Ein Haus, das aus der Reihe tanzt

Reihenhäuschen haben nicht immer den besten Ruf, vielleicht, weil sie zu wenig individuell sind. Das kann man von diesem kleinen, belgischen Prachtstück nicht behaupten, tanzt es doch frech aus der Häuserreihe und präsentiert sich modern, leicht und mit verspielten Details.

Architektur: M-Architecture.
Fotos: bepictures

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Die Renovation eines alten Reihenhauses in Schaerbeck, Brüssel, hat dieses in die Gegenwart geholt. Die Architekten Pascal Monniez und Catherine Maraite haben ihm viel Frische und Grosszügigkeit verliehen.
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Die Geländer sind mit zarten Lochmustern versehen und unterbrechen den sonst minimalistischen Architekturstil.
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Der Innenausbau ist ebenfalls minimalistisch gehalten. Die dunklen Holzböden geben Tiefe und Wärme, im Kontrast dazu vermitteln die Farbe Weiss und zarte, transparente Elemente eine Leichtigkeit. Beim Treppengeländer wiederholt sich das Lochmuster, das sich auch an der Fassade zeigt.
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Die Küche ist als offener Kubus konzipiert und wirkt in ihrer Schlichtheit fast futuristisch.
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Wo einst ein kleines, dunkles Treppenhaus stand, präsentiert sich nun ein moderner Aufgang, der Leichtigkeit vermittelt. Durchsichten und verschiedene Materialien machen die Innenarchitektur lebendig und interessant.
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Das Spiel mit den verschiedenen Texturen und Strukturen setzt sich auch draussen fort. Haus und Garten werden durch weisse Steine verbunden, die das Thema aus dem Innern wieder aufnehmen.

25 Kommentare zu «Ein Haus, das aus der Reihe tanzt»

  • jenny callaghan sagt:

    I LIKE IT !!!!!!!!

  • Massimo sagt:

    Ein wenig viel Photoshop verwendet…

  • Jens Gloor sagt:

    Find ich hübsch. Weil; Man eine etwas dumme Grundstücksform gut genutzt hat um verschiedene Zonen entstehen zu lassen. Für einen Garten geb‘ ich alles. Nun braucht’s nur noch einige Sonnenschirme, damit einem die ‚Neighbours‘ nichts bis zum Halszäpfli glotzen. Und es ist noch nicht belebt – nur ausgestellt. Und es fehlt auf jeden Fall die Deko (Pflanzen, Blumen, Bilder, Textilien, Musik, Beleuchtung, Aussengrill, Whirlpool, etc.), aber klare Linien find‘ ich gut.

  • Katharina l sagt:

    Mir gefällt es sehr gut! Allerdings ist das mit dem Putzen ein Argument dagegen. Die Platte mit den Löchern bei der Treppe… hm! Ich habe mir kürzlich einen neuen Spiegelschrank fürs Badezimmer ausgesucht. Das wichtigste Argument: Man muss ihn schnell und einfach putzen können. Die Besitzer dieses Hauses haben wohl eine Putzfrau.
    Die weissen Flächen in der Küche sind glatt, die sind schnell geputzt. Ich putze den Schmutz in meiner Küche immer schnell weg, egal ob man ihn sieht oder nicht. Und man kann auch sauber kochen. Trotzdem: Eine andere Farbe würde mir für die Küche besser gefallen. Ich habe Holzdekor und einen Laminatboden, alles in Holzoptik in der Küche. Ich bin für mehr Holzböden oder Laminat in der Küche. Wenn alles einfach und schnörkellos designt ist, wirkt es auch überhaupt nicht chalethaft oder skihüttemässig.
    Und Weiss ist tausendmal besser als Grau! Von Grau kriege ich Depressionen.

  • Fehling sagt:

    Die Herren Architekten habe sich wohl am Vorbild Halensiedlung (BERN) 1950 von den Stararchitekten des Atelier 5 so einiges an Ideen ausgeliehen .

    Mir gefaellts trotzdem.

  • Daniela sagt:

    Foto Nr. 1 – so von aussen und mit Gärtli – sieht doch schick aus! Ein gemütlicher Teppich auf den dunklen Boden, ein paar tolle Bilder an die Wände, Pflanzen natürlich, dann geht’s doch :o). Die Küche möchte ich allerdings auch nicht so weiss-in-weiss haben – sieht etwas versuchslabor-mässig aus.

  • Marx sagt:

    Also mir gefällt es :)

  • sabi sagt:

    Schade, der Garten hätte auch ein Lifting nötig… Ansonsten ist alles eher öde!

  • Barbara Th. sagt:

    Sehr schön, grosszügig und lebbar, das Ganze, nur putzen möchte ich es nicht müssen (vor allem die Küche). Und weiss ist ja zum Glück nicht aller Weisheit Schluss, man kann es auch farbig übermalen, dann wirkt es sofort wärmer.

    • Weisse Küche sagt:

      Ich habe selber eine weisse Hochglanzküche – und nichts geht einfacher als die zu putzen! Microfaserlappen sei Dank! Wenn ich mir vorstelle wieviel Schmutz sich in meiner alten braunen Küche (rauhe Oberfläche) angesammelt hat: Schreck!!

  • Finger Jürg sagt:

    Ein standartisierter Wohnwürfel… Zu mehr sind ja heutige Architekten nicht mehr fähig!

  • Daniel sagt:

    Von Innen wunderschön, aber von aussen irgendwie wie die Faust aufs Auge!

  • Markus Gasser sagt:

    Mal etwas ganz Grundsätzliches von einem Architekten: Es wird hier immer wieder geschrieben, wie schrecklich kahl und weiss und leer die Häuser sind. Das sind Architekturaufnahmen! Das heisst, entweder werden sie gemacht, bevor der Bauherr einzieht oder der Photograph macht jeweils ein Bild und hinter der Kamera stehen Bauherr und Architekt mit Körben und Taschen voller kram, der aus dem Bild geräumt werden musste. Für solche Photos werden ganze Kinderspielplätze abgebaut, weil diese nicht cool aussehen. Im übrigen finde ich das Beispiel hier dank den Böden nicht zu weiss und falls doch, reicht ein Fikus, um den allenfalls zu starken Architektentraum runterzubrechen :-).

  • Peter Huber sagt:

    Die Lochplatten beim Treppenaufgang und die unverputzten Wandplatten werden das Staubwischen und Reinigen enorm erschweren. Die beiden Stufen zur Küche ohne Handlauf auf mindestens einer Seite ist nicht gerade altersgerechtes Wohnen. Aber das Haus scheint eh nicht für Leute gebuat worden zu sien, die nicht gut zu Fuss sind. Die unebene Steinauffüllung, die man überqueren muss um in den Garten zu gelangen, ist unbrauchbar.
    Dafür werden die bald einmal abgeschlagenen Kanten an den Treppenabsätzen etwas von der Kälte der Ausstattung nehmen und Wärme in das Haus bringen.

  • gordon matta clark sagt:

    super comfortable

  • joachim kuhn sagt:

    Irgendwie sehen diese Architektenhäuser immer so aus, als ob gar niemand darin wohne. E i n grüner Stuhl? Die Person muss schrecklich einsam sein ;)

    • Anna S sagt:

      Die sehen so aus, weil auch tatsächlich (zum Zeitpunkt der Aufnahmen) niemand drin wohnt. Dann werden ein/zwei Designerstücke angeschleppt, Fotos gemacht und danach ist Bezugstermin. Solche Aufnahmen haben dokumentarische Zwecke und kommen ins Portfolio der Architekten.
      So wirken die Wohnungen klar ungemütlich, aber es ist eine ganz klare Bildsprache (wie Sie bemerkten), die in der Branche der Architekten gesprochen wird. Da geht es nicht um Gemütlichkeit, sondern um Form, Farbe und Materialität. Räumliche Gestalter lernen im Studium Bilder so zu lesen und können sich sehr gut das Potenzial einer alltäglichen Situation vorstellen.
      Mir ist klar das so eine andere Atmosphäre entsteht, als beabsichtigt. Aber, wenn ich jetzt ein solches Haus geplant hätte und der Bauherr nachher mit wassweissichfür Möbeln ankommt, die überhaupt nicht zueinander oder zum Raumplan passen, dann würde ich doch zuerst noch ein grüner Stuhl anschleppen und die Kiste ansonsten leer fotografieren.
      Ich hoffe das hat einiges geklärt. :)

      • Veronica sagt:

        Der grünen Stuhl gehört zum Sitzgruppe mit dem weissen Tisch (oder Hocke?) und weisen Eckbank. Gemütlich ist es nicht, aber vielleicht is dass auch nicht gefragt.

  • Filo Sof sagt:

    Eigentlich ganz allerliebst. Wenn nur nicht die Kombination – dunkelbrauner Holzboden / endloses Weiss so hart wäre.
    Zuviel Weiss tut den Augen weh und dunkelbraun macht optisch kleiner. Die Treppenstufen sollten Hinterwände haben (Kinder rutschen durch).

  • Guido Singenberger sagt:

    Das scheinen die bildlichen Auswirkungen der belgischen Korruption zu sein. Wer an diesem Platz zwischen 2 heimatliche MFH’s eine Baubewilligung erteilt, der gehört aus dem Bauamtbereich fristlos entlassen.

    • D. Wettstein sagt:

      Stimmt nicht man sieht durchaus, dass es sich nebenan auch um Reihenhäuser handelt. Das Problem sind eher die hohen Abrenzungsmauern im Terassenbereich. Wie ich meine ein typisches Reihenhausproblem…

  • Gino Gelati sagt:

    Irgendwie schrecklich eckig und gerade, so gar nicht heimelig dieses weisse Zeugs! …brrrr!

    • Petra sagt:

      bin der gleichen Meinung.
      Und vorallem wie dreckig die ganze Wohnung gleich wird, wenn man in der Küche kocht :) (btw. ein weisser Boden in der Küche??)

      • Mark Hulliger sagt:

        … ArchitektInnen schmutzen eben nicht ;-) Oder sie essen einfach immer auswärts (oder vielleicht haben sie vor lauter Arbeit gar keine Zeit zum Essen?? Oder sie haben einen Putzmann und merken gar nicht wie unpraktisch sowas ist. Oder…)
        Manchmal vermisse ich ein bisserl den funktionalen Alltagsbezug bei solchen Objekten.

    • Veronica sagt:

      Sieht aus wie eeuwiger Winter.

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