12-mal Gemütlichkeit direkt aus London

Marianne Kohler am Mittwoch den 24. September 2014

London ist immer eine gute Idee, jede Reise in die englische Hauptstadt inspiriert und macht Lust auf Neues. Vergangene Woche fand in London das Designfestival statt. Über die ganze Stadt verteilt fanden Veranstaltungen, Ausstellungen und Messen statt, alle befassten sich mit dem Thema Einrichten, Wohnen und Design. Und wie immer, wenn es in England ums Wohnen geht, nimmt die typisch exzentrische Gemütlichkeit einen wichtigen Platz ein. 

SWEET HOME

1 HOME SWEET HOME
Kleine Häuschen sind ein grosses Thema. Im V+A-Museum waren an verschiedenen Orten erfüllte Wünsche in Holz platziert. Wie zum Beispiel «Paul's Shed», gewünscht vom britischen Modedesigner Sir Paul Smith. Er ist als Raum kreiert, in dem man abschalten und die Aussicht geniessen kann. Natalie de Leval hat diese edle Holzhütte mit grossen Fensterfronten entworfen, sie ist gemütlich im Retrolook eingerichtet. Andere kleine Häuschen standen mitten auf dem Trafalgar Square. Hier hatte Airbnb verschiedenen Designern die Aufgabe gestellt, das Zuhause zu interpretieren. 

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2 GROSSE NAMEN
Stars sind in London immer mit von der Partie. So hat die Architektin Zaha Hadid die brückenartige Skulptur «Crest» im Innenhof des V+A-Museums installiert. Die Skulptur stellt die Verbindung zwischen Festkörper und Leere dar und wird später in Dubai in einem von Hadid gebauten Hotel einen permanenten Platz finden.  

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3 KLEINE NESTER
In der Serie «Wunschliste» stellten jeweils berühmte Designer anderen Designern die Aufgabe, einen Wunsch umzusetzen. Dieser Arbeitsplatz ist die Realisation des Wunsches von Sir Terence Conran. Er strebte einen Kokon-ähnlichen Platz zum Arbeiten an, in den er sich ohne Ablenkung zurückziehen kann. Sebastian Cox hat dieses schicke Nest kreiert, das Pult, Stuhl und Regale mit einer flexiblen geflochtenen Wand umhüllt. 

 

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4 WOHNTREND WILLIAM MORRIS
«Anarchy and Beauty» heisst die grosse Ausstellung, die vom 16. Oktober bis 11. Januar in der National Portrait Gallery in London zu sehen ist und sich dem Leben und der Arbeit von William Morris widmet. Der englische Textildesigner, Poet und Sozialist lebte im 19. Jahrhundert, er hat die Arts-and-Crafts-Bewegung mitbegründet und beeinflusst momentan stark den Einrichtungsbereich. So sind Handwerkskunst, dunkle, sinnliche Naturfarben, die Formen des frühen Jugendstils oder die Romantik der Präraffaeliten Elemente, die im Wohnbereich wichtig werden.

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5 PFLANZEN AN DER WAND
Zimmerpflanzen sind aus ihrem langen, seit Ende der 50er-Jahre dauernden Dornröschenschlaf erwacht. Sie stehen aber lieber kopf, wachsen an Wänden oder – wie hier im renommierten Conrad Shop – stehen als eine Art Sichtschutz an grossen Fensterfronten.

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6 WOHNTREND HOLZ
Wohnlichkeit pur strahlt Holz aus – auch in London. Englische Firmen wie Young and Norgate oder Pinch sind auf echte Handarbeit spezialisiert und zeigen zeitgenössisches Design mit Retroaffinität aus wertvollen Hölzern in sorgfältiger, detailreicher Verarbeitung. 

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7 MINT – EIN ORT, WO WOHNEN KUNST WIRD
Wenn man als Designliebhaber nur Zeit für einen Ort hat, dann muss das Mint sein, der Kultshop, den Lina Kanafani 1998 gegründet hat. Das schönste und interessanteste Wohngeschäft Londons ist, seit es von der Wigmore Street im Westend nach Kensington an die North Terrace gezogen ist, eher zu einer Art Galerie geworden. Denn die einzelnen Stücke, die Lina Kanafani auswählt, sind allesamt kleine oder grosse Kunstwerke, einzigartig, handgefertigt, aussergewöhnlich und begehrenswert.

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8 WOHNTREND ALCHEMIE
Je mehr wir uns Richtung supertechnologisierte Zukunft bewegen, umso stärker zieht uns das Ursprüngliche, Feste, geheimnisvoll Natürliche an. So werden spannende Materialverbindungen, Steine oder Versteinerungen, Verbranntes oder Geschmolzenes zu aussergewöhnlichen Wohnobjekten. Ein wunderschönes Beispiel ist diese Steinskulptur bei Mint.

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9 WOHNTREND GRÜN
Die kommerziellere Umsetzung unseres Wunsches nach dem Ursprung zeigt sich im Wohntrend hin zu Grün. Grün wird nicht nur einfach eine der wichtigsten Wohnfarben werden, sondern bringt auch Natürliches und Handwerkliches ins Haus, Beruhigung, Sehnsucht und Geborgenheit. Hier eine wunderschöne Vasenkollektion aus dem Budget-Wohnhaus Habitat.

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10 WOHNTREND TEXTUREN
Wohnen wird immer mehr zu einem sinnlichen Erlebnis, und einer der wichtigsten Sinne ist das Spüren und Fühlen. So sind Texturen aller Art, egal ob natürlich entstanden oder künstlich konstruiert, viel mehr als blosse Oberfläche. 

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11 THE ZETTER TOWNHOUSE
Leider hat mir dieses Jahr die Zeit gefehlt, um die Stoffmesse Decorex zu besuchen. Dort hat zum Beispiel der Interior-Künstler Russel Sage den Eingang als eine Interpretation von Bildern von Hogarth inszeniert. Russel Sage, der mehrere Jahre Mode designte und diese auf den Laufstegen der Londoner Fashion Week zeigte, gehört zu den talentierten Exzentrikern der Einrichtungsszene. Eines seiner Meisterwerke ist das Zetter Townhouse, ein Londoner Boutique-Hotel im trendigen Eastend-Quartier Clerkenwell, in dem man übrigens auch einfach mal Cocktails trinken kann.

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12 THE CHILTERN FIREHOUSE
In «meinem» Quartier Marylebone, in dem ich meistens wohne, steht ein anderes Wohnjuwel: das Chiltern Firehouse. Es ist momentan eines der beliebtesten Celebrity-Restaurants Londons. Es ist aber auch Hotel und Bar und hat einen wunderhübschen Garten. Das exklusive Establishment ist in einem alten Feuerwehrhaus und ist ein Teil von André Balazs' Imperium, zu dem auch das Chateau Marmont in Beverly Hills gehört. 

 

Wieso nicht mit Kindern einen Wunderstrauss basteln?

Lassen Sie Kinder hübsche Sachen zeichnen und ausschneiden und kleben Sie diese an Holzspiesse. So entsteht ein zauberhafter Strauss und die Kleinen können gar Theater mit den Figuren und Gegenständen spielen. (Bild über: Mokassin)sweet home

Wenn Wohnen zur Show wird

Marianne Kohler am Dienstag den 23. September 2014

In Sachen Design, Architektur und Einrichtung spielen die Holländer in der ersten Liga. Geradezu ein Popstar der Szene ist Roderick Vos, dessen Showroom eine Wohnung sein könnte, die wiederum selbst auf Showeffekte setzt. 

Design: Roderick Vos

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Die Möbel und Wohnaccessoires von Roderick Vos spielen allesamt mit Popeffekten. Sie haben etwas an sich, das ein wenig vom Normalen weggerückt ist, das auffällt – das aber trotzdem Sinn macht. Hier sind es himmelblaue Stahlrohre für rundliche Polstermöbel und ein eckig-rundes Beistelltischen in derselben poppigen Farbe.

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Ein Bärenfell, das so kuschlig und gemütlich ist wie ein Teddy: Den Zottelteppich in Bärenform (und andere Stücke) verkauft Roderick Vos nicht nur in seinem Showroom, sondern auch über einen gut organisierten Webshop. Alle Produkte haben witzige Namen – dieser hier heisst «Wolf Roadkill».

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Typisch holländisch ist eine gewisse rundliche Behäbigkeit, sie zieht sich durch die gesamte Kollektion. Der Hauptdarsteller in diesem Beispiel ist ein Büchergestell aus Sperrholz.

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Bei Roderick Vos ist auch die Nähe zur Natur spürbar, zum Wald und zu wilden Tieren. Dieser Tisch, wie auch der Hocker, sind Baumstrünken nachempfunden.

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So stellt sich Roderick Vos Gemütlichkeit vor: Zimmerpflanzen, die in der Luft schweben, ein himmelblaues Wolkensofa, grasgrüne Tulpenvasen, Wände wie Hecken, Teppiche wie zottlige Kuscheltiere und Holzmöbel mit weichen Formen.

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Das Design und der gesamte Showroom bestechen durch eine fröhliche Naivität, die eine andere Sichtweise in den Wohnbereich bringt – und bestimmt viel gute Laune.

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Und so zeigen sich der Designer und seine Frau Claire an der Arbeit: Ein freundliches Labor, in dem Produkte entwickelt werden, die das Zuhause wohnlich gestalten – natürlich mit dem gewissen holländischen Showeffekt!

Wieso nicht Kuchen und Brote in Tücher wickeln?

Meine Kuchen und Brote wickle ich immer in schöne Küchentücher. So bleiben sie länger frisch, beim Aufschneiden bleiben die Brosamen im Tuch, das man dann einfach nur ausschütteln muss - und es sieht schön aus.  (Bild: Sweet Home)
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