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«Man verliert das Leben nicht erst mit dem Tod»

Mathias Morgenthaler am Samstag den 1. Oktober 2016
Swiss-Re-Berater Tomer Lanis inspiziert mit seinen beiden Kindern einen Seestern.

Swiss-Re-Berater Tomer Lanis inspiziert mit seinen beiden Kindern einen Seestern.

Ein halbes Jahr mit der Familie die Welt bereisen? Tomer Lanis hat das getan, wovon andere ein Leben lang träumen. «Man entfernt sich so leicht von seinen Talenten und Träumen, wenn man fremdgesteuert Karriere macht», sagt der 45-jährige Berater bei Swiss Re. Die Auszeit habe ihm zu mehr Gelassenheit und innerer Klarheit verholfen. Er hofft, dass andere seinem Beispiel folgen.

Interview: Mathias Morgenthaler

Herr Lanis, wie schafft man es, sich für ein halbes Jahr aus allen Verpflichtungen zu lösen und die Welt zu bereisen?

Man muss es zunächst wollen und dann gut vorbereiten. Ich hatte schon mit 25 Jahren diesen Traum, als ich die Südsee mit dem Segelschiff bereiste. Und ich dachte schon damals: Wenn ich später eine Familie haben werde, möchte ich der ganzen Familie dieses Erlebnis schenken: als richtiges Team zu funktionieren, gemeinsam Abenteuer zu erleben, frei und unabhängig zu sein. Im Berufsalltag wäre das nicht in diesem Mass möglich gewesen.

Welche Hindernisse mussten Sie aus dem Weg räumen?

Man hat schnell Dutzende von Gründen zur Hand, warum es unmöglich ist, für sechs Monate zu verreisen. Entweder lässt man sich davon entmutigen, oder man erklärt die Sache zum Projekt und sucht für jedes Problem eine Lösung. Wir mussten eine Lösung suchen für unser Haus und die Haustiere, mit den Arbeitgebern verhandeln, Geld sparen und mit der Schule eine Lösung suchen.

Ist es nicht verboten, dass schulpflichtige Kinder so lange dem Unterricht fernbleiben?

Meine Frau, eine gelernte Kindergärtnerin, sagte, es sei unmöglich, die Kinder von der Schule zu nehmen. Wir machten uns auf dem Bildungsdepartement schlau und suchten das Gespräch mit dem Schulleiter. Unser Ziel war es, ihm eine Lösung vorzuschlagen, die ihm nur minimalen Mehraufwand bereitet. So entstand das Konzept des Boat-Schooling: Ich unterrichtete die Kinder in Mathematik und Englisch, meine Frau in Deutsch und Französisch und mein Vater in Geschichte, Mensch und Umwelt. Wir vereinbarten eine wöchentliche Mail-Kommunikation mit den Lehrern und machten klar, dass die Kinder nichts verpassen werden.

So einfach ging das?

Am Ende des Gesprächs sagte der Schulleiter: Eigentlich sollte jedes Kind diese Chance erhalten. Ihm war klar geworden, dass die Kinder beim Segeln, Tauchen, Klettern, Musizieren und Fremdsprachensprechen unterwegs mehr lernen werden, als eine Schule je vermitteln kann. Nach wenigen Wochen kam das grüne Licht von der Schulpflege, und von da an gab es für uns keinen Weg mehr zurück.

Wie überzeugten Sie Ihren Arbeitgeber Swiss Re? Sie waren zu dem Zeitpunkt relativ frisch im Unternehmen – normalerweise kein guter Zeitpunkt, um ein Sabbatical einzufordern.

Ich hatte die Credit Suisse nach 9 Jahren verlassen, um eine interessante Stelle bei Swiss Re anzutreten. Sabbatical-technisch war das ungünstig, denn nach 10 Jahren bei der CS hätte ich Anrecht auf einen zusätzlichen Monat bezahlten Urlaub gehabt. Bei Swiss Re fragte ich meine Vorgesetzte im ersten Mitarbeitergespräch nach gut einem Jahr, wie sie reagieren würde, wenn ich einmal mit der Idee eines halbjährigen Sabbaticals anklopfen würde. Sie sagte, das wäre bei frühzeitiger Information gut einzuplanen – besser als viele andere Absenzen. Bei einem Folgegespräch schlug ich ein provisorisches Datum vor und zeigte gleichzeitig auf, was ich im Jahr bis dann erreichen wollte. Es gab intern kaum Widerstände zu überwinden.

Hatten Sie keine Bedenken, sich entbehrlich zu machen durch die lange Abwesenheit?

Ich kenne diese Furcht, den Job zu verlieren, wenn man den Sessel nicht besetzt, aus den USA. Für mich war das kein Thema. Wenn mich mein Arbeitgeber nach einem halben Jahr Abwesenheit nicht mehr beschäftigen will, bin ich schon heute am falschen Ort. Wer sich aus Angst an einen Job klammert, verschwendet sein Leben. Man verliert das Leben nicht mit dem Tod am Ende, sondern Tag für Tag, Minute für Minute, wenn man Dinge tut, die einem nicht wichtig sind, die keine Bedeutung und keinen Sinn haben. Ein Sabbatical kann auch dazu beitragen, sich mehr Klarheit darüber zu schaffen, was man in den nächsten Jahren tun will, wie man sein Leben gestalten will, sodass man am Lebensende nichts bereuen muss.

Wie schnell konnten Sie abschalten nach dem Aufbruch zu Ihrer Reise?

Als wir am zweiten Tag in See stachen, stellte sich sehr rasch dieses Gefühl von Freiheit, Glück und Erfüllung ein. Wir hatten fast keine Fixpunkte festgelegt und besprachen immer beim Nachtessen, wohin die Reise am nächsten Tag gehen sollte. Mein Geschäftsmail schaute ich in den sechs Monaten nie an. Es hat viele Vorteile, konsequent offline zu sein über längere Zeit. Wenn ich jeweils eine Woche abwesend war, musste ich mich am Montag danach durch rund 200 Mails kämpfen. Nach sechsmonatiger Abwesenheit fand ich gerade mal 12 persönliche Nachrichten, die eine Antwort verlangten. Das meiste hatte sich von selber erledigt.

Welche Erlebnisse bleiben von der Reise in Erinnerung?

Es ist eindrücklich, zu sehen, wie unsere Kinder gereift sind in diesem halben Jahr. Sie konnten so viele schwierige Situationen meistern, so viel Verantwortung übernehmen in unserer 5er-Crew.

Die fünfköpfige Crew in St. John, US Virgin Island.

Die fünfköpfige Crew in St. John, US Virgin Island.

Einmal sprang meine damals 9-jährige Tochter ins Wasser, um einen Teller rauszufischen, der mir beim Abwaschen entglitten war. Wegen der starken Strömung schaffte sie es nicht mehr zurück zum Boot. Ich sprang mit ihren und meinen Flossen ins Wasser und merkte sofort, dass das Meer voller Quallen war. Mit grosser Anstrengung schafften wir es zurück ins Boot, auf dem Rücken schwimmend, damit uns die Quallen wenigstens nicht im Gesicht erwischten. Der Körper meiner Tochter war übersät mit Stichen, aber sie jammerte nicht, sondern war stolz darauf, gemeinsam mit ihrem Vater eine Herausforderung gemeistert zu haben.

Wie viel bleibt von solchen Erlebnissen übrig, wenn man wieder im Schweizer Alltag zurück ist?

Alles bleibt und hilft uns täglich. Das Band, das uns als Familie zusammenhält, ist viel stärker als vorher. Und wir alle gehen gelassener mit Herausforderungen um. Wenn man die Karibik bereist und viele Inseln besucht, wird einem bewusst, dass man weder die Zeit noch die Arbeit kontrollieren kann. Wir lebten die ganze Zeit ohne Uhr, massgebend waren die drei Zeitzonen Morgen, Abend und Nacht. Die Märkte öffnen mal eine Stunde früher, mal später, die Busse fahren, wenn sie voll sind. Man kann das nicht direkt in den Schweizer Alltag übertragen, aber ich bin eindeutig geduldiger und gelassener geworden durch die Reise. Stress ist ja keine zwingende Reaktion auf eine Arbeitsbelastung, sondern ein Geisteszustand, eine selbst zugefügte Bestrafung.

Hat sich Ihre Einstellung zur Arbeit verändert?

Mir wurde klar, worauf es mir wirklich ankommt. Vor dem Sabbatical machte ich in neun Jahren sechs verschiedene Jobs. Ich performte, stieg auf, optimierte laufend meine Situation. Ich sah aber auch viele, die so lange aufstiegen, bis sie ihrer Aufgabe nicht mehr gewachsen waren. So wurden viele gute Fachleute zu schlechten Führungskräften. Seit dem Sabbatical ist mir klar: Ich will nicht aufsteigen. Ich brauche weder mehr Status noch mehr Macht, denn ich würde für all das einen hohen Preis zahlen. Man entfernt sich so leicht von seinen Talenten und Träumen, wenn man fremdgesteuert Karriere macht. Und man opfert essenzielle Dinge dafür: Zeit mit seiner Familie, Gestaltungs- und Spielräume. Ich bin dankbar, hier bei Swiss Re als interner Berater das tun zu können, was ich am besten kann: andere dabei zu unterstützen, ihren Job besser zu machen.

Was heisst das konkret? De facto sind sie doch nach dem Freiheitserlebnis wieder in enge Organigramme und Strukturen eines Konzerns eingebunden.

Ich habe innerhalb dieser Struktur eine grosse Gestaltungsfreiheit und kann meine Arbeitstage frei einteilen. So habe ich schon vor dem Sabbatical das Projekt «Own the Way You WorkTM» initiiert. Da geht es darum, dass Mitglieder eines Teams nicht einheitlich von 9 bis 17 Uhr in einem Büro sitzen müssen, sondern zusammen vereinbaren können, wie, wo und wann jeder seine Leistung am besten bringt. Individuelle Arbeitsstile und Lebenslagen werden so berücksichtigt. Das war keine Massnahme, die von oben herab verfügt wurde, sondern ein Projekt, das von unten angestossen worden ist und sich heute grosser Akzeptanz erfreut. Und es macht die Swiss Re zu einer attraktiven Arbeitgeberin.

Sie haben nach dem Sabbatical ein Buch geschrieben und halten Referate zum Thema intern und extern. Ist es Ihr Ziel, möglichst viele Angestellte zu ermuntern, sich ebenfalls für ein halbes Jahr zu verabschieden?

Ich wurde ab und zu gefragt, ob ich damit der Firma nicht schade, indem ich eine Sabbatical-Lawine lostrete. So einflussreich bin ich nicht, mir sind nur vier Kollegen bekannt, die meinem Beispiel gefolgt sind seither. Aber ich bin überzeugt, dass es für die Firma von Vorteil wäre, wenn mehr Mitarbeiter Sabbaticals nehmen würden. Der organisatorische Mehraufwand fällt kaum ins Gewicht gemessen am Gewinn: Diese Mitarbeiter kommen voller Energie, Lebenserfahrung, mentaler Offenheit und Loyalität zurück. Davon kann der Arbeitgeber nur profitieren. Zudem stärkt es jedes Team, wenn es für einige Zeit ohne Chef oder Leistungsträger auskommen und sich neu organisieren muss.

Wie viel hat die Verwirklichung Ihres Sabbatical-Traums gekostet?

Ich möchte keinen Frankenbetrag nennen, das wäre kontraproduktiv. Entscheidend ist, sich nicht selber einzuschränken und von diffusen Befürchtungen abhalten zu lassen. Es gibt so viele Menschen, die davon träumen, und nur ganz wenige tun es. Wir haben ein Budget erstellt und dann zwei Jahre lang ein Viertel des Lohns gespart, um uns die sechs Monate Lohnausfall leisten zu können. Die Reisekosten fallen nicht ins Gewicht, da haben wir sogar gespart, weil die Lebenskosten in der Schweiz sehr hoch sind.

Ihr Sabbatical liegt nun fast vier Jahre zurück. Planen Sie bereits das nächste?

Kurzfristig ist das kein Thema, weil meine Frau derzeit ein Studium absolviert. Aber wir äufnen schon wieder das Sparkonto und werden sicher nochmals für längere Zeit verreisen.

Kontakt und Information: www.tomerlanis.com

Das Buch: Tomer Lanis: You Can Take Six Months Off.

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17 Kommentare zu “«Man verliert das Leben nicht erst mit dem Tod»”

  1. Nick Tinner sagt:

    Teil 1: «Man verliert das Leben nicht erst mit dem Tod».
    Sieh an! Die Arbeitslosen (~230’000), Ausgesteuerten (320’000, seit 2005), IV-Fälle (250’000), Prekarisierten (590’000) und Alleinerziehenden, welche verzweifelt versuchen adäquat in Arbeit zu kommen, können die Aussage des Herrn Direktors auch (aus eigener Erfahrung) bestätigen.
    Es ist weiss Gott keine Meisterleistung 6 Monate Blau zu machen, wenn man(n) mit einem goldenen Löffel im Hals geboren wurde.

  2. Nick Tinner sagt:

    Teil 2: Mir ist ein Fall bekannt, da musste ein 47jähriger Fachhochschulingenieur nach >1jähriger Arbeitslosigkeit und kurz vor der Aussteuerung mit seiner 1jährigen Tochter in’s Heimatland (Thailand) der Ehefrau auswandern, um der Prekarisierung zu entgehen. Während Direktoren auf Yachten z. B. in Fernost Blau machen, kämpfen Andere gleicherorts ums Überleben. Substanzielle Reportagen über die letztere Anspruchsgruppe ist nur schon aus Sicht von “Treu und Glauben” ein absolutes Muss und längst überfällig! Also bitte…

  3. stefan meier sagt:

    Ich wuerde viel dafuer geben, wenn ich mi miener Familie so etwas haette erleben duerfen. Super.

  4. Hausi Meier sagt:

    “Er hofft, dass andere ihm folgen”? Nötig hätten es viele! Das Geld dazu sowie die Job-Sicherheit kaum jemand. Diese Aussage ist ein Hohn an die übergrosse Nehrheit von Arbeitenden.

  5. Thomas1 sagt:

    @ Meier und Tinner. Ich empfinde eher Ihre Aussage ist ein Hohn. Ein Hohn gegenüber dem Leben. Ein Hohn gegenüber der Experimentierfreude, der Lust am Neuen. Und ein Hohn gegenüber dem selbstständigen Denken und dem eigenverantworltichen Handeln. Wo in aller Welt ist Ihnen der Glaube ans Leben abhanden gekommen und hat sich in eine chronische Opferhaltung gewandelt, die sich in Neid und Missgunst gegenüber jenen ausdrückt, die ihren Weg gehen? Ich wünschen Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie Ihre ursprünglich vorhandenen Fähigkeiten wiederfinden…

  6. K. Groelly sagt:

    Eine Auszeit von 2 bis 6 Monaten ist sicherlich sinnvoll und schlussendlich sowohl für Arbeitnehmer und Arbeitgeber von grossem Nutzen. Am Geld und der Arbeitsplatzsicherheit wird es wohl meistens scheitern. Eigentlich sehr schade!

  7. Alfred Löhrer sagt:

    Es tönt schön, einfach und verheissungsvoll: “You can take six month off”. Real lautet die Frage: “WHO can take siix month off?”

  8. Nick Tinner sagt:

    @Thomas1: Ich bezweifle, dass Sie den vorliegenden Sachverhalt im Kern verstanden haben. Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen Erkenntnis, analytisch-logischer Scharfsinn und vor allem Empathie.

  9. Peter Steiner sagt:

    Tolle Idee eines Kadermitglieds, ich finde es mutig, dass er es offen und ehrlich zugibt, dass auch ein Topmanager sich diese Auszeit leisten kann und der Betrieb nicht in sich selber zusammenbricht. Es ist nur eine Frage der Organisation! Die Kehrseite ist natürlich, dass sich wohl die wenigsten einen halbjährlichen Lohnverzicht leisten können. Ich habe es im Alter von 28 getan, was ichnnie mehr vergessen werde….

  10. Olaf Kägi sagt:

    Es gibt viele Familien, die sich eine solche Auszeit leisten. Auf unserer 4 jährigen Segelreise haben wir sehr viele Familien aber auch Paare & Einzelne kennen gelernt. Eines ist allen gemeinsam, ihren Traum zu verwirklichen mit dem was man sie haben (Erspartes, Fähigkeiten oder Ideen um die Reise unterwegs zu finanzieren). Hinzu kommt, dass alle bereit waren die vermeintlich “sicheren Häfen” (Arbeit, Wohnung, Freunde etc) zu verlassen.
    Wir sind seit 4 Monaten zurück und können nur bestätigen: “wo ein Wille ist, ist auch ein Weg”.
    In diesem Sinne “Auf zu neuen Ufern!”.
    http://www.priscalina...

  11. stefan schmid sagt:

    Kann Tomer Lanis nur zustimmen. Meine (36 Jahre) Ausszeit betrug gut 12 Monate. Natürlich hatte das Einfluss, zumindest vorübergehend, auf meine Karriere. Schlussendlich ist alles eine Frage der Prioritäten. Natürlich braucht es auch Glück und etwas Sparwille. Inzwischen bin ich 50 und sehr dankbar, dass ich damals diese Möglichkeit bekommen habe und mir diese Auszeit gestattet habe.

  12. Hausi Meier sagt:

    @Thomas1: Ich habe viel mit Menschen zu tun, die ausgebrannt sind, nicht mehr weiter wissen, dabei eine Familie zu ernähren hätten etc. Es gibt sie, die working poors. Sie arbeiten bis zum Umfallen und es reicht dennoch nicht. Das Schwierigste daran: Man erkennt sie nicht, weil sie sich schämen.
    Ich mag es jedem gönnen, der sich eine Auszeit leisten kann. Dies öffentlich kundzutun und so darzustellen, als ob es etwas Normales sei, ist schlicht eine Ohrfeige ins Gesicht vieler Menschen, die nichts (!) für ihr Elend können.

  13. Thomas1 sagt:

    @ Tinner und Meier: Wer mit dem Glaubenssatz herumläuft, er habe keine Arbeitsplatzsicherheit (in der CH mit 3.5% Arbeitslosigkeit!) und nur Mensche miit goldenem Löffel können ihr Leben selbstbestimmt leben, wird genau das erfahren in seinem Leben. Und weiterhin andere für die eigene Misere verantworlich machen. Was oder wer hindert sie daran, Ihre Träume zu leben, ausser Sie selbst? Es ist nicht Ihr Boss. Es sind Ihre Ängste vor der Zukunft, von der Sie in Wirklichkeit keine blasse Ahnung haben, wie sie herauskommt. Sie wählen einfach eine düstere Variante und glauben daran. Fair enough.

  14. Thomas1 sagt:

    @ Hausi Meier: Wie kommen Sie auf die interessante Idee, dass Menschen nichts zu ihrem eigenen Elend bzw. Glück beisteuern können? Dass sie nichts anderes als Opfer der Umstände sind? Ihre Aussage ist für mich eine schallende Ohrfeige ans Menschsein. Ich glaube an den Menschen, an seine Grösse, an seine Kraft, an seine Fähigkeit, Dinge zu verändern, zu wachsen, zu lernen – oft auch durch Unagenehmes. In jedem Menschen steckt diese phänomenale Grösse. Auch in Ihnen, werte Herren Meier und Tinner. Wie gesagt: ich würde mich sehr für Sie freuen, wenn Sie sich ihrer wieder entsinnen könnten.

  15. Hausi Meier sagt:

    Man kann auch Hardfacts philosophisch weichkochen. Wer auf der Sonnenseite steht, soll sich gönnen, was er/sie als richtig hält und dies moralisch vertreten kann. Wo es Licht gibt, gibt es aber auch Schatten. Das hat nichts mehr mit Träumen zu tun, sondern mit barer Existenzangst.

  16. Thomas1 sagt:

    @ Hausi Meier: Sie bringen das Problem auf den Punkt: Licht wirft keinen Schatten. Wie denn auch. Licht ist Licht und kann von sich aus keinen Schatten werfen. Einen Schatten erzeugen Sie nur, wenn Sie sich dem Licht entgegenstellen. Seien Sie Licht, und es gibt keinen Schatten.

  17. Satasha sagt:

    Eine Auszeit mit der Familie ist nicht immer automatisch positiv. Ich kenne mehrere Familien, die einen Monat früher als geplant wieder in die Schweiz kamen… und das ganze Erlebnis als sehr “durchzogen” beschreiben.