Wohnen in der Marmeladenfabrik

Das Industriezeitalter hat, zumindest in Europa, viele leere Fabriken hinterlassen, die für neuen Wohnraum genutzt werden. So auch diese wunderschöne Marmeladenfabrik in Polen.

Innenarchitektur: Loft Szczecin, Fotos: Karolina Bąk 

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Das Design- und Architekturstudio Loft Szczecin hat sich auf Renovationen, Umbauten und Massmöbel spezialisiert. Ein sehr gelungenes Beispiel ist diese Loftwohnung, die in einer alten, stillgelegten Marmeladenfabrik in Polen entstanden ist. Die Räumlichkeiten hatten zuvor als Lagerräume gedient.  

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Das Studio hat den alten Boden renoviert, die Wände weiss gelassen und dem wunderschönen Backsteinmauerwerk die Hauptrolle überlassen. 

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Für die Einrichtung wurden Vintagemöbel aus den 50er- und 60er-Jahren verwendet. Damit – und mit der Wahl von transparenten Materialien wie Glastüren und zarten Vorhängen – setzt das Architekturstudio Loft Szczecin auf Leichtigkeit als Kontrast zum dominanten Mauerwerk.

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Wo einst Marmeladengläser gelagert wurden, steht nun ein grosser Kühlschrank ─ in dem bestimmt auch der süsse Brotaufstrich seinen Platz hat.  

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Die Küchenmöbel wurden vom Studio Loft Szczecin entworfen und zeigen sich diskret, schlicht und wohnlich in hellem Holz.

8 Kommentare zu «Wohnen in der Marmeladenfabrik»

  • Barbara sagt:

    Es geht doch eher um das Gebäude, so wunderbare Fabriken findet man eben in der Schweiz nie mehr, alle abgerissen oder luxuriös kaputt-modernisiert. Aber deswegen nach Polen auswandern geht auch nicht, schon die Sprache …. Bleiben wir halt frustriert bei unserer Gumfi und den unschönen viel zu teuren Wohnmöglichkeiten in der engen Schweiz.

  • Nelemans Björn sagt:

    Sehr gelungen , wohne selbst in in eine verbaute Scheune auch ein wenig Lofthaus model.
    Möchte gerne wissen welche Marke die zwei schöne Stühle und Couch zugeteilt werden können.
    Auch in Deutschland zu bestellen?

  • Pedro Aledo sagt:

    ‚Marmelade‘ tönt (pardon ‚klingt‘) so schön richtig nach richtigem Bundesdeutsch im Gegensatz zu unserem helvetismisch-romanischen ‚Konfitüre‘. Dürfte aber gleichwohl falsch sein, denn Marmelade wird ausschliesslich aus QUITTEN gemacht (als Gelee). Es ist wahrscheinlicher, dass jemand zuviel Westfernsehen ‚gekuckt‘ hat als dass übermässig viele Zitrusfrucht in Form von Quitte in Polen wächst.

    • Mimi sagt:

      Pedro, das Wort Marmelade mag in deutschen Sprachraum unterschiedlich genutzt werden. Im Schweizerischen Lebensmittelgesetzt ist das Wort Marmelade klar geregelt und muss Zitrusfrüchte beinhalten, von Quitte steht allerdings nichts.

      • Pedro Aledo sagt:

        Nein, es geht weniger um Orthographie, sondern um die Abschaffung aller Ausdrucksformen eigenständiger Existenz, weil es halt so bequem ist, im Hauptstrom mitzuschwimmen. Einige wollen nur noch Dialekt und Swinglish (Deutsch ist ihnen zu schwer). Viele sind anscheinden geprägt worden durch die RTL-Werbeblock-Sprache und nicht durch Federer (Heinrich). Ebenfalls abgeschafft werden soll hiermit der verständisfördernde Uebergang Deutsch-Welsch mit gleichen Wörtern wie Perron(neu:Bahnsteig), Trottoir(Bürgersteig), Passagier(Fahrgast, bitte links aussteigen), Garage.(carport). Klar, dass Marmelade Bundesdeutsch ist, dazu ein Fehler. Viele Schweizer meinen, Konfitüre sei sogar ein unanständiger Ausdruck.

  • Tom Maier sagt:

    Konfitüre habe ich lieber als Marmelade!
    Wohnung: Megaschön!

    • Zora sagt:

      ….oder vielleicht grad polnische marmolada?
      Süsse Grüsse in welch schöne Küche auch immer :-), Zora

    • Lenz sagt:

      Kurz und knapp – so mag ich es Herr Meier. Ausserdem finde ich Ihr Statement äusserst treffend und finde es einfach nur perfekt. Herzlichen Dank dafür ! ! !

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