Sweet Home in André Hausers formstarkem Haus in Erlenbach

Marianne Kohler am Dienstag den 30. September 2014

Ganz wie in seiner Arbeit als Gestalter und Designer hat André Hauser sein Haus an der Zürcher Goldküste mit dem ihm eigenen Mix von Dramatik und Reduktion gestaltet und eingerichtet. Er hat sich und seiner Familie damit ein wunderschönes, stilvolles Zuhause geschaffen, das trotz seiner Eleganz vor allem eins ist: ein gemütliches Zuhause, in dem die Familie gerne und oft zusammen Zeit verbringt und Wohnen so richtig geniesst.

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

Kreativität und Erfolg zusammenzubringen, ist André Hausers besonderes Talent. So hatte der gelernte Dekorationsgestalter nach nur wenigen Jahren als Angestellter den Mut und die Energie, eine eigene Firma, Hauser & Partner AG, zu gründen, die innert 30 Jahren zu einem kleinen Imperium angewachsen ist. Klein denken war nichts für den Unternehmergeist. Er ging gleich die grossen Firmen an, wie Geschäfte mit vielen Filialen oder Banken, und bot ihnen einen «full service» an in Sachen Dekoration – von der Idee über die Produktion und Ausführung bis zum Abbau. Hauser gestaltet Schaufenster, Messen, Ausstellungen und Events, und zwar solche, die auffallen und lange in Erinnerung bleiben. So viel Talent macht natürlich nicht vor der eigenen Haustüre halt. So entschied er sich, seinen Firmensitz in Dübendorf neu zu bauen und mitzugestalten, damit das Haus auch aussen das repräsentiert, für das seine Firma bekannt ist, nämlich Stil und starke Wirkung. Mit der gleichen Motivation machte er sich auch an den privaten Hausbau. Die modernistische Villa entstand vor acht Jahren.

Die Familie verbringt nicht nur sehr viel Zeit im Haus, sondern ist teilweise auch in die Firma einbezogen. So kümmert sich Ehefrau Cristina um Personal und Finanzen, und Sohn Carlo beginnt nach einem einjährigen Praktikum als Junior-Projektleiter seinen Eintritt in die Firma. Für unser Fotoshooting hat er den Nachmittag freibekommen. Tochter Giorgina (im Vordergrund) musste ihre Karriere als klassische Balletttänzerin wegen eines Rückenproblems abbrechen. Nun hat sie, ganz mit Papas Unternehmergeist, eine T-Shirt-Firma aufgezogen. Da das aber noch nicht zum Überleben reicht, jobbt Sie noch als DJ. Die jüngste Tochter Anna Carlotta kam von der Schule über den Mittag nach Hause.

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

Das formstarke modernistisch gebaute Haus steht am Hang in Erlenbach mit grossartiger Sicht über den Zürichsee. André Hauser hat eng mit den Architekten Wild Bär Heule zusammengearbeitet, damit das Haus auch zu dem Zuhause wird, das er sich vorgestellt hat: starke Wirkung, strenge Formen kombiniert mit viel Wohnlichkeit, dazu eine grosszügige Gartenanlage, die eine Weiterführung der Architektur ist.

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

Die steile Hanglange hat zu einer terrassenartigen Architektur geführt. Für die Familie ist das Haus keine Villa, sie nennen ihr Zuhause Gartenpavillon oder Baumhaus. Und es ist tatsächlich sehr privat in seiner Erscheinung. Beim Hochfahren kommt man zuerst an die Garage, von der aus man selbstverständlich auch ins Haus gelangt. Der Aussenaufgang aber führt diskret seitlich in den zurückhaltenden Haupteingang. Die Gartenanlagen sind formal und reduziert gehalten und bieten viel Platz zur Benutzung.

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

Die volle Pracht des Hauses entfaltet sich im und um den grossen offenen Wohn-/Essraum, der den grössten und wichtigsten Teil des Hauses einnimmt. Passend zum Architekturstil hat ihn der Innendekorateur André Hauser in monochromer Farbstimmung gehalten. Dunkles Holz kombiniert mit Anthrazit – und Schokoladentöne sind konsequent die einzigen Farben im Wohnbereich.

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

Dafür spielte André Hauser stark mit Materialien und Formen. Die Polster sind aus Velours, die Kissen aus Leder und Samt. Die Liebe zu Leder zeigt sich gar als Dekoration über dem Couchtisch. Die Sitzgruppe mit schlichten kubischen Polstermöbeln befindet sich eine Stufe unter dem Essbereich und richtet sich zum Cheminée hin, welches sich in einer Tuffsteinwand befindet.

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

Hier wird schön ersichtlich, wie sich der Wohn- vom Essbereich trennt. Eine Treppenstufe vertieft, bietet er einen Raum im Raum und bekommt so auch ganz ohne Wände eine kuschelige Gemütlichkeit. Damit eine Einheit entsteht, wurden die Stühle um den Esstisch mit dem gleichem Stoff wie die Sitzgruppe bezogen. Ebenfalls eine trennende Funktion hat das grosse, eingebaute Sideboard. Darauf, wie auch auf dem quadratischen Couchtisch, stehen die Lieblinge der Familie: afrikanische Kunstobjekte. André Hausers Talent und Freude zur Dekoration ist überall erkennbar, er teilt es auch mit seiner Familie, die beim Einrichten stark einbezogen war. Besonders harmoniert André Hauser in Sachen Stil mit seiner Frau Cristina Vaucher. «Es kommt oft vor, dass wir beide ganz unabhängig voneinander das Gleiche eingekauft haben», lacht André Hauser. So ist der raffinierte Mix mit Materialien wie Holz, Samt und Leder und besonderen Einzelstücken, wie Hörnern, antiken Kerzenständern, Körben und ethnischen Kunstgegenständen, ein Stil, der gemeinsam erschaffen wurde. 

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

Auf dem Esstisch steht dieses hübsch arrangierte Centrepiece: ein grosses quadratisches Holztablett gefüllt mit Hörnern, antiken Holzkerzenständern und dunkelgrauen Kerzen mit Steintextur.

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

Ein wenig sanfte Weiblichkeit strahlt hier und da zwischen der sinnlich modernistischen Einrichtung hervor. Hier ist es ein rosa Blumenstrauss und ein schicker Modebildband.

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

Vom grossen Hauptraum führen Seitengänge in den Küchenbereich. Auch hier wurde eingerichtet und dekoriert mit antiken und ethnischen Elementen und der grossen Liebe zum Materialmix.

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

Die Küche ist eine Art Insel, nicht nur räumlich, sie ist auch der Treffpunkt der Familie. Als wir ankamen, sassen die Hausers mit Freunden der Kinder um den Küchentisch und auf der Theke, diskutierten und tranken Kaffee. Für das Foto haben wir kurz abgeräumt, damit die Sicht auf den edlen und wohnlichen Ausbau frei wurde. Dadurch, dass alles hinter den mit Edelholz verkleideten Schränken praktisch verstaut werden kann, ist auch in der Küche viel Platz für Wohnlichkeit entstanden. Da sind Regale mit Kunst und Büchern, aber auch auf der Theke und der Arbeitsfläche befinden sich Hausers «Signature»-Stücke: afrikanische Kunst, Kerzen und Gegenstände, die durch Struktur und Material spannend sind.

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

In der oberen Etage des Hauses befinden sich die Schlafräume. Auch hier ist der Aussenraum zentraler Teil der Architektur. Die Farbigkeit wird auf diesem Stockwerk, das den privaten Bereich der Familie beherbergt, ein wenig leichter und zeigt sanftes Lila, welches sich harmonisch in die Braunwelt einfügt.

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

Dank der Terrassenlage des Grundstückes war es möglich, auch im oberen Hausbereich eine Gartenanlage einzuplanen. Der Ruhe und Harmonie ausstrahlende Zengarten bestimmt die Architektur in diesem Stockwerk.

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

Während wir fotografierten, testete Carlo die neue DJ-Anlage der Schwester, die erst kürzlich ausgezogen ist. «Sie kommt aber noch viel nach Hause und ich habe dafür ein immer bereites Gästezimmer in der Stadt gewonnen», freut sich der Bruder.

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

Trotz vorherrschender Stilstrenge im Haus lebt die jüngste Tochter in ihrem Zimmer den Teenagergeschmack voll aus.

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

Ganz erwachsen ist dafür der «Master Bedroom»: Das grosse Bett mit gepolstertem Kopfteil aus Samt und perlgrauer Samtdecke steht an einer mokkabraun gestrichenen Wand mit Blick ins Grüne.

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

Auch ein kleines Arbeitszimmer befindet sich auf dieser Etage, mit je einem Arbeitsplatz für André und Cristina Hauser.

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

Bei unserem Besuch im Frühsommer schien die Sonne nicht. Was uns aber nicht daran hinderte, zum Gespräch draussen zu sitzen. Denn die Sitzmöglichkeiten im Aussenbereich sind geschickt ums Haus verteilt und so angelegt, dass man sie eigentlich immer nutzen kann. Grosse Schirme, Bäume, und das leicht überlappende Obergeschoss haben schützende Funktion und schaffen es, dass wohnliche Aussenräume entstehen.

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

Der Baumwald im Hintergrund wurde als «geborgte Sicht» in die Landschaftsarchitektur einbezogen. Das bedeutet, dass der Garten so angelegt wird, dass er Elemente aus der umliegenden Landschaft miteinbezieht und diese somit optisch den Garten vergrössern.

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

Eine der vielen einladenden, gemütlichen Sitzecken, die bei offenen Türen – alle Fensterfronten sind mit vielen Schiebetüren versehen – das Haus vergrössern.

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

Eine wunderschöne, akkurat geschnittene Föhre steht am Swimmingpool. Eine zweite befindet sich im Zengarten im oberen Stockwerk.

Sweet Home bei André Hauser, ©Rita Palanikumar

Der randlose, mit Naturstein ausgekleidete Swimmingpool wirkt wie ein riesengrosser Spiegel und bietet selbstverständlich Seesicht.


Machen Sie mehr aus Ihrem Sofa!

Marianne Kohler am Sonntag den 28. September 2014

Der Kauf eines Sofas ist eine wichtige Entscheidung. Die Wahl prägt bezüglich Stil, Form, Farbe und Material den Einrichtungsstil. Doch keine Sorge – auch ein Sofa kann den Look wechseln. Diese 16 Ideen zeigen, wie Sie mehr aus Ihrem Sofa rausholen können.sweet home

1 GEBEN SIE IHREN POLSTERN EINE NEUE FARBE
Oft haben Sofas flexible Polsterkissen. Machen Sie sich das zunutze und nähen ab und zu einen neuen Bezug dafür. Bei diesem weissen Sofa von Bolia zeigen sich die Rückenkissen in verschiedenen Blautönen – eine Idee, die sich bei vielen Sofas dieser Art einfach umsetzen lässt. Und wer besonders mutig und talentiert ist, überlegt sich das mit dem frechen Wandbild. Und keine Angst, liebe Mieter, Wände lassen sich meist schnell und einfach überstreichen!

Sweet Home bei Conny Pfister; Contra-Punkt; Copyright Rita Palanikumar

2 HÜLLEN SIE ALLES IN DECKEN UND STOFFE
Wenn Sie einem alten Sofa schnell einen neuen Look verpassen möchten, dann ist diese Idee von Conny Pfister wunderschön. Die Interiorexpertin, die wir für eine Homestory besuchten, hat es ganz einfach mit edlen, antiken Stoffen verhüllt und den Kissen Überzüge genäht. So wirkt es frisch und strahlt ländliche Romantik aus. Foto: Rita Palanikumar für Sweet Home

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3 STELLEN SIE GRUPPEN AUSEINANDER 
Eckgruppen lassen sich auch auseinanderstellen. So können Sie mit dem gleichen Möbelstück neu und anders einrichten. Sie können die meisten Eckgruppen auch ergänzen und somit umgestalten. Schön auf diesem Inspirationsbild von Ikea ist auch die unkomplizierte Munterkeit, die mit Farbtupfern und geometrischen Mustern erreicht wurde.

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4 SETZEN SIE AUF EINE PORTRÄTGALERIE ZUM KUSCHELN
Die schnellste Art, einem Sofa einen neuen Look zu verpassen, geht natürlich mit Kissen. Und diese besonderen Stücke der englischen Firma Mineheart verwandeln auch das langweiligste Sofa in einen echten Hingucker.

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5 ERZEUGEN SIE MIT FELLEN DEN WINTERLOOK
Bald ist es so weit: Die Winterzeit kommt mit dunklen, langen Abenden und nicht besonders gemütlichem Wetter. Rüsten Sie sich dafür und geben Ihrem Sofa mit Fellen einen kuschligen Winterlook. Das klassische, weisse Sofa ist von Sofa.com.

Sweet Home Gianne und Milli

6 SORGEN SIE FÜR MEHR FARBE
Eines meiner Lieblingssofas, die wir bei unseren Besuchen für die Homestorys angetroffen haben, ist dasjenige von Gianne und Milija. Sie haben alle Kissen mit wunderschönen Leinenstoffen bezogen und mit einer hübschen Porträtserie an der Wand den Patchworkeffekt gleich verstärkt. Mehr von dem wohnlichen Zuhause der beiden sehen Sie hier. Foto: Rita Palanikumar für Sweet Home

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7 SCHAFFEN SIE EIN BÜHNENBILD
Eindeutig eine der stärksten Wohnungen, die wir je besucht haben: die des Innendekorateurs und Vintagemöbelhändlers Arthur Rooks. Er hat aus einer ganz normalen, nicht allzu grossen Mietwohnung sehr viel herausgeholt. So wirkt sein Wohnzimmer, als stünde es mitten in Hollywood und nicht etwa im Zürcher Langstrassenquartier. Die farbige Wand und das grossse Bild bieten ein dramatisches Bühnenbild für das Sofa. Nachgedoppelt hat der talentierte Designer mit plakativen Kissen, die er aus Vintagestoffen genäht hat. Foto: Rita Palanikumar für Sweet Home

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8 VERWANDELN SIE ES IN EINEN STAR
In dieser Wohnung steht das Sofa nicht nur einrichtungsmässig im Zentrum, sondern auch optisch. Dies dank der ungewöhnlichen, aber starken Wahl des bunten Bezugsstoffs. (Bild über: Pufikhomes)

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9 SCHAFFEN SIE PLATZ FÜR SCHÖNE DINGE
Wenn ein Sofa so allein dasteht, fehlt ihm jegliche Gemütlichkeit. Stellen Sie kleine Beistelltische und Konsolen dazu, damit Sie Platz bekommen für schöne Dinge, aber auch Lampen, Bücher und eine Tasse Tee. Das mit grauem Stoff bezogene Sofa zeigt Kissen mit grafischen Mustern und in Grautönen, eine dicke Kuscheldecke, attraktive Beistelltische und einen schlicht gemusterten Teppich, der den Rosaton der Kissen und der Lampe weiterträgt. (Bild über: Decorcrush)
Sweet-Home-Shoppingtipps: Ein Sofa in diesem Stil finden Sie bei Decoris, alle Arten von tollen Stoffen, mit denen Sie Sofakissen nähen oder nähen lassen können, übrigens auch, die Lampe von Gubi gibt es bei Neumarkt 17, Tischchen in diesem Stil finden Sie von Gervasoni bei Mobitare und Teppiche in dieser Art bei Pfister.

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10 SORGEN SIE FÜR MEHR FRISCHE
Und zwar mit Farben – Sofakissen und Decken in leuchtenden Tönen beleben auch Ihr Sofa und rücken es optisch in Nähe Stilstatement! (Bild über: Decor 8)
Sweet-Home-Shoppingtipps: Kissen in dieser Art finden Sie bei Muuto, Decken in jeder Interiorabteilung, kleine Tischchen aus dem Midcentury bei Nord 3.

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11 VERTREIBEN SIE LANGEWEILE MIT EINER BILDERGALERIE
Geben Sie dem Sofa eine anregende Umgebung. Das gelingt zum Beispiel mit einer Bilderwand. Sie müssen dafür nicht teure Kunst sammeln, sondern können Fotos und kleine Bilder patchworkartig an die Wand hängen. (Bild über: Sfgirlbybay)

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12 ENTSCHEIDEN SIE SICH FÜR MEHR DRAMA
Die gleiche Idee, nämlich die mit einer Bilderwand hinter dem Sofa, geht auch dramatischer. Ich habe mich in dieses Bild von Olsson & Jensen verliebt! Die alten Porträts, gefunden in Brockenhäusern, Antiquitätenläden oder auf Flohmärkten, geben ein starkes Statement ab. Dazu kommen der zarte Rosaton des Sofas, gepaart mit grossen Kissen aus verschiedenen grauen Stoffen, der schwarz-weisse Teppich und der Couchtisch mit dem Messinggestell.

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13 STEHEN SIE ZU WEISS
Die Lieblingsfarbe im Einrichtungsbereich ist bei vielen Schweizern Weiss. Stehen Sie dazu und geben Ihrem Sofa auch eine tolle weisse Umgebung. Spielen Sie mit verschiedenen Texturen, Strukturen, Materialien und Formen. Originell die Idee, Teller anstatt Bildern an die Wand zu hängen. (Bild über: Remodelista)

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14 PLATZIEREN SIE EINEN TISCH HINTERS SOFA
Im Englischen ist ein Sofatisch nicht etwa ein Couchtisch, sondern ein schmaler Tisch, der hinter dem Sofa platziert wird. Darauf haben dann ansehnliche Dinge einen Platz, er bietet Abstellfläche und einen guten Ort, um Tischleuchten zu platzieren. (Bild über: Sadie and Stella)

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15 LASSEN SIE GRÖSSE AUFKOMMEN
Ein grosser Spiegel schafft optische Grösse, reflektiert Licht und sorgt dafür, dass der oft leere Platz an der Wand über dem Sofa elegant genutzt wird. (Bild über: Designsponge)

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16 KOKETTIEREN SIE MIT BOUDOIRCHARME
Am Schluss nochmals zurück zu den Kissen: Sie sind so etwas wie Bilder zum Kuscheln und sind einfach immer wieder zu ersetzen. Diese hübschen Kissen im Boudoirstil sind von H+M Home.
Sweet-Home-Tipp: Wenn Sie günstige Kissen kaufen, haben diese meist Acrylwatte als Füllung und wirken dadurch nicht besonders chic. Leisten Sie sich Federkissen. Kaufen Sie Füllungen in der Grösse der Überzüge, und brauchen Sie diese immer wieder. Damit werden auch günstige Kissenbezüge zu edlen Kissen.

Dinieren in der rosa Wunderwelt

Marianne Kohler am Freitag den 26. September 2014

Essen in London ist mehr als bloss kulinarischer Genuss. Abgesehen davon, dass man schnell einmal neben einem berühmten Rockstar, einem Schauspieler oder sonst einer schillernden Persönlichkeit sitzt oder die Interieurs von vielen Restaurants ein Erlebnis der glamourösen Art sind, gibt es auch noch Kunst, Kultur und tolles Design zu geniessen. Der rosa Diningroom des Restaurants Gallery im Sketch in London wurde vom angesagten britischen Künstler David Shrigley und der berühmten Interiordesignerin India Mahdavi eingerichtet und gestaltet. Er ist zum Abheben schön.

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Wer denkt, dass es nur zu den Zeiten des grossen Gatsby echten Glamour gab, war noch nie im Sketch in London. Das Sketch ist nämlich mehr als ein Restaurant. Es hat die glamouröse Gallery, diesen rosaroten Traum, um den es hier geht. Und es hat im selben Haus einen zweiten Gourmettempel, den Lecture Room fürs Diner, den gemütlichen Parlour für Frühstück und Lunch, die romantische Glade-Bar für gemütliche Nachmittagshäppchen und Cocktails. Gestaltet wurde diese Bar von den Künstlern Carolyn Quartermaine und Didier Mahieu (und übrigens hier auf Sweet Home zu sehen ist). Zudem gibt es im Sketch die ultramoderne East Bar mit DJ.

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In einem grossen Raum eines umgebauten Hauses aus dem 18. Jahrhundert isst man an kleinen Tischchen, sitzt dabei auf rosa Plüschsesseln und bewundert die Kunst von David Shrigley. In dem Haus an der Conduit Street im Nobelquartier Mayfair war übrigens einmal der Hauptsitz der königlichen Architekturgesellschaft einquartiert und das englische Atelier von Christian Dior. 

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Alles erinnert ein wenig an die glamourösen 20er- und 30er-Jahre, als sich in London die High Society mit den Bright Young People zu extravaganten Partys traf, der Champagner floss und alles ziemlich verrückt zu- und herging. 

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Die Architektur ist aus dem 18. Jahrhundert, die Einrichtung brandneu, die Kunst-Avantgarde und der Stil wie aus den Golden Twenties. Hinter dem Restaurantkonzept steht Mourad Mazouz. Der Sohn eines Berbers und einer Französin, der in den 90er-Jahren das berühmte Momo in London gründete und für dessen Eröffnungsparty keine geringere als Madonna einlud. Der rosarote Restauranttraum wurde diesen Juni eröffnet, in der Menükarte sind Gerichte zu finden wie Burger mit Rindfleisch und Foie gras, edle Fish and Chips oder Morchelravioli mit einer Andeutung von Kaffee. Berühmter Küchenchef ist Pierre Gagnaire.

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Selbstverständlich ist auch das Geschirr nicht ohne. Exklusiv für The Gallery entworfen von Künstler David Shrigley, vermittelt es eine schöne Portion Poesie. 

sketch

Letzte Woche habe ich mit einer Freundin während des London Design Festival das wunderschöne Sketch ausprobiert und einen Abend in der glamourösen, rosa Welt genossen. Das Essen war fantastisch. Eine Vorspeise etwa hiess Chantilly Lace und war eine Kombination von schwarzem und weissem Reis, mit Rettichcreme und einer Hummerbisque. Als Hauptspeise probierten wir den Burger aus Rindfleisch und Foie gras, das Ketchup hiess «Sketchup» und war anstatt aus Tomaten aus Rüebli und Randen.

sweet home

Es hatte sehr viele Frauen im Sketch, hübsch gestylt, wie man es in London immer sieht, wenn Frauen ausgehen. Wir vermuteten, dass dies nicht nur an diesem Abend so war, sondern ganz einfach deshalb die Regel ist, weil Rosa uns magisch anzieht. Die Cocktails sahen aus wie Traumversionen aus Hollywoodfilmen der 30er-Jahre, die Kellner und Kellnerinnen trugen raffiniert geschnittene Overalls und Kleider aus hellgrauer Baumwolle. Dazwischen sorgten Herren in knappen braunen Wollanzügen, einer eleganten Interpretation des Oliver-Twist-Styles, dass alles reibungslos lief im grossen, sich immer wieder neu füllenden rosa Salon. 

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Und wie könnte es anders sein, selbst die Toiletten sind todschick im Sketch. Man schreitet eine weisse Treppe hoch und befindet sich in einem grossen, schneeweissen Raum, in dem riesengrosse Eier stehen, jedes ein stilles Örtchen – oder besser: ein nicht ganz so stilles. Denn aus Lautsprechern in den Eierkabinen klingen Vogelrufe und Stimmen, damit nicht etwa peinliche Geräusche die Eleganz stören.

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Damit alles weiss and nice bleibt, putzt den ganzen Abend ein hübsches Mädchen in Dienstmädchenuniform – schwarzes Kleidchen, weisse Schürze und das obligate weisse Häubchen – den Toilettenbereich und die Treppe. Dienstmädchen sind sehr im Trend, sie sind sozusagen das neue, coole Accessoire! Sie werden nicht nur gerne in Modeproduktionen und Werbekampagnen eingesetzt oder live in schicken Restaurants – das Sketch war hier nicht das einzige –, sie sind generell vermehrt anzutreffen: So begegnen mir immer öfter auch hierzulande auf dem Hundespaziergang oder bei Besuchen weibliche Hausangestellte in Uniform, die sich um Kinder, Hunde und das allgemeine Wohl vieler Haushalte kümmern. Das Bild zeigt die Inszenierung einer Modeschau im letzten Jahr von Louis Vuitton in Paris, gefunden auf dem Blog This Is Glamorous.

Wieso nicht Drinks mit gefrorenen Melonenkugeln servieren?

Machen Sie mit Hilfe eines Löffels oder eines Schabers Kugeln aus dem Inneren von Melonen und frieren sie diese im Tiefkühler. Benutzen Sie die Kugeln wie Eiswürfel, um einem Drink mehr Geschmack, Kühle und etwas Besonderes zu verleihen. sweet home

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