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	<description>Der Fussballblog</description>
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		<title>Waschen, legen, feuern, bitte!</title>
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		<pubDate>Sat, 18 May 2013 03:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kobler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Als am 32. Spieltag der Bundesliga Matthias Sammer und Jürgen Klopp beim Auftritt der Bayern im Dortmunder Westfalen-Stadion  so richtig aneinandergerieten, prallten auch unterschiedliche Ideologien in Sachen Kopfbehaarung zusammen. «Kojak» Sammer zeigte dem BVB-Trainer aus nächster Nähe, was er vom Haareeinpflanzen hält: nichts! Klopp hingegen, der nur verhindern wollte, dass die sich ankündigenden Geheimratsecken ihn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7400" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/SteilpassTop.jpg"><img class="size-full wp-image-7400" title="Steilpass" src="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/SteilpassTop.jpg" alt="Carlos Bernegger." width="640" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">Das geht auf keine Kopfhaut: Carlos Bernegger mit vollem Körpereinsatz, 11. Mai 2013. (Keystone/Urs Flüeler).</p></div>
<div id="attachment_7428" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/sp1_2.jpg"><img class="size-medium wp-image-7428" title="Steilpass" src="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/sp1_2-300x228.jpg" alt="Wer ist hier der Bekloppte? Im Bild: Bayern-Sportdirektor Mathias Sammer (M.) und Dortmund-Trainer Jürgen Klopp (l.) im Zwiegespräch, 4. Mai 2013. (AP/Martin Meissner)" width="300" height="228" /></a><p class="wp-caption-text">Wer ist hier der Bekloppte? Im Bild: Bayern-Sportdirektor Mathias Sammer (M.) und Dortmund-Trainer Jürgen Klopp (l.) im Zwiegespräch, 4. Mai 2013. (AP/Martin Meissner)</p></div>
<p style="text-align: left;">Als am 32. Spieltag der Bundesliga <strong>Matthias Sammer und Jürgen Klopp</strong> beim Auftritt der Bayern im Dortmunder Westfalen-Stadion  so richtig aneinandergerieten, prallten auch unterschiedliche Ideologien in Sachen Kopfbehaarung zusammen. «Kojak» Sammer zeigte dem BVB-Trainer aus nächster Nähe, was er vom Haareeinpflanzen hält: nichts! Klopp hingegen, der nur verhindern wollte, dass die sich ankündigenden Geheimratsecken ihn womöglich noch klüger als alle andern Bundesliga-Trainer hätten dastehen lassen, hielt bei diesem munteren Tête-à-Tête voll dagegen und forderte vom Bayern-Sportvorstand mehr Demut vor seiner Trainergrösse. Das ursprüngliche, grobe Foul von Rafinha an Blaszczykowski war plötzlich zur Haarspalterei geworden.</p>
<div id="attachment_7404" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/sp2.jpg"><img class="size-medium wp-image-7404" title="Steilpass" src="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/sp2-300x187.jpg" alt="Mario Gomez." width="300" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Spieglein, Spieglein...: Mario Gomez verteilt Küsschen, 16. April 2013. (AP/Matthias Schrader).</p></div>
<p>Was der «King of Soccer-Hair», <strong>Mario </strong>– die Frisur sitzt -<strong> Gomez</strong>, zu alledem sagt, weiss man schlicht und einfach nicht, weil auf der Ersatzbank wird man nicht einmal mehr danach gefragt. Und mit Dante kam  diese Saison ja geradezu der Schopf der Liga nach München. Dass man dann auch noch den Mandzukic mit seiner Balkan-Fenchel-Tolle holte, hätte Gomez wahrlich nicht gebraucht.  Eine ganz haarige Geschichte, und nicht die einzige in München im Moment.</p>
<div id="attachment_7425" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/sp3_2.jpg"><img class="size-medium wp-image-7425" title="Steilpass" src="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/sp3_2-300x211.jpg" alt="Sieht nicht nur aus wie Captain Jean-Luc Picard, führt auch seine Mannschaft so. Beam uns die Tabelle rauf, Carlos! Im Bild: Bernegger am 8. Mai 2013. (Keystone/Urs Flüeler)" width="300" height="211" /></a><p class="wp-caption-text">Sieht nicht nur aus wie Captain Jean-Luc Picard, führt auch seine Mannschaft so. Beam uns die Tabelle rauf, Carlos! (Keystone/Urs Flüeler)</p></div>
<p>Besser als <strong>Carlos Bernegger</strong> kann man als Trainer gar nicht ins etwas haarsträubende Anforderungsprofil von FC Luzern-Tyrann und -Mäzen Bernhard Alpstäg passen. Die argentinische Antwort auf ein schwieriges Umfeld könnte minimalistischer nicht sein.  Kasami hat auch keine Flausen am Kopf, und Alex Frei wird noch eine Weile damit beschäftigt sein, alte Zöpfe abzuschneiden in der Leuchtenstadt. «Coupe Vierwaldstättersee».</p>
<div id="attachment_7418" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/sp4_4.jpg"><img class="size-medium wp-image-7418" title="Steilpass" src="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/sp4_4-300x191.jpg" alt="Dabei war eigentlich die Vorrunde zum Haareraufen! Im Bild: Ancillo Canepa am 8. Mai 2013. (Screenshot: SRF)" width="300" height="191" /></a><p class="wp-caption-text">Dabei war eigentlich die Vorrunde zum Haareraufen! Im Bild: Ancillo Canepa am 8. Mai 2013. (Screenshot: SRF)</p></div>
<p>Freudige Ereignisse begeht man auch mal damit, dass man «die Haare runter lässt», wie das englische Idiom ausgelassenes Feiern bildhaft beschreibt. <strong>FCZ-Präsident Canepa</strong> entschied sich in seiner üblichen, etwas eigenwilligen Art für das Gegenteil: Ihm standen unlängst beim Heimsieg seiner Mannschaft über den FCB die Haare zu Berge. Dagegen liess  Murat Yakin seine runter hängen. An den Haar- und Führungsspitzen war vor zehn Tagen für Unbeteiligte jedenfalls nicht zu erkennen, wie das Spiel ausgegangen war.</p>
<div id="attachment_7406" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/sp5.jpg"><img class="size-medium wp-image-7406" title="Steilpass" src="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/sp5-300x200.jpg" alt="Peter Neururer. (Screenshot: Sport 1/Youtube)" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Männer sind allzeit bereit, Männer bestechen durch ihr Geld und ihre Lässigkeit ... wann ist ein Mann ein Mann ...? Im Bild: Bochum-Trainer Peter Neururer. (Screenshot: Sport 1/Youtube)</p></div>
<p><strong>Peter Neururer</strong>, die Quasselstrippe  und Forrest Gumpsche Pralinenschachtel – man weiss nie, was drin steckt – unter den deutschen Trainern, hielt mit Bochum im zweitletzten Moment die Liga. Dabei hatte ihn ein Herzinfarkt auf dem Golfplatz vor gar nicht allzu langer Zeit selbst fast in höchste «Abstiegs- bzw.  Aufstiegsgefahr» gebracht. Zur Feier des Klassenerhalts des VfL und des aktiven Trainerlebens im Allgemeinen liess er sich sein Haar in den Bochumer Vereinsfarben Blau-Weiss colorieren. Schamgrenzen oder  Berührungsängste kennt er sowieso nicht – aber hoffentlich blieb er wenigstens über der Gürtellinie.</p>
<div id="attachment_7408" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/sp6.jpg"><img class="size-medium wp-image-7408" title="Steilpass" src="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/sp6-300x199.jpg" alt="Christian Constantin. 6 april 2013 au stade de Tourbillon a Sion. (KEYSTONE/Olivier Maire)" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Geht mit Gott, aber geht! In Sion befiehlt der Herr: Christian Constantin, 6. April 2013. (Keystone/Olivier Maire)</p></div>
<p><strong>Crazy Christian Constantin</strong> (CCC) ist es zu verdanken, dass der Begriff «Haircut» – sonst  als Metapher für einen rigorosen Schuldenschnitt verwendet – nun auch im Fussball Einzug hielt. Drei Trainer und fünf bis zehn Spieler (je nach Quelle) auf einen Streich gefeuert, brächte ihm sogar in Holzfällerkreisen einen Spitzenplatz in der Disziplin Kahlschlag. Mal sehen, ob er das nachhaltige Aufforsten auch drauf hat. Der Präsident hats gegeben – der Präsident hats genommen. Ums Tourbillon herum hat der liebe Gott längst ausgedient, lautet die Hiobsbotschaft aus Sion.</p>
<p>Kopfschütteln fördert den Haarwuchs nicht – glauben Sie es mir.</p>
<div style="position:absolute"> <script language="JavaScript" type="text/javascript"> document.write("<img style='display:none;' src='http://www.tagesanzeiger.ch/blogs/standard/Steilpass-Waschen-legen-feuern-bitte/story/20710636/pixel.gif?nocache="+(Math.random()*100000)+"' width='1' height='1' />");  </script> <noscript> <img style="display:none;" src="http://www.tagesanzeiger.ch/blogs/standard/Steilpass-Waschen-legen-feuern-bitte/story/20710636/pixel.gif?nocache=1368784116" width="1" height="1"/> </noscript> </div>
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		<title>Alex Frei und das Rayonverbot an Carlos Bernegger</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/steilpass/index.php/7378/alex-frei-und-das-rayonverbot-an-carlos-bernegger/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 03:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Zimmerli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Steilpassvorlage, für einmal im feinen Anzug gespielt, liefert uns Alexander Frei bereits nach kurzer Zeit in seinem neuen Amt als Sportchef. Frei scheint das Rampenlicht bereits zu vermissen. Anders ist seine erste Amtshandlung in Form eines Jubelverbots an die Adresse seines Erfolgstrainers nicht zu erklären. Was ist passiert? Luzern, mittlerweile seit sechs Runden ungeschlagen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7384" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/frei640.jpg"><img class="size-full wp-image-7384" title="Steilpass" src="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/frei640.jpg" alt="«Bis im Herbst geht er nicht mehr vor die Fans»: Alex Freis Rayonverbot an Carlos Bernegger. (Keystone/Sigi Tischler)" width="640" height="380" /></a><p class="wp-caption-text">«Bis im Herbst geht er nicht mehr vor die Fans»: Alex Freis Jubelverbot an Carlos Bernegger. (Keystone/Sigi Tischler)</p></div>
<p dir="ltr">Eine  Steilpassvorlage, für einmal im feinen Anzug gespielt, liefert uns  Alexander Frei bereits nach kurzer Zeit in seinem neuen Amt als  Sportchef. Frei scheint das Rampenlicht bereits zu vermissen. Anders ist  seine erste Amtshandlung in Form eines Jubelverbots an die Adresse  seines Erfolgstrainers nicht zu erklären. Was ist passiert?</p>
<p dir="ltr">Luzern,  mittlerweile seit sechs Runden ungeschlagen, besiegt am vorletzten  Mittwoch St. Gallen mit 2:0, was die dankbaren Luzerner Fans mit  Sprechchören an die Adresse von Cheftrainer Carlos Bernegger, dem  Baumeister des kurzzeitigen Erfolgs, honorieren. Grosszügig und loyal,  wie wir Alex Frei kennen, schiebt dieser Bernegger mit den Worten «Geniesse den Moment, lass dich feiern aber nur dieses eine Mal» in  Richtung Fankurve an. Drei Tage später gewinnt der FC Luzern auch gegen  die Berner Young Boys auf  beeindruckende Art und Weise, und nachdem  Bernegger auf dem Rasen ein Interview gibt, lässt sich der heissblütige  Argentinier &#8211; weil er seine Emotionen nicht unter Kontrolle hatte, wie  er später zu Protokoll gab &#8211; nochmals hinreissen, sich vor der Kurve  kurz feiern zu lassen. Alex Frei, der 33-jährige Partyschreck, war  sichtlich verärgert über die Befehlsverweigerung seines Untergebenen und  auferlegte dem elf Jahre älteren Bernegger noch an der Medienkonferenz  ein Jubelverbot bis Herbst 2013. Vielleicht sehen wir den Luzerner  Platzwart ja demnächst beim Aufpinseln einer Anti-Coaching-Zone vor der  Luzerner Fankurve.</p>
<p dir="ltr">
<div id="attachment_7386" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/bernegger.jpg"><img class="size-medium wp-image-7386" title="Steilpass" src="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/bernegger-300x202.jpg" alt="Der neue Trainer des FC Luzern, Carlos Bernegger, feiert den Sieg gegen St.Gallen. (Keystone/Urs Flüeler)" width="300" height="202" /></a><p class="wp-caption-text">Der neue Trainer des FC Luzern, Carlos Bernegger, feiert den Sieg gegen St.Gallen. (Keystone/Urs Flüeler)</p></div>
<p>Es  darf spekuliert werden, denn eine einigermassen plausible Erklärung  gibt es für eine solche Massnahme nicht. Hat sich Bernegger vielleicht  mit falschen Federn geschmückt, da Frei diesen kurzfristigen Erfolg für  sich beansprucht? Ist es eine Machtdemonstration des neuen  Kadermitarbeiters, Profilierungssucht  oder einfach Selbstinszenierung? Ich habe mich ohnehin gefragt, was  denn genau einen Frei als Sportchef qualifiziert, mal abgesehen von  seinen Kontakten. Sein ungesunder Ehrgeiz, der Egoismus und die  Kaltblütigkeit vor dem Tor waren tolle Eigenschaften für einen  Goalgetter; aber ob sie im Leistungsausweis für den Posten eines  Sportdirektors ebenfalls gefragt sind, ist fraglich.</p>
<p dir="ltr">Der  FC Luzern bräuchte nach all den Querelen um Herrmann, Yakin, Alpstaeg  und Komornicki vor allem Ruhe und keine Selbstdarsteller. Dieser  plötzliche Schritt vom Rasen in die Direktionsabteilung ist bestimmt  nicht einfach. Aber Frei sollte bewusst werden, dass er nicht mehr auf  der grossen Bühne sondern auf den Nebenplätzen spielt, im Hintergrund.  Den Miesepeter an der Öffentlichkeit kann er dann wieder raushängen, wenn  es Gründe dafür gibt. In erster Linie sollte er sich jetzt darum  kümmern, eine schlagkräftige Mannschaft für die nächste Saison zu formen  und in einer freien Minute – von mir aus auch alleine in seinem Büro –  soll er sich doch wie Kollege Bernegger freuen, die neue Saison nicht in  der Challenge League planen zu müssen, denn ohne die gewonnenen Punkte  unter Bernegger wäre der FC Luzern jetzt Letzter.</p>
<p>Vielleicht  sind sie sich beim FC Luzern ja auch noch nicht ganz sicher mit Frei.  Anstelle eines Fotos von ihm prangt im Organigramm auf der Website  jedenfalls ein FCL-Logo. Es ist aber auch gut möglich, dass Frei ohnehin  bald vom FC Sion abgeworben wird. Er könnte dann Sportdirektor und  Sturmspitze spielen, während Christian Constantin den Präsidenten, den  Torhüter, die Verteidigung und das Mittelfeld bildet. Und falls Michel  Decastel bis zu diesem Zeitpunkt wider Erwarten nicht mehr als  Cheftrainer beim FC Sion agiert, dann hat einst Rolf Fringer Interesse  bekundet für diesen Job. Allerdings bloss für ein verlängertes  Wochenende.</p>
<div style="position:absolute"> <script language="JavaScript" type="text/javascript"> document.write("<img style='display:none;' src='http://www.tagesanzeiger.ch/blogs/standard/Alex-Freis-Rayonverbot-an-Carlos-Bernegger/story/10981408/pixel.gif?nocache="+(Math.random()*100000)+"' width='1' height='1' />");  </script> <noscript> <img style="display:none;" src="http://www.tagesanzeiger.ch/blogs/standard/Alex-Freis-Rayonverbot-an-Carlos-Bernegger/story/10981408/pixel.gif?nocache=1368717294" width="1" height="1"/> </noscript> </div>
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		<title>GC-Höhenflug als Sinnbild für diese bescheidene Saison</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/steilpass/index.php/7363/gc-hohenflug-als-sinnbild-fur-diese-bescheidene-saison/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 03:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Ruch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich muss und möchte dem geschätzten Kollegen Thomas Kobler vehement widersprechen. Er kritisierte vor drei Tagen an dieser Stelle Uli Forte heftig und warf dem GC-Trainer sogar vor, dieser sei mit seinen personellen Massnahmen verantwortlich dafür, dass der Grasshopper Club nicht Meister werden würde. Diese Behauptung ist natürlich völlig falsch. In Wahrheit lebte GC in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7372" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/steilpass.jpg"><img class="size-full wp-image-7372" title="Steilpass" src="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/steilpass.jpg" alt="YB's Samuel Afum rechts, im Kampf um den Ball gegen GC's Veroljub Salatic links, waehrend dem Raiffeisen Super League Spiel zwischen den BSC Young Boys und dem Grasshopper Club Zuerich, am Dienstag 7. Mai 2013 im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Vielleicht waren einfach alle anderen Teams dieses Jahr schlecht: GC-Spieler Veroljub Salatic (l.) und der Berner Samuel Afum kämpfen um den Ball, 7. Mai 2013. (Bild: Keystone/Marcel Bieri)</p></div>
<p>Ich muss und möchte dem geschätzten Kollegen Thomas Kobler vehement widersprechen. Er kritisierte vor drei Tagen an dieser Stelle Uli Forte heftig und warf dem GC-Trainer sogar vor, dieser sei mit seinen personellen Massnahmen verantwortlich dafür, dass der Grasshopper Club nicht Meister werden würde.</p>
<p>Diese Behauptung ist natürlich völlig falsch. In Wahrheit lebte GC in dieser Saison weit über seine Verhältnisse und absolvierte – gemessen an den Erwartungen – eine überragende Spielzeit. So viel falsch kann da der Trainer nicht gemacht haben. Im Gegenteil. GC präsentierte sich auch dank kluger Transfers vor der Saison in der Regel gut organisiert. Unter Uli Forte, daran besteht kein Zweifel, hat GC eine äusserst positive Entwicklung genommen. Schliesslich wäre der Rekordmeister letzte Saison abgestiegen, hätten bei Xamax und Sion nicht zwei Fussball-Wahnsinnige gewütet. Aber das ist eine andere unschöne Geschichte aus dieser Liga.</p>
<p>Dass GC aber bis Mitte Mai vom Meistertitel träumen durfte, beweist, wie schwach das Niveau in dieser Super-League-Spielzeit insgesamt ist. Denn die Zürcher profitierten von den krassen Schwächen bei der wirtschaftlich und sportlich eigentlich besser aufgestellten Konkurrenz. Jene Vereine, die Basel von der Substanz her am ehesten gefährden könnten, begingen auf vielen Ebenen zahlreiche Fehler. Bei YB und Sion, Zürich und Luzern herrschte Kontinuität in den letzten Monaten und Jahren einzig in Sachen Unruhe.</p>
<p>Jetzt sind bei den vier Vereinen mal wieder neue Verantwortliche am Werk. Sie geloben Besserung, präsentieren Konzepte, schüren Hoffnungen. Am Ende aber jubelt in 12 Monaten wohl wieder der FC Basel. Sions rücksichtslosem Präsidenten Christian Constantin jedenfalls ist es leider nicht mehr zuzutrauen, zur Besinnung zu kommen und zu realisieren, dass er trotz beachtlicher Investitionen kaum Erfolg haben wird, wenn er Halbjahr für Halbjahr die halbe Mannschaft rausschmeisst und Trainer im Zwei-Monate-Rhythmus entlässt. Um am von Constantin so oft zitierten Totomat bestehen zu können, benötigt es: Geduld, Ruhe, Kompetenz. Zu finden sind diese Tugenden vorbildhaft in Basel. Die Entscheidungsträger der meisten Vereine in dieser Liga sollten beim FCB in die Lehre gehen müssen.</p>
<p>Und nicht nur bei Sion sind Zweifel angebracht, ob die nahe Zukunft deutlich besser werden wird. Zürich muss sparen, Luzern sortiert sich neu, YB plant den nächsten Umbruch. Die unzähligen Skandale, Schlagzeilen und Sensationen bei diesen Vereinen bieten zwar beste Unterhaltung für uns, sind der Klasse der fussballerischen Darbietungen auf dem Rasen aber abträglich. Und so bot diese Super-League-Spielzeit letztlich bestenfalls bescheidenen Sport. Zu oft standen Rochaden auf den Trainerbänken oder in Sportchefbüros im Mittelpunkt. Zu hektisch agierten die meisten Klubs. Zu unbeständig spielten viele Mannschaften. Auch deshalb durfte sich der tapfere, aber keinesfalls unwiderstehliche Aufsteiger St. Gallen im Spitzentrio etablieren. Und darum spielte GC ein bisschen um den Titel mit.</p>
<p>Die Frage aber ist: Was wird am Ende von dieser Saison in Erinnerung bleiben?</p>
<div style="position:absolute"> <script language="JavaScript" type="text/javascript"> document.write("<img style='display:none;' src='http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussball/GCHoehenflug-als-Sinnbild-fuer-diese-bescheidene-Saison/story/11248702/pixel.gif?nocache="+(Math.random()*100000)+"' width='1' height='1' />");  </script> <noscript> <img style="display:none;" src="http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussball/GCHoehenflug-als-Sinnbild-fuer-diese-bescheidene-Saison/story/11248702/pixel.gif?nocache=1368617674" width="1" height="1"/> </noscript> </div>
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		</item>
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		<title>Warum nicht auch eine Wunder-Natiauf Rasen?</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/steilpass/index.php/7346/wunder-nati-warum-nicht-auch-im-fussball/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 03:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Fetscherin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit grossen Augen schauen wir in diesen Tagen nach Stockholm. Die Schweizer Nati verblüfft, überzeugt, und nicht nur das – sie setzt nach. Die Schweiz gewinnt gegen Schweden, man spricht von einem Überraschungssieg. Als Underdog schlägt man auch das Eishockey-Mutterland Kanada und setzt gegen den Hockey-Riesen Tschechien einen drauf. Die Augen werden grösser. Man prophezeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7355" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/sp.jpg"><img src="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/sp.jpg" alt="Schweizer Nationalspieler in zwei Welten: Die bisher ungeschlagenen Eishockeyaner an der WM in Stockholm (l.) und der Fussballer Shaqiri in der WM-Qualifikation auf Zypern. (Bilder: AFP/Keystone)" title="sp" width="640" height="360" class="size-full wp-image-7355" /></a><p class="wp-caption-text">Schweizer Nationalspieler in zwei Welten: Die bisher ungeschlagenen Eishockeyaner an der WM in Stockholm (l.) und der Fussballer Shaqiri in der WM-Qualifikation auf Zypern. (Bilder: AFP/Keystone)</p></div>
<p>Mit grossen Augen schauen wir in diesen Tagen nach Stockholm. Die Schweizer Nati verblüfft, überzeugt, und nicht nur das – sie setzt nach. Die Schweiz gewinnt gegen Schweden, man spricht von einem Überraschungssieg. Als Underdog schlägt man auch das Eishockey-Mutterland Kanada und setzt gegen den Hockey-Riesen Tschechien einen drauf. Die Augen werden grösser. Man prophezeit den Eisgenossen, sie würden dafür gegen die schwächeren Gegner die Nerven verlieren. Doch von Verlieren wollen unsere Hockeyaner ganz und gar nichts wissen, seien es Nerven oder Spiele. Und plötzlich dämmert es dem normalerweise so von Unsicherheit durchtränkten Schweizer Sportlerherz: Diese Jungs haben Selbstvertrauen!</p>
<p>Eine Wunder-Nati auf Erfolgskurs. Wäre dies auch im Fussball denkbar? Vergleicht man die Weltranglisten, hat die Schweiz klar im Hockey die Nase vorn. Nach dieser WM darf man sich wieder zu den Top Acht der Welt auf Kufen zählen. Stellen wir uns vor, es gäbe einen Lockout im Fussball. In der (noch?) stärksten Liga der Welt, in Spanien. Es ist kaum denkbar, dass Lionel Messi, Cristiano Ronaldo und Konsorten Zuflucht in der Schweiz suchen würden. Deutschland würde locken, England oder Italien. Im NHL-Lockout aber zog es Patrick Kane, John Tavares und Joe Thornton in die Schweiz, um auf hohem Niveau Hockey zu spielen.</p>
<p>Doch wie klein ist die Fussballschweiz wirklich? Und: Kommt es nur auf die Grösse an? Weltfussballer Messi tanzt, wenn er fit ist, mit seinen 168 Zentimetern nach Belieben jeden Riesen aus. Die Schweiz ist als Weltnummer 15 nahe dran an der Spitze. So kann es auch einmal gelingen, an der WM den späteren Weltmeister zu schlagen. Doch was passiert dann? Nichts mehr. Man erliegt dem Druck und bricht in sich zusammen. Statt das Erfolgserlebnis in sich aufzusaugen und sich mit breiter Brust den drauffolgenden Reifeprüfungen zu stellen.</p>
<p>Anders macht es unsere Hockey-Nati zurzeit vor – obwohl die grossen Namen wie Mark Streit und Damien Brunner nicht dabei sind. Ein Anti-Star-Team auf Erfolgskurs. Von der Truppe, die den Viertelfinaleinzug scheinbar mit Links gepackt hat, spielen nur drei Akteure nicht in der heimischen Schweizer Liga. Die Mannschaft lebt vom Kollektiv und vom Kampfgeist. Etwas, was der Fussball-Nati manchmal etwas abgeht.</p>
<p>Dabei wären die Voraussetzungen im Fussball ähnlich gut und werden immer besser. Grosse Talente wie Xherdan Shaqiri präsentieren sich an den besten europäischen Adressen. Stephan Lichtsteiner raucht als wichtiger Eckpfeiler von Juventus Turin wie selbstverständlich die Meisterzigarre. Im Nachwuchsbereich kann die Schweiz erst recht mit den ganz Grossen mithalten, holt mit der U-17 vor vier Jahren gar den Weltmeistertitel. Regelmässig qualifiziert sich inzwischen auch mit die A-Nationalmannschaft für die grossen Turniere. An der WM in Deutschland wird man Gruppensieger und scheidet dann gegen den vermeintlich schwächsten Gegner Ukraine im Elfmeterschiessen aus. Es fehlt der Glaube daran, einen Schritt weiter gehen zu können. Auch an der Heim-EM hält man dem Druck nicht stand und verabschiedet sich frühzeitig aus dem Wettbewerb.</p>
<p>Jetzt steht man wieder vor einer grossen Chance. In der Qualifikation für die WM 2014 ist man Gruppenleader und damit auf gutem Weg nach Brasilien. Doch die Herkulesaufgabe wird erst an der Endrunde folgen. Dann heisst es, das Selbstvertrauen aus einer hoffentlich erfolgreichen Qualifikation mitnehmen und es der Hockey-Nati gleich zu tun.</p>
<p><strong>Was glauben Sie? Sind für die Schweiz auch im Fussball Wunder möglich?</strong></p>
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		<title>Das Phrasenschwein-Derby</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 06:41:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kobler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Trainer der Grasshoppers ist immer wortreich, aber selten einfallsreich. Dass GC seit gestern die Meisterschaft wahrscheinlich endgültig abschreiben kann, lag nicht nur am Übungsleiter, aber was soll eine Mannschaft machen, wenn sie falsch auf- und eingestellt wird? Ich behaupte, dass es selten so einfach gewesen wäre, die Dominanz des FCB zu brechen wie in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src='http://www.tagesanzeiger.ch/iframe_bildstrecke.html?bildstrecke_id=101848' name='Bildstrecke_101848' id='Bildstrecke_101848' frameborder='0' width='640' height='516' border='0' scrolling='no'></iframe></p>
<p>Der Trainer der Grasshoppers ist immer wortreich, aber selten einfallsreich. Dass GC seit gestern die Meisterschaft wahrscheinlich endgültig abschreiben kann, lag nicht nur am Übungsleiter, aber was soll eine Mannschaft machen, wenn sie falsch auf- und eingestellt wird? Ich behaupte, dass es selten so einfach gewesen wäre, die Dominanz des FCB zu brechen wie in der laufenden Saison. Am Anfang waren die Basler unsortiert, und jetzt zum Ende hin sind sie müde von einer langen, strapaziösen Saison. Aber die Zürcher schlugen die Einladungen zu den Satzbällen ein ums andere Mal aus, obwohl die Aufgaben keineswegs unlösbar gewesen wären.</p>
<p>Ich behaupte weiter, dass Uli Forte dafür die Verantwortung übernehmen muss. Wenn ein Trainer nicht feststellt, dass Nassim Ben Khalifa kein Mittelstürmer ist, weil seine Stärken kaum zum Tragen kommen, wenn er mit dem Rücken zum Tor spielen muss, dann ist ihm nicht zu helfen. Gestern hätte er Frank Feltscher als Mittelstürmer aufstellen können und Ben Khalifa als 10 dahinter. Feltscher wäre nicht schlechter gewesen.  Warum er seinem Spielmacher, Salatic, seit Wochen solch pomadige Auftritte wie gestern ohne Konsequenzen durchlässt, ist mir schleierhaft. Vielleicht sollte er ihm mal ein paar Schweinsteiger-Videosequenzen vorspielen und nicht nur die letzten Spiele, die Günter Netzer für GC machte.</p>
<p>GC hat die bessere Defensive als der FCZ. Da kann man schon mal etwas riskieren, wenn der Gegner so offensiv aufgestellt antritt wie die Roten gestern. Chermiti und den formschwachen Gavranovic in Schach zu halten, war weder auf dem Papier noch auf dem Platz eine schwierige Aufgabe für die robuste Innenverteidigung. Und Drmic zu doppeln wäre auch keine Kunst gewesen, wenn Salatic nicht wieder so pomadig zwischen Strafraum und Mittelkreis Standplätze eingenommen hätte.</p>
<p>Schlaue Taktiker wie Yakin wissen auf die Schwachstellen des Gegners zu reagieren. Als klar war, dass Urs Meier das defensive Mittelfeld mit dem bescheidenen Buff und Gajic besetzen würde, war Fortes Mittelfeld-Trio Salatic, Abrashi und Gashi nicht offensiv genug, um die Schwachstelle Buff unter Druck zu setzen. Forte ging das Derby ängstlich – fast defätistisch – an. Die Mannschaft musste dafür mit einer unnötigen Niederlage bezahlen, die sie aus einem nicht aussichtslosen Meisterschaftsrennen wirft. Ich wäre ziemlich sauer gewesen als Spieler.</p>
<p>Natürlich kann man im Fussball die Dinge immer ganz unterschiedlich sehen, aber die Zahlen lügen nie. Die linke Zahl beim GC-Torverhältnis sagt alles: Unter den Spitzenmannschaften haben die Grasshoppers mit Abstand am wenigsten Tore erzielt. Ihre Offensive ist schlicht und einfach zu wenig durchschlagskräftig. Das, obwohl sie mit Zuber, Hajrovic und Feltscher über beachtliche Qualität auf den Aussenbahnen verfügen und mit Anatole und Ben Khalifa ein aggressives bzw. technisch sehr begabtes Offensiv-Zentrum vorhanden ist. Nochmal, dass spielerisches Potenzial möglichst grosse Wirkung erzielt, dafür ist in hohem Masse der Trainer verantwortlich.</p>
<p>Die nicht vorhandenen GC-Meisterschaftsträume sind gestern geplatzt, aber noch gäbe es einen Pokal zu gewinnen. Wird es Uli Forte bis dahin gelingen, GC offensiver auszurichten, um die einmalige Chance à la Wigan Athletic zu nutzen? Wie seht ihr das, Sportsfreunde?</p>
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		<title>Die Liga braucht unbedingt ein starkes YB</title>
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		<pubDate>Wed, 08 May 2013 03:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Ruch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[4050! So wenig Menschen wollten am Samstagabend das Heimspiel der Grasshoppers gegen Servette (2:0) live im Letzigrund anschauen. 4050! Das ist sehr bitter für den Fussballstandort Zürich. Da kann GC dank guter Arbeit, ausgezeichneter Transfers und begabten Spielern endlich, endlich wieder mal Meister werden (zumindest theoretisch), und dann erscheinen nicht mehr Zuschauer zu einer der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src='http://www.tagesanzeiger.ch/iframe_bildstrecke.html?bildstrecke_id=101402' name='Bildstrecke_101402' id='Bildstrecke_101402' frameborder='0' width='640' height='516' border='0' scrolling='no'></iframe><br />
4050! So wenig Menschen wollten am Samstagabend das Heimspiel der Grasshoppers gegen Servette (2:0) live im Letzigrund anschauen. 4050! Das ist sehr bitter für den Fussballstandort Zürich. Da kann GC dank guter Arbeit, ausgezeichneter Transfers und begabten Spielern endlich, endlich wieder mal Meister werden (zumindest theoretisch), und dann erscheinen nicht mehr Zuschauer zu einer der letzten Begegnungen der Saison.</p>
<p>Die Erkenntnis ist gewiss nicht neu, dass der Fussball im Vergnügungsparadies Zürich einen schwierigen Stand hat. Sein Stellenwert ist gering. Es ist beinahe wie in der Westschweiz, wo stolze Vereine wie Lausanne, das letzte Saison Konkurs gegangene Xamax und Servette leider eher wenig Begeisterung in der Bevölkerung wecken – und auch finanziell darben müssen. Anderswo – in Sion, Luzern und St. Gallen beispielsweise – herrscht zwar Fussballeuphorie, doch die Klubs sind letztlich nicht gross genug, um den in allen Belangen überragenden FC Basel konstant zu attackieren.</p>
<p>Es gibt in der Schweiz nur einen Verein, der ähnlich stark, erfolgreich, mächtig wie der FCB sein könnte. Die Young Boys verfügen über ein wunderschönes Stadion, sie haben eine riesige Fanbasis und dank vermögender Besitzer die wirtschaftlichen Möglichkeiten, um Basel zu gefährden. Die YB-Verantwortlichen jedoch arbeiteten seit Sommer 2010 miserabel und leiteten mit Missmanagement eine gewaltige sportliche und finanzielle Talfahrt ein – obwohl die Brüder Rihs als Investoren ansehnliche Beträge zur Verfügung stellten, um ein Meisterteam hinzustellen. Allein im Jahr 2012 betrug das Minus im Betrieb deshalb 15 Millionen Franken!</p>
<p>Die Jahre zwischen 2006 und 2010 jedoch hatten bewiesen, dass in Bern mit vernünftiger, kluger Arbeit ein Fussballgigant aufgebaut werden könnte. Da machte YB glücklich. Da erschienen regelmässig über 25’000 Zuschauer zu wichtigen Partien der Young Boys im Stade de Suisse. Da spielte YB um mehrere Titel in Liga und Cup, zelebrierte aber auch den Status als Verlierermannschaft und veryoungboyste einen Pokal nach dem anderen. Immerhin aber qualifizierte sich das Team in den letzten Jahren zweimal für die Europa League – und hat sich insgesamt trotz aktueller fussballerischer Baisse als zweite Spitzenkraft in der Super League etabliert. Eigentlich. Und auf dem Papier.</p>
<p>Die Liga jedenfalls braucht zur Steigerung der Attraktivität unbedingt ein starkes YB als Gegenpart des dominanten FC Basel.</p>
<p>In dieser fürchterlich miesen Spielzeit der Young Boys jedoch läuft der Berner Riese mal wieder den hohen Erwartungen hinterher. Von einer weiteren Finalissima gegen den Rivalen Basel ist YB derzeit so weit entfernt wie die Grasshoppers von hohen Sympathiewerten in der Südkurve. Es wird die grosse Herausforderung für Sportchef Fredy Bickel sein, das bemerkenswerte Potenzial in Bern auszuschöpfen – und vor allem das ungenügend zusammengestellte Team auszumisten und sinnvoll zu verstärken. Damit die Titelsehnsucht im YB-Umfeld bald gestillt werden kann. Die Ungeduld in der treuen Fangemeinde wächst.</p>
<p>Und es ist ja so: Wenn der SC Bern Eishockeymeister wird, freuen sich die Leute in der Hauptstadt und feiern routiniert ein bisschen. Werden aber die Young Boys (irgendwann) erstmals seit 1986 nationaler Champion, wird in Bern ein gigantisches, vermutlich einmaliges Fest steigen. Würde dagegen in ein paar Wochen in Zürich eine GC-Meisterparty stattfinden, dürfte man das wohl nicht einmal richtig bemerken.</p>
<p><strong>Wer anders als YB also kann diesen souveränen FC Basel langfristig herausfordern?</strong></p>
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		<title>Blau-rote Endstationen</title>
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		<pubDate>Mon, 06 May 2013 08:49:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kobler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem «Primavera», dem ersten Grün des Frühlings, biegen auch die Fussballmeisterschaften und internationalen Wettbewerbe auf die Zielgeraden ein. Für die einen oder andern bedeutet das auch immer, dass sie am Ende ihres Weges angekommen sind. Da wäre zunächst einmal der heimische FC Basel. An der Stamford Bridge beim FC Chelsea schlug ihm am vergangenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src='http://www.tagesanzeiger.ch/iframe_bildstrecke.html?bildstrecke_id=101228' name='Bildstrecke_101228' id='Bildstrecke_101228' frameborder='0' width='640' height='516' border='0' scrolling='no'></iframe><br />
Mit dem «Primavera», dem ersten Grün des Frühlings, biegen auch die Fussballmeisterschaften und internationalen Wettbewerbe auf die Zielgeraden ein. Für die einen oder andern bedeutet das auch immer, dass sie am Ende ihres Weges angekommen sind.</p>
<p>Da wäre zunächst einmal der heimische FC Basel. An der Stamford Bridge beim FC Chelsea schlug ihm am vergangenen Donnerstag die Stunde im Europa-League-Halbfinal-Rückspiel. Nach der äusserst knappen 1:2-Heimniederlage verloren die Basler das Rückspiel deutlich mit 3:1. Auch wenn die überragende Qualität und das Talent in Reihen des noch amtierenden Champions-League-Siegers aus Südwest-London in der zweiten Halbzeit erdrückend wurden, darf die Mannschaft um Kapitän Marco Streller auf das Erreichte zu Recht ein wenig stolz sein.</p>
<p>Wie weit der FCB mittlerweile ist, verdeutlichte Murat Yakins Erklärung am Tag danach: «Chelsea hatte ich schon beim 3:1 abgeschlossen, deshalb habe ich Streller und Stocker ausgewechselt.» Das Spiel war nach 62 Minuten verloren; der kühle Taktiker zog sich, mit Blick auf die noch anstehenden Aufgaben daheim, geordnet auf eine Verteidigungslinie zurück und richtete das Augenmerk bereits auf die anstehenden Super-League-Begegnungen. Der mühsame Arbeitssieg gestern in Sion gab ihm recht. Am Rheinknie beherrscht man es, über den Tag hinaus zu denken.</p>
<p>Etwas anders sieht die Situation bei den katalanischen Blau-Roten aus. Für den FC Barcelona endete am vergangenen Mittwoch eine Ära: Nämlich die jener grossen Barça-Mannschaft, die unter Pep Guardiola zum Symbol für höchste Fussballkunst gereift war. Ihr legendäres «Tiki-Taka» fand seinen Meister, als der FC Bayern dem perfekten Pass- und Stellungsspiel noch weitere Dimensionen hinzufügte und sie im Camp Nou vernichtend schlug. Der bayrischen Angriffswucht und Zielstrebigkeit, sowie der überlegenen Physis hatten die Spieler um Xavi und Iniesta nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Wer nach dem Hinspiel noch die Hoffnung hegte, dass nur der angeschlagene Messi die Münchner im Hinspiel 4:0 gewinnen liess, musste nach dem Rückspiel erkennen, dass diese grosse Mannschaft erschöpft am Ende ihres Weges angekommen ist.</p>
<p>Natürlich ist das nicht «das Ende der Welt» für die Katalanen. Nichts ist so zerbrochen, dass man es nicht wieder ziemlich rasch reparieren könnte. Viel eher ist der Moment gekommen, wo man sich in Barcelona wieder daran machen muss, die nächste grosse Mannschaft aufzubauen. Die hier ist nur noch gut. Dass man dabei auf Lionel Messi – den bisher vielleicht begabtesten Fussballer aller Zeiten – und auf eine der grossartigsten Vereinsphilosophien überhaupt zählen kann, erleichtert einiges. Weiter schaffen der fantastische Fussballtempel Camp Nou sowie finanzieller Handlungsspielraum eine beneidenswerte Ausgangslage für die unumgänglich gewordenen Restaurationsarbeiten.</p>
<p>Barcelonas Trainer Tito Vilanova tut sich noch schwer mit dem Gedanken, dass das «Guardiola-Barça» letzten Mittwoch den Betrieb einstellte, viele Fans vermutlich auch. Aber die Champions League lügt nicht. Azulgrana, die Blau-Roten, haben das Klassenziel zum zweiten Mal hintereinander deutlich verfehlt. Jetzt muss einiges hinterfragt werden &#8211; selbst der krankheitsgeschwächte Trainer, was angesichts dieser besonderen Umstände für die Vereinsführung eine menschlich äusserst heikle Situation darstellt.</p>
<p>«Més que un club» oder am Ende doch auch nur ein Club? Was glaubt ihr, Sportsfreunde?</p>
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		<title>Frau beisst Hund!</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/steilpass/index.php/7299/frau-beisst-hund/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 May 2013 04:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Kobler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesmal war es aber keine Frau und auch kein Hund, die für eine eher ungewöhnliche Schlagzeile aus der Welt der abgelegten Bell- und Beisshemmungen sorgten, sondern Liverpools Mittelstürmer Luis Suárez, der prüfte, ob sein Gegenspieler vom FC Chelsea, Branislav Ivanovic, schon «durch» war und dafür mal kurz in dessen Arm biss. Ivanovic war «not amused», [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src='http://www.tagesanzeiger.ch/iframe_bildstrecke.html?bildstrecke_id=100948' name='Bildstrecke_100948' id='Bildstrecke_100948' frameborder='0' width='640' height='516' border='0' scrolling='no'></iframe><br />
Diesmal war es aber keine Frau und auch kein Hund, die für eine eher ungewöhnliche Schlagzeile aus der Welt der abgelegten Bell- und Beisshemmungen sorgten, sondern Liverpools Mittelstürmer Luis Suárez, der prüfte, ob sein Gegenspieler vom FC Chelsea, Branislav Ivanovic, schon «durch» war und dafür mal kurz in dessen Arm biss. Ivanovic war «not amused», wie man in England heftige Irritation elegant umschreibt, und die FA auch nicht. Sie sperrte Suárez, weil er ein Wiederholungstäter(!) ist, für zehn Meisterschaftsspiele. Seine letzte grosse Sperre war wegen Rassismus, nun ist es Kannibalismus. Beim dritten Mal gibts einen Maulkorb, angelegt von einem schwarzen Pfleger.</p>
<p>Dass Fussballspieler in der Hitze des Gefechts schon mal die Offiziellen anbellen, ist längst Routine. Umgekehrt ist es allerdings eher aussergewöhnlich. Kürzlich nannte Schiedsrichter Pascal Erlachner den GC-Mittelfeldstar Vero Salatic ein «Arschloch». Man war sich während des Spiels etwas unglücklich in die Quere gekommen, oder wie das in bestem Fussballtaktik-Deutsch heute heisst: Ihre Laufwege hatten sich gekreuzt, was sich beide offenbar ziemlich übelnahmen. Mittlerweile ist die Sache gegessen. Erlachner, der sich von Salatic herausgefordert fühlte, wurde von der SFL für die nächsten Einsätze salomonisch in die Challenge League eingeteilt, und Salatic nahm &#8211; nach zwei Tagen beleidigte Chevapchichi spielen &#8211; die Entschuldigung des Refs an. Er musste das erst einmal verdauen.</p>
<p>Geknurrt wurde auch in Cottbus, wo der Kameruner Stürmer des 1. FCK, Mo Idrissou, offenbar Schiedsrichter Starks Bemerkungen zur seiner Körpersprache mit zu vielen «schwul» in seinen Antworten ausschmückte. Wenigstens war es zur Abwechslung mal nichts rassistisches im Zusammenhang mit einem dunkelhäutigen Spieler, und leichte Homophobie gehört unter Fussballern aller Couleur ja fast schon zum guten Ton. Weil er aber grad so in Fahrt war, qualifizierte er auch gleich noch sich und seine Mannschaftskameraden zünftig ab, die gegen Energie wichtige Punkte im Kampf um den Relegationsplatz zur 1. Bundesliga liegen liessen: «Wir sind einfach nur dumm, die dümmste Mannschaft der 2. Liga». Der DFB ist mittlerweile an der Sache dran, aber Stützunterricht für geistig herausgeforderte Bundesliga-Profis wäre ein Novum.</p>
<p>Den russischen Linienrichter Kadyrow, der im tschetschenischen Grosny nach dem Premier-Liga-Spiel zwischen Terek und Perm wie von der Leine gelassen auf Perms Verteidiger Krichmar mit Fäusten und Tritten losging, schenken wir uns. Den Neuenburgern sträuben sich noch immer die Nackenhaare, wenn sie das Wort Tschetschenien nur hören.</p>
<p>Und was ist eigentlich im Wallis los. Hat Genaro Gattuso Imperator Constantin an die Kette gelegt? Die Ruhe wirkt gespenstisch, besonders weil Sions Fussball momentan überhaupt nicht begeistert. Schlafende Hunde soll man nicht wecken, heisst es, aber schläft Constantin noch oder lauert er schon? Der Hund von Baskerville war eine schreckliche Bestie, aber im Vergleich zu Sions Präsidenten wohl eher ein Schosshündchen.</p>
<p>Nachdem die FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) auf ihre letzte Sport-Sonntagsfrage mit der Leserantwort titelte: «Aber a Hund san’s scho, lieber Herr Hoeness!», liegt der Gedanke nicht allzu fern, dass das Spiel unlängst tatsächlich etwas auf den Vierbeiner gekommen ist. Fallen Ihnen auf die Schnelle noch andere bemerkenswerte «tierische Geschichten» zum Fussball ein?</p>
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		<title>Der kleine Prinz kehrt zurück!</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/steilpass/index.php/7279/der-kleine-prinz-kehrt-zuruck/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 May 2013 04:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Zimmerli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Liebeserklärung an den Mann aus Guinea, der immer wieder seinen Spind räumte, um seinen Wechsel zu einem grossen europäischen Klub zu vermelden, sein Lieblingsessen auf der FCZ Homepage schlicht mit Reis angab und seine Lebensfreude zu zelebrieren vermochte. Alhassane Keita wurde am 26. Juni 1983 in der Hauptstadt Guineas, in Conakry, geboren und lief [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7287" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/keita640.jpg"><img class="size-full wp-image-7287" title="Steilpass" src="/steilpass/wp-content/uploads/2013/05/keita640.jpg" alt="Leider nicht zum FC Zürich sondern zum FC St. Gallen: Alhassane Keita. (AFP/Jaime Reina)" width="640" height="364" /></a><p class="wp-caption-text">Leider nicht für den FC Zürich sondern FC St. Gallen: Alhassane Keita spielt wieder in der Schweiz. (AFP/Jaime Reina)</p></div>
<p>Eine Liebeserklärung an den Mann aus Guinea, der immer wieder seinen Spind räumte, um seinen Wechsel zu einem grossen europäischen Klub zu vermelden, sein Lieblingsessen auf der FCZ  Homepage schlicht mit Reis angab und seine Lebensfreude zu zelebrieren vermochte.</p>
<p>Alhassane Keita wurde am 26. Juni 1983 in der Hauptstadt Guineas, in Conakry, geboren und lief in der Jugend für den lokalen Club Horoya AC auf, bis er mit 17 Jahren seinen ersten Profivertrag für den marokkanischen Verein Olympique Club de Khouribga unterschrieb und ein Jahr später vom FC Zürich verpflichtet wurde. Der 1,69 kleine und pfeilschnelle Rechtsfuss sorgte im Letzigrund für Begeisterung und liess uns mit seinen Toren in diesen eher  trostlosen FCZ-Jahren mit dem UI-Cup, dem Strohhalm-Cup, wenigstens ein bisschen europäische Luft schnuppern. Keita hatten wir es grösstenteils zu verdanken, dass  auch mal Gegner wie Aston Villa nach Zürich kamen, und er ermöglichte uns auch mal eine schöne Auswärtsreise nach Birmingham.</p>
<p>Alhassane Keita  war kein kompletter Stürmer wie es ein Giovane Elber oder ein Richard Nuñez war. Dafür fehlten ihm das spielerische Verständnis, die Übersicht  sowie auch die technischen Fähigkeiten. Keita zeichnete sich insbesondere durch seine Schnelligkeit, sein Selbstvertrauen und seine Sorglosigkeit aus. Diese explosive Mischung  gipfelte dann aber auch oft in grotesken Spielsituationen; den Ball weit weg vom Fuss, hastete er &#8211; nur das Tor vor Augen &#8211; über das halbe Spielfeld und schleuderte den Ball fünf Meter vor dem Tor aus unvorteilhaftem Winkel weit über das Tribünendach hinaus, obwohl Ursal Yasar unbewacht und einschussbereit gleich daneben gestanden hätte. Aber auch nach unzähligen solcher Situationen konnte man ihm das nicht verübeln und quittierte auch den 50. identischen Versuch  mit ungläubigem Staunen und einem grossen Schluck Bier. Und genau das zeichnete unsere Liebe zu diesem stets gut gelaunten Spieler aus. Seine Bilanz mit 58 Toren in 131 Ligaspielen war dennoch eindrücklich, obwohl durchaus 100 Tore möglich gewesen wären. Keita wurde mit dem FCZ 2005 Cupsieger und krönte seine letzte Saison 05/06 mit dem Meistertitel und als Torschützenkönig der Super League.</p>
<p>Alhassane Keita wollte uns dann nach dem Meistertitel um jeden Preis verlassen und unterschrieb, nachdem der Transfer zu Beitar Jerusalem aufgrund  politischer Unruhen scheiterte, trotzdem nochmals bis 2009 für den FCZ. Danach, zum Auftakt der Saison 06/07, fiel er aber nur noch durch Abwanderungsgelüste und Scheinverletzungen auf, warf dem damaligen Sportchef Fredy Bickel Unehrlichkeit vor und griff selbst Ziehvater Sven Hotz öffentlich an, mit dem er nach dem Cupsieg 2005 noch einen unvergesslichen Walzer aufs Festzeltparkett gelegt hatte. Keita fühlte sich verraten und provozierte seinen Abgang erfolgreich. Verraten weil er über all die Jahre 100% gegeben hatte und der FC Zürich ihn partout nicht freigeben wollte. Er verabschiedete sich dann ein allerletztes Mal von seinen Kollegen und streifte sich fortan das Trikot des saudi-arabischen Vereins Al-Ittihad über. Auch das war Keita, ein stolzer Mann.</p>
<p>Nach zwei ansprechenden Saisons bei Al-Ittihad geriet seine Karriere ins Stocken und die darauffolgenden drei Jahre in Spanien waren von Erfolgslosigkeit geprägt.  Danach tingelte er während zweier Jahren wieder in drei verschiedenen Klubs durch den Nahen Osten, wo er aber ebenfalls nicht glücklich werden sollte. Nun ist Keita 29 Jahre alt und bald zurück auf den Schweizer Fussballplätzen. Er wird die Super League bereichern. Die Südkurve geht sparsam damit um, einzelne Spieler mit einem eigenen Lied zu feiern. Fredi Chassot hatte das Glück, Hannu Tihinen und Alhassane Keita ebenfalls. Lasst  uns Alhassane Keita zur Melodie von «Vamos a la playa» herzlich willkommen heissen. Er hat es verdient. Wir würden sonst wohl immer noch auf den ersten Meistertitel nach mittlerweile über 30 Jahren warten.</p>
<div style="position:absolute"> <script language="JavaScript" type="text/javascript"> document.write("<img style='display:none;' src='http://www.tagesanzeiger.ch/blogs/standard/Der-kleine-Prinz-kehrt-zurueck/story/30708712/pixel.gif?nocache="+(Math.random()*100000)+"' width='1' height='1' />");  </script> <noscript> <img style="display:none;" src="http://www.tagesanzeiger.ch/blogs/standard/Der-kleine-Prinz-kehrt-zurueck/story/30708712/pixel.gif?nocache=1367504640" width="1" height="1"/> </noscript> </div>
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		<title>Von der Traumsaison zum Albtraum?</title>
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		<pubDate>Thu, 02 May 2013 06:50:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annette Fetscherin</dc:creator>
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Es ist die Saison der Rekorde für Bayern München. Vor zwei Wochen sicherte man sich den frühesten Meistertitel in 50 Jahren Bundesliga-Geschichte. In der Meisterschaft steht man schon nach 31 Spieltagen auf 84 Punkten, das sind drei Zähler mehr als Dortmund im vergangenen Jahr und – Rekord! 20 Zu-Null-Siege feierte Bayern bisher, ein Novum in der 50-jährigen Geschichte. Auch der beste Rückrundenstart mit 14 Siegen am Stück und die längste Siegesserie in einer Saison gehen aufs Konto der Bayern. Dem FC Barcelona fügt man zwei Kanterniederlagen im Halbfinale der Champions League zu, niemand hat es bisher überhaupt geschafft, die Katalanen zwei Mal in der K.O.-Phase zu besiegen. Bayern überragt alles &#8211; in der Meisterschaft wie in der Königsklasse. Doch alle erzielten Bestmarken verlieren ihren Wert in Null Komma nichts, sollte der FC Bayern München den Champions-League-Final gegen Dortmund verlieren. </p>
<p>Nach dem Jahr der verpassten Chancen mit drei zweiten Plätzen könnte 2012/13 für die Bayern gar zur Saison der ultimativen Schmach werden. Seit zwölf Jahren wartet man auf einen Gewinn der Champions League. Jetzt ist die Chance – wie auch vor Jahresfrist &#8211; zum Greifen nah. Vielleicht noch näher, denn die Bayern sind in gnadenloser Topform. Doch wäre es ausgerechnet der Liga-Konkurrent Dortmund, der einem den ganz grossen Triumph vor der Nase wegschnappt, wäre dies eine Niederlage, die mehr schmerzt als jede andere zuvor. Das Vize-Tripple war schon eine Demütigung, an der die Borussen ihren grossen Anteil hatten. Sollte man zum zweiten Mal hintereinander den Champions-League-Titel um Haaresbreite verpassen, wäre dies für Bayern grausam. Und weil es dieses Jahr gegen Dortmund geht, gar ein absolutes Horror-Szenario.</p>
<p>Wenn Uli Hoeness vor dem Halbfinal den BVB als Wunschgegner fürs Final bezeichnete, weil dies die schwächste Mannschaft der verbleibenden Vier sei, war dies eine normale Giftelei zwischen Rivalen. Auch wenn die Bilanz des BVB gegen Bayern in diesem Jahr bisher negativ ist, sollte aber klar sein, dass die Dortmunder über sich hinauswachsen können. Und im entscheidenden Moment auch mal ein Wunder in Anspruch zu nehmen. Fest steht, dass Uli Hoeness und (noch) seine Bayern, gegen jeden anderen Gegner um ein Vielfaches weniger zu verlieren hätten, als gegen den BVB.</p>
<p>Blicken wir 16 Jahre zurück. 1997 wird der FC Bayern München Deutscher Meister. Stuttgart holt den Pokal. Und Dortmund wird Champions-League-Sieger. Da Stuttgart neben Bayern im Pokal-Final steht, ist es durchaus möglich, dass sich die Geschichte wiederholt. Dann würde aus der Traumsaison des FC Bayern ein einziger grosser Albtraum.</p>
<p>Ein Vorgeschmack darauf, was uns am 25. Mai erwartet, gibts schon übermorgen. Dann steigt die Hauptprobe für den Champions-League-Final auf kleinerer Bühne. Am 32. Spieltag der Bundesliga trifft – ausgerechnet – Borussia Dortmund auf Bayern München. </p>
<p>Was denken Sie, liebe Steilpass-Leserinnen und Leser? Lassen sich die Bayern von Borussia Dortmund auch dieses Jahr wieder die Saison vermiesen? Oder passiert ihnen so etwas wie beim «Finale dahoam» kein zweites Mal, weil der FC Bayern München im Moment schlicht zu gut ist?</p>
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