11 Tipps für eine schöne Haut über Nacht

WEST HOLLYWOOD, CA - MAY 27: Actress Emma Stone attends the special screening of Columbia Pictures' "ALOHA" at The London West Hollywood on May 27, 2015 in West Hollywood, California. (Photo by Frederick M. Brown/Getty Images)

Ihren Porzellanteint pflegt die Schauspielerin Emma Stone mit Argan-Öl. (Foto: Getty)

Fahler Teint, Müdigkeitsfältchen, Augenschatten? Der Winter ist nicht dafür bekannt, dass er uns schöner macht. Allerdings sind die Nächte zum Glück noch lang – so bleibt genügend Zeit für einen ausgiebigen Schönheitsschlaf und konsequente Pflege.

1. Abschminken muss sein

Auch wenn ich todmüde bin: Eine gründliche Gesichtsreinigung muss sein. Schweiss und Make-up-Reste verursachen Pickel und andere Hautunreinheiten. Verbleibende Feinstaubpartikel können in die Poren eindringen und dort freie Radikale bilden. Die Folge: Der Abbau von Kollagen, einem wichtigen Strukturprotein des Bindegewebes. So kann die Haut an Elastizität und Spannkraft verlieren.

2. Regelmässiges Peelen

Wenn meine Haut trocken und schuppig ist, kann sie ein Peeling, ein bis zweimal pro Woche angewendet, von abgestorbenen Hautzellen befreien. Am besten ein feinkörniges Produkt verwenden und mit sanften, kreisenden Bewegungen nur leichten Druck ausüben. Manchmal benutze ich ein einfaches Peeling aus Honig vermischt mit Zucker. Die Haut wirkt danach feiner und glatter, und die Nachtpflege kann besser wirken.

3. Viel Feuchtigkeit

In der Nacht ist die Zellteilungsrate achtmal höher als am Tag, das heisst, dass der Regenerationsprozess auf Hochtouren läuft. An morgendlichen leichten Schwellungen kann man beispielsweise erkennen, wie der Abtransport von Lymphflüssigkeit nachts funktioniert hat. Eine reichhaltige Pflege kann nachts am besten wirken. Vor allem in den Wintermonaten sollte sie üppiger ausfallen als in der warmen Zeit. Anti-Aging-Produkte mit Retinol sollte man immer in der Nacht anwenden, da man mit ihnen nicht in die Sonne darf. Bei trockener Haut wird eine zusätzliche Feuchtigkeitscreme, zum Beispiel mit Urea-Wirkstoffen, die die Haut unterstützt, Feuchtigkeit zu binden, empfohlen. Bei Unreinheiten am besten ein spezielles antibakterielles Produkt verwenden. Nachtcremes mit Wirkstoffkomplexen aus Aminosäuren, Ginkgo oder Weizenproteinen helfen zusätzlich, Lymphflüssigkeit abzutransportieren.

4. Sanftes Massieren

Um schöne Haut zu bekommen, ist es sinnvoll, das Gesicht öfter sanft durchzukneten. Nach dem Abschminken das Gesicht mit einer reichhaltigen Creme etwa drei Minuten lang in kleinen Kreisen mit den Fingern massieren. Anschliessend die überschüssige Creme mit einem Papiertuch abnehmen. Jetzt ist die Haut gut durchblutet und sieht praller aus.

5. Gut geölt

Das Argan Oil von Josie Maran ist das Produkt, das ich als Letztes am Abend benutzte. Ich habe es bei meiner letzten USA-Reise entdeckt. Es riecht nicht nur toll nach Nüssen, sondern gibt meiner Haut auch einen schönen Glow, ohne dass ich wie eine Speckschwarte aussehe. Mit meiner Leidenschaft bin ich nicht allein. Die Schauspielerin Emma Stone schwärmt ebenfalls für dieses Öl, das perfekt für ihre empfindliche Haut ist.

6. Nichts übertreiben

Für Reinigung und Pflege sensibler Haut gilt: Je unspektakulärer die Pflege, desto besser. Denn je weniger Inhaltsstoffe, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass die Haut gereizt reagiert. Besonders zu empfehlen sind Produkte, die Thermalwasser enthalten, wie zum Beispiel von Avène, einer französischen Marke, die spezielle Produkte für empfindliche Haut hat.

7. Wirksamer Entzug

Auch wenn viele Studien mittlerweile besagen, dass Koffein dem Körper kein Wasser entzieht, so wirkt es dennoch stark säurebildend – und ein übersäuertes Verdauungssystem wirkt sich auch auf unsere Haut aus. Wer einen Radikalentzug nicht schafft, sollte zumindest auf einen geringen Koffeinkonsum achten.

8. Guter Schlaf

Die Haut braucht Schlaf, damit sie sich regenerieren kann. Ein Faktor, der den Schlaf negativ beeinflussen kann, ist das Smartphone oder der Computer. Wer im Bett noch kurz seine Mails oder Facebook checkt, schaut in blaues Licht. Dieses hemmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin, und das Einschlafen wird schwieriger.

9. Optimale Luftfeuchtigkeit

Im Winter ist die Raumluft vielfach zu trocken. Das Heizen entzieht der Luft zusätzlich Feuchtigkeit. Auch Klimaanlagen können verantwortlich für zu trockene Luft sein. Das begünstigt die Austrocknung der Haut. Abhilfe kann hier beispielsweise ein Raumbefeuchter schaffen.

10. Ein bisschen Hochstapeln

Je höher man den Kopf bettet, desto besser kann die Lymphflüssigkeit, die sich über Nacht in der Augenpartie angesammelt hat, abfliessen. Schläft man in waagrechter Position, wird der Prozess erschwert; die Folgen können geschwollene Lider und/oder Augenringe sein.

11. Maskenball

Relativ neu auf dem Beauty-Markt sind Overnight-Masken. Im Gegensatz zu den «normalen« Masken bleiben sie die ganze Nacht auf dem Gesicht und können so stundenlang einwirken. Der Effekt am nächsten Morgen ist teilweise bemerkenswert: pralle, rosige Haut. Keine Spur von Knitterfältchen. Gerade im Winter schwöre ich auf Overnight-Masken, die ich regelmässig anwende. Meine Lieblingsprodukte: Moisture Surge Overnight Mask von Clinique, Masque Crème à la Rose Noir von Sisley und Ultra Facial Hydrating Overnight Masque von Kiehl’s.