Wo ist Maldini?

Herr Maldini am Samstag, den 10. Dezember 2016 um 12:44 Uhr

Willkommen zum grossen Fifa-Museum-Testbericht.

2016-12-03-15-58-24Da unser Vetter Gianni das Museum schon wieder schliessen will, besuchte das Runde Leder noch schnell das Erbe von Onkel Sepp. Die Anreise erfolgt am besten bequem per Zug, so kommen Sie einerseits in den Genuss des neuen Teils des Zürcher HBs, andererseits können Sie auch den Bahnhof Zürich Enge bestaunen, dessen Architektur etwas an den Führungsstil von Infantino erinnert. Von dort müssen Sie nur noch über die Strasse und schon sind Sie beim Fifa World Football Museum.

Einmal drin, bezahlen Sie den bescheidenen Eintrittspreis von 24 Franken und verstauen ihr Gepäck in der Garderobe. Das RL wählte Schliessfach “Litmanen” (ältere Leser erinnern sich). Jetzt kann es losgehen!

untitledSie beginnen in einer Mini-Arena, in welcher sämtliche Nationaltrikots der Fifa-Mitglieder präsentiert werden (sieht hübsch aus) und erfahren anschliessend viel Altes und Neues über die Geschichte des Füessballs und der Fifa selber (auch das ist ordentlich präsentiert).  

Eine Etage tiefer gehen Sie sämtliche Weltmeisterschaften der Männer und Frauen durch und bestaunen zahlreiche Memorabilien. Dass Paolo Maldini nirgends vorkommt, enttäuscht Sie masslos, aufmuntern tun Sie sich deshalb, indem Sie sich die Highlights von Halbfinal und Final der WM 2006 zu Gemüte führen (HF: GER 0-2 ITA, F: ITA 5-3 FRA n.P.). Weiter können Sie in die Rolle von Dani Wyler & Co. schlüpfen, sich als Schiedsrichter beweisen oder ein Selfie in die weite Welt hinaus schicken. Abgerundet wird dieser Teil mit einem kurzen Film.

untitledDer Rest ist dann nicht mehr so spannend. Es geht um die Volunteers, die Songs zu den Weltmeisterschaften (viele davon sind ja schrecklich), Sie können in der Kinderecke basteln oder den Nachwuchs auf dem interaktiven Parcours zum Weinen bringen, wenn Sie das möchten. Am Schluss müssen Sie noch durch den Museumsshop, und da taucht er dann doch noch auf, der Maldini: Eingerahmt, unterschrieben und leider viel zu teuer für einen RL-Redaktor.

Alles in allem kommt der fussballaffine Mensch in diesem Museum auf seine Kosten, aber es hat halt seinen Preis. Als RL-Leser ist ein Besuch natürlich Pflicht, die Redaktion empfiehlt einen solchen mit 1898:0 Stimmen.

Rundes Leder Meisterapfentkalender (10)

Val der Ama am Samstag, den 10. Dezember 2016 um 6:00 Uhr

bild-2Endlich Meister mit dem Runden Leder.

Der Fussballblog Ihres Vertrauens würdigt jeden Tag bis Weihnachten einen Club, der es verdient hat.

Heute: FC Red Bull Salzburg, Meister 1994, 1995, 1997, 2007, 2009, 2010, 2012, 2014, 2015, 2016

Das Schönste am österreichischen Fussball sind die Vereinsnamen. Gut, jetzt nicht unbedingt Red Bull, weil das tönt ungefähr so, wie diese widerliche Brause auch schmeckt. Aber früher, da hiess eben dieser Verein auch mal SV Austria Salzburg und dann TSV Austria Salzburg, später kurz Gerngroß A. Salzburg, dann SV Sparkasse Austria Salzburg, von 1978 bis 1997 SV Casino Salzburg, bis 2005 SV Wüstenrot Salzburg und seit 2005 eben FC Red Bull Salzburg.

Der Verein wurde am 13. September 1933 im Hotel “Schwarzes Rössl” im Zuge der Auflösung der beiden Salzburger Stadtvereine FC Hertha (ggr. 1923) und FC Rapid (ggr. 1928) durch deren Mitglieder als “Sportvereinigung Austria Salzburg” offiziell gegründet. Ziemlich aussergewöhnlich, denn schliesslich fanden mit der “bürgerlichen” Hertha und dem “Arbeiterverein” Rapid Clubs zweier grundverschiedener Lager zusammen. Vereinsfarben wurden Violett und Weiss, weil neutral.

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Es folgten ein paar Saisons in unteren Ligen, ein Weltkrieg, wieder das Dümpeln in den Niederungen der Liga, zum 20-jährigen Bestehen aber gelang dem Team 1953 dann erstmals der Sprung in die höchste Liga.

Den ersten Meistertitel feierte man in Salzburg 1994 und gleichzeitig erreichte der Verein damals das Finale des UEFA-Cups, welches im Hin- und Rückspiel gegen Inter Mailand jeweils mit 0:1 verloren ging. Zwei weitere Meistertitel folgten in den Jahren 1995 und 1997.

Die grosse Zäsur dann am 6. April 2005, als die Red Bull GmbH die Salzburg Sport AG zu 100 % übernahm. Unter dem Motto “Keine Kompromisse. Das ist ein neuer Club. Es gibt keine Tradition, es gibt keine Geschichte, es gibt kein Archiv” änderten sich Name, Vereinsfarben, Strukturen und vor allem die Zuneigung der Fans. Die richtig Enttäuschten gründeten kurz darauf die SV Austria Salzburg neu.

Die neuen Strukturen und Dietrich Mateschitz’ Geld wirkten quasi sofort. Bereits 2007 feierte der FC Red Bull Salzburg den ersten Meistertitel, viele andere folgten darauf. Einzig die Qualifikation für die Champions League bleibt für die Bullen bislang ein unerfüllter Traum. Das und der Respekt der Fussballpuristen.

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Herr Shearer am Freitag, den 9. Dezember 2016 um 13:00 Uhr

Für die aktuelle Ausgabe unseres Traditionswettbewerbs schalten wir kurz nach Basel:

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Ihre Aufgabe ist dieselbe wie jeden Freitag: lassen Sie sich zum Bild da oben einen passenden Untertitel oder sonstwas einfallen und posten Sie Ihren Vorschlag in die Kommentarspalte. Sie haben Zeit bis morgen Samstag um 20:00, zu gewinnen gibt es wie immer einen Preis nach Wahl aus unserer Schatztruhe. Die Jury fällt ihr gnadenloses Verdikt am Sonntagmorgen in aller Herrgottfrühe.

Worauf warten Sie noch? Legen Sie los!

Rundes Leder Meisterapfentskalender (9)

Dr. Rüdisühli am Freitag, den 9. Dezember 2016 um 5:55 Uhr

Heute: Glasgow Rangers oder nine in a row*

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Den Job eines Sonderkorrespondenten wahrzunehmen ist eine grosse Ehre und beinhaltet viele leckere Ales auf der schönsten Insel. Besonders zur Adventszeit lebt es sich im nördlichen England und im zentralen Schottland besonders angenehm. Unter anderem gibt es löblichst mögliche ‘Christmas Markets’ wo man lecker ‘Mulled Wine’ trinken kann und sich auf den ‘Christmas Eve’ freut. Weil am ‘Christmas Day’ wollen wir ja nicht zu viel trinken, da es am ‘Boxing Day’ schon wieder los geht mit der besten aller Beschäftigungen, dem Fussball. Aber das grösste Highlight folgt an ‘Mahogany’, dem schottischen Silvester. Weil da treffen um 12:15 Schweizer Zeit die berühmten Glasgow Rangers im Ibrox Park, dem besten aller Stadien, auf die Söhne von Herrn Sohn. Aber wollen wir anfangs Dezember nicht schon ans Ende des Jahres denken.

Heute feiern wir den neunten Dezember. Zum Beispiel könnten die Toffes aus Liverpool erwähnt werden, welche die Englische Meisterschaft neun Mal gewonnen haben. Dies taten sie in den Jahren (1890–91, 1914–15, 1927–28, 1931–32, 1938–39, 1962–63, 1969–70, 1984–85, 1986–87). Dies ist aber zuweilen schade, weil ja unsere Young Boys eher schlecht als recht gegen die Männer vom Goodison Park abgeschnitten haben, als man sich in der Europa League gegenüber stand. Um nicht alte Wunden wieder zu öffnen gehen wir weiter nördlich nach Glasgow, einer Stadt in der die Differenz der Lebenserwartung zwischen den beiden extremsten Quartieren unglaubliche 15 Jahre beträgt. Das wirklich krasse an Glasgow ist, dass diese beiden Quartiere (Possilpark, 66.2 und Cathcart, 81.7 Jahre) nur gerade 4,5 Meilen voneinander entfernt sind. Ja, diese Schotten haben schon einiges zu bieten. Unter anderem gehören die Leute rund um Glasgow, Falkirk und Edinburgh zu den grössten Trinkern der ganzen Insel. Mit 20.9 Units pro Kopf pro Woche sind sie die Nummer 1. Dies entspricht rund 9 Pints pro Kopf pro Woche. Zudem trinkt der Schotte am meisten Spirituosen, ganze 30% des verkauften Alkohols sind . Spirituosen.

Der wahre Grund weshalb der Fokus auf dem Glasgowegian liegt hat etwas mit dem FC B***l zu tun. Die ganze Fussballschweiz lamentiert momentan wie langweilig es sei, dass B***l immer gewinne. Nun schon sieben Mal und auf dem Weg zum 8. Titel in Serie. Regen Sie sich nicht auf, denn so erging es den schottischen Fussballfans zwischen den Saisons 1988/89 bis hin zur Saison 1996/97 als die ‘Famous Glasgow Rangers’ unglaubliche neun Titel in Serie einheimsten. Mit den Toren des legendären Ally Mccoist und dem Mittelfeldspieler Brian Laudrup (der mal ein angebot ablehnte und sagte er würde: «rather face Falkirk than playing for Barcelona»), gewannen die Gers fast ‘ a decade of glory’. Diese Dominanz endete dann in der Saison 97/98 am letzten Spieltag als Celtic gegen St. Johnstone sich den Titel mit einem Sieg (und zwei Punkten vorsprung auf die Rangers) sicherte. Nach dieser Saison tratt dann auch der legendäre Trainer Sir Walter Smith zurück und Dick Advocat übernahm das Zepter bei den Rangers. Randnotiz: Mit dem gewinn des 9. Titel in Serie stellten die Ranger nicht etwa einen neuen Rekord auf sondern konnten den Rekord welcher zwischen 1965-66 und 1973-74 von Celtic aufgestellt wurde, egalisieren. Dies ist aber nur eine Nebenbemerkung und schon viel zu lange her.

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*Herr Power hat zwar das System des Kalenders nur halb begriffen, aber wenn er für uns arbeitet, dann sind wir natürlich unendlich dankbar, weil dann können wir schon früh ins Apéro.

Anständiger Abschied

Herr Shearer am Donnerstag, den 8. Dezember 2016 um 20:33 Uhr

Mit YB scheidet der letzte Schweizer Klub aus den europäischen Wettbewerben aus.

Das stand natürlich schon vor Anpfiff fest. Die Berner konnten die Gruppenphase immerhin mit einem Erfolgserlebnis beenden und damit auch noch etwas für die Vereinsfinanzen und den UEFA-Koeffizienten tun. YB gewann gegen den FK Astana aus Kasachstan vor dünner Kulisse nach einer guten Leistung am Schluss deutlich mit 3:0. Die Tore schossen Frey (63.), Hoarau (66.) und Schick (71.). Mehrere Chancen, das Skore deutlich höher ausfallen zu lassen, liess der YB-Angriff aus.

Und hier noch die Punktebilanz 2016 der Schweizer Vertreter in Europa: FC Basel 2, FC Zürich 6, BSC Young Boys 8. Sie können sich nun überlegen, was das für den Schweizer Fussball bedeutet.

Desolates Desaster

Val der Ama am Donnerstag, den 8. Dezember 2016 um 13:00 Uhr

Bittere Pleite in Worblaufen: Der FC RL verliert gegen den TV Ittigen mit 7:11.

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Der von zahlreichen Absenzen geschwächte FC RL startete katastrophal in das Spiel. Schon nach ein paar Minuten häuften sich die Fehler beim Passspiel, im Sturm und in der Verteidigung und überhaupt. So erstaunte es nicht, dass Goalie Sitting Dino nach nur 10 Minuten bereits zum dritten Mal hinter sich greifen musste. Die Ittiger überzeugten derweil mit Wille, Einsatz und Spielwitz und hatten keinerlei Probleme, das Spieldiktat in die Hand zu nehmen. Der FC RL wurde förmlich überrollt, keine Chance, nichts. Als der sensationell gute Schiedsrichter Val der Ama zum Pausentee pfiff, stand es bereits 2:7! 20161207_6

“Ein wirklich absolut verdienter Sieg für den TV Ittigen”, sagte der hervorragende Schiedsrichter nach dem Spiel. “Der FC RL war eine Katastrophe, einige Spieler waren Totalausfälle. Das war eine Darbietung, die ich als Leser nicht akzeptieren würde. Ich habe keine Erklärung, keine Entschuldigung”, ärgerte sich der ausgezeichnete Spielleiter.

 

20161207_1Schlimmer geht jedoch immer. Nach der Pause spielten die Ittiger munter weiter und erhöhten den Score bis zur 53. Minute auf 2:10. “So etwas habe ich in meiner langen und erfolgreichen Karriere noch nie erlebt, es war schlicht schockierend”, urteilte der brilliante Referee. “Das war fast nicht mehr naiv, sondern dumm.”

Immerhin erbarmten sich die Gastgeber gegen Ende des Spiels und überliessen den Bernern ein paar Spielanteile. Mit mehr Glück als Können konnte der FC RL so noch ziemlich unverdient auf 7:11 verkürzen. Das wars. Unmittelbar nachdem der sympathische und höchst kompetente Val der Ama das Spiel abpfiff, verschwanden die Spieler des FC RL beschämt und mit hochroten Köpfen in die Katakomben der Turnhalle Altikofen.

Herr Rrr, als Chefredaktor des Runden Leder ganz klar der Hauptschuldige, sieht seine Mannschaft in der Pflicht: “So, wie wir gespielt haben, war nichts zu holen. Das ist eine Riesen-Enttäuschung. Wir müssen uns genau überlegen, wie wir jetzt weitermachen”, erklärte er heute Morgen beim Konterbier. “Wir müssen auf diesem Niveau anders auftreten, mit ganzem, nicht mit halbem Herzen, mit Leidenschaft und Aggressivität. Wir werden das mit der Leserschaft in den nächsten Tagen 20161207_7besprechen. Ich danke dem fantastischen Schiedsrichter für seinen hervorragenden Job.”

Interimskapitän Herr Briger zerknirscht: „Mal abgesehen vom stets wunderbaren Schiedsrichter: Es war heute bitter und nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Das müssen wir ansprechen. Dabei hat es sich so angefühlt, dass wir dran sind am Gegner, dass der Ausgleich lange in der Luft lag. Nachdem es 2:10 stand, hatten wir ein paar Möglichkeiten aber das Spiel zu drehen aber das ist nicht gelungen. Das war heute einfach nicht gut genug gewesen. Deshalb müssen wir das bis Weihnachten alles klar ansprechen und analysieren, damit wir das schnell besser machen. Ob es nun einen Knacks gibt? Das kann immer sein. Aber wir müssen als Mannschaft stark genug bleiben.“ spielstand

Es ist nun sicherlich angebracht, die Trainerfrage zu stellen auch wenn sich Herr Sohn in Durchhalteparolen übt: „Das Team ist jetzt down. Es war heute nicht gut genug von mir und von der Mannschaft. Die Fehler müssen wir uns nun anschauen und schon nächstes Jahr im Dezember nachlegen. Wir müssen weitermachen. Der Schiedsrichter, der war übrigens top!“

Item. Herzliche Gratulation dem verdienten Sieger.

Rundes Leder Meisterapfentskalender (8)

Herr Shearer am Donnerstag, den 8. Dezember 2016 um 6:00 Uhr

bild-2Endlich Meister mit dem Runden Leder. Der Fussballblog Ihres Vertrauens würdigt jeden Tag bis Weihnachten einen Club, der es verdient hat.

Heute: Castletown Metropolitan FC, Meister 1914, 1923, 1924, 1925, 1950, 1951, 1982, 1999

Sie müssen sich nicht schämen, wenn Ihnen der Name unseres heutigen Klubs nichts sagt. Allgemein ist die Isle of Man auf sportlicher Ebene ja auch eher für einen Randsportanlass zweifelhafter Art bekannt als für Fussball. Und so besteht die Manx FA denn aktuell auch nur aus zwei Ligen, der Premier League und der Division Two, in der sich derzeit auch Castletown tummelt.

Seine Heimspiele trägt der CMFC im Stadion an der Malew Road aus; der Zuschauerrekord wurde 1950 beim Einweihungsspiel mit 2’500 Zuschauern erreicht. Sportlich läuft es in Castletown so mittelmässig: in der Tabelle mit vier Punkten Abstand auf den Leader auf Platz vier, am Wochenende gab es auswärts eine 0:4-Niederlage. Die goldenen Zeiten hatte man in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts, als der Meistertitel in drei aufeinanderfolgenden Jahren geholt werden konnte. Im Palmarés tauchen ausserdem noch sechs FA Cups auf, ausserdem die lokal sicher einigermassen prestigeträchtigen Railway- und Hospital-Cups (sieben respektive drei mal).

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Sie sehen, viel zum Castletown Metropolitan FC können wir Ihnen nicht erzählen. Zum Strecken dieses Beitrags folgt deshalb noch ein filmischer Beitrag über einen der Höhepunkte im sportlichen Kalender des Städtchens: die Blechbadewannen-Weltmeisterschaft! Viel Spass bei dieser Riesengaudi für gross und klein!

Offensichtliches Offside

Herr Maldini am Mittwoch, den 7. Dezember 2016 um 14:59 Uhr

dr-r-gibt-rat_logo-kleinEiner unserer Leser hatte nach dem 1:4 unseres Ligakrösusses FC Basel eine schlaflose Nacht.

srf-screenshot

Wird durch Klick grösser.

“Lieber Dr. Rüdisühli
Es war doch so eindeutig gestern, und im Studio des Schweizer Farbfernsehens haben es die Experten auch gesagt: Das 2:0 von Arsenal gegen den FCB war eindeutig ein Offside! Ich habe ihnen als Beweis einen Screenshot mitgeschickt und gleich auch noch ein Video. Wie beurteilen Sie die Szene? Gruss, G. H. aus B.”

“Lieber Herr Gäbinho
Das ist eine sehr spannende Frage! Sie haben natürlich recht. Das 2:0 entstand ganz klar aus einer Offside-Situation, das haben die SRF-Experten richtigerweise erkannt. Leider waren die Schiedsrichter zu blöd. Deshalb hier etwas Nachhilfe vom RL:

  1. Das Bild zeigt zwar nicht den Moment der Ballabgabe, das Leder befindet sich nämlich schon auf der Höhe des Fünfmeterraums. Das spielt aber keine Rolle, der Ball bewegt sich ja viel schneller als die Spieler, wir können also davon ausgehen, dass der Spieler Lucas bereits bei der Ballabgabe im Offside stand.
  2. Die Hilfslinie ist auf der Höhe des Unterschenkels von FCB-Verteidiger Michael Lang eingezeichnet. Das ist korrekt, Lang ist Rechtsfüsser und die Position seines linken Beins somit irrelevant. Die Linie dürfte sogar noch etwas nach links rücken, bis zum rechten Knie von Lang. Der Spieler Lucas steht eindeutig im Offside!
  3. Die Spitzfindigen unter ihnen monieren jetzt sicher, dass die Hilfslinie schräg eingezeichnet sei. Das ist zwar richtig, kann aber vorkommen. Die Vorbereitung der erstklassigen Analysen der SRF-Experten ist jeweils eine ziemlich stressige Angelegenheit, da kann sowas schon mal passieren.

Wir halten fest: Alles in allem ist dieses 2:0 klar aus einer Offsideposition des Spielers Lucas entstanden. Schade, haben das die Spielleiter nicht gesehen – wer weiss, zu was dieser FCB noch fähig gewesen wäre, wenn sein Rückstand zur Pause nur ein Tor betragen hätte. Und was das erst für den Schweizer Fussball bedeutete! – wir werden es nie erfahren. Besten Dank trotzdem für die Aufmerksamkeit, Ihr Dr. Rüdisühli.”

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Lars Sohn am Mittwoch, den 7. Dezember 2016 um 13:49 Uhr

Nein, das ist nicht die Prognose für den Schlussrang der nächsten Saison.

Es ist die Lösung des heutigen Rätsels, welche Herr James Barclay zuerst richtig genannt hat. Bravo und herzliche Gratulation!

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Das Bild stammt vom Relegationsspiel am 28. Mai 2015 zwischen dem VHS und dem KSC. Sie sehen die Herren Gordon und Olic. Das Spiel endete übrigens 1:1. Ilicevic rettete den Hamburgern mit seinem Ausgleich in der 73. Minute ein Remis (Hennings hatte in der 4. Minute für die Gäste getroffen).

So, jetzt kümmern sich alle wieder ums Bippen. Ausser Herr James Barclay, der teilt larssohn[at]gmx.net noch rasch mit wo der Kuli hin soll. Messi.

Wo ist der VHS?

Lars Sohn am Mittwoch, den 7. Dezember 2016 um 13:30 Uhr

Im Abstiegskampf, klar.

Eigentlich suchen wir nicht den VHS, sondern den Ball. Nicht etwa für den VHS, sondern für den Kuli.

20161207_2_woistdervhs

Alles was Sie jetzt tun müssen, ist das korrkte Feld in einen Kommentar zu schreiben. Los!

Tintenkugel für Reiserudel

Lars Sohn am Mittwoch, den 7. Dezember 2016 um 11:55 Uhr

Der Kuli für alles.

Sie texten Ihre Fangesänge gerne während der Fahrt zum Auswärtsspiel im Sonderzug? Sie können dies nicht stilvoller tun als mit einem Kugelschreiber der Bahnpolizei!

Oder so: Sie sind mit Ultras unterwegs von denen einer die Notbremse gezogen hat. Die Bobs haben den Vorfall protokolliert – Sie sollen unterschreiben. Was zücken Sie?

20161207_1_tintenkugelfuerreiserudel

Der heutige Tagespreis wurde freundlicherweise von Wachmeister Schärrers’ Kollegen zur Verfügung gestellt. Das Werkzeug zur Annäherung (nur Hilfsausdruck) kommt ab 13:30 Uhr zum Zug. Pünktlich. Wie die Bahn.

Rundes Leder Meisterapfentkalender (7)

Harvest am Mittwoch, den 7. Dezember 2016 um 5:55 Uhr

Endlich Meister mit dem Runden Leder. Der Fussballblog Ihres Vertrauens würdigt jeden Tag bis Weihnachten einen Club, der es verdient hat.

Heute: Vercelli, italienischer Meister 1908, 1909, 1911, 1912, 1913, 1921 und 1922.

Wie, Vercelli sagt Ihnen nichts? Macht nichts, ist ja schon lange her, dass der FC Pro Vercelli, damals noch unter den klingenden Namen SG Pro Vercelli resp. US Pro Vercelli, einen Meistertitel bejubeln konnte. Doch damals, vor allem zwischen 1908 und 1913, da waren die das Nonplusultra im italienischen Fussball.

us_pro_vercelli_calcioVercelli liegt im Piemont und wenn überhaupt, kennt man es wohl nur vom vorbeifahren, da die Autobahn von Domodossola nach Genua das kleine Städtchen (mit ca. 47’000 Einwohnern ist Vercelli nur unwesentlich grösser als Thun) nur knapp verfehlt. Aber genug der Geografie.

italian_football_champion_1908Eigentlich wären ja die Bianche Casacche (Weissjacken, wie sie aufgrund ihres Leibchens genannt werden) erst morgen dran, denn auch 1910 standen sie als Favorit im Finale um die Meisterschaft. Leider hatten sie gleichentags ein anderes (und offenbar wichtigeres) Spiel und fragten darum den Gegner um eine Verschiebung an. Dieser verneinte, worauf Pro Vercelli mit einer Jugendmannschaft antrat und das Spiel gegen ein gewisses Inter Mailand verlor.

Heute dümpelt der Club wieder in der Serie B umher, was durchaus als Erfolg zu werten ist. Im Jahre 2010 konnte er dem Konkurs nämlich nur durch eine Fusion mit der AS Pro Belvedere Vercelli entgehen.

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