Ist der Kurzhaarschnitt bei Frauen ab 40 Pflicht?

Ende dreissig: Die damalige Bundesrätin Ruth Metzler (links) und ihre Nachfolgerin Doris Leuthard, 2001. Foto: Edi Engeler (Keystone)

Ich trug meine Haare die meiste Zeit meines Lebens kurz. Und das in den verschiedensten Varianten. Sehr zum Leidwesen meiner Mutter, die den langen Locken meiner Teenager-Zeit nachtrauerte, und gegen den Wunsch einiger meiner Ex-Freunde, die lange Haare bei Frauen einfach «weiblicher» fanden. Aber ich gefiel mir mit kurzem Schopf am besten.

Entgegen der landläufigen Meinung gibt es durchaus tolle Frisuren für kurze Haare, wenn ich mich da an den Pixie von Jean Seberg oder die kurzen Locken von Meg Ryan erinnere. Ich finde auch den raspelkurzen Schnitt von Kristen Stewart toll, auch wenn viele Fans nicht verstehen können, warum sich die Schauspielerin von ihrer Mähne trennte und jetzt wasserstoffblonde Stoppeln trägt.

Nervenzusammenbrüche bei Coiffeur und Model

Natürlich hatte ich auch Phasen, als ich um jeden Zentimeter meiner überschulterlangen Haare gekämpft und so manchen Coiffeur fast um den Verstand gebracht habe. Ich verstehe auch die Beinahe-Nervenzusammenbrüche bei «Germany’s Next Top Model», wenn Heidi den Kandidatinnen mit einem flotten Scherenschnitt droht. In einem gewissen Alter sind lange, meist glatte und mittelgescheitelte Haare einfach ein Muss und Teil einer gemeinsamen Identität.

Momentan trage ich meine Haare mittellang, in einer nicht gerade revolutionären Frisur. Ich versuche nämlich, sie wachsen zu lassen. An schlechten Tagen erinnert mich das Ganze ein bisschen an Hillary Clintons Bob. An guten Tagen akzeptiere ich meine Übergangsfrisur als notweniges Übel zu einem Happy End, sprich zur Schulterlänge.

Warum ich meine kurzen Haare plötzlich satt hatte? Das kam so: Meine Lieblingscoiffeuse war in den Ferien, so landete ich bei einer von einer Freundin empfohlenen Konkurrentin. Ich hatte kaum Platz genommen, lobte die Coiffeuse meine Haarqualität – «so dichtes Haar» – und meinte, dass doch kurze Haare «bei Frauen eines gewissen Alters» (!) die beste Wahl seien. «Ich mache Ihnen einen frechen Schnitt» (!), frohlockte sie. «Das unterstreicht Ihre Jugendlichkeit!» Ich erstarrte und beliess es dann beim Waschen und Föhnen, was die Dame offensichtlich beleidigte. «Ich hätte Ihnen noch gerne ein paar aschblonde Mèches gemacht!», rief sie mir noch nach.

Geheimer Gruppenzwang?

In den nächsten Tagen sah ich überall reife Frauen mit praktischen Kurzhaarfrisuren. Ich nehme an, das ist ein ähnliches Phänomen wie bei einer Schwangerschaft. Überall sieht man ebenfalls Schwangere. Oder wenn alle Männer auf der Strasse plötzlich wie der Ex-Freund aussehen, der einen verlassen hat.

Aber zurück zu den Haaren. Warum, so fragte ich mich, schneiden sich viele Frauen nach 40 die Haare ab? Unterliegen sie einem Gruppenzwang, von dem ich nichts weiss? Gibt es einen Geheimbund für Kurzhaarige? Erwartet die Gesellschaft, dass eine reife Frau kurze Haare trägt, oder sind wir Frauen einfach nur bequem geworden und haben keine Lust mehr, als Verführerin wahrgenommen zu werden? Oder erachten wir die langen Haare als Vorrecht jüngerer Frauen?

Ich finde es einfach schade, dass ein Stück Individualität so verloren geht, und wünsche mir mehr blonde, graue und schwarze Mähnen – kurz: mehr Kreativität und weniger Konformität im Alltag. Natürlich hat nicht jede Frau traumhafte Haare, aber ein 08/15-Deckel kann ja auch nicht die Lösung sein.

128 Kommentare zu «Ist der Kurzhaarschnitt bei Frauen ab 40 Pflicht?»

  • Gisela Hoffmann sagt:

    Gisela
    Für mich tönt das alles ein wenig lächerlich: 40, ü50, 60! Leider habe ich zeitlebens sehr dünne Haare, die ich jahrzehntelang glatt, kinnkurz mit Pony trug. Ich färbe immer noch, lasse aber eine weisse Strähne stehen, damit man sieht, dass ich keine Perücke auf habe. Alle 6 Wochen lasse ich Ansatz und Rest der Haare braun färben und fühle mich wohl mit meiner Kurzhaarfrisur (Kosten total Fr. 138.–). Ich bin weder ü40 noch ü60, sondern 28 – äh 82!

  • Katharina A. sagt:

    Es ist mir piepegal, ob das irgendjemand toll findet: ich trag die Haare rot und kurz, ich muss mir keinen Gecken mehr angeln und pfeiff schon lange auf jedwelche Modediktate. Das Leben bietet ab 55 mehr als die Frage kurz oder lang, rasiert oder glatt, dick oder dünn. Hei mit solchen Platituden hab ich mich mit 20 rumgeplagt, dazu ist mir die Zeit die bleibt zu schade! Wem es nicht passt der schaue woanders hin.

  • Christine Rauch sagt:

    Liebe Frauen,
    Ganz locker bleiben. Jede Frau soll und kann doch mit ihren Haaren machen was sie will und was ihr gefällt. Geschmäcker sind verschieden, Interessen sind verschieden. Es wäre doch langweilig, wenn wir alle gleich aussehen würden. Leben und leben lassen und mal ehrlich gesagt, es gibt doch Wichtiges im Leben. Also genießt die Vielfalt und tragt eure Haare wie IHR es wollt.

  • Minie sagt:

    Ich habe einfach keine Lust, alle paar Wochen beim Coiffeur vorbeizuchauen, viel zu bezahlen und meine Zeit zu verplempern.
    Ich trage meine fast weisse, schulterlange, etwas dünnere Haare locker hochgesteckt, ja, mit farbigen Klämmerli, passend zu den Kleider.
    Das macht mir Spass und mir kümmert es nicht, was den Leuten denken.
    Mit 79 haben wir doch Narrenfreiheit, meine Damen !!!

    Minie

  • Zufferey Marcel sagt:

    Speziell attraktiv wirkt der in demonstrativem Grau gehaltenen, kecke Kurzhaarschnitt vieler Ü45-Frauen in Kombination mit dem allgegenwärtigen Outdoor-Chic, Mammut, The North Face, Jack Wolfskin, usw. Das gibt diesen Frauen einen leichten Touch von zwar bartloser, aber trotzdem rustikal wirkender Holzfäller-Identität. Nein, im Ernst jetzt: Der Kurzhaarschnitt dürfte auch dem Umstand geschuldet sein, dass Haarausfall auch viele Frauen im reifen Alter betrifft. Insofern ist gegen ihn nichts einzuwenden.

    • Jo Mooth sagt:

      Meine aus südeuropäischen Gefilden stammende Holde wundert sich schon seit Jahren über den Holzfällerschnitt hiesiger Ü45-Ergrauenden. Im Süden färben sich nur Greisinnen die Haare nicht mehr.

  • Monika sagt:

    Es ist eindeutig „weiblicher“ Gruppenzwang. Ich wurde des öfteren von älteren Frauen angesprochen mir die Haare kurz zu schneiden. Was ich nie tun werde weil mir kurze Haare bei Frauen ganz einfach nicht gefallen. In anderen Ländern sind lange Haare bei Frauen jeden Alters ganz normal.

  • Barbara Nyffeler sagt:

    Ich finde die Frauen Ü50, die sich einen frechen praktischen Kurzhaarschnitt verschreiben lassen, irgendwie trist. Ich schaue gerne Frauen mit Bobs, mit schulterlangen und ganz lange Haaren in allen Variationen an. Selber trage ich Pixie, mein Markenzeichen seit ewig, bald 60, bar ich habe den Kopf dazu, das ist der Punkt!

    • Jo Mooth sagt:

      Manchmal nimmt die Haarpracht, also das Volumen junger Jahre, ab einem gewissen Alter hormonbedingt ab. Da sieht dann Kurzhaar oft besser aus.

  • David Rovere sagt:

    Es gibt wirklich tolle Kurzhaarfrisuren …
    und es gibt diesen Ergolzquellgebietsarahjane-Einheitslook mit ein paar farbigen Strähnen drin, weil die Coiffeuse, die man aus dem Turnverein kennt, meint „jetzt machen wir mal etwas peppiges freches“. So frech und mutig wie der „Hexlein“ Aufkleber am Auto und die Einkaufstasche mit „Berlin“ oder „Barcelona“ Aufdruck.

    • Tina Balmer sagt:

      Hahaha, ausgezeichnet und sooo wahr. Sehe dieses Phänomen übrigens nur im deutschsprachigen Raum, wobei Carmen Walker-Späh (eine top gepflegte Frau, verstehen Sie mich nicht falsch, ich finde einfach ihre Haare etwas „speziell“) die spirituelle Anführerin dieser trichologischen Glaubensgemeinschaft zu sein scheint.

  • Martin sagt:

    Heutzutage sollte es keine Altersvorgaben in Bezug auf Länge der Haare mehr geben. Trägt die Haare so wie es für euch passt. In jedem Alter können lange Haare sehr schön aussehen, vor allem auch wenn sie langsam grau werden. Ich als Mann, ü50, trage meine weissen, noch dichten Haare bis Mitte Rücken. Ich pfeiffe auf Konformität. Coiffeure wollen natürlich möglichst oft ihre Kundinnen bei sich im Laden haben. Kurze Haare benötigen viel mehr Pflege und auch öfters wieder einen Schnitt, also ist es im Interesse der meisten Coiffeusen.

  • diva sagt:

    wenn frauen wüssten, was sie sich mit dem abschneiden ihrer haare in spiritueller hinsicht antun, gäbe es keine kurzhaarfrisuren mehr. sie nehmen sich damit selber die macht! aber wir sind heute ja so dumm und instinktlos geworden… leider. ich bin 64 und habe noch immer lange haare. ich denke nicht daran, die zu schneiden.

    • Sabina sagt:

      Was bedeutet das Haare schneiden in spiritueller Hinsicht für die Frau (ernst gemeintes Interesse)? Ich bin übrigens nicht der Ansicht, dass man sich die Haare ab 40 kurz schneiden sollte.

  • Leo Stern sagt:

    Es scheint mir, dass viele nicht wahrhaben wollen, dass man mit 40/50 nicht mehr die gleichen Haare hat wie mit 20. Wer mit 50 noch das gleich volle und dicke Haar wie mit 20 hat kann sich glücklich schätzen, das ist aber der Mehrzahl, Männer und Frauen, leider nicht gegeben. Dünnes, lichtes Haar lang tragen? Das gefällt niemandem, so etwas zu tragen.

  • Anh Toàn sagt:

    Ich habe meine langen Haare mit 48 abgeschnitten. Die Farbe war nicht das Problem. Aber ich hatte den Eindruck, lange Haare, ausser als Dreadlocks, werden heute eigentlich nur noch von alten Männern getragen, die glauben, damit jünger zu erscheinen.

    • poppy sagt:

      Und warum nicht mal Dreadlocks für eine ältere Frau? Oder hätte frau da Angst, die Nachbarn würden sie für eine Kifferin halten? Wenn ich mir all die Schweizerinnen (und nicht nur die!) mit ihren „pfiffigen, frechen, frischen“ Einheitskurzhaarschnitten vom Salon Susi mit Dreadlocks vorstelle wird mir ganz warm ums Herz 😉

      • Anh Toàn sagt:

        @poppy: Ich bin doch ein Mann, einer übrigens, der auch mit kurzen Haaren für einen Kiffer gehalten wird.

  • Güvi Bulgur sagt:

    Meine Oma hatte zeitlebens (95 Jahre) , Haare bis zu den Kniekehlen. Sie war eine Stolze und schöne Frau. 7 Kinder Grosgezogen und Bergbäuerin.

  • hyld of helmsby sagt:

    Ich hatte bis 48 lange, braune Haare und liebte es, diese täglich anders und passend zu den Kleidern zu stylen. Nach einer Krebserkrankung trage ich nun gezwungenermassen einen sehr kurzen Pixie-Schnitt – schlicht weil nach der Chemo nur noch sehr wenige und sehr feine Haare nachgewachsen sind. Diese könnte ich gar nicht mehr lang tragen, das Wenige würde schäbig aussehen. Besonders im Frühling fehlen mir die langen Haare, die farbigen Klämmerli, Gümmeli, Blumen und Bändeli … Und im Sommer wäre es schlicht und einfach angenehmer (und einfacher), die langen Haare hochzustecken. Alle, die hier kurzhaarige Frauen ab einem bestimmten Alter verunglimpfen, möchten bitte bedenken, dass hin und wieder gesundheitliche Probleme zu einem bestimmten Aussehen führen.

  • adam gretener sagt:

    Es gibt zwei Arten von Kurzhaarschnitten bei Frauen. Das was ich liebe als Ausdruck einer gewissen Attitüde, einer Wildheit. Ich hatte mal eine Freundin die wollte mich im Armdrücken schlagen. Das fand ich sehr süss. Und dann gibt es diesen Kurzhaarschnitt getragen von Landpomeranzen sobald sie das erste mal geworfen haben. Am besten noch mit lila Strähne.

    • Zora sagt:

      …hehe, „geworfen haben“ geht gar nicht – sind doch keine Säue, die Frauen.
      Wie nennen Sie denn die Männer, die das erste Mal gezeugt haben? Und wie heisst bei Ihnen „Landpomaranze“ in männlicher Version? Bin gespannt auf sprachliche Aufklärung.

    • Roberto Casagrande sagt:

      Adam – Du hast es genau auf den Punkt getroffen. Kurzhaarfrisuren wie jene der beiden abgebildeten Bundesrätinnen finde ich hübsch und etwas frech.
      Dein satirischer Schreibstil amüsiert mich. Ist sicher nicht so respektlos gemeint wie es Zora verstanden hat.

      • Lichtblau sagt:

        So richtig tolle und volle Haare hatte ich eigentlich nur während und kurz nach der Schwangerschaft. Den Männern haben sie trotzdem gut gefallen – z.B. dem oben kommentierenden Roberto C. ;-). Ein „pfiffiger“ Kurzhaarschnitt käme mir vor wie eine Kapitulation. Noch bin ich nicht soweit.

    • adam gretener sagt:

      Liebe Zora, ein bisschen lustig muss sein. Für die männliche Landpomeranzen habe ich noch viel schlimere Begriffe auf Vorrat.

      • adam gretener sagt:

        Also nur für Zora und die männlichen Landpomeranzen: Halb ausgewachsenes Augenbrauenpiercing aus den 90ern. GC-Fan. Den Subaru 4WD vom Vater ‚ausfahren‘. Am Sonntag auf dem Fussballplatz Zigarillo rauchen. Ich könnte ewig so weitermachen.

    • ueli keller sagt:

      Als damaliger Bewohner des Tösstals nannte ich diesen Kurzhaarschnitt „Zürioberlandmamifrisur“. Dazu passend fuhr man einen Toyota Previa.

      • adam gretener sagt:

        Ueli: Toyota Pevia, French Manicure, eine Diddelmaus am Rucksack und in einer Werbegeschenk-Fliessjacke unterwegs. Und Übermutter. Und gibt katholischen Unterricht der Unterstüfe ihrer 3 Söhne. Horror…

  • Lia sagt:

    solange tatsächlich drüber schwadroniert wird, ob Frauen ab 40 lange, kurze, schwarze, blonde oder braune Haare haben sollen, so lange ist die Frau nicht in der Emanzipation angekommen. Oder zeigt mir den Blog, in welchem sich Männer dieselben Fragen stellen. Gibt es nicht, weil absolut unwichtig.

    • Enrico sagt:

      Absolut richtig.
      Immer im alten Muster verharren und am besten dafür noch das Patriarchat verantwortlich machen. Wenigstens hat die Autorin das unterlassen, doch ein Anfang, oder ?

    • Christian sagt:

      Ja, weil Männer ihren gesellschaftlichen Wert über ihre Leistung und nicht über ihre Jugendlichkeit erlangen müssen.

    • Sabina sagt:

      RICHTIG!

    • fabian sagt:

      Lia, genau. Erst wenn das kollektive Schweigen von unserer Gesellschaft besitz ergriffen hat und nur mehr über politisch korrekte Themen gesprochen wird (aka ‚Schönsprech‘), werden die Feministinnen den Endsieg errungen haben. Hurra hurra hurra.

  • poppy sagt:

    sehr angesagt: grey lilac haare, sieht auf halblangen und langen haaren absolut cool aus. weiss- und grauhaarge: ausprobieren!

  • Rena sagt:

    Danke für diesen Artikel. Frau Aeschbach, ich bin stolz auf Sie! Bin Frau Ü40, mit längeren Haaren. Als ich knapp 30 war, meinte meine Grosstante, ob ich mir nicht langsam die Haare kurz schneiden lassen wolle, denn ich würde ja bald 30…und „da lässt man sich doch so langsam die Haare kurz schneiden“. Habe damals sehr gelacht. Komisch, niemand käme auf die Idee, Angelina Jolie zu fragen, ob sie sich nicht langsam eine Kurzhaarschnitt frisieren lassen wolle. Für mich bedeutet Emanzipation, meine Haare eben lang zu lassen und auf solche sogenannten Konventionen zu pfeifen. Mir tun alle Frauen leid, die mit grauen Einheitstopfschnitten, ohne jeden Hauch von Make up, Lippenstift etc., und in unsäglichen grau-beigen, formlosen Einheitsklamotten sich fast wie „schon im Grab“ geben…..

  • Luca Mueller sagt:

    Ich finde die Langhaar, Gretchen Frisuren stehen eigentlich nicht sehr vielen Frauen gut, egal welchen Alters. Es gibt Frauentypen welchen lange Haare ausgezeichnet stehen, aber auch hier passt irgendwann einmal die Frisur nicht mehr zum Gesicht. Hingegen eine rassige Mittel- bis Kurzhaarfrisur ist meiner Meinung nach praktisch zeitlos, sowohl bei Teenies wie bei Oldies. Ich kann mir z.B. Marylin Monroe, Sophia Loren, Liza Minelli, Jamie Lee Curtis, Audrey Hepburn und weitere Schönheiten nicht Langhaarig vorstellen – wäre langweilig. Aber eben das ist individuelle Geschmackssache.

    • tina sagt:

      nicht? ich empfehle google bildersuche 🙂
      ich kann mir die sogar in grau vorstellen

      • Luca Mueller sagt:

        meinen Sie die „Fake Pics“ bei Google?

      • tina sagt:

        sind das fake bilder? aber ist eigentlich egal, wenn es hilft, sich vorzustellen wie die erwähnten frauen mit langen haaren aussehen. nicht?

    • Lichtblau sagt:

      In „Frühstück bei Tiffany“ (was für ein Film!) trug Audrey Hepburn die langen Haare aufgesteckt. Auch der Pferdeschwanz-Look war typisch für sie.

  • marie sagt:

    und vergessen: frau aeschbach, well done! chapeau!
    und keine frage. hätten sie einen guten tipp für reife haut um die augenpartie gegen tränensäcke, schlupflider und fältchen? ich liebe meinen roten lancôme l’absolue rouge 150 und der passt nur mit schwarzer wimperntouche. welche schmiert nicht unter diesen um- und zuständen?
    ganz herzlichen dank und muss noch anmerken: einen chirurgen kann ich mir nicht leisten.

  • marie sagt:

    bis Anfang 30 hatte ich haare bis ins kreuz, danach bis anfang 40 unterhalb den schultern. meine haare fingen an dünn zu werden, hatten kein volumen mehr und vor allem vielen sie massiv aus. dann habe ich meine haare von einem tag auf den anderen kurz geschnitten. meine damalige frisöse wollte sich standhaft dagegen wehren, bis ich vor ihren augen einfach zur schere griff und wegschnitt – danach musste sie. sie hat mir einen tollen schnitt verpasst und schwups, volumen und locken waren plötzlich in voller pracht wieder da – nur kurz halt. und ich färbe nicht, die paar silberstreifen sind natürliche mèches.
    aber ja, wenn ich fotos anschaue, ich hatte ich in der tat tolles haar, eben: HATTE. soll jede die haare so tragen, wie sie will. hauptsache gepflegt!
    schönen tag allerseits 🙂

  • Pedro Riengger sagt:

    Die meisten Männer und Frauen haben schlicht nicht die Haare für eine Frisur, egal ob kurz oder lang. Männer (ausser die peinlichen Glatzendecker) sehen das meist irgendwann ein. Frauen wechseln höchstens den Coiffeur. Der «rassige Kurzhaarschnitt» wird typischerweise von Frauen getragen, die eine praktische Frisur wollen. Dabei gibt es wohl nichts Praktischeres als lange Haare und ein Haargummi. Die selben Frauen tragen aus dem gleichen Grund auch gerne Hosenanzüge, weil sie meinen, eine «Businesswoman» müsse so aussehen.

  • Manuela sagt:

    Lustig, wie hier über Frisuren von Frauen diskutiert wird. Soll doch jede ihr Haar so tragen, wie sie mag. Gepflegt sollte es sein und gut geschnitten. Die Länge spielt keine Rolle. Aber bei Kurzhaarschnitten gilt es zu beachten, dass sie coiffeur-intensiv sind, wenn sie gut aussehen sollen. Und häufige Coiffeur-Besuche können ganz schön ins Geld gehen. Das ist vielleicht dann auch der Grund, wieso viele Frauen, unabhängig vom Alter, ihre Haare lang tragen. Schade finde ich dann nur, wenn sie das Haar mit einer, leider oft billigen, Plastikklammer hochsteckt oder zu einem langweiligen Pferdeschwanz gebunden wird, der — gerade auch bei jungen Mädchen/Frauen — sehr uniform wirkt.

    • Mariann sagt:

      Genau, bin überrascht wie das Thema so viele aus dem Busch klopft. Bin jetzt 72 mit kurzem Frechen Haarschnitt (in Norwegen) und sportlich/elegant gekleidet. Meine dunkelblonden Haare sind teilweise weiß oder natürlich weißblond.? Lange Haare brauchen Zeit und Aufwand um gepflegt zu sein. Sehe hier viele lange Haarmähnen, Blond gebleicht und strohig, absolut kein Zeichen von Jugendlichkeit. War bis vor 3 Jahren voll beruflich und keine Zeit, eine Stunde im Bad zu verbringen, sehe mich aber auch nicht als Museum. Warum deshalb immer solche Vorurteile?

  • maru sagt:

    al: Wie wahr! An einem warmen Sommer-Sonnentag mit meinem roten Cabrio durch die Gegend zu brausen und zu spüren, wie meine schönen langen Haare im Wind flattern, ist für mich (nebst vielem anderem) einfach Leben pur.

    • Matt sagt:

      Das kann passieren wenn man (Frau) ihre Weiblichkeit über ihre Pferdemähne definieren muss.

    • adam gretener sagt:

      Sind wir jetzt schon bei der Schwarzwaldklinik angekommen?

      • Lichtblau sagt:

        „At the age of 37
        She realized she’d never
        Ride through Paris in a sports car
        With the warm wind in her hair …“
        The Ballade of Lucy Jordan

        Marianne Faithfull hat doch so gar nichts schwarzwaldklinikhaftes an sich. Lassen Sie doch Maru Ihren Spass. Ich kann sie gut verstehen.

  • Doris sagt:

    Ich muss schon sagen, der gehässige Ton einiger Kommentare überrascht mich sehr, und ich habe den Eindruck, dass gewisse Kommentatoren den Blog falsch verstehen oder verstehen wollen (andere Tina?).
    Ich selbst, deutlich über 40, lange Haare, habe dieselben Beobachtungen und Erfahrungen beim Coiffeur gemacht wie Silvia Aeschbach.
    Es ist schlichtweg eine Feststellung von Frau Aeschbach, dass ab einem gewissen Alter immer mehr Frauen kurzes Haar tragen und vom Coiffeur empfohlen bekommen, egal ob es zum Typ passt oder nicht. Jeder soll seinen Kopfschmuck tragen, wie sie sich wohl fühlt.

  • Marius Möller sagt:

    Meine Erfahrung ist, dass viele Frauen ab 40 plötzlich
    – sich vegan, vegetarisch oder sonstwie bio ernähren;
    – eine Allergie gegen Laktose, Gluten oder sonst was entwickeln;
    – Joga / Pilates als Sport betreiben und
    – und (Sie ahnen es schon) die Haare nicht mehr länger als die Schultern oder kürzer tragen und wenn sie ganz fest emanzipiert sind auch nicht mehr färben.
    Kann mir das jemand erklären?

    • Pedro Riengger sagt:

      Nein. Aber
      – sich mit Esoterik/Buddhismus etc. beschäftigen
      – sich eine Katze/einen kleinen Hund kaufen
      haben Sie vergessen.

      • tina sagt:

        verschwörungstheoretien wurden vergessen und globuli. dann sind wir bei den impfgegnern.
        wisst ihr eigentlich, wie stereotyp diese äusserungen sind?

      • Martina sagt:

        Vegetarische und biologische Ernährung: Super Sache. Allergie gegen Laktose oder Gluten: Kann niemand was für. Yoga oder Pilates: Super Sache. Bevorzugte Haarlänge: Geht niemanden was an. Sich mit Buddhismus beschäftigen: Super Sache. Eine Katze oder einen Hund kaufen: Super Sache. Das gilt übrigens alles auch schon für 25.

      • Sisifee sagt:

        Martina: Touché! :-))))

    • tina sagt:

      was ich jedenfalls dazu sagen kann: als ich unter 40 war, hat niemand behauptet, ich könne nicht zu meinen natürlich-mausgrauen haaren stehen. nun so gegen ende 40 wird mir das vorgeworfen.
      mir scheint schon, dass frauen über 40 ein gefundenes fressen sind für all die, die sich sonst nicht trauen den mund aufzumachen.
      bin übrigens auch erst das 2. jahr alllergisch gegen irgendwelche pollen, ich glaube das gibts halt, dass das erst kommt im laufe des lebens.
      sport: um gegen die altergebrechen wie rückenschmerzen anzukämpfen zu gunsten mehr lebensqualität.
      gibts einen grund, nicht bio zu essen?

      • Pedro Riengger sagt:

        Liebe Tina, die Verschwörungstheoretiker sind wohl mehrheitlich Männer. Wie auch immer. Zeigen Sie Humor, stehen Sie über den Dingen. Parieren Sie mit Schlagfertigkeit, anstatt sich beleidigt zu rechtfertigen. PS: Mausgraue Haar können durchaus sexy sein. Intelligenz ist es sowieso. Und wenn eine Frau ihren Körper mit Pilates oder weiss der Geier was in Form hält, freut das nicht nur den Spiegel, sondern auch jeden Mann, der dann mit seiner Wampe (Sie sehen, Stereotyp geht auch hier) nur von ihr träumen kann …

      • tina sagt:

        danke pedro 🙂 die frage lautete ja, ob das jemand erklären kann. ich versuchte zu erklären.
        ich habe mir früher die haare gefärbt, weil mir die naturfarbe einfach zu langweilig war und jetzt färbe ich sie aus dem gleichen grund :). einfach nicht mehr so bunt wie früher.

    • fabian sagt:

      @Möller
      – im Alter lesbisch werden, weil sie keine Männer mehr kriegen oder diese nicht toll finden.

    • maru sagt:

      @MM: Sie sprechen mir aus der Seele, genau das ist auch meine Wahrnehmung. Ich kann es mir nur dadurch erklären, dass manche Frauen so ca. bis 35 auf ein in jeder Hinsicht allzu „pralles“ Leben zurückblicken können: Männer satt, Parties, gescheiterte Freundschaften und die daraus zwangsläufig erwachsenden Enttäuschungen, Scheidungen, Familienprobleme, oft auch der Neid auf andere, Unzufriedenheit generell aber auch die sich schleichend aber immer deutlicher bemerkbar machende „Methamorphose“ sie dazu bewegt „ein ganz neues Leben“ beginnen zu wollen, was leider gelegentlich geradezu abstruse Formen annehmen kann..

      • sam davis sagt:

        @ maru: spätestens nach ihrem kommentar wird sich wohl keine frau smehr unbeschwert die haare schneiden lassen. gemäss ihrer Einschätzung sind kurze haare eine Ausgeburt des vollkommenen frustes. dass es im sommer auch einfach bequem und angenehm ist, scheint keine option zu sein. witzig, was man hier alles liest.

  • andere Tina sagt:

    Dieser Beitrag scheint ein guter Grund für manche zu sein, über Schweizerinnen mit kurzen, grauen Haaren herzuziehen und die tollen Frisuren im Ausland zu loben. Klar doch, es ist natürlich unglaublich kosmopolitisch zu wissen, welche Haarmode grad in ist in NY oder Paris oder Italien. Ich für meinen Teil finde es unverständlich, wie in einem Beitrag kurze Haare kritisiert werden und dabei ein Bild von zwei Politkerinnen gezeigt wird, die beide kompetent sind und ihren Job gut machen, resp. gemacht haben. Ganz so als hätten sie ausser kurzen Haaren nichts zu bieten. Und bevor mich jetzt einer hier annörgelt, ich habe lange Haare und bin keine Schweizerin.

  • Karin sagt:

    Ich bin 40 und werde die Haare noch lange lang tragen. Ich hoffe mehr andere Frauen machen mit!

  • gabi sagt:

    Das Schöne an der heutigen Zeit ist , dass jede tragen kann, was sie möchte. Schubladisierungen sind doof. Ich trage seit meinem 40. die Haare kurz, weil ich neben Kind und Beruf keine Lust mehr hatte, meine lange blonde Mähne zu pflegen. Deswegen bin oder fühle ich mich kein bisschen weniger weiblich. Dass ich für die lange blonde Mähne nicht mehr in die Tussi-Schublade gesteckt werde, empfinde ich als angenehmen Nebeneffekt. Im Beruf wird man mit kurzen Haaren ernster genommen. Ist leider so.

    • Güvi Bulgur sagt:

      „Mit kurzen Haaren wird man im Beruf ernster genommen“ ??!! Hä, wo arbeiten Sie?

    • Luise sagt:

      Das stimmt: In unserer Kultur haben wir alle Freiheiten frisur- und kleidermässig. Tatsächlich ist es seltsam, dass Frauenfrisuren so viel zu reden geben.

  • Henriette sagt:

    Ich bin schon ziemlich weit weg von 40, aber weder ich noch meine Coiffeuse finden es nötig, meine Haare kurz zu schneiden. Allerdings lege ich mich auf die gemässigte Schlüsselbein-Länge fest, das passt zu mir und meinen Haaren. Ich bekomme oft Komplimente für meine Haare, wohl auch wegen der raffinierten Färbekunst meiner Coiffeuse.

  • Ursula Haass sagt:

    Wenn ich vor mir eine schlanke Frau mit langen Locken von hinten sehe, erschrecke ich furchtbar, wenn sie sich umdreht und ich erkenne, dass sie mindestens 60 Jahre alt ist. Lange Haare machen ein älteres Gesicht alt! Ebenso, wenn sich ein alter Mensch betont jugendlich anzieht – dadurch wird er einfach noch älter, weil die Diskrepanz so stark ist. Es gibt tolle Frisuren und tolle Kleidung für Leute ab 60; es geben auch noch viele Junggebliebene, aber jugendlich ab diesem Alter ist niemand mehr.

    • maru sagt:

      UH: Na, dann viel Spass mit Ihrem Oma-Look und Ihrer ebensolchen Einstellung.

    • Laurent sagt:

      Was wollen sie damit sagen? Dass Frauen ab 40 dick und kurzhaarig sein müssen, damit niemand „erschrickt“ wenn sie sich umdrehen? Ich glaub’s ja nicht…

    • Sisifee sagt:

      UH: Ist doch positiv – man erschrickt erst nach dem Umdrehen und nicht schon dann, wenn man die Person von hinten sieht :-)))!

      • Güvi Bulgur sagt:

        Hab mich auch schon erschreckt, absolut perfekt von hinten, es war ein alter Mann.

  • Martin Frey sagt:

    Nach der Entdeckung der Freuden des stillen Alleinseins, sowie der Entfremdung von den Schönheitsidealen der heutigen Jugend, nun diese Empfehlung der Coiffeuse. So leid es mir tut, aber das sind untrügliche Anzeichen dafür, dass man älter wird.
    Eine Coiffeuse, die einem plötzlich eine „freche“, gerne auch „jung“ und „frisch“ genannte Kurzhaarfrisur empfiehlt, ist per se ein Fluchtgrund. Ausser man orientiert sich an den Schönheitsidealen der Redaktionen von Sport und Samstig-Jass des Schweizer Fernsehens.
    Dass man auch anders, würdevoll, elegant und feminin älter werden kann, zeigt ein Blick über die Landesgrenzen. Denn in der Tat, derartige ü-40 Schnitte sind wirklich ein Stück weit ein Schweizer Ding.

    • maru sagt:

      MF: Sie haben noch das Zauberwort „pfiffig“ vergessen, sehr geehrter Herr Frey, welches von gewissen Figaros beiderlei Geschlechts oft und gerne älteren Kadavern listig in die Ohren gesäuselt wird. Dabei frage ich mich , wessen Ziel es denn sein kann, „pfiffig“ aussehen zu wollen, anstatt elegant, feminin und attraktiv und nicht wie diese bemitleidungswürdigen Opfer, denen man offenbar den Gummi-WC-Entstopfer als Schablone auf das ergraute Haupt gesetzt hat, um bequem drumherumzustutzen zu können.

      • Matt sagt:

        Ich weiss ja nicht was man ihnen in ihrer Kindheit in Sachen Haare zu leide getan hat. Aber vielleicht sollten sie das mal therapieren lassen….
        Auf jeden Fall kann ich mich nicht daran erinnern das sie irgendjemand zur neuen Anna Wintour gemacht hat.
        Wenn ihnen ihre langen Haare gefallen ist das für mich ok, auch wenn ich Frauen bevorzuge die frisurtechnisch etwas mehr Selbstbewusstsein an den Tag legen als diese langweiligen Kardasihan-Mähnen. Siehe Scarlett Johansson an der Ghost in the Shell Premiere in NY.
        Aber sie sehen ja mit Sicherheit attraktiver aus als dieses „Opfer“, wie sie es selbst nennen….

      • Matt sagt:

        Ich leugne nicht das ich die eine oder andere Therapie brauchen könnte. Allerdings musste ich wegen meiner Defiziten bis anhin andersdenkende nicht diffamieren und beleidigen.

    • tina sagt:

      ich behaupte ja, man kann sogar den wohnkanton anhand der frisur ermitteln

      • maru sagt:

        @Matt: Das sind genau die Richtigen, die Therapien empfehlen, derweil sie selber die eine oder andere dringend bräuchten..

      • Lichtblau sagt:

        Hm, kann schon sein: Im Rüebliland Aargau ist die „pfiffige“ Strähne oft orange …

  • Roberto Casagrande sagt:

    Frau Aeschbach hätte eine weitere Modeerscheinung erwähnen können: kurz und grau. Ich wohne in Lugano. Auf der Seepromenade sind Schweizerinnen über vierzig schon von ferne zu erkennen mit ihrem fast normierten Kurzhaarschnitt in grau. Ich habe mich oft gefragt, warum Deutschschweizerinnen vorzeitig alt aussehen wollen. Meine Frau (mit blond gefärbtem Chignon) nennt sie „graue Mäuse“.

    • Barbara Bianchi sagt:

      Herr Casagrande
      Was haben Sie oder Ihre Frau gegen graue Haare? Man muss sich wahrlich nicht immer den Modediktaten der Gesellschaft unterwerfen. Dies ist vor allem im südlichen Kanton der Fall. Denn Aussehen ist wichtiger als Inhalt. Das sage ich als Tessinerin (di Lugano da 15 anni a Zurigo), vielleicht sind die Deutschschweizer Frauen einfach selbstbewusster und sehen meistens viel besser aus als ü50 Tessinerinnen.

      • Roberto Casagrande sagt:

        acqua e sapone, cappelli corti e brizzolati – manchmal rätselt man bei einem Paar auf der Strasse, wer von den beiden der Mann ist.

      • Leo Stern sagt:

        „Fare bella figura“ ist nichts ehrenrühriges, sondern das Zeichen, dass man sich selber etwas wert ist. Übrigens kann man in Lugano die Touristen und die Einheimischen sehr gut voneinander unterscheiden: die, die versuchen der Mode nachzueifern sind von ennet dem Gotthard. Die, die gut angezogen sind, sind die Einheimischen.

      • Sabina sagt:

        Ich stimme Ihnen zu. Lebe in der Deutschschweiz und habe auch schon in Locarno gelebt. Ich habe nichts absolut nichts gegen graue Haare. Aber der unweibliche „Einheitsschnitt“, den hier viele Frauen ab 40 tragen ist grauenvoll. Das ist in meinen Augen ein Männerhaarschnitt und würde auch bei jüngeren Frauen „unweiblich“ aussehen

  • Marc Meier sagt:

    Was für eine unnütze und langweilige Diskussion. Über Geschmack lässt sich (nicht) streiten. Viel eher würde mich interessieren, warum je länger je mehr viele junge und jüngere Frauen glanzlose/spröde Haare haben. Umweltschäden oder zuviel an den Haaren rumgedocktert? Oder sind es die erdölhaltigen „Pflegeprodukte“, welche die Haare auslaugen. Oder einfach das viel zu viel an Zucker und toten Kohlenhydraten, was uns auslaugt und dick macht?

    • Roberto Casagrande sagt:

      In dieser Diskussion wird auch über das Phänomen diskutiert, weshalb viele (Deutsch)Schweizerinnen über vierzig sich einem unbewussten Zwang unterziehen, so wie in vergangenen Jahrhunderten, als verheiratete Frauen eine Haube zu tragen hatten.

      • Regula Lüthi sagt:

        Ich gebe ihnen so recht .. ich bin ü50 und trage eine rote lange Mähne 🙂

  • Hanna Berger sagt:

    Junge Mädchen mit langen Haaren – haben praktisch alle, weil sie meinen, bessere Chancen bei Männern zu haben.

    • maru sagt:

      Sie meinen es nicht nur, es ist auch so. Wo Haare sind, da ist auch Freude!

      • Lichtblau sagt:

        Wo Haare sind, ist auch Freude? Und was ist mit dem Trend zur Ganzkörperrasur? Gerade bei jungen Mädchen? Sogar meine (blonde) Tochter braucht oft Stunden dafür, ohne sich um „Oberlippenflaum“ kümmern zu müssen 😉

    • Marc sagt:

      Nicht weil sie meinen zu haben, sondern weil sie haben. Gilt übrigens für jedes Alter… Nun dreht sich im Leben nicht alles (aber vor allem in der Jugend eben doch) um Partnerwahl (gilt für BEIDE Geschlechter), doch davon unabhängig ist ein Sinn für Sinnlichkeit und Ästhetik doch etwas Schönes und mit einer Wahrscheinlichkeit von 90% eben mit langen Haaren verbunden. Was soll es? Geniesst das Leben und macht Euch schön, es gibt genug Trauriges und Gruusiges auf der Welt!

    • Henriette sagt:

      Es sind nicht nur die jungen Mädchen, die die Haare lang bis sehr lang tragen. Auch im Kindergarten und in der Primarschule sieht man vornehmlich lange Haare bei den Mädchen. Frech und kurz sind die Haare nur bei den Jungs.

      • maru sagt:

        @Henriette: Sind denn die Mädchen im Kindergarten und in der Primarschule nicht jung??

  • Andres Zimmermann sagt:

    Eine Kurzhaarfrisur wirkt „keck“ und „frech“, und erweckt den „Anschein“ von Selbstbewusstheit. Wenn sie nicht als künstlich inszeniertes Selbst getragen wird, ist dies eine natürliche und auch sympathische Sache. Wenn damit jedoch ein Stück Individualität verloren geht (Authentizität), ist die von der Autorin, Silvia Aeschbach, gestellte Frage nach dem Gruppenzwang absolut relevant, und sollte zu Denken geben.

  • allure sagt:

    Keine modebewusste Frau würde sich altersunabhängig einen solchen typisch schweizerischen, „praktisch-frechen“ (was meist für schrechklich steht) Haarschnitt verpassen lassen. Oder können Sie sich vorstellen, dass eine New Yorkerin, Pariserin oder Mailänderin mit einer solchen Frisur herumlaufen würde? Am Flughafen kann man meilenweit erkennen, noch bevor man überhapt in Gate-nähe kommt, wer im gleichen Flugzeut sitzen wird. Das sagt schon alles! Ich bin bald 44 würde mir nie im Leben einen solchen Schnitt verpassen lassen! Coiffeure, die solche Schnitte anbieten sollten dringed eine Weiterbildung besuchen!

    • Matt sagt:

      Lange Haare ist etwas für Frauen die ihre Weiblichkeit über die Haare definieren müssen.
      Und von wegen international Modebewusst: googeln sie doch mal Scarlett Johansson und ihre aktuelle Frisur….
      Sieht etwa 100 mal besser aus als diese ewig gleichen langen Pferdemähnen.

      • Marc sagt:

        Würde ich nicht sagen. Und eine Frau mit einer Frisur wie ein Mann… Naja…

      • maru sagt:

        @Matt: Merken Sie eigentlich nicht, dass Sie sich wiederholen? Und Ist eigentlich die Johansson die einzige Prominente, von der Sie schon vernommen haben?

    • Matt sagt:

      @ Maru
      Emma Watson, Natalie Portman, Kaley Cuoco, Rihanna, Keira Knightley, Sharlize Theron, Anne Hathaway usw.
      Aber die haben im Gegensatz zu ihnen natürlich alle keine Ahnung….

  • Nik Meier sagt:

    Sorry Frauen, aber aus biologischer sicht sind Frauen über 40 nicht reif sondern bereits im Welkstadium. Ich verstehen diese Ignoranz vor dem altern einfach nicht. Wieso könnt ihr nicht einfach zu eurem Alter stehen? Wir Männer haben mit 40 auch unsere Problemchen. So what?

    • andere Tina sagt:

      @Meier: Sorry, Nik, Männer auch. Schauen Sie sich mal um. Aber womöglich ziehen Sie und manche Männer es vor, sich nicht im „Welkstadium“ zu sehen. Ist ja auch nicht besonders schmeichelhaft fürs Ego. Biologische Gesetzmässigkeiten gelten nicht nur für Frauen.

      • Georg sagt:

        Ich hatte mit 40 keine „Problemchen“, und ich habe jetzt immer noch keine, Herr Meier. Und es gibt Frauen von 22 Jahren, von denen man sich mit Grausen abwendet (selbst kaputt gemachte) und solche von bald 60, die man mit Freude betrachtet.

    • Andres Zimmermann sagt:

      @Nik Meier. Wenn Sie die Alterweisheit (Reife) mit einem „Welkstadium“ gleichsetzen, dann täuschen Sie sich gewaltig. Und was machen „wir“ Männer, um mit dem Kurzhaarschnitt der Frauen zu konkurrieren? Noch mehr Kahlschlag nach Totenkopfmanier. Ob wir da auch zum Alter stehen? Warum also lieber keine Haare, als die Resthaare zu zeigen ? Um das „Alter“ zu verdecken vielleicht?

    • maru sagt:

      Dann empfehle ich Ihnen, Ihren (Tunnel)blick gelegentlich auch auf Ihre Geschlechtsgenossen (oft schon jenseits der 35) und womöglich nicht zuletzt auf sich selbst zu richten: Speckwampe, unverkennbare Geheimratsecken wenn nicht gleich die Glatze in Vollformat mit dem obligaten Kränzchen zuunters. Dazu schlecht sitzende Hose und billiges, abgetretenes, plumpes Schuwerk. Wahrlich eine Augenweide! Das sind dann übrigens ausgerechnet genau dieselben Artgenossen, die sich veranlasst sehen, Frauen über 40 beleidigen zu müssen.

    • Nik Meier sagt:

      Meine Damen und Herren, sie wiederholen was ich bereits geschrieben habe. Das Welkstadium bezieht sich auf das von der Biologie vorgesehene Altern. Nicht mehr und nicht weniger.
      Es gibt Menschen, die sehen mit +60 noch toll aus. Und es gibt welche, die haben nie toll ausgesehen. So ist das nun mal und das ist auch gut so.
      Nichts schlimmeres als eine, sagen wir dem halt reifere Frau, die aussehen will wie eine 20 jährige, die 40 aber schon hinter sich hat.
      Stehen sie zu ihrer Orangenhaut, den Falten, Bierbauch, Glatze, grauen Haaren und was sonst noch alles zum „Welkstadium“ gehört.
      Schlussendlich macht es der Charakter und nicht das Botox.

  • Martin sagt:

    Mir als Mann gefällt der Kurzhaarschnitt bei Frauen, vorallem bei sportlichen, frechen Frauen. Es gibt aber auch klassische Frauen, denen passt der Langhaarschnitt ausgezeichnet – auch im Alter. Aber bitte nicht der Hexenlook, lange graue Haare, Typ gealterter Hippie.

    • Elisabeth sagt:

      Genau, Martin. Allerdings kommt mir immer ein Spruch eines verstorbenen Onkel in den Sinn, wenn ich eine 70Jährige mit wallender hellblonder, dünner gewordenen Mähne sehe: hinten Lyceum, vorne Museum ;-)! Es passt dann einfach nicht mehr, auch wenn sie etwas jünger ausschaut. Doch kurze Haare bedingen einen rassigen und keinen Oma-Stufenschnitt! Leider findet man dafür kaum einen guten Coiffeur. Bei älteren Frauen sieht man zu oft den gleichen langweiligen Schnitt.

    • Jna sagt:

      Welcher „Hexenlook“ bitte?Haare werden eben grau und weiss mit den Jahren. Jede Frau kann die Haare grau und lang tragen, ob wild oder glatt. Sie sind einfach grau oder weiss statt blond oder schwarz. So einfach ist das! Und immer noch viel,viel weiblicher als die Omas mit ihren Stachel Kurzhaarschnitten.

      • Clara Goodwin sagt:

        Ha! Hexenlook tönt doch gut. Viel lieber Hexe als graue Maus.
        Ich habe ursprünglich dunkle, dicke, feste Haare mit vielen Silberfäden und bin daran, die so richtig lange wachsen zu lassen. Ich finde diese elenden Kurzhaarfrisuren wie oben im Bild nämlich scheusslich, noch scheusslicher mit grauem Ansatz, und mit dickem, gewelltem Haar auch im Alltag kompliziert. Es gibt einen bestimmten Typ Frau, dem steht raspelkurz hervorragend, aber man muss eben den Typ haben dazu.
        Ich persönlich gehe doch lieber mit grau-meliertem Chignon oder silberdurchwirkten Lockenmähne auf die 50 zu. Da kann mich jetzt Hexe nennen wer will.

      • Sonja sagt:

        Graues Haar = Superhaar. Ich bin 58 und habe langes graues Haar. Glänzend und leuchtend. Früher waren meine Haare schwer und spaghettigerade. Seit sie grau sind gewellt und super frisierbar. Natürlich sollte langes graues Haar dem Typ entsprechen. Ach ja und ich bin keine alternde Hippiefrau. Nichts gegen rassige Kurzhaarschnitte, aber nicht alle tragen das gut.

  • Franziska sagt:

    Die Frage sollte eher lauten: Woher kommt es, dass man heute nur noch junge Frauen mit langen Haaren sieht? Scheint mir evtl. eine Generationenfrage. Wir 60iger Jahrgänge hatten schon immer kurz und behalten das bei – evtl. umgekehrt wird es auch so werden? Meine Schwester hat sich übrigens entschieden, mit 50 die Haare lang wachsen zu lassen. Sieht gut aus, da immer noch blond, nicht deutlich grau wie meine. Aber eben: Was kümmern mich die Moden der anderen. Hauptsache jede fühlt sich wohl und auch schön – mit langer Haarpracht oder kurzer, sportlicher Frisur. Schielen wir nicht nach den anderen, machen wir, was uns gefällt!

    • Regina Probst sagt:

      Ich sehe auch seit Jahren nur noch diese langen Haare überall. Kein Mädchen, keine junge Frau, die das nicht hat. In den 60, und vor allem den 70ern trugen Frauen vor allem Kurzhaarschnitte oder Pagenschnitt, etwas weniger in den 80ern, da war es schulterlang und vor allem mit Dauerwelle.
      Ich würde es als Zeichen der Emanzipation deuten, die damals nicht mehr diese krampfhafte Weiblichkeitsbeweise brauchte. Und das hat sich eben ab den 80ern wieder gedreht. Die kurzen Haare ab 40 sind übrigens auch ein Zeichen von Emanzipation. Die Grossmütter bis in die 70er hatten vor allem eine Frisur: Das „Bürzi“. Kurze Haare als praktische Frisur für die Frau, die noch anderes zu tun hat, sind eine Errungenschaft der Moderne, der modernen Frau. Scheint alles schon vergessen…

      • Leanna sagt:

        „Praktische“ Frisur, die die Frauen meist wie Männer aussehen lässt, dazu bequeme flache Schuhe und 3/4 Hosen in Beige. Nein, danke!
        Ich weiss nicht, ob das ein „schweizer Ding“ ist, ich selber habe es oft in Deutschland beobachten können. Zum Vergleich: eine italienische, rumänische oder französische Frau bleibt elegant und weiblich auch im Alter.

  • Claudia sagt:

    Also ich werde 47 und trage meine Haare noch immer überschulterlang. Sieht einfach jugendlicher aus und ich habe nur wenige graue Strähnen, dazu etwas Mèches, so sieht alles noch blonder aus…
    Dafür werde ich auch regelmässig jünger geschätzt. Ich finde längere Haare oder einen Pagenschnitt einfach schöner. Jeder soll doch das machen was ihm am besten gefällt.

  • Georg Kissner sagt:

    Und warum werden nie die schlechten Frisuren der Männer thematisiert? Weil Frauen noch immer aufs Aussehen reduziert werden. Zwei Bundesrätinnen als Bsp für ein Frisurenthema?! Frauen wehrt Euch endlich!

    • Sabine sagt:

      Du armes Opfer. Mimimi.

      • Dina Meyer-Dehnhard sagt:

        Vielen Dank für den überaus gehaltvollen Beitrag! Du hast die Ehre der Frauen gerettet!

    • Marc sagt:

      Wieso reduziert? Schliesst der Artikel andere Eigenschaften aus oder erfinden Sie das gerade frei? Ihre Aussage ist so sinnvoll wie wenn jemand die Aussage machen würde, dass Mobilität auf Autos reduziert würde, nur weil in Automagazinen nicht über Motorräder gesprochen wird.

  • Matt Kimmich sagt:

    Ist es nicht genau so 08/15, wenn die meisten jungen Frauen lange Haare haben? Vielleicht täuscht mich mein Eindruck, aber ich habe zumindest das Gefühl, dass junge Frauen mehr noch als vor ~20 Jahren einen Einheitslook pflegen, insbesondere bei den Haaren.

    • Doris sagt:

      Der Coiffeur, der mir, 60 Jahre, zu einem frechen Kurzhaarschnitt rät, meint oft einen ziemlich burschikosen Jungsschnitt, am besten noch mit Gel aufgestellt vorne, mit schwarzem Unterdeckel oder sogar mit den legendären bunten Strähnen aus den 90-ern. Und hinten hoch hinaufgeschoren. Frauen, bitte auch bei kurzen Haaren immer Weiblichkeit beibehalten, wir sind ja keine Männer. Halblange Haare bis zum Kinn finde ich am schönsten, aber langen, grauen wilden Mähnen kann ich nichts abgewinnen.

      • Marc sagt:

        Die Motivation vom Coiffeur ist doch ersichtlich: Kurze Haare müssen öfter geschnitten werden!!

    • Marc sagt:

      Das sehe ich gar nicht so, im Gegenteil.

  • anna lou sagt:

    Danke für diesen Artikel, mir fällt das auch auf! Ich hatte immer sehr lange Haare, nun über 40 sind sie nur noch lang. Bei vielen Frauen sehen die kurzen Haare toll aus, aber manchmal hat es eben schon den Beigeschmack, dass es eben auch aus praktischen Gründen gemacht wird. Schade, das Leben muss doch nicht immer sinnvoll und effizient sein, am Ende ist man nebst Hausfrau, Mutter, Mittvierigerin doch auch noch Frau. Ja und dann ist das Bad morgens halt ne Stunde besetzt, so what. Frisch gewaschene lange Haare, Sonnenbrille, ein Frühlingstag…..feel good und hört nicht immer auf den Rat der Coiffeurs.

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