Pasta und Tomaten – ein kulinarisches Liebespaar

Auch wenn es draussen nun nicht so besonders südlich und sommerlich aussieht, eine feine Pasta mit Tomatensauce zaubert Ferienstimmung auf den Tisch. Die Kombination von Tomaten und Pasta ist immer ein Volltreffer. Die zwei Zutaten lieben sich ganz einfach und passen perfekt zueinander. Hier finden Sie ganz verschiedene Rezepte, superschnelle und solche, die man ein wenig köcheln muss, damit sich der Geschmack der Zutaten verbindet.
penna e Forchetta

Linguine mit schneller Tomatensauce 

Je reifer und schmackhafter die Tomaten sind, umso schneller kann man eine Sugo damit kochen. Hier ein typisch italienisches Rezept. (Bild: Penna e Forchetta)

Zutaten:
  • Olivenöl Extra Vergine
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 kleiner Peperoncino
  • 300 g reife Pomodorini, geschält (kurz in heissem Wasser kochen, mit kaltem Wasser abschrecken und Haut abziehen)
  • 3 EL Tomatenkonzentrat
  • Salz und Pfeffer
  • 4 Blätter Basilikum
  • 70 g Linguine pro Person
Zubereitung:

Zerdrücken Sie die Knoblauchzehen und schneiden Sie den Peperoncino in 4 Stücke. Dünsten Sie den Knoblauch und den Peperoncino in Olivenöl an. Sobald der Knoblauch zu duften anfängt, die Pomodorini beigeben. Kochen Sie die Tomaten ca. 10 Minuten und geben Sie dann die Tomatenpaste bei. Nochmals 5 Minuten weiterkochen. Würzen Sie mit Salz und Pfeffer und geben Sie die Basilikumblätter bei. Geben Sie die noch nicht ganz al dente gekochte Pasta in die Sauce und kochen Sie diese darin fertig.

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Rohe Tomatensauce 

Tomatensauce geht auch ohne Kochen. Lassen Sie die rohen Tomaten mit den Kräutern und Gewürzen ein wenig ruhen, damit sich die Geschmäcke verbinden. Ein herrlich frisches Sommerrezept. (Bild über: The Parsley Thief)

Zutaten:
  • 1 kg reife Tomaten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 grosser Büschel Basilikum
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL Olivenöl Extra Vergine
  • 2 Kugeln frischer Mozzarella, in Stücke geschnitten
  • Taglierini
Zubereitung:

Schneiden Sie die Tomaten in Stücke und pürieren Sie sie mit dem Olivenöl in der Küchenmaschine. Schneiden Sie den Knoblauch und zerstampfen Sie ihn mit Meersalz in einem Mörser zu einer Paste. Geben Sie die Paste zu den Tomaten. Schneiden oder zerreissen Sie die Basilikumblätter und geben Sie diese zur Sauce, nach Geschmack würzen. Nun lassen Sie die Sauce 2 Stunden ruhen, damit sich die Geschmäcke verbinden. Dann kochen Sie die Pasta al dente, mischen diese mit der kalten Sauce und geben die Mozzarellawürfel bei.

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Rigatoni mit neapolitanischer Tomatensauce

Stark und fruchtig schmeckt eine Sauce, wenn Sie klassisch mit einem Soffrito aus Sellerie, Rüebli und Zwiebeln zubereitet wird. Sie können die Sauce so servieren, wie Sie sie gekocht haben oder diese am Schluss fein pürieren.

Zutaten:
  • 1 Stange Sellerie mit Blättern
  • 1 grosses Rüebli
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • 1 gute Handvoll zerrissenes Basilikum mit Stengel
  • 400 g gehackte Tomaten oder Passata
  • Rigatoni
Zubereitung:

Geben Sie Olivenöl in eine Pfanne, sodass es den Pfannenboden deckt. Hacken Sie die Zwiebel, die Selleriestange mit den Blättern und das Rüebli fein. Dünsten Sie alles zusammen ca. 10 Minuten im Olivenöl, den Knoblauch beigeben und wenn dieser zu duften anfängt, die Tomaten beigeben. Alles würzen, den Basilikum beigeben und zugedeckt ca. 1 Stunde köcheln lassen. Abdecken und nochmals eine halbe Stunde köcheln. Die Rigatoni fast al dente kochen, abgiessen und in der Tomatensauce fertigkochen. Mit Parmesan und gehackter Petersilie servieren.

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Penne mit Salsiccia, Pilzen und Tomaten 

Für starken Geschmack sorgen hier Wurst, Fenchelsamen und Pilze. Diese Sauce ist würzig und bringt ganz einfach Italien auf den Tisch. (Bild: Sweet Home)

Zutaten:

  • Olivenöl
  • 400 g gehackte Tomaten oder Passata
  • 1 Salsiccia, enthäutet und das Wurstfleisch in Stücke geschnitten
  • 1/2 Esslöffel Fenchelsamen
  • 1 Peperoncino, in Stücke geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 Zwiebel gehackt
  • 1 Handvoll Steinpilze in warmem Wasser eingelegt
  • 1 dl trockener Weisswein oder Rosé
  • 1 dl Bouillon
  • 1 gute Handvoll Basilikum
  • Salz und Pfeffer
  • Penne
Zubereitung:

Olivenöl in eine Gusseisenpfanne geben, die Zwiebel andünsten, die Fenchelsamen beigeben, den Knoblauch und den Peperoncino beigeben. Sobald der Knoblauch zu duften anfängt, die ausgedrückten Steinpilze beigeben, andünsten, mit dem Wein ablöschen, Bouillon beigeben, einköcheln lassen. Dann die Tomaten beigeben, aufkochen, die Salsiccia beigeben, würzen, den Basilikum beigeben und alles zugedeckt ca. 1 Stunde auf kleinem Feuer köcheln lassen. Die Sauce muss sich trennen, dann ist sie fertiggekocht. Penne fast al dente kochen, abgiessen und in der Sauce fertigkochen. Mit geriebenem Parmesan und gehackter Petersilie servieren.

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Bavettine mit Artischockenpesto und frischen Tomaten 

Eine interessante Mischung von verschiedenen Geschmäcken und Texturen bietet dieses Rezept. Auch hier wird nur die Pasta gekocht. Die Pesto ist schnell gemacht und die frischen Tomaten dazu geben dem Gericht Leichtigkeit. (Bilder: Two Blue Lemons)

Zutaten:
  • 1 kleine Dose eingemachte Artischockenherzen (Öl abgiessen)
  • 1 gute Handvoll getrocknete Tomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 Tasse geröstete Pinienkerne
  • 100 g Pecorino Romano
  • 1 Handvoll Petersilie
  • 500 g Cherrytomaten in verschiedenen Farben
  • 1 Bund Basilikum
  • Olivenöl Extra Vergine
  • Salz
  • Bavettine
Zubereitung:

Geben Sie die abgetropften Artischockenherzchen, die getrockneten Tomaten, die Knoblauchzehe, die gerösteten Pinienkernen, den Käse und die Petersilie in eine Küchenmaschine und pürieren Sie alles zu einer Pesto, nach Bedarf Olivenöl und ein wenig Salz und Pfeffer beigeben. Schneiden Sie die Cherrytomaten in Hälften oder Viertel, salzen und mit den gehackten Basilikumblättern und Olivenöl mischen. Kochen Sie die Bavettine al dente, giessen Sie eine Tasse heisses Pastawasser ab. Pasta abgiessen und sofort mit der Pesto und ein wenig heissem Pastawasser mischen. Servieren Sie die Pasta mit je 1 grosser Portion Cherrytomaten.

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Tomatensauce mit Knoblauch

Auch zwei, die sich lieben sind Tomaten und Knoblauch. Je weniger verschiedene Zutaten ein Gericht hat, umso stärker kommen die einzelnen Geschmäcke zur Geltung. Besonders wichtig ist bei solchen puristischen Gerichten die Qualität der Produkte. (Bild: Use Real Butter)

Zutaten:
  • 1,5 kg reife Tomaten
  • 8 Knoblauchzehen
  • 4 EL gutes Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Prise Zucker
Zubereitung:

Kochen Sie die Tomaten kurz in heissem Wasser und schrecken Sie sie dann mit kaltem Wasser ab. Nun häuten und entkernen Sie die Tomaten. Schneiden Sie die Tomatenfilets in Stücke. Geben Sie die Schalen und die Kerne in ein Sieb und pressen Sie diese gut durch. Hacken Sie den Knoblauch superfein. Nun erhitzen Sie das Olivenöl mit dem Knoblauch. Sobald dieser zu duften anfängt, geben Sie die Tomaten bei und köcheln alles mindestens 20 Minuten. Benützen Sie das abgepresste Konzentrat der Schalen und Kerne, um den Tomaten mehr Flüssigkeit zu geben, würzen Sie mit Salz und Pfeffer und einer Prise Zucker. Nochmals 10 Minuten köcheln und mit Spaghetti oder anderer Pasta nach Wahl servieren. Geben Sie geraffelten Pecorino oder Parmesan und gehackte Petersilie darüber.


30 Kommentare zu «Pasta und Tomaten – ein kulinarisches Liebespaar»

  • Adam Gretener sagt:

    Pasta ist doch genau darum so toll, weil sie schier unendlich variiert werden kann. Man kann fast alles verwursten. Getrocknete Tomaten, Baumnüsse, Gorgonzola, Artischocken, Mohn, diverse Pilze, Kichererbsen, Curry, Marroni, Kohl, Meerrettich. Jetzt Hunger.

  • Trisha sagt:

    Also ich probiere – wieder einmal – alle aus. Inkl. das Rezept von Filo Sof :)

    Grazie per le buone ricette! ;)

  • Thank you for choosing my recipe you for mentioning my blog. In fact I love cooking simple, easy but tasty. :-)

  • Mariella sagt:

    Pecorino romano: wo kann ich der „echte“ kaufen?

  • El Aleman sagt:

    70g Linguine pro Person? Da wird ja nicht mal ein Mädchen satt.

  • Cristina sagt:

    Hier auch noch ein kleines Rezept:

    Cherry-Tomaten halbieren, in ein bisschen Öl andünsten, Salz und Pfeffer sowie ein Schuss Wasser dazu. Mozzarella in Stück schneiden und eine gute Hand voll Basilikum vorbereiten.
    Pasta abschütten unter die Tomaten geben, dazu den Mozzarella und den Basilikum, alles zusammen mischen und ein Moment auf die heisse Platte geben – ein bisschen frischer Parmesan und fertig!

    Geht gefühlte zwei Minuten und schmeckt herrlich! Buon appetito!

  • Gino Gelati sagt:

    Hammer! Endlich mal ein affengeiler beitrag! En Guete bim Esse!

  • Lena sagt:

    Knoblauchzehen zerdruecken geht gar nicht. Die werden hauchduenn geschnitten, am besten mit einer Rasierklinge oder einem scharfen Messer.

  • Filo Sof sagt:

    Jaja, es haben alle schon recht: italienisch ist mein Rezept nicht. Aber wieso patriotisch aufschreien? Ich sagte: für unerwarteten Besuch. Da hat man oft keine frischen Tomaten da. Und frischen Greyerzer habe ich IMMER im Kühlschrank. Alles Geschmacksache, man muss es nur ausprobieren. Meine Gäste sind jedenfalls begeistert. Die hier aufgelisteten Rezepte sind natürlich auch sehr lecker. Ausprobieren!

  • Wilde Henne sagt:

    Also die Linguine könnte man mir jetzt grad servieren – die sehen ja sowas von fein aus. Ich mag Pasta auf viele verschiedene Arten – aber mit Tomaten sind sie mir am liebsten.

  • michael sell sagt:

    Eines meiner liebsten Rezepte für Pasta bleibt Folgendes (für 1 Person): 1 knoblauchzehe und eine Frühlingszwiebel (mit grün) gehackt in Olivenöl anbraten, dann ca 200gr frische geviertelte Cherrytomaten dazugeben, einmal richtig für ein 3-4 MInuten aufkochen, etwas Salz dazu, Chili nach Bedarf, ordentlich frischen, grob gehackten Oregano, und nochmals 4 geviertelte Cherrytomaten. Topf vom Herd nehmen und ziehen lassen. Kein Käse darüber! Brauch nicht länger als die Pasta (Penne).

  • Vegetarierin sagt:

    Boah, fast nur vegetarische Rezepte, die zudem einfach und gut sind! Es kommt langsam besser hier…

  • Filo Sof sagt:

    Ich hab mal folgendes ausprobiert und für gut befunden (für unerwartete Besucher, schnell und billig)
    1 kleine Dose Tomatenpürree, getrocknete Herbes de Provence, 1 Becher Creme fraiche, Gemüsebrühe (Menge nach Geschmack) etwas Olivenöl – miteinander mischen und unter die Spaghetti mischen. Dazu nach Belieben geriebenen Greyerzer.

    • mooth sagt:

      Greyerzer?

      • Gourmet sagt:

        Greyerzer??????? Jedem das Seine – aber mit Italianita hat das NICHTS zu tun

      • Italo sagt:

        Wenn man von Pasta redet, sollte man keine Schweizer Tomaten Saucen anpreisen. Noch nie hat jemand in Italien ein Sugo mit Brühe geschweige den mit Creme Fraiche gemacht. Und dann Greyerzer !!!! Eigentlich darf ja jeder Essen und Kochen was er will, aber nur wer eine Mamma oder Nonna hat, weiss wie man Sugo macht. Die Italiener mach ja auch keine Röschti oder ähnliches nach und schmeissen Tomaten dazu.

      • Barbara sagt:

        Meine Güte, Italo: Filo Sof hat ja auch nicht auf Italianità gepocht, sondern gesagt, was er macht, wenn er unerwarteten Besuch bekommt. Es war ein Vorschlag. Beruhig dich wieder, e prepara tu la pasta come te l’ha insegnato tua mamma. Und dann sind alle zufrieden ;-)

    • Ina Müller sagt:

      iih…

      • kathy sagt:

        Uuuuh Filo, wie kannst du es nur wagen!? ;)

        steht ja überhaupt nitchts von italianita und wers noch nie probiert hat ist selber schuld – der rezente greyezer passt wunderbar zu pasta mit tomatensauce.

      • Mimi Meyer sagt:

        @Gourmet: Hat ja niemand gesagt, dass es italienisch sein muss… Grad wenn unerwartet Besuch kommt, kann man doch aus dem etwas zaubern, was vorhanden ist. Und wenns halt Greyerzer ist!

      • fred sagt:

        Ist das hier die Pasta-Gestapo oder was?
        Die Freude am Kochen hat etwas mit Kreativität zu tun und selbst wenn jemand geräucherten Tofu dranschmeisst und mit Coca Cola ablöscht halte ich die geistige Leistung dabei für erheblich grösser als beim Nachkochen irgendwelcher Rezepte – egal wie „original“ das Rezept ist. Voraussetzung ist natürlich, dass man, selbst wenn es nicht schmeckt, das nächste mal das Rezept variiert. Solange es schmeckt, ist alles in Butter. Und fangt bitte nicht an, vorzuschreiben, wem was zu wie schmecken hat. Ich mag auch keine gekörnte Brühe aber noch weniger mag ich die Geschmacksgestapo, die mir vorschreibt, wie ich kochen muss.
        Zur Lektüre empfehle ich das „Kochbuch für Stümper“.

    • Marianne Kohler sagt:

      Dann versuchen Sie doch mal die schnelle Tomatensauce. Die ist noch einfacher, billiger, frischer und gesünder. Das Gute an der italienischen Küche ist nämlich ihre Einfachheit. Es kommt auf die Frische der Produkte an. Mit ein wenig Liebe gekocht bekommen Tomaten nur mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und ein wenig Basilikum viel Geschmack und brauchen keine Bouillon oder getrocknete Kräuter. Wenn Sie es üppiger mögen ersetzen Sie das Olivenöl mit Butter. Viele Italiener verzichten auf Parmesan. Gruyere würde ich eher mit Eierteigwaren kombinieren, das gibt dann eher schwerere, nordische Gerichte, – vielleicht für einen kühlen Tag?

    • Franziska sagt:

      ich find, es klingt gut :P

    • Daria sagt:

      ach, hören sie nicht auf die andern! :)

      ich mach genau das gleiche rezept, nur einfach mit parmesan, und es ist mein allerliebstes gericht weils so schnell gemacht und absolut lecker ist!!

      • maja sagt:

        Etwas Paprika in Butter oder Oel erwärmen und die Spaghetti darin schwenken, so werden sie am schnellsten rot.
        Etwas Parmesan und ein Salat dazu.
        Schmeckt auch gut.
        Es gibt auch kalte Saucen für Spaghetti.

  • jenny callaghan sagt:

    yummmeeeee its 10 pm here but why not make a bit of pasta now all your fault, will never get skinny

    • maja sagt:

      Sie können die Pasta durch Succetti und Karrotten ersetzen. Mit einem Schäler lange Streifen (Julienne) schneiden. Schmeckt genau so gut, da bei den Spaghetti eh die Sauce das wichtigste ist.

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