Aussichten auf die Schweiz

Fünf international renommierte Fotografen wurden eingeladen, ihren Blick auf die Schweiz zu präsentieren.

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Simon Roberts, Gornergrat, Zermatt, 2016.

Anlässlich seines 100-Jahr-Jubiläums 2017 hat sich Schweiz Tourismus auf ein ungewöhnliches Experiment eingelassen: Statt der üblichen Vergabe von Werbeaufträgen wurden fünf bestens ausgewiesene Fotoschaffende eingeladen, ihre eigene, unabhängige Sicht auf die Schweiz festzuhalten und in eine Ausstellung einzubringen. Das von der Fotostiftung Schweiz entwickelte Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Musée de l’Elysée (Lausanne) realisiert.

Simon Roberts aus Grossbritannien widmet sich der Beziehung zwischen Menschen und Landschaften, indem er verschiedene Aussichtsplattformen der Schweiz aufsuchte. Dabei macht er sich zum Beobachter von Beobachtern, die sich mit Handykameras – vor imposanter Kulisse – am liebsten selbst beobachten. In der Ausstellung werden die Fotografien durch zusätzliche Datenebenen erweitert: Videos von Touristen beim Selfie-Machen oder eine Diashow mit Bildern der gleichen Orten aus den letzten vierundzwanzig Stunden.

Simon Roberts, Monte Tamaro, Lugano, 2016.

Simon Roberts, Harder Kulm – Zwei-Seen-Steg, Interlaken, 2016.

Simon Roberts, Uetliberg, Zürich, 2016.

Simon Roberts, Pilatus, Luzern, 2016.

Alinka Echeverría, Maria, Julien, Eniola und Anais, Genf, 2016.

Alinka Echeverría (Mexiko/Grossbritannien) liess sich auf junge Menschen ein, die an einem kritischen Punkt ihrer Biografie stehen und ungefragt den Lebensbedingungen ausgesetzt sind, die ihnen das Land bietet – die Schweiz von morgen. Gemeinsam mit 122 verschiedenen Teenagern und jungen Erwachsenen durchkreuzte sie ein Land, in dem Neutralität die Wehrpflicht erfordert, wo privilegiert sein eine Last ist und Chancen Druck erzeugen, wo Immigranten sich eingliedern, Secondos es zu etwas bringen und Terzos gegen Erwartungen rebellieren.

Alinka Echeverría, Severin, Zürich, 2016.

Alinka Echeverría, Hénoc, La Chaux-de-Fonds, 2016.

Alinka Echeverría, Luella, Vevey, 2016.

Alinka Echeverría, Aala, Saint-Saphorin, 2016.

Eva Leitolf, Matters of Negotiation (Detail aus einer digitalen Bild-Text-Arbeit), © 2017 Pro Litteris, Zürich.

Die Deutsche Fotografin Eva Leitolf tastete mit ihrer Arbeit «Matters of Negotiation» die Ränder der Schweiz ab: Sie fuhr mit einem Wohnmobil den Grenzen entlang, mal hinein-, mal hinausschauend. Wo fängt die Schweiz an, wo hört sie auf? Wer lebt drinnen, wer bleibt draussen? Welche Konflikte entstehen durch Grenzsetzungen? Wie werden Grenzen festgelegt, bereinigt, verteidigt oder überwunden?

Eva Leitolf, Matters of Negotiation (Detail aus einer digitalen Bild-Text-Arbeit), © 2017 Pro Litteris, Zürich.

Shane Lavalette, Schwyz 01, 2016.

Shane Lavalette aus den USA hat sich auf die Spuren von Theo Frey gemacht und in denselben 12 Schweizer Gemeinden wie er fotografiert. Freys dokumentarischer Arbeit, die für die Landesausstellung 1939 entstanden ist, stellt Lavalette ein Art Reisetagebuch gegenüber, geprägt von Stimmungen und Begegnungen.

Shane Lavalette, Baum, 2016.

Shane Lavalette, Schwyz 02, 2016.

Shane Lavalette, Saint-Saphorin, 2016.

Shane Lavalette, Stammheim, 2016.

Zhang Xiao, Rheinfelden, 2016.

Der Chinese Zhang Xiao reiste dem Rhein entlang und produzierte eine irritierende und zugleich humorvolle Sammlung von visuellen Fragezeichen – seine erste Serie, die er ausserhalb von China produzierte.

Zhang Xiao, Chur, 2016.

Zhang Xiao, Trubbach, 2016.

Zhang Xiao, Zizers, 2016.

Zhang Xiao, Schaffhausen, 2016.

familiarunfamiliarities

«Fremdvertraut. Aussensichten auf die Schweiz» in der Fotostiftung Schweiz, Winterthur, 11. Februar bis 7. Mai 2017 Vernissage: 10. Februar 2017, ab 18 Uhr

Publikation: Parallel zur Ausstellung erscheint unter dem Titel Unfamiliar Familiarities eine Publikation bei Lars Müller Publishers: fünf Künstlerbücher, ergänzt durch ein Textbuch, vereint in einem Schuber

1 Kommentar zu «Aussichten auf die Schweiz»

  • Wolfgang sagt:

    Enttäuschend was hier gezeigt wird auch wenn es Arbeiten von renommierten Fotografen sind für mich zum Teil nur ein geknipse, aber der Namen zählt

Kommentar

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