oberwil-Lieli.

  30. Peter P. Odermatt sagt:

    Die Blase wird unweigerlich kommen. Dagegen sichern kann man sich nur mit einer einzigartigen Top-Lage. Solche Objekte sind schon jetzt auf hohem Niveau und stagnieren seit Jahren im Preis – aber, da meist über 4 Mio. Verkehrswert, werden gerade diese Besitzer, vermutlich finanziert mit Tiefzinshypotheken, bluten. Denn es ist längst nicht so, dass diese Leute auch wirklich vermögend sind.

  31. alice schärer-Gurini sagt:

    ja also wo sooooooooooooooooooo vieli Leute ins LAnd kommen da braucht es Imobilien bis geht nicht mehr?Die haben auch Geld denn sonst wären SIe nicht so weit gereisst !ja ja nicht alle aber die meisten von Ihnen haben Geld !man muss Ihnen nur bei der BAnk behilflich sein! und Die Preise der Mietwohnungen muss man runterholen!Die Gebäude müssen ja nicht in 10 Jahren Abbezahlt sein das reicht in30 Jahren!da liegt der Fehler!

  32. Heiko sagt:

    Endlich eine objektive Analyse. Tiefe Steuern plus Zuwanderung treiben die Mieten – und nicht nur diese. Auch eine Überlastung der Infrastruktur und eine Erhöhung der Dichte auf der Strasse, im ÖV, bei Freizeitaktivitäten etc. sind Folgen dieser neoliberalen Politik.

    • Wiget sagt:

      Heiko@ Höhere Steuern bewirken, dass gute Steuerzahler gehen und durch solche ersetzt werden, die keine Steuern bezahlen, aber trotzdem Wohnraum benötigen, der von uns Steuerzahlern bezahlt wird. Wollen Sie das wirklich? Ich nicht und deshalb würde ich bei einer Steuererhöhung meinen neuen Wohnsitz im steuerfreien Florida anmelden.

  33. Robin Hug sagt:

    Die planwirtschaftliche Steuerung der Zinsen weltweit durch die grössten Hedge Funds der Welt, nämlich der Zentralbanken, führte zur Misallokation von Kapital und zu Blasenbildung (u.a. Immobilien, Sachwerte wie Oldtimer, Kunst,Weine, etc.). Nun will man als Gegenmassnahme, wie wir es von der Politik kennen, neue Interventionen auslösen (Steuerbelastung, Bezug von PK-Geldern), um die unbeabsichtigten Konsequenzen der Planwirtschaft zu korrigieren. Wie wäre es, wenn wir endlich freie Märkte hätten, wo sich Angebot und Nachfrage selber regeln, ohne dass Väterlichen Staat die Finger drin hat.

  34. markus gerat sagt:

    steuererhöhungen für reiche. blasphemie.

  35. Wiget sagt:

    Eine Alternative wäre möglichst viele Flüchtlinge und Asylanten reinlassen, die jeden Monat dem Staat 10000 Franken kosten und die statistisch gesehen zu 80% bis an ihr Lebensende von der Sozialhilfe leben, anstatt Reiche reinzulassen, die dem Staat jedes Jahr zwischen 250000 und 25 Millionen an direkten und indirekten Steuereinnahmen einbringen. Einheimische Reiche verlassen die Schweiz (zumindest steuertechnisch) übrigens schon seit Jahren nach London und Florida. Auf jeden neuen Reichen, der in die Schweiz kommt, verlassen zwei alte Reiche die Schweiz.

    • Peter Frick sagt:

      Sind diese Zahlen amtlich ermittelt? Wo sind sie publiziert? Ich habe den Eindruck, dass Sie da munter in die Zauberkiste greifen.

  36. Wiget sagt:

    Die Eingriffe in den Markt bewirken in erster Linie, dass immer weniger Private Wohneigentum erwerben (freiwillig und unfreiwillig). Die kleinen Leute unfreiwillig, weil sie nicht genügend Eigenmittel haben und die reichen Einheimischen, weil sie sich nicht mit der überbordenden Bürokratie (Mieterschutz) auseinandersetzen wollen. Es kaufen dann ein paar wenige Ausländer, die wegen den idiotischen Negativzinsen und der Abschaffung des Bankgeheimnis gar keine andere Wahl mehr haben. Und dann unsere Pensionskassen und Versicherungsgesellschaften, die keine Eigenmittelprobleme haben und die deshalb zu jedem Preis kaufen können, sofern die Rendite über 3% ist, umso mehr, dass es nicht ihr eigenes Geld ist und allfällige Wertverluste in ein paar Jahren völlig egal sind (es gibt dann einfach Rentenkürzungen und höhere Beiträge für die Arbeitnehmer).

  37. Sacha Meier sagt:

    Die Autoren der Studie lassen leider eine Anatomie des jüngsten Preisanstiegs vermissen. Einleitend muss aus den Daten der Karte klar geschlossen werden, dass die Immobilienpreise fast überall dort angezogen haben, wo sie vorher zu billig waren; bzw. die Steuern gesenkt wurden. Der Immobilienkrise zum Ende der Achtzigerjahre des vergangenen Jahrtausends war in der Tat eine Blase vorausgegangen: Spekulation. Im Zuge der beginnenden Deindustrialisierung kamen immer mehr umnutzbare Liegenschaften von in Not geratenen produzierenden KMU auf den Markt, während die institutionellen Anleger noch zögerten in Immobilien zu investieren – was schliesslich zu einem zeitweiligen Kollaps des Marktes führte. Heute, in der postindustriellen und postdemokratischen Schweiz hingegen ist alles anders. Der Konsum, Bau und die Prämien/Staatswirtschaft gehören zu den soliden Eckpfeilern unseres Landesgeschäftsmodells des zuwandernden Konsums in unsere unantastbare Hochpreisinsel. Eine Studie des KOF aus dem Jahre 2013 besagt, dass über 85% aller Arbeitsplätze in diesem Sektor liegen – Tendenz steigend. Und im Gegensatz zu den Zeiten der sozialen Marktwirtschaft (1947-1990) bestimmen nicht mehr die westlichen Völker in demokratischer Weise über ihre Geschicke, sondern die Lobbyisten in den Parlamenten. Dazu kommt der korpokratische Neofeudalismus (bzw. der Neozarismus in Russland und der «Dritte Weg» von Deng Xiao Pings China) als neues Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell, das sich der gesamte Planet mit den G-7 Beschlüssen 1990, Houston und den WTO-Globalismusbeschlüssen 1995, unumkehrbar angelacht hat. Mit dieser fundamentalen Verschiebung der Entscheidungsgewalt von den Völkern und der Politik hin zur Wirtschaft und dem dahinter stehenden Systemgeldadel, gibt es auch in der Schweiz keine irdische Macht mehr, welche die Zuwanderung signifikant begrenzen würde. Und das für Jahrhunderte. Sogar das Schwizer Stimmvolk hat diese Zusammenhänge erkannt und Ecopoop genau so haushoch versenkt, wie es die kommende RASA-Initiative oder BR Burkhalters Bilateralen-Vorlage annehmen wird. Somit haben wir eine Kontinuität beim Nachfragedruck. Dazu kommt, dass das moderen geographisch arbeitsteilige Produktion-Handel-Konsum-Gefüge – das nach Vorbild des alten Roms, bzw. des Ancient Régimes errichtet wurde – zwingend zum Konsum auf Pump führt. Daraus folgen auf Jahrzehnte – wenn nicht Jahrhunderte – niedrige Zinsen und volatile Börsen. Da greifen auch die institutionellen Anleger (Pensionskassen) gerne und immer öfter nach Immobilien. Mit jedem Feudalsystem kommt automatisch auch eine Klassengesellschaft. Das ist eine historische Gesetzmässigkeit. Diese Entwicklung wirkt sich bereits heute auf den zweigeteilten Immobilienmarkt aus: Ein Nachfragedruck der Reichen und deren wohlhabenden Vasallen (Manager, Politiker, Awälte, Richter, Banker, Politiker, Lobbyisten, etc); bzw. den Institutionellen – und der Armen. Zur letzteren Kategorie gehört die stetig wachsende Bevölkerungsgruppe der Präkarisierten, Ausgesteuerten, Alten, Asylanten/Aufgenommenen – und bald auch der Rentner. Damit sich diese Nachfragegruppen nicht in die Quere kommen und in den Städten den Markt unnötig verzerren, müsste der Staat endlich ein nationales Amt für sozialen Wohnungsbau gründen, welches die jährlich benötigten (derzeit rund 80’000) Wohneinheiten in preiswerter, hochverdichteter Bauweise erstellt und kostendeckend bewirtschaftet. Mit dem Zustrom von 100…150 Mio. Migranten aus Afrika, dem nahen Osten und anderen gescheiterten Staaten nach Europa in den nächsten zwei Jahrzehnten, wird der Nachfragedruck auf Immobilien nicht weniger werden, sondern gar noch steigen. Damit ist erstellt, dass alle Befürchtungen für eine Immobilienblase unbegründet sind. Wir haben einen gut funktionierenden Markt. Schluss wird erst sein, sobald die Schweiz 80…120 Mio. Einwohner hat. Das wird aber noch gut 100 Jahre dauern.

  38. Mueller sagt:

    Die wichtigste Massnahme, um das Kreditwachstum einzuschraenken waere eine Erhoehung der Zinsen. Die SNB hat es in der Hand. Die Zinssteuerung ist das effektivste Instrument, um das Kreditwachstum zu steuern. Steuern oder die Zuwanderung von Reichen zu beschraenken ist kontraproduktiv und sind irgendwelche Massnahmen an Symptomen anstatt das Problem an der Wurzel anzupacken.

    • Hans Züllig sagt:

      Mueller. Durch das Anziehen von hohem Steuersubstrat sind die Steuern für tiefere Einkommen enorm günstig geblieben. Fehlen die Reichen bezahlen es die – Ärmeren. Wer denn sonst?

  39. Peter Frick sagt:

    Grösster Anstieg der Preise in Meilen? Es wird kaum so sein, dass viele die Nähe von Frau Martullo-Blocher suchen. Es zeigt aber dass es noch sehr viele Gutverdienende gibt, die sich die Goldküste leisten können. Expats dürfen wohl auch mit “Subventionen” des Arbeitsgebers rechnen. Das wiederum sind keine KMU sondern internationale Konzerne.

  40. Rolf Rothacher sagt:

    Immobilienblasen bauen sich über viele Jahre auf und bauen sich deshalb auch nur über noch mehr Jahre ab. In den USA dauerte der Aufbau der Immobilien-Blase 6 Jahre und ist auch nach 8 Jahren noch nicht vollständig überwunden. In den 1980er-Jahren dauerte der Aufbau der Blase in der Schweiz 6 Jahre und wir brauchten 8-10 Jahre, um sie “zu verdauen”. Die jetzige Blase in der Schweiz hat vor 10 Jahren begonnen und auch wenn die Preise nicht mehr weiter steigen würden, bräuchten wir mindestens 15 Jahre, um die Preis-Blase über höhere Einkommen abzubauen. Und in dieser langen Zeit wird’s wohl irgendwann zu einer scharfen Rezession kommen. Dann werden die CH-Banken mindestens 100 Milliarden an Hypothekar-Krediten abschreiben müssen (zumindest auf dem Papier, effektiv dürften es 20 bis 30 Milliarden sein, abhängig davon, wie viele Banken in Existenznöte geraten).

    Die Zuwanderung beschränken oder die Steuerbelastung erhöhen dämpft nur die Preisentwicklung in der Zukunft, nicht aber die bereits vollzogene. Die richtigen Massnahmen dagegen wären gewesen: günstiger Bauen durch weniger Vorschriften, mehr Land einzonen, um den m2-Preis zu drücken, oder mit der Freizügigkeit auch den ganzen Arbeitsplatz-Schutz im Baugewerbe aufgeben und die polnischen/tschechischen Bauarbeiter für 1/3 der CH-Löhne in der Schweiz bauen lassen.

    Doch das alles hat die Politik nicht getan und alle nun vorgeschlagenen und irgendwann eingeführten Massnahmen dienen nur dazu, den Stimmbürgern einmal mehr das Gefühl zu geben, die Politik täte etwas dagegen und hat nicht einfach einmal mehr versagt, weil die Politik ohne jeden Weitblick ist und völlig unfähig, nachhaltige Strategien zu entwickeln und zu verfolgen.

    Stattdessen wird von Seiten der Politik einmal mehr die Wirtschaft und die Hauseigentümer angepflaumt, weil diese die politisch gesetzten Rahmenbedingungen entsprechend umgesetzt haben.
    Ist wie mit dem Brandstifter, der vor dem Richter beteuert, er wäre am Grossbrand doch nicht wirklich Schuld, weil er zwar den Schuppen angezündet habe, doch das Benzin darin hätte der Besitzer eingelagert und nicht er und das konnte er doch nun beim besten Willen nicht wissen.

    • Ronnie König sagt:

      Oder soll man da nicht mit weniger Worten sagen, dass die Gier den Kapitalismus beginnt aufzufressen? Vielleicht kommts aber auch ganz anders, denn was wir aus der Vergangenheit kennen, läuft dieses Mal nicht nach Blaupause ab! Somit haben wir eine andere Ausgangssituation trotz ähnlichem Hypohekenmuster. Es gesellen sich weitere Bedingungen dazu. Sehr entscheidend ist die Globalisierung und die Geldströme. Da fehlt langsam der genaue Überblick. Und falls diese Rezession kommt und heftig wird, dann können wir alles bisher bekannte vergessen. Anarchie an die Stelle treten, weil die gängigen Gesetze versagen. Nur als Gedanke: Man kann ja gar nicht so viele Leute auf die Strasse stellen beim Zusammenbruch, denn sonst sind die Strassen verstopft, Geschäfte geplündert etc. Verkraftet das Land nicht. Also wird es eine Lösung analog zum EU-Rettungsschirm für pleite Staaten geben oder so.

  41. Joe Amberg sagt:

    …da die grössten Abzocker der aktuellen Masseneinwanderungspolitik aus dem Sektor Immobilienbesitzer kommen, wird diese Politik garantiert nicht gestoppt. Zusammen mit den Unternehmensbesitzer sind das die grossen und einzigen “Gewinner” dieser schwachsinnigen Politik, und wir Normalos zahlen alle massiv drauf. So geht Monopoly. PS: ich wohne seit über 10 Jahren in Meilen, Immobilienbesitz zu erwerben ist mir schlicht unmöglich bei diesen absurden Preisen…

  42. Martin sagt:

    Nicht gerade überraschend. Man kann halt nicht den Fünfer und das Weggli haben. Die bürgerliche Politik in den letzten zwei Jahrzehnten hat sich hautptsächlich darauf konzentriert, die Steuern möglichst zu senken, um für (reiche) Zuzüger attraktiv zu sein. Und nachher wundert man sich und jammert darüber, wenn die Leute auch wirklich kommen…

  43. Mody Bühler sagt:

    Andere Lösung: Mehr bauen, BZO anpassen, dass man höher und verdichteter bauen kann. Leiden tun nicht die Reichen sondern die Mittelschicht, für die der Eigentumskauf in Zürich immer aussichtsloser wird.

  44. W.Hürlimann sagt:

    Die Zuwanderung der Reichen begrenzen? Lieber Tagesanzeiger, bisher verhält sich ihre Redaktion sehr restriktiv wenn es darum geht die Personenfreizügigkeit zu kritisieren und nun schreibt man von einer Begrenzung der Zuwanderung einer oligarchischen Schicht und deren Beschneidung von juristischen Steuertricks?
    Seit etlichen Jahren spitzt sich die Situation auf dem Markt der Mietwohnungen, des Wohneigentums (durch die niedrigen Zinsen in einer falschen Finanzierungssicherheit) und dem Arbeitsmarkt zu. Das war abzusehen, es ist Tatsache das ü40 durch günstigere Konditionen am Markt der Human Ressources ausgetauscht werden und die Politik bindet die PFZ an die Bilateralen I, die bei Kündigung der PFZ zu einem wirtschaftlichen Desaster für die CH führen sollen (was so nicht stimmt und von Medien wie ihnen immer unterstützt wurden). Einfach zur Erinnerung: Die PFZ gilt auch für Reiche und die Regierungsräte der Kantone rollen rote Teppiche aus und machen Einbürgerungen zu Chefsache, was nichts anderes Bedeutet dass wir vermehrt reiche Doppelbürger haben, je nach Steuerverfolgungssituation des Ursprungslandes.
    Fazit: Entweder wir kündigen endlich die PFZ die uns mit mehr als einer Lüge verkauft wurde oder wir gehen mittelfristig vor dem einströmenden Human Ressource (Ausnahme: Flüchtlinge) und Geld in die Knie. Die Wirtschaftspolitik geht momentan den Weg des geringsten Widerstands und die Linken machten diesen Weg erst möglich, die Mitte und die rechtsliberalen Freiheitlichen freut’s. Dass Jahre nachdem das alles mehr als nur vorausschaubar war der Tagi so einen Artikel verfasst kann ich nur als puren Zynismus verstehen!

  45. Rudolf Hediger sagt:

    haha, typisch Tagi: lange altbekanntes Schreiben und das Versprechen des Titels, wie man gegen eine Blase vorgehen soll, in einem Satz am Schluss. Und auch der Vorschlag selbst ist Tagi-like: frisch aus der Sozi Konserve einfach mal Steuern erhöhen und gegen die bösen Reichen vorgehen… Klasse Leistung, wirklich.

  46. Ben sagt:

    Dss wirklich dumme daran ist, das der Staat die neoliberale Ideologie auch noch schützen muss in dem der Staat für entgangene Renditen und Profite verantwortlich gemacht werden kann d.h. am Ende bezahlen alle für den Wertzerfall von Immobilien.
    .
    Der Wertzuwachs aber gilt als eigene Leistung und wird einkassiert, siehe die Wandlung von bäuerlichem Bodendrecht zu Privatrecht und staatliche Massnahmen zur Wertsteigerung wie etwa die PFZ und Baurecht. So wie etwa der Wertverlust der am Flughafen angrenzenden Immobilien ihren Wert korrelierend zum Zuwachs des Flugverkehrs verloren haben und die Wertsteigerung durch Schallschutzfenster vom Staat bezahlt wurde.
    .
    Wie immer profitieren von derartig staatsnahen pseudosozialen Massnahmen nur wenige bereits Vermögende, Eigentümer und Anteilseigner von Banken via Hypothekkrediten. Kapitalismus und freie Märkte sind nur möglich wenn Profite Individualisiert und Verluste sozialisiert werden….

  47. Urs Fellmann sagt:

    Ein ganz smartes Rezept wird da für die Politik propagiert: Allen mit höheren Steuern das Geld aus der Tasche ziehen, reiche Steuerzahhler abhalten und zur Kompensation der Steuerausfälle noch mehr Geld bei der Mehrheit aus der Tasche ziehen, bloss, um ein paar Reiche im Luxusimmobiliensegment vor sich selber zu schützen, eine überteuerte Immobilien zu kaufen, die nicht in ihr Budget passt.

  48. Stefan W. sagt:

    Ich frage mich, wieso der Staat Kriterien für die Hypothekenvergabe festsetzt. Solange es ganz klar ist, dass der Steuerzahler niemals dafür aufkommen muss, wenn eine Bank zu leichtfertig war, ist es doch allein ein Problem zwischen der Bank und ihren Kunden.

    Wenn schon Kriterien, dann sollte der Staat eher festsetzen, dass Banken ihre Bilanzen nicht zulasten der Hypothekarschuldner aufbessern können. Zum Beispiel, indem man die Kündigung von Hypotheken generell als missbräuchlich untersagt, solange der Schuldner den Zins und die vereinbarte Amortisation pünktlich bedient. Aus dem Wertverfall einer selbstbewohnten Immobilie entsteht ja zunächst einmal niemandem ein Schaden. Erst wenn ein Haus in einer Tiefpreisphase zwangsversteigert werden muss, weil es den Wert seiner Hypothek nicht mehr deckt, entsteht der Schaden, der den Schuldner in den Abgrund reisst und der Bank eine leicht verbesserte Bilanz beschert.

    Eine weitere Möglichkeit wäre die Festlegung von Höchstzinsen für Hypotheken. Damit würde das Risiko von Zinssteigerungen nicht allein beim Schuldner liegen, sondern zum Teil auch bei der Bank, was automatisch zu mehr Vorsicht bei der Hypothekenvergabe führen könnte.

    Ausserdem könnte der Staat selber ein Hypothekarinstitut gründen, welches nicht gewinnorientiert arbeitet, sondern nur die Aufgabe hat, den Erwerb von Wohneigentum mit verlässlichen Kriterien und Konditionen zu ermöglichen.

    Und last but not least müsste das Steuerrecht so angepasst werden, dass die Rückzahlung von Hypotheken attraktiver wird. Also weg mit dem Eigenmietwert und weg mit der Abzugsfähigkeit von Hypothekarzinsen vom Einkommen.

  49. Jan Müller sagt:

    Wenn man das Wohnungsangebot in Meilen anschaut, hat es doch sehr viele leere Wohnungen dort. Und aus eigener Erfahrung weiss ich, dass diese teils seit Jahren leer stehen.

  50. Hans Koller sagt:

    Wenn Menschen eine 4,5Zimmerwohnung für 800’000Fr. und mehr kaufen, da sind nicht die Ausländer Schuld. Im weiteren ist zu beachten, wer wird für eine 20 Jährige Wohnung noch 800’000Fr. bezahlen. Ein Reiheneinfamilienhaus für 800’000Fr. das höchstens 600’000Fr. Wert hat, die Frage lautet wer macht den Abschreiber?

  51. Ronnie König sagt:

    Und immer heisst es: Dank Zuwanderung von Reichen und Gebildeten gehts uns doch gut! Nun sind sie ein Risiko? Um 365% stiegen die Kredite, also Schulden. Man reduzierte Steuern. Hat dies zu den nötigen Finanzpolstern geführt? Offenbar nur ungenügend, sonst hätte der Staat ja nicht Massnahmen eingeführt, um das Risiko etwas zu steuern. Heute ist alles fragiler wie zu Beginn der 90er. Einzig sehr reiche Private oder Firmen sind kein Risiko. Wie viele % macht das? Auf was steuern wir da nun wirklich zu, denn, wenn es klöpft und mehr Arbeitslose zu erwarten sind, dann sei jedem bewusst, dass da noch Flüchtlinge en masse kommen, die 50+-Gefahr besteht und die Deindustrialisierung nicht abgeschlossen, der Klimawandel und seine Folgen, die Überalterung ist. Wahrlich keine Situation die beruhigt. Buchgeld wird wohl das reale Geld auffressen. Ungemütliche Aussichten, wenn die Gier Politik und Menschen erfasst hat. Aber schuld sind wohl andere. Wie immer.

    • Willi sagt:

      Interessant ist, dass der Preisindex für Wohneigentum seit 2000 weniger steil angestiegen ist als in den Jahren vor dem Peak 1989. Index (1980=100) 1989: 160, 2000: 100, 2015: 145. Auch hat sich seit 1989 die Wohneigentumsquote nicht wesentlich verändert, wohl aufgrund des Bevölkerungswachstums. Die Schweiz weist in Europa die mit Abstand geringste Wohneigentumsquote auf, ich frage mich, wie denn die Verschuldung der privaten Haushalte in andern Ländern gemeistert wird, wenn das in unserem reichen Land mit der geringsten Quote nicht gelingen soll. Der künftige Preistreiber wird die Verknappung von Bauland bei anhaltend starkem Bevölkerungswachstum sein, dies aufgrund der verschärften Raumplanung mit dem Schutz des Kulturlandes. So gesehen sollten die Immobilienpreise eigentlich gar nicht fallen (grosse Nachfrage und verknapptes Angebot). Natürlich bin ich kein Profi, ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.