Vielen Wohnungen mangelt es an echter Wohnlichkeit. Einrichtungen sind oft praktisch oder stilvoll, aber nicht richtig gemütlich. Die Angst der Schweizer vor Gemütlichkeit ist eigentlich nicht wirklich verständlich, ist doch das Zuhause der wichtigste Ort, unser Refugium vor der oft sehr fordernden Welt draussen. Auch wenn die meisten zur Miete wohnen, bedeutet das noch lange nicht, dass es sich nicht lohnt, kleine Veränderungen und Investitionen vorzunehmen.
In einer Wohnung, die uns gefällt, wohnen wir meist sehr lange und die Freude an Schönem verbessert unsere Lebensqualität. Wohnlichkeit hat also sehr viel mit Komfort und Persönlichkeit zu tun und wenig mit Oma-Chic, Rüschen oder Chaletromantik. Kokettieren Sie deshalb mit interessanten Elementen, verändern Sie Alltägliches, personifizieren Sie Möbel, schmücken Sie leere Wände und wagen Sie, Farbe einzusetzen. Stellen Sie Ihre Möbel so hin, dass sie mehr Komfort schaffen. Diese Ideen werden Sie zu Make-overs inspirieren und die Lust auf Neues wecken.

Das Designstudio Bemz fertigt Houssen und Überzüge für Ikea-Möbel an und gibt so Massenprodukten einen persönlichen Look. Ob Sofa, Sessel oder Bett, ich finde die Leinenbezüge sind besonders gelungen und verbinden Modernes mit ein wenig Landhaus-Charme.

Unter dieser Housse und der eleganten Bettwäsche steckt ein ganz normales Ikea-Bett. Die zarten Naturtöne und viel Weiss vermitteln eine sanfte, ruhige Stimmung. Schön und praktisch ist auch die Lösung, mit der Stauraum neben dem Bett geschaffen wurde. Auf der einen Seite steht eine kleine Kommode mit vielen Schubladen, auf der anderen ein Bücherregal mit einer an der Seitenwand befestigten Leuchte. Die Betthousse kann bei Bemz bestellt werden.

Auf den inspirierenden Fotos von Bemz bringen auch schöne Drucke aus dem Naturkunde-Unterricht Persönlichkeit in den Raum. Ein modernes Beispiel mit australischen Vogelarten hat die Illustratorin Amy Borell gezeichnet. Sie verkauft ihre Drucke über ihren Webshop Cakes with Giants. Der Vogeldruck kostet 30 $.

Es müssen nicht immer Bilder sein, die eine Wand schmücken. Teller sind eine hübsche Alternative. Diese Teller sind lustige und stilvolle Wanduhren, bedruckt mit antiken, schwarzweissen Uhrenmotiven. Die Telleruhren gibt es bei Mineheart zu 42 £.


Weisse und schwarze Lackfarben geben dem schlichten Eichentisch Tranetorp (von Ikea, 399 Franken) einen sehr stilvollen Look.

Lackieren Sie die Füsse von alten Hockern und Stühlen mit schwarzer Lackfarbe. Das sieht nicht nur stilvoll aus, sondern ist auch praktisch, da alte Stuhlbeine oft ein wenig angeschlagen sind. Bild über: Decor8.

Auch ein bescheidener Raum kann grossartig wirken. Diese Tapete von Young & Battaglia zeigt eine elegante, weisse Kassettenwand. Erhältlich ist sie über den Webshop von Mineheart. Die Rolle kostet 70 £.

Dass es im Zeitalter der Digitalisierung manchen Regalen an edlen Bänden fehlt, haben die Tapetendesigner schon vor einer Weile entdeckt und Bücherdessins auf Wandpapieren kreiert. Eine edle Version der trendigen Büchertapete gibt es bei Mineheart.

Tisch- und Stehleuchten, punktuell eingesetzt, bringen stimmungsvolles, warmes Licht in einen Raum. Ein Lampenschirm erhält mit angenähten Perlen das gewisse Etwas. Bild über: Ellmania.

Eine Wohnung wirkt weicher und sanfter mit Teppichen. Farben und Muster vermitteln Wärme und Fröhlichkeit. Mit Teppichen können auch Möbelgruppen inselartig zusammengehalten werden. Hier im Bild sind es Tisch und Stühle. Aber auch Sitzgruppen oder eine Bettsituation wirken stärker mit Teppichen. Bild über: Hege Greenall Scholtz.
Schlagworte: Einrichten, Selbermachen
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Marianne Kohler ist Stylistin und Journalistin, sie begann ihre Karriere als Textildesignerin, arbeitete in Paris und New York, bevor sie einige Jahre das Moderessort der Zeitschrift Annabelle leitete. Heute arbeitet sie für Zeitschriften wie «Glamour» sowie Interior-Firmen im In- und Ausland. Marianne Kohler lebt mit ihrem englischen Mann David und ihrem Hündchen Miss C. in Zürich. 




















































Pflanzen, ich sag’ nur noch: Pflanzen! Die bringen Leben in die Bude, richtiges, grünes, lebendiges Leben! Da wird aus jeder Designerbehausung augenblicklich ein gemütlicher Ort, an dem sich sogar Gäste wohl fühlen, die sonst Naserümpfend auf Designermöbel herabblicken. Ach ja: Nächtens das richtige Licht, indirekte Lichtquellen und so: Das schafft ebenfalls Behaglichkeit.
Pflanzen gehören definitiv in die Natur!
Ich suche einen schönen aber SEHR bequem und nicht zu gross Sessel. Von Rücken her passen nr der Stokke (fantastisch aber zu gross) und der Stressless (aber ..altmodisch).
Die andere sehen gut aus aber ein Horror was der Rücken anbelangt.
Wo kann ich suchen????
hallo james…etwas vom bequemsten was es gibt…und durchaus zahlbar. schlicht und einfach speziell…ghost 01
http://buksbom.de/kollektionen/gervasonix/gervasoni-ghost/
auch eine weitere Möglichkeit wäre Modell zoe von verzelloni
http://www.contemporist.com/2008/07/26/the-zoe-chaise-lounge-and-baby-armchair-by-verzelloni/
Lieber Pasquale, ich habe mir Ihre Vorschläge angeschaut. Ich glaube Sie haben keine Rückenprobleme. Jemand mit Rückenproblemen kriegt auf den vorgeschlagenen Modellen die ärgsten Schmerzen.
versuchen sie es mit dem neuen repos oder grand repos von antonio citterio für vitra!
Einen Prouvė von Vitra (RAW Collection): Klare Form, funktional, bequem & understatement at it’s best, aber leider teuer. Dafür wahnsinnig schön!
Immer wieder lese ich in Interior-Design Blogs den Tipp, Teller an die Wand zu hängen und wo man hübsche alte und neue Teller aufstöbern kann. Wo man aber die entsprechenden Systeme (Drahtbügel oder Kleber – in den US einfach zu erhalten) in diesen Landen erstehen könnte, hat mir noch niemand verraten können.
Ich habe sie in einer Eisenwarenhandlung gefunden, genauer bei Blattner AG im Zürcher Seefeldquartier.
liebe frau kohler, könnte es sich beim bild “schwarzweiss malerei…” anstatt um “tanetorp” um die bank “sigurd” von ikea handenl? nichts desto trotz finde ich die scharzen füsschen witzig. funktionieren beim “sigurd” in weiss auch supergut in neonpink :-)
“und wagen Sie, Farbe einzusetzen.” Und dann wieder nur Beispiele voll Nicht-Farben oder temperierte Farben. Dass kalte Weiss mit Schwarz ist doch gar nicht gemutlich?
Egal wie chic, potthässlich, chaotisch oder gepflegt eine Wohnung ist: einfach ein oder besser zwei Eames Kunststoffstühle “reinpflanzen” und Du “bisch bii de lüüt”!!! Noch nie war Innenarchitektur soo einfach. Frage mich weshalb überhaupt noch Design studiert wird. Die guten Möbel wurden alle schon erfunden.
Wer nix weiss, malt halt alles weiss! Sowas von ungemütlich!
War der Grande Dame der Gemütlichkeit mein Textchen zu ungemütlich?
Meine Worte – ein Blog, aber bitte nur Zustimmung posten…
Weiss assoziere ich eigentlich nicht mit “gemütlich”, sondern eher mit z.B. “edel, elegant”…
Dazu – sinngemäß – ein bedenkenswertes Zitat: “Man verschone mich mit Gemütlichkeit? Gemütlich bin ich selber.” (Karl Kraus)
Texitlien in den Räumen verschaffen sogleich eine wohnliche Atmosphäre. Ein schöner Teppich, ein paar farblich abgestimmte Kissen, Vorhänge, eine Kuscheldecke (wie gezeigt) … aber auch Pflanzen. Das letzte Foto mit dem grossen Teppich gefällt mir besonders gut.
Im Bild “SCHWARZWEISS-MALEREI FÜR EINEN TISCH” ist ein Waschkorb abgebildet. Wo kann ich den kaufen? Ich hab noch nie so einen schönen Wäschekorb gesehen.