Fast ein kleines Kochbuch: Sieben Männer verraten ihre Lieblingsgerichte

Marianne Kohler am Donnerstag den 15. März 2012

Für die meisten Männer ist die Küche schon lange kein Tabu mehr. Die Zeiten, in denen sie nur gerade knapp ein Spiegelei braten konnten, sind vorbei. Heute kochen sie oft mit Leidenschaft, suchen sich die perfekten Weine zum Mahl und laden gerne Freunde zum Essen ein. Was aber essen sie am liebsten? Sieben Männer verraten hier ihre Lieblingsgerichte, natürlich gleich mit den dazugehörigen Rezepten und Extratipps.

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DER KREATIVE PIUS WALKER LIEBT GRATINIERTE FEIGEN MIT ZIEGENKÄSE
Pius Walker ist Gründer und Creative Director der Walker Werbeagentur Zürich und von AtYourSide.asia, einer Personal-Tour-Guide-Agentur in Shanghai.

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Eines meiner Lieblingsrezepte ist eine einfache Vorspeise mit süssen Feigen und würzigem Ziegenkäse, und die geht so:

Man nimmt eine reife, süsse Feige und schneidet sie horizontal in 4 Stücke. Dazwischen legt man 3 Scheiben vollfetten Ziegenkäse. Schön wirkt es, wenn der Käse etwa den gleichen Durchmesser wie die Feige hat. Das Ganze mit 3 Zahnstochern fixieren und im auf 150 Grad vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen. Angerichtet werden die gratinierten Feigen mit ein wenig Olivenöl und einigen Tropfen altem Aceto balsamico di Modena. Vor dem Servieren die Zahnstocher mit kleinen Thymianzweigen ersetzen, mit etwas Brunnenkresse garnieren. Wenn man es etwas weniger vegetarisch mag, dann kann man noch einige Datteln im Speckmantel beifügen. Dazu empfehle ich eine kleine Flasche Tiganello, Gustavo Santaoalla, etwa 23 Grad Lufttemperatur und etwas mehr Zeit, als man dafür eingeplant hat.

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DIE MUSIKER DEAN MONTENEGRO UND DAVE MCLEOD LIEBEN LAMMCURRY UND SALTIMBOCCA MIT RISOTTO
Dean Montenegro und Dave McLeod sind Komponisten und Inhaber des Zürcher Musikstudios Spacetrain. Sie probieren gerne neue Restaurants aus, lieben ihre Stammlokale und kochen auch ab und zu selber eines ihrer Lieblingsgerichte für Freunde und Familie.

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Dave Mcleod liebt Saltimbocca und Risotto mit Steinpilzen, und das geht so:

Zutaten für Saltimbocca alla Romana für 4 Personen:

  • 8 dünne Kalbsplätzchen
  • 8 frischgepflückte Salbeiblätter
  • 8 Scheiben Parmaschinken
  • Salz und Pfeffer
  • 2 dl italienischer Weisswein
  • 50 g Butter

Zubereitung:

Jedes der Kalbsplätzchen nacheinander auf ein Backpapier legen, dieses falten und das Plätzchen zwischen dem Papier flachklopfen. Danach die Plätzchen mit je einer Tranche Parmaschinken belegen, in die Mitte ein Salbeiblatt legen und alles mit einem Zahnstocher befestigen. Nun die Plätzchen in der Butter anbraten, zuerst mit der Schinkenseite nach unten, wenden und, wenn beide Seiten angebraten sind, mit Weisswein ablöschen und ihn vollständig einkochen lassen. Am besten kocht man zuerst die Hälfte der Plätzchen mit der Hälfte des Weins und der Butter, stellt sie warm und kocht dann die zweite Hälfte. Die Kochzeit beträgt etwa 10 bis 12 Minuten. Mit Salz und Pfeffer würzen und auf einer warmen Platte anrichten.

Zutaten für den Risotto ai Funghi Porcini:

  • 2 Tassen Risottoreis
  • Olivenöl
  • 1 grosse Zwiebel, gehackt
  • 2 Packungen getrocknete Steinpilze
  • 1 Tasse warme Milch
  • 5 dl guter, trockenere Weisswein
  • 5 dl Hühnerouillon
  • 1/2 dl Rahm
  • 2 Briefchen Safran
  • frisch geriebener Parmesan

Zubereitung:

Die Steinpilze 2 Stunden in der Milch einlegen. Zwiebeln in Olivenöl glasig dünsten, den Reis dazugeben und gut durchmischen, bis der Reis auch ein wenig glasig ist. Mit Weisswein ablöschen. Mit ein wenig Pfeffer würzen. Danach auf kleinem Feuer köcheln und abwechslungsweise Bouillon und Wein dazugiessen und immer wieder einkochen lassen. 5 Minuten, bevor der Reis fertig ist, die Steinpilze aus der Milch nehmen und untermischen. 2 Minuten, bevor der Reis fertig ist, den Safran beigeben. Danach Rahm und frisch geriebenen Parmesan zum Risotto geben und servieren.

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Dean Montenegros Lieblingsgericht ist ein indisches Lammcurry mit Pilao Reis, und das geht so:

Zutaten für die Curry Paste:

  • 1 1/2 Kaffeelöffel Koriandersamen
  • 1/2 Kaffeelöffel Kümmel
  • 5 getrocknete, rote Peperoncini
  • 6 frische Curryblätter
  • 1/2 Kaffeelöffel Meersalz
  • 3 Esslöffel Knoblauchpaste (Knoblauch im Mörser zerstossen)
  • 2 Kaffeelöffel Ingwerpaste, (Ingwer raffeln)

Zutaten für den Curry:

  • 1 1/2 Kaffeelöffel gemahlener Tumeric
  • 1 kg Lammfleisch in Würfel geschnitten
  • 1 Kaffeelöffel Fenchelsamen
  • 8 Esslöffel Ghee, geschmolzen, oder Bratbutter
  • Esslöffel Sonnenblumenöl
  • 4 Zwiebeln in grobe Stücke geschnitten
  • Dose (400 ml) Kokosnussmilch
  • 5 dl Wasser
  • 6 Kardamonkapseln
  • 1 Zimtstängel
  • 1 1/2 Kaffeelöffel Garam Masala
  • 1 Kaffeelöffel Zucker
  • 3 Esslöffel warmes Wasser
  • 1 Esslöffel Tamarindenpaste

Zubereitung:

Rösten Sie die Koriandersamen, bis sie bräunlich werden und beginnen, aufzuplatzen. Nehmen Sie sie heraus. Machen Sie das Gleiche mit dem Kümmel, herausnehmen und dann mit dem getrockneten, gehackten Peperoncino. Nun geben Sie die Gewürze in eine Gewürzmühle. Geben Sie die Curryblätter in eine Küchenmaschine, geben Sie die Ingwer- und die Knoblauchpaste dazu und dann die Gewürze und das Salz. Alles sollte eine feine Currypaste geben. Nun rösten Sie die Fenchelsamen und legen diese zur Seite. Reiben Sie die Lammfleischwürfel mit dem Tumeric ein. Erhitzen Sie den Ghee und das Sonnenblumenöl in einer Gusseisenpfanne. Kochen Sie die Zwiebeln ca. 10 Minuten, bis sie bräunlich werden. Geben Sie nun die Currypaste dazu. Nach einer Minute das Fleisch darin anbraten. Dann geben Sie 2/3 der Kokosnussmilch bei und 2,5 dl Wasser. Aufkochen und dann 10 Minuten köcheln lassen. Danach den Rest der Kokosnussmilch und das restliche Wasser beigeben. Den Zimtstängel, die Fenchelsamen und die Kardamonkapseln beigeben. Ca. 1 1/2 Stunden köcheln lassen, bis das Lammfleisch zart ist. Nun lösen Sie dieTamarindenpaste in 3 Esslöffeln warmem Wasser auf und geben sie dazu. Das Garam Massala und den Zucker beigeben. Nochmals 5 Minuten kochen, bis die Sauce dicklich wird. Den Zimtstängel und die Kardamonkapseln herausnehmen vor der Servieren. Und so macht man Pilao Reis: Zutaten: 1 Tasse Basmati-Reis, 1 Zwiebel, gehackt, 1 Kaffeelöffel Ingwer-Knoblauch-Paste, 2 grüne Chilis, einige Pfefferminzblätter, gehackt, einige Korianderblätter, gehackt, 1 Kaffeelöffel Shah Jeera (schwarzer Kümmel), einige Safranfäden in einem Esslöffel warmer Milch aufgelöst, Salz, 1 Esslöffel Ghee oder Öl.

Erhitzen Sie den Ghee in einer warmen Pfanne und rösten Sie den Shah Jeera (schwarzer Kümmel), sobald er anfängt zu poppen, die Zwiebel beigeben. Wenn die Zwiebel goldbraun ist, die Ingwer-Knoblauchpaste beigeben. Schneiden Sie die grünen Chilis auf und geben Sie diese bei. Weiterköcheln, bis die Chilis nicht mehr roh sind, dann die Pfefferminz- und Korianderblätter beigeben, gut durchmischen und den Reis dazugeben. 2 Tassen Wasser darübergiessen und zugedeckt, auf kleinem Feuer ca. 20-25 Minuten köcheln. Am Schluss den Safran beigeben und servieren.

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DER INTERIORDESIGNER TOBY ALLEYNE-GEE LIEBT LAMMRACKS MIT WARMEM BOHNEN-, KARTOFFEL-, SPARGEL- UND KRÄUTERSALAT
Der Engländer Toby Alleyne-Gee lebt seit den 80er-Jahren in Zürich, ist Kulturjournalist, Übersetzer und Interior Designer, seine Interiordesign-Firma heisst Phoebus Interiors. Ausserdem ist er leidenschaftlicher Musiker, Gärtner und Koch.

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Ich habe kein eigentliches Lieblingsgericht, sondern wähle es jeweils nach Stimmung, Gelegenheit oder Jahreszeit. Im Frühling liebe ich diese Lammracks mit einem warmen Salat aus Kartoffeln, Bohnen, und Spargeln mit Kräutern und Walnüssen. Und so geht's:

Zutaten für 4 Personen:

  • 600 - 800 g Lammracks

Zubereitung Fleisch:

Das Fleisch bei Zimmertemperatur mit Olivenöl einreiben. Darüber eine Paste aus 2 Esslöffeln Olivenöl, drei gepressten Knoblauchzehen, etwas Dijon-Senf und einer vorher mit dem Wiegemesser geschnittenen Kräutermischung aus Rosmarin, Salbei und Thymian bestreuen. Ruhen lassen. In einer schweren Pfanne von allen Seiten scharf anbraten, bis die Oberfläche braun ist. Dann in den auf 80 bis 100 Grad vorgeheizten Ofen stellen und etwa eine Stunde garen. Nach 45 Minuten kontrollieren. Das Fleisch sollte durchgehend rosa sein (das scharfe Anbraten versiegelt die Oberfläche und bewahrt dadurch die Feuchtigkeit). Während das Fleisch gart, bereiten Sie die Beilage zu.

Zutaten für die Beilage:

  • 150 g kleine festkochende Kartoffeln, z. B. Charlotte, ungeschält
  • 200 g grüne Bohnen
  • 150 g grüne Spargel
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 2 Esslöffel Walnussöl
  • 4 Frühlingszwiebel, gehackt
  • Saft von 1 Zitrone
  • 2 Knoblauchzehen, geschält und gepresst
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • je 1 Bund Dill, Pfefferminze und glatte Petersilie
  • 100 g Walnüsse, gebrochen

Zubereitung:

Kochen Sie die Kartoffeln 10 bis 15 Minuten in Salzwasser. Die Flüssigkeit abschütten und auf die Seite stellen. Gleichzeitig die Bohnen, die Sie vorher gerüstet und halbiert haben, in Salzwasser kochen. Nicht zu fest durchkochen. Sie sollten immer noch schön grün und knackig sein. Abschütten und auf die Seite stellen. Die Spargeln in einer Spargelpfanne mit Wasser, etwas Salz, einem Löffel Zucker und etwas Butter kochen. Testen Sie das untere Ende der Spargel mit einem scharfen Messer, um festzustellen, ob sie fertig sind. Wichtig: Nicht zu fest durchkochen. Bereiten Sie die Sauce mit dem Olivenöl, Walnussöl, Frühlingszwiebeln, Zitronensaft und Knoblauch zu. Gröbere Reste von den Frühlingszwiebeln können über das Fleisch gegeben und mitgegoren werden. Dünne Zitronenscheibchen ebenfalls übers Fleisch legen. Alle Zutaten des Salats in einer grossen Schüssel mischen, die Sauce und die frischen Kräuter, etwas gerupft, darunter mischen. Die Walnüsse darüber streuen. Mit dem Lammfleisch lauwarm servieren. Zum Frühlingsmittagessen Rosé servieren, am Abend einen fruchtigen Rotwein.

Kleiner Tipp: Ohne Fleisch und mit etwas gewürfeltem Feta-Käse eignet sich der Salat allein als kleine Sommer-Mahlzeit.

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DER JOURNALIST  PETER HUMMEL LIEBT GRÜNE KRAPFEN
Peter Hummel ist Journalist und Inhaber des Redaktionsbüros Hummel Medien in Augsburg.  Seiner Leidenschaft fürs Kochen frönte er zuletzt als Küchenchef in der Erstausgabe von F-Freude, ausserdem studiert er gern alte Kochbücher und teilt sich in der Mittagspause schon mal ein Steak mit seinem Hund Bomani.

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Mein Lieblingsgericht sind «Grüne Krapfen», eine Spezialität meiner Allgäuer Heimat. Und die gehen so:

Zutaten für den Nudelteig:

  • 600 g Mehl
  • 6 Eier
  • eine Prise Salz
  • Wasser

Zutaten für die Füllung:

  • 4 Bund Frühlingszwiebeln
  • 200 g Speck
  • 15 Scheiben Roggenbrot vom Vortag
  • 2 EL Butterschmalz

Ausserdem 2 Liter kräftige Fleischbrühe

Zubereitung:
Für den Nudelteig das Mehl, die Eier, etwas Salz und Wasser so verkneten, dass ein fester Teig entsteht. In Frischhaltefolie wickeln und 45 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. In dieser Zeit den Speck würfeln und im Butterschmalz kräftig anbraten. Danach aus der Pfanne nehmen. Das Roggenbrot würfeln und in der Pfanne mit Geduld kross braten. Es sollte nicht schwarz sein, aber auch keine Feuchtigkeit mehr enthalten. Das kann dauern. Die Frühlingszwiebeln waschen und vor allem das Grüne in Ringe schneiden. Von diesem Grün hat das Gericht auch seinen Namen. Anschliessend Speck, Brotwürfel und Frühlingszwiebeln zusammen in die Pfanne geben und vermischen. Mit etwas Salz (Achtung, der Speck ist schon salzig) und Pfeffer abschmecken. Den Nudelteig dünn ausrollen und etwa 12 x 12 Zentimeter grosse Platten herausschneiden. Etwas von der Speck-Brot-Frühlingszwiebel-Mischung auf eine Platte geben und die Ränder umklappen, so dass ein geschlossenes Paket entsteht. Dieses Paket in etwas Mehl wenden und zur Seite stellen. So lange weiter machen, bis Teig und Füllung aufgebraucht sind. Die Pakete für etwa drei Minuten in die leicht köchelnde Fleischbrühe geben und sofort servieren. Erst wenn jemand Nachschub fordert, was bei diesem Gericht höchst wahrscheinlich ist, in den Topf nachlegen.

Dieses Rezept, das, obwohl es ein bisschen so klingt, nichts mit Maultaschen zu tun hat, weil die Füllung locker ist, eignet sich hervorragend für lange Gesprächsabende. Nicht, weil es viel zu besprechen gäbe, sondern weil man einfach nicht aufhören kann, immer und immer wieder von den Grünen Krapfen zu kosten und darüber zu reden («Davon hat Deine Allgäu-Oma wirklich 80 Stück für 10 Personen gemacht?»; «Dein persönlicher Rekord ist 15?», «Wie isst man sie eigentlich? Pult man die Füllung aus dem Teig?»).

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DER GALERIST MARTIN RINDERKNECHT LIEBT HACKBRATEN MIT KARTOFFELSTOCK
Martin Rinderknecht ist Galerist für zeitgenössisches Design und Mitinhaber der Galerie Helmrinderknecht.

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Mein Lieblingsrezept ist ein gemütliches Wohlfühlgericht, Hackbraten mit Kartoffelstock, und das geht so:

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 kg Hackfleisch, dreierlei, nicht zu mager
  • 300 g Kalbsbrät
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Ei
  • 1 Bund Petersilie, fein gehackt
  • 1 Semmeli, in Milch eingeweicht
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Esslöffel Tomatenmark
  • 1 Essiggurke, feingehackt
  • Mehl
  • 1dl Rotwein
  • 1 dl Bouillon
  • Bratbutter
  • 3 Zwiebeln mit je 2 Loorbeerblätter und 2 Gewürzelken besteckt
  • 2 Rüebli, geschält

Zubereitung:

Alles zusammen vermischen, kneten, einen Laib formen, mit Mehl bestäuben und in einer Gusseisenpfanne mit ein wenig Bratbutter rundum anbraten bis sich eine Kruste bildet. Den Braten herausnehmen und in der Pfanne 1 Esslöffel Mehl erhitzen, mit 1 dl Rotwein ablöschen, Bouillon dazugiessen. Die besteckten Zwiebeln und die zwei Rüebli in die Sauce legen, den Hackbraten darüberlegen. Den Deckel auf die Pfanne geben und im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen 50-60 Minuten gar kochen.

Dazu passt ein Kartoffelstock mit Sellerie. Dafür kochen Sie Kartoffeln und ein Stück Sellerie in Salzwasser oder Bouillon weich. Pürieren Sie das Gemüse. Kochen Sie 1 dl Milch mit 50 g Butter und vermischen Sie es mit dem Kartoffel-Selleriepurée und würzen nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und Muskat.

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DER DESIGNER CHRISTIAN HAAS LIEBT TUBETTI CON GAMBAS,  WELCHE ER AM STRAND VON POSITANO GEGESSEN HAT
Christian Haas ist Designer und entwirft unter anderem Möbel, Lampen, Geschirr, Gläser oder Tapeten. Er richtet auch Showräume oder Restaurants ein. Seine Arbeiten sehen Sie auf seiner Webseite Haasdesign.

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Mein Lieblingsgericht habe ich immer in Positano am Strand im DA ADOLFO gegessen und koche es seitdem gerne nach:

Zutaten: Tubetti (diese kurzen italienischen Rohrnudeln), Gambas, grüne Pimentos und Cocktailtomaten Das Gericht ist sehr italienisch, sehr einfach und es kommt vor allem auf die guten Zutaten an. Ich mache sie immer ein bischen fantasy-mässig, aber schmecken tun sie jedesmal. Zuerst brate ich die Gambas kurz mit ordentlich Knoblauch und gutem Olivenöl an und gebe die Pimentos dazu (das sind diese kleinen, grünen Paprika, die kommen glaube ich eigentlich aus Spanien und sind teilweise  sehr scharf. Es ist immer ein bischen wie russisches Roulette...). Danach lösche ich das das Ganze mit einem italienischen Weisswein ab, zerquetsche ein paar frische Cocktailtomaten und gebe sie darüber. Dann kommt ganz viel grob gehackte glatte Petersilie dazu und ich würze alles mit Meersalz und frischem, schwarzen Pfeffer aus der Mühle.

Die Tubetti koche ich parallel al dente, sogar eher  noch etwas zu bissfest und mische sie unter die Gambas, verrühre alles gut, gebe den Deckel drauf, und lasse den Sugo 2 Minuten einziehen, so wirds schön saftig. Ich serviere es immer in einer grossen Schüssel und jeder nimmt sich, so viel er will.
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28 Kommentare zu „Fast ein kleines Kochbuch: Sieben Männer verraten ihre Lieblingsgerichte“

  1. Thomas Wei sagt:

    “Die Zeiten, in denen sie nur gerade knapp ein Spiegelei braten konnten, sind vorbei.”
    Wie kann man nur solch einen unreflektierten Satz schreiben. Die grossen Köche waren schon immer Männer.

    • tomtom sagt:

      boahhh….Korinthenkacker…..der Durchschnitsmann war gemeint..und der konte bis vor kurzem halt nur Spiegeleier braten

      • Beat sagt:

        Wie heisst es in der Webung so schön: “Wir interessieren uns nicht für den Durchschnitt – wir interessieren uns für Sie”.
        Neu ist eher, dass die Frauen endlich anerkennen, dass sie die Kunst des Kochens mit uns teilen müssen. Meine Grossmutter hat übrigens wie selbstverständlich das Bratfett über die Nudeln gegossen. Das lernte man damals auf dem Land noch in der Kochschule. Bäääääääh. Dann lieber ein Spiegelei.

      • Annie sagt:

        Zum Glück können all meine Kollegen so gut kochen, sonst wäre ich schon lange verhungert…

  2. Ruedi Müller sagt:

    @TomTom: Da sprichst du wohl aus eigener Erfahrung und nur für dich. Ich kenne KEINEN Mann der nur Spiegeleier oder Basic kochen kann. Es muss ja nicht gleich der 5 Gänger sein aber jeden Kollegen den ich habe kann sicher mehr als ein Spiegelei zu braten. Wer kocht den bei dir zuhause, du selbst die Freundin oder noch die Mutter.

    Sehts endlich ein Mädels, wir brauchen euch nur für die Fortpflanzung;)

    • Belle sagt:

      Naja, da muss ich Ihnen leider wiedersprechen, ich kenne tatsächlich einige Männer, die nur Spiegeleier kochen können. Gut, ich gebe auch zu, dass das eine Generationenfrage ist…

      • Ina Müller sagt:

        Es steht ja im Text, dass das FRÜHER war, Leute, FRÜHER! Mein Grossvater konnte nicht mal selbst Kaffee kochen, wenn eure das konnten, tanzten sie eben aus der Reihe. Und wenn wir schon blödes Genderzeugs bemühen müssen, bitte:

        Typisch Mann, kaum kommt mal ne Aussage, bei der er möglicherweise schlecht wegkommt, fühlt er sich schon OBER angegriffen und auf den Schwanz getreten, daher lautes Bellen. Wie unnötig. Hihi

  3. vegi sagt:

    alles voller fleisch, schade.

    • Nicolas sagt:

      Der menschliche Körper hat 20 Aminosäuren die es braucht um Proteine herzustellen, Davon sind 8 essentiell, sprich kann nur durch Nahrungsaufnahme in den Körper gelangen. Und keiner dieser 8 ist in Pflanzen zu finden.
      Schade, dass Sie Ihren Körper so schädigen.
      Aber sonst generell, bleiben Sie bei den Beilagen.

      • Raylan Givens sagt:

        Ich dachte es sind 9 die essentiel sind…..

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Perfekter Unsinn. Aber was soll’s, jeder bastelt sich seine Ausreden so wie er halt kann. Totale Ignoranz dem schrecklichen Tierleid gegenüber war schon immer auf besonders dreiste Lügen angewiesen !

      • Max Melchlin sagt:

        Die alten Chinesen assen über Jahrhunderte kein Fleisch (selten Huhn) – und hatten trotzdem Ersatz für die von Ihnen erwähnten Proteine. Z.B. Sojabohnen in 100 Varianten.

      • Raylan Givens sagt:

        Nicolas, pflanzen enthalten diese essentiellen amino saeuren und eine vegetarische ernaehrung ist voellig risikolos. ich perseohnlcih mag fleisch, aber ich esse viel mehr gemuesse als fleisch.

  4. Lilly sagt:

    Woow..kochende Männer thats so sexy:-)

  5. Daniel sagt:

    Kochen ist ja heutzutage keine Kunst mehr. Es gibt so einfach geschriebene Kochbücher, z.B. von Betty Bossi und wenn man Freude daran hat gelingt es auch meistens!

  6. Daniel Mauerhofer sagt:

    wer nicht mit Liebe kocht, bringt kein Essen auf den Tisch!

  7. Katja sagt:

    Ein Spiegelei so richtig perfekt hinzubekommen ist gar nicht so einfach.

  8. Raylan Givens sagt:

    Man kann sich ueber Spiegeleier braten lustig machen, aber es ist nicht derartig leicht ein perfektes Spiegelei zubraten…..

  9. lukas sagt:

    ich mag diese spiegeleier nicht, dafür aber spaghettis =P… die dinger müssen irgendwann während der schöpfung erfunden worden sein, wohl am 5 tag, und am 6ten ein vorfahre des parmesans

  10. Silvia sagt:

    Ein sehr gutes Spiegelei, gemacht von einem sehr interessanten Mann nach einem schönen Fortpflanzungsritual …da kann man doch auf die Haute Cusine verzichten.

  11. thomas spycher sagt:

    ich bin ebenfalls ein leidenschaftlicher hobby-koch, kochen ist für mich entspannung und kreatives arbeiten in einem,

    WARUM heutzutage männer besser kochen – nun ja, weil es geschätzte 75% der frauen nicht mehr können oder wollen, geschweige denn die zeit oder die musse aufbringen es zumindest zu versuchen.

    als bewährtes mittel der verführung wird es nun halt von männern zelebriert!

    frauen ich mag euch trotzdem, ihr habt dafür andere qualitäten..;-)

  12. maja sagt:

    ich kenne keinen einzigen Mann in meinem Umfeld ob Schweizer oder ausländischer Herkunft, der nicht kochen könnte.
    Das ist doch heute selbstverständlich. Sogar mein Vater konnte es wenn er musste.

  13. Widerspenstige sagt:

    Widme Dich der Liebe und dem Kochen mit ganzer Hingabe und stetigem Bemühen.
    HRH Dalai Lama

  14. olivia sagt:

    Egal wer besser kocht… was gibt es schöneres als gemeinsam zu kochen? Zumal meist jeder seine Stärken hat? Denn sogar in einer Profiküche macht jeder das was er am besten kann: Dessert, Fleisch und Sosen, Vorspeisen ect… Da findet sich meist immer ein stärkeres Talent.

    • Ina Müller sagt:

      Klar, ich kreiere das meisterhafte Menu und koche es, derweil er mit das Gemüse schnetzelt und Wein nachschenkt.

  15. martina sagt:

    gestern abend hab ich tubetti mit scampi gekocht, mit viel knoblauch, tomaten und petersilie. dazu ein paar gläser catarratto.. danke für die anregung, denn jetzt hab ich lust nach meer…

    ach und ich finde, kochen ist einfach nur sinnlich und hat wenig mit genderproblematik zu tun..

  16. Ina Müller sagt:

    Ja, endlich ein vernünftiger Kommentar, danke Martina. Wer nicht gut kochen kann und nicht gern isst, kann kein guter Mensch sein.

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