Sweet Home beim Matratzenmacher Heinz Roth und seiner Familie in Niederbipp

Marianne Kohler am Dienstag den 26. August 2014

Gutes, echtes Handwerk ist der Luxus unserer schnellen Zeit. Heinz Roth macht Rosshaarmatratzen, von Hand, in einer kleinen charmanten Werkstatt, darüber wohnt er mit seiner Familie. Sweet Home hat die Familie Roth in ihrem Haus in Niederbipp besucht.

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

Sweet Home bei Roth, Rosshaarmatratzen©Rita Palanikumar

Heinz Roth ist gelernter Tapezierer-Dekorateur. Das Geschäft hat er vom Vater geerbt, gegründet hatte es bereits der Grossvater 1906. Nun führt Heinz Roth es in dritter Generation. Zusammen mit seiner Frau Nicole verkauft er Betten, Vorhänge, Böden und bietet Einrichtungs- und Polsterarbeiten an. Dazu macht er Rosshaarmatratzen von Hand in seiner Werkstatt. Er ist einer der wenigen, die dieses Handwerk noch betreiben. Für das Fotoshooting kamen auch die beiden Töchter der Familie, Claudia (links) und Sandra (auf dem Wagen). Und wo immer die Familie ist, ist auch die Hündin Debbie mit dabei. Die Familie wohnt in einem alten, schönen Haus in Niederbipp, in dem sich auch Atelier und Geschäft befinden und zu dem auch diese Remise gehört, in der wir die ganze Familie für das Foto gruppiert haben. So fliesst Arbeit und Wohnen einerseits ein wenig zusammen und trennt sich aber auch in verschiedene Welten. Das Atelier in den alten Räumlichkeiten ist wunderschön, und genau so, wie man sich eine gemütliche Werkstatt vorstellt. In der Wohnung ist die grosse Liebe zu schönem Design, die auch viel mit gutem Handwerk zu tun hat, spürbar. Heinz Roth entdeckt, sucht oder findet immer wieder Lieblingsstücke, die dann einen besonderen Platz bekommen und die Einrichtung bestimmen. Wir haben für Sweet Home beide Bereiche fotografiert, die Werkstatt, die Lust auf echtes Handwerk macht, und die Wohnung, deren Einrichtung einen Blick in die private Welt der Familie bietet.

Sweet Home bei Roth, Rosshaarmatratzen©Rita Palanikumar

Die Liebe zu Echtem, Ursprünglichem und Handgemachtem spielt wieder eine sehr grosse Rolle, und so sind auch Rosshaarmatratzen begehrt. Diese macht Heinz Roth als einer der wenigen noch von Anfang bis zum Schluss von Hand in seiner idyllischen Werkstatt in Niederbipp. Der Grund für die Rückkehr zum Einfachen ist klar, denn auf den Naturmaterialien schläft es sich besonders gut, und handgemachte Erzeugnisse begleiten einen meist ein Leben lang. Heinz Roth braucht für eine Matratze einen guten Tag. Das Rosshaar bezieht er von der einzigen Rosshaarspinnerei der Schweiz, aus Marthalen, die übrigens auch in die Manufakturen liefert, welche die Matratzen fürs englische Königshaus fertigen. «Es ist reiner Pferdeschweif, aber kein Pferd wird wegen seiner Haare getötet», erklärt der Fachmann. 

Sweet Home bei Roth, Rosshaarmatratzen©Rita Palanikumar

Das Rosshaar wird in «Dreadlocks» geliefert, welche dann mithilfe einer alten Zupfmaschine gelockert, und gezupft werden. 13 Kilo Rosshaar braucht es pro Matratze. Dazu kommen noch ein Wollvlies und natürlich die Hülle aus edlem Baumwolldamast oder reinem Naturleinen. Diese klassischen Matratzenstoffe bezieht Heinz Roth in Frankreich. 

Sweet Home bei Roth, Rosshaarmatratzen©Rita Palanikumar

Die Werkstatt strahlt eine saubere, wohlgeordnete Gemütlichkeit aus. Die hellen Farbtöne, mit denen einiges Holzwerk lackiert ist, die weissen Mauern, die Holz- und Linoleumböden möchte man am liebsten gleich mit nach Hause nehmen. Auch Debbie fühlt sich offensichtlich wohl.

Sweet Home bei Roth, Rosshaarmatratzen©Rita Palanikumar

An einer Holzwand sind die schönen Instrumente, mit denen Polsterarbeiten gefertigt werden, arrangiert.

Sweet Home bei Roth, Rosshaarmatratzen©Rita Palanikumar

Liebevoll zusammengestellt: Sprungfedern für Sitzmöbel, eine Handwerkerschürze, Fotos und Diplome von früher und im Vordergrund die neuste Matratze, die gerade in Arbeit ist. 

Sweet Home bei Roth, Rosshaarmatratzen©Rita Palanikumar

Ist die Matratze fertig gefüllt, wird sie mit langen Nadeln von Hand und im Matratzenstich zusammengenäht. Mithilfe von kleinen Zotteln, Bouffetten genannt, steppt der Handwerker die Matratze in verschiedene Abteilungen ab, so, dass das Füllmaterial regelmässig verteilt bleibt.  

Sweet Home bei Roth, Rosshaarmatratzen©Rita Palanikumar

Typisch an einer handgenähten Matratze sind die schönen Wulste, welche die Kanten der Matratze ausmachen, und die kleinen zotteligen Bouffetten. Auf der Seite sieht man die handgenähte Naht, dank der die Matratze wieder geöffnet werden kann, falls sie mal aufgefrischt werden muss.

Sweet Home bei Roth, Rosshaarmatratzen©Rita Palanikumar

Eine Rosshaarmatratze ist ein nachhaltiges Produkt und begleitet einen durch das ganze Leben. Nach einigen Jahren kann sie wieder aufgefrischt werden. Das bedeutet, der gesamte Inhalt wird herausgenommen, gewaschen, neu aufgezupft und mit neuem Stoff wieder eingenäht. 

Sweet Home bei Roth, Rosshaarmatratzen©Rita Palanikumar

 An der Werkstattwand hangen, in hübschen Holzrahmen, historische Fotos von Matratzenmachern und alte Werbeanzeigen der Firma Roth. 

Sweet Home bei Roth, Rosshaarmatratzen©Rita Palanikumar

Im gleichen Haus, über Laden und Werkstatt, wohnt die Familie Roth. Die Liebe zu gutem Handwerk zeigt sich auch hier, und so wurde mit schönen, edlen Einzelteilen eingerichtet, die nach und nach gefunden und erstanden wurden. Im Wohnzimmer sind die wichtigsten Stücke das Daybed Alfred Roth, der, wie Heinz Roth erklärt, nicht mit ihm verwandt sei. Es ist original aus den 30er-Jahren. Dabei steht ein Salontisch, der klassische Dreirundtisch von Max Bill aus dem Jahre 1949. Die Sitzgruppe wird ergänzt mit einem Sessel und zusammengehalten mit einem grossen Naturfaserteppich.

Sweet Home bei Roth, Rosshaarmatratzen©Rita Palanikumar

Im anderen Teil des grossen Wohnraumes ist eine Entspannungsecke eingerichtet. Diese mit schwarz-weissem Stoff bezogene Liege gehört Nicole. Auch sie original aus den 30er-Jahren, von der Mailänder Firma Cova. Dahinter befindet sich ein zeitgenössisches, schlichtes weisses Lowboard, darüber hängt ein grosses Bild der Langenthaler Künstlerin Sonja Jufer – Nicoles Mutter. 

Sweet Home bei Roth, Rosshaarmatratzen©Rita Palanikumar

In diesen kleinen Barwagen, ein Art-déco-Stück, hat sich Heinz Roth verliebt. Er steht, nicht nur mit Spirituosen, sondern auch mit edlem Teegeschirr bestückt, neben der formschönen Liege.

Sweet Home bei Roth, Rosshaarmatratzen©Rita Palanikumar

Der zweite Entspannungsstuhl gehört Heinz, es ist Schweizer Vintage-Design aus dem 60er-Jahren. An der Wand hangen in schlichten Holzrahmen Lithografien von Italo Valenti und Hans Arp.

Sweet Home bei Roth, Rosshaarmatratzen©Rita Palanikumar

Im Vestibül stehen weitere formstarke Stücke: ein Schlaufentisch und ein Stahlrohrarmlehnsessel der Schweizer Firma Bigla aus den 50er-Jahren. Mit einem Kokosteppich und einem für Farbe sorgenden Bild von Sonja Jufer ist eine wohnliche, kleine Ecke entstanden.

Sweet Home bei Roth, Rosshaarmatratzen©Rita Palanikumar

Dieses Stück Stoff, es ist ein Teppichentwurf von Ursula Böhmer aus dem Jahr 1940, erzählt eine schöne Geschichte: Die Familie Roth sah sich in den Ferien im Tessin einmal die berühmte Casa Camuzzi an, in der auch Hermann Hesse zuweilen wohnte, mit dem wiederum die Böhmers befreundet waren. Gunter Böhmer, der Mann von Ursula, illustrierte viele von Hesses Büchern. Und wie es der Zufall so wollte, schaute Ursula Böhmer zum Fenster raus, kam ins Gespräch mit der Familie und erzählte, dass sie gerade aus dem Haus zügle. So halfen denn die Roths einen Tag lang beim Umzug. Zum Dank bekamen sie das edle Textil.

Sweet Home bei Roth, Rosshaarmatratzen©Rita Palanikumar

Im Arbeitszimmer stehen Schweizer Klassiker: zwischen Bücherwand und Sicht in den Garten ein Tisch und ein Korpus von USM Haller, kombiniert mit einem gemütlichen Retro-Bürosessel.

Sweet Home bei Roth, Rosshaarmatratzen©Rita Palanikumar

Der Garten, der zum Haus gehört, bietet eine mit Glyzinien überwachsene Pergola, Apfelbäume und die Sicht auf ein altes industriell anmutendes Gebäude. «Es ist aber keine Fabrik», erklären Heinz und Nicole, «sondern es wurde 1910 als Gastwirtschaft mit Sääli gebaut, kam aber nie in Betrieb, wahrscheinlich fehlte die Bewilligung. So wurde und wird es immer als Lagergebäude benutzt.»

Sweet Home bei Roth, Rosshaarmatratzen©Rita Palanikumar

Der Eingang zu Wohnung und Werkstatt befindet sich bei der schönen Remise, in der ein kleiner Lieferwagen steht. Die Remise dient als Platz für die Gartengerätschaften und den Lieferwagen. Heinz Roth zeigte uns auch ein wunderschönes Foto von 1938, mit Lieferwagen in der Remise, fast so wie dieses hier.

Sweet Home bei Roth, Rosshaarmatratzen©Rita Palanikumar

Und wie alle Hunde findet auch Debbie immer den besten Platz. Sie sitzt auf dem sonnenbeschienenen Arbeitstisch mit guter Sicht auf das Geschehen vor dem Haus.  

Die Webseite von Heinz Roth: www.rosshaarmatratzen.ch

Ein Blick in Schweizer Schlafzimmer

Marianne Kohler am Sonntag den 24. August 2014

Schlafzimmer sind die privatesten Räume; sie sind meist sehr persönlich eingerichtet und werden nicht oft gezeigt. Wir aber haben Glück und können einen Blick in einige der schönsten, interessantesten und stilvollsten Schweizer Schlafzimmer werfen. Sie stammen alle aus unseren Sweet-Home-Storys und gehören ganz unterschiedlichen Menschen, die aber alle etwas gemeinsam haben: die Liebe zum Wohnen.

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

Sweet Home bei Elena Ferro ©Rita Palanikumar

ERWACHSENER PRINZESSINNENTRAUM BEI DER IMMOBILIENEXPERTIN
Ab und zu melden sich Blog-Leser, die so stolz auf ihr Zuhause sind und so viel Freude am Einrichten haben, dass sie Sweet Home zu einer Homestory einladen. So ging es auch der Immobilienexpertin Elena Ferro, die sich nicht nur mit viel Enthusiasmus um die Einrichtung ihres Hauses am Zürichberg gekümmert hat, sondern auch dessen Umbau ohne Architekt selbst an die Hand genommen hat. Sie hat sich dabei Spanien nach Hause geholt und damit südlichen Charme, entspannte Eleganz und viel Ferienstimmung in den Alltag gezaubert. Ihr Schlafzimmer strahlt etwas Märchenhaftes aus: Es ist ein erwachsener Prinzessinnentraum und besteht eigentlich vor allem aus einem alten, mit edlen Stoffen dekorierten Himmelbett. Das Allerschönste: Der Raum öffnet sich zum Garten und bringt damit viel südliches Lebensgefühl. Mehr von Elenas Haus sehen sie hier.

Franziska Bodmer und Bruno Manchia Zuhause

DIE SCHLAFECKE IN DER LOFT DER FOTOGRAFEN
Die allererste Homestory auf Sweet Home führte uns zum Fotografenpaar Bruno Mancia und Franziska Bodmer. Beide sind Fotografen und bewohnen eine grosse Loft im Zürcher Seefeldquartier. Zu einer Zeit, als es Loftwohnungen nur in New York gab, fanden sie eine leere, mehrstöckige Fabrik. Freunde kauften jeweils ein Stockwerk, das Haus wurde renoviert und zur belebten «Factory» mit einem Mix von Wohnungen und Ateliers. Der grosse Raum ist offen, an einem Ende steht das Bett. Italianità ist hier diskret mit den Farben der Decken inszeniert, denn Bruno  ist gebürtiger Römer. Und über dem Bett hängt eine italienische Flagge als Kunst von Costa Vece, einem Künstler, der ebenfalls in der «Factory» arbeitet. Mehr Bilder daraus finden Sie hier.

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VON DER GARAGE DIREKT INS ITALIENISCHE DESIGNERBETT
Design und Kunst können ganz schön lebensfroh sein. Den Eindruck hatten wir auf jeden Fall bei Ivano Colombo. Sweet Home besuchte die Legende der Schweizer Designermöbelbranche und Mitbesitzer des Möbelgeschäftes Colombo La Famiglia im offenen, stilvollen und sehr persönlich eingerichteten Haus, das selbst im Spätherbst, zum Zeitpunkt unseres Besuches, südlichen Charme und Sommerstimmung ausstrahlte. Der absolute Männertraum ist das Schlafzimmer des Designexperten: Ivano Colombo gelangt von der Garage direkt ins Schlafzimmer. «Wenn es mal spät wird, ist das superpraktisch», sagt er lachend. Klar, dass das Bett ein Designklassiker ist, es heisst Amphibio, ist von Giovanetti und kann auch als Sofa benutzt werden. Die Kunst hinter dem Bett stammt aus einer Ausstellung, für die Ivano Colombo verschiedene Künstler das Thema «Stuhl» interpretieren liess. Mehr von Ivano Colombos Haus sehen Sie hier.

Sweet Home bei Barbara Gehri, ©Rita Palanikumar

EIN WEIBLICHES REFUGIUM
Für die Sweet-Home-Storys besuchen die Fotografin Rita Palanikumar und ich Menschen, die mit Leidenschaft und viel Stil das Wohnen geniessen. Für Barbara Gehri trifft das alles in höchstem Masse zu. Sie hat mit Ihrer Affinität zum Einrichten ihrer Wohnung viel Wärme, Persönlichkeit und ein bisschen französischen Chic verliehen. Ihr individueller Einrichtungsstil und ihre vielen Ideen inspirieren und machen Lust zum Wohnen. Beim Blick ins Schlafzimmer fällt erst mal der wunderschöne schwarz-weisse Bettüberwurf auf: Diesen hat die Einrichtungsbegeisterte in Paris gefunden. «Er ist zwar indisch und in einer aufwendigen Appliqué-Technik gearbeitet, aber in Indien habe ich nie solch schöne Stücke entdeckt. Er ist auf jeden Fall eine Investition, die sich gelohnt hat», sagt Barbara Gehri. Die Wand am Kopfende des Bettes ist in einem warmen Grauton gestrichen und die Ecke neben dem Bett als interessante Patchwork-Bilderwand gestaltet. Weitere Bilder aus Barbara Gehris Wohnung finden Sie hier. 

Sweet Home bei Kevin Fries / Fries Zumbühl ©Rita Palanikumar

DIE MATRATZE AUF DEM BODEN DES MÖBELDESIGNERS
Wollten Sie auch schon immer wissen, wie ein Möbeldesigner selber wohnt? Wir besuchten den Zürcher Designer Kevin Fries vom Designduo Fries & Zumbühl und fanden eine frische, verspielte, typische «Jungswohnung» mit vielen interessanten Einzelstücken, frechen Details, charmantem Ordnungssinn und viel guter Laune. Die Zusammenarbeit mit seinem Designpartner Jakob Zumbühl begann schon bei einer Teamarbeit in der Zürcher Hochschule der Künste. Die beiden gründeten Fries & Zumbühl, arbeiten seit 2003 zusammen und kreieren ganz unterschiedliche Projekte, Möbel und Produkte. Viele davon sind sehr bekannt geworden, wie zum Beispiel die Waldhausleuchte, die Domo-Garderobe oder das Darling-Bett. Letzteres könne er sich leider selbst nicht leisten, antwortet Kevin Fries lachend auf die Frage, weshalb denn seine Matratze auf dem Boden liegt. «Schreib ruhig, dass man als Designer nicht reich werden kann; wir bekommen zwei bis fünf Prozent vom Einkaufspreis», sagt Fries, der sich seinen Lebensunterhalt nebenbei immer wieder mit den verschiedensten Jobs verdient. Mehr von Kevin Fries' Wohnung sehen Sie hier.

Sweet Home bei Ines Bösch ©Rita Palanikumar

VERSPIELTE LANDHAUSATMOSPHÄRE AM SEE
Das Haus, in dem Ines Boesch mit ihrer Familie wohnt, ist wie aus einer anderen Welt. Kein Wunder, hat sie es doch selbst entworfen – wie vieles im Haus auch. Sie malt, zeichnet, entwirft Stoffe, Keramik, Kleider und Schmuck – eigentlich eine ganze Welt zauberhafter Dinge, die sie ihrem Zürcher Geschäft Ines Boesch & Co. verkauft. Sweet Home hat die Künstlerin in ihrem wunderschönen Zuhause am Murtensee besucht und das gefunden, was Wohnen ausmacht: den Sinn fürs Schöne, für Persönlichkeit und Inspiration. Auffallend: Bei Ines Boesch wirkt alles sehr unkompliziert und selbstverständlich. Im Gästeschlafzimmer steht ein altes, weiss lackiertes Bett und an den Fenstern hängen Vorhänge, die Ines aus Bali mitgebracht hat. Als Leuchten sind im ganzen Haus viele Fotolampen zu entdecken. Sie wirken zufällig und können sehr flexibel eingesetzt werden. An dieser hängen einige Jupes, die Ines entworfen hat. Im eigenen Schlafzimmer ist ein altes Regal aus einer Bäckerei das zentrale Stück. Entdecken Sie es und andere schöne Einrichtungsideen von Ines Boesch hier.

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STRENGER, SINNLICHER CHIC BEIM MANN MIT STIL
Martin Hauser ist ein Möbel- und Designprofi und wohnt in einem 70er-Jahre-Haus des berühmten Schweizer Architekten und Landschaftsgestalters Eduard Neuenschwander. Als einer der Ersten hat Martin Hauser in Zürich Vintagemöbel aus dem 20. Jahrhundert verkauft. In seiner Möbelhalle kombinierte er auf eine neue, persönliche Art Design-Antiquitäten mit ausgewählten, zeitgenössischen Stücken. Möbel sind immer noch seine Passion, nur entwirft er sie heute selbst: Er kreiert Lieblingsstücke, Möbel die er selber gerne haben möchte. Natürlich hat er sich auch sein Haus damit eingerichtet. Und so sieht es aus, wenn ein Mann mit Stil ein Schlafzimmer einrichtet: Das schlichte Bett aus Martin Hausers Kollektion ist mit einem schwarzen Fell zugedeckt und mit violetten Wollkissen dekoriert. Die Vorhänge bestehen aus unifarbenem Wollstoff. Auf beiden Seiten des Bettes stehen klassische Metallleuchten aus den 70er-Jahren und einfache Lackkuben, die Nachttischchen und kleine Bücherregale in einem sind. Mehr von Martin Hausers Haus sehen Sie hier.

Sweet Home Homestory Toby Alley

ENGLISCHER LANDHAUSSTIL IN DER ZWEIZIMMERWOHNUNG
Ein ganz anderes Männerschlafzimmer haben wir beim Interiordesigner Toby Alleyne Gee gefunden. Der Engländer kam vor über 20 Jahren nach Zürich, um hier Germanistik, Italienisch und Kunstgeschichte zu studieren. Sein Heimweh nach England und dem typischen «cosy» Wohnstil hat er ganz einfach in sein Zuhause übertragen und die Wohnungen, in denen er lebte, in kleine Wohnparadiese umgestaltet. Die Freude am Einrichten hat ihn dazu bewogen, eine eigene Interiordesign-Firma, Phoebus Interiors, zu gründen. Heute richtet er Wohnungen, Häuser und manchmal gar kleine Landschlösser ein. Er liebt den typisch englischen und französischen Landhausstil, aber auch klassische und moderne Einrichtungsstile. Seine Studienkenntnisse und die Tatsache, dass er jahrelang als Journalist und Übersetzer im Kulturbereich tätig war, helfen ihm, wenn es darum geht, auf Märkten und Auktionen die richtigen Antiquitäten aufzustöbern, Stile zu erkennen und umzusetzen. Auf sein Bett ist der Designer besonders stolz: Die Krone dafür hat er in einem kleinen Antiquitätengeschäft in Südfrankreich gefunden, den Stoff im Pariser Marché Saint Pierre. Er beweist mit seinen Ideen und Fundstücken, dass ein eleganter Look mit Antiquitäten und edlen Stoffen durchaus realistisch und umsetzbar sein kann. Mehr von Toby Alleyne Gees Wohnung sehen Sie hier.

Sweet Home Homestory Andrea Limberger

PRAKTISCHE LÖSUNGEN BEI DER STYLISTIN
Wissen Sie, wieso gerade Blau so angesagt ist, dass sich Frotteetücher besonders flauschig auf dem Regal präsentieren oder weshalb interessante Möbel im Vintage-Look bei uns einziehen wollen? Andrea Limberger hat es sich zum Beruf gemacht, Firmen in Trendfragen zu beraten. Sweet Home hat die Stylistin in ihrer Dreizimmerwohnung in Zürich-Albisrieden besucht. Da der Platz in der kleinen Wohnung wertvoll ist, hat Andrea überall in der Wohnung raffinierte und gut überlegte Wohnlösungen gefunden, eine davon in ihrem Schlafzimmer, nämlich eine clevere Staulösung. Anstelle eines Schranks, der viel zu schwer und dominant wirken würde, hat sie einfach ein grosses, offenes Industrieregal ans Fussende gestellt, das trennt den Raum, gibt Privatsphäre und wirkt viel luftiger als ein Schrank. Die restlichen Kleider hängen an einer Stange. Mehr von Andrea Limburgers Einrichtungsideen finden Sie hier.

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GEKONNTE DRAMATIK BEIM VINTAGEMÖBELHÄNDLER
Was kann man mit einer ganz normalen Drei- oder Vierzimmerwohnung anstellen? Das ist die Frage, die viele Sweet-Home-Leser immer wieder stellen. Eine Antwort gibt Arthur Rooks, auch er ein Fan des Blogs. Der gebürtige Amerikaner und Wahlzürcher hat eine durchschnittliche Schweizer Mietwohnung in ein superstylisches Refugium verwandelt. Rooks verkauft Vintagemöbel auf Quintessentia.com. Die tollen Stücke findet er auf Flohmärkten und in Brockenhäusern – einige davon zieren sein eigenes Reich, zum Beispiel im Schlafzimmer. Hier macht das Bildhafte, Ornamentale, Erzählerische die Einrichtung aus. Eine Wand ist mit einer üppigen, orientalisch inspirierten Tapete von Osborne and Little bezogen, die anderen sind in einem passenden Farbton gestrichen. Anstelle eines Schrankes hat Arthur Rooks über die ganze Länge des Raumes einen üppigen Seidenvorhang gezogen und dahinter viel Stauraum geschaffen. Raffiniert und dramatisch wirkt auch der Bildervorhang vor dem Fenster. Ein Stoff mit einem grossen Fotoprint eines Waldes ist wie ein Bild in den eigentlichen, weissen Hauptvorhang eingenäht. Die beiden Art-déco-Stehleuchten unterstützen assoziativ die Baummotive. Mehr von Arthur Rooks Wohnung sehen Sie hier.

 

Das Traumhaus am Polarkreis

Marianne Kohler am Freitag den 22. August 2014

Wohnen auf dem Land ist für viele ein Wunsch, ein Traum, nur in den Ferien möglich – oder ab und zu als Inspiration auf dem «Sweet Home»-Blog zu geniessen. Dieses schlichte, wunderschöne Haus steht in Norwegen, auf einer Insel nahe des arktischen Polarkreises.

Archtektur: Kolman Boye Architects

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Das Haus, einfach in seiner Form, steht mitten in der harschen, steinigen Insellandschaft mit den Bergen im Hintergrund und Panoramasicht auf das Meer. 

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Es ist auf unebenen Felsboden gebaut und in zwei Ebenen aufgeteilt. Der obere Hausteil bietet Platz für kleine Schlaf- und Familienzimmer, der untere für einen offenen, grosszügigen Wohnraum.

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Aussen ist das Haus aus Pinienholz, das mit Leinsamenöl behandelt wurde, innen ist das Holz weiss gestrichen. Der Boden ist aus unbehandeltem Birkenholz.

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Grosse Fenster eröffnen die Sicht in drei verschiedene Richtungen. Die Einrichtung ist in skandinavischer Manier einfach, aber stilvoll.

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Die grossen Fenster lassen die Verbindung zur Natur zu. Und der Innenausbau ist praktisch und strahlt viel Harmonie und Ruhe aus.

Einfache Sommerfreuden auf dem Tisch

Marianne Kohler am Donnerstag den 21. August 2014

Diese sieben schnellen, einfachen Rezeptideen haben vor allem eine Botschaft: Sommer bleib doch noch – oder komm wenigstens noch für eine Weile zurück!

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1 KÄSEBROT MIT WARMEN APRIKOSEN
Vierteln Sie Aprikosen, geben Sie ein wenig Butter und Honig in eine Pfanne, und kochen Sie die Aprikosen kurz darin. Die Früchte dürfen nicht auseinanderfallen. Bestreichen Sie getoastete Brotscheiben mit Frischkäse, und häufen Sie die Aprikosen darauf. Nach Geschmack mit ein wenig schwarzem Pfeffer aus der Mühle abschmecken. (Bild über: Suvi sur le vif)

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2 FRISCHKÄSE MIT KRÄUTERN UND ZITRONE
Geben Sie Frischkäsewürfel in ein Einmachglas, und legen Sie Kräuter wie Lorbeer, Salbei, Thymian, Majoran und Oregano dazwischen. Raspeln Sie Zitronenschale darüber, und füllen Sie das Glas mit Olivenöl. So können Sie den Käse, der nach Sommer schmeckt, das ganze Jahr hindurch geniessen. (Bild über: Daily Dose)

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3 GERÖSTETE CHERRYTOMATEN
Legen Sie Cherrytomaten auf ein Backblech, zusammen mit einigen zerdrückten Knoblauchzehen und Kräutern Ihrer Wahl – etwa Thymian, Oregano oder Rosmarin. Beträufeln Sie alles mit Olivenöl und ein wenig Honig, geben Sie Meersalz darüber, und rösten Sie die Tomaten im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten. Sie können die Tomaten mit gutem, geröstetem Brot geniessen oder zum Beispiel mit der Gabel zerdrücken und unter eine Pasta mischen. (Bild über: Cluster and Chaos)

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4 POULETBRUST MIT ESTRAGONSAUCE
Bestreichen Sie Pouletbrüstchen mit einer Mischung aus Honig, Olivenöl und Dijonsenf, würzen Sie sie mit Salz und Pfeffer, und braten Sie sie beidseitig an. Geben Sie die Stücke anschliessend in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen, etwa 20 Minuten, bis sie fertig gebraten sind. In der Zwischenzeit geben Sie 3 Esslöffel Butter in eine Pfanne, erhitzen diese und geben 2 in Streifen geschnittene Schalotten rein. Dünsten Sie die Schalotten gut an, geben Sie einen Esslöffel Mehl dazu, verrühren Sie alles gut, und giessen Sie ein Glas Weisswein darüber. Lassen Sie alles etwas einköcheln, und giessen Sie dann 1 Glas Hühnerbouillon dazu. Ergänzen Sie das Gemisch mit 1 Esslöffel Dijonsenf, 1 Deziliter Rahm und einer Handvoll Estragon. Alles gut verrühren und als Sauce zu den gebratenen Pouletbrüstchen servieren. (Bild über: Food52)

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5 SPIESSLI MIT POULET, ANANAS UND ZUCCHETTI
Machen Sie Spiessli, auf die Sie abwechslungsweise Pouletwürfel, Ananaswürfel, Zucchettischeiben und Schalottenstücke aufspiessen. Bestreichen Sie sie mit einer Marinade aus Olivenöl, Limonensaft, ein wenig Honig und Sojasauce. Grillieren Sie die Spiesse, und servieren Sie sie etwa mit Frühlingszwiebeln und Crème fraîche. (Bild über: Retrist)

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6 TOMATENBROT MIT SPIEGELEI
Geben Sie Olivenöl in eine Bratpfanne, und braten Sie darin Tomatenscheiben mit einer zerdrückten Knoblauchzehe und ein wenig zerpflücktem Basilikum an. Nehmen Sie den Knoblauch wieder heraus, und geben Sie ein wenig Balsamicoessig und Meersalz über die Tomaten. Toasten Sie feines Bauernbrot, und geben Sie die Tomaten darüber. Mit einem Spiegelei toppen – und schon haben Sie ein feines, einfaches Znacht oder Frühstück. (Bild über: Simplypix)

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7 BROMBEERMILCHSHAKE
Geben Sie frische Brombeeren, ein wenig Honig, Milch und griechisches Joghurt in einen Mixer, und pürieren Sie alles zu einem feinen, erfrischenden und gesunden Shake. (Bild über: Bloodsugarsolution)

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