So einfach, so günstig ─ und so fein!

«Was soll ich heute kochen?» Diese Frage stellen wir uns fast täglich. So können wir nicht genug Rezeptideen bekommen. Diese 10 Gerichte erweitern das Repertoire, sind dazu noch günstig und ─ wie immer auf Sweet Home ─ unkompliziert!
sweet home
1 — Hörnli mit Wurstragout
Ja, Hörnli macht man am liebsten mit Hackfleisch. Versuchen Sie die beliebten Schweizer Teigwaren auch mal mit Wurstragout. (Bild: Seriouseats)

Zutaten:

Zubereitung:

2 Salsicce (wie Luganighe)

½ Peperoncino, fein gehackt

1 Knoblauchzehe, fein gehackt

einige Fenchelsamen (es geht auch ohne!)

1 Bund Petersilie

Salz und Pfeffer

Olivenöl

1 Dose gehackte Tomaten

ein wenig Bouillon

400 g Hörnli

1 TL abgeriebene Zitronenschale

Nehmen Sie das Wurstfleisch aus der Haut und zerkleinern es von Hand. Geben Sie Olivenöl in eine Pfanne (am besten in einen Gusseisentopf). Braten Sie das Wurstfleisch mit den Fenchelsamen an und geben dann den Knoblauch und den Peperoncino dazu. Die Petersilie von den Stängeln rupfen, teilen und beides fein hacken. Die eine Hälfte der gehackten Blätter und alle gehackten Stängel zum Wurstfleisch geben. Ein wenig Bouillon dazugiessen, einköcheln lassen, dann die Tomaten dazugeben, würzen. Geben Sie nun den Deckel auf die Pfanne und lassen alles etwa eine halbe Stunde vor sich hin köcheln. Hörnli al dente kochen und zur Sauce geben. In der Sauce nochmals 3 Minuten weiterkochen, die restlichen gehackten Petersilienblätter dazugeben, die Zitronenschale untermischen und servieren. Nach Belieben Käse darüberreiben.

sweet home
2 — Stampfkartoffeln aus dem Ofen
Dieses einfache Kartoffelgericht schmeckt fantastisch und bringt, dank dem Duft und Geschmack der Kräuter und des Knoblauchs, ein wenig Feriengefühl in den Alltag. (Bild: Journeykitchen)

Und so gehts: 

Kochen Sie Kartoffeln in Salzwasser weich. Heizen Sie den Backofen auf 200 Grad vor. Geben Sie die gekochten Kartoffeln auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Zerdrücken Sie die Kartoffeln ein wenig, geben Sie viel Thymian darüber und legen Knoblauchzehen dazwischen. Nun geben Sie Olivenöl über alles und schieben das Blech in den heissen Ofen. Etwa 40 Minuten knusprig braten. Mit einem Salat und ─ nach Wunsch ─ mit einem feinen Joghurtdip servieren. Dafür mischen Sie griechisches Joghurt mit ein wenig Salz und abgeriebener Zitronenschale.

sweet home
3 — Pasta mit Wintertomatensauce
Jetzt im Winter bieten die Geschäfte in meiner Nachbarschaft leider nicht immer Basilikum an. So passt diese Wintertomatensauce perfekt. Sie ist unkompliziert, braucht aber eine Weile, um vor sich hin zu kochen. Kochen Sie gleich eine doppelte Portion Tomatensauce, und benutzen Sie diese am nächsten Tag für die Auberginenpizza von Rezept 8. (Bild: Alexandra Cooks)

Und so gehts:

Geben Sie ein Stück Butter in eine Pfanne. Halbieren Sie eine Zwiebel und zwei Knoblauchzehen. Geben Sie zuerst die Zwiebel in die geschmolzene Butter, dann entweder ein Stück Selleriestange oder eine Handvoll Petersilie ─ einfach das, was Sie gerade im Kühlschrank haben. Die Stange halbiere ich der Länge nach, die Petersilie zerreisse ich grob. Alles andünsten, die Knoblauchzehen dazugeben und weiterdünsten, bis diese duften. Dann eine oder zwei Dosen gehackte Tomaten dazugiessen. Mit Salz und Pfeffer würzen, eine kleine Prise Rohrzucker dazugeben und nach Belieben ein wenig Muskatnuss darüberreiben. Die Kombination von Butter, Tomaten und Muskat ist perfekt. Alles zugedeckt eine Stunde köcheln lassen. Die Zwiebel, den Knoblauch, die Petersilie oder den Sellerie wieder herausnehmen, und fertig ist eine schmackhafte, feine und unkomplizierte Wintertomatensauce. Pasta nach Wahl al dente kochen, unter die Sauce mischen und zwei Minuten darin fertig köcheln. 

sweet home
4 — Thunfischsandwich im Gipfeli
Auch Sandwichs geben ein gutes Znacht ab. Benutzen Sie für dieses Sandwich die Gipfeli, die vom Frühstück übrig geblieben sind. (Bild: Seasaltwithfood)

Zutaten:

Zubereitung:

Thunfisch aus der Dose, hier bitte aus Umweltgründen nur nachhaltig gefischten Thunfisch kaufen

Gemüse aus dem Vorrat wie Tomaten, Gurken, Rüebli, Radiesli, Selleriestangen, Peperoni oder Zwiebeln, jeweils in kleinste Würfeli geschnitten

Salatblätter

Gipfeli

Butter

Thunfisch abtropfen und gut waschen. Mit der Gabel in einer Schüssel zerkleinern. Die Gemüsewürfeli beigeben. Fein sind zum Beispiel auch Maiskörner aus der Dose. Alles gut vermengen. Die Sauce zubereiten und zum Thunfischsalat geben. Gut vermischen.

Zutaten Sauce:

Fertigstellung des Sandwichs:

3 EL Mayonnaise

3 EL Ketchup

1 EL Weissweinessig

1 EL Olivenöl

Salz und Pfeffer

gehackte Kräuter nach Wahl wie Petersilie oder Schnittlauch

Die Gipfeli ganz kurz im heissen Backofen aufbacken. Die Gipfeli aufschneiden, mit Butter bestreichen und mit Salatblättern belegen. Mit dem Thunfischsalat füllen und servieren.

sweet home
5 — Französische Omelette mit Zwiebelkonfitüre
Omeletten bereiten wir viel zu selten zu, dabei ist die einfache französische Mahlzeit eine schnelle Möglichkeit, um ein kleines Fest auf den Teller zu zaubern. (Bild: Alexandra Cooks)

Und so gehts: 

Verquirlen Sie einige Eier (wer mag, mit ein wenig Rahm oder Milch) und würzen diese nach Belieben mit Salz und Pfeffer. Geben Sie Butter in eine Pfanne und braten eine Omelette. Die Mitte der Omelette sollte noch ein wenig weich sein. Die Omelette in die Hälfte legen und servieren. Die Omelette kann nach Belieben noch gefüllt werden, mit gebratenen Pilzen etwa oder einfach frisch gehackten Kräutern. Dazu servieren Sie einen grünen Salat. Die Sauce für den Salat mischen Sie aus Dijonsenf, Honig, Weissweinessig und Olivenöl. Für die Zwiebelkonfitüre kochen Sie in Streifen geschnittene Zwiebeln mit Zucker zu einer Konfitüre ein und bestreichen damit ein getoastetes Stück Brot. 

sweet home
6 — Tortellini in Brodo mit Sherry
Tortellini kann man fertig kaufen, sie geben immer einen schnellen, feinen und unkomplizierten Znacht ab. (Bild: Il diario gastronomico)

Und so gehts:

Tortellini in einer guten Bouillon gar kochen und am Schluss einen Schuss Sherry beigeben.

sweet home
7 — Tortilla mit Kartoffeln und Pilzen
Eine Tortilla ist eine spanische Omelette und wird meistens mit Kartoffeln zubereitet. (Bild: Two blue lemons)

Zutaten:

Zubereitung:

8 Eier

500 Gramm Kartoffeln, gekocht

1 Schalotte, in Streifen geschnitten

200 Gramm Champignons, in Scheiben geschnitten

Salz, Pfeffer

Olivenöl

gehackte Petersilie

 

Mischen Sie die Eier in einer Schüssel, und würzen Sie mit Salz, Pfeffer und den Schnittlauchringli. Geben Sie Olivenöl in eine Pfanne, und braten Sie die Zwiebeln und die Champignons an. Geben Sie die Kartoffeln dazu, mischen alles gut und giessen dann die Eiermischung darüber. Sanft köcheln lassen, bis die Eier fest werden, am Schluss 2 Minuten unter dem heissen Grill fertig kochen. Abkühlen lassen und servieren, zum Beispiel mit einem Salat.

sweet home
8 — Auberginenpizza
Pizza geht auch ohne Teig. Versuchen Sie es mal mit Auberginen oder Zucchetti! (Bild: Macheesemo)

Und so gehts: 

Auberginen in Scheiben schneiden. Auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen und mit Olivenöl bestreichen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Auf jede Scheibe ein wenig Tomatensauce geben. (Hier können Sie die Tomatensauce von Rezept 3 benützen. Kochen Sie einfach gleich zwei Portionen, dann reicht es für zwei unterschiedliche Gerichte.) Dann auf die Tomatensauce pro Auberginenscheibe je eine Scheibe Mozzarella legen. Wer möchte, kann nun ein wenig Rohschinken oder Salami darübergeben, fein sind auch Sardellen ─ aber es schmeckt auch ohne zusätzliche Zutaten fein. In den auf 220 Grad vorgeheizten Backofen schieben und 7 bis 8 Minuten backen, bis der Käse schmilzt und die Aubergine gebraten ist. 

sweet home
9 — Zwiebelfocaccia
Wenn die Pizza ohne Teig geht, dann geht auch der Pizzateig ohne den klassischen Pizzabelag. (Bild: Technicolor kitchen)

Und so gehts:

Ausgewallten Pizzateig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit Olivenöl bestreichen. Geschnittene Zwiebeln darauf verteilen, mit Salz würzen und im auf 220 Grad vorgeheizten Backofen etwa 10 Minuten knusprig backen. Mit einem Salat, wie zum Beispiel in Rezept 5, servieren.

sweet home
10 — Gebratener schwarzer Reis mit Ei
Seit ich schwarzen Reis entdeckt habe, gehört er zum Alltagsrepertoire. Er schmeckt fantastisch. Man muss ihn zwar lange kochen, aber er gelingt immer. Kochen Sie auch hier gleich zwei Portionen, so gibt es zweimal Znacht damit. (Bild: Macheesemo)

Und so gehts:

Geben Sie ein wenig Olivenöl in eine Pfanne und den gekochten Reis dazu. Braten Sie ihn knusprig und servieren ihn mit Frühlingszwiebelringli oder Schnittlauch und einem verlorenen Ei darüber.

16 Kommentare zu «So einfach, so günstig ─ und so fein!»

  • ClBr sagt:

    Ah ja, Pizza ohne Teig… Es gibt auch Lasagne ohne Lasagne (Kartoffeln verwenden) und ohne Béchamel (als Ersatz Rahm). Eine andere Pizza ohne Teig wäre, gekochtes Maisgriess als Boden zu verwenden.
    Beide Vorschläge haben für entsprechend sensible Personen, dass sie glutenfrei sind.

  • Kurt Weber sagt:

    Ich esse seit Jahren schwarzen Reis, schmeckt prima mit weissem Parmesan, sieht auch noch gut aus, koche ihn im Reiskocher, je nach Sorte muss er nicht vorgewässert werden.

  • ClBr sagt:

    Ich liebe verlorene Eier, aber sie gelingen mir nie, obwohl ich schon alle möglichen Tipps ausprobiert habe. Vielleicht kann mir jemand von den Kochkünstlerinnen in diesem Blog mit dem 1001. Tipp helfen? ich gebe die Eier in eine Tasse, koche Wasser mit Salz und wenig Essig auf, stelle das Feuer zurück und lasse das Ei vorsichtig ins Wasser gleiten und kurz ziehen. Immer verwirbelt es das Eiweiss, obwohl das Wasser nicht mehr kocht. Beim Kochen in einem Sieb oder Löffel hockt das Ei daran an. Hilfe! Schwarzer Reis ist tatsächlich sehr lecker.

    • lisä sagt:

      Rühren sie das Wasser kurz um bevor sie das Ei ins Wasser gleiten lassen. Durch die Kreisbewegung umschliesst das Eiweiss das Eigelb und

      • WildeHenne sagt:

        Sie machen fast alles richtig. Machen Sie kein Salz ins Wasser, sondern salzen das Ei erst zum Schluss auf dem Teller. Das Verhältnis Essig/Wasser muss stimmen. Sie sollten mindestens 3% Essig im Wasser haben. Und das Wasser soll – auch wenn das Ei drin ist – weiter kochen, bzw. eben sieden.
        Pochierte Eier gelingen übrigens nur richtig schön mit ganz frischen Eiern.

  • Annina sagt:

    Fein fein und sehr abwechslungsreich! Danke Marianne!! Besonders der schwarze Reis interessiert mich mal auszuprobieren! Und ein verlorenes Ei ist sowieso immer eine gute Idee :) Gehe jetzt deutlich inspirierter das znacht einkaufen als vorher :)

  • SHAREAT.ch sagt:

    So gut, so einfach, so schnell, so günstig, so super zum Vorbereiten!
    http://www.shareat.ch/blog/pistazienolivenpesto

  • Heidi Arn sagt:

    Da gefallen mir gleich einige Ideen, ich werde schwarzen Reis kaufen z.B. Und eigene einfache Varianten der Zubereitung tauchen in der Erinnerung auf.
    Stampfkartoffeln oder kleine Geschwellte: Nur mit Kräuterbutter darauf überbacken.
    Eieromlett griech. Art: Feta in Butter anbraten, verquirlte Eier darüber geben, langsam stocken lassen, schwarzen Pfeffer (kein Salz) drüber. Ich füge noch gelb gedünstete Zwiebeln bei.
    Croissants: Aufschneiden, mit einer Mischung aus geriebenem Käse, Ei und Kräutern füllen und kurz backen.
    Ach, jetzt krieg ich schon wieder Hunger…

  • Karl-Heinz Failenschmid sagt:

    Tolle Rezepte, einfach und gut! Auch von meiner Seite vielen Dank für den Print-Button

  • Peter Tschudi sagt:

    da scheint jemand ja sehr gerne Zwiebeln zu essen. Grauenhaft.

    • Marcus Ballmer sagt:

      Nix da mit grauenhaft: Zwiebeln sind köstlich. So man denn Feinschmecker ist.

      • kurt mäschli sagt:

        …so man denn Feinschmecker ist und gleichzeitig für die Gesundheit gutes tut. Ich esse nur noch rote Zwiebeln. Seither nie mehr Gelenkschmerzen irgend einer Art.

  • Hendrick Kevlar sagt:

    „Unkomplizierte Alltagsrezepte“ und das erste Rezept kommt gleich mal mit elf Zutaten daher.

  • linus sagt:

    Sind gluschtig, diese Ideen.
    Aber einen Backofen aufheizen, nur um ein paar Gipfeli aufzubacken, ist schon zu hinterfragen. Vorallem weil ich weiss, dass Menschen den Ofen eine Viertelstunde vorher einheizen.

  • Julia King sagt:

    Ach, der ‚PRINT‘ button ist da! Danke!

Kommentar

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die benötigten Felder sind mit * markiert.

800 Zeichen übrig

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.