Heute ist Muttertag. Die Kinder basteln, die Väter verbrennen Toastbrote und Familienausflügler verstopfen Strassen und Museen. Sweet Home findet, dass dieser Tag perfekt ist, um Frauen zu verwöhnen. Das werden sie nämlich viel zu wenig! Hier sind zehn Dinge, die wir Frauen uns wünschen – nicht jeden Tag, aber auch nicht nur heute – einfach öfter.


1 FRÜHSTÜCK IM BETT
Heute ist vielleicht der einzige Tag, an dem Mütter das Frühstück ans Bett serviert bekommen. Frauen wünschen sich das öfter, wie im Hotel, und selbstverständlich inklusive abräumen und abwaschen. Bild über: Culinary Porn.
Sie brauchen dazu gekochte Kartoffeln vom Vortag. Diese schälen und würfeln. Braten Sie in einer Pfanne Bratspecktranchen langsam an, bis das Fett geschmolzen ist. Dann legen Sie die Scheiben auf Küchenpapier. Nun entfernen Sie das überschüssige Fett, geben ein wenig Butter dazu und braten die Kartoffelwürfelchen goldbraun. Brechen Sie den Speck in Stückchen, mischen Sie ihn unter die Kartoffeln und servieren Sie dazu Spiegeleier, in Butter gebraten. Damit es hübsch aussieht, streuen Sie auch noch ein paar Speckstückchen über die Eier. Mit feinem, frisch gebackenem Baguette servieren.

Verwöhnen bedeutet für uns nicht, besonders viel Aufmerksamkeit zu bekommen, sondern vor allem auch Zeit für uns. Viele Frauen sind heute berufstätig und noch immer wird der grösste Teil der täglichen Hausarbeit von Frauen erledigt: Wäsche waschen, bügeln, falten usw. Da bleibt wenig Zeit, ein Buch zu lesen, die Gedanken schweifen zu lassen, abzuschalten. Deswegen heisst verwöhnen auch, uns einfach mal in Ruhe zu lassen.

In vielen Beziehungen und Familien sind gemeinsame Unternehmungen mit Stress verbunden und daher viel zu selten. Wir wünschen uns unkomplizierte Ausflüge, bei denen nicht gestritten wird: Spaziergänge im Wald ohne Murren und Stöhnen oder Picknicks, die wir nicht immer selber organisieren und einpacken müssen.

Blumen, Pralinen, eine nette Kleinigkeit ab und zu: Das tut gut. Wir möchten uns aber nicht für jeden Blumenstrauss endlos bedanken müssen, als wäre er eine besondere Heldentat. Wir wünschen uns diese kleinen Geschenke und Anerkennungen als Dankeschön für unsere Alltagsarbeit.

Es ist statistisch bewiesen, dass Frauen viel mehr Hausarbeit leisten als Männer. Auch Frauen, die gleich viel oder gar mehr Arbeit ausser Haus leisten als Männer. Also bitte packt mit an. Es ist nicht so, dass wir Hausarbeit mehr mögen, wir fühlen uns ganz einfach verantwortlich und schätzen ein ordentliches Zuhause. Wir wünschen uns aber Mithilfe, und zwar keine demonstrative, sondern solche, die mit Liebe erledigt wird – und nicht nur halbherzig oder mit viel Trara. Bild über: Tracepaper.

Nichts gegen Pizza vor dem Fernseher oder Rösti in der Küche, aber ab und zu ein Kerzchen auf dem Tisch, ein längeres Zusammensitzen und schönere Kleider im Alltag fördern die Romantik und den gegenseitigen Respekt.

7 DAS ABENDESSEN ÖFTER MAL SERVIERT BEKOMMEN!
Kochen ist kreativ und macht eigentlich auch Spass, aber nicht jeden Tag. Manchmal möchten auch wir uns an einen gemachten Tisch setzen und etwas Feines serviert bekommen wie diese Pasta mit Gemüse. Bild über: Culinary Porn.
Schneiden Sie Peperoni, Zucchetti, Auberginen und Tomaten in kleine Würfel. Hacken Sie eine Schalotte und zerquetschen Sie eine Knoblauchzehe. Nun dünsten Sie die Zwiebel in Olivenöl an und geben die Knoblauchzehe dazu. Sobald diese zu duften beginnt, geben Sie die Zucchetti, Peperoni und die Auberginen bei, gut andünsten, dann die Tomaten und ein paar zerrissene Basilikumblätter beigeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und alles einige Minuten weiterdünsten. In der Zwischenzeit die Pasta, gemäss Packungsangaben al dente kochen. Wenn die Sauce zu dick ist, ein wenig Pastawasser beigeben. Die Pasta aus dem Wasser nehmen und mit der Gemüsesauce mischen. Mit frisch geriebenem Parmesan und einem guten Glas Rotwein servieren. Und ja: mit einem Kerzchen auf dem Tisch!

Die Alltagsabende sind oft mit kleinen Streitereien, Kinderlärm und Fernsehschauen besetzt. Wieso nicht ab und zu gemütlich zusammensitzen, ein Buch lesen, Musik hören oder sich etwas erzählen?

Und wenn wir doch mal einen TV-Abend geniessen, erwarten wir mehr Verständnis für unseren Hang, Kitschserien anzusehen und dabei gar noch Tränen zu vergiessen. Wir dulden schliesslich auch Fussball, Formel 1 oder Katastrophenactionfilme in zwölf Teilen.

Viele Frauen passen sich den coolen, praktischen, designorientierten Wohnvorstellungen ihrer Männer an und schaffen ganz selbstverständlich Platz für die Familie, ohne dabei an sich zu denken. Besonders Hausfrauen brauchen ganz dringend ein Zimmer für sich alleine, ein Büro, ein Atelier, einen Rückzugsort. Und alle Frauen brauchen Platz, um Stil und Weiblichkeit auszudrücken, auch die, die in die Wohnung ihres Freundes gezogen sind. Bild über: Maison Boheme.


Geranien sind wunderschöne, sinnliche Blumen. Stellen Sie eine einzelne Blüte ein und freuen Sie sich daran. Bild über: 





Sieht doch viel schöner aus! Malen Sie die Stiele Ihrer Kochlöffel mit verschiedenen Lackfarben an. Bild über:
Marianne Kohler ist Stylistin und Journalistin, sie begann ihre Karriere als Textildesignerin, arbeitete in Paris und New York, bevor sie einige Jahre das Moderessort der Zeitschrift Annabelle leitete. Heute arbeitet sie für Zeitschriften wie «Glamour» sowie Interior-Firmen im In- und Ausland. Marianne Kohler lebt mit ihrem englischen Mann David und ihrem Hündchen Miss C. in Zürich. 





























































































