Umstellen statt umziehen!

Besser einrichten ist wie in eine neue Wohnung ziehen. Lassen Sie sich von diesen einfachen Umstellungsideen inspirieren.
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1 — Das Sofa von der Wand wegrücken

Einer der grössten Einrichtungsfehler: Das Sofa inklusive der meisten anderen Möbel einfach an die Wand schieben. Ein kleiner Schubs nach vorne kann viel ändern. Dahinter entsteht nämlich Platz für Neues. Platzieren Sie zum Beispiel ─ wie hier auf dem Bild von Ikea ─ ein Sideboard hinter dem Sofa, nutzen Sie die Wand für Wandregale und Bilder und bekommen so zusätzlich noch ein wenig Atemraum. Und alles, ohne den Rest des Raumes allzu viel zu verkleinern. 

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2 — Einen Fensterplatz buchen

Fensterplätze sind die schönsten Plätze! Wenn Sie also die Möglichkeit haben, stellen Sie einen Sessel oder einen Tisch ans Fenster. Das kann ein Arbeitstisch sein oder auch ein Tisch zum Essen. Meine Nachbarn zum Beispiel haben einen kleinen Tisch ans Küchenfenster gestellt und geniessen ihre Mahlzeiten dort bei Kerzenlicht mit Sicht auf die Strasse und das Leben, das sich dort abspielt. Man winkt sich zu, und der Alltag bekommt das kleine bisschen Gehalt mehr, das ihm guttut. (Bild über: a paper aeroplane)

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3 — Den Esstisch als Mittelpunkt inszenieren

Ein grosser Tisch ist ein Treffpunkt in der Wohnung oder im Haus. Hier sitzt man zusammen, geniesst Mahlzeiten und diskutiert über das Leben. Geben Sie also dem Tisch den Platz, der ihm gebührt. Stellen Sie ihn in den Mittelpunkt. Unterstützen Sie diesen Eindruck mit einem grossen Teppich darunter. Geben Sie den Stühlen bequeme Kissen, stellen Sie Blumen auf den Tisch. Auf diesem Bild, gefunden auf Gravity, finden sich auch andere schöne Stylingideen: Etwa die Hängeleuchten, die in unterschiedlichen Höhen über dem Tisch baumeln, sie sind ganz einfach mit Haken an der Decke befestigt. Dazu sind die Wände in der unteren Hälfte auf Möbelhöhe schwarz gestrichen, das verbindet die Möbel optisch enger mit dem Raum und schafft mehr Wohnlichkeit. 

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4 — Für gutes Licht sorgen

Das Montieren von flexiblen Schreibtischleuchten an der Wand ist eine einfache und effektive Lösung, schnell und stilvoll gutes Licht gezielt zu schaffen. Punktuell eingesetztes Licht ist zudem immer stimmungsvoller als plattes Licht, das von Oben kommt oder mit Neonleuchten erzeugt wird. (Bild über: planete deco)

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5 — Das Dahinter für Neues nutzen

Teilen Sie Zimmer auf, sodass Sie sie für unterschiedliche Beschäftigungen nutzen können. Schlafzimmer haben zum Beispiel dafür noch viel Potenzial. Diese Idee, nämlich ein Regal plus Arbeitstisch hinter ein Bett zu stellen, ist eine gute Idee. Und es braucht dafür auch nicht zwingend einen solch grossen Raum wie diesen auf dem Bild von nat et nature.  

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6 — Persönliche Wohnlichkeit kreieren

Alles nur praktisch ist gut ─ aber nicht schön. Bringen Sie mehr Persönliches ein. Dieses Regal zum Beispiel, vor dem der tolle Tisch von Tiptoe inszeniert ist, zeigt schönes Geschirr, aber auch Bilder und Wohnaccessoires. Auf dem Tisch stehen ein paar einfache, aber hübsche Glasvasen, gefüllt mit Eukalyptus und Hortensien. Andere Elemente, die dieser Küche sichtbar guttun, sind die antiken Leuchten und bodenlangen Leinenvorhänge.  

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7 — Eine Wohninsel schaffen

Hier ist die Idee vom ersten Bild, nämlich ein Sofa von der Wand wegstellen, noch konsequenter umgesetzt: Eine Sitzgruppe mitten im Raum bildet so eine einladende und grosszügige Wohninsel. (Bild über: Gravity)

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8 — Räume in Farbe tauchen

Auch wenn es nur eine Nische ist ─ Farbe an den Wänden tut immer gut. Sorgen Sie zum Beispiel mit Blau für Schönwetterlaune, und doppeln Sie gleich nach mit der Wahl von einem sonnengelben Möbel. Der blaue Farbton heisst Moon Shadow 261 und ist von Little Greene.

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9 — Mehr Stimmung erzeugen

Licht ist die schnellste Art, um Stimmung zu schaffen. Versuchen Sie es auch mal an ganz ungewohnten Orten, zum Beispiel unter dem Bett oder unter einem anderen Möbelstück wie Kommode, Schrank oder Sofa! Auch kleine Windlichter können guttun und mit ganz wenig Aufwand eine romantische Atmosphäre schaffen. Bild: Ikea

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10 — Kleines in Grosses verwandeln

Kleine Räume brauchen ein wenig Zuwendung, damit sie grösser wirken. Das gelingt am besten mit ein bisschen Drama, und dafür sind dunkle Farben an den Wänden geradezu perfekt. Gut eignet sich das für ein kleines Schlafzimmer. Geben Sie dem Bett helle Wäsche und Kuscheldecken. Sorgen Sie für passendes Licht mit hübschen antiken Tischleuchten und einer Lichterkette. (Bild: First street)

8 Kommentare zu «Umstellen statt umziehen!»

  • dres sagt:

    Ganz herzlichen Dank für diesen nützlichen Beitrag. Vor allem Punkt 5 werde ich bei uns genauer anschauen.

  • Nat et nature sagt:

    Thanks for the link !

  • Flo sagt:

    Ja-Ja-Ja!
    Möbel umstellen, war früher eine Lieblingsbeschäftigung von mir – sehr zum Leidwesen meiner Familie!
    Ich fand das toll, wenn sich mit wenigen Handgriffen ein völlig neues Wohngefühl herbei zaubern liess.
    Gefahrenpotential aber ziemlich hoch – mein Sohn ist nach dem Umstellen und dem neuen Standort einer kleinen Kommode, bei seinen nächtlichen Heimkehren, mehrmals zu Fall gekommen.
    Heute „darf“ ich wegen Selbstschutz (sehbehindert), diesem Hobby nicht mehr ungehindert frönen

  • Marcus Ballmer sagt:

    Neonleuchten (Legende zu Bild 4) gibt es gar keine in Haushalten, liebe Frau Kohler, das sind alles Leuchtstoffröhren oder – technisch korrekt – Fluoreszenzleuchten. Die haben mit Neongas gar nichts zu tun. Neonröhren kommen praktisch nur bei Leuchtreklamen zum Einsatz, leuchten je nach Gas in verschiedensten Farben und benötigen zum Betrieb 8000 bis 20’000 Volt.. Sorry für die Klugscheisserei.

    • Vielen Dank Herr Ballmer, ich bin froh um jede «Klugscheisserei» ;-) vor allem in Sachen Technik. Ich habe zwei solcher «Röhren» im Bad und in der Küche und sie geben kein schönes Licht. Seit es so viele verschiedene Leuchtmittel gibt, bin ich völlig überfordert in Sachen Licht und Leuchten – höchste Zeit für ein wenig Recherche und mehr von Ihrem Wissen!

  • Philipp Amgarten sagt:

    Einmal mehr inszenierte Wohn(blog)welten mit grosser Realitätsferne. Bild 7 ist grossartig, aber nur wegen des aussergewöhnlichen Altbaus (Fr. 3000/Monat), des sündhaft teuren Ledersofas (Fr. 12’000) und der exklusiven Flos-Stehleuchte (Fr. 1500). Das Ganze mit dem üblichen Micasa/Möbel Pfister-Plunder von Herr und Frau Schweizer wäre nicht halb so toll…

    • mia sagt:

      PhA: Ist auch so nicht jedermanns Ding. Mir zum Beispiel gefällt Bild 10 am besten – und auch dieses nicht wegen der Schlafzimmereinrichtung …..
      Ausserdem sollte der Titel dieses Blogs nicht „Umstellen statt Umziehen“ heissen, sondern viel eher „Aufräumen und putzen statt Umziehen“, wenn man nämlich manchmal in gewisse Wohnungen kommt denkt man sich nur noch „Schreck lass nach“, egal wie teuer die Möbel nebst weiterem Firlefanz sind.

    • Daniela Bachmaier sagt:

      Herr Amgarten, das ist doch einfach nicht wahr. Jeder einzelne Vorschlag ist mit etwas Kreativität günstig umsetzbar. Zu Bild 7: eine ähliches Ledersofa-Ensemble habe ich gebraucht im Netz für 150,- € gekauft. Von der Flos-Stehleuchte gibt schon längst Kopien in unterschiedlichen Preisklassen, sogar für unter 100,- €. Die Idee würde aufgrund ihrer Luftigkeit auch in einem Neubau oder einer Genossenschafts-Wohnung mit niedriger Decke ihre Wirkung entfalten.

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