In den 90er-Jahren waren schwarz-weisse Blockstreifen im Interior-Bereich stark im Trend. Sie vermitteln eine gewisse Klassik, eine gute Portion Drama und sind auf jeden Fall ein starkes Statement. Nun sind sie wieder da. Die Interior Designer kokettieren heute oft mit dem Empire-, Regency-, und Directoirestil, das bringt einen Hauch von Hollywood und Eleganz und die schwarz-weissen Streifen gehören da dazu. Es braucht aber nicht immer zwingend den Blick zurück. Diese Beispiele zeigen, dass die starken Streifen zu verschiedenen Wohnstilen passen.

Es muss nicht immer pompös sein, wenn Schwarz-Weiss-Streifen eingesetzt werden. Möbel im Industrial Chic passen auch gut vor die starken Streifen. Hier ist das schön in einer Arbeitszimmersituation inszeniert. Bild über: Riazzoli

Entrees sind oft dunkel und klein. Hier wurde ein unscheinbares Entree mit Farbe geweckt: Sonnengelbe Türen und schwarz-weisse Streifen mit Lackfarbe an den Wänden. Das Resultat kann sich sehen lassen. Der kleine Raum wirkt gross und grossartig. Bild über: Househome

Auch dieser Eingangsbereich vermittelt Grosszügigkeit und das mit wenig Aufwand. Der Raum wurde mit einer einfachen Schwarz-Weiss-Tapete tapeziert. Als Ablage dient ein schlichtes, weisses Rollmöbel von Ikea und für die Bequemlichkeit ist ein kleiner, alter Posterstuhl mit rosa Stoff überzogen worden. Anstelle des kleinen Wandregals würde sich hier ein grosser Spiegel gut machen. Bild über: Interiorporn

Streifenstoffe haben es in sich. Wo immer sie eingesetzt werden, machen sie Eindruck. Ein gelungenes Beispiel ist dieses antike Sofa. Es wurde mit einem breiten Blockstreifenstoff bezogen und wirkt damit modern und sehr grafisch. Der Gegensatz des grafischen Musters zu den verschnörkelten Formen des Möbels ist gewagt, aber perfekt. Bild über: What Katie did

Hier wurden die Streifen ein wenig gedämpfter in Schwarz und Beige quergestreift als Tapete eingesetzt. Der Stil ist vom Empire inspiriert, aber natürlich, sanft und modern umgesetzt. Das bedeutet, Farben, Muster, Antikes und Neues grafisch und streng angeordnet. Bild über: House of Bliss

In Arthur Rooks Wohnung, die wir für die Sweet-Home-Storys fotografiert haben, finden sich auch Blockstreifen. Im Eingang hat Arthur sie Schwarz in Schwarz eingesetzt in einem Matt-Glanz-Effekt und hier im Esszimmer verbinden Sie geschickt die vielen verschiedenen Elemente und sorgen erst noch optisch für mehr Grösse. Bild: Rita Palanikumar für Sweet Home

Quergestreift vermitteln die Streifen ein breiteres Raumgefühl. Hier ist ein Esszimmer damit tapeziert. Trotz starker Wirkung sieht der Raum sehr wohnlich aus, klassisch und modern zugleich. Bild über: House of Bliss

Einmal kurz über Kassettenwände gestrichen, sind diese Streifen. Nachmachen können Sie den Look, indem Sie Wände mit Stukkaturholzleisten versehen und dann alles überstreichen. Eine starke Lösung zum Beispiel für ein Entree, aber für Mutige auch in Wohn-, Ess- oder Schlafzimmer umsetzbar. Wer in einer Mietwohnung wohnt, muss beim Auszug alles wieder in den Originalzustand bringen. Bild über: Househome

Und hier ist mit der gleichen Nonchalance eine Toilette gestrichen worden. Mit dem Anstrich bekam diese auch viel Klasse und Eleganz, etwas, das man an diesem Ort nicht unbedingt erwartet. Mehr Ideen, wie Toiletten gestylt werden können, finden Sie im Sweet-Home-Beitrag «Machen Sie mehr aus Ihrer Toilette». Bild über: Househome

Wer nun Lust bekommen hat, diese starken Streifen bei sich zu Hause einzusetzen, findet hier tolle Tapeten und Stoffe. Obere Reihe Bild links: Tapete Strand von Osborne and Little; Mitte: Tapete von Cole and Sons und Bild rechts: Tapete von Andrew Martin. Diese Tapeten können Sie in der Schweiz zum Beispiel einfach bei Hurter Tapeten bestellen. Untere Reihe: Bild links: Klassische Tapete Couture Stripes über Wallpaper Direct; Bild Mitte: Eine grosse Auswahl von Streifenstoffen zu günstigen Preisen bietet Tissus Colbert und die günstige Meterware Sofia in verschiedenen Farben findet man bei Ikea
Schlagworte: Dessins, Farben, Tapeten, Textilien
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Marianne Kohler ist Stylistin und Journalistin, sie begann ihre Karriere als Textildesignerin, arbeitete in Paris und New York, bevor sie einige Jahre das Moderessort der Zeitschrift Annabelle leitete. Heute arbeitet sie für Zeitschriften wie «Glamour» sowie Interior-Firmen im In- und Ausland. Marianne Kohler lebt mit ihrem englischen Mann David und ihrem Hündchen Miss C. in Zürich. 



























































Grossartig. Einziges Problem: Spritz-Raufaser als Standard in Schweizer Mietwohnungen. Irgendwelche Tipps?
Streifen. Ich kann nicht ohne sie. Dieser Blog schafft es, mir immer wieder ein Lachen ins Gesicht zu zaubern. Jetzt gibt es sogar einen «Streifen-Beitrag» – DANKE! Das Sofa ist bezaubernd, leider in letzter Zeit keines in dieser Art gesichtet. Selber überziehen dazu fehlt mir das Talent evtl. überziehen lassen, aber das kann teuer kommen :S … Hasst du einen Tipp wo man so eines findet?