Moscato d’Asti

Der alkoholarme, süssliche Perlwein ist ein perfekter Apéritif, nicht nur im Sommer.
  • Giulio Morandina wurde durch seinen Moscato d'Asti berühmt. (Bilder: E. Tabacchi)

    Giulio Morandina wurde durch seinen Moscato d'Asti berühmt. (Bilder: E. Tabacchi)

  • Die futuristische Etikette gestaltet der erfahrene Winzer selbst.

    Die futuristische Etikette gestaltet der erfahrene Winzer selbst.

  • Morandinas Moscato-Weinberge liegen innerhalb der klassischen Anbauzone im Piemont.

    Morandinas Moscato-Weinberge liegen innerhalb der klassischen Anbauzone im Piemont.

Wer kennt ihn nicht, den leichten, frischen Italiener. Ein Moscato ist Inbegriff von Dolce Vita, ein alkoholarmer, süsslicher Perlwein. Der bekannteste Vertreter stammt wohl aus dem Piemont: der Moscato d’Asti. Hergestellt wird der Moscato aus der Muskatellertraube, eine der wenigen Rebsorten, deren Trauben schon so riechen und schmecken wie der Wein, der aus ihnen gekeltert wird. Deshalb werden sie nicht nur für Wein, sondern auch als Tafeltrauben angebaut. Muskateller gilt als die vermutlich älteste, historische Edel-Rebsorte der Welt. Seit Jahrhunderten wächst sie rund ums Mittelmeer, ihr Ursprung liegt mit ziemlicher Sicherheit in Griechenland, von wo aus sie ins antike Italien kam. Und die Römer kultivierten sie anschließend im gesamten Mittelmeerraum.

Mit einem Volumenprozent Alkohol von 4,5 bis 5,5 ist der Moscato d’Asti eher ein anfermentierter Traubenmost als ein richtiger Wein, seine feinen Bläschen entspringen einem Kohlensäuredruck von rund 1,5 bar. Der schäumende Muskateller aus dem Piemont riecht nach Aprikosen, nach Holunderblüten und nach Früchten frisch vom Baum. Er ist also ein idealer Begleiter zu Obst, Fruchtdesserts oder einfach als unbeschwertes Getränk zum Apéritif.

Seine Frische verdankt er seiner speziellen Herstellungsweise. Der frisch gepresste Most wird gekühlt und ohne Vinifikation bei Gefriertemperatur bis zur Weiterverwendung konserviert. Erst etwa zwei Monate vor einer gewünschten Abfüllung beginnt der Kellermeister mit der Vinifikation: Der Most wird in einen Drucktank gepumpt, mit Reinzuchthefen beimpft und leicht erwärmt, damit die Gärung einsetzen kann. Von nun an wird auf den idealen Moment des Abstoppens gewartet, der gärende Moscato wird rund um die Uhr analysiert. Sobald es soweit ist, wird filtriert und der süße, schäumende Wein wird während drei Wochen bei Minustemperaturen stabilisiert. Danach ist er für die Abfüllung bereit. Der ganze Produktionsprozeß wird mehrere Male innerhalb des Jahres wiederholt, damit wir ihn immer voller Frische geniessen können.