Die Holländer mischen ganz vorne mit, wenn es um Design und Architektur geht. Auf eine unerwartete Art bringen Sie Moderne und Vergangenheit zusammen und lassen Neues, Interessantes entstehen. Diese Stadthaus in Rotterdam ist ein solches Beispiel. Ein altes Haus zeigt sich neu, spannend – und definitiv anders. Wie eine schwarz Perle sticht es aus der Häuserreihe heraus. Die Fassade wurde schwarz lackiert. Es gab neue Fenster – leicht verrückt, neu und aus einer anderen Zeit. Es ist, als wäre eine Art Zeitmaschine am Werk gewesen, deren Gang steckenblieb und so verschobene Zeitepochen zusammen erscheinen lässt.
Die surreale Welt des belgischen Künstlers René Magritte kommt einem bei der Betrachtung dieses aussergewöhnlichen Hauses in den Sinn. Weisse Fenster öffnen sich über und neben den bestehenden an neuen Orten in der Fassade. Sie lassen diese im Schatten und scheinen sie wie eine bereits erzählte Geschichte zu überschreiben.
Ein Stadthaus, ganz wie die anderen in derselben Reihe und doch völlig anders: Auf eine neue, unerwartete Art haben die Architekten von Zecc Architects und die Designer von Studio Rolf.fr das bestehende 100-jährige Haus in ein neues kontemporäres verwandelt.
Auf der Rückseite befindet sich ein kleiner Stadtgarten, der obere Fassadenteil wirkt wie aufgeschnitten, ist offen und mit zwei weissen Balkonreihen bestückt.
Auch im Innenbereich wird raffiniert mit den verschiedenen Schichten, Kapiteln, Strukturen und Zeitepochen des Hauses umgegangen: Altes und Neues geben einander mehr Gewicht und werden als Gesamtheit interessanter. Es ist, als würde man gleichzeitig Einblicke in verschiedene Kapitel eines Buches erhalten.
Neue Räume sind auf neuen Ebenen entstanden und erlauben ungewohnte Einblicke und Ausblicke.
Das Studio Rolf.fr hat alte Möbel aus dem holländischen Königshaus erworben, diese auseinandergeschnitten und neue Stücke aus den Fragmenten entwickelt. Die neu enstandenen Flächen sind mit Orange, der Farbe des Königshauses, lackiert.
Rolf.fr hat antike Möbel der Königin Juliana in moderne Objekte verwandelt.
Wie eine gerade Linie steht die Villa Klaathem in der kanadischen Landschaft. Streng, klar und grosszügig gebaut, tarnt … Mehr
Freitag, 29. Juli 2011
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13 Kommentare zu „Eine schwarze Perle in Rotterdam“
100-jähriges Haus??? So ein Quatsch. Vor 30 Jahren wurde ganze Quartieren im Zentrum und gerade ausserhalb davon
abgerissen und neu gebaut. Diese Strasse ist ein typisches Beispiel dafür.Und zudem sieht dieses schwarze Nichts grusig aus in dieser Strasse. In der Strassse möchte ich wohnen, aber diese schwarze Liegenschaft ist zum Abreissen geeignet.
Ohja, ich bin Alt-Rotterdamer und musste mein Haus velassen wegen Abriss und Neubau in einer dieser erwähnten Gegenden. Alte Adresse auf Anfrage.
Das ist der typische Eklektizismus von phantasielosen Architekten, die ihre stilistischen Defizite als innovativ verkaufen.
Seit etwa 30 Jahren verunzieren sie die Stadtbilder unter dem Begriff “Postmoderne”.
Es hört einfach nicht auf.
Ich finde das Innenleben des Hauses wirklich gelungen, Dieses Zusammenspiel von alt und neu ist im Moment sehr sehr populär. Es stellt sich allerdings die Frage wie lange noch.
Das Haus ist eher ein Kunstobjekt, als ein Wohnraum. Aber trotzdem ein Lob an die Architekten, ausser der Fassade find ich es genial!
Mal abgesehen von dem Bild das oberhalb der Treppe neben der Küche hängt, gefällt mir das Haus sehr… Es ist gewagt – natürlich kann mann es als Verunstaltung der durchaus hübschen alten Architektur betrachten… Aber mir gefällt diese «Neu Interpretation». Auch das Innenleben wirkt auf mich heimelig und spannend. Das Spiel zwischen Alt & Neu harmoniert für mich perfekt – wobei der neue Teil den alten genug respektiert aber auch auf eine gute Art «verdrängt» und «ergänzt»…
“interessant” sagt nun nicht mehr aus, als dass man eigentlich keine meinung hat. man kann’s schön finden, oder nicht. kunst ist , wie so manches, geschmackssache.
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Marianne Kohler ist Stylistin und Journalistin, sie begann ihre Karriere als Textildesignerin, arbeitete in Paris und New York, bevor sie einige Jahre das Moderessort der Zeitschrift Annabelle leitete. Heute arbeitet sie für Zeitschriften wie «Glamour» sowie Interior-Firmen im In- und Ausland. Marianne Kohler lebt mit ihrem englischen Mann David und ihrem Hündchen Miss C. in Zürich.
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Yikes. Was für ein potthässlicher Anblick von aussen.
Zusätzlich einer der hässlichsten Hinterhofgärten seit langem. Passt aber immerhin zum Haus.
Depressive Architektur!!! Passt auch nicht in’s Strassenbild. Wer da drinn wohnt, braucht in kürze einen Psychiater….
Oje, schade um das schöne alte Stück von Königin Juliana. Neue Sachen wirklich gerne, aber dann von Grund auf.
100-jähriges Haus??? So ein Quatsch. Vor 30 Jahren wurde ganze Quartieren im Zentrum und gerade ausserhalb davon
abgerissen und neu gebaut. Diese Strasse ist ein typisches Beispiel dafür.Und zudem sieht dieses schwarze Nichts grusig aus in dieser Strasse. In der Strassse möchte ich wohnen, aber diese schwarze Liegenschaft ist zum Abreissen geeignet.
Ohja, ich bin Alt-Rotterdamer und musste mein Haus velassen wegen Abriss und Neubau in einer dieser erwähnten Gegenden. Alte Adresse auf Anfrage.
ich find, das ding hat interessante aspekte
Das ist der typische Eklektizismus von phantasielosen Architekten, die ihre stilistischen Defizite als innovativ verkaufen.
Seit etwa 30 Jahren verunzieren sie die Stadtbilder unter dem Begriff “Postmoderne”.
Es hört einfach nicht auf.
@ Marie Huysman
da bleibt nichts hinzuzufügen!
Ich finde das Innenleben des Hauses wirklich gelungen, Dieses Zusammenspiel von alt und neu ist im Moment sehr sehr populär. Es stellt sich allerdings die Frage wie lange noch.
Das Haus ist eher ein Kunstobjekt, als ein Wohnraum. Aber trotzdem ein Lob an die Architekten, ausser der Fassade find ich es genial!
Mal abgesehen von dem Bild das oberhalb der Treppe neben der Küche hängt, gefällt mir das Haus sehr… Es ist gewagt – natürlich kann mann es als Verunstaltung der durchaus hübschen alten Architektur betrachten… Aber mir gefällt diese «Neu Interpretation». Auch das Innenleben wirkt auf mich heimelig und spannend. Das Spiel zwischen Alt & Neu harmoniert für mich perfekt – wobei der neue Teil den alten genug respektiert aber auch auf eine gute Art «verdrängt» und «ergänzt»…
Schon lustig die Kommentare…. die Welt ist voll mit “haters”!
Würde ich in dieser Strasse leben wollen, dann im schwarzen Haus. Im windgeschützten Garten stünde der Pingpong-Tisch…
“interessant” sagt nun nicht mehr aus, als dass man eigentlich keine meinung hat. man kann’s schön finden, oder nicht. kunst ist , wie so manches, geschmackssache.
Richtig, und abgesehen davon sagt man heute “spannend” und nicht “interessant”.