Glamouröse Vierziger

Marianne Kohler am Mittwoch den 26. Februar 2014

Die Vierzigerjahre waren in der ersten Hälfte geprägt vom Weltkrieg und in der zweiten vom Wiederaufbau. Gegensätze, Dramatik und Licht und Schatten sind stilmässig die Hauptmerkmale dieser Dekade. So zeigte sich im Wohnbereich einerseits noch der alte, behäbige und bürgerliche Stil, zugleich aber drängt sich die neue, leichtfüssige Moderne auf die Bühne, alles gemischt mit ein wenig Glamour. Das Bedürfnis nach ein wenig Glanz und Eleganz war gross. Vielleicht ist es gerade dieser Mix, der uns die Vierzigerjahre heute so attraktiv erscheinen lässt, denn Möbel und Einrichtungen im Stil dieser Zeit feiern momentan ein grosses Comeback.

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GLAMOUR AUF ITALIENISCH 
Niemand kann besser diesen sinnlichen, glamourösen Stil in die Gegenwart umsetzen wie das Mailänder Dimore-Studio. Die Gründer Emiliano Salci und Britt Moran richten mit antiken und kontemporären Stücken ein, schaffen viel Dramatik in der typisch italienischen «Chiaroscuro»-Manier und gehören damit zu den ganz grossen der Einrichtungsszene. Ihr Showroom im Mailänder Brera-Quartier ist eine fantastische Wohnung, die immer wieder neu inszeniert wird mit Dekors, die einen in stimmungsvolle italienische Filme versetzen, wie die von Antonioni. Das Studio richtet nicht nur Wohnungen, sondern auch Hotels, Restaurants und Geschäfte ein, kreiert eigene Möbel und gestaltet Fotoproduktionen. Das Beispiel hier ist vom Hotel Ceresio in Mailand. 

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ÜPPIGKEIT AUF DIE NEUE ART 
Wichtiges, neues Design, das den Glamour der Vierziger in die Gegenwart bringt, ist die Sideboard-Kollektion Brick, die Paola Navone für Gervasoni entworfen hat und die neu hier bei Mobitare angeboten wird. Es verbindet sehr dekorativ, ein wenig humorvoll und gekonnt Üppigkeit mit Modernität.

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DRAMATIK ZUM VERLIEBEN
Wenn es um Dramatik und Dekadenz geht, ist der verstorbene Modemacher Alexander McQueen nah. Hier sehen wir ein Schmetterlingsflügel-Design, welches er für die englische Teppichfirma The Rug Company entwarf. Und wie immer bei McQueen verbindet sich Leichtigkeit mit Schwere und Modernität mit dem Charme von Vergangenem und Andersartigem.

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BÜHNE FREI FÜR GLANZAUFTRITT
Typisch Vierzigerjahre-Dramatik: Dunkles zeigt sich glamourös und geheimnisvoll. Es gibt Möbelstücke, die wie wertvolle Kunstobjekte zum Brauchen sind. Die Konsole Slim der portugiesischen Möbelmanufaktur Malabar gehört dazu. Die Beine sind aus Ebenholz, die hochglänzende Schubladenpartie ist mit Silberblättern verkleidet und mit Lack fertig behandelt.

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ELEGANTER REGIERUNGSSITZ 
Neues Design bringt uns meist auch ein Stück Vergangenheit und damit Erinnerung und eine gewisse Vertrautheit. Dieser Sessel des Schweizer Designers This Weber, für Atelier Pfister entworfen, verbindet seine runde, organische Form mit der eleganten Leichtigkeit von Metallfüssen und ist ein kleiner Thron, auf dem man abschalten und sich zu Hause fühlen kann. 

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IM RAMPENLICHT
Ganz kokett ist diese interessante Hängeleuchte von Rothschild & Bickers. Sie interpretiert, ganz neckisch, die schweren theatralischen Lampen der Vergangenheit und bietet eine gewagte Kombination von Glas und textilen Fransen. Die Glaslampen des englischen Studios sind übrigens mundgeblasen!

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SHOCKING PINK TRIFFT AUF EMPIRE
In den Vierzigern waren, genau wie heute, Möbel im Empirestil besonders angesagt. Die Inspirationen für den Stil der napoleonischen Ära war eine andere kriegerische Zeitepoche, nämlich die römische Antike. Die französische Möbelmanufaktur Moissonnier paart einen Schrank im Empirestil mit dem Shocking Pink von Schiaparelli, der italienischen Modedesignerin, die zwischen den Weltkriegen Coco Chanel Konkurrenz machte mit ihrem vom Surrealismus geprägten Modestil. 

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ATTRAKTIV ANTIK 
Ein anderes Designobjekt der Gegenwart, das stark an die Vierzigerjahre erinnert, ist der Stoff Mikonos von Gaston y Daniela. Er zeigt Amphoren in einer grafischen Interpretation und in gebrochenen, warmen Tönen.

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MIT SCHWUNG IN DIE GEGENWART
Die frechen Schotten von Timorous Beasties kreieren Textilien und Tapeten, welche moderne Interpretationen von Klassikern sind. Diese Tapete mit leuchtenden Singvögeln auf grauem Fond kombinieren sie mit geschwungenen Möbeln im Look der Vierziger. Das passt perfekt!

 

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TRIUMPH FÜR TROMPE-L'OEIL
Wie schafft man Glamour? Mit Trompe-l'Oeil-Effekten: Das hat der Illustrator und Künstler Christian Bérard mit seiner Dekoration für die Guerlain-Boutique 1939 in Paris gekonnt umgesetzt. 

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DIE SCHÖNE UND DAS BIEST
«La Belle et la Bête», der Film, den Jean Cocteau 1949 gedreht hat, ist ein starkes Beispiel der Stimmung und des Stils der Vierzigerjahre. Das Dunkle und das Helle hat er nicht nur inhaltlich, sondern auch mit eindrücklichen Ausstattungen und Lichtspielen umgesetzt. 

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TANZ DER VIERZIGER
«Die roten Schuhe», ein Tanzfilm, in Farbe gedreht, ist ein starkes Kinostück der Vierziger und ein Muss für alle, die sich in den Stil der Zeit hineinversetzen möchten. Moira Shearer spielt eine Tänzerin, die sich hin- und hergerissen fühlt zwischen der Liebe zu einem Mann und der Liebe zum Ballett. Sie tanzt sich damit in eine Welt, die so ganz anders ist als die leichten Tanzfilme der Dreissiger, wie «Top Hat» mit Fred Astaire.

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REBECCA – DRAMA MIT STIL
Und noch mehr Vierzigerstil sehen Sie im Film «Rebecca» von Alfred Hitchcock, der mit seiner Lichtführung und Dramatik ein Meisterstück geschaffen hat. Die Geschichte ist der Roman von Daphne du Maurier – immer wieder lesenswert, spannend und sehr stimmungsvoll.

Living in a Box

Marianne Kohler am Dienstag den 25. Februar 2014

Wohnen heisst auch Abgrenzung. So sind Wohnideen, die einen Raum innerhalb des Raums schaffen, interessante Lösungen – sowohl für grosse als auch für kleine Wohnungen. 

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ALLES IM RAHMEN
Als hätte jemand einen Rahmen um sein kleines Reich gezeichnet! Dieser abgegrenzte Arbeitsbereich ist optisch attraktiv, wirkt fröhlich und bietet zudem Platz für kleine Regale und Möglichkeiten, Dinge aufzuhängen. Schön ist die Idee mit der Neonfarbe, die das neutrale Umfeld aufweckt. 

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MEINE KLEINE INSEL
Raffinierte Schreinerarbeiten ermöglichen eine individuelle, praktische und flexible Möblierung. Diese Wohninsel mit dem Sofabett und integrierten Regalen ist perfekt für grosse Lofträume, kann aber auch einem kleinen Raum eine neue Dimension verleihen. (Bild über: Blood and Champagne)

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RUNDUMLÖSUNG
Kinder und Teenager lieben ihre eigenen kleinen Bereiche. Diese Umrahmung des Raumes mit Holz ist eine einfach umzusetzende Idee, die einem Zimmer eine völlig neue Erscheinung verleiht. (Bild über: Designtraveller)

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EINFACH AUFSTOCKEN
Gerade wenn der Platz knapp ist, lohnt es sich, über eine Podiumslösung nachzudenken. So kann ein zusätzlicher Raum entstehen – wie hier ein attraktives Mini-Schlafzimmer mit Schiebetüre. (Bild über: Interiorsporn)

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ZUM ABTAUCHEN
Aufwendiges, spannendes Interiordesign. Um einer klassischen Wohnung mehr Moderne und Eigenständigkeit zu verleihen, wurde ein neuer Raum erschaffen: Leich erhöht, farbig abgesetzt – beinahe ein kleiner Swimmingpool, in dem man in die Bücherwelt abtauchen kann. (Bild über: Designtraveller

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NEUE PERSPEKTIVEN
Definitiv neuen, anderen Platz hat Tim Seggerman in dieser Loftwohnung geschaffen. Er hat gleich ein ganzes Wohnzimmer in den Schrank gebaut. 

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OPTIMALE AUSNÜTZUNG
Nochmals dieselbe Wohnung: Dank des raffinierten Holzinnenausbaus von Tim Seggerman entstand auf kleinem Raum viel Platz.

Überraschende Wohnideen

Marianne Kohler am Sonntag den 23. Februar 2014

Unsere Liebe zum Wohnen ist so gross geworden, dass wir auch gerne mal selber Hand anlegen. Kleine DIY-Projekte, persönliches Einrichten und das Suchen nach immer neuen Ideen in Zeitschriften und Blogs gehört für die meisten zum Wohnalltag. Finden Sie also hier 9 überraschende Wohnideen zum Nachmachen.

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1 DOPPELT STATT EINFACH
Erhöhen Sie Ihre Tischplatte und ergänzen Sie diese mit einer Glasplatte. So bekommen Sie mehr Stauraum, können wichtige oder schöne Dinge einfach unter den Tisch schieben und die Arbeitsoberfläche ist erst noch einfacher zu reinigen. Optisch vermittelt eine solche Lösung viel Leichtigkeit. (Bild über: Stilinspiration)

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2 BANK STATT TISCH
Schieben Sie Ihre Dinge ruhig auf die lange Bank, diese bietet nämlich mehr Platz und wirkt stylischer als ein kleines Nachttischchen. (Bild über: The Beautiful Soup)

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3 AUFGEREIHT STATT AUFGETÜRMT
Wandregale bieten etwas, was andere Möbel nicht haben - nämlich viel Platz darunter. Deshalb sind sie perfekt in kleinen Räumen oder dort, wo das Bedürfnis nach mehr Platz gross ist. Wählen Sie lange, schmale Wandregale, montieren Sie diese ruhig hoch, schaffen Sie darunter Platz für eine kleine Bildergalerie und benützen Sie die Oberfläche für Bücher und Wohnaccessoires. (Bild über: Eclectica)

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4 GESPANNT STATT GEBAUSCHT
Manchmal wirken üppig gebauschte Vorhänge zu stark und feine ungefütterte zu schwach. Die perfekte Lösung in solchen Fällen sind Bahnenvorhänge. Sie passen sich gut der Architektur an, vermitteln trotz ihrer Schlichtheit viel Wohnlichkeit und sind einfach in der Handhabung, da man sie schieben kann. (Bild über: Finetingogsjokolade)

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5 GLAMOURÖS STATT UNSCHEINBAR
Sofakissen gehören zu den Wohnaccessoires, die ruhig was hermachen dürfen. Besticken Sie schlichte Kissen mit Pailletten oder Strasssteinen oder applizieren Sie edle Glitterstoffe darauf. So wirken sie wie Schmuckstücke und geben dem Sofa einen höheren Trendfaktor. (Bild über: Interior likes)

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6 PERSÖNLICH STATT LANGWEILIG
Machen Sie viel mit wenig – alles was Sie für solch edle Vasen brauchen, sind schlichte Glasvasen und -schalen sowie Lackfarbe. Streichen Sie sie partiell an und bestücken Sie mit einzelnen Blüten, Schwemmholz, Muscheln oder anderen Dingen, die Sie schön finden. Die Vasen bekommen Sie bei Ikea.

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7 ZUSAMMEN STATT EINZELN
Haben Sie noch schöne Stoffresten? Brauchen Sie sie für einen attraktiven Vorhang. Dafür nähen Sie einfach grosse, quadratische Stücke aneinander zu einem grossen Patchwork. Wenn Sie den Vorhang nicht füttern, nähen Sie hübsche Steppnähte, so dass beide Seiten ansehnlich sind. Tipp: Übrigens können Sie für einen solchen Vorhang auch einfach alte, ausgediente Herrenhemden verwenden! (Bild über: Focus)

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8  GEFÜLLT STATT LEER
Badezimmer und Toiletten müssen nicht langweilig sein. Kreieren Sie eine kleine Galerie mit schönen, weiss gerahmten Bildern. (Bild über: Eclectica)

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9 FEIN STATT ÜPPIG
Ist dieser Vorhang nicht einfach wunderschön? Ein transparenter Stoff wurde im oberen Bereich mit Smok-Technik gerafft und wird damit zum edlen, kunstvollen Prachtstück. (Bild über: Blackworkshop)

 

Ein Haus wie ein Dorf

Marianne Kohler am Freitag den 21. Februar 2014

Das dänische Ferienhaus breitet sich grosszügig aus. Diese Grosszügigkeit findet sich hier leider selten, weil dafür schlicht der Raum fehlt. Das Haus wurde nicht ineinandergeschachtelt und nicht in die Höhe getürmt, sondern wie ein kleines Dorf angelegt.

Architektur: Powerhouse Company

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Fast jedes Zimmer hat ein eigenes Dach. Dies trägt zur dörflichen Anmutung bei und verschafft ausserdem jedem Familienmitglied ein eigenes Rückzugsgebiet.

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Ländliche Idylle und eine klare architektonische Sprache – das Holzhaus besticht durch die Mischung aus gemütlichem Dorfcharakter und gestalterischer Strenge.

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Der Innenbereich ist lichtdurchflutet und offen angeordnet. Der typisch dänische Wohnstil, schlicht und mit Designklassikern angereichert, vermittelt Wohnlichkeit.

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Bei geöffneten Fenstern kann man mit den «Nachbarn» plaudern – von einem Haus zum anderen.

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Von aussen zeigt sich das Haus reduziert in schwarzem Holz mit weissen Fensterrahmen, innen trifft weisses Mauerwerk auf breite, behagliche Holzrahmen.

Blogs

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