Frühling auf dem Teller

Nun ist der Frühling offiziell da und die Märkte sind wieder voller frischer Köstlichkeiten: Erbsen, Spargeln, knackige Salate, die ersten Rüebli, Kartoffeln aus Italien. Diese sieben Rezeptideen zeigen, wie einfach Sie den Frühling auf den Teller bringen.

 

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Schnetzeln, Hacken und Schneiden: Eine schöne, sinnliche Arbeit, welche die Gelegenheit bietet, zusammen zu schwatzen, ein Glas Wein zu geniessen und Musik zu hören. (Bild über: Life is simple)

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1 — Blätterteigtorte mit Zucchetti und Feta 

Gerichte aus dem Backofen sind wie kleine, unkomplizierte Festessen. Diese Zucchetti-Torte geht super einfach und eignet sich daher nicht nur für angehende Spitzenköche. (Bild über: Clutter and chaos)

Und so gehts: 
Backofen auf 200 Grad vorheizen. Zucchetti längs in feine Scheiben schneiden. Einen ausgewalkten Blätterteig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Für den Rand vorher Streifen aus dem Teig schneiden und diese mit ein wenig aufgepinseltem Wasser rund um den Teigboden kleben. Dann den Teigboden mit der Gabel einstechen und mit ein wenig Olivenöl bepinseln und die Zucchettischeiben und einige Thymianblättchen darauf verteilen. Zerbröseln Sie einen Fetakäse, den Sie dann auf den Zucchetti verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit ein wenig Olivenöl beträufeln. Bestreichen Sie den Teigrand mit ein wenig Eigelb und backen Sie die Torte für ca. 30 Minuten, oder bis der Teig golden und knusprig ist.  

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2 — Fave-Bohnen und Erbsen mit Rohschinken und Ei 

Die kleinen, grünen Hülsenfrüchte, die ich zum Beispiel samstags auf dem Oerliker Markt am Stand der Rossettis finde, geben die besten Frühlingsdelikatessen ab. Fave-Bohnen und Erbsen aus ihren Hülsen zu pulen, ist eine schöne und geruhsame Arbeit. Frisches Frühlingsgemüse schmeckt am besten, wenn es nicht zu lange gekocht wird und noch so richtig knackig und voller Geschmack ist. (Bild über: Canellevanille)

Und so gehts:
Kochen Sie 400 Gramm ausgepellte Erbsen und 400 Gramm Fave-Bohnen ca. 3 Minuten in kochendem Salzwasser und giessen Sie sie danach ab. Erhitzen Sie Olivenöl in einer Bratpfanne und dünsten Sie eine gute Handvoll frischen, grobgehackten Bärlauch an (der Wald ist momentan voll mit grünen Bärlauchwiesen). Anschliessend die Bohnen und Erbsen beigeben und ca. 3 Minuten dünsten. Geben Sie nun einige Stücke Rohschinken dazu, welchen Sie leicht anbraten. Frisch gehackte Kräuter wie Pfefferminze und Basilikum und ein wenig frisch gepressten Zitronensaft beigeben (bei Rossetti gibt es feine und schöne Zitronen aus Amalfi). Würzen Sie mit Salz und Pfeffer und servieren Sie den warmen Gemüsesalat mit einem Spiegelei und ein wenig Ziegenfrischkäse.

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Tipp: Ein Besuch auf Aran Goyoagas Blog Canellevanille (Bild oben) lohnt sich. Die Autorin hat auch ein Buch rausgegeben, welches in Deutsch erhältlich ist. Es heisst «Small Plates & Sweet Treats» bzw. «Familienrezepte glutenfrei» und ist erhältlich im Buchhandel oder zu 35 Fr. im AT-Verlag.

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3 — Warme Radieschen mit Kräutern und Nüssen 

Radieschen werden meist roh mit ein wenig Salz serviert oder beleben einen Salat. Dabei kann man Radieschen auch warm essen – als feine Gemüsebeilage. (Bild über: Heather Christo)

Und so gehts: 
Radieschen halbieren oder vierteln. Ein wenig Olivenöl mit einer zerquetschten Knoblauchzehe erhitzen, dann die Knoblauchzehe herausnehmen. Geben Sie nun einige Speck- oder Rohschinkenschnipsel bei und braten Sie diese an. Die Radieschen beigeben und alles gute 3 Minuten andünsten. Anschliessend eine Handvoll Walnüsse beigeben – es schmecken auch Haselnüsse oder Pinienkerne. Danach frischen Zitronensaft dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen, gehackte Petersilie untermischen und als warmen Salat servieren.

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Auch die Bloggerin Heather Christo hat ein Buch herausgegeben. Es heisst «Generous Table» und ist über Amazon bestellbar. 

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4 — Sprossen – die Stars des Frühlings

Für eine Extraportion Frühling auf dem Teller sorgen frische Sprossen. Diese können Sie wie Gartenkresse selber ziehen oder in kleinen Kistchen im Kühlfach eines Supermarkts kaufen. Fein sind auch Rettichsprossen, Senfsprossen oder Zwiebelsprossen. Sie «würzen» einen Salat oder können einfach als kleine, frische Beigabe auf dem Teller serviert werden. Sieht gut aus, schmeckt fantastisch und ist gesund!

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5 — Rüebli mit Honig, Harissa und Pfefferminze 

Junge Rüebli vom Markt brauchen nicht viel, damit sie als feines Gemüse serviert werden können. Waschen Sie die Rüebli und halbieren Sie sie der Länge nach. Sie können ein wenig vom Grün dranlassen, das sieht hübscher aus. Dann erhitzen Sie Butter mit ein wenig Honig in einer Bratpfanne und dünsten die Rüebli einige Minuten darin. Geben Sie ein wenig Harissa oder frisch geraspelten Ingwer bei und dünsten Sie die Rüebli noch einige Minuten weiter. Mit Salz würzen und mit gehackter Pfefferminze servieren. (Bild über: Flourishingfoodie)

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6 — Radieschen-Fenchel -Salat von Fork and Flower 

Die Schweizer Foodbloggerin Scarlett Gaus, die mit viel Liebe den Blog Fork and Flower macht, kennen wir von der weihnächtlichen Homestory auf Sweet Home. Ihr Blog ist wie eine kleine Ruhepause im Alltag und überzeugt mit feinen Rezeptideen, Schönheit und Stil. 

Zutaten für 2 Personen: 
  • 1 Fenchel
  • 1 Bund Radieschen
  • 1 Handvoll Dillblättchen
  • den Saft von 1 Zitrone
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 2 Esslöffel Hanfsamen
  • Salz und Pfeffer
Zubereitung: 

Schneiden Sie den Fenchel und die Radieschen in feine Scheiben. Vermischen Sie das Gemüse mit Olivenöl und dem Zitronensaft, würzen Sie mit Salz und Pfeffer. Hanfsamen und Dill darüberstreuen und servieren.

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7 — Grüne Spargeln und Spiegeleier 

Das allerschnellste Frühlingsrezept eignet sich auch als Sonntagsfrühstück. Rüsten Sie grüne Spargeln ganz einfach: Man nimmt die Spargel in die Hand und bricht den hinteren Teil ab, die Spargel bricht genau am richtigen Punkt! Dann geben Sie die Spargeln mit etwas Olivenöl oder Butter in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen. Nach ca. 10 Minuten sind die Spargeln gekocht und können mit warmem Toast und einem Spiegelei genossen werden. (Bild über: My inspire collection)

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Tipp: Dieses schnelle Gericht wird mit einem Gänseei zum kleinen Luxus. Auf dem Oerliker Markt habe ich einige wunderschöne Gänseeier bei den Fiechter-Schwestern gekauft. Mit denen haben die Fotografin Rita Palanikumar und ich eine kleine Geschichte für Sweet Home produziert, mit der wir Sie hier auf dem Blog am kommenden Dienstag auf Ostern einstimmen werden.

13 Kommentare zu «Frühling auf dem Teller»

  • Peter sagt:

    Ich feiere den Frühling lieber ohne tote Tiere, danke. Auch der Eier-Boom um Ostern führt zur Massentötung der überzähligen Hühner, das umgehe ich weiträumig.

  • malibe sagt:

    Fave sind auch roh gut. Habe ich von einem Wirtenonno auf Elba gelernt, Der sass spätabends, als die meisten Gäste schon weg waren, an einem Tisch vor der „Beiz“, Weissweinglas vor sich, Ziegenkäse links und rechts die Fave, die er auspulte und mit dem Käse ass und uns angeboten hat. Heute noch meine liebste Art, Fave zu geniessen…

  • bebri sagt:

    Vermisse in letzter Zeit der Blick auf die Saison in den Rezepten. Sind immer sehr leckere Rezepte, aber letzthin Erdbeeren (wer kauft denn jetzt Erdbeeren bitte?? Wie kann man nur?!) und jetzt Zucchini und Fenchel …

  • Kuisine sagt:

    Vielen lieben Dank für diese wundervolle Inspiration. Da ich selber einen Food Blog habe, freue ich mich immer besonders über wunderschöne Food Bilder und himmlische Rezepte! Super!!

  • Also das erste Bild ist ja mal echt top fotografiert!

  • Oh wie lecker, danke! Meine Favoriten sind die BLÄTTERTEIGTORTE MIT ZUCCHETTI UND FETA und RÜEBLI MIT HONIG, HARISSA UND PFEFFERMINZE. Schnell zubereitet und köstlich!

  • Yves sagt:

    @Brennwald. Ab Mitte Mai gibt es auch wieder Schweizer Fenchel und Zucchetti. Ich würde sie deshalb mal zu Spätfrühlingsgemüse zählen.

  • Brennwald sagt:

    Seit wann gehört Fenchel und Zucchetti zu den Frühlingsgemüsen?

    • Zucchetti, ein typisches Frühlings-Sommer-Winter-Herbstgemüse. Saison ist dann, wenn es der Migros im Sortiment hat… :-(

    • Minella sagt:

      ja, und seit wann sind Spargeln jetzt schon Saison. Meinte, es wäre erst ab Ende April Spargelzeit.

  • Yves sagt:

    Rossetti, Fiechter-Schwestern….da komme ich doch gleich ins Schwärmen. Das Rezept mit den Fave Bohnen hat es mir angetan. Am Samstagmorgen ab nach Oerlikon. Und dann noch bei Manser vorbei auf ein Manser-Spitz mit Appenzeller….

  • martin hans sagt:

    Ganz stark! Da erwachen meine Frühlingsgefühle! Vielen Dank für die Inspiration; lese sehr gerne in diesem Blog

  • lieberlecker sagt:

    Wie immer ein paar schöne Ideen und natürlich gluschtige Bilder. Zum Thema Fave, bzw. Sau Bohnen nur noch das: ich habe am letzten Freitag solche auf dem Markt gekauft und am Samstag die beste Ehefrau von allen gebeten, sie für mich zu schälen … ich will jetzt nicht wiederholen, was sie dazu gesagt hat, aber „schön und geruhsam“ fand sie’s nicht. Ausserdem blieben von meinen 1,4 kg Bohnen netto keine 400 gr übrig … :-( … aber saumässig gut sind sie halt schon (obwohl die Fave nicht deshalb auch Sau Bohnen heissen).
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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