Möbelmesse Milano – Lieblingsstücke

Exklusiv für Sweet Home hat der in Mailand lebende und arbeitende Schweizer Art Director und Illustrator Daniele Costa die Sweet-Home-Lieblingsstücke der Mailänder Möbelmesse illustriert.

Illustrationen: Daniele Costa 

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An der diesjährigen Mailänder Möbelmesse sind viele wunderschöne, neue Designermöbel aufgefallen, aber auch Neueditionen aus dem Designfundus der verschiedenen Firmen. Die Moderne des Designs aus dem Midcentury prägt auch neues Design stark, denn die Leichtigkeit und die Formsprache, die Anfang bis Mitte 20. Jahrhunderts entstanden ist, passt perfekt in unsere Zeit. Das Neue und das Alte verbindet sich vor allem im Wohnbereich sehr harmonisch. So leben wir denn gerne mit Erbstücken, suchen aber auch immer wieder nach Neuem, das uns durchs Leben begleiten kann. Diese edlen Möbel sind da, um mit uns zu leben und vielleicht steht ja bald eines davon in Ihrem Zuhause. Die Illustrationen von Daniele Costa zeigen, dass praktische Möbelstücke auch formschöne, interessante und begehrenswerte Objekte sind.

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Loungesessel werden heute zu Sofas gestellt, vermitteln diesen Leichtigkeit und eine gewisse Zufälligkeit. Sie stehen aber auch oft einzeln da, als Lese- oder Relaxsessel. Ein besonders schönes Stück hat der Schweizer Stardesigner Alfredo Häberli für Moroso kreiert. Die zarten Farben und das weiche Innenleben stehen spielerisch zur geometrischen, formstarken Schale. So ist der Sessel eine Mischung von coolem Loungechair und weichem Kuschelplatz. Sein Name beschreibt ihn perfekt: «Take a Soft Line For a Walk». Der Stuhl, ein typisches Beispiel von Neuem und Alten, das harmonisch zusammenkommt, entstand vor mehr als 10 Jahren und hat nun ein wolkenweiches Innenleben bekommen. Dieses kann aber auch entfernt werden und ist mit einem fluofarbenem Reissverschluss am Stuhl befestigt.

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Ein anderes Beispiel von Neu und Alt ist der Comb Back Chair von Patricia Urquiola für Kartell. Vorlage waren die alten, englischen Comb-Back-Stühle aus dem 18. Jahrhundert,  die mit ihren Stäbchen-Rücken an Kämme erinnern.

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Nicht nur grosse Möbel sind Objekte unserer Begierde, sondern auch Wohnaccessoires, an erster Stelle Lampen. Sie sind im Vergleich zur Mode so was wie die Schuhe. So wie diese den Look eines Outfits komplett verändern können, setzen auch Lampen eine starkes Stilstatement. Eines der Lieblingsstücke ist die Charleston-Leuchte von Carlo Dal Bianco für Campeggi. Sie kokettiert mit den Zwanzigerjahren, welche momentan wieder omnipräsent sind. Die goldene Dekade zwischen den zwei Weltkriegen war geprägt von Partyfieber, Lebenslust, Zukunftsglauben und Modernität und endete mit einem grossen Knall. Die Lampe nimmt die spielerischen Elemente der Zeit auf und nennt sich Charleston, nach dem berühmten, amerikanischen Tanz. Der Lampenschirm ist mit den Fransen der Flapper-Kleider versehen, hat eine feste Platte und kann durch Verstellen zum hübschen, kleinen Beistelltisch werden.

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Ein grosser Trend auf der Messe waren Möbel und Objekte, die einen Bezug zu Mediengeräten haben. Neuartig, zum Teil futuristisch und spielerisch, lassen sie Bücherwände, TV-Möbel und CD-Regale alt aussehen. Ein witziges Beispiel zeigt Campeggi mit dem iPouf von Emanuele Magini. Der gepolsterte Pouf nimmt Bezug auf die Apple-Produkte, die unsere Zeit stark prägen. Er zeigt sich in Form einer Posaune und hat integrierte, drahtlose Lautsprecherboxen.

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Der allerschönste «Campingstuhl» ist aus dem Jahre 1946 und wurde von Vico Magistretti entworfen. Zum Glück produziert ihn Campeggi nun wieder.

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Dass Möbel Kunst und Handwerk in sich vereinen, beweist Emmemobili mit der neuen Regalversion von Arlequin, die der Designer Ferruccio Laviani entworfen hat.

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Neonfarben leuchten in Mailand den Weg in eine neue Saison. Der Wagen Chariot von GamFratesi für Casamania ist ein besonders gelungenes Stück. Fluorot und mit übergrossen Rädern ist er definitiv ein Blickfänger. Es gibt ihn selbstverständlich auch noch als dezentere Version aus Holz.

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Handgestricktes, Grobes, Handwerkliches sitzt auch in der ersten Reihe: Die Lampenserie Granny von Pudelskern für Casamania ist aus massiver Eiche und Tiroler Wolle.

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Sanft, weich und elegant in der Form ist der Stuhl Lepel von Luca Nicchetto für Casamania. Er ist mit Stoff oder Leder überzogen.

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Klar gibt es bei Thonet auch neue schöne Stücke, aber diese klassischer Garderobe, so alt und doch so modern, verführt einfach!

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Anders und ganz einfach überwältigend geht man bei Fratelli Boffi mit Möbeldesign um. Die Kommode aus dem 18. Jahrhundert hat ganz einfach ein neonpinkes Loch und wird so zu einer Art Zeitmaschine.

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Der luxuriöse, goldene Flechtstuhl Lui 5, eine Mischung von Breuerstuhl und Alice-im-Wunderland-Thron, wurde vom Schweizer Designer Philippe Bestenheider für die Fratelli Boffi entworfen.

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Die Österreicher sind im Vormarsch und zeigten eine grosse Vielfalt an neuem Design. Ein Lieblingsstück ist definitiv die übergrosse Perlenkette-Lampe. Sie heisst Pearl Light und ist von Klaus Engelhorn für Polkaproducts entwickelt worden.

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Ein lustiges Teil, das sich bestimmt in einer Boutique oder in einem Club gut macht, ist diese Lampe des libanesischen Interiordesigners Vick Vanlian.

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Auch Verner Panton zeigt sich wieder. Die dänische Firma Verpan hat den Modular Chair von 1960 aus der Mottenkiste geholt und neu aufgelegt. Er wirkt auch heute noch sehr modern.

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Bei Zanotta sorgt die Ente Sirfo aus dem Jahre 1986 für gute Laune und erlaubt einen Blick in die Vergangenheit. Sie kann eine Glasplatte tragen und ist ein freundliches Beistelltischchen. Entworfen hat sie Alessandro Mendini.

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Das Schweizer Designstudio Hannes Wettstein hat für Maxdesign diesen Stuhl entworfen.

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Zum Spielen aufgelegt ist man auch bei Magis, das beweisen die sogenannten Spun-Objekte von Thomas Heatherwick.

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Eine kleine Skulptur: die Garderobe «Visp» von Blå Statio.

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Wieder zurück in die Seventies und zu einem typischen Stilbeispiel dieser Zeit. Der Korbstuhl von B+B ist für draussen gedacht und macht Lust auf einen schönen, wohnlichen und unkomplizierten Sommer.

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Der Schweizer Art Director und Illustrator Daniele Costa lebt ihn Mailand und arbeitet für renommierte Zeitschriften sowie Mode- und Designmarken im Luxusbereich. Seine Arbeiten sind auf seinem wunderschönen Illustrationsblog zu finden.

 

1 Kommentar zu «Möbelmesse Milano – Lieblingsstücke»

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