Die Haartrends 2016

 

Von Kopf bis Fuss Haartrends

Trendfrisuren 2016: Der ehemals biedere Seitenscheitel und kurzer Pony.

Kurz oder lang? Diese Frage stelle ich mir regelmässig. Momentan trage ich einen Pixie, sprich, meine Haare sind etwa 7 Zentimeter lang. Und immer, wenn ich in der Kurzhaarphase stecke, träume ich von einer langen, seidigen Mähne. Da kann mir mein ganzes Umfeld sagen: «Kurze Haare stehen dir am besten», ich wünsche mir «Walla-Walla»-Locken. Das mit dem Wachsenlassen hat allerdings seine Tücken. Ich bin nämlich der Meinung, dass mir ein halblanger Schnitt überhaupt nicht steht und ich mit dieser Haarlänge Ähnlichkeiten mit Angela Merkel habe. Nichts gegen Angie, aber frisurtechnisch hat sie für mich keinen echten Vorbildcharakter. Und da ich es nicht schaffe, diese Übergangslänge mutig zu überstehen, werden die Strähnen regelmässig wieder gekürzt.

Ein kurzer Pony liegt im Trend. Wer sich die Haare nicht kurz schneiden will, kann einen Haar-Clip verwenden. (Foto: The Every Girl/Samuel Bradley).

Wieder en vogue: kurzer Pony. (The Every Girl/Samuel Bradley).

Nun unterliegen ja die Haare Trends wie die Mode auch. Den meisten Frauen und auch Männern ist das ziemlich egal, sie wollen einfach schönes und gesundes Haar. Trotzdem schadet es nicht, sich ein bisschen inspirieren zu lassen von dem, was die Stylisten in diesem Jahr vorgesehen haben, und zu wissen, welche Frisuren man getrost vergessen kann. Hier eine Übersicht darüber, was geht, was bleibt, was kommt.

Das geht

Verstaubt: Bitte keine Asche mehr aufs Haupt! (Reuters).

Verstaubt: Bitte keine Asche mehr aufs Haupt! (Reuters).

Gleich zwei Trends vom letzten Jahr, die man getrost vergessen kann: Asymmetrie und ein gefärbtes Grau. Ersteres erinnert mich immer an eine zu stark gestriegelte Ponymähne. Und was Letzteres betrifft: Ein schönes Grau kann bei älteren Damen und Herren sehr edel aussehen, auf jungen Köpfen hat es irgendwie etwas Mehlwurmartiges, das einen leicht krank aussehen lässt. Also: Weg mit dem Grauschleier!

Bieder: Der Half Bun darf jetzt wieder gelöst werden. (Reuters)

Bieder: Der Half Bun darf jetzt wieder gelöst werden. (Reuters)

Vom Hipster-Accessoire zum Allerweltsknoten: Nicht nur Frauen trugen den Half Bun, auch Männer zwirbelten 2015, was das Zeug hielt. Und selbst Hunde blieben vor ihm nicht verschont –, vor allem solche mit längerem Fell. Doch jetzt ist es Zeit, Omas Knoten zu lösen und den Haaren wieder den freien Fall zu erlauben. Denn seien wir ehrlich: Richtig gut hat uns dieses Zwitterding eigentlich nie gefallen, auch wenn eine Trendsetterin wie die Designerin Mary-Kate Olsen (im Bild links; rechts ihre Zwillingsschwester Ashley) den halben Knoten trug. Wir sind gespannt, was den Half Bun ablösen wird: Gretchenzöpfe oder Schnecken über den Ohren à la «Star Wars»? 2016 wird es zeigen.

Das bleibt

Glamourös: Eine der attraktivsten Trägerinnen eines Long Bobs ist die Schauspielerin Jessica Alba. (Reuters)

Glamourös: Eine der attraktivsten Trägerinnen eines Long Bobs ist die Schauspielerin Jessica Alba. (Reuters)

Es gibt ihn wirklich, den Haarschnitt, der jeder Frau steht, egal, welche Gesichtsform, Haarstruktur und welchen Stil sie hat: der Long Bob. Er war 2015 die wohl meistgefragte Frisur. Die gefühlte Hälfte der Promifrauen wie Alexa Chung, Anne Hathaway oder Jessica Alba trugen ihn. Seltsamerweise ist er uns nicht verleidet. Nicht zu kurz und nicht zu lang, umschmeichelt er das Gesicht. Und er kann in den verschiedensten Varianten getragen werden: luftgetrocknet mit sanften Wellen oder glatt geföhnt. Am schönsten finden wir ihn ganz natürlich. Wobei das Zufällige manchmal ziemlich viel Arbeit erfordert, das ist bei den Haaren nicht anders als in der Mode. Damit das Haar glänzt und gesund bleibt, einen Hitzeschutz verwenden. Wenns lieber der Wuschel-Look sein soll, die Haare an der Luft trocknen lassen. Zusätzliches Spiel bringen sanft gefärbte Highlights.

Das kommt

Kontrastreich: Helle Töne treffen auf dunkle. (Shan Rahimkhan)

Kontrastreich: Helle Töne treffen auf dunkle. (Shan Rahimkhan)

Drei Trends in einer Frisur: Platinblond, gestufter Pixie kombiniert mit dunklen Augenbrauen. In den letzten Jahren sollten die Brauen die gleiche Farbe haben wie die Haare, doch jetzt dürfen sie auch klar einige Töne dunkler sein. Schon Hitchcocks Blondinen Grace Kelly, Tippi Hedren oder Kim Novak setzten auf diesen interessanten Kontrast.

 

Natürlich: Der Bob gefällt auch in kurzer Variante. (@taylorlashae/Instagram).

Natürlich: Der Bob gefällt auch in kurzer Variante. (@taylorlashae/Instagram).

Von den 1920ern inspiriert ist der kurze Pony, der mit den verschiedensten Haarlängen kombiniert werden kann. Während der Long Bob das Jahr überleben wird, wird man auch diesen klassischen, kürzeren Bob sehen. Wichtig: Er sollte nicht zu frisiert aussehen, sondern leicht verwuschelt.

 

Gescheitelt: Alles andere als bieder. (The Every Girl/Adam Katz Sinding)

Gescheitelt: Alles andere als bieder. (The Every Girl/Adam Katz Sinding)

Die Zeiten, in denen Seitenscheitel als bieder galten, sind definitiv vorbei. Hier in Verbindung mit einem Lob (Kurzform von Long Bob), wirkt er elegant und cool. Der Scheitel sollte nicht zu akkurat gezogen werden, damit das Ganze nicht zu streng wirkt. Das Haar sollte nicht zu sehr gestuft sein, damit es schön fällt.