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Süsse Kindheitserinnerungen

Marianne Kohler am Donnerstag den 12. April 2012

Kennen Sie die Lust auf Süsses am Nachmittag? Oft brauchen wir ein wenig Trost, möchten uns selbst verwöhnen, eine kleine, süsse Auszeit geniessen. Da kommen süsse Rezepte, die uns an die Kindheit erinnern und uns ein Stückchen heile Welt zurückbringen, gerade recht. Backen Sie Brownies, einen klassischen, amerikanischen Apple Pie, oder geniessen Sie einen schnell zubereiteten Bananentoast. Haben Sie auch süsse Kindheitserinnerungen? Teilen Sie doch Ihre persönlichen Rezepte mit der «Sweet Home»-Leserschaft! Ich freue mich darauf, mit Ihnen auf kulinarische Zeitreise zu gehen.

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1 SÜSSE, DUNKLE BROWNIES
Die ersten Brownies habe ich als Kind in der Silberkugel genossen. Damals waren amerikanische Spezialitäten hierzulande nicht wirklich bekannt. Eigentlich schade, dass sich das stilvolle Diner-Konzept nicht gehalten hat, denn das Fast Food aus dem Hause Mövenpick schmeckte frisch und gut, und dank der Silberkugel haben wir Burger, Pies und eben Brownies in den Sixties kennen- und lieben gelernt. Bild über: Boyfriend Replacement.

Geniessen Sie doch kurz eine Mittagspause aus den Sixties und klicken auf den Link des Archivs vom Schweizer Fernsehen, es lohnt sich. Achten Sie auch auf das stilvolle, bedruckte, formschöne Geschirr!

Mittagspause in der Silberkugel

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Im schwedischen Webshop Huset finden Sie dieses Tablett, welches ähnlich ist wie das Geschirr, das in der Silberkugel gebraucht wurde: Tablett zu 40$ von Huset Shop

Danach können Sie sich gemütlich ans Backen der feinen Brownies machen:

Zutaten:

  • 200 g Butter
  • 200 g dunkle Schokolade
  • 85 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 50 g Kakaopulver
  • 4 Eier
  • 300 g brauner Zucker
  • 50 g gehackte Walnüsse

Zubereitung:

Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad vor, belegen Sie ein Backblech mit Backpapier. Mischen Sie in einer Schüssel die Butter und die Schokolade, und lassen Sie sie im Wasserbad schmelzen, verrühren Sie die Zutaten gut und geben die gehackten Nüsse bei. In einer anderen Schüssel mischen Sie Mehl, Backpulver, Kakao und Zucker. Nun vermischen Sie die Mehlmischung mit der Schokoladen-Nuss-Butter-Mischung, verrühren alles gut und geben die zerschlagenen Eier bei. Mischen Sie alles gut und giessen Sie den Teig in das Backblech. Verstreichen Sie die Mischung regelmässig. Nun backen Sie den Teig ca. 25 Minuten im vorgeheizten Backofen. Er darf in der Mitte noch ein wenig klebrig sein. Schneiden Sie eckige Stücke, und geniessen Sie die Brownies warm mit ein wenig Crème fraîche oder Rahm.

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2 BANANENTOAST MIT ZIMT
Auch der Bananentoast weckt Kindheitserinnerungen. Mein Vater pflegte begeistert interessante Küchenmaschinen und Werkzeuge zu kaufen. Ein Toasteisen, gefunden an der Mustermesse, bescherte uns Kindern unterschiedliche, warme Brötchen, Favoriten waren Käseschnitten und Bananenbrote. Für diesen Bananentoast braucht es das tolle Eisen der Seventies aber nicht, sie können ganz einfach im heissen Backofen getoastet werden. Bild über: Seasaltwithfood.

Und so gehts:
Schneiden Sie feines Weissbrot in Scheiben, und bestreichen Sie es mit Butter. Schneiden Sie Bananen in Scheiben und belegen Sie das Butterbrot damit. Nun streuen Sie ein wenig Zimt über die Bananen und legen die Brote auf ein Blech und toasten sie ca. 10 Minuten im auf 220 Grad vorgeheizten Backofen.
Tipp: Fein schmeckt der Bananentoast auch, wenn Sie ein wenig Erdbeerkonfitüre auf die Butter streichen und dann die Bananen drauflegen, hier passt Zimt nicht! Eine andere Variante ist mit Erdnussbutter zwischen Butter und Bananen.

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3 KLASSISCHER, AMERIKANISCHER APPLE PIE
Pies waren zwar kein kulinarischer Bestandteil meiner Kindheit. Bei uns gab es feine Wähen, und das zum Znacht. Aber in Comicbüchern und Cartoons lockten die fein duftenden amerikanischen Pies Helden wie Tom und Jerry oder Donald Duck an, das Verbotene zu naschen. So waren denn diese Pies eine blosse Vorstellung von etwas Feinem, Süssem und Unbekannten, verbunden mit der idealen Vorstellung von jemandem, der Nachmittage backend in der Küche verbringt und die gebackenen Köstlichkeiten auf dem Fenstersims auskühlen lässt. Bild: The Galley Gourmet.

Zutaten für den Teig:

  • 350 g Mehl
  • 1 gestrichener KL Salz
  • 1 EL Zucker
  • 230 g kalte Butter
  • 3 EL Sour Cream
  • 0,6 dl Eiswasser

Zutaten für die Füllung:

  • 100 g Zucker
  • 100 g Rohzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 KL geriebene Zitronenschale
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Prise Zimt
  • 2 EL Butter
  • 1 kg Granny-Smith-Äpfel
  • 1 kg Golden-Delicious-Äpfel
  • 1 steifes Eiweiss
Zubereitung Teig:
In einer Küchenmaschine mischen Sie Mehl, Salz und Zucker und geben die kalte Butter dazu. Vermischen Sie alles, bis sich erbsenartige Krümel bilden. Mischen Sie das Eiswasser mit der Sour Cream, und geben Sie es portionenweise bei, eventuell mehr Eiswasser zugeben. Der Teig kann nun geknetet und zu einem Ball geformt werden. Vor dem Auswallen mindestens 2 Stunden im Kühlschrank kühl stellen.
Zubereitung Füllung:
Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in Stücke schneiden. Mischen Sie Zucker, Salz, Zimt, Zitronenschale und Saft. In einer Pfanne lassen Sie die Butter schmelzen und geben die Äpfel bei und kochen alles auf. Geben Sie die Zuckermischung bei und kochen Sie das Ganze unter Rühren heiss auf, bis sich ein dicklicher Sirup bildet. Dann die Äpfel zum Auskühlen auf einem Blech verteilen.
Fertigstellung:
Nun wallen Sie den Teig aus und schneiden zwei passende Kreise für Ihre Pie-Form. Den Boden der Pie-Form auslegen und für ca. 20 Minuten in den Kühlschrank stellen. Den Backofen auf 220 Grad vorheizen. Die ausgekühlten Äpfel in die mit Teig ausgelegte Pie-Form geben, den Pie mit dem zweiten Teigkreis zudecken. Die Teigenden mit Wasser befestigen, den Pie mit dem Eiweiss bestreichen, 1 Kaffeelöffel Zucker mit ein wenig Zimt mischen und über den Pie-Deckel verstreuen. In der Mitte des Pies mit einem Messer drei kleine Schnitte machen. Im heissen Backofen ca. 50 bis 60 Minuten backen.

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35 Kommentare zu „Süsse Kindheitserinnerungen“

  1. Wettstein sagt:

    Ich erinnere mich an den Haferflockenkuchen meiner Grossmutter. Leider habe ich das Rezept nicht. Aber vielleicht erhalte ich es auf diesem Weg. Danke

  2. Paul Müller sagt:

    Kindheitserinnerungen? Sind Sie 18 und in Amerika aufgewachsen?

  3. Annette Lüchinger sagt:

    Schau mal, wie fein!

  4. A. Maibach sagt:

    Es wäre doch schön, wenn wirklich Desserts aus der Schweiz veröffentlicht würden und keine amerikanischen. Das sind keine Kindheitserinnerungen von mir. Bei uns hat’s keine solchen Desserts gegeben.

  5. Denise Madörin sagt:

    Kindheitserinnerungen? Wohl nur für ausgewanderte Amerikaner…

    Ich habe als Kind weder einen Bananentoast, noch Brownies und schon gar keinen Apple Pie gegessen.
    Bei uns gabs Apfelwähe, Gugelhupt mit Wyybeeri,selbstgemachten Holundersirup etc
    Das wären Kindheitserinnerungen.

    • Meli sagt:

      Aber lesen könnt ihr schon, oder? Die Autorin erklärt doch, wieso diese Süssigkeiten für sie Kindheitserinnerungen sind – Silberkugel in den 60ern, Comics … Aber nein, Kindheitserinnerungen müssen so und so sein, wenn man in der Schweiz aufgewachsen ist. Brownies können also keine Kindheitserinnerungen sein, weil das Amerikanisch ist. So ein Schwachsinn! Für mich sind übrigens Lychees eine Kindheitserinnerung, weil sie ein Freund meines Vaters in den 70ern jeweils aus Japan mitbrachte, Jahrzehnte bevor man sie in der Migros kaufen konnte.

  6. Soraya Lehnherr sagt:

    Also diese Kindheitserinnerungen treffen wohl eher auf amerikanische Kinder zu. Bei uns gab’s damals noch keine Brownies oder Bananentoasts. Die heutigen Kinder werden die Brownies als Kindheitserinnerung sehen. Bei uns ist das wohl eher Rüeblichueche und Crèmeschnitten!

    • Wilde Henne sagt:

      Also ich gehe gegen 50 und in meiner Kindheit gab es Brownies. Selbstgebacken von meinem Vater!

      Posten Sie doch Ihr Rüeblichuecherezept, wenn das zu Ihren Kindheitserinnerungen gehört.

  7. astrid sagt:

    Sour cream tönt verlockend. Mit welchem Schweizer Produkt kann ich die am besten ersetzen?

  8. Lara Kraft sagt:

    Bei mir ist das Rhabarber-Erdbeer-Zwieback-Dings-Bums mit Vanillesauce. Fast alles frisch aus dem Garten. Der Inbegriff des Sommers.

    • Dani sagt:

      @ Lara: “Götterspeise” nennt sich das Dings-Bums – ein zeitloser Genuss!

      • Lara Kraft sagt:

        Genau dieses Wort war mir gerade entfallen. Danke für die Götterspeise. Das allergrösste Highlight war es, selbst diese kleinen wilden Erdbeeren pflücken zu gehen und dann damit dieses Dessert zuzubereiten. Himmlisch.

        Noch was ist mir eingefallen. Unser Beck machte zwar auch Crèmeschnitten, aber daneben gab es auch Rahmschnitten mit aromatisierem Schlagrahm und Johannesbeeren. Nach den Schwimmbad perfekt.

    • Rice V. Schluss sagt:

      Aaaah, das kenn ich…danke !

      • Richi sagt:

        Genau – Götterspeise mit Löffelbiskuits, Haselnuss-Makrönli, Zwieback, Früchten und richtiger, selbstgemachter Vanillesauce – das war meine süsse Kindheitserinnerung! Und dann klar, die süssen Wähen mit Früchten (Aprikosen, Äpfel,…) oder wie meine Ostschweizer Grosi immer gesagt hat “Fladen” zum z’Nacht…!

        Wobei den Apple-Pie werde ich glaub’ nächstens ausprobieren.

    • Wilde Henne sagt:

      Uhhhh ja, Götterspeise – leckerst. Und wenn dann der Zwieback vom Rhabarberkompott schon so ein bisschen eingeweicht war. Und dann die Nidle dazu. Und überhaupt… göttlich. Götterspeise ist genau der richtige Name für das Zeugs.

  9. Franz sagt:

    Eindeutig eine Linzertorte.
    Heute allerdings nur vegan, also ohne Ei. Fällt aber sowieso nicht auf.

  10. Amélie Müller sagt:

    Pfarrhaustorte (Biskuit mit versunkenen Äpfeln) gehört zu meinen Kindheitserinnerungen. Oder roh geriebenes Apfelmus mit Schlagrahm. Himbeerroulade aus der Migros. Mississippi-Cake. Ein Abschnitt Tessiner Brot und ein Reiheli Schoggi dazu. Caramelzeltli, die nicht fest und später steinhart wurden. Erdbeertorte. Rüeblitorte. Vermicelles mit Schlagrahm. Im Sommer ein Napoli oder ein Raketenglacé, an besonderen Tagen auch mal ein Cornet. Das sind meine süssen Kindheitserinnerungen. Und meine Grosstante machte die weltbesten Schenkeli, in Zucker und Zimt gewendet.

    • Lara Kraft sagt:

      Genial Frau Müller, habe mich eben wie der blinde Mann im Film “Die fabelhafte Welt der Amélie” gefühlt. Jeder der die Szene kennt weiss ganz genau was ich meine. Danke!

  11. Jasmin Loser sagt:

    Meine Kindererinnerungen: “Chriesibrägel” mit Griessbrei, Caramelköpfli, Cornets (Eitertüten), Cremeschnitten, Roulade aus Bisquitteig und Konfitüre, Tiroler Cake und natürlich Früchtewähen, die mag ich heute noch sehr gerne.

  12. maia sagt:

    Wie gross soll denn die Pie-Form sein?
    Meine ist 24 cm. Aber da bringe ich kaum 2kg Aepfel rein.

  13. Wilde Henne sagt:

    Meine süssen Kindheitserinnerungen: Zum Abendessen Fotzelschnitten mit Apfelmus oder Zwetschgenkompott bei meiner Lieblingstante. Meine Mutter fand süsse Abendessen nicht berauschend – meine Cousins und ich eben schon. Und so kam ich bei meiner Tante öfters mal in den Genuss von Fotzelschnitten.

    Rezept:
    Brotscheiben (gut und gerne ein paar Tage alt, aber noch nicht staubtrocken)
    Milch
    zerdeppertes Ei
    Bratbutter
    Zimt und Zucker
    Apfelmus oder Zwetschgenkompott

    Zwei Suppenteller bereit stellen. Im einen ein Ei zerdeppern, in den andern Milch giessen. Die Brotscheiben erst in Milch einweichen, dann im Ei drehen und anschliessend in einer Bratpfanne in der Bratbutter beidseitig goldgelb backen. Beim Anrichten Zimtzucker drüber streuen und dazu gaaaaanz viel Apfelmus oder Zwetschgenkompott essen. Einmal hatte ich mir 15 Fotzelschnitten einverleibt… da war ich etwa 11 Jahre alt.

  14. Monica Bigler sagt:

    Aufgewachsen in den 70er Jahren in der Schweiz: Grieskoepfli mit Himbeersauce, Oepfel im Bierteig mit Vanillesauce, Coup Daenemark, Peche Melba, Cassata.

  15. Veronica sagt:

    Die Amerikanischer Rezepten haben viel zu viel Zucker.

  16. Margrit sagt:

    In den 80ern aufgewachsen sind meine Kindheitserinnerungen: Cremeschnitten aus der Migros (!), Haferflocken mit Zucker als Alltagsdessert, sonst Appenzeller Biber(li), Rüeblichueche, Öpfelchüechli, Weggli & Schoggistengel, Linzertorte mit Aprikosenkonfitüre, gebrannte Creme, Bouchee Caramel und Munzli, im Sommer Raketenglace, Vanilleglace (blaues Papier mit Seehund drauf) oder Pralinato, Schenkeli und zu guter Letzt der langsam verleidete Marmorkuchen…..

  17. Oliver sagt:

    Das Brownies-Rezept tönt extrem lecker. Mich würde nur interessieren, für welche Menge an Brownies bzw. für ca. wieviele Personen es gedacht ist? Diese “Standardangaben” sollten bei Rezepten eigentlich immer vermerkt werden ;)
    Vielen Dank

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