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Archiv für die Kategorie „Design“

Möbelmesse Milano – Lieblingsstücke

Marianne Kohler am Dienstag den 24. April 2012

Exklusiv für Sweet Home hat der in Mailand lebende und arbeitende Schweizer Art Director und Illustrator Daniele Costa die Sweet-Home-Lieblingsstücke der Mailänder Möbelmesse illustriert.

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An der diesjährigen Mailänder Möbelmesse sind viele wunderschöne, neue Designermöbel aufgefallen, aber auch Neueditionen aus dem Designfundus der verschiedenen Firmen. Die Moderne des Designs aus dem Midcentury prägt auch neues Design stark, denn die Leichtigkeit und die Formsprache, die Anfang bis Mitte 20. Jahrhunderts entstanden ist, passt perfekt in unsere Zeit. Das Neue und das Alte verbindet sich vor allem im Wohnbereich sehr harmonisch. So leben wir denn gerne mit Erbstücken, suchen aber auch immer wieder nach Neuem, das uns durchs Leben begleiten kann. Diese edlen Möbel sind da, um mit uns zu leben und vielleicht steht ja bald eines davon in Ihrem Zuhause. Die Illustrationen von Daniele Costa zeigen, dass praktische Möbelstücke auch formschöne, interessante und begehrenswerte Objekte sind.

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Loungesessel werden heute zu Sofas gestellt, vermitteln diesen Leichtigkeit und eine gewisse Zufälligkeit. Sie stehen aber auch oft einzeln da, als Lese- oder Relaxsessel. Ein besonders schönes Stück hat der Schweizer Stardesigner Alfredo Häberli für Moroso kreiert. Die zarten Farben und das weiche Innenleben stehen spielerisch zur geometrischen, formstarken Schale. So ist der Sessel eine Mischung von coolem Loungechair und weichem Kuschelplatz. Sein Name beschreibt ihn perfekt: Take a Soft Line For a Walk. Der Stuhl, ein typisches Beispiel von Neuem und Alten, das harmonisch zusammenkommt, entstand vor mehr als 10 Jahren und hat nun ein wolkenweiches Innenleben bekommen. Dieses kann aber auch entfernt werden und ist mit einem fluofarbenem Reissverschluss am Stuhl befestigt.

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Ein anderes Beispiel von Neu und Alt ist der Comb Back Chair von Patricia Urquiola für Kartell. Vorlage waren die alten, englischen Comb-Back-Stühle aus dem 18. Jahrhundert,  die mit ihren Stäbchen-Rücken an Kämme erinnern.

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Nicht nur grosse Möbel sind Objekte unserer Begierde, sondern auch Wohnaccessoires, an erster Stelle Lampen. Sie sind im Vergleich zur Mode so was wie die Schuhe. So wie diese den Look eines Outfits komplett verändern können, setzen auch Lampen eine starkes Stilstatement. Eines der Lieblingsstücke ist die Charleston-Leuchte von Carlo Dal Bianco für Campeggi. Sie kokettiert mit den Zwanzigerjahren, welche momentan wieder omnipräsent sind. Die goldene Dekade zwischen den zwei Weltkriegen war geprägt von Partyfieber, Lebenslust, Zukunftsglauben und Modernität und endete mit einem grossen Knall. Die Lampe nimmt die spielerischen Elemente der Zeit auf und nennt sich Charleston, nach dem berühmten, amerikanischen Tanz. Der Lampenschirm ist mit den Fransen der Flapper-Kleider versehen, hat eine feste Platte und kann durch Verstellen zum hübschen, kleinen Beistelltisch werden.

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Ein grosser Trend auf der Messe waren Möbel und Objekte, die einen Bezug zu Mediengeräten haben. Neuartig, zum Teil futuristisch und spielerisch, lassen sie Bücherwände, TV-Möbel und CD-Regale alt aussehen. Ein witziges Beispiel zeigt Campeggi mit dem iPouf von Emanuele Magini. Der gepolsterte Pouf nimmt Bezug auf die Apple-Produkte, die unsere Zeit stark prägen. Er zeigt sich in Form einer Posaune und hat integrierte, drahtlose Lautspecherboxen.

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Der allerschönste «Campingstuhl» ist aus dem Jahre 1946 und wurde von Vico Magistretti entworfen. Zum Glück produziert ihn Campeggi nun wieder.

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Dass Möbel Kunst und Handwerk in sich vereinen, beweist Emmemobili mit der neuen Regalversion von Arlequin, die der Designer Ferruccio Laviani entworfen hat.

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Neonfarben leuchten in Mailand den Weg in eine neue Saison. Der Wagen Chariot von GamFratesi für Casamania ist ein besonders gelungenes Stück. Fluorot und mit übergrossen Rädern ist er definitiv ein Blickfänger. Es gibt ihn selbstverständlich auch noch als dezentere Version aus Holz.

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Handgestricktes, Grobes, Handwerkliches sitzt auch in der ersten Reihe: Die Lampenserie Granny von Pudelskern für Casamania ist aus massiver Eiche und Tiroler Wolle.

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Sanft, weich und elegant in der Form ist der Stuhl Lepel von Luca Nicchetto für Casamania. Er ist mit Stoff oder Leder überzogen.

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Klar gibt es bei Thonet auch neue schöne Stücke, aber diese klassischer Garderobe, so alt und doch so modern, verführt einfach!

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Anders und ganz einfach überwältigend geht man bei Fratelli Boffi mit Möbeldesign um. Die Kommode aus dem 18. Jahrhundert hat ganz einfach ein neonpinkes Loch und wird so zu einer Art Zeitmaschine.

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Der luxuriöse, goldene Flechtstuhl Lui 5, eine Mischung von Breuerstuhl und Alice-im-Wunderland-Thron, wurde vom Schweizer Designer Philippe Bestenheider für die Fratelli Boffi entworfen.

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Die Österreicher sind im Vormarsch und zeigten eine grosse Vielfalt an neuem Design. Ein Lieblingsstück ist definitiv die übergrosse Perlenkette-Lampe. Sie heisst Pearl Light und ist von Klaus Engelhorn für Polkaproducts entwickelt worden.

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Ein lustiges Teil, das sich bestimmt in einer Boutique oder in einem Club gut macht, ist diese Lampe des libanesischen Interiordesigners Vick Vanlian.

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Auch Verner Panton zeigt sich wieder. Die dänische Firma Verpan hat den Modular Chair von 1960 aus der Mottenkiste geholt und neu aufgelegt. Er wirkt auch heute noch sehr modern.

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Bei Zanotta sorgt die Ente Sirfo aus dem Jahre 1986 für gute Laune und erlaubt einen Blick in die Vergangenheit. Sie kann eine Glasplatte tragen und ist ein freundliches Beistelltischchen. Entworfen hat sie Alessandro Mendini.

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Das Schweizer Designstudio Hannes Wettstein hat für Maxdesign diesen Stuhl entworfen.

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Zum Spielen aufgelegt ist man auch bei Magis, das beweisen die sogenannten Spun-Objekte von Thomas Heatherwick.

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Eine kleine Skulptur: die Garderobe Visp von Blå Statio.

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Wieder zurück in die Seventies und zu einem typischen Stilbeispiel dieser Zeit. Der Korbstuhl von B+B ist für draussen gedacht und macht Lust auf einen schönen, wohnlichen und unkomplizierten Sommer.

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Der Schweizer Art Director und Illustrator Daniele Costa lebt ihn Mailand und arbeitet für renommierte Zeitschriften sowie Mode- und Designmarken im Luxusbereich. Seine Arbeiten sind auf seinem wunderschönen Illustrationsblog zu finden.

Möbelmesse Milano 2012 – Damit wohnen wir morgen

Marianne Kohler am Sonntag den 22. April 2012

Wohnen bekommt heute, in einer Zeit, die von Wandel und Schnelligkeit geprägt ist, eine immer grössere Bedeutung. Daher ist ein Ereignis wie die Mailänder Möbelmesse mindestens so wichtig wie Modeschauen und Autosalons. Im Gegensatz zu solchen Messen zieht sie ganz unterschiedliche Menschen an. Dementsprechend findet man auch die verschiedensten Trends, Stile und Interpretationen des Themas Wohnen. Es ist diese Vielfältigkeit, die den Wohnbereich am stärksten prägt und individuelles Wohnen ermöglicht.

Unsere Welt zu Hause, unser Rückzugsgebiet in den eigenen vier Wänden, ist immer sehr persönlich. Wir möchten nicht in Showräumen wohnen, sondern in gemütlichen, praktischen und schönen Wohnungen. Aus den grossen Angeboten picken wir uns die Einzelstücke heraus, die uns gefallen und inszenieren sie so, dass sie in unser Leben passen. Dieses Persönliche, Wohnliche und Supergemütliche war denn auch die Grundtendenz, die in Mailand zu spüren war. Zudem waren die Siebzigerjahre allgegenwärtig, wie der erste Eindruck aus Mailand am Donnerstag gezeigt hat. Heute geht die grösste internationale Möbelmesse zu Ende und Sweet Home präsentiert weitere Highlights.

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Die Möbel werden weich, die Farben sanft und warm. Luxuriös zeigen sich die differenzierten Farbtöne, oft in Samt, Velours oder Wolle. Sie schimmern und verführen mit einer Sinnlichkeit und Stilsicherheit, für die die Italiener einfach das richtige Gefühl haben. Die schönsten Farben zeigte definitiv Moroso. Möbel, Teppiche und Accessoires sind wie eine Künstlerpalette gestaltet. Im Bild oben sind der Sessel Coat und die Körbe Bask von Sebastian Herkner zu sehen.

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Das neue Sofa des bekannten Schweizer Designers Alfredo Häberli für Moroso heisst Softbox, und soft ist nicht nur das Innenleben, sondern auch seine feminine, zarte und elegante Farbigkeit.

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Zanotta zeigt mit dem neuen Partysofa von Gabriele Rosa eine wunderschöne, elegante und individuell zusammenstellbare Wohnlandschaft. Dazu werden praktische Beistellmöbel kombiniert. Kissen, Decken und Teppiche sorgen für noch mehr Wohnlichkeit.

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Wenn man mal auf dem Sofa arbeitet oder zu Musik entspannt, ist das neue Tischchen Toi von Salvatore Indriolo ideal (Bild links). Es bietet eine perfekte Abstellfläche und Stauraum. Auf dem rechten Bild ist das Sofa Altopiano von Ludovica und Roberto Palomba zu sehen. Es besteht aus frei zusammenstellbaren Modulen. Alles von Zanotta.

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Campeggi hat sich auf witzige, praktische Möbelideen spezialisiert. So ist diese Sitzlandschaft Stad von Matali Crasset ein kleines Wohnzimmer für sich, das man sogar in ein Schlafzimmer verwandeln kann.

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Und für Fitness und Spielfreude zu Hause sorgt Lazy Football von Campeggi, ein Indoor-Outdoor-Stuhl aus Metall, der mit einem kleinen Tornetz versehen ist.

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Die Gebrüder Bouroullec kreierten diese kleinen Regalelemente Corniche für Vitra. Sie sind wie kleine Felsvorsprünge, die an der Wand hängen. Darauf finden die kleinen Lieblingssachen, die wir im Alltag gerne um uns haben, einen Platz.

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Was mir an Mailand persönlich am besten gefällt, ist die elegante Shabby-Chic-Atmosphäre, die sich durch die ganze Stadt zieht. Wohnungen und Geschäfte befinden sich in wunderschönen, alten Häusern und sind oft auf eine elegante, aber unkomplizierte Art eingerichtet und gestaltet. Wunderschöne Beispiele sind die Showräume von Boffi oder die Wohnräume von Dimore Studio im gleichen Gebäudekomplex.

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Die Vereinigung von Alt und Neu, die Eleganz der Siebziger- und Vierzigerjahre und die Moderne der Gegenwart bringt Emmemobili besonders schön zusammen. Hier sind die hölzernen Wandmodule Boiserie von Ferruccio Laviani wunderschön inszeniert.

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Der Holztisch Twaya von Feruccio Laviani für Emmemobili ist auch ein schönes Beispiel, das Gegensätze in sich vereint. Der Tisch ist aus massiver Eiche und geformt wie ein üppig wallendes Tischtuch.

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Kuscheln erlaubt, zu zweit oder alleine: Der kapriziöse, weiche Sessel Collerette von Les M für Casamania macht dies möglich. Er ist eine Art Pouf, der sich mit Kuscheldecke zum Sessel und zur Relaxzone verwandelt.

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Dieses kokette, poetische Bücherregal lässt viel Individualität zu. Farbig ausgepolstert und aus Metall lässt es sich an die Wand montieren oder aufstellen. Es heisst Alma und ist von Studio 63 für Casamania.

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Diese schlichte, senfgelbe Lackkonsole ist neuartig, praktisch und erinnert an die Seventies. Clematis ist von AL26.98 und könnte einen coolen Frühstückstisch abgeben.

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Ginko, auch von AL26.98, ist ein frei stehendes Regal, das wie eine Skulptur oder ein architektonisches Element eingesetzt werden kann.

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Neues in starken Kunstschule-Farben und im schlichten, modernisierten Retrolook zeigt Miniforms. Besonders aufgefallen sind die kubischen Kommoden Code von Studio Zaven in Cölinblau und Senfgelb, der Standhandspiegel Rétroviseur domestique von Ionna Vautrin und der freche Hocker Trex von Casa 1796, der sich mit einer Handbewegung in einen Beistelltisch verwandeln lässt.

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Tacchini legt mit dem Sessel Bianca von Franco Albini einen Klassiker aus dem Jahre 1939 neu auf. Er wurde ursprünglich für die luxuriöse Villa Monzino am Comersee entworfen.

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Der japanische Stardesigner Nendo hat für KPercent eine Black&Black-Kollektion entworfen. Einfache, praktische, formschöne Basismöbel, die man sich leisten kann. Zu sehen ist der Stuhl Melt (links) das Regal Brace (rechts oben), das Wandboard Scissors (unten links) und das Regal Rain (unten rechts).

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Stark im Trend sind Neuauflagen von alten Designs. So ist denn auch die Kiki-Kollektion von Artek bereits 1960 vom Designer und Innenarchitekten Ilmari Tapiovaara entworfen worden. Er gewann damals damit sogar den Gold Prize der Mailänder Möbelmesse. Ein weiterer Grund für Artek, die schlichten, modernen Möbel wieder zugänglich zu machen.

Möbelmesse Milano 2012 – Die Seventies melden sich zurück

Marianne Kohler am Donnerstag den 19. April 2012

Seit Dienstag findet in Mailand die grösste Möbelmesse statt. Auf der Suche nach Neuem, Schönem und Inspirierendem spazieren Interiorprofis aus aller Welt, Designstudenten, Architekten und Einkäufer der grossen Möbelhäuser durch die grossen Hallen der Messe und die verschiedenen Quartiere der Stadt. Neu ist einmal mehr das Alte. Für einmal sind es nicht die netten Fifties oder die coolen Sixties, sondern die frechen, relaxten Siebzigerjahre. Sie zeigen sich in einem neuen Licht interpretiert insgesamt raffinierter und eleganter. Aber die heile Welt der Wohnwände, die Sonnenuntergangsfarben der Poster und der poppig kitschige Discolook von damals ziehen wieder ein und bringen uns ein neues, entspanntes Wohngefühl.

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Die kuschelig weichen Polstersessel in Sonnengelb und der romantische Korbsessel mit Hippieflair sind beide für draussen gedacht und repräsentieren das entspannte Sommerfeeling von B+B.

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Linkes Bild: Handgestrickte, wunderschöne Kissen in warmen Sonnenuntergangsfarben möchten demnächst mit uns auf dem Sofa kuscheln. Sie sind von der Firma Arcade. Rechtes Bild: Runde Formen und auch warme Sunsettöne machen den kuscheligen Sessel von Tacchini supergemütlich.

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Voll durchgestylt mit dem ganzen Mut zum Kitsch und der Biederkeit der Seventies, zeigt sich das Ambiente bei Vitra. Fürs Styling der renommierten Firma sind Connie Hüsser und Till Weber verantwortlich. Sie haben aus dem Vollen geschöpft. Alles ist da, was die gemütliche Stube der Siebziger glamourös machte: die Fruchtschale mit Ananas, die Porzellanfigürchen, die kleinen Kakteen, die goldgelben Teppiche und die Exotikpflanze der Dekade, die Zimmerpalme. Sie sind das Bühnenbild für die neuen und klassischen Designerstücke von Vitra.

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Frisch und knallig sind die Fluofarben, welche in Mailand nicht nur überall modisch auf der Strasse zu sehen sind, sondern auch in den Showrooms und Geschäften im Interiorbereich. Diese tollen Stücke sind von Society, einer Marke, die für wunderschöne und edle Wäsche bekannt ist.

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Soviel Eleganz hatten die Fluofarben damals, als sie sich das erste Mal zeigten, noch nicht. Bei Boffi haben die Antiquitäten einen richtig starken Knall bekommen, so dass sie nun eigentlich eher Kunstobjekte sind.

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Amorphe Sitzgelegenheiten strahlen die Entspanntheit der Seventies aus. Vielleicht ist der Blick zurück in diese Zeit, die ja auch von einer Rezession geprägt war, als eine Art Hoffnung zu deuten. Denn in Erinnerung haben wir vor allem ihren Humor, den Glamour und die Verspieltheit. Diese beiden Sessel laden ein, reinzuplumpsen, abzuschalten und es sich so richtig gemütlich zu machen. Linkes Bild: Dieser Sessel heisst Fatty und ist österreichisches Design von Dejana Kabiljo. Rechtes Bild: Der runde, rote, mit Ohren und wulstigen Polstern ist von Normann Copenhagen.

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Stilvolle, weiche Formen zeigt uns Moroso, das interessante, innovative und sinnliche Interiorlabel. Der Sessel heisst Coat und ist von Sebastian Herkner.

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Moroso zeigt auch eine supersinnliche, warme Farbpalette von heissen Gelb- bis zarten Rosatönen. Der Sessel rechts heisst «Take a  Soft Line For a Walk» und ist vom Schweizer Designer Alfredo Häberli.

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Warme Farben, vor allem die Sunsettöne, zeigen viele Firmen, hier ein wunderschönes Beispiel von Arper

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Und klar gehört auch Disco und Pop in die Seventies. Auf dem linken Bild zeigt sich ein Stuhl von Artifort und auf der rechten Seite eine Lampe von Vick Vanlian.

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Und noch mehr Discoglamour von Vick Vanlian (links) und auf dem rechten Bild eine Inszenierung von Vitra.

Zehn neue Accessoires für Ihr Zuhause

Marianne Kohler am Dienstag den 17. April 2012

Sweet Home hat ein paar coole Stücke entdeckt, die mehr Farbe, mehr Freude und definitiv mehr Stil in die Wohnung bringen oder ganz einfach den Alltag verschönern. Da gibt es Stühle, die in trendigen Neonfarben leuchten, Türmatten, die stilvoll willkommen heissen, Kuscheldecken in zarten Farben, Buchstützen, die kleine Häuschen sind, interessantes, neues Möbeldesign oder wirklich starke Grafiken, mit denen Sie Ihre Wände zu neuem Leben erwecken können. Teil 2 der Serie «Top Ten».

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1 NEONFARBENE STÜHLE
Ja, Fluorfarben haben es tatsächlich in den Heimbereich geschafft. Kein Wunder, sie peppen die Einrichtung frech auf und setzen gewagte Akzente. Den Jake Chair, vom australischen Designstudio Koskela entworfen, gibt es sowohl in starken Neonfarben wie auch in Schwarz und Weiss. Der Holzsitz kann entweder in Limewash oder Schwarz gewählt werden. Mehr Info bekommen Sie über die Webseite von Koskela.

Maya Burgdorfer

2 TÜRMATTEN MIT KUNSTFOTOS
Da wir unserer Wohnungs- oder Haustür nicht einfach eine freche Farbe verpassen können, sind Türmatten zum Zeichen der Individualität geworden. Weit weg vom «Hotel-Mama-Stil» hat die Modedesignerin Maya Burgdorfer eigene Fotos in stilvolle Matten verwandelt. Die textilen Matten eignen sich übrigens auch gut fürs Auto und geben ein tolles Geschenk ab. Die Fussmatten können entweder über Maya Burgdorfers Webseite bestellt werden oder über den Couture Shop. Erhältlich zu 120 Franken.

Studio Makkinkbeyy

3 KUSCHELDECKEN MIT LANDSCHAFTEN
Hübsche, weiche Decken kann man nie genug haben. Diese edlen Mohairdecken sind zweifarbig gewoben und haben zwei verschiedene Muster (auf jeder Seite je ein anderes). Sie heissen Wash House und kommen aus dem coolen niederländischen  Designstudio Makkink&Bey. Sie kosten 1000 Euro und sind in signierter, limitierter Edition über Helmrinderknecht erhältlich.

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4 KÄRTCHEN FÜR GESCHENKE
Papeteriewaren sind im Zeitalter der digitalen Kommunikation zu kleinen Luxusartikeln geworden. Grafiker und Designer bieten edle Designs auf Webshops an. Diese kleinen, perforierten Kärtchen von Tokketok können Geschenken und Briefen beigelegt werden. Sie kosten 8 $ das Set und sind in Gold erhältlich.

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5 KLEINE HÄUSER FÜR BÜCHER
Auch im Buchbereich hat uns das digitale Zeitalter eine neue Art des Lesens gebracht. Wir lesen sowohl schnell auf Kindle wie auch wunderschöne, gebundene Bücher, denen wir auch gerne ein schickes Zuhause bieten. Diese Buchstützen sind kleine Häuschen, in die Bücher gestellt werden können. Sie sind von Valéria Windeck. Erhältlich über Found4you zu 70 Euro.

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Die kleinen Bücherhäuser bringen Ordnung und Stil in Ihr Bücherregal.

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6 ZARTER SCHMUCK MIT BUNTEN QUASTEN
Diese kleinen Schmuckstücke peppen zwar nicht Ihr Interior auf, machen aber bestimmt den Alltag schöner und geben ein hübsches Geschenk ab. Zarte Ketten für den Arm oder Hals zeigen Anhänger wie Federn, Herzen, Schlüssel, Frösche, Eulen, Igel oder Anker, um nur einige zu nennen. Alle haben bunte, kleine Quasten. Die Schmuckdesignerin und Illustratorin Lenneke Kooijman aus Holland bietet sie auf ihrem Webshop Little Hamster an. Preise ab 35 Euro.

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7 EIN COUCHTISCH MIT STAURAUM
Couchtische sind die Möbel, die uns auf dem Sofa bedienen. Auf ihnen hat es  Platz für schöne Bücher, Zeitungen, einen Drink, die Fernbedienung oder hübsche Wohnaccessoires. Dieser Tisch heisst Circle ist von Daphna Laurens und bietet sehr schönen Stauraum.

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Die holländische Designerin Daphna Isaacs Burggraaf kreiert Möbel und Objekte, die auf eine neue Art mit Formen spielen.

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8 EINE KOMMODE MIT PLISSÉEFALTEN
Elsa Strozyk hat in Zusammenarbeit mit dem Künstler Sebastian Neeb diesen feingliedrigen, textil wirkenden Holzschrank Accordion auf hohen Beinen kreiert. Die Türen, in zarten hölzernen Plisséefalten gearbeitet, lassen sich akkordeonartig öffnen.

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KEKSDOSE MIT ANGLO-APPEAL
Die englische Designerin Emma Bridgewater kreiert Teetassen, Teller, Krüge und Accessoires mit einem typisch englischen Approach. Sie mischt ganz unbekümmert und stilsicher Tradition mit Modernem. Ein hübsches Stück ist diese Keksdose aus Blech, zu 13 £ über ihren Webshop erhältlich.

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10 GRAFISCHE DRUCKE IM RETROLOOK
Nicht alle können sich Kunst in teuren Gallerien kaufen, aber schöne Drucke aus den Webshops junger Grafiker sind eine gute Alternative. Diese edlen farbigen Drucke erinnern an die Sixties und sind bei Inalux zu je 33 $ erhältlich.