Mix & Match

Alles vom Gleichen ist langweilig. Deshalb gibt es ein gutes Einrichtungsrezept, das «Mix & Match» heisst und bedeutet, verschiedene Dinge so zusammenzumischen, dass etwas Neues, Einzigartiges entsteht.

Wer an Designermöbel denkt, dem kommt nicht gleich der Mix-&-Match-Stil in den Sinn. Und doch tut das Mischen von Einzelstücken gerade dem Designbereich gut. Eine Firma, die das auf schönste Weise kann, ist Moroso. Bunt, formstark und fröhlich zeigen sich hier ganz unterschiedliche Möbel und Teppiche, alle entworfen von Patrizia Urquiola für Moroso. (Bild: Moroso über: Yellowtrace)

Mix & Match ist eine wunderbare Art, die Einrichtung natürlich wachsen zu lassen und sie immer wieder zu ergänzen und zu verändern. Dafür braucht es keine Designermöbel – manchmal genügt schon ein Besuch im Brockenhaus. Eine Trouvaille aus demselbigen kann zum Beispiel mit Kunstharzlackfarbe zu einem neuen tollen Stück werden, das perfekt dazu passt. Wunderbar und auf elegante Art beherrscht die angesagte australische Innendekorateurin und Stoffdesignerin Anna Spiro diesen Stil. Das Bild, entdeckt auf dem Blog «Homelife», zeigt ein Detail aus ihrer Wohnung.  

Bei kleinen Dingen wie Wohnaccessoires ist Mix & Match fast selbstverständlich. Wie das mit grossen Möbeln aussehen kann, zeigt dieses Wohnzimmer, entdeckt auf «My Domaine». Einzelstücke, verschiedene Stile und Farben, unterschiedliche Teppiche, eine Patchwork-Bildwand – das alles kommt auf eklektische und persönliche Art harmonisch zusammen.

Wie ein Bild von Matisse zeigt sich hier ein fröhliches, lebendiges Stillleben mit Blumen, Vasen, Leuchten, Bildern und Kissen. Ganz verschiedene Muster wurden gemischt, unterstützen sich gegenseitig und vermitteln eine sonnige, sommerliche Stimmung. (Bild über: Rough Luxe Perspective)

Wie man Muster mischt, weiss natürlich das renommierte französische Textilhaus Pierre Frey. Kollektionen werden so gestaltet, dass die einzelnen Stoffe eigenständig sind, aber auch kombinierbar. Sommerlich fröhlich sind hier unterschiedliche Stoffe aus den Kollektionen «Jungle» und «Maya» zu sehen. 

Nochmals ein schönes Beispiel aus der Wohnung der Innendekorateurin Anna Spiro. Es zeigt, wie das Mischen von unterschiedlichen Stoffen auf einem Sofa aussehen kann. Dass gleich auch noch die beiden Möbel ganz anders sind und doch zusammenpassen, ist selbstverständlich.  (Bild über: Homelife

Ein ganz anderer Wohnstil, aber das gleiche Mix-&-Match-Prinzip: Verschiedenfarbige und -artige Eames-Stühle haben um diesen grossen Esszimmertisch Platz genommen. Damit das passt, zeigt auch der Tisch Farbe. Ein gemusterter Teppich, pastellfarbene Wände und viel Kunst bringen alles zu einem poppig-sonnigen Wohnstil zusammen. (Bild über: Apartment Therapy)

In diesem Esszimmer, entdeckt auf dem Blog «Gorgeous shiny things», ist jeder Stuhl völlig anders. Durch das gewagte Mischen wirkt jeder Stuhl wie ein Kunstobjekt. Unter dem Tisch liegen, wie eine Collage, verschiedene Teppiche und sorgen dafür, dass das Arrangement wie selbstverständlich rüberkommt. 

Auf dem Tisch ist Mix & Match ein wichtiger Trend. Er erlaubt das Mischen von ganz verschiedenem Geschirr, von Gläsern, Besteck und Tischwäsche. Das hilft, weil man nicht von allem riesige Services besitzen muss, und es bringt natürlich viel Abwechslung und Persönlichkeit auf den Tisch. (Bild über: Apartment Therapy)

Nicht nur auf dem Tisch wird gemischt; auch unterschiedliche Wohnaccessoires, wie hier eine Gruppe Vasen, sehen zusammen stark aus. Styling: Marianne Kohler Nizamuddin Foto: Bruno Mancia

Auch im Wäschebereich funktioniert Mix & Match prächtig. Wie elegant ein Bett auch mit unterschiedlicher Bettwäsche und Zierkissen aussehen kann, zeigt in diesem Beispiel das Zürcher Einrichtungshaus Artiana.

Zum Schluss gehen wir nochmals zurück in die kunterbunte, stilvolle Designwelt von Patrizia Urquiola und Moroso. Sie zeigt, dass Wohnen und Einrichten ein Spiel sind. Mix & Match ist eigentlich so etwas wie Domino: Man beginnt mit einem Stein, sucht den nächsten passenden dazu, der sogleich auch anders ist, und führt so das Spiel weiter. (Bild: Moroso über: Yellowtrace)

Credits: 

Shops und Kollektionen:  MorosoArtiana.
Textilien: Pierre Frey, Anna Spiro Textiles
Blogs und Magazine:  YellowtraceApartment TherapyGorgeous shiny thingsHomelifeRough Luxe PerspectiveMy Domaine
Fotografie: Bruno Mancia
Styling: Marianne Kohler Nizamuddin 
Interiordesign: in Anna Spiro

6 Kommentare zu «Mix & Match»

  • ABCD sagt:

    Mir ist das alles viel zu bunt.

  • max sagt:

    Na ja, mehr ist nicht immer mehr!
    Da kriegt ma ja Platzangst, wie viele Sofakissen sind zuviel, meist taugen sie nur dafür das fade Sofa zu verschleiern.
    Ich liebe Farbe, doch man muss sie gezielt einsetzen sonst endet man wie hier mit einem beliebigen Mischmasch und schmerzenden Augen.

  • Heidi Herrmann sagt:

    Erinnert mich an das Brockenhaus der Heilsarmee. Ueber Geschmack lässt sich nicht streiten. Darum dazu nicht mehr.

  • Günther Kathrein sagt:

    Tolle Arbeit, so macht Wohnen spass! Weiter so, liebe Marianne…

  • Ruth sagt:

    Wunderschöner Beitrag, so fühle ich mich wohl und zuhause.

  • filosof sagt:

    Herrlich! Fühl mich sofort zuhause im ersten und letzten Bild. Auch die anderen Vorschläge sprechen mich im Detail an.

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