Rasch etwas Gutes zaubern

Feierabend und Lust auf ein einfaches, aber gemütliches Abendessen zu Hause? Diese Rezepte sind da genau richtig.
1 — Kartoffeln aus dem Ofen
Kartoffeln haben etwas Tröstliches, deshalb lieben wir dieses einfache Grundnahrungsmittel so. Die Schweizer Rösti etwa, die französischen Pommes frites, die die Welt erobert haben, das Oma-Gericht Kartoffelstock oder der Gratin Dauphinois sind nur einige Beispiele. Diese eingeschnittenen Kartoffeln werden im amerikanischen Hasselback serviert und kommen ursprünglich aus Schweden. (Bild: My vibrant Kitchen)
Und so gehts:
Sie brauchen festkochende Kartoffeln. Waschen Sie sie gut und schneiden Sie sie in feine Scheiben von etwa 2 Millimetern ein – aber nicht ganz durch. Legen Sie alle Kartoffeln sorgfältig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Für ein Kilogramm Kartoffeln mischen Sie etwa 70 g Butter mit 5–6 EL Olivenöl und erhitzen beides sanft, bis die Butter geschmolzen ist. Mischen Sie etwas Salz dazu und träufeln dann die Buttermischung über die Kartoffeln. Schieben Sie die Kartoffeln in den 200 Grad heissen Backofen und rösten Sie sie etwa 1 Stunde. Nutzen Sie diese Stunde, um wieder einmal in Kochbüchern zu schmökern oder zu lesen. Der Duft der Kartoffeln und das Erwarten von einem gemütlichen Essen sind eine einfache Freude, mit der Sie sich und Ihren Lieben etwas Gutes tun im Alltag. Wenn Sie möchten, können Sie die Kartoffeln etwa 10 Minuten vor Schluss noch mit Honig beträufeln. Auch Ahornsirup ist fein. Sie können auch gehackte Kräuter wie Rosmarin oder Thymian zur Butter mischen. Die Kartoffeln schmecken fantastisch – einfach so oder mit ein wenig Frischkäse darüber. 
2 — Safranrisotto mit Pilzen
Risotto mit Safran ist wie Gold zum Essen. Der körnige Reis, die sanfte, cremige Textur, der herrliche Geschmack von Safran sind Luxus auf dem Teller. Auch hat Risottokochen etwas Meditatives. Man bleibt in der Küche, giesst langsam die Bouillon in den Reis, geniesst ein gutes Glas Wein dazu und hat einen Moment Ruhe und Gemütlichkeit mit der Vorfreude auf ein herrliches «Das tut gut»-Znacht. Dieses Risotto hat zudem noch einige frische Pilze vom Markt und aromatische Kräuter.  (Bild: Minimalist Baker)
Und so gehts: 
Kochen Sie eine gute Gemüsebouillon. Geben Sie reichlich Butter in eine tiefe Bratpfanne. Ich habe mir vor vielen Jahren einmal eine tiefe Emailpfanne gekauft, die als Schnitzelpfanne angeboten wurde. Für Schnitzel habe ich diese Pfanne zwar nie gebraucht, aber seit ich sie für Risotto benütze, wird mein Risotto viel besser. Hacken Sie eine Schalotte fein. Geben Sie Butter in die Pfanne und rösten in Scheiben geschnittene frische Champignons an, würzen Sie diese mit Salz und Pfeffer und nehmen Sie sie heraus. Geben Sie nun mehr Butter in die Pfanne und dünsten die Schalotten an, geben Sie den Reis dazu und dünsten beides zusammen einige Minuten an, dann giessen Sie einen trockenen Weisswein darüber und lassen es einköcheln. Giessen Sie nun nach und nach die Bouillon zum Reis. 5 Minuten vor Schluss geben Sie eine kleine Prise Safran bei. Nun mischen Sie das Risotto mit geriebenem Parmesan, den Champignons und servieren es mit ein wenig fein gehackten Frühlingskräutern wie Petersilie, Bärlauch und Kerbel. 
3 — Pizza mit Zucchetti
Pizzabacken geht schnell – und noch schneller, wenn Sie sie ohne Tomatensauce machen. Wer mag, macht sich den Pizzateig selber. Ich persönlich habe dazu nie wirklich Zeit oder Geduld. Zum Glück gibt es gute Pizzateige zu kaufen. (Bild: The Sweet Occasion)
Und so gehts: 
Bestreichen Sie einen ausgewallten Pizzateig mit ein wenig Olivenöl. Sehr gut schmeckt es, wenn das Öl aromatisiert ist. Dann streichen Sie guten Ricotta darauf und belegen diesen mit feinen Zucchettischeiben. Sie können auch noch Zitronenscheiben darauflegen – dann würde ich aber auf das aromatisierte Öl davor verzichten. Hacken Sie Kräuter nach Geschmack fein. Ich mag am liebsten Basilikum zu Zucchetti. Dann können Sie die Pizza in den 250 Grad heissen Ofen schieben und nach etwa 10 Minuten geniessen. 
4 — Spaghetti mit Blumenkohl und Zwiebeln
Im Backofen gerösterer Blumenkohl ist ein kleines Gedicht. Verdoppeln und verdreifachen Sie diese Freude und kombinieren Sie ihn mit buttrigen Zwiebeln und Spaghetti zu einem herrlichen Znacht. (Bild: The full helping)
Und so gehts:
Legen Sie Blumenkohlrösli auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Träufeln Sie Olivenöl darüber und würzen Sie mit Salz. Etwa 15 Minuten rösten, in der Halbzeit wenden. Braten Sie in der Zwischenzeit Zwiebeln oder Schalotten in Butter und ein wenig Ahornsirup an. Kochen Sie Spaghetti. Mischen Sie die al dente gekochten Spaghetti mit den Butterzwiebeln, den Blumenkohlrösli und ein wenig Pastawasser. Mit geriebenem Käse nach Wahl servieren.  
5 — Kartoffel-Gemüse-Küchlein
Am Schluss kehren wir nochmals zu den Kartoffeln zurück. Mischen Sie sie mit Gemüse und zaubern Sie diese feinen Küchlein auf den Tisch. (Bild: Sweet and savory by Shinee)
Und so gehts:
Raffeln Sie Kartoffeln mit der Röstiraffel und legen Sie die Kartoffeln in ein Küchentuch. Gut auspressen. Raffeln Sie Rüebli und Zuchetti auch mit der Röstiraffel und pressen Sie diese auf die gleiche Art aus. Mischen Sie alles zusammen und geben je nach Menge 1–2 Eier dazu, eine Prise Salz, ein wenig Mehl und Backpulver. Von Hand gut durchmischen. Nun formen Sie kleine Küchlein und braten diese in reichlich Pflanzenöl beidseitig golden an. Legen Sie sie auf ein Küchenpapier, damit das Öl abtropfen kann. Servieren Sie sie mit Crème fraîche und gehackten Frühlingszwiebeln.

Food News: 

Ab heute gibt es von Globus Delicatessa das neue Food-Portal Delicuisine. Hier entdecken Sie fantastische Rezepte mit Videoanleitungen vom bekannten Globus Food Scout Richard Kägi. Er kocht selbst in seiner tollen Küche, die Sie bereits in der Sweet Home Story «Ein Mann, ein Haus, und was für eines» entdeckt haben. Die Gerichte sind raffiniert und die Videos gluschtig und informativ gemacht, sodass man grad alles nachkochen oder -backen möchte – zum Beispiel diese herrliche Pissaladière oder das Poulet à l’Estragon. Natürlich gibt es zu jedem Rezept jeweils einen guten Weintipp. 

Credits: 

Foodblogs und Magazine: Sweet and savory by ShineeThe full helpingMinimalist BakerMy vibrant KitchenThe Sweet Occasion, Globus Delicuisine.

 

2 Kommentare zu «Rasch etwas Gutes zaubern»

  • seelenruhig sagt:

    hab ich hier eigentlich schon mal einen Kommentar hinterlassen?
    Ich inspiriere mich immer wieder gerne hier – und will mich mal bedanken!!!
    liebe Grüße vom Bodensee!
    Ellen

  • The Frenchie Kitchen Club sagt:

    daumen hoch für den netten herren kägi von nebenan…

Kommentar

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