Der Traum vom perfekten Schrank

Am Jahresanfang kommt oft der Wunsch nach mehr Ordnung und Platz. Das beste Möbelstück dafür ist der Schrank. Selten haben wir aber einen wirklich perfekten Schrank. Gross im Trend sind begehbare Schränke. Dieser Wunsch wird uns nicht zuletzt von Fashionvictims wie Carrie Bradshaw in der Serie «Sex and the City» immer wieder vorgeführt. Aber nicht nur Frauen wünschen sich solche Traumschränke, auch Männer sind eitel und wollen ihre Anzüge Hemden oder Schuhe gut unterbringen. Schrankräume sind aber nicht nur für Stars gedacht. Sie können praktisch in jeder Wohnung umgesetzt werden, meistens geht dafür jedoch ein kleines Zimmer verloren oder zumindest eine grosse Ecke. Es ist aber eine Überlegung wert. Lassen Sie sich von diesen Beispielen zum Umdenken anregen.

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Ein absoluter Männertraum: alles schön gefaltet, auf identischen Bügeln, fein säuberlich geordnet und zum Zugreifen gedacht. Das allerschönste an diesem Schrank ist aber, dass Raum für Bücher, Fotos, Düfte und persönlichen Kleinkram geschaffen wurde – trotz begrenztem Platz. Und die Umsetzung dieses Traumes? Drei Regalelemente zueiander gestellt, das geht auch auf kleinem Raum. Bild über: Interiors Porn.
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Dieses Beispiel geht überall. Es braucht dazu nur eine Stange, die mit Ketten an der Decke befestigt ist und kleine Kommodenelemente für darunter. Ein solcher offener Schrank ist mit bescheidenem Aufwand umsetzbar. Solche Lösungen bedingen einfach einen guten Ordnungssinn.
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Hier ist ein Ankleidezimmer gestaltet, das wie das Büro einer Moderedaktorin wirkt. Aber die Lösung macht Sinn, ein Arbeitsplatz und schöne Kleider vertragen sich doch auch zu Hause gut. Bild über: Emmas Designblogg.
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Dieser offene Schrank geht um die Ecke und hüllt somit einen  Raum ein, ohne viel Platz wegzunehmen. Solche Schränke können auf Mass angefertigt und auf Wunsch mit verschiedenen Raffinessen ausgestattet werden, so ähnlich wie bei Autos! Nur sind es hier Regale, Beleuchtung, ausziehbare Stangen, Krawattenständer, Schuhschubladen etc. Schrank von: Pfister.
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Diese Schrankidee erlaubt einen offenen Zugang zu den Kleidern, wirkt aber sehr aufgeräumt und organisiert. Der Trick sind die zwei Kleiderstangen, die in der Breite eines Regals eingesetzt werden. So werden die Kleider von vorne sichtbar und die schönsten Outfits können zuvorderst auf der Stange hängen. Unten ist ein aufklappbarer Schuhschrank, der auch eine Sitzfläche bietet. Charmant sind die Fotos auf dem Regal. Bild über: Little Blue Deer.
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Auf diesem Bild wird gut ersichtlich, wie ein offener Eckschrank auch in einem kleinen Raum Platz hat. Bild über: Made by Girl.
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Ideale Voraussetzung: ein Ankleideraum zwischen Bad und Schlafzimmer. Solche Durchgangslösungen werden oft in Häusern eingebaut, in Mietwohnungen bleiben sie wohl eher unrealistisch. Bild über: Made by Girl.
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Dies wiederum ist eine perfekte Platzausnützung bei Dachschräge. Alles greifbar, platzsparend und erst noch hübsch und ordentlich. Bild über: Room 269.

Und jetzt noch zwei Ideen für kleinere Schrankträume: Für alle, die sich mit grossen, weissen Schranktüren abfinden müssen, weil es entweder sehr praktische Schränke sind oder weil sie zur Wohnung gehören.

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So wird aus einem ganz unscheinbaren, durchschnittlich langweiligen Kleiderschrank ein kleines, charmantes Wunder. Zeichnen sie einen antiken Schrank mit schwarzen Linien drauf. Eine einfache Idee mit grosser Wirkung! Bild über: First Home.
ellmania
Eine andere Idee ist es, die Schranktüren mit den wunderschönen Tapeten von Deborah Bowness zu tapezieren. Dieses Kleidermotiv passt hervorragend. Bild über: Ellmania.

16 Kommentare zu «Der Traum vom perfekten Schrank»

  • Silvia sagt:

    Tolle Ideen! Den Schrank-Konfigurator werde ich auch als Hochzeitsgeschenk für unsere Hochzeitspärchen vorschlagen – was gibt es Schöneres als einen riesigen am besten begehbaren Kleiderschrank! Schaut auch gern mal bei uns auf http://www.wedding4all.de vorbei. lg Silvi

  • Danu sagt:

    Und wer seinen ganz individuellen Schrank will, der sollte mal http://www.deinmoebel.ch ausprobieren. Mit dem Konfigurator kann man ganz leicht Schränke auf Mass selber zusammenstellen. Qualitativ hochstehende Möbel innert 10 Tagen geliefert. Ist echt stark.

  • Begehbare Schränke sind nicht nur äusserst ästhetisch, sondern auch praktisch, sofern ich sie richtig plane. Dadurch, dass die Rückwände, die Seiten und die Türen entfallen, schaff ich es viel mehr Kleider, Schuhe und Accessoires übersichtlich zu verstauen als in herkömmlichen Schrankwänden, wo ich meine Kleider immer so zusammen legen muss, dass sie in die 55-60 Innenbreite passen. Betreffend Staub empfehle ich einen abgetrennten Raum mit Dreh- oder Schiebetüre. Da kommt nicht mehr Staub rein als bei normalen Kleiderschränken, in denen er sich ja auch ablagert (wer’s nicht glaubt öffnet mal seinen Schrank und schaut am Boden vor der Rückwand). Wichtig ist, die Kleider vor direkter Sonnenbestrahlung zu Schützen, sonst haben sie bald gestreifte Merinopullis, und natürlich ist gutes Licht Pflicht, damit ich die schwarzen von den dunkelblauen Socken unterscheiden kann. Übrigens; Bewegungsmelder schalten das Licht dann ein, wenn ich es brauche und gehen auf Sparflamme wenn ich den „Schrank“ verlasse. Wie bei den Lounges draussen auf der Terrasse, offenen Bädern und Küchen (erinnern Sie sich noch an die geschlossenen Küchen?); es braucht halt noch ein bisschen Zeit bis wir uns vom Gewohnten lösen können; „open your mind and warderobe“ …wenn’s mit vernünftigem Aufwand möglich ist.

  • Karin sagt:

    Ich habe seit Jahren einen offenen Kleiderschrank und zwar im Büro. Die Gestelle sind aus dem Industriebereich und lassen sich ohne Schrauben zusammensetzen. Ich bin damit in den letzten 4 Jahren 4 mal umgezogen. Definitiv einfacher wie mit einem Schrank! Ausserdem mag ich es, dass mein Schlafzimmer ausschliesslich zum schlafen genutzt wird und nicht vollgestellt ist mit Gerümpel, Kleidern und Nippes. Mein Schlafzimmer fühlt sich ruhig und frisch an. Ich liebe meinen offenen Schrank.

  • Dornröschen sagt:

    Super – der antike, aufgemalte Schrank auf einem 08/15-Ikeamöbelè!

  • Birgit sagt:

    Nun, ich finde die Ideen inspirierend, auch wenn ich sie nicht oder nur teilweise so umsetzen kann oder möchte. Und darum geht’s ja eigentlich :-)

  • Annemarie Richard sagt:

    @ Paul Stucki, wer oder was ist denn schon Staubfrei. Regelmässigkeit das Gefühl aller Gefühle. Auch in punkto Reinigung. Meine Wohnung (Mietwohnung) bin soeben dabei etwas auszumisten – denke an eine offene Kleiderstange im Schlafzimmer. Hätten wir etwas fantasievollere Architekten wären Wandschränke säuberlich, stylistisch korrekt plaziert die wohl beste Lösung. Durchaus möglich, integrierbar, bezahlbar mit den z.Z. ohnehin teils zu hohen Mietzinsen. „Spekulanten“ nicht nur in der NB – auch in Bau-Innenausbau, Vermietungs, Immobielienverkaufsgeschäft und und, prosperierend. Wohnlicher Abend!

  • Kurt sagt:

    Die Anhänger der offenen Schränke sind wohl grosse Shopping-Fans… oder wie ist es zu erklären, dass man auf etwas abfährt, das wie ein Kleidungsgeschäft aussieht?

  • Karl Niedermann sagt:

    „…., vollgestappelt mit hunderten von Schuhen, Anzügen, Ballkleidern, Hochzeitskleidern – alles Klamotten, die ich sowieso nie mehr anziehen würde.“
    Für diese Situation gibt es die periodische Textil- und Schuhsammlung. Für viele ist es aber schwierig, sich von liebgewordenen Sachen zu trennen. Da können die gezeigten Lösungen schon helfen.

  • Bea sagt:

    Im Titel heisst es ja auch nicht ‚der Traum vom perfekten Schrank für Stauballergiker’… Wir finden unseren offenen und begehbaren Schrank toll und geniessen den freien Platz im Schlafzimmer. Und sollten wir mal umziehen, nehmen wir den offenen Schrank einfach mit. Denn der ist von Ikea und lässt sich wieder verwenden.

  • Paul Stucki sagt:

    Einen begehbaren Schrank als höchstes der Gefühle? Nein, es denken nicht alle Menschen so. Ich habe mir „Sex and the City“ noch nie angetan, darauf bin ich fast ein wenig stolz. Und es fehlt nichts, ich kann es versichern! Keine Leere, kein Bedarf, das irgendwie nachzuholen. Aber zurück zum Schrank: also auch keine Vorlage, ich bräuchte einen begehbaren Schrank um hysterisch rumkreischen zu können. Ich spare Raum, Zeit und Geld. Niemals würde ich ein Zimmer für einen Schrank hergeben! Man stelle sich das vor, brachliegender Raum, vollgestapelt mit hunderten von Schuhen, Anzügen, Ballkleidern, Hochzeitskleidern – alles Klamotten, die ich sowieso nie mehr anziehen würde.

    Ein weiteres, kleines Detail, welches vermutlich bei „Sex and the City“ nicht so zum Tragen kommt: ein Umzug mit einem begehbaren Schrank. Nicht ganz ungewöhnlich, speziell in der Schweiz nicht. Und das wäre dann definitiv der Punkt sich zu überlegen, ob man sich doch vielleicht trennen möchte vom begehbaren Schrank statt jedesmal einen neuen zu bauen und abermals ein Zimmer zu opfern.

    Für Stauballergiker und Leute, welche sehr gerne staubfreie Kleidung anziehen sind offene Schränke oft der Supergau. Da muss alles, auch das Brautkleid von anno dazumal regelmässig gereinigt und entstaubt werden, um die Staubpartikelkonzentration einigermassen im Griff zu haben. Es sei denn, man baut sich den begehbaren Schrank fensterfei, komplett abgedichtet und mit einer Schleuse beim Eingang.

    Zu bedenken sicher auch, dass massgefertigte, begehbare Schränke wenn sie etwas stylisch daherkommen sollen oft einen tiefen Griff in’s Portemonnaie erfordern – nebst der entgangenen Raumnutzung. Und steuertechnisch ist leider kein Abzug dafür vorgesehen.

  • Yann Theler sagt:

    Besitzer von offenen Schränken wohnen offenbar in staublosen Räumen.

    • Maria sagt:

      …genau! Und zudem am Nordpol oder sonst wo, wo die Sonne nicht wie bei uns genug Kraft hat, die dem Licht ausgesetzten (Schulter-)Partien auszubleichen….

      • Natalie sagt:

        Nein, die Besitzer (oder in meinem Fall Besitzerin) eines offenen Schrankes haben nur nicht Kleider, die wochenlang ungetragen rumhängen – und was die Sonne anbelangt: einerseits gibt’s Vorhänge und andererseits glaube ich nicht, dass Kleider so schnell ausbleichen – ausser, sie hängen monatelang rum…

      • Katja sagt:

        Sowas hatte ich mal… und fühlte mich damals superschlau. Pullis und T-Shirts ordentlich gestapelt in offenen Regalen, Jacken und Blusen an einer Kleiderstange. Natürlich vor dem Fenster ein Leinenvorhang, bin ja nicht doof… und sowieso schien doch nur die Morgensonne für kurze Zeit ins Zimmer. Nach ein paar Monaten hatte meine GESAMTE Garderobe einen Lichtschaden, irreparabel. Schon mal gemerkt, dass all die tollen begehbaren Schränke in den amerikanischen Filmen immer in fensterlosen Räumen sind?

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