10 Ideen wie Einbauküchen mehr Persönlichkeit bekommen

Die meisten von uns haben eine Einbauküche, die sie nicht selbst ausgewählt haben. Sie sind halt einfach da, in der Mietwohnung, und lassen nicht mehr viel Spielraum, sie persönlich und gemütlich zu gestalten. Es gibt aber doch noch Möglichkeiten, sie für sich zu erobern und ihnen mehr Wohnlichkeit zu geben. Diese Beispiele zeigen, wie das gehen kann.

Heute aus dem Sweet-Home-Briefkasten:

Sehr geehrte Frau Kohler
Mit grossem Interesse lese ich Ihre Beiträge im «Sweethome». Nun habe ich eben gelesen, dass man Themenvorschläge machen darf. Wie wäre es mit «Küche umgestalten/umstylen»? Viele haben Küchen, die zwar zweckmässig aber nicht sehr schön sind. Oder man hat sich an einer Farbe einfach satt gesehen. Was für Tipps und Tricks gibt es, um Küchen aufzuwerten/umzustylen?
Mit freundlichen Grüssen
Sandra

Hier bekommen Sie 10 Ideen und Inspirationen mit denen Sie mehr aus einer einfachen Einbauküche machen können.

Automatism

1 — Akzente setzen 

Der rote Linoleumboden und der antike Stuhl verwandeln diese kleine, unspektakuläre Küche in ein gemütliches, warmes Nestchen, in dem man gerne Kuchen backt, eine Suppe kocht und mit einer Freundin plaudert. (Bild über: Automatism)

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2 — Holz anbauen 

Vor lauter praktischem Denken, entbehren viele Küchen jeglicher Wärme. Dass beides miteinander vereinbart werden kann – ein warmes Wohngefühl und eine praktische Handhabung – zeigt diese Küche. Holz schafft den Bogen. Das geht auch in Einbauküchen von Mietwohnungen. Bedecken Sie die Oberflächen mit geeigneten Holzplatten. Einige Abdeckungen können einfach ausgetauscht werden, bei anderen können gewisse Bereiche mit Holzplatten belegt werden. Fragen Sie einen Handwerker um Rat. Wichtig ist, dass beim Auszug alles wieder so daherkommt, wie Sie es angetreten haben. Eine andere schöne Idee in dieser Küche ist das mit schmalen Holzbrettern gebaute Regal. Hier finden Bücher und schöne Dinge einen Austellungsort und kreieren sehr viel Wohngefühl. (Bild über: Yvestown)

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3  — Einen kleinen Essplatz schaffen 

 Ein kleiner Essplatz hat auch in der kleinsten Küche Platz. Suchen Sie ein Klapptischchen und einen Hocker oder leichte Stühle. Sobald Sie sich in einer Küche setzen können, wird sie nicht nur zum Arbeitsplatz, sondern sofort gemütlicher und wohnlicher. Bild: Ikea.

one hour

4 — Mit Gegensätzen spielen 

 Kühles, reduziertes Küchenstyling kann gebrochen werden und so sogar noch cooler wirken. Wählen Sie interessante, handgemachte, edle, antike, gebrauchte oder gefundene Gegenstände und setzen Sie diese in der Küche ein. Das kann wie hier im Bild handgetöpferte Keramik sein, in der edle Holzkellen einen Platz finden. Aber auch rustikale Körbe, mundgeblasenes Glas, Bretter aus Olivenholz, antike Suppenschüsseln, ein Kronleuchter, silberne Kerzenständer, alte Drahtgitterobjekte oder Etageren können für den interessanten, gekonnten Gegensatz sorgen. (Bild über: One Hour)

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5 — Interessante Stylingelemente einsetzen

In der Küche darf auch Fremdes Platz haben. Hübsche Fruchtkistchen, die Sie im Quartierladen auf dem Abfallberg gefunden haben, geben für Früchte, Kartoffeln und Handtücher einen dekorativen und praktischen Stauraum ab. Antike Blechdosen machen sich auch gut oder grosse Bonbonnieren, die Sie mit schönen Sachen füllen können. Stellen Sie auch mal Blumensträusse in Krüge oder alte Teekannen oder platzieren Sie die schrecklich schönen Souvenirs, die sich angesammelt haben, in eine Gruppe unter eine Glascloche. (Bild über: Convoy)

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6 — Sich der Retroromantik bedienen 

Zwei gemütliche Stühle aus dem Brockenhaus, ein Spitzenvorhang, ein kleiner Holztisch, Blumen in der Vase, bunte Baumwollteppiche, die man einfach waschen kann, Teller an der Wand, eine Blümchentischdecke, nostalgische Fotos in alten Bilderrahmen – all das gibt einer kühlen Einbauküche Oma-Charme. (Bild über: Seventytree)

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7 — Inspirationen an die Wand bringen

Kopieren Sie zum Beispiel Ihre Lieblingsrezepte und machen Sie eine Collage daraus. Das wirkt schön und inspiriert zu neuen Kochkünsten. Oder Sie fotografieren über eine gewisse Zeit all die Menus, die Sie gekocht haben, drucken Sie aus und komponieren sie zu einem Bild. (Bild über: Automatism)

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8 — Kräuter anpflanzen

Das geht auch auf kleinstem Platz. Einfach Töpfe an eine Stange hängen oder auf einem Regal in der Nähe des Fensters platzieren. So haben Sie frisches Grün, immer Kräuter zum Kochen und mehr Wärme im Raum. (Bild über: Automatism)

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9 — Ein Regal für Kochbücher montieren 

 Was im Wohnzimmer gemütlich wirkt, funktioniert auch in der Küche. Bücher beseelen ein Haus und Kochbücher entsprechend die Küche. Bild über: Ellmania.

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10 — Ausstellen statt wegräumen 

 Leer, sauber und praktisch ist meist auch steril, unpersönlich und langweilig. Stellen Sie Ihre schönsten Sachen ruhig aus und bringen Sie damit Leben und mehr Freude in die Küche. Besteck in Blechdosen, schöne Teller auf einem Ständer, hübsche Tassen auf dem Regal… Den bunten Tellerständer gibt es übrigens bei Living Room. Bild über Interiors Porn.


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Wieso nicht ...

... einen schnellen Pastasalat servieren?

Kochen Sie Penne al dente. Mischen Sie Cherrytomaten mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und Balsamico. Schneiden Sie Basilikum und eine Mozarella in kleine Stücke und mischen Sie alles mit den abgetropften, abgekühlten Penne. (Bild über: Because Food is just great)

21 Kommentare zu «10 Ideen wie Einbauküchen mehr Persönlichkeit bekommen»

  • antje sagt:

    Bei unserem Einzug war der Vermieter einverstanden, eine Wand der Küche rot ( engl. Bibliothek rot) streichen zu lassen. Der Effekt war unglaublich.Warm u. behaglich. Wir haben die Wand voll mit Bilder gehängt, Moderne u. sogenannte alte Schinken( Drucke, Aquarelle u. in Öl). Mit einem engl.Mahaghonitisch, Minisofa ReplikAntik, Metalldrehstühle aus den 60er Jahre wurde aus einer kühl u. kahl wirkenden Küche ein behagl. Schmuckstück. Wichtig ist auch immer wieder die Beleuchtung. Mit einer alten Lampe über dem Tisch zusätzl. wird die Athmosphäre noch mehr „cosy“. Die Mischung alt u. neu ist gennerell immer wieder ansprechend, individuell. Jeder kann damit seinen eigen persöhnlichen Stil entwickeln. Schrecklich die modernen unpersönlichen Wohnungen, zwar alles chic, aber keine eigene „Handschrift“. Und jeder kann „es“. Manchmal braucht es ein wenig Mut, bzw. Experimentierfreude. Einfach einmal ausprobieren.

  • abana sagt:

    Nicht überall muss alles wieder in den Urzustand gesetzt werden. Es gibt auch Vermieter, die neue Plättli und neue Türen akzeptieren, wenn diese fachmännisch installiert wurden. Lieber ein paar Franken mehr investieren, als sich täglich über Unschönes ärgern.

  • Lina sagt:

    Hallo,

    bin endlich mal auf einer richtigen Seite gelandet. Ich bin zwar mit meiner Küche zufrieden… sie ist nicht grad gross aber hab einen kleinen Esstich drin und 4 Stühle ..alles in dunklem Holz. Die Küche selber ist cremefarbig mi dunklem Holz umrandet. Habe die Wand an der mein Esstisch steht auch schokobraun streichen lassen und dann mit einer Glanzfarbe rübergestrichen, so dass diese glänzt…trotzdem fehlt was… und hier auf den Bildern sehe ich einige gute Ideen und die kann man verwirklichen…was Kleinigkeiten alles ausmachen…super…:)

  • Lena sagt:

    @Uschi Kunz: Können sie z.B. die Deckenlampe durch etw. spezielleres, schöneres auswechseln? Die Wände in einer schönen Farbe streichen (Falls die Wohnung gemietet ist: einfach vor dem Auszug wieder in der Originalfarbe streichen)? Die Griffe an ihren Küchenschränken auswechseln (hier ein Beispiel: http://www.doorsixteen.com/2010/01/07/apartment-kitchen-progress/)? Einen hübschen Vorhang nähen? Auf den Boden einen schönen, nicht zu teuren Teppich legen? Auf die Fensterbank Kräuter in hübschen Töpfen stellen? Den alten Kochschurz und Geschirrtüchlein durch schöne neue erstetzen? Unten an die Schränke Hacken anbringen und hüsche Tassen dran hängen? Ein Magnetstreifen für Messer aufhängen (Platzsparend) und dafür schöne farbige Messer kaufen? (wie hier: http://athome.kimvallee.com/2010/11/colorful-kitchen-knives-readers-question/) Wenn man nicht viel Platz für unnötiges Zeug hat, sollte dafür alle Gebrauchgegenstände die man in der Küche hat (wie eben Geschirrtüchlein, Messer, Deckenlampe, vielleicht Brotkasten usw.) möglichst schön sein und gut harmonieren.

    • Uschi Kunz sagt:

      @Lena: Vielen Dank für all die guten Tipps, aber leider kann ich kaum einen Tipp anwenden: Die Griffe sind in den Fronten eingelassen, können also nicht durch schönere ausgewechselt werden. Fenster gibt es in der Küche eben nicht, somit auch keine Fensterbank, ausser in der Essecke. Die Fensterbank ist sehr schmal und nicht geeignet, um Töpfe hinzustellen. Und Teppich in der Küche? Ich weiss nicht, der wäre wohl mehr in der Wäsche als am Boden. Hin und wieder kaufe ich mir schon neue Küchentücher, aber Wände streichen ist auch nicht, da fast alles nur aus Schränken und Kacheln besteht und höchstens 30 cm und die Decke aus weissem Abrieb besteht. Absolut traurig, die Situation.

      • Johanna sagt:

        Schranktüren mit Klebefolie überkleben oder Schranktürli ganz aushängen

        • Marianne Kohler sagt:

          Wer länger in einer Wohnung bleibt, kann auch die Schranktüren ersetzen. Ein Schreiner kann Schranktürchen auf Wunsch anfertigen und man kann sie dann selber in der Wunschfarbe streichen. Beim Auszug können dann die „alten“ Türchen wieder zurück montiert werden.

    • Etta Salsiccetta sagt:

      Oh, das sieht mir nach grösseren Problemen der Geschmacklosigkeit aus. Ich weiss nicht, in so einem hoffnungslosen Fall würde ich den Weg der Musealisierung wählen: Die gesamte Küche nach Vorgabe der hässlichen Platten und Kombination einrichten, mit passendem Geschirr aus den Achtzigerjahren, gibt es im Brockenhaus, und möglichst einfacher, weisser Wäsche, ausser, man findet Tüchli mit den gleichen beigen Blumen, wie sie auf den Kacheln sind. Ich habe mal in einer Wohnung gewohnt, auf deren beigen Küchenplättli grüngelbe Schweppes-Werbung angebracht war. Schrecklich. Die Kombination war auch beige. Habe dann ein grünweiss kariertes Tischtuch auf den Tisch gelegt und nur weisse Trockentücher benutzt. Mit einfachem Geschirr (gelb) und einer „hässlichen“ Lampe mit so einer runden Neonröhre war das ganze als „Omaküche“ oder „Achtzigerjahremuseum“ ganz lustig.

  • Uschi Kunz sagt:

    Sieht ja alles toll aus. Ich habe eine reine Arbeitsküche, Jahrgang anfangs 80er-Jahre. Keine einzige Wand, wo ich ein eigenes Regal anbringen könnte. Ringsherum nur beige Kacheln mit Motiv, da kann man nicht mal mehr etwas draufkleben. Habe weisse Folie in Kachelgrösse draufgeklebt, damit die Küche heller (kein Fenster) wird. Die Arbeitsfläche ist beschränkt, so dass ich kaum noch einen Haufen Accessoires draufstellen kann. Nun sag mir mal einer, wie ich diese Küche „verschönern“ kann. Das würde mich echt interessieren.

  • John Kipkoech sagt:

    Lieber Hanswurst – Gasexplosionen sind gar nicht so selten – nur leider trifft es oft die Falschen, da sich das Gas aus Leitungslecks oft Keller von Häusern aussucht, die am Gas gar nicht angeschlossen sind. Eine Kollegin hat 1976 ihre Eltern durch so ein Gasexplosion verloren. In Heimberg ist letztes Wochenende eine Haus in die Luft geflogen.

    Zu den Küchen-Ideen: das mit den Kräutern funktioniert nur bedingt – Pflanzen brauchen Licht. Nur in hellen Küchen und nur am Fenster können Kräuter gedeihen. Die restlichen Ideen sind gut und umsetzbar.

    • Hanswurst sagt:

      Ja gut, dann müssen Sie aber diese Unfälle mit Gas in einen grösseren Kontext stellen und vergleichen, wieviele Unfälle und Hausbrände durch Elektrizität bzw. unsachgemässen Umgang damit oder marode Leitungen verursacht werden. Risikofrei ist keine Energieform.

  • Hanswurst sagt:

    Zum Thema Küche möchte ich hier noch etwas anmerken: Wieso wird heute bei Küchensanierung standardmässig der Gasherd rausgerissen und durch einen langweiligen und zum Kochen erst noch schlechteren Elektroherd ersetzt? Das grenzt doch an ein Verbrechen gegen die Kochkultur! Energetisch ist es ebenfalls idiotisch, Erdgas den Umweg über den Strom machen zu lassen (Gaskraftwerke). Nur weil die blöden GK-Dinger einfache zum Putzen sind? Sicherheitsbedenken? Wann ist in der Schweiz das letzte Mal ein Haus in die Luft geflogen wegen einem Gasherd? Ich kann diesen Trend echt nicht nachvollziehen.

    • Chris Keller sagt:

      Sehe ich auch so! Kann es auch nicht verstehen! Ausserdem finde ich GKs gar nicht einfacher zum putzen und sie sind erst noch viel heikler. Hatte immer Bedenken wegen dem Gas, seit ich einmal eine Whg mit Gas hatte will ich nichts mehr Anderes.

    • Etta Salsiccetta sagt:

      Ja, lieber Hanswurst, genau das denke ich auch immer! Gas ist effizienter zum Kochen, es braucht weniger Energie um einen Liter Wasser aufzuheizen als ein Strom- oder Induktionsherd, und ausserdem kocht es sich einfach besser darauf. In Italien würde es niemandem einfallen, eine teure Küche nur mit Stromherd zu bauen, mit sowas kann man doch nicht kochen, ausserdem ist Strom dort teurer als in der Schweiz, was ein guter Anreiz zum Stromsparen ist. Das Vorhandensein eines Gasherds ist für mich eines der wichtigsten Kriterien bei der Wohnungssuche.

      • LeLo sagt:

        Gerade eben erlebt. Ab heute sollte der neue Elektroherd in Betrieb genommen werden können und mir ist schleierhaft, äusserst schleierhaft wieso man bei der komplett Renovation unserer Küchen den Gasanschluss rausgerissen hat. Mein ganzes Leben lang habe ich auf einem Gasherd gekocht – ich beginne bei Null und mir blutet das Herz…

      • Bieri Regula sagt:

        Genau, hier in Sardinien kochen alle mit Gas. Es lässt sich viel besser feinregulieren. Höchstens beim Backen würde ich einen Elektrobackofen vorziehen. Der ist einfacher einzustellen, die Hitze ist gleichmässiger.

  • Keller sagt:

    Ein grosser Vorteil der Abbildungen ist die grundsätzlich schon schöne vorhandene Einbauküche. In 90% der Mietwohnungen ist es eine richtige Herausforderung. Solche Verschönerungsvorschläge wären hilfreich.

    • simonu sagt:

      …das war ganz genau auch mein erster gedanke. unsere küche hat braune kacheln und die einbauküche besteht aus braunem fournier – wohl ein relikt aus den 80ern… das wäre mal eine herausforderung!!

      • Nadja sagt:

        Gegen braune Kacheln gibt es Fliesenaufkleber aus dem Baumarkt. Oder ein schönes Foto (zB von Tomaten oder Zitronen) als Poster drucken lassen und hinter eine Glaswand als Wandverkleidung verwenden. Alternativ könnte man sich ein oranges oder rotes oder Wandregal montieren und mit schönen bunten Gläsern füllen – gibt Farbe und einen guten Kontrast zur Farbe braun. Kostet alles nicht viel Geld und kann man einfach selber machen.

    • Natalie sagt:

      Simonu: hatten wir in der alten Wohnung auch. Weisse Klebefolie kaufen, Türchen abmontieren und an einem regnerischen Wochenende (braucht viiiiiel Zeit) zu zweit alles weiss überkleben. Auf unsere grausligen Kacheln kam ebenfalls weisse Folie, zwischendurch haben wir mit TesaStrips Spiegelkacheln draufgeklebt.
      Hat 9 Jahre gehalten – und kann man auch wieder entfernen.

      • Ve sagt:

        Ist die folie für die kacheln wiedr entfernbar? Wo kann man solche kaufen& wieviel kosten die ca?
        Merci

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