Dinieren im grossen Stil

Giorgio Armani sagte kürzlich: «Niemand kauft mehr Hemden, alle kaufen nun Dinner!» So werden die Orte, in denen man diniert, immer spektakulärer. Ein gutes Beispiel dafür ist der Supperclub in Amsterdam.
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Der Supperclub in Amsterdam ist ein Club, der Platz zum Essen und zum Tanzen bietet. Das schneeweisse Dekor leuchtet bei entsprechendem Licht in allen Farben.

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Die grossen weissen Wände bieten Platz für dramatische Projektionen, damit das Dinner auch zum Spektakel wird.

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Das Menü passt zum Dekor, zum Beispiel gibt es Oreo-Cookies mit Foie gras, Randen und Äpfeln oder Angus-Steak mit Sojajelly, Gurkenspaghetti und einer Pink-Pepper-Sauce.

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Ohne Tische entsteht eine Tanzfläche, sozusagen ein moderner Ballsaal. Dieses Prinzip ist keine neue Erfindung, sondern wurde in der Zeit der grossen Bälle in allen Ballsälen in privaten Häusern umgesetzt.

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Anstelle der Stühle, die in alten Zeiten den Damen und Herren Platz boten, um sich zwischen den Tänzen zu erholen und zu plaudern, umzäunen im Supperclub grosse weisse Sitzlandschaften den Saal und laden zum Entspannen ein.

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Das Grandiose am Supperclub ist die grosszügige, historische Architektur, die Dramatik, Platz und Ambiente schafft.

12 Kommentare zu «Dinieren im grossen Stil»

  • Markus Koller sagt:

    So neu ist das nun auch wieder nicht. Es ist sicher 10 Jahre her, seit ich im Supperclub in Amsterdam zum Essen war. Eigentlich bin ich erstaunt, dass es das Lokal immer noch gibt. Es gehört ja zur Sorte Restaurants, wo man einmal hingeht und dann hat’s man gesehen. Offensichtlich gibt es in Amsterdam genug Touristen. In Zürich konnte sich das Konzept in den Nuller-Jahren nicht lange halten.

  • Benedict De Rochard sagt:

    Bin ein grosser Fan Ihrer Vorschläge, Frau Kohler, auch wenn ich nicht immer auf sie eingehe.
    Bleiben Sie uns doch bitte treu!

  • Helga sagt:

    Da ess ich lieber gemütlich zuhause.
    Ist billiger, angenehmer, gesünder, man weiss, was man hat,
    und vor allem mit richtigen Stühlen und Tisch.
    Im Bett essen kann ich auch zuhause, am Sonntag morgen…

  • Markus sagt:

    Einfach nur grässlich!
    Basta

  • Heidi Arn sagt:

    Dachte erst auch „dekadent“, aber ooch, einen Tanzabend würde ich dort schon mitmachen, oder was mit Pipilotti-Rist-Projektionen.

  • bela summermatten sagt:

    Wer erinnert sich noch an das blödsinnige Vertigo im ehemaligen Kino Wellenberg am Hirschenplatz? In diesem weissen Tempel ass man auch in römischer Art im Liegen. Der Food war miserabel. Und das ist ja genau das Konzept. Mit allerlei Reizüberflutung – neuerdings liegend und bald wohl kopfüber – soll vom Wesentlichen – der Nahrungsaufnahme – abgelenkt werden. Gute Köche gibts nicht viele und wenn man sich keinen leisten kann, dann kommt man auf solche hochkreativen Schnapsideen.

  • Hansueli Hinz sagt:

    Hmm, komisch, dieses Konzept gibt es bereits seit 15 Jahren, so unter anderem im „Bed Supperclub“ in Bangkok… persönlich kann ich dem Essen im (halb-)Liegen nichts abgewinnen, auch ist es bei entsprechender Lautstärke sehr unkommunikativ und nicht für Gruppen von mehr als 3 Personen geeignet.

    Optisch natürlich ein absoluter Hingucker.

    • Michael Finley sagt:

      Alter Wein in neuen Schläuchen. Erinnert mit an Sven Väth mit seinem Cocoon Club und Silk Liege-Restaurant in FFM. Ist aber grandios gescheitert.

  • Monisa sagt:

    Mich friert! Muss Barbies Stammlokal sein.

  • Hansjörg Frey sagt:

    Ja, die Menschheit wird in den Wohlstandländern immer degenerierter. Wie die Römer, die Griechen und die Aegypter wird sie sich selst zerstören oder überrannt. Sokrates, ein Weiser – zum Tod verurteilter- meinte: Wir leben nicht um zu essen, wir essen um zu leben.

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