Fantastische Sonntagsfeste

Unter der Woche schnell was Gutes kochen und sich am Sonntag Zeit nehmen für ein kleines Fest - das ist Geniessen auf die Sweet-Home-Art!
1 — Poulet mit Speck und Äpfeln
Ein Poulet gibt einen herrlichen Sonntagsbraten ab. Dieses hat eine cremige Sauce und schmeckt süsslich fruchtig nach Äpfeln, Speck und Kräutern. (Bild: Tesco)

Zutaten:

Zubereitung:

1 Poulet – am besten eines aus guter, biologischer Haltung, noch besser ein Poulet de Bresse

6 Äpfel

200 g Speckwürfeli

3 Schalotten

2 dl Cidre oder saurer Most

2 dl Hühnerbouillon

1 dl Crème fraîche

1,5 dl Rahm

1 EL Dijonsenf

1 Hand voll Majoran

Salz und Pfeffer

Olivenöl

2 Knoblauchzehen

2 EL Butter

1 Hand voll Petersilie, gehackt

Geben Sie die Knoblauchzehen mit ein wenig Meersalz in einen Mörser und zerstampfen Sie alles gut zu einem Brei. Reiben Sie das Poulet mit dem Knoblauchsalz unter der Haut ein und braten Sie es in einer grossen Gusseisenpfanne rundum mit etwas Olivenöl an. Herausnehmen und zur Seite stellen. Nun geben Sie die Butter in die Pfanne und braten zuerst die Speckwürfeli an. Wenn diese golden sind, kommen die Schalotten dazu. Löschen Sie mit dem Cidre ab und giessen Sie dann die Bouillon dazu. Den Senf einrühren, den Majoran beigeben, würzen und den Rahm dazugiessen. Das Poulet wieder in die Pfanne zurückgeben, zudecken und etwa 45 Minuten im 180 Grad heissen Backofen garen. Pfanne aus dem Ofen nehmen, das Poulet kurz herausnehmen und die Apfelschnitze in die Sauce geben. Das Poulet wieder in die Pfanne geben, und alles nochmals 30 Minuten im Ofen weitergaren, aber dieses Mal ohne Deckel. Kurz vor Schluss die Crème Fraiche beigeben. Mit gehackter Petersilie servieren. 

2 — Chicken Pie auf die englische Art
Dieses Gericht sieht toll aus, schmeckt fantastisch und festlich. (Bild über: My inspire collection)

Zutaten:

Zubereitung:

1 ausgerollter Blätterteig

800 g Pouletbrust, in grosse Würfel geschnitten

400 g Champignons, geviertelt

2 Schalotten, grob gehackt

1 Lauchstange, in Ringli geschnitten

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

2 dl Weisswein

2 EL Mehl

1 dl Hühnerbouillon 

Estragon, Schnittlauch und Petersilie

Salz und Pfeffer

3 dl Rahm

Olivenöl

1 Eigelb

Wenden Sie die Fleischwürfel im Mehl, und braten Sie sie portionenweise in Olivenöl an, zur Seite legen: Im gleichen Fett die Schalotten andünsten, den gehackten Knoblauch beigeben und, sobald dieser zu duften beginnt, die Champignons und den Lauch beigeben. Wenn diese angedünstet sind, das Fleisch zurück in die Pfanne geben, erhitzen, Kräuter beigeben, das Mehl daruntermischen, mit Wein ablöschen, Bouillon beigeben, zur Hälfte einkochen lassen, dann Rahm beigeben und würzen. Fleisch in Gratinform geben. Den Blätterteig über die Form legen, andrücken und mit Eigelb bestreichen. Im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen, bis der Teig goldgelb und knusprig ist.

3 — Boeuf bourguignon
Die klassische französische Art, ein Rindsvoressen zu kochen, passt perfekt zu einem Sonntag im Februar. (Bild über: Bread and olives)

Zutaten:

Zubereitung:

1, 5 kg Rindsvoressen

200 g Speckwürfeli

12 Saucenzwiebeln

4 Rüebli, in Stücke geschnitten 

250 g Champignons, halbiert oder geviertelt, kleine ganz lassen

2 Knoblauchzehen, zerquetscht

5 dl Rotwein aus dem Burgund

2 dl starke Fleischbouillon

60 g Butter

2 EL Mehl

Salz und Pfeffer

einige Zweiglein Thymian

2 Zweige Petersilie  

1 Lorbeerblatt

1 Lauchblatt

Die Hälfte der Butter in eine Gusseisenpfanne geben und die Speckwürfeli darin knusprig braten. Die Zwiebeln ganz beigeben und alles weiterdünsten, bis die Zwiebeln goldbraun sind. Dann nehmen Sie mithilfe eines gelochten Schöpfers beides heraus und legen es zur Seite. Geben Sie die restliche Butter in die Pfanne und braten Sie darin das Fleisch rundum an, am besten in Portionen, zur Seite legen und würzen. Dann braten Sie die Rüeblistücke rundum an und geben das Fleisch, die Zwiebeln und die Speckwürfeli zurück in die Pfanne. Die Knoblauchzehen dazugeben, Mehl darüber streuen und nochmals gut anbraten. Anschliessend den Wein und die Bouillon darübergiessen. Machen Sie ein Bouquet garnie, indem Sie die Petersilie, das Lorbeerblatt und den Thymian in ein dünnes Lauchblatt wickeln und dieses mit einem Baumwollschnürchen zusammenbinden. Alles auf kleinstem Feuer etwa 3 Stunden schmoren. Danach geben Sie die halbierten Champignons bei und köcheln alles noch mal eine halbe Stunde. Das Bouquet garnie entfernen und servieren.  

4 — Gratin dauphinois
Ein Gratin dauphinois braucht Geduld, Grosszügigkeit und Liebe. Daher schmeckt er auch unvergleichlich herrlich. (Bild: The gourmet gourmand)
Schneiden Sie geschälte Kartoffeln in dünne Scheiben. Reiben Sie eine Gratinform mit einer Knoblauchzehe aus und buttern Sie sie aus. Legen Sie eine Schicht Kartoffeln in die Gratinform, würzen Sie mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss, streuen Sie einige Thymianblättchen darüber. Dann giessen Sie einen Teil des Rahms dazu. Alles so oft wiederholen, bis die Gratinform gefüllt ist und alle Zutaten aufgebraucht sind. Zuletzt ein paar Butterflöckchen darauf verteilen. In den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen schieben und ca. 40–60 Minuten backen, bis die Kartoffeln und der Rahm eins geworden sind.  
5 — Poulet mit Champagner
Dieses Poulet wird mit einer Sauce gekocht und passt gut zu Nudeln oder Kartoffeln (Bild über: Damndelicious)

Zutaten:

Zubereitung:

8 Pouletstücke oder ein Poulet in 8 Stücke geschnitten

Salz und Pfeffer

3 EL Mehl

Öl

Butter

3 Schalotten, fein gehackt

200 g Champignons, geviertelt

3 dl Champagner

1,5 TL Rohzucker

2 EL Zitronensaft

5 dl Hühnerbouillon

2 dl Crème fraîche

1 EL Dijonsenf

Gehackte Petersilie

Würzen Sie die Pouletstücke mit Salz und Pfeffer, und wenden Sie diese im Mehl. Erhitzen Sie 2 Esslöffel Öl und braten Sie die Pouletstücke portionenweise rundum goldbraun an. Legen Sie sie zur Seite. Giessen Sie das Öl ab, und geben Sie ein wenig Butter bei. Braten Sie die Schalotten an und giessen Sie den Champagner dazu, reduzieren. Nun geben Sie den Zucker und den Zitronensaft bei und lassen alles nochmals ein wenig köcheln. Geben Sie nun die Hühnerbouillon und den Senf bei. Mischen Sie alles gut durch, und legen Sie die Pouletstücke hinein. Decken Sie die Pfanne zu und lassen alles 30 bis 40 Minuten schmoren. Braten Sie die Champignons in ein wenig Butter an. Nehmen Sie die Pouletstücke raus und legen Sie diese zur Seite. Dann kochen Sie die Sauce auf und geben die Champignons und die Crème fraîche bei. Köcheln Sie alles 10 Minuten in einer offenen Pfanne, legen Sie anschliessend die Pouletstücke wieder dazu, und erwärmen Sie das Poulet in der Sauce – mischen Sie Petersilie darunter, servieren.

6 — Mehrstöckiger Schokoladenkuchen
Dieser Kuchen macht viel Eindruck, ist aber einfach zu backen. (Bild über: My inspire collection)

Zutaten:

Zubereitung:

 
 
 

200 g dunkle Schokolade

200 g Butter

170 g Mehl

1 Päckli Backpulver

300 g Rohzucker

30 g Kakaopulver

1 dl Rahm

3 Eier

1 Prise Salz

Den Backofen auf 160 Grad erwärmen. Eine runde Backform ausbuttern (20 cm Durchmesser und ca. 8 cm tief). Die Schokolade in Stücke brechen und in eine Pfanne geben, die Butter beifügen. Unter ständigem Rühren sanft erhitzen, bis alles geschmolzen ist. In einer Schüssel das Mehl, Salz, Backpulver, Zucker und das Kakaopulver vermischen, die Eier verquirlen und daruntermischen, den Rahm beigeben und alles gut verrühren. Nun die Schokoladenmischung beigeben und den Teig gut verrühren. In die Backform geben und ca. 1,5 Stunde backen. In der Form abkühlen lassen, danach auf ein Gitter stürzen und ganz abkühlen lassen. Schneiden Sie den abgekühlten Kuchen in zwei oder drei Scheiben und füllen ihn mit Rahm. Fein ist es, wenn Sie in den Rahm noch Erdbeerstücke legen. Es eigenen sich auch filetierte Blutorangenstücke, Kiwis oder andere Lieblingsfrüchte. 

10 Kommentare zu «Fantastische Sonntagsfeste»

  • Thea sagt:

    Poulet mit Champagner
    sicher ein feines Rezept ABER
    ….. sollte das nicht „Poulet mit Champignons“ heissen.
    Oder stimmt da etwas im Rezept nicht!! Auf der Zutaten-Liste steht Champagner. Im Rezept werden aber Champignons benötigt!!?? Wie soll es denn nun sein????
    …..und falls Pilze – wieviele????
    Danke für eine Rückmeldung.

    • Sie fehlten in der Zutatenliste, Sie haben recht. Es tut mir leid. Jetzt sind sie eingefügt. Das Sonntagsrezept hat eben beides, Champagner und Champignons. Ich hoffe Sie haben trotzdem Freude am Kochen und Geniessen.

  • Mara Be sagt:

    Ich habe das Poulet mit Äpfeln und Speck nachgekocht. Leider wurde im Rezept vergessen, wann die Crème fraîche beigegeben werden muss. Ich habe sie dann zum Schluss zugegeben und ausserdem die Sauce mit etwas Kartoffelstärke gebunden. Das ganze habe ich mit selbst gemachtem Kartoffelstampf serviert. Die Sauce war geschmacklich sehr gut, das Huhn etwas zu trocken. Ich werde das nächste Mal die Garzeit von insgesamt 1 1/4 Stunden etwas verkürzen, d.h., die Äpfel schon nach 30Minuten garzeit zugeben und den Stechtest (klar austretende Flüssigkeit) nach ca. 1 Stunde machen.

    • Liebe Mara,
      Es tut mir leid, die Créme Fraiche ging tatsächlich vergessen. Sie kommt kurz nach Schluss dazu. Garzeiten verändern sich manchmal – je nach Grösse des Poulet und Art des Ofens. Aber Ihr Tipp und Ihre geteilte Erfahrung sind eine grosse Hilfe. Herzlichen Dank dafür.

  • The Frenchie Kitchen Club sagt:

    gratin dauphinois bei mir:
    150 grad umluft für 1 stunde 45 minuten
    ein gratin braucht zeit und viel liebe bei der zubereitung.

  • Marcus Ballmer sagt:

    Das Gratin dauphinois mit 180 Grad zuzubereiten ist viel zu heiss. Runter mit der Temperatur auf 120 Grad und das Gratin 3 Stunden oder noch länger im Ofen lassen. Bis die „mariage des ingredients“ stattgefunden hat. So wird das Gratin unvergleichlich zartschmelzend. Damit es nicht allzu schwer wird, nehme ich übrigens halb Milch, halb Rahm.

  • tststs sagt:

    Frau Kohler, Sie Sadistin, Sie! Es ist doch erst Donnerstag!!!

    Njamnjam, ich weiss noch nicht wie, aber Poulet gibt es ganz bestimmt am Wochenende!

    Einmal mehr: vielen Dank für die tollen Tipps!

  • Carolina sagt:

    Ah, da kommen Erinnerungen hoch: den Kuchen gab es bei uns das ganze Jahr über in allen möglichen Varianten (hell, dunkel, dreimal durchgeschnitten, mit verschiedenen Crémes und unterschiedlichen Früchten) zum Sunday tea – es war der einzige, den unsere Mutter gewillt war, regelmässig zu backen und da sie sonst kaum kochte oder backte, lieben wir alle genau diesen immer noch heiss und innig.

    • tina sagt:

      und gerade habe ich mir überlegt, ob den je jemand nachgebacken hat. danke carolina :) ich glaube, sonntags gibt es bei uns kuchen. also nur kuchen ;-)

Kommentar

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