Der Preppylook zieht ein

Viel Geld haben und dies auch zeigen, ist Mode geworden. Auch wer nicht zu den Reichen und Schönen zählt, zieht sich momentan gerne im topmodisch gewordenen Preppylook an und zelebriert eine gewisse Bürgerlichkeit, die properes Aussehen und traditionelle Werte einschliesst. Der Preppylook macht sich aber auch im Haus breit. Er wirkt durch starke Farben, viel Weiss und eine legere Eleganz sommerlich frisch, und das Gute daran: Man braucht kein Anwesen in New England, um ihn oder gewisse Elemente daraus zu Hause umzusetzen. 
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1 – Wohnen wie die Reichen und Schönen 

Der Preppylook bekam seinen Namen von den amerikanischen «preparatory schools», wo die Kids der oberen Gesellschaftsschichten auf die Universität vorbereitet werden. Es ist der Look der Privilegierten, auch WASP-Style genannt («white anglosaxon protestant»). Die Uniformen der Schulen, Countryclubs und Sportteams wurden nach dem Ersten Weltkrieg zum wichtigen Bestandteil der US-Mode. Man wollte zeigen, dass man sich eigentlich immer in der Freizeit befindet. So fanden Poloshirts, Tennis- und Golfbekleidung den Eintritt in die Alltagsmode. Klare Farben, Pastelltöne, gemischt mit viel Weiss, bestimmen den Look. Momentan ist dieser Modestil sehr angesagt, und zwar so sehr, dass man auch gleich damit wohnen möchte. (Kissen, Stoffe und Möbel von Caitlin Wilson)

Die wichtigsten Bestandteile des Preppylook im  Wohnbereich:

  • Starke Farben, Pastelltöne und viel Weiss als Hauptwohnfarben wählen
  • Formelle Stellung der Möbel mit viel Symmetrie und Repräsentationseffekt
  • Colourblocking – starke Farben in grossen Flächen, Streifen oder klaren Mustern
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2 — Preppystil ist mehr als Mode 

Zur Verbreitung des Preppylooks in der neueren Zeit hat vor allem Ralph Lauren viel beigetragen. Seine Mode widerspiegelt genau das amerikanische Lebensgefühl, das Erfolg, viel Freizeit, Klasse und Entspanntheit aussagt. Der Modemacher verkauft der Welt mehr als Kleider, nämlich einen kompletten Lifestyle. Er ist der Erste, der das auf diesem Niveau geschafft und ein Imperium aufgebaut hat, das nicht nur Kleider und Accessoires beinhaltet, sondern auch Möbel, Geschirr, Hundeleinen, Wolldecken und vieles mehr. Ganz klar von Ralph Lauren inspiriert ist auch Tommy Hilfiger. Ebenfalls in Sachen Preppylook hat sich die amerikanische Modefirma J. Crew zu einem der wichtigsten Labels entwickelt. Mittlerweile gibt es auch eine J.-Crew-Filiale an der Regent Street in London, was immer ein Indiz ist für den Hipfaktor einer Marke.

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3 — Eleganz gemischt mit Zufall 

Zu Hause zeigt sich der Preppylook genauso wie in der Mode. Da wird Tradition mit Entspanntheit gemischt und starke Farben mit Pastells. Ein hübsches Beispiel, das auch einfach nachzustylen ist, ist hier zu sehen: Hellblau lackiertes Bücherregal, davor ein Sessel in Orange, dazu wiederum ein kleiner Beistelltisch. Auf diesem Beistelltisch steht eine dominante Tischleuchte mit grossem Schirm, einige hübsche Bücher und Rosen, ganz «zufällig» in ein Glas gestellt. (Bild über: Prepfection)

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4— Die Preppy Royals 

Eine nicht zu den WASP gehörende Familie, nämlich die katholischen Kennedys, zelebrierten den WASP-Style und Preppylook zur Perfektion, und machten ihn dank gekonnter Medienpräsenz begehrlich und populär. Auch die britischen Royals prägen mit ihrer Kleiderwahl die Mode. So war Prinzessin Diana eine Ikone in den 80er- und 90er-Jahren, und ihre Kinder und Kate Middleton beeinflussen den Modelook der Gegenwart. Zu den Royals des Stils gehören zudem Grace Kelly und Katherine Hepburn. Beide Schauspielerinnen kamen aus reichen Familien und zeigten diesen Lebensstil auf der Leinwand und im Leben.

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5 — Amerikanische Wohnträume 

Klassik, Eleganz und Repräsentation prägen den amerikanischen Preppylook auch im Wohnbereich. Da sind Pastellfarben wichtig und Wiederholungseffekte. Ein grosses Sofa mit weichen Federn und gepolsterten Sitzkissen ist das zentrale Möbelstück im Wohnzimmer. Links und rechts stehen Beistelltische, die mit Vorliebe mit grossen Tischleuchten bestückt werden. Sessel richten sich zum Sofa, sodass man salonmässig zusammensitzen kann. Auf den Couchtisch gehören edle Bildbände, sogenannte «Coffeetable-Bücher»,  aber auch Dosen, kleine Blumenvasen mit Blüten, Tabletts und Schalen. Zum klassischen Einrichtungsstil dürfen natürlich auch Vorhänge, Teppiche, Zierkissen und antike Einzelstücke nicht fehlen. Beim Preppylook, im Gegensatz zu anderen klassischen Einrichtungsstilen wie zum Beispiel dem blümchenbetonten Country-Look,  bestimmen frische Unifarben den Stil, grosse, schlichte, grafische Muster und starkfarbige Akzente. (Bild über: Blueprintstore)

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6 — Der Stil im Detail

Die Details des Wohnstils sind geprägt von Modeaffinität und der Liebe zum Luxus. So zeigt man gerne, was man hat. Im Schlafzimmer auf einem Boudoirtischchen können das schicke Parfüms sein, Notizbücher, Modeschmuck und Dinge, die Labels zeigen, wie etwa türkisfarbene Tiffanyboxen. (Bild über: Hailandbugs)

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7 — Martini Cocktail – der Drink zum Stil 
Auch Cocktails gehören zum Preppy-Lifestyle, allen voran der Martini. (Bild über: The glitter guide)
Für einen Martini mixen Sie 4 cl Gin und 1 cl trockenen Vermouth wie Noilly Prat mit Eiswürfeln in einem Shaker oder rühren ihn in einem Glas. Danach seihen Sie ihn in ein Martiniglas und geben eine Olive mit Stein in das Glas.
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8 — Preppy-Prinzessinnen  

Zu den Preppystilikonen gehören Ryan O’Neill und Ali Mac Graw im Film «Love Story»; Jackie Kennedy, eine der wohl stilvollsten Frauen der Welt und der Geschichte, ihr Sohn John Junior und seine Frau Carolyn Bessette Kennedy, die beide in den Neunziger Jahren bei einem Flugzeugunglück ums Leben kamen; Kate Middleton, die zeigt, dass man auch ladylike angezogen sein kann ohne ständig Haute Couture zu tragen; und Betty Draper aus der TV-Kultserie «Mad Men», die nach dem Vorbild von Grace Kelly perfekt gestylt wurde, aber auch das «Poor little rich girl»- Schicksal aufzeigt.

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9 — Starke Akzente

Die Kissen und Stoffe von Caitlin Wilson sind die perfekten Accessoires für den Preppylook. Die einfachen, grafischen Muster und Kontraste passen gut auf helle, grosse Sofas.

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10 — Grün und Rosa – die typische Preppyfabkombi

Der Look ist stark von der Freizeitbekleidung geprägt wie man sie von Tennis, Golf, Polo, Reiten oder Segeln kennt. So sind Streifen wichtig, Linien und Embleme und selbstverständlich die Farben der Sportbekleidung. Die Farbkombination von zartem Rosa und saftigem Grasgrün ist ein typisches Sommerbeispiel und wirkt nicht nur in der Kleidung proper und relaxed, sondern kann auch in einem Raum stilvoll umgesetzt werden.

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11 — Colourblocking 

Diese Segel zeigen, wie es geht: Wählen Sie starke Farben, Pastells und Blockstreifen – das garantiert propere Frische in der Kleidung wie auch in der Wohnung! (Bild über: Thenewenglandliving)

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12 — Kleine Wohngeschichten im Preppylook 

Wie in jedem Wohnstil sind auch hier die kleinen, persönlichen Stillleben wichtig. Hier ein hübsches Beispiel auf einem Arbeitstisch: Bücher, Blumen im edlen Silberbecher, eine schicke Duftkerze, Streichhölzer im Glas und blauweisses Porzellan. (Bild über: The every girl)

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13 — F. Scott Fitzgerald – der Dichter der Preppies

Er hat die Preppies bewundert und ihnen mit seiner Dichtkunst ein ewiges Denkmal gesetzt: F. Scott Fitzgeralds Bücher sind immer ein ganz besonderes Lesevergnügen, und man erkennt spannende Parallelen zur Gegenwart. 

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14 — Feiern wie der grosse Gatsby 

So ist es denn auch wieder in Mode gekommen, gross – oder besser – grossartig zu feiern. Besonders Hochzeiten im amerikanischen Stil sind total in und gehören heute zu den Träumen von vielen jungen Frauen und Männern. Gefeiert wird mit der perfekten Tischdeko à la Martha Stewart mit Farbthema, schicken Gartenzelten, Tischordnung und üppigen Centrepieces. Aber auch Brautjungfern, deren Kleider zur Deko passen und Traditionen, die eigentlich anachronistisch sind wie die der Brautübergabe vom Vater an den Bräutigam, sind ein wichtiger Teil solcher Hochzeiten. Die Zukunft wird zeigen, ob dies alles ein Rezept ist gegen die hohe Scheidungsrate.

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15 — Preppy – ein Lebensgefühl

Leben wie die Preppies oder selber Preppy sein ist auch Business, Unterhaltung oder Freizeitbeschäftigung geworden. Das Netz ist voller Preppyblogs. Einer davon ist Classy girls wear pearls, dem auch dieses Bild entnommen ist. Aber auch im Fernseher sind Quoten garantiert mit Sendungen wie «Made in Chelsea», die schon in der 7. Saison auf Channel 4 läuft. Sie zeigt in einer Art Realityshow, wie die reichen, gelangweilten (oder langweiligen) Kids ihren Alltag leben. Ein anderes Phänomen ist das Labelverhalten bei Kindern. Es gibt Teenager, die zum Beispiel für bestandene Prüfungen belohnt werden mit Besuchen bei Abercomby & Fitch, einer Firma, die das Geschäft mit den Schönen und Reichen ziemlich exzessiv betreibt: Wer nämlich nicht «schön» genug ist, wird vom Türsteher abgewiesen! Da kommt mir die Aussage von Chris Rock in einer Talkshow in den Sinn. Auf die Frage, wie es sich denn anfühle, so reich zu sein, antwortete er: «Eigentlich ganz gut», nur hätte er da ein kleines Problem, seine Kinder seien nun nämlich auch reich «and I always hated rich kids».

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16 — New England Clam Chowder
Dieses Rezept kommt aus New England, der Hochburg der Preppies, und eignet sich für Regentage, an denen man nach einem langen Spaziergang nach Hause kommt. (Bild über: Pineapple and coconut) Zutaten für 6 Personen: 

Zutaten:

Zubereitung:

3,5 kg Venusmuscheln, geputzt

1 EL Butter

200 g Speckwürfeli

2 Selleriestangen mit Grün, gehackt

2 Schalotten, gehackt

1 Knoblauchzehe, fein gehackt

800 g Kartoffeln, geschält und in Würfel geschnitten

2 EL Maizena

1 Lorbeerblatt

1 EL frische Thymianblättchen

5 dl Rahm

Salz und Pfeffer

1 Handvoll Schnittlauchringli

Die Muscheln in 1 Liter Wasser zum Kochen bringen und so lange kochen, bis sich die Muscheln öffnen. Nehmen Sie mithilfe eines Sieblöffels die Muschel heraus und legen Sie sie auf einen Teller. Entfernen Sie die Schalen, lassen Sie dabei aber einige Muscheln in der Schale für die Dekoration. Schneiden Sie die Muscheln, wenn sie zu gross sind, in kleinere Stücke. Sieben Sie das Muschelwasser ab und giessen Sie es in einen Krug. Geben Sie die Butter in die Pfanne und braten Sie die Speckwürfeli an, sodass das Fett herausläuft und der Speck knusprig wird. Geben Sie die Schalotten und den Sellerie bei, ca. 8 Minuten dünsten, den Knoblauch hinzufügen. Wenn dieser zu duften beginnt, giessen Sie das Muschelwasser dazu. Es sollte etwa 1,4 Liter Brühe abgeben, falls es zu wenig ergibt, giessen Sie Wasser dazu. Nun geben Sie das Lorbeerblatt und die Thymianblättchen hinzu, ausserdem die Kartoffeln, und köcheln Sie alles ca. 20 Minuten,  bis die Kartoffeln weich sind. Nun vermischen Sie das Maizena mit etwas Wasser, rühren es in die Suppe bis diese dick wird. Geben Sie alle Muscheln und den Rahm hinzu und erhitzen Sie alles sanft. Würzen Sie mit Salz und Pfeffer und geben Sie die Schnittlauchringli dazu.  

Servieren Sie die Clam Chowder in Suppenschalen und dekorieren Sie mit den ganzen Muscheln und mit ein wenig Kräutern. Dazu passen Cracker und ein Glas Weisswein.

 

 

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17 — Blau – Weiss auf dem Tisch 

Auf den Preppytisch gehört blau-weisses Porzellan. Solche Teller machen sich auch gut an der Wand, und blau-weisse Porzallanschalen und Vasen geben schicke Dekorationen auf Regalen und Kommoden. (Bild über: dustjacket-attic)

sweet homeSweet Home Buchtipp

Wer sich vertiefen möchte in das Thema, dem empfehle ich das wunderschöne Buch «A Privileged Life» aus dem Assouline-Verlag. Das perfekte Coffeetable-Buch und eine interessante Stilkunde.         

21 Kommentare zu «Der Preppylook zieht ein»

  • sabina sagt:

    Liebe Frau Kohler Bild 1 und 2 finde ich sehr ansprechend und Sie haben gut recherchiert ….. Die Innenräume von den Reichen, die ich sehen durfte, gleich den beiden oberen Bildern am meisten. Nur sind die Accessoirs auf Ihren Bildern viel geschmackvoller!!! Mir gefällt die Anordnung der beiden Lampen hinter dem Sofa und ich mag das Bücherregal und den orangenen Sessel sehr. Einige Elemete dieses Stils gefallen mir und vielleicht setze ich das auch mal um. Die Menschen, die diesen Lebenstil prägen mag ich weniger.

    Auszug aus Wikipedia

    Als Preppy, Preppie oder Prep werden im englischen Sprachraum Schüler beziehungsweise Absolventen einer renommierten weiterführenden Schule („Preparatory school“) bezeichnet, die aus einem wohlhabenden Elternhaus stammen, das oft der Bevölkerungsgruppe der so genannten WASPs angehört, eher konservativ eingestellt ist und die einen entsprechenden Lebensstil pflegen.[1] Von Kritikern werden sie gern als Snobs angesehen.

    Danke für Ihren wundervollen Blog!!!

  • Wer hinter jedem hübschen Sofakissen einen Rassisten oder ein fantasieloses Fashion Victim entdeckt, der sollte seine eigene Haltung mal gründlich hinterfragen. Hier geht es darum Anregungen für Einrichtungen zu geben und es wird aufgezeigt, woher dieser oder jene Stil kommt. That’s it! Es ist höchst erstaunlich wieviele Häme ein simpler Beitrag über schöne Interiors der Autorin einbringen kann. Bertrand Russell bringt es auf den Punkt: „Moralisten sind Leute, die sich jedes Vergnügen versagen, außer jenem, sich in das Vergnügen anderer Leute einzumischen.“

    • Sarina Schneider sagt:

      Also den Rassismus-Vorwurf können Sie jetzt wohl den allerwenigsten kritischen Kommentaren hier entnehmen. Kritisch äussern sich die Leute wohl einfach deshalb, weil ihnen der sogenannte „Preppy-look“ schlicht nicht gefällt. Wenn Ihnen so was gefällt, dürfen Sie es sich selbstverständlich gerne in die Wohnung stellen oder sich entsprechend kleiden. Wenn einem etwas nicht gefällt, macht einen dies noch lange nicht zum Moralisten. Im Übrigen ist es sowieso die billigste aller Standard-Schutzbehauptungen, wenn man Kritiker versucht in die Moralisten-Ecke zu stellen. Eine weitere Standard-Schutzbehauptung ist diejenige der Neider. Wer Kritiker pauschal als Moralisten oder Neider hinstellt, zeigt in aller Regel, dass er oder sie keine sachlichen Argumente gegen deren Kritik vorzubringen vermag.

  • plop sagt:

    Danke für diesen ausführlichen Artikel, nun weiss ich was dieses „preppy“ eigentlich bedeutet.
    Ein Wunsch nach Reinlichkeit, Gesundheit und Wohlbefinden. Ja, warum auch nicht. Und auch verständlich dass dieser Stil nach all den „Ethno/Rapper/Surfer/Hipster“- Jahren wieder belebt wird… Bewegung – Gegenbewegung – neue Bewegung …..

  • Stella Polaris sagt:

    Ein klassischer Stil, mit dem man immer auf Nummer sicher geht und nicht Gefahr läuft, Persönlichkeit zeigen zu müssen.

  • Heidi Arn sagt:

    Kann man nicht einfach mal Freude haben, an solchen Farbkombis z.B.? Die hab ich längst für mich „erfunden“, eine stimmungsaufhellende Spielerei, und erfahre nun, dass ich ein vielleicht stilloser Bünzli bin. Oje…

  • Sarina Schneider sagt:

    „Preppy-look“ ist offenbar ein Synonym für Bünzli-Look oder allenfalls, wenn es sich um teure Klamotten, Möbel, Einrichtungsgegenstände etc. handelt, Bonzen-Bünzli-Look. Jedenfalls ist meiner Meinung nach ein stil- und geschmackloser Look. Aber eben, wem’s gefällt…

  • Déjà-vu sagt:

    Gottlob war ich nie und muss ich nie ‚preppy‘ sein. Auch wenn manches Styling dazu auf den ersten Blick toll wirkt, ist es doch primär die Eigenständigkeit oder das gelebte Leben, das einem Outfit oder einer Wohnung zu Attraktivität, Ambiente und Gemütlichkeit verhilft.

  • Héloise Ripley sagt:

    Einer der schönsten Blogeinträge in letzter Zeit, Frau Koller. Subtil zusammengestellt, vielen Dank. Gerade wer unsicher ist in Sachen Einrichtung und Mode, kann sich hier viel abgucken. Ein Tipp fürs Styling: Im Sommer einfach Marine und Weiss kombinieren. Das sieht auch mit günstigeren Teilen immer frisch und nie billig aus. Und ist eine „Mode“, die es schon ewig gibt (s. den Truffaut-Film „Jules er Jim“).

    • Andreas Tase sagt:

      Danke, dass wenigstens noch jemand diesen Beitrag schätzt und nicht in die Neidgesellschaft-Klassenkampf-Rhetorik verfällt.

      • Heidi Arn sagt:

        @ H. Ripley und A. Tase: Danke! Es ist ja nicht nötig andere abzuwerten, um den eigenen Geschmack zu beweisen.

    • marusca mettier sagt:

      Wer Stil „abgucken“ muss, hat keinen.

  • Gabriella Laura sagt:

    Nicht meine Welt. Die Suppe werde ich aber nachkochen! :)

  • michael sagt:

    Mode ist etwas für Mitläufer und Nachmacher, die kein Selbstvertauen in die eigene Wahl ihrer Kleidung oder ausgestaltung der eigenen Wohnung haben.

    • Karl Knapp sagt:

      Schliesslich ist man selber ja die Person, die – neben allerlei anderen Familienmitgliedern – am meisten Zeit in der Wohnung verbringt und bitteschön auch entscheiden darf, welche Farben man länger als 2 Wochen ohne Augenkrebs aushält. Man kann sich aber auch für viel Geld Probleme ins Haus holen, die man sonst nie gehabt hätte. Frau Kohler, ich mag viele Ihrer Wohnideen, aber man muss auch mal sagen können dürfen: so wie es ist, ist es OK !

  • Der Flo sagt:

    Preppy verbinde ich mit weissen, neureichen Rassisten bzw. junge weisse Menschen, die schwarze nur vom hörensagen kennen und nie mit ihnen was zu tun haben. Nicht erstrebenswert.

  • Bernerin sagt:

    Und wer richtig preppy ist, dem sind diese gespielten Finessen egal. Man ist ja gerade auf dem Kathamaran, Tennisplatz, Golfrasen ;) und wohnt in einem sehr alten Haus voller Antiquitäten – die alle etwas abgenutzt sind. Sportlich lockere Einstellung eben. Zudem immer höflich und unaufdringlich gut gelaunt.

  • Benito Boari sagt:

    Angstresultate. Panik, der Gesellschaft nicht zu genügen wie man ist und sich so möglicherweise Nachteile einzuhandeln… Sich mit „Stil“ Anerkennung sichern… Besser sein zu wollen als man ist ist… Übergehen der eigenen Persönlichkeitsfindung und des damit einhergehenden Ausdrucks… Viele wollen äusserlich mit dabei sein, bei wenigen ist das noble Erscheinungbilde Ausdruck echter innerer Klasse.

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