Sweet Home ist zu Besuch bei Adrian Hablützel in seinem wohnlichen Atelier und in seiner Wohnung in Küsnacht. Viele haben schon eine Zeitschrift in der Hand gehalten, die der renommierte Schweizer Art Director gestaltet hat. Jahrelang prägte er die Frauenzeitschrift «Annabelle» oder Lifestyle-Magazine wie «Cashual». Nun arbeitet er selbstständig in seinem Atelier, das ursprünglich einmal ein Elektrogeschäft war. Wir fanden es so wohnlich, dass wir ihn nicht nur Daheim, sondern auch in seinem Studio besuchten.
Fotos: www.palanikumar.ch

In seinem Atelier, das früher einmal ein Elektrogeschäft war, hat Adrian Hablützel immer einen Fensterplatz, den er hier mit seinem Hund Donald teilt. Die ganze Front des Grafikstudios ist aus Glas, wie es für ein Verkaufsgeschäft üblich war. Wo einst Kabel, Elektrozubehör und Akten ihren Platz fanden, liegen nun Adrians viele Typographie-, Kunst-, Design- und Modebücher und Zeitschriften aus allen Sparten und Erdteilen.

Dank den vielen Zeitschriften und Büchern ist der Arbeitsplatz so wohnlich wie ein richtiges Zuhause. Das Studio ist weiss und hat einen schwarzen Boden. Das einzige Element im grossen Hauptraum, welches aus Holz ist, ist das eingebaute Regal. Adrian unterstützt seinen warmen Effekt mit einem bequemen Loungechair. «Den mag ich besonders gerne, alle denken, dass es ein Eames-Stuhl ist, er kommt aber aus Kanada, ist viel bequemer und genauso alt wie ich!», meint Adrian Hablützel (45). Der grosse Sitzungstisch in der Mitte des Studios st schwarz, nimmt die Tiefenwirkung des Bodens auf und bringt so Ruhe und Harmonie in den Raum. Rundherum sind verschiedene Stühle platziert, Designerstühle und hübsche Fundstücke aus dem Brockenhaus.

Inspirationen findet Adrian überall, besonders Gedrucktes mag der Art Director, so hat er eine grosse Wand als Moodboard eingesetzt. Darauf pinnt er schöne Fotos, Einladungskarten und alles, was ihm in Zeitschriften und Büchern besonders ins Auge gefallen ist. Auch frische Blumen sind wichtig. «Das habe ich in meinen Jahren in den Frauenzeitschriften gelernt, sie machen einen Arbeitsraum viel freundlicher», findet Adrian.

Auch kleine Details inspirieren den Grafiker. Figürchen, Zeichnungen, Architekturelemente. «Die Treppe finde ich sehr elegant, sie ist verschiebbar, wie in einer Bibliothek, und sorgt für den Zugang zu den hohen, weissen Kästen. Eine schöne, praktische und platzsparende Art, Stauraum zu schaffen», meint Adrian.

Bei schönem Wetter verlegen Adrian und Donald ihren Arbeitsplatz einfach nach draussen. «Ganz wie in Italien oder einem anderen südlichen Land», lacht Adrian, «da sitzen doch die Männer und Frauen auf dem Gehsteig, plaudern und schauen den Passanten zu. Bei mir ist es eher umgekeht, die Passanten schauen mir beim Arbeiten zu, grosse Fenster laden halt ein.»

Zeitschriften sind überall zu finden, wie hier auf den breiten Fenstersimsen der ehemaligen Schaufenster. Die Simse sind wie Lowboards und bieten Platz, um Dinge auszulegen, auf- und auszustellen.

Adrian hat seinen Arbeitstisch mit Sicht aufs ganze Atelier gestellt. So hat er Aussicht in den grossen Raum und nach draussen auf die Strasse. Donald macht es sich meist auf dem Fenstersims gemütlich und schaut dem Strassenleben zu.

Im hinteren Bereich des Ateliers ist eine kleine Küche, welche Adrian als Drucker- und Kaffee-Ecke nutzt. Eine kleine Treppe führt hinauf zu Abstellräumen und dem Hinterausgang. Die Sicht? Natürlich auf den Ladeneingang!

Schöne Aussichten nach drinnen und draussen. Das grosse Keramikschwein hat Adrian in einer Kuriositätenboutique gefunden. «Es passt doch perfekt ins Schaufenster, nur Donald ist ein wenig eifersüchtig», kommentiert Adrian.

Nun geht es vom wohnlichen Büro nach Hause, wo Donald auch die besten Plätze für sich beansprucht und natürlich auch bekommt. Links der Loungechair im Arbeitsraum und rechts ein Lederstuhl als Kleiderablage im Schlafzimmer.

Schöne, interessante Aussichten sind für den Art Director, der immer mit dem Auge arbeitet, auch zu Hause wichtig. So hat er den Arbeitstisch, an dem er zuweilen malt und zeichnet, ans Fenster gestellt, mit Sicht auf den Zürichsee.

Ein Gestell vom deutschen Designer Dieter Rahms hat einen dominanten Platz im Wohnzimmer, daneben sind einige von Adrians Lieblingsbildern und Fotos, spontan und patchworkartig aufgehängt.

Zeitschriften sind Adrian Hablützels Passion, hier sind sie als Blickschutz vor einem kleinen Fenster gestapelt.

Zarte Farben sind auch männlich. Der Beweis: Ein rosa Nachttisch und ein zitronengelber Metallhocker, beide bringen Farbe und Persönlichkeit in die Wohnung.

Im Zentrum des Wohn-Esszimmers steht ein runder Tisch, einige Designerstühle und natürlich Regale voll mit Büchern. Die Dinge im Studio und die Dinge zu Hause ähneln sich, da Adrian Hablützel das um sich herum haben möchte, das ihm etwas bedeutet und ihn inspiriert.
Adrian Hablützels Website:
www.artdepartment.ch
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Marianne Kohler ist Stylistin und Journalistin, sie begann ihre Karriere als Textildesignerin, arbeitete in Paris und New York, bevor sie einige Jahre das Moderessort der Zeitschrift Annabelle leitete. Heute arbeitet sie für Zeitschriften wie «Glamour» sowie Interior-Firmen im In- und Ausland. Marianne Kohler lebt mit ihrem englischen Mann David und ihrem Hündchen Miss C. in Zürich. 























Bezüglich runder / ovaler Tische: ich finde nur vereinzelt welche, kann mir jemand sagen, wo ich ein wenig Auswahl bekomme? Sind die nicht (mehr) modern? Mich nerven hauptsächlich die Tischbeine, an denen ich mir regelmässig den Fuss / das Knie etc. anhaue.
runde und ovale tische in versch. Mtaterialien in wohntempel colombo.la-famiglia im hürlimann-areal in zürich
Cool, geiler Hund, der Donald!