Lust auf etwas typisch Schweizerisches

Je unfreundlicher das Wetter, desto freundlicher wünschen wir uns die Küche. Die besten Rezepte für kalte Tage und lange Winternächte finden wir in der klassischen, einfachen Schweizer Küche.
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Essen stillt nicht nur unseren Hunger, sondern tröstet und wärmt die Seele. Und solches Essen schmeckt auch nach Heimat, vermittelt Zuhausegefühl. Zeit also wieder einmal etwas typisch Schweizerisches aufzutischen! (Foto: Sweet Home)

BÜNDNER GERSTENSUPPE

Bündner Gerstensuppe

Eine gemütliche Suppe, die mit einem Stück Bauernbrot einen herrlichen Znacht abgibt. (Bild über: thygoldentime.blogspot.com)

Zutaten: 
  • 200 Gramm Rollgerste
  • 200 Gramm Speckwürfeli
  • 2 Rüebli
  • 1 Stück Knollensellerie
  • 1 Lauch
  • 1,5 Liter Bouillon
  • 1 Glas Weisswein
  • Salz, Pfeffer und Muskat
  • Butter
  • frische Kräuter wie Petersilie und Schnittlauch
Zubereitung:

Gemüse in Würfel schneiden und mit den Speckwürfeln in etwas Butter anbraten. Mit dem Wein ablöschen, die Bouillon dazugiessen, die Gerste beigeben und aufkochen lassen. Ca. 1 Stunde kochen lassen, würzen mit Salz, Pfeffer und Muskat, vor dem Servieren frische, gehackte Kräuter dazugeben, nach Belieben mit etwas Rahm verfeinern

 

PIZZOCHERI:

Pizzoccheri

Eine raffinierte Pastaspezialität aus dem Bündnerland, bei der Teigwaren und Gemüse zusammen gekocht werden.

Zutaten:
  • Butter
  • einige Salbeiblätter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 grosse Kartoffel, geschält und in Würfel geschnitten
  • 1 kleiner Grünkohl in Streifen geschnitten
  • 500 Gramm Pizzoccheri
  • 150 Gramm Bergkäse geraspelt
  • 150 Gramm Sprinz geraspelt
  • 100 Gramm Paniermehl vom Bäcker
Zubereitung:

Im siedenden Salzwassser, Pasta, Kartoffelwürfel und Grünkohl al dente kochen. In einer ausgebutterten Gratinform die Pasta lagenweise mit dem Käse hineingeben. Die Pizzoccheri am Schluss mit Paniermehl bestreuen.In einer Pfanne die Butter schmelzen, die Salbeiblätter und die zerquetschte Knoblauchzehe beigeben und sanft andünsten. Knoblauch herausnehmen, die Salbeibutter über das Paniermehl giessen. Im auf 180 Grad vorgeheizten Ofen ca.15-20 Minuten backen, bis der Käse geschmolzen und die Paniermehlkruste knusprig ist.

landwirtschaft.ch

Älplermagronen

Das traditionelle Schweizer Teigwarengericht mit Kartoffeln, Käse, Rahm und Zwiebeln schmeckt am besten mit einem Apfelmus (Bild über: www.landwirtschaft.ch)

Zutaten: 
  • 300 Gramm Magronen
  • 30 Gramm Kartoffeln, geschält  und in Würfel geschnitten
  • 2 dl Rahm
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 200 Gramm rezenter Bergkäse
  • 2 Zwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 1 Esslöffel Mehl
  • Butter
Zubereitung:

Die Magronen und die Kartoffeln im siedenden Salzwasser al dente kochen. Eine Gratiform ausbuttern, den Rahm mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die Pasta-Kartoffel-Mischung lagenweise mit dem Käse und dem Rahm in die Gratinform geben. In vorgeheizten Ofen bei 180 Grad ca. 10 Minuten backen, bis der Käse geschmolzen ist. In der Zwischenzeit die Zwiebelringe mit dem Mehl mischen und in der Butter portionenweise knusprig braten. Die Älplermagronen aus dem Ofen nehmen, die Zwiebeln in der Butter darüber geben. Mit einem Apfelmus servieren.

swissmilk.ch

Apfelrösti

Dieses einfache Gericht, ein Liebling meiner Kindheit, gibt ein feines Abendessen oder einen deftigen Dessert ab – das ganz nach Geschmack und Lust (Bild: Swissmilk)

Zutaten: 
  • Brot
  • Äpfel
  • Butter
  • Salz
  • ein wenig Süssmost
Zubreitung:

Das Brot in dünne Schnipsel schneiden, Butter in einer Bratpfanne schmelzen und salzen, das Brot in der salzigen Butter goldgelb und knusprig braten. Äpfel schälen, in Schnitze schneiden und  in Butter andünsten, mit Süssmost ablöschen und wenige Minuten kochen, bis die Apfelschnitze gekocht, aber nicht allzu weich sind. Das geröstete Brot und die Apfelschnitze mischen. In unserer Familie wurde Apfelrösti immer mit Würstchen und Senf und mit Milchkaffee serviert – mein Lieblingsznacht.  Apfelrösti kann aber auch als Süssspeise zubereitet werden. Hier kommt kein Salz in die Butter. Die Apfelschnitze werden mit einer Handvoll Rosinen gekocht und die Apfelrösti mit Zucker und Zimt bestreut.

Die Links
www.landwirtschaft.ch
www.swissmilk.ch

bügelbrett
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19 Kommentare zu «Lust auf etwas typisch Schweizerisches»

  • Christoph sagt:

    Ich denke mal, dass bei den Älplermagronen auch 300 g Kartoffeln gemeint sind (nicht 30 g).

  • Peter sagt:

    Wäre es möglich, die Rezepte, die hier publiziert werden, noch mit der Angabe zu ergänzen, für wie viele Personen/Portionen die Mengenangaben sind? Und evt. Angaben zur Kalorienmenge?

  • Delfina Gonzalez sagt:

    Wuao!!

    Das“P“, welches in der SF-Sendung Landfrauenküche beim Rezept „Rys und Bohr“ fehlte, taucht nun wieder im „Sprinz“ auf.

  • Walter Meier sagt:

    30 g Kartoffeln, aber ganz klein gewürfelt, nicht wie auf der Abbildung, aber 100 g gebratener Speck als weitere Zutat und ganz klein geschnitten würden das Gericht wesentlich schmackhafter machen.

  • projer sagt:

    Auch das typisch schweizerische an diesen 4 Rezepten ist, dass jede Familie es irgendwie anders zubereitet….!! Danke Walter Meier für den Typ mit dem Speck druntermischen- probier ich nächstens aus!

  • C. Algor sagt:

    Was ist mit „schweizerische Küche“ gemeint? Die Pizzoccheri sind eine Spezialität aus dem Veltlin, Italien. Sind sie typisch schweizersich nur weil sie auch im Graubünden gegessen werden?

  • Gion Risch sagt:

    @C. Algor: Pizzochels (wie wir Rätoromanen sie richtig nennen), ist fürwahr eine Speise aus dem Veltlin. 1512 eroberten die drei Bünde (später Graubünden) das heute italienische Veltlin, das sie 1815 infolge innerer Uneinigkeit wieder abtreten mussten. Gewisse Speisen haben diese Regionen ähnlich gemeinsam, geprägt von verschiedenen Regionalvarianten. Ein „rein“ bündnerisches Gericht sind natürlich die bekannten Capuns in hunderten Varianten (Mama’s sind immer die besten, egal wen Sie fragen ;), oder auch die feinen „Maluns“, „Tatsch manedel“ etc… Die Vielfalt und das Ideenreichtum der Bündner Küche, Feines und Nährhaftes aus einfachen, „ärmlichen“ Mitteln herzustellen, fasziniert mich immer wieder. In diesem Sinne „Bun appetit!“

    • ChliniChatz sagt:

      wow, kannst du mir die rezepte, die hinter diesen interessanten (für mich lustig ;) nicht bös gemeint) klingenden namen stecken, mal posten. würd mich „glusten“ das nach zu kochen ;)
      ä guätä!

  • Gion Risch sagt:

    @C. Algor: Pizzochels (wie wir Rätoromanen sie richtig nennen), ist fürwahr eine Speise ursprünglich aus dem Veltlin. 1512 eroberten die drei Bünde (später Graubünden) das heute italienische Veltlin, das sie 1815 infolge innerer Uneinigkeit wieder abtreten mussten. Gewisse Speisen haben diese Regionen ähnlich gemeinsam, geprägt von verschiedenen Regionalvarianten. Ein „rein“ bündnerisches Gericht sind natürlich die bekannten Capuns in hunderten Varianten (Mama’s sind immer die besten, egal wen Sie fragen ;), oder auch die feinen „Maluns“, „Tatsch manedel“ etc… Die Vielfalt und das Ideenreichtum der Bündner Küche, Feines und Nährhaftes aus einfachen, „ärmlichen“ Mitteln herzustellen, fasziniert mich immer wieder. In diesem Sinne „Bun appetit!“
    PS: Älplermagronen ist keine sehr „alte“ Speise, und trotzdem schweizerich, wie sah das früher aus, wo es doch noch keine Magronen gab?

  • Peter Ringger sagt:

    Die Bündner Gerstensuppe schmeckt mir noch besser mit etwas vorher eingeweichten Dörrbohnen. Gehört zwar nicht zum Originalrezept, aber passt ausgezeichnet.

  • Christian Cortesi sagt:

    Ich liebe solche Küche. Was mir allerdings fehlt, aber das ist nur mein Geschmack, sind waadtländer Saucisson mit Lauch und Kartoffeln. Dafür würde ich töten.

    • Hanspeter Hofstetter sagt:

      Sie haben recht,ich bekomme Heimweh wenn ich davon hoere,ich habe in Vevey die Kochlehre gemacht und kann mich sehr gut an wadtlaender saucisson mit lauch und kartoffeln errinnern,obwohl ich seit 1960 keinen mehr hatte! Ich koche auch manchmal Maluns,was mich in meine Jugendzeit errinnert.

      • Christian Cortesi sagt:

        Geben Sie sich einen Ruck, Herr Hofstetter. Heute ist das Wetter perfekt für dieses Gericht. In Zürich gibt es einen Laden, Welschland heisst er. Da finden Sie fast alles was ihr Herz begehrt.

  • keys brook sagt:

    Als ich mich vor bald 40 Jahren mit meiner Japanischen Braut nach langer Abwesenheit in der Scheiz niederliess, war das erste Gericht dass ich ihr in meiner Mutters Kueche vorsetzte eine Apfelroesti. Das Entsetzen in ihrem Gesicht ist mir noch heute in lebhafter Erinnerung und mag mit ein Grund sein warum wir die schoene Schweiz nach ein paar Jahren wieder verliessen.
    Nach vielen Jahren Japan und Suedostasien mit ihren wunderbaren Gerichten wuerde ich heute Apfelroesti selber auch als Zumutung empfinden und lasse seither lieber meine Frau kochen…

  • HORST sagt:

    wenn auf 1.5 lt flüssikeit 200 gramm rollgerste geben brauchen sie mit sicherheit messer und gabel, dass zum thema suppe ¨¨

  • marg weber sagt:

    Bin dankbar fuer diese rezepte. Habe mich vor allem gefreut am manuellen pasta-machen. Danke, danke!

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