Archiv für die Kategorie „Homestories“

Zu Besuch bei Elena Ferro, die Spanien in ihr Haus zauberte

Marianne Kohler am Freitag den 28. März 2014

Ab und zu melden sich Blog-Leser, weil sie so stolz auf ihr Zuhause sind und so viel Freude am Einrichten haben, dass sie Sweet Home zu einer Homestory einladen. Der zweite Hausbesuch zum Vierjahresjubiläum von Sweet Home führt uns zu Elena Ferro, die sich nicht nur mit viel Enthusiasmus um die Einrichtung ihres Hauses am Zürichberg gekümmert hat, sondern auch dessen Umbau, ohne Architekt selbst in die  Hand nahm. So hat sie sich Spanien nach Hause geholt und damit südlichen Charme, entspannte Eleganz und viel Ferienstimmung in den Alltag gezaubert.

Fotos: Rita Palanmikumar für Sweet Home

Sweet Home bei Elena Ferro ©Rita Palanikumar

Elena hat zwei Kinder, die gerade ins Erwachsenenalter kommen und flügge werden. Eine Zeit, die den Bezug zum Zuhause für jede Familie entscheidend verändert. Das hat Elena dazu bewogen, Sweet Home in ihr Haus einzuladen, denn eine Wohnreportage ist eine Sicht von aussen, die wiederum einen neuen Zugang zum eigenen Heim schafft. Elena ist Juristin, war aber während der Zeit, als die Kinder aufwuchsen, hauptsächlich – und wie sie betont, sehr gerne – Mutter, nebenbei hat sie Häuser für Private vermittelt und geholfen diese umzubauen. Nun hat sie einen Weg gefunden, ihren Beruf und die Liebe zum Wohnen und Einrichten zu verbinden, indem sie eine Agentur im Liegenschafts- und Investitionsbereich gegründet hat.

Für Elena ist Wohnen eine sehr persönliche Angelegenheit und ein Haus vor allem ein Daheim für die Familie. Das spürt man sofort beim Eintreten in das Haus. Denn der wichtigste Raum ist die Küche und nicht wie in vielen grossen Häusern ein Repräsentationsraum. Alles wirkt sehr privat. Anstelle von Empfangsräumen und grossen Tafeln sind grosszügige Ecken für die Kinder eingerichtet, wo sie mit Freunden zusammen sein können. Das Wohnzimmer strahlt kuschelige Wärme aus und ist von der Küche her offen erreichbar. Die Kinder haben gemütliche Zimmer im oberen Stockwerk, der coole Jack Russell Terrier Zacy findet überall schöne Plätze, und Elena kann ihr Schlafzimmer zum Garten öffnen. 

Sweet Home bei Elena Ferro ©Rita Palanikumar

Das Herzstück des Hauses ist die grosszügige Küche, die so gestaltet ist wie eine südliche Landhausküche. Elena hat im ganzen Haus mit spanischen Elementen gespielt: Steinböden und schwere Holztüren finden sich in allen Räumen. Die Türen sind alle alt und kommen aus Spanien. Auf der Suche danach hat ihr ein Cousin geholfen, der als Archäologe in Madrid arbeitet. Hier in der Küche schaffen zusätzliche Balken noch mehr ländlich inspirierte Wohnlichkeit. Als Gegensatz zum dunklen Holz hat Elena fast überall im Haus mit zartem Himmelblau gespielt. Diese Farbe vermittelt sehr viel Frische, Leichtigkeit und eine sanfte Weiblichkeit. Jack, der supernette Jack Russell Terrier, ist auch in der Küche zu Hause. Wie bei den meisten Hundebesitzern finden sich in jedem Raum hübsche Plätzchen mit viel Aussicht für das geliebte Familienmitglied. Eine sehr elegante Lösung für alle Küchenutensilien, Esswaren und Geschirr hat Elena mit einem Schiebeschrank gestaltet. Spanische Holztüren lassen sich beidseitig schieben und öffnen ein grosses Regal, das eigentlich fast ein kleiner Raum ist. Da drin ist alles, was man in der Küche braucht, einfach zugänglich. Die Beleuchtung schimmert gemütlich zwischen den transparenten Partien hervor.

Sweet Home bei Elena Ferro ©Rita Palanikumar

Häuser und Wohnungen, die viel Weiblichkeit ausstrahlen, sind ganz klar freundlicher und vermitteln ein echtes Zuhausegefühl. Dazu gehören auch Blumen und Stoffe, persönliche Dinge und Fundstücke. All das findet man auch in der grossen Familienküche, und es verwandelt diese in einen echten Wohnraum, in dem man sich gerne aufhält. 

Sweet Home bei Elena Ferro ©Rita Palanikumar

Es sind die kleinen Dinge, die Details, die viel über die Bewohner eines Hauses verraten. Bei Elena sind diese liebevoll ausgewählt und ganz selbstverständlich in den Alltag integriert.

Sweet Home bei Elena Ferro ©Rita Palanikumar

Genauso freundlich wie die Küche ist der Eingangsbereich. Die Wände sind mit einer hübschen, verspielten Tapete bezogen – auf himmelblauem Hintergrund tanzen Vögel und Blumenranken. Das hebt die dunklen, spanischen Türen stark hervor, bietet ihnen aber auch einen zarten Gegensatz. Als Beleuchtung hat Elena sich für Laternen entschieden. Diese befinden sich an den Wänden und an der Decke und nehmen die Anmutung und das Metall des Treppengeländers aus Eisen wieder auf. 

Sweet Home bei Elena Ferro ©Rita Palanikumar

Das typische Entree-Möbel, nämlich die Kommode, ist bei Elena ein besonders prächtiges Stück. Die Grösse der Räume erlaubt auch ein grosses Möbel. Damit dieses aber trotzdem eine gewisse Leichtigkeit vermittelt, hat Elena dafür eine helle Farbe gewählt. Die antike Kommode zeigt sich in frischem Mintgrün und bietet Platz für wunderbare Sachen wie Kuriositäten, Fundstücke, edle Vasen und natürlich Blumen. Darüber hängt eine spätbarocke Uhr aus Neuchâtel.

Sweet Home bei Elena Ferro ©Rita Palanikumar

Kunst und Musik spielen für Elena eine wichtige Rolle. So ist denn einer der Räume im Parterre fast ganz dieser Passion gewidmet. In der anderen Ecke steht aber auch ein grosser Arbeitstisch mit Computer und Schreibsachen.

Sweet Home bei Elena Ferro ©Rita Palanikumar

Die Zimmer von Elenas Kindern könnten aus einem Bilderbuch stammen. Sie vermitteln das Gefühl, in einer Welt zu sein, in der jeden Moment Peter Pan durch das Fenster fliegt und zu Abenteuern einlädt. Zur Gemütlichkeit, die dieser Raum ausstrahlt, trägt die dominante Tapete viel bei, aber auch die antiken Möbelstücke, mit denen eingerichtet wurde. Sie zeigen, dass alte Möbel eine gute Wahl sind für Kinderzimmer, denn sie verleihen viel Charme und Magie.

Sweet Home bei Elena Ferro ©Rita Palanikumar

Etwas Märchenhaftes strahlt auch das traumhafte Schlafzimmer von Elena aus. Es ist ein erwachsener Prinzessinnentraum und besteht eigentlich vor allem aus einem alten, mit edlen Stoffen dekorierten Himmelbett. Das Allerschönste: Der Raum öffnet sich zum Garten und bringt damit viel südliches Lebensgefühl.

Sweet Home bei Elena Ferro ©Rita Palanikumar

Die Details, die das Schlafzimmer ausmachen: edle Stoffe, zum Himmelbett drapiert, Steinwände, die in zartem Himmelblau lasiert sind, venezianische Glasleuchten und ein schönes altes Ölporträt, das Elena einfach gefällt.

Sweet Home bei Elena Ferro ©Rita Palanikumar

Auch das Wohnzimmer wirkt wie im Süden. Die gemütliche Polstergruppe hat weisse, einfach waschbare Bezüge und viele weiche Kissen, die das Himmelblau, das sich im ganzen Haus wiederfindet, aufnehmen. Die Sitzgruppe steht zwischen Aussicht und Zugang zum Garten und einem grossen Cheminée, welches übrigens 600 Jahre alt ist und auch aus Spanien kommt. Die vielen Zimmerpflanzen bringen Gartengefühl und Leichtigkeit in den Raum. Das Wohnzimmer ist offen zur Küche und zum Arbeits-Musik-Kunst-Zimmer. 

Sweet Home bei Elena Ferro ©Rita Palanikumar

Sehr charmant ist der kleine, blaue Gartentisch mit passenden Stühlen und Bank. Ganz selbstverständlich im Wohnzimmer platziert, deutet diese Einrichtungsidee an, was Elena beim Wohnen wichtig ist, nämlich das Private, Weibliche, unkompliziertes Feriengefühl und die Möglichkeit, jede Ecke gemütlich zu bewohnen.

Elenas Webseite: union-property.com

Zu Besuch bei der Familie Reichelt Liedtke in Schönenberg

Marianne Kohler am Mittwoch den 26. März 2014

Als sich Ingrid Liedtke bei Sweet Home für eine Homestory meldete, tat sie das kurz und bündig, mit einigen Fotos, die neugierig machten. Wir reisten also nach Schönenberg und besuchten eine fröhliche Patchworkfamilie, die sich gemütlich, frisch und den Familienbedürfnissen entsprechend eingerichtet hat.

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

Sweet Home bei LiedkeReichelt, ©Rita Palanikumar

Das Haus der Familie Reichelt Liedtke liegt in einer ländlichen Umgebung, mitten im Grünen. Die Wohnsituation ist speziell, denn die  Familie hat sich später im Leben gefunden. Ingrid hat drei Kinder: Dominik, der hier am Tisch sitzt, seine Zwillingsschwester Annina und seinen älteren Bruder Damian. Thomas Reichelt hat fünf Kinder aus einer ersten Ehe. Zwar wohnten nie alle zur gleichen Zeit zusammen, aber das Haus ist perfekt, um der ganzen Familie genügend Platz und Rückzugsgebiet zu bieten. Thomas Reichelt, von Beruf Architekt, ist hier aufgewachsen und hat das Haus von seinem Vater geerbt, der lange mit der Familie im Haus wohnte. Darum gibt es hier zwei Wohnungen, welche so gestaltet sind, dass die Familienmitglieder sowohl miteinander als auch unabhängig wohnen können. Beide Wohnungen sind mit allem ausgestattet, haben Küche, Wohn-, Ess-, Schlaf- und Badezimmer, sind aber offen und fliessen ineinander. Ingrid hat sie mit viel Liebe eingerichtet, vieles selber gemacht und überall gemütliche Ecken und Begegnungsorte geschaffen. Für Ingrid ist Einrichten eine Passion, beruflich ist sie Psychologin, arbeitet als Coach und als Pädogogin für kreatives und biografisches Schreiben, bei Anfragen macht sie auch Einrichtungsberatung. Auf Sweet Home ist sie gestossen, weil sie liebend gerne in Einrichtungsblogs und Büchern herumstöbert, viel näht, mit Farben und Stoffen arbeitet und findet, dass man eigentlich persönlicher und schöner wohnen kann, wenn man aus dem, was man hat, viel macht, anstatt Räume einfach nur mit Designstücken auszustaffieren.

Sweet Home bei LiedkeReichelt, ©Rita Palanikumar

Farbig  frisch und ein wenig Seventies-Feeling vermittelnd, ist die offene Küche mit Essplatz das Herz des Hauses. Hier wird gekocht, gelebt, gegessen und viel Zeit miteinander verbracht. Der grünliche Steinboden ist originalbelassen, wie er zur urprünglichen Innenaustattung gehörte; das Haus wurde 1964 gebaut. Die Familie findet, dass er super gut passt, hat dazu eine orange Küche eingebaut und mit viel Weiss eingerichtet. Das Typische am Seventies-Stil, nämlich Traditionelles und Cooles plus Weiss mit Farbe zu kombinieren, wurde in dieser Küche gekonnt umgesetzt.

Sweet Home bei LiedkeReichelt, ©Rita Palanikumar

In den schicken orangen Küchenregalen kommt das Geschirr schön zur Geltung und bleibt dank Glastüren staubfrei. 

Sweet Home bei LiedkeReichelt, ©Rita Palanikumar

Ein anderer zentraler Raum ist das geräumige Wohn-Esszimmer im Parterre. Hier befindet sich auch ein grosses, gemütliches Cheminée, um das herum sich weiche Sofas, Sessel und Liegen einladend gruppieren. Mit Fellen und Kissen hat Ingrid nachgedoppelt. Die Balken und das Holzwerk des Cheminées sind in einem hellen, warmen Grauton gestrichen, welcher sie hervorhebt und dem Raum Helle und Leichtigkeit verleiht.  

Sweet Home bei LiedkeReichelt, ©Rita Palanikumar

 Etwas, das es nicht in jedem Haus gibt: alles doppelt! Im oberen Stockwerk, welches Ingrid bewohnt, steht dieser Esstisch mit Aussicht auf die umliegende Landschaft. Grüne Toile de Jouy -Vorhänge,  die Ingrid selbst genäht hat, schaffen eine charmante Verbindung dazu.

Sweet Home bei LiedkeReichelt, ©Rita Palanikumar

Hier wird der Durchgang in den oberen Wohnteil des Hauses ersichtlich. Holzböden, viel Weiss und zarte Farben schaffen eine freundliche Atmosphäre. 

Sweet Home bei LiedkeReichelt, ©Rita Palanikumar

 Der Treppenaufgang ist ganz in Weiss gehalten und dient als die Galerie des Hauses. Mit vielen Bildern und Skulpturen bestückt, wird das Auf und Ab im Haus noch attraktiver.

Sweet Home bei LiedkeReichelt, ©Rita Palanikumar

 Die schöne Lage des Hauses wurde schon beim Bau mit grossen Aussichtsfenstern in die Architektur integriert. Dieses hier nimmt die Dachschräge auf und befindet sich im Wohnzimmer des oberen Stockwerkes.

Sweet Home bei LiedkeReichelt, ©Rita Palanikumar

 In den Bädern sorgen farbige Keramikkacheln für südlichen Charme. Die Armaturen und praktischen Staumöbel sind modern, schlicht und sinnlich in dunklen Farbtönen gehalten.

Sweet Home bei LiedkeReichelt, ©Rita Palanikumar

Die gleichen Kacheln wie im Bad hat Ingrid auch für die Küche gewählt. Hier kombiniert sie alte, typische Küchenmöbel mit der modernen, praktischen Einbauküche. Ein zartes, gebrochenes Rosa ziert die Wände und macht die Küche zum kleine Juwel.

Sweet Home bei LiedkeReichelt, ©Rita Palanikumar

Bücher sind für Ingrid sehr wichtig, einige davon stellt sie hier mit antiken Spielsachen von sich und ihrem Vater aufs Regal.

Sweet Home bei LiedkeReichelt, ©Rita Palanikumar

 Auf einem antiken Regal haben neben den Büchern auch formschöne Glassachen, Lieblingsstücke und Familienfotos einen angemessenen Platz. 

Ingrid Liedtkes Webseite: Herzenbluehen.ch
Thomas Reichelts Webseite: Reicheltbauleitung.ch

 

So sinnlich wohnen die Schweizer

Marianne Kohler am Sonntag den 23. März 2014

Auf unseren Hausbesuchen finden die Fotografin Rita Palanikumar und ich erstaunlich viele gewagte und aussergewöhnliche Einrichtungsideen. Sehen Sie selbst, wie sinnlich und individuell die Schweizer wohnen!

Alle Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

Sweet Home bei Barbara Gehri, ©Rita Palanikumar

DIE ENTSPANNTE ECKE BEI BARBARA GEHRI 
Barbara Gehri hat es geschafft, ihre Wohnung so einzurichten, dass überall viel Platz zum Wohnen entstanden ist. Diese gemütliche kleine Sitzecke befindet sich zum Beispiel im Schlafzimmer. Barbara hat sie mit einer dominanten, formschönen Tischleuchte, einem auffälligen Bild und einem grossen Rosenstrauss attraktiv und einladend gestaltet. Sehen Sie mehr von Barbara Gehris Wohnideen hier.

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DAS SCHLAFZIMMER VON ARTHUR ROOKS 
Wir hätten nie eine solch dramatische und sinnliche Wohnung erwartet, als wir das einfache Miethaus im Zürcher Langstrassenquartier betraten, in dem Arthurs Wohnung sich befindet. Die Wohnung offenbart gleich beim Eintritt durch die Wohnungstür ihren aussergewöhnlichen Charme. Viele Farben, ein gekonnter Mustermix und fantastische Einzelstücke, alles kombiniert zu einem sehr persönlichen Ganzen. Im Schlafzimmer hat sich Arthur für eine dramatische orientalische Tapete in Gold und dunkelrotviolett entschieden. Als Auffrischer hat er hübsche, formschöne weisse Vasen aufs Nachttischchen gestellt und natürlich farblich passende Tulpen. Der Interiordesigner kokettiert mit ganz unterschiedlichen Stilelementen und schafft es, diese gekonnt zu einem harmonischen Ganzen zusammenzubringen. Entdecken Sie hier mehr von Arthur Rooks sinnlichen Wohnideen.

Sweet Home Homestory Barbara Wick

 DAS WOHNZIMMER DER FAMILIE WICK
Sinnlich wohnen geht auch mit einer Familie, das haben die Wicks mit viel Eigeneinsatz geschafft  und ihr gemietetes Stadthaus selber renoviert und eingerichtet. Im Wohnzimmer steht eine sommerlich und leicht wirkende Korbmöbelgruppe, kontrastreich kombiniert mit einem dunklem Couchtisch und Fell. An der Wand hängt ein Bild, das Reto Wick gemalt hat und mit seiner Grösse und den differenzierten dunklen Farbtönen dem Raum Tiefe vermittelt. Sehen Sie hier mehr Einrichtungsideen der Familie Wick.

Sweet Home bei Beat Roemmel; Copyright Rita Palanikumar

DER SALON VON BEAT ROEMMEL
Sein Solothurner Haus aus dem 18. Jahrhundert hat der Interiordekorateur Beat Roemmel gewagt und zugleich sehr respektvoll eingerichtet. In einem der beiden Wohnzimmer hat er das Holzwerk weiss lackiert und Wände und Decke in sanften, satten Farbtönen gestrichen. Die Farbigkeit wird mit einem modernen lilafarbenen Sofa und edlen Degradé- Leinenvorhängen vervollkommnet. Beat zeigt damit, dass sich Tradition und Moderne sehr gut verstehen und sich gegenseitig ins beste Licht rücken. Lassen Sie sich von Beat Roemmels Einrichtungsstil hier verführen.

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DAS HIMMELBETT VON RICHARD RAU
Richard Rau hat sein Haus seinem Sohn und dessen Familie überlassen und sich im Erdgeschoss so etwas wie ein Stöckle eingerichtet. Es ist eine kuriose Wunderkammer, die alles integriert, was dem Werber und Künstler lieb ist, was er gefunden und erschaffen hat. Zusammen bildet das Ganze ein sehr sinnliches, persönliches Refugium. Der Mann hat sogar ein Himmelbett und schläft darin bestimmt wie ein König. Entdecken Sie Richard Rau's Wohnwelt hier.

Sweet Home bei Ines Bösch ©Rita Palanikumar

DIE KÜCHE VON INES BOESCH
In der Westschweiz, nahe am Arbeitsort Ihres Mannes, hat sich Ines Boesch mit ihrer Familie ein ganz besonderes Holzhaus aufgestellt. Es wurde nämlich aus Fertigelementen, nach Zeichnungen und Ideen der Künstlerin, aufgebaut. Das Haus, zu dem auch ein Atelier gehört, ist ein wunderschöner Bohemia-Traum. Es wirkt grosszügig, entspannt und strahlt die Persönlichkeit und Kreativität der Bewohner aus. Besonders sinnlich ist die Küche. Hier trifft Landhaus auf Künstlerhaushalt und man spürt sofort, dass hier gut, frisch und mit viel Liebe gekocht wird für Menschen, die geniessen und gerne zuhause sind. Entdecken Sie die künstlerische Welt und das aussergewöhnliche Holzhaus von Ines Boesch hier.

Sweet Home Gianne und Milli

DER ESSTISCH VON GIANNE HOLMGREN UND MILIJA KOVACEVIC
Bei den beiden Einrichtungsexperten Gianne Holmgren und Milija Kovacevic strahlt die Wohnung ein so starkes Willkommensgefühl aus, dass man am liebsten dableiben möchte. Herzstück und Mittelpunkt bildet ein überlanger alter Holztisch, der eine offene Küche mit der Aussicht auf den Innenhof und dem Wohnzimmer verbindet. Er steht also tatsächlich mittendrin! Eine grosse Deckenleuchte strahlt warmes Licht aus und Designerstühle in verschiedenen Farben laden ein, lange sitzenzubleiben. Die Wärme dieser Tischsituation strahlt auf die ganze Wohnung aus, entdecken Sie mehr davon hier.

Sweet Home bei Conny Pfister; Contra-Punkt; Copyright Rita Palanikumar

 DAS MUSIKZIMMER VON CONNY PFISTER
Ein starker Zugang zur Musik ist in der Wohnung der Familie Pfister zu spüren. Conny, die Einrichtungexpertin, hat für Ihren Mann, einen Musiker, und die ganze Familie ein wohnliches, sinnliches Musikzimmer kreiert, das «Höre mit den Augen» aussagt. Als Tapete dienen Notenblätter; weiche Sessel stehen für die Zuhörer da, der Flügel wird von der Sonne beschienen und die stillen Farben in Hell-Dunkel-Kontrast lassen Platz für die Musik. Entdecken Sie hier auch die anderen Räume von Conny Pfisters Wohnung. 

Sweet Home bei Werner Müller, Rost + Gold, ©Rita Palanikumar

DAS ESSZIMMER VON WERNER MÜLLER
Ein klitzekleines Chalet steht mitten in einem riesengrossen Garten – ein Paradies, das Werner Müller mitten in der Stadt Zürich gefunden hat. Und er hat es auch dementsprechend eigerichtet: gemütlich, sinnlich, versponnen, märchenhaft – eine eigene kleine Welt. Das Esszimmer, das zu einer offenen Küche gehört, ist in tiefem Rot gestrichen. Eingerichtet wurde mit Antiquitäten, Kunst und Kuriosem. Die Stimmung ist stark – so wie der Rest von Werner Müllers Wohnwelt, den Sie hier finden.

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SEXY FARBEN BEI MARTIN HAUSER
Sinnlichkeit geht auch auf die moderne, reduzierte Art. Und keiner kriegt das besser hin wie der Designer und Einrichtungsexperte Martin Hauser. Er wohnt in einem kleinen Haus des renommierten Schweizer Architekten Eduard Neuenschwander und hat dieses mit Möbelstücken, die er selber entworfen hat, eingerichtet. Aus Martin Hausers Kollektion sind auch diese lila Liegen,welche er zum Lesen und Musikhören auf einen roten Teppich gestellt hat. Endecken Sie Martin Hausers stilvolles Zuhause hier.

 

Sweet Home beim Designer Kevin Fries

Marianne Kohler am Dienstag den 4. Februar 2014

Wollten Sie wie wir auch schon immer wissen, wie ein Möbeldesigner selber wohnt? Wir besuchten den Zürcher Designer Kevin Fries vom Designduo Fries & Zumbühl und fanden eine frische, verspielte typische «Jungswohnung» mit vielen interessanten Einzelstücken, frechen Details, charmantem Ordnungssinn und viel guter Laune.

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home 

Sweet Home bei Kevin Fries / Fries Zumbühl ©Rita Palanikumar

Kevin Fries hat eine Lehre als Dekogestalter bei Grieder les Boutiques absolviert. Als er danach zu arbeiten begann, empfand er diese Berufswelt als viel zu theatralisch. Das war in den 90er-Jahren, und damals war üppiges Drama angesagt. So entschloss er sich, die Aufnahmeprüfung für Industriedesign an der Zürcher Hochschule für Kunst zu machen. Er wurde aufgenommen und traf dort bei einer Zusammenarbeit seinen Designpartner Jakob Zumbühl. Die beiden gründeten Fries & Zumbühl, arbeiten nun seit 2003 zusammen und kreieren ganz unterschiedliche Projekte, Möbel und Produkte. Viele davon sind sehr bekannt geworden, wie zum Beispiel die Waldhausleuchte, die Domo-Garderobe oder das Darling-Bett. Letzteres könne er sich leider selbst nicht leisten, antwortet Kevin Fries lachend auf die Frage, weshalb denn seine Matratze auf dem Boden liegt. «Schreib ruhig, dass man als Designer nicht reich werden kann; wir bekommen zwei bis fünf Prozent vom Einkaufspreis», sagt Fries, der sich seinen Lebensunterhalt nebenbei immer wieder mit den verschiedensten Jobs verdient. So hat er zum Beispiel argentinischen Biowein bei Dieter Meiers Ojo de Agua verkauft oder arbeitete als Barpianist und Model. Momentan überlegt er sich, eine Ausbildung als Tramchauffeur zu machen. «So mache ich einen Job, der nichts mit meiner kreativen Arbeit zu tun hat, und habe so meinen Kopf frei für neue Designprojekte.»

Sweet Home bei Kevin Fries / Fries Zumbühl ©Rita Palanikumar

Kevin Fries’ Wohnung befindet sich in der Überbauung James in Albisrieden – ein Wohnkomplex, bei dem auch Serviceleistungen angeboten werden «wie Taxi reservieren, Päckli entgegennehmen oder Büsi füttern», wie Kevin sagt. «Im Hochhaus gibt es auch einen Butlerservice, der ist aber nicht so, wie man sich das gemeinhin vorstellt, also nicht mit einem Bediensteten in Uniform wie in Amerika oder mit einem schicken Empfangsservice.» Tatsächlich ist das Treppenhaus belebt, mit Dingen verstellt und partiell kunterbunt angestrichen. «Ich denke, sie hatten nicht mehr genug Farbe für den letzten Gebäudekomplex übrig und haben somit diese unfertige Anstrichsart gewählt», lacht Kevin. Er wohnt seit drei Jahren in einer grossen Zweizimmerwohnung. «Ich hatte Glück, denn wahrscheinlich haben viele nicht das Potenzial der Wohnung gesehen. Das grosse Entree gibt eigentlich ein drittes Zimmer ab.» Die Räume sind grosszügig, die Architektur strahlt zeitlose Moderne aus, wirkt aber warm und wohnlich durch die Holzböden und die schwarzen Türen, Fenster- und Türrahmen. Der grosse Wohn-/Essraum ist offen durch den Eingang betretbar und hat zwei Türen; die eine führt wiederum in den Eingangsbereich, die andere ins Badezimmer. 

Sweet Home bei Kevin Fries / Fries Zumbühl ©Rita Palanikumar

Die Fensterfront öffnet sich auf den sich über die ganze Wohn-/Esszimmerlänge hinstreckenden Balkon. Auf dem Fenstersims stehen kleine Dinge, die Kevin einfach formschön findet oder die eine Bedeutung haben.

Sweet Home bei Kevin Fries / Fries Zumbühl ©Rita Palanikumar

Auf dem winterlichen Balkon warten Gartenmöbel und Pflanzen in speziellen Eternitgefässen auf den Grossstadtsommer und auf Balkonpartys. 

Sweet Home bei Kevin Fries / Fries Zumbühl ©Rita Palanikumar

Die Einbauküche ist praktisch, stilmässig neutral und passend zum Rest der Innenarchitektur an einer Wand platziert. «Eine gute Lösung, die man viel zu wenig in Mietwohnungen antrifft», erklärt Kevin. Er hat die Strenge der Moderne mit einem alten, grossen, gemütlichen Holztisch und einer femininen, zarten Metallleuchte gebrochen. Als Weinregal dient eine alte Trittleiter. 

Sweet Home bei Kevin Fries / Fries Zumbühl ©Rita Palanikumar

«Alle fragen mich, was das da an der Kühlschranktür wohl heisst!», sagt Kevin. Genau dies hat er auch beabsichtigt.

Sweet Home bei Kevin Fries / Fries Zumbühl ©Rita Palanikumar

Hier ist schön das Raum- und Gestaltungskonzept der Stadtwohnung zu sehen: grosses Entree mit vielen Türen, die für Licht und Durchblick sorgen, ein Bad, das von beiden Räumen zugänglich ist, Holzboden in der ganzen Wohnung, Keramik im Bad und Schwarz für Türen, Rahmen und Sockelleisten. Eine Bühne, die perfekt zu Kevins Wohnstil passt, der sich durch viele formschöne Einzelstücke definiert: gefunden, selbst entworfen oder wegen ihrer starken Formgebung gewählt. 

Sweet Home bei Kevin Fries / Fries Zumbühl ©Rita Palanikumar

Im grossen Entree steht Kevins Flügel, und darauf hat es nicht nur Noten. 

Sweet Home bei Kevin Fries / Fries Zumbühl ©Rita Palanikumar

Wenn alle Türen offen sind, ist der Eingangsbereich ein heller, grosszügiger Raum, der hier zum Musizieren dient und Platz bietet für Regalmöbel, gefüllt mit Platten, Plattenspieler und Bücher. 

Sweet Home bei Kevin Fries / Fries Zumbühl ©Rita Palanikumar

Im hinteren Bereich, gleich bei der Wohnungstür, bietet das Entree Nischen und Platz für Kevins ersten Einrichtungsgegenstand, ein superschönes Schuhmöbel aus Eternit. Quadratische und längliche Module bieten abwechslungsweise Platz für Schuhe, Sneakerberge, Stiefel und Hüte.

Sweet Home bei Kevin Fries / Fries Zumbühl ©Rita Palanikumar

Seine Taschensammlung hängt Kevin praktisch und dekorativ einfach an grosse Haken an der Wand. 

Sweet Home bei Kevin Fries / Fries Zumbühl ©Rita Palanikumar

Der grosse Spiegel dient als Herzeige-Plattform für einen Kunstdruck, das antike Nachttischen steht im Entree und flirtet mit einer interessanten Tischleuchte, einem Prototyp aus dem Studio Fries & Zumbühl.

Sweet Home bei Kevin Fries / Fries Zumbühl ©Rita Palanikumar

Und im Schlafzimmer liegt nun, aus bekanntem Grund, die Matratze auf dem Boden. Dafür ist sie in guter Gesellschaft mit der Waldhausleuchte, einem Eternitregal, einem Betonkubus als Nachttisch und einem freundlichen Hund aus Pappe. Die Leichtigkeit des Raumes unterstützt Kevin mit schlichten weissen Vorhängen. 

Sweet Home bei Kevin Fries / Fries Zumbühl ©Rita Palanikumar

Die wunderschöne Form-, Material- und Stilkomposition im Schlafzimmer.

Sweet Home bei Kevin Fries / Fries Zumbühl ©Rita Palanikumar

In einer Schlafzimmerecke trifft sich das Retroregal mit einer neuen Fries-&-Zumbühl-Kreation, einem schlichten, stummen Diener, der Platz bietet für eine stilvolle und ordentliche Kleiderablage. Die raffinierte Lampe Aladin, die das leidige Kabelproblem als Designkonzept in sich aufgenommen hat, ist leider nur ein Prototyp.

Sweet Home bei Kevin Fries / Fries Zumbühl ©Rita Palanikumar

Weiss für Leinenbettwäsche und edle Baumwollvorhänge und Karton für den besten Freund.

Sweet Home bei Kevin Fries / Fries Zumbühl ©Rita Palanikumar

Im Entree steht ein geschwungener Stuhl, ein Fundstück in typischem Midcentury-Design, ganz wohnlich auf einem antiken Teppich.

Sweet Home bei Kevin Fries / Fries Zumbühl ©Rita Palanikumar

Der kleine Hausfreund im Wohnzimmer ist ein «Guetslimännli» – Kunst, die aus Verpackungsinnenleben und Gips entstanden ist. 

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