Wohnen im Zickzack

Marianne Kohler am Freitag den 3. August 2012

Als die australischen Architekten des Büros Chenchow Little Architects den Auftrag für dieses Haus bekamen, mussten Sie ein Giebeldach einbauen, damit es in die Umgebung passt. Natürlich wollten Sie kein klassisch biederes Haus konstruieren und haben das Giebeldach neu interpretiert. Das Resultat ist modern, verspielt und führt  im Zickzack in und um das Haus.

Architektur: Chenchow Little Architects

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Auch so kann ein Giebeldach aussehen: Verschiedene, spitz zusammenlaufende Linien scheinen das Haus in Bewegung zu halten.

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Durch die schräg zulaufenden Linien sind verschiedene Dreieckflächen entstanden, die aufeinander zu zu tanzen scheinen.

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Ein Holzsteg führt als privater Weg zum Haus. Nachts wird er beleuchtet. Hier sind die aufeinander geschachtelten Dreiecksformen, die das Gestaltungskonzept des Hauses ausmachen, ebenfalls gut erkennbar.

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Im oberen Geschoss, unter dem neuinterpretierten Giebeldach, befindet sich der Wohn-Essraum. Die Verstrebungen rahmen die Dreiecke wie dicke, schwarze Linien ein und unterstützen die Puzzlewirkung.

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Der grosse Wohn-Essraum zeigt ein Spiel von Licht und Schatten, Formen und Linien.

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Den lokalen Vorschriften entsprechend musste ein Haus mit Giebeldach gebaut werden. Das hat das Architektenteam von Chenchow Little Architects – ganz unorthodox – erfüllt.

17 Kommentare zu „Wohnen im Zickzack“

  1. Hanspeter Niederer sagt:

    Jacques Tati lässt grüssen. Sterilität und Menschenfeindlichkeit at it’s best.

    • roggi peter sagt:

      Ich würde eher sagen Architektur at it’s best. Modern, ja. Passt aber trotzdem super in die Landschaft. Wer die grauen Felspartien an den australischen Hängen kennt, weiss das. Und absolut stimmende Proportionen. Und die Licht-durchfluteten Räume. Einfach fantastisch. Eine andere Frage ist die Energiebilanz. Aber mit dem Einsatz aller heutigen Möglichkeiten lässt sich auch diese positiv gestalten, abhängig natürlich vom Standort. Ich schätze, Region Sydney.

      • Columbo sagt:

        Ja, ist hier in Sydney – den genauen Ort hab ich auch noch nicht gefunden. Die Energiebilanz steht wahrscheinlich ziemlich weit unten auf der Prioritaetenliste; hier gilt’s immer noch als voll Space – Age, wenn jemand nur schon anstaendig isoliert oder sogar Doppelverglasung einsetzt. Das Positive ist, dass es in den je nach Gegend ziemlich einschneidenden Bauvorschriften wenigstens praktisch keine preistreibenden Oeko – Schikanen gibt.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Columbo 0943: “preistreibende Oeko-Schikanen…” Sie können offenbar lesen und schreiben und sind trotzdem noch im Tiefschlaf. Das Aufwachen könnte brutal werden, aber zur Schockabsorption gibt es ja dann immer noch die beliebten Sündenböcke. Zum Beispiel die Grünen, weil sie die selbstzufriedenen Konsum-Lemminge nicht laut genug gewarnt haben.

    • Tim Weser sagt:

      Also ich finde das Haus wunderschön.

    • Mario Monaro sagt:

      Ich glaube Jacques Tatis Gesellschaftskritik in Mon Oncle bezog sich darauf, dass Menschen nicht in dem Umfeld lebten, für das sie geschaffen waren, sondern in einem, der ihnen ein modernes Image und Ansehen verleihen sollte. Da werden Zierbrunnen ein- und wieder ausgeschaltet, je nachdem, wer gerade auf Besuch ist. Aber wenn einem diese Architektur liegt und man sich um seiner selbst willen damit umgibt, weil man Freude daran hat und sich wohl fühlt, dann ist das wunderbar. Wenn man das nur für sein Ego braucht, aber eigentlich lieber gemütlich wohnen will, dann sind wir wieder bei Tatis Analyse der 50-er Jahre.

  2. Tina Keller sagt:

    Architektonisch sicher genial, aber meines Erachtens eher geeignet als Nutzfläche für öffentliche Räume. Als Wohnraum wäre es mir eindeutg zu steril und unwohnlich. Wohnen heisst für mich auch von Wärme und Behaglichkeit umgeben zu sein, nicht nur Funktionalität. Jedem so wie´s ihm gefällt.

    • SAM sagt:

      Wenn Du die Millionen von Schrotthäusern hier anschaust, alles total alles zu Teuer dazu!, ist diese Haus ein Bijou. es gibt wenige Häuser hie die wärme ausstrahen’ so wie du es meinst. Grüsse aus Cairns

  3. Jutta Maier sagt:

    Formmässig ahben die Architekten zwar eine Glanzleistung vollbracht, aber wohnen möchte ich in dem Betonklotz trotzdem nicht. Und wie soll man all die Fenster von aussen putzen? Nach drei Regentagen sieht’s dann schon nicht mehr so geschniegelt aus…

    • Mathias sagt:

      Um den Bildern nach zu urteilen: Der Sichtbetonanteil ist doch eher vernachlässigbar – rein vom Äusseren her kann ich nichts von einem «Betonklotz» erkennen!

  4. Mario Monaro sagt:

    Das Haus ist faszinierend. Aber die vielen spitzen Winkel des Dachs, die im Innern sichtbar werden, wären mir zu lebendig. Ich könnte darin kaum je entspannen. Es wäre für mich eher als Arbeitsumgebung geeignet in der man ständig Impulse erhält und auf Trab bleibt.

  5. Thomas Grolimund sagt:

    Ein toller Wurf! Licht und hell… offen und weit… und trotzdem immer wieder Winkel der Geborgenheit. Zudem eine natürliche Farbgebung, welche sich in das Leben und das Umfeld einpasst und Räume, die Raum zum atmen und leben lassen. Wunderbar… und das Dach ist clever interpretiert! So macht sogar ein Giebeldach Spass!

  6. lukas sagt:

    meine güte, was ist an diesem haus denn steril? zieht doch in eine höhle und legt diese mit 5 schichten gammel-teppich aus.

    • Tina Keller sagt:

      schon mal etwas von verschiedenen geschmäckern und vorlieben gehört?
      deswegen muss man ja nicht gleich die gammel-sprache hervorholen.
      wenn ihnen dieses haus gefällt um darin zu wohnen umso besser, dass freut mich für sie.

      • lukas sagt:

        logo hab ich was von verschiedenen vorlieben vernommen, darum bemötzelte ich auch das retardierte getue des durschnittlichen, scheinbar chalet- & praktikabilitäts-liebenden blogschreibers. ob ich darin wohnen möchte, ist was anderes, aber es hebt sich ab vom einheitsbrei – das gefällt mir.

  7. petra sagt:

    Von aussen gefällt es mir wirklich gut. Aber innen ist es mir zu unruhig.

  8. irene feldmann sagt:

    ein absolut mega-geiles haus, das allerbeste was ich je gesehen habe seit jahrzehnten!!!!

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