Wohnen wie in «Tausend und einer Nacht»

Marianne Kohler am Freitag den 13. April 2012

Wohnen ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Für die meisten von uns beginnt es mit den ersten Postern im Kinderzimmer, mit einem abgewetzten Sessel oder den Souvenirs auf dem Bücherregal. Für manche sind es Gartenzwerge oder lustige Sprüche auf der Gästetoilette. Für einige ist es das ganze Haus. Beim Bau eines Eigenheims kommen oft die extravagantesten Seiten einer Person zum Vorschein und werden in der Architektur verewigt. Dieses Haus ausserhalb Madrids beispielsweise leuchtet verschiedenfarbig in der Nacht und ist ein in Beton und Stein umgesetzter Traum aus «Tausend und einer Nacht».

Architektur: A-Cero Architects
Quelle: Contemporist

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Wie ein Fort aus einem arabischen Märchenfilm präsentiert sich diese Villa ausserhalb Madrids. Abgerundete, skulpturale Elemente schützen das Haus vor neugierigen Blicken.

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Rund um das Haus sind Wasserspiele angebracht, die nachts mit diversen Farben beleuchtet werden.

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Ein extravagantes Haus braucht einen grossen Eingang. Er ist mit weissen Marmorplatten belegt. Durch die Beleuchtung wirkt er wie das Tor in eine andere, mysteriöse Welt.

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Die Hausmauern und die halb runden Elemente rund ums Haus sind aus schwarzem Granit. Grobe, weisse Kieselsteine schaffen eine Verbindung zwischen der Umgebung und der Architektur.

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Mit weissen und schwarzen Kieselsteinen sind dekorative Muster geschaffen worden, die Teil der Landschaftsarchitektur sind.

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Der Garten ist wie eine Oase gestaltet. Palmen und Granatapfelbäume zieren das grosszügige Grundstück der Villa.

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Auf der anderen Seite sind Aus- und Einblicke erwünscht. Die breiten Fensterfronten erlauben eine grosszügige Sicht auf die Landschaft und öffnen sich zum Pool hin.

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32 Kommentare zu „Wohnen wie in «Tausend und einer Nacht»“

  1. Paul Jenni sagt:

    Erinnert mich an den Egoshooter Marathon – düstere Architektur von einem anderen Stern… Cool irgendwie, aber darin wohnen möcht ich nicht.

    • Daniel Münger sagt:

      Wohnen wie in ”Tausend und einer Nacht”? Ist das jetzt nicht viel eher der vielzitierte “Goldene Käfig”? Sieht mir mehr nach modernem Gefängnis aus.

  2. Andrea sagt:

    Der Titel “Wohnen wie in “Tausend und einer Nacht”" triffts irgendwie nicht ganz. Meine Assoziationen dazu wären Türmchen, Gold, Schnörkel und leuchtende Farben. Die gezeigte Villa erinnert mich aber eher an eine Science Fiction Baute. Interessant wäre zudem das Innen dieses “Märchenschlosses”.

  3. Hans sagt:

    Das gegen aussen hin demonstrativ verschlossene Gebäude wirkt für mich für eine Trutzburg für Reiche, die sich hinter dicken Mauern verstecken müssen, weil sie ihr Vermögen mit schiefen Geschäften gemacht haben …

    Ich möchte ja gern in einer Villa leben, aber in dieser wirklich nicht. Sehr unsympathische, klotzige Erscheinung.

  4. Michi sagt:

    Zuerst dachte ich das ist ein umgebauter Militär-Bunker – also quasi ein Recycling einer ungenutzten Militär-Anlage, das wäre noch irgendwie cool. Die halbrunden Elemente werden sicher den Kindern gefallen als Skater-Anlage :-)

    Aber speziell ist die Villa allemal – wenn man wahrscheinlich genug Geld hat für mehrere Häuser spielt es ja dann keine Rolle wenn eines davon nicht wirklich “wohnlich” ist, wenn man da eh nur ein paar Wochen im Jahr verweilt.

  5. Barbara Th. sagt:

    Ich finde auch, “Wohnen wie auf dem Mond” wäre die bessere Bechreibung.

  6. Sabrina sagt:

    Was hat dies mit “Tausend und einer Nacht” zu tun? Bitte nicht einfach Titel vergeben ohne von der Bedeutung eine Ahnung zu haben

  7. Isabelle Monta sagt:

    Sieht auf den ersten Blick wie 20 Meter hohe Mauern aus. Dann beim genauen Hinsehen ist alles nur einstöckig. Dieses visuelle “Vorgeben dass man etwas ist was gar nicht stimmt” ist das einzige, was mich an diesem Bau stört. Sonst total wunderbar gemacht.

  8. Hubert Braun sagt:

    “Wohnen”? Was haben die Bilder mit “Wohnen” zu tun?
    Ich wohne immer noch IM Haus und nicht davor.
    Für die Überschrift fehlen also die Bilder der Innenräume.

  9. In diesem Falle erübrigt sich wohl ein ernsthafter Kommentar !

  10. Veronica sagt:

    Wie Hubert: Vom “Wohnen” haben wir gar nichts gesehen.

  11. Mario Monaro sagt:

    Ich finde es interessant! Gewagt, eigenständig, markant und doch nicht protzig im üblichen Sinne (steil aufsteigende Treppen, etc.). Leider sieht man aber viel zu wenig um sich ein genaueres Bild machen zu können.

  12. Peter Vogel sagt:

    Wohnen in der Panzersperre ;)

    • Barbara sagt:

      Genau ! Panzersperre ,war das erste, was mir dazu einfiel….war neugierig und hab mir die Inneneinrichtung angesehen…
      steril, quadratisch, fad und kühl… fröstel… muss zwar in den Breitengraden angenehm sein….. und das einzige was an Tausend und eine Nacht erinnert, …. die Parkanlage draussen…. auch nur wegen den Palmen und Granatapfelbäumen..

  13. Jan Froriep sagt:

    Gfürchig.

  14. Hanspeter Niederer sagt:

    Jetzt wissen wir wenigstens, wie die Spanier zu ihren Schulden und ihrer Immobilienblase gekommen sind. Danke für die Info.

  15. Andrea Sigrist sagt:

    Mich beeindruckt die Architektur, das Farbenspiel, das Geheimnisvolle, das Unnahbare. Modern, mit riesigen Fenstern gefällt mir. Stein und Fels sind naturnah, edel, ewig. Da würde ich gerne eine Zeitlang wohnen, mit meiner Liebsten und den Kleinen, die gerne Steinchen ins Wasser purzeln lassen.

  16. Dorsa sagt:

    Was bitte soll das mit “Tausend und eine Nacht” zu tun haben? Extravagant ja, mysteriös vielleicht, aber doch eher als futuristisch gestylte Trutzburg. Wie von anderen bereits erwähnt, wäre nun doch das Interieur interessant (wohnen), vielleicht kommt ja dort der orientalische Stil – viel Seide, Brokat und andere Textilien (grosse Kissen etc.), arabischen Mosaiken, farbige Orientteppiche, Möbel aus Zedernholz, etc. – zum Ausdruck?!

  17. Marcel Breuer Jr. sagt:

    Sieht aus wie die Bachelor-Arbeit eines mittelmässigen Architekturstudenten. Die grosse Rechnung folgt dann sicher beim Abbruch…

  18. Veronica sagt:

    Frage mich was der Feng Shui davon hält.

  19. Algis sagt:

    Kein schones Haus. Errinert mir U-boot station im Sant Nazzaire, Frankreich.

  20. Pictureworker sagt:

    Für Bilder von innen kann man ja den Architektur link A-cero oben einsehen.
    Da gibt es diverse Filme und Animationen auf A-Cero TV
    @Hans, das Haus gehört übrigens dem Architekten Joaquin Torres selber, der einige 100 Projekte weltweit realisiert hat. Das Seine Kundschaft möglicherweise das Geld “schief” verdient hat ist ja nicht sein Thema.
    Für mich eine Entdeckung, hatte noch ne was von Ihm gehört, sehe aber in seinem Stil Ansätze von Frank Lloyd Wright.

  21. Marcel Z. sagt:

    Bei 21 Prozent Arbeitslosigkeit (und über 40 Prozent Jugendarbeitslosigkeit!) müssen die Reichen in Spanien wohl in umgebauten Bunkern hausen. Dass man von den Innenräumen nichts sieht, bestätigt diesen Eindruck noch zusätzlich: Keep out!

  22. lukas sagt:

    gefällt mir, mal wieder etwas neues, das nicht auf komplett abgelutschten formen basiert.

  23. Daniela sagt:

    Mein erster Eindruck war auch: Militäranlage! Aber er wirkt wenigstens stabil, der Bunker :-) Zum Glück sind Geschmäcker verschieden.

  24. Hans Meiser sagt:

    Sieht eher aus wie der Eingang zu einem Casino in Las Vegas…. Da gibt es wahrlich besserer Beispiele für Wohnen wie in «Tausend und einer Nacht». Kann die kubische Ausformulierung nicht nachvollziehen, interessant wäre für mich, ob diese Formensprache konsequent im Innenbereich weiterverwendet wurde. Wie ist die Situation in der näheren Umgebung, wie ist die Lage im Gelände, was hat es für Bezüge? Themen, über die man berichten sollte und keine zehn Bilder von der gleichen Hollywood-Fassade. Merci

  25. Thomas Wirt sagt:

    Na toll, mal wieder wird bezugsloses Ego-Design gefeiert.
    Passt gut in diese wahllose Sammlung von Oberflächlichkeiten, hat mit echter Architektur aber rein gar nichts zu tun.

  26. Rex Fritschi sagt:

    Diese Bude wird heiss im Spanischen sommer, wo ist die Klima-anlage?
    Und wo der Eingang fuer Lieferanten?
    Wo ein Schuppen fuer Garten Zeugs, fuer Muell Eimer, fuer Hunde Haus, etc.
    Wo ist die Garage fuer 3 bis 4 Luxus Autos?
    Natuerlich sind hier klein- und Enkelkinder nicht erwuenscht.
    Was fehlt is eine Zieh-bruecke sodass der Besitzer mit seinen Steuer-freien Millionen sich richtig verbergen kann.

    Frank Ghery haette etwas besseres geleistet.

    Rex Fritschi, Elkhorn, WI, USA

  27. Armin Müller sagt:

    Die beleuchtete Wohnwand, die Kuckucksuhr, Gartenzwerge und ein Ölbild mit röhrenden Hirschen fehlen eindeutig!!

  28. Sheep Uh sagt:

    Denn ein Tag in DEINEN Vorhöfen  ist
    besser als sonst tausend.

    Psalm 
    BIBEL

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