Sechs Sommerhits zum Geniessen

Die Sommerküche bietet uns leichte, unkomplizierte Gerichte – dafür mit umso mehr Geschmack.
1 — Ofenpoulet mit Gemüse 
Im Sommer stehen wir gerne am Grill und geniessen möglichst viel Zeit im Freien. Doch manchmal braucht es Rezeptideen, die wir einfach nur in den Ofen schieben können. Dieses leichte, geschmackvolle Pouletgericht gehört dazu. (Bild: Eatwell 101)
Und so gehts:
Pro Person rechnet man eine Pouletbrust ohne Haut. Hacken Sie je eine gute Handvoll Estragon, Rosmarin, Thymian und drei Knoblauchzehen. Raffeln Sie die Schalen von zwei unbehandelten Zitronen. Nun mischen Sie eine Marinade bestehend aus: 2 EL Dijonsenf, 1 EL Honig, den gehackten Kräutern, dem Knoblauch, der Zitronenschale, 4 EL Olivenöl und dem Saft 1 Zitrone. Schneiden Sie das Saisongemüse und die Kartoffeln in Stücke. Grüne Spargeln passen fabelhaft, aber auch Peperoni schmecken fantastisch. Nun legen Sie die Pouletbrüstchen und das Gemüse in eine Gratinform, geben die Marinade darüber und vermischen alles gut. Schneiden Sie eine Zitrone in Scheiben, und legen Sie diese auf die Pouletbrüstchen. Rösten Sie alles etwa 40 Minuten im 200 Grad heissen Backofen. 
2 — Spaghetti mit Tomatensauce
Pasta mit Tomatensauce ist immer eine gute Idee. Dabei macht jeder seine eigene Tomatensauce. Die Finesse liegt, wie immer beim Kochen, in den guten Zutaten und in der Liebe für deren Zubereitung.  (Bild über: An early morning walk)

Und so gehts:
Im Moment mache ich meine Tomatensauce ein bisschen anders als sonst. Fast gleich, aber eben doch anders. Und sie schmeckt fantastisch. Dafür schneide ich frische, kleine, reife Tomaten in Stücke. Ich gebe reichlich gutes Olivenöl in eine tiefe Bratpfanne. Meine Lieblingspfanne dafür ist eine Eisenpfanne, die mit Schnitzelpfanne angeschrieben war – was mir bis heute ein Rätsel ist, denn grosse Schnitzel hätten darin gar keinen Platz. Wie auch immer, ich koche sehr oft darin, vor allem Pastasaucen. In das Olivenöl kommen zwei zerdrückte Knoblauchzehen und, je nach Laune, ein halber bis ein ganzer Peperoncino. Dann erhitze ich alles, bis es zu duften beginnt, und gebe dann die Tomaten bei. Diese zerdrücke ich leicht mit einer Gabel. Dazu gebe ich einige Basilikumzweige, eine gute Prise Salz und Demerara-Zucker (oder Rohzucker). Dann reduziere ich die Hitze und decke die Pfanne zu. Jetzt ist es Zeit, die Pasta zu kochen. Spaghetti sind immer gut. Wenn die Spaghetti noch ein wenig al dente sind, giesse ich sie ab und gebe sie zur Sauce. Ich vermische alles und koche es noch zwei Minuten weiter. Dann serviere ich die Spaghetti mit viel geriebenem Pecorino Romano. – Und ja: den Knoblauch und den Peperoncino nehme ich wieder heraus. 

Pfannentipp: Meine Pfanne habe ich vor vielen Jahren in einer Haushaltabteilung gekauft. Seither nehme ich mir immer vor, einmal eine Zweite zu finden – bisher vergeblich. Es wäre gemäss Hersteller diese Schnitzelpfanne.

3 — Empanadas mit Chimichurri
Diese kleinen Fleischkrapfen sind einfach in der Zubereitung und schmecken auch kalt gut. (Bild über: Brit.co)

Zutaten:

Zubereitung:

1 grosser, ausgerollter Kuchenteig

500 g gutes Rindshackfleisch

Mehl

2 EL Olivenöl

2 Schalotten, gehackt

2 Knoblauchzehen, gehackt

1 Peperoncino, gehackt

1 rote Peperoni, in kleine Würfel geschnitten

1 Selleriestange mit Blättern, gehackt

1 Rüebli, gehackt

1 EL Thymianblättchen

1 Lorbeerblatt

2 EL Tomatenmark

1 dl Rotwein

1 dl Bouillon

Salz und Pfeffer

1 Handvoll grüne Oliven, entsteint und gehackt

1 Eigelb mit ein wenig Milch gemischt, zum Bepinseln

Für die Füllung: Olivenöl in einer Gusseisenpfanne erhitzen und Schalotten, Sellerie, Rüebli sowie Peperoni andünsten. Nach etwa 7 Minuten geben Sie den Knoblauch und den Peperoncino bei, nochmals 2 Minuten dünsten, dann das Hackfleisch beigeben. Alles gut durchbraten und ein wenig Mehl darüberstreuen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, das Tomatenmark beigeben, den Wein und die Bouillon dazugiessen, aufkochen und einkochen lassen. Ca. 15 Minuten zugedeckt köcheln, die Oliven beigeben und nochmals 5 Minuten köcheln. Zur Seite stellen und abkühlen lassen.

Aus dem ausgerollten Kuchenteig gleichmässige Quadrate ausschneiden. Die Füllung in die Quadrate verteilen, jeweils eine Portion auf die eine Teighälfte legen. Die Teigtaschen zusammenfalten und mit etwas Wasser zusammenkleben. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit der Eigelbmischung bepinseln, ein wenig Oregano darüberstreuen und im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten goldgelb-knusprig backen.

Zutaten für die Sauce:

Zubereitung Chimichurri-Sauce:

1 dl Rotweinessig

1 Schalotte

2–3 Knoblauchzehen

1 grüner Peperoncino

1/2 roter Peperoncino 

1 Bund Koriander

1 Bund glatte Petersilie

1/4 Bund Oregano

2 dl gutes Olivenöl

1 Prise Salz

Hacken Sie alle Zutaten extrafein, und mischen Sie alles mit Essig und Öl. Salzen und zu den Empanadas servieren.

4 — Der allerfrischeste Sommersalat
Mein absoluter Sommerliebling ist die Wassermelone. Ich serviere sie immer zum Grillgut, statt Salat – oder als Salat. (Bild: Foodie crush)
Und so geht ein frischer Melonensalat: 
Schneiden Sie eine Wassermelone in Würfel. Wenn Sie Zeit und Lust haben – oder bei Gästen Eindruck machen möchten –, können Sie auch Kugeln herausschneiden mit einem speziellen Kugelschneider. Ich persönlich ziehe die einfache Variante vor. Schneiden Sie Gurken und Pfirsiche in Stücke, den grünen Peperoncino in feine Ringe. Nun hacken Sie Koriander und Basilikum. Dann mischen Sie eine Sauce im Verhältnis 1 EL Honig mit 1 EL Limonensaft und 2 EL Olivenöl, würzen diese mit Salz und mischen alles zusammen. Sie können den Salat auch mit Nüssen oder Pinienkernen anreichern. Übrigens kann man die Wassermelonenkerne ebenfalls essen. Sie schmecken und sind sehr gesund.
5 — Spanische Knoblauch-Crevetten
In der spanischen Küche gehören diese scharfen, mit viel Knoblauch zubereiteten Crevetten zum Alltag. Sie passen ganz prima zu einem warmen Sommerabend mit einem Glas kühlen Wein, Weissbrot und guter Gesellschaft. (Bild über: Pbs Food)

Zutaten:

Zubereitung:

1 dl Olivenöl

400 g rohe Crevetten (achten Sie dabei auf die Herkunft)

5–10 Knoblauchzehen, fein gehackt

1–2 Peperoncini, fein gehackt

Saft von 1 Zitrone

0,5 dl Carlos Primero 

Salz und Pfeffer

1 Handvoll Petersilie, gehackt

Geben Sie das Olivenöl in eine Pfanne, lassen Sie es warm, aber nicht heiss werden. Geben Sie dann den Knoblauch und Peperoncino bei. Wenn diese duften, die Crevetten beigeben und den Zitronensaft und den Brandy dazugiessen. Etwa 3–4 Minuten kochen lassen und in vorgewärmten kleinen Keramiktöpfchen servieren. Dazu passt feines Weissbrot wie Ciabatta am besten, aber auch ein knuspriges Baguette.

6 — Pfirsiche vom Grill
Ein ebenso einfaches wie köstliches Dessert können Sie mit reifen Pfirsichen zubereiten. Herrlich!  (Bild: Whats Gabi Cooking)
Und so gehts: 
Halbieren und entsteinen Sie Pfirsiche, und legen Sie sie einige Minuten auf den warmen Grill. Dann beträufeln Sie die Früchte mit Honig und servieren sie mit Glace wie Vanille, Fior di Latte oder Frozen Yoghurt. Wer mag, streut noch einige Lavendelblüten darüber. 
Credits: 

Blogs und Magazine: Eatwell 101An early morning walkBrit.coFoodie crushPbs FoodWhats Gabi Cooking

4 Kommentare zu «Sechs Sommerhits zum Geniessen»

  • Michaela Meyer sagt:

    Das ist keine Schnitzelpfanne im Link. DAS ist eine : http://riess.at/schwarzemaille_schnitzelpfanne_16,pid,191,rid,29,produktdetail.html :-). Und mit der kann man gut Schnitzel backen und im Fett schwenken ohne dass das Fett über den Rand herausschwappt.

  • Thomas sagt:

    Ich muss zu diesen Rezepten folgendes sagen:

    Knoblauch Knoblauch Knoblauch!!!
    Ich verstehe das nicht so ganz! (Bei dieser Hitze stinken alle noch mehr!!!)
    Es wundert mich das bei den Pfirsichen nicht auch noch Knobli dabei ist!!!
    Uebrigens die original italienische Tomatensauce hat kein Knoblauch!!
    Auch sonst wird in der italienischen Küche wenig Knoblauch verwendet und
    wann immer nur einen ganzen zum mitkochen!! (Aber nicht mitessen!!!)
    Ich habe langsam das Gefühl das die Schweiz das „Knoblauchland“ Nummer 1 ist! Man sieht es ja auch an den Knoblibrotständen die sind immer gerammelt voll! „So grusig“!
    Ich rülpse jetzt nicht da ich ja auf meine Mitmenschen Rücksicht nehme!

  • R. Montandon sagt:

    Alles, was aus dem Ofen kommt, meide ich an heissen Tagen möglichst. Der Ofenbetrieb heizt die Küche auf (wer denn noch glücklicher Benützer einer solchen ist, Mieter einer moderne Wohnung müssen ja meistens gleich im Wohnzimmer kochen). Und „feuerheisse“ Speisen an heissen Sommertagen sind nicht mein Ding. Wenn es schon etwas aus dem Ofen sein muss, überlasse ich die Hitze dem (dann natürlich geplagten) Pizzaiolo oder einer Restaurantküche…

    Ferner habe ich grossen Respekt und Gefallen am Geschmack einer Frucht. Einer solchen, die wirklich reif ist, und die leider oft nur im (warmen) Ausland erhältlich ist. Dann habe ich es nicht nötig, das geschmackliche Gedicht von Melonen oder Pfirsichen mit Gurken (dazu noch ungeschälten…), Basilikum oder einem Honig zu „veredeln“.

  • Flo, die echte! sagt:

    solch eine schnelle Pastsauce habe ich mir soeben gemacht und der Teller mit den Penne rigate steht neben dem gls Rotwein nun vor mir!
    en Guätä!

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