Sport


Thomas Renggli am Montag den 13. Dezember 2010

Bringt endlich den Video-Joker!

Haderten mit Schiedsrichter Alain Bieri: FCZ-Spieler Aegerter und Magnin.

Haderten mit Schiedsrichter Alain Bieri: FCZ-Spieler Aegerter und Magnin.

Seit 1966 hat sich auf der Welt das eine oder andere verändert. Die Menschheit ist auf dem Mond gelandet. Das Farbfernsehen hat sich etabliert. Das Internet wurde erfunden – und der hinterste Winkel der Welt kommunikationsmässig erschlossen. Alles und jeder kann heute durchleuchtet werden.

Nur eine Spezies tappt seit der Erfindung des Wembley-Tores im WM-Final 1966 unverändert im Dunkeln: diejenige der Fussball-Schiedsrichter.

Die Familie Yakin war davon am Samstag zweimal betroffen – negativ wie positiv. Murat, Trainer des FC Thun, musste nach einer Viertelstunde im Heimspiel gegen Bellinzona konsterniert zur Kenntnis nehmen, wie Schiedsrichter Hänni (nach Intervention des Linienrichters) den regulären Treffer zum 1:0 durch Timm Klose wegen angeblichen Offsides nicht anerkannte. Knapp anderthalb Stunden später profitierte Murats Bruder Hakan in Emmenbrücke von der akuten Sehschwäche des Linienrichters Walter Brosi und der Apathie der drei weiteren Regelhüter. Das Quartett übersah, dass beim Ausgleich durch Puljic gleich vier Luzerner abseits standen – meterweit. Wer die Fernsehbilder von dieser Szene nochmals ansieht, kann nur den Kopf schütteln. Unfassbar.

Gleich gruppenweise im Offside: FC-Luzern-Spieler kurz vor dem Ausgleich.

Gleich gruppenweise im Offside: FC-Luzern-Spieler kurz vor dem Ausgleich.

Die Falschurteile von Thun und Emmenbrücke sind allerdings nur zwei Beispiele der massiven Anhäufung von Schiedsrichterfehlern in der Super League in der ersten Saisonhälfte.

Das Problem ist international. Es kann nicht sein, dass sämtliche (Fernseh-)Zuschauer mehr und besser sehen, als die Hauptverantwortlichen auf dem Spielfeld – dass sich die Gralshüter der Fussball-Ethik standhaft dagegen wehren, der Moderne die Türen zu öffnen. Spättestens seit dem skandalösen Nicht-Tor der Engländer im WM-Achtelfinal gegen Deutschland, als der Ball nach einem Schuss von Lampard (mindestens) einen Meter hinter der Linie aufschlug, müsste sich diese Erkenntnis auch in der Fifa-Chefetage etabliert haben.

Mit fast schon missionarischem Eifer hat sich der Weltverband die Eroberung von neuen Märkten (Afrika, Russland, Katar) auf die Fahne geschrieben, vor den echten Problemen verschliesst er aber hartnäckig die Augen.

Wenn selbst die traditionellste aller traditionellen Profisportarten (Tennis) auf technische Hilfsmittel setzt, müsste auch im Fussball der Fortschritte allmählich akzeptiert werden.

Hier ein Vorschlag: Ein Video-Joker pro Halbzeit und Mannschaft – für Spiele in jenen Profiligen, in denen sämtliche Partien vom Fernsehen in befriedigendem Rahmen produziert werden. Allerdings nur in Spielsituationen, die unmittelbar zur Entstehung oder Verhinderung eines Tores führten.

Ein Einzelrichter schaut sich die Szene auf einem Bildschirm an. Kommt er innert einer reglementarisch festgesetzten Zeit (z. B. 60 Sekunden) zum Schluss, dass der Schiedsrichter zweifelsfrei danebenliegt, wird der Entscheid rückgängig gemacht. Die Mannschaft behält ihren Joker – wie im Tennis. Stellt sich das Schiedsrichterurteil als richtig heraus, geht das Spiel normal weiter und verfällt der Joker.

Das Argument, der Fussball lebe von menschlichen Fehlern und sich daraus ergebenden (Stammtisch-)Diskussionen ist reiner Selbstschutz der Verbandsoberen. So viele Stammtische, um die fast täglichen Fehlentscheide zu kommentieren, existieren gar nicht.

Was meinen Sie, geneigte Leser? Wäre es nicht endlich Zeit, den Fussball in ein neues Zeitalter zu führen – im Sinne der Fairness, aber auch im Sinne der Schiedsrichter und Zuschauer. Denn von einer gesteigerten Glaubwürdigkeit des Sports würden alle profitieren. Vor allem in der Schweiz, wo es um die Sehschärfe der Schieds- und Linienrichter besonders schlecht bestellt ist.

Mit diesem Beitrag verabschiedet sich der Blogger in die Weihnachtspause. Bis zu Beginn der zweiten Saisonphase werden die Steilpässe in reduziertem Rhythmus geschlagen. In diesem Sinn und Geist wünsche ich allen einen beschaulichen Advents und frohe Weihnachten.

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78 Kommentare zu „Bringt endlich den Video-Joker!“

  1. Heinz Kuster sagt:

    Es ist mir auch absolut schleierhaft, warum man das bei Spielen, die eh übertragen werden, nicht längst eingeführt hat. Was will da Blatter verhindern?

    • Ramon EIsen sagt:

      Blatter will verhindern dass das passiert was er nicht will. warum er etwas will oder nicht, das kann er nicht mit Argumenten begründen. Das ist halt einfach so.

      • Germano Foschi sagt:

        Wieso macht man es nicht so wie im American Football. Jede Mannschaft hat pro Halbzeit sagen wir 3 Möglichkeitebn den Videobeweis zu verlangen. Ist der Einspruch korrekt, gut und man hat eine Möglichkeit weniger, war der Einspruch falsch, schiedsrichter hat richtig entschieden, darf diese Mannschaft einen Spieler weniger auswechseln (sollten alle
        wechsel bereits getätigt sein, muss ein spieler das Feld verlassen und die Mannschaft spielt in Unterzahl weiter. Ps im American Footbal verliert die Mannschaft ein Timeout ,wichtiges Taktisches Mittel, falls der Schiedsrichter richtig liegt.
        Durch diesen Malus wird der Wildwuchs an Einsprüchen und Unterbrüchen im Spiel verhindert und hat sich absolut bewährt. Eon ähnliches Malus (wie oben von mir vorgeschlagen) würde im Fussball die Flut an Einsprüchen eindämmen und die Trainer würden den Vodeobeweis nur in Matchentscheidenden Situationen benützen.

  2. DAM sagt:

    Und ein Fussballspiel dauert dann so ca. 5 Stunden….

    • Peter Heinz sagt:

      Das Stimmt doch gar nicht, ein Tennisspiel dauer wegen dem Videobeweis auch nicht 10h!! Oder auch Eishockey oder Football.
      Das Argument kommt immer wieder von Leuten die einfach noch in der Steinzeit leben.

      So eine Überprüfung würde 60-120 sek dauern…

    • Beni sagt:

      Du übersiehst wohl, dass er Joker verfällt wenn die Reklamation falsch lag. Zusätzlich geht der Entscheid max. 60 Sekunden. Also wird nur in sehr zweifelhaften Situationen zum Joker gegriffen.

      Allerdings sollte es 3 Joker pro Spiel für jede Mannschaft geben, der in jedem Fall bei Benutzung verfällt.

      • age sagt:

        ähä und wenn der nach 60 sekunden nicht sicher ist verdoppelt sich der skandal. im eishockey reichen diese 60 sekunden in den wenigsten fällen.

    • Hans Eichhorn sagt:

      Das tut es ja jetzt schon, wenn sich jeder Spieler in den letzten Minuten für jedes Wehwehchen pflegen und vom Platz tragen lässt.

  3. Robert Minder sagt:

    Zu diesem Thema ist schon längst alles gesagt was gesagt werden muss! Allerdings müssen sich die zahlenden Kunden trotzdem Wochende für Wochenende aufs Neue über haarsträubende Fehler ärgern (wenn’s denn Fehler sind und nichts Schlimmeres).
    Wie wär’s mit einer allgemeinen Reaktion wie nach der versuchten Wikileaksunterdrückung oder etwas Aehnlichem? Vielleicht wäre die FIFA plötzlich doch etwas weniger hüftsteif.

  4. Roberto Haag sagt:

    Die “Ethik-Komission” ist dagegen, weil es dann schwieriger wuerde, die gewuenschten Sieger zu ermitteln (z.B.Suedkorea WM 2002, Italien WM 2006 etc).

  5. kurt abächerli sagt:

    hört auf mit dem technik-firlefanz. eine sportsendung in den usa sollte alle heilen. eine spielzeit von 20 min geht dort mit unterbrüchen zur konsultierung der technischen hilfsmittel gefühlte 5 stunden. übrigens stocken dann auch trainer und betreuer auf und positionieren ihre leute an kameras und computer – ein graus. menschliche fehler gehören zum fussball, was wäre der sport ohne die hand gottes, wembley goal etc. wenn aber der fc renggli benachteiligt wird, geht das geschrei los. als gc-fan habe ich das dumpfe gefühl, dass die millionarios vom durchzug-tempel in den letzten spielzeiten mit den fehlentscheiden recht gut leben konnten….

    • Boris Sepulveda sagt:

      Ach GC-Fans… Millionarios vom Durchzug-Tempel sind wir?!? Wer so pleite ist wie ihr sieht in jedem der einen Franken besitzt einen reichen Sack. Ailton, Linz? Wir mussten für unsere Erfolge keine Namen holen.

      Rodriquez, Buff, Nikci, Mehmedi, P. Koch, R. Koch, Schönbächler, Stahel, Borkovic und Barmettler. Fast der halbe Kader besteht aus Jugendspieler… und in der Jugendabteilung stehen wir überall auf den Plätzen 1.-3., ihr?

      Wer so weit unten steht und keine Beachtung kriegt hat genug Zeit sich ein paar flotte Sprüche einfallen zu lassen. Aber den flotten Fussball der wird von den jungen Löwen zelebriert.
      Chickhaoui, Margairaz, Hassli, Alphonse, Stahel, Chermiti, Margairaz, Djuric und Barmettler waren/sind verletzt. Haben wir gejammert?

    • guidobrasil sagt:

      kochen tust du noch mit dem holz ofen, komunizieren via rauchzeichen und leben wahrscheinlich in einer hoehle, schoen fuer dich, aber wir leben im 2010 und da sind wir halt ein bisschen weiter. wenn man schon die technischen moeglichkeiten hat, warum soll man sie auch nicht einsetzen.was du vom us sport erzaehlst ist absoluter schwachsinn, aber eben, nicht viel ahnung dafuer richtig negativ.

    • Kathy sagt:

      technik-firlefanz? und in welchem jahrhundert lebst du, kurt?

  6. die wahrheit sagt:

    …beim offside entscheidet der augenblick der ballabgabe – und bei der ballabgabe stand höchstens (wenn überhaupt) ein luzerner im offside. die einfachsten regeln sollte man halt schon kennen…

    • Urs sagt:

      Das Foto trifft genau den Zeitpunkt der Ballabgabe durch einen Luzerner in der Mitte mit dem Hinterkopf. Zählen sollte man halt schon können. Dabei würde es evtl. helfen, wenn man die Brille mit den Klubfarben abnehmen würde.

    • Nur die Wahrheit sagt:

      Liebe Wahrheit, welches Tor kommentieren Sie da? Bei FCL-FCZ ist die “Ballabgabe” der Kopfball von Lustenberger, und nicht der Freistoss zuvor.

    • Boris Sepulveda sagt:

      Bei der Kopfballverlängerung kamen 2 knapp noch ins Offside mit rein neben den 2 (u.A Puljic) die schon dort standen. Wenn der Titel schon “die Wahrheit” heisst, sollte man es auch bei dem lassen. Ist ja wohl unglaublich so was…

    • Roger sagt:

      Lieber “Die Wahrheit”: Ball ganz flach halten. Die erste Ballabgabe gilt nur bis zum Kopfball, welcher den Ball weiterleitet und damit ist die nächste Ballabgabe eingeleitet und dort stehen 4 Luzerner meterweit im Abseits. 100% klar, sicher und eindeutig. In einem solchem Forum sollte man nicht den Satz schreiben “die einfachsten regeln sollte man halt schon kennen…”, wenn man selber keine Ahnung von den einfachsten Fussballregeln hat….schlechter Wochenanfang Die Wahrheit….

    • fctsüri sagt:

      @die wahrheit sagt: Tia, junger Mann, hast ja recht, nur bei der zweiten Ballabgabe (Kopfballverlängerung) war es halt schon sehr deutlich. Zugegeben dieser Moment war für den Linienrichter fast nicht zu erkennen.

    • die regel sagt:

      …bei der Ball weiterleitung per Kopf entsteht eine neue Situation, in welcher dann die 4 Spieler Offside stehen.

      wenn du die Regeln dann auch richtig gelesen hasst, kannst du wieder etwas über fussball sagen, bisdahin lässt du es jedoch besser bleiben, ganz nach dem Motto “Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten”….in diesem Sinne frohe Festtage!

    • asdf sagt:

      das mag beim Freistoss wohl gewesen sein, jedoch wird der Ball danach noch von einem Luzerner per Kopf weitergeleitet und genau dann stehen die angesprochenen 4! Luzerner im Offside.

    • Claudio sagt:

      Mit der Weiterleitung des Balles per Kopf, ist die Ballabgabe beim Freistoss nicht mehr entscheidend sondern es entsteht eine neue Situation und da stehen 4 Spieler im Offside. Die Offsideregel ist eigentlich ganz simpel, aber man muss sie schon kennen bzw. um sie zu kennen sollte man auch lesen können!

    • Florian sagt:

      … Der Ball wurde vom Luzerner Spieler (Lustenberger) verlängert und dies ist der Zeitpunkt der zählt, Da stehen mind. 3 evtl. sogar 4 Luzerner im Abseits. Also bitte, wenn schon schlaumeieren, dann richtig hinschauen.

    • die regel sagt:

      …besagt, das bei der Ballabgabe, also auch Weiterleitung per Kopf eine neue Spielsitiuation entseht bei der die Abseitssituation neu beurteilt werden muss…

      Wer lesen kann ist hier eindeutig im Vorteil!

    • FCB-Fan sagt:

      Der Augenblick der Ballabgabe war die Verlängerung eines Luzerners mit dem Kopf und nicht der erste hohe Ball. Und das bedeutet, dass vier Luzerner im Abseits gestanden sind (siehe Standbild oben). Die einfachsten Regeln sollte man halt schon kennen…

  7. Zuberbühler sagt:

    Alles richtig, was hier steht, aber wisst Ihr überhaupt, was das für die Saisons 05/06 und 06/07 bedeutet hätte? Richtig: – 2 Titel beim FCZ!

    • Noel Bruggisser sagt:

      Wieso verwendest du den Konjunktiv?

    • Dimos sagt:

      05/06 kann man ja ein bisschen nachvollziehen (Einwürfe werden selten dort ausgeführt…)
      aber dass die Saison 06/07 mit Videobeweis nicht so ausgegangen wäre scheint mir jetzt ein bisschen fremd.
      Wäre denn auf dem Video zu sehen gewesen, dass Muntwiler das Feld gar nie betreten hat?

      Und mal ohne in Clubfarben zu denken: Ich denke bei diesem Entscheid wäre JEDER Verein die Wände hoch.
      (Auch wenn die Kopfballverlängerung nur schlecht zu erkennen war)

  8. René sagt:

    Der Fisch stinkt zuerst am Kopf. Meier gehört weg. Was sich seine Untergebenen in dieser Saison schon alles geleistet haben, lupft einem das Toupet. Die meisten “eindeutigen” Fehler seiner Schiris beschönigt Meier, anstatt einmal streng einzuschreiten. Dazu kommt seine “Wunschkonzertbesetzung” mit einem “Parteiischen” beim Spiel FCB gegen YB, wo einem die YB-Spieler Leid tun konnten. Meier verfälscht die Saison und hat auch das Rennen um den Herbstmeister selbstherrlich entschieden mit der Nomination von unfähigen Linesmen. Schickt endlich diesen Schönling ins Pfefferland, ich auf jedenfall habe den Hals voll von diesem Selbstdarsteller und Ignoranten.

    • Roger sagt:

      da kann ich nur 200% zustimmen zum Selbstdarsteller Urs Meier, der mir schon als Selbstdarsteller-Schiri oft auf die Nerven ging!

    • Sinful Lust sagt:

      Deine Worte in Fussballgottes Ohr. Leider ist mit Mösiör Meier der absolut falsche Chef in der Liga. Dennoch aber ist er Selbstdarsteller genug (und dies muss ich Ihm zu Gute halten) dass er es solange fertigbringt die SFV Leute zu blenden oder zu überzeugen. Leider hatte er und wird auch NIE Verstand haben seinen Job ernst und sorgfältig auszuüben. Aber hier möchte ich einmal auch die Clubpräsidenten rügen. Wieso tun sich alle nicht mal zusammen und klopfen mal kräftig auf den Tisch. Fast jede Mannschaft wurde diese Saison schon durchhaarsträubende Leistungen der Schiris benachteiligt, wieso also nicht alle zusammen an den runden Tisch und den Meier mal richtig frittieren. Es gibt so viele möglichkeiten. Extremfall geminsamer Lock-Out.

  9. Auguste sagt:

    hmm…, jede mannschaft hat das recht auf zwei video-überprüfungen von schiedsrichterentscheiden pro spiel – ohne einschränkungen. die trainer müssen selbst entscheiden, ob die spielsituation in ihren augen eine überprüfung rechtfertigt oder nicht. der videoentscheid wird vom schiedsrichter alleine getroffen und ist danach unanfechtbar und die zeit vom verlangen der video-überprüfung bis zum wiederanpiff wird gestoppt und nachgespielt.

    einmal eingeführt, wäre diese regelung im profi-fussball im nu akzeptiert und nach einer saison gar nicht mehr wegzudenken. möglicherweise das grösste vermächtnis, das herr blatter dem fussball hinterlassen könnte. nun ja, vielleicht kommt er auch noch auf diesen gedanken, denn nichts lieben eitle, pseudo-demokratische herrscher mehr als die “unsterblichkeit”. somit besteht grund zur hoffnung auf einen baldigen “blatter-entscheid”.

  10. Kurt Meier sagt:

    Da lachen die Wettfälscher

  11. Daniel sagt:

    Mal eine andere Sicht: Wie soll der Linienrichter beim Kopfballduell erkennen, dass der Ball vom Luzernen und nicht vom Zürcher weitergeleitet wird? Beim Freistoss war es noch nicht abseits, beim Kopfball gedoch schon.

    • DAM sagt:

      Genau. Ich denke auch, dass der Linienrichter gedacht hat, dass der Ball von einem FCZler kam. Denn sonst kann man die Abseitsstellung von 4 Luzernern wohl wirklich nicht übersehen.

    • Reto sagt:

      Das ist allerdings die einzig logische Erklärung, dass der Linienrichter meinte der Ball wurde von einem Zürcher weitergeleitet. Aber ich glaube, dass Puljic schon beim Freistoss im Offside stand.

    • Dimos sagt:

      Müsste das nicht der Schiedsrichter erkennen?
      Und gibt es da nicht die Möglichkeit zu funken?
      Es gibt technische Hilfsmittel bereits schon, nur wurden die offenbar nicht benutzt….
      Und ja, dieser Entscheid liess sich wohl nur mit Teamwork treffen.

  12. rico steiner usa sagt:

    Ich lebe seit Jahren in den USA und bin Fan vom American Football. Keine Schlaegereien und Ausschreitungen hier und eben Video
    Ueberwachung bei einem Schiedsrichterproblem. Innert Sekunden wird das “Problem” mit allen in einer Ecke des Feldes auf
    einem Bildschirm angeschaut und ein def. Entscheid gefaellt. Auch Entscheide des Schiedsrichter werden korrigiert.
    Also wie lange braucht die FIFA diese Methode durchzusetzen. Die Amis sind halt immer mit allem immer weiter. Die alte Welt
    schlaeft mit den Problemen ein.

    • kurt abächerli sagt:

      das ist der tod der spannnung. wieseo soll es ausschreitungen geben (wäre ja an sich positiv, wenn es keine gäbe). aber in den usa sind alle am iphone spielen oder am essenstand oder so dick, dass sie sich kaum bewegen könnten. die beurteilung durch den videoentscheid liefert dann suuuuper werbepausen. american football ist eine lange andauernde spielunterbrechung….
      ich weiss ich bin ein ignorant, war aber tatsächlich mehrere jahre in den usa.

    • Kathy sagt:

      ich bin ja auch der meinung, man sollte den videobeweis einführen. aber auf die werbeunterbrechungen kann ich gut und gerne verzichten!

  13. Christoph Meier sagt:

    .. Ball flachhalten Jungs, nur mal hypothetisch: Meint ihr die Kopfballverlängerung von Lustenberger? Je nach Position könnte es wie eine Kopfball-Verlängerung eines FCZ Spielers aussehen, bitte TV Bild anschauen (ohne Zeitlupe!) und rasch entscheiden – na also ;-) doch nicht so glasklar.

  14. Stephan Frehner sagt:

    @ kurt abächerli: Ihre Aussage “menschliche fehler gehören zum fussball, was wäre der sport ohne die hand gottes” ist also ein himmeltrauriger Schmarren… Wenn es das wäre, dass den Fussball wirklich ausmachen würde, dann hätte der Sport also wahrlich nicht mehr viel zu bieten… Es geht um den Kampf und die individuellen Fehler auf dem Feld, nicht um (meist absichtlichen) Beschiss der Akteure und Schiedsrichter!

    • kurt abächerli sagt:

      welcher akteur hat hier absichtli beschissen??? so glasklar war es nicht…. aus dem getümmel eine kopfballverlängerung die kaum zu sehen war. aber eben millionarios…

      • Michel sagt:

        Hey Kurt Abächerli, wohl tatsächlich am Leiden, weil der FC Niederhasli keine Millionen mehr hat, was? Anyway, bei dieser eindeutigen Offside-Position, äh diesen eindeutigen 4fachen Offside-Positionen hätte gar der Schiri, der beste Sicht auf die Kopfball-Verlängerung hatte, auf Offside entscheiden können. Da brauchte es nicht mal die bessere Perspektive des Linienrichters. Aber was für den technischen Schnickschnack spricht, ist die Tatsache, dass das (Fussball-)Spiel viel, viel schneller geworden ist (Schau Euch mal Aufzeichnungen aus den 60er und 70er-Jahren an…) und die Schiedsrichter zwangsläufig überfordert sind.

  15. Marcel sagt:

    Solange so alte Funktionäre wie Blatter das sagen ,haben wird sich bei der FIFA nie was ändern.

  16. Marcel sagt:

    Hauptsache die Kohle stimmt. Etwas anderes interessiert doch keinen in diesem korrupten FIFA Verein

  17. Alex sagt:

    Alle die nicht selber Fussball spielen, fordern diesen Wideo-Sch…. Hört bitte auf Euch überall einzumischen. Fussball ist eine Weltsportart, die ganze Welt kommt problemlos ohne Wideo-Beweis im Fussball zurecht, ausgerechnet in der Schweiz ist es “notwendig”. Was glaubt ihr eigentlich, die Welt sollte sich an der Schweiz anpassen?? Wenigstens im Fussball sollte sich die Schweizer Bevölkerung einfach raushalten, da habt ihr soviel Ahnung wie Autofahren!!

    • Auguste sagt:

      hmm…, seit es navi gibt, finden die meisten von uns abends regelmässig wieder nach hause. übrigens, die engländer fänden den video-beweis warscheinlich auch nicht so schlecht. von der nationalmannschaft qatar’s wissen wir es nicht so genau – die steht erst etwa zur hälfte.

  18. Andreas Kaufmann sagt:

    Punkto Fairplay und Sportethik sind im Fussball grundsätzlich neue Ideen (nicht bloss neue Techniken) gefragt. Schiedsrichter abschaffen, stattdessen Selbstverwaltung des Spiels durch die Spieler wäre eine davon. Funktioniert bestens, nicht nur auf dem Pausenplatz, sondern auch auf internationalem Niveau. Das zeigen schiedsrichterlose Sportarten wie Ultimate Frisbee.

  19. Alex Ruch sagt:

    “Wäre es nicht endlich Zeit, den Fussball in ein neues Zeitalter zu führen – im Sinne der Fairness, aber auch im Sinne der Schiedsrichter und Zuschauer.”

    Fair wäre es, wenn unsere Gesellschaft endlich begreifen würde, dass Fehler zum menschlichen Handeln dazu gehören. Der Fussball als Abbild unserer Gesellschaft krankt daran, dass wir dem Ideal des Perfekten nacheifern und dabei vergessen, dass ein Ideal nie erreicht werden kann. Warum auch? Ohne Fehler im Fussball gibt es keine Tore, ohne Fehler im Leben wäre unser Leben langweilig. Wir brauchen doch das Drama, die Ungerechtigkeiten und Fehler, damit wir uns nach einem anstrengenden Tag über Andere und deren Probleme unterhalten können anstatt unsere eigene kleine und unnötige Existenz zu hinterfragen.

    Um das Niveau unserer Schiedsrichter dennoch zu heben wäre eine professionellere Ausbildung das beste Mittel. Heute sind die Schiedsrichter die einzigen Amateure auf einem Nati A Feld und gerade von ihnen wird die Fehlerlosigkeit erwartet. Das ist die Absurdität, nicht das man sich gegen unnötigen technischen Schnickschnack wehrt.

    • Hans Nötig sagt:

      Wohl wahr, wohl wahr. Nichtsdestotrotz ist das Verzichten auf den Videobeweis ein sinnloses Festhalten an “der guten alten Zeit” als der Fussball noch nicht ganz so schnell, noch nicht ganz so technisch versiert und (wichtig!) noch nicht ganz so geldgetrieben funktionierte. Wir brauchen definitiv Profi-Schiedsrichter in der ASL, aber wir brauchen auch den Videobeweis (Joker/Challenge oder wie auch immer). Dann noch den Fanpass und griffige Massnahmen bei “Regelverstössen der Fans” und wir sind bereit für Fussball 2.0. Schön wärs, wenns noch dieses Jahrzehnt soweit wäre..

  20. Egloff Walter sagt:

    Für mich gibt es nur eine logische Erklärung:,,Gekauft und abgemacht!”

  21. age sagt:

    Da fällt mir ein…
    http://www.ksta.de/html/artikel/1288741418406.shtml

    …und ewig grüsst das murmeltier. Heute stört man sich daran, morgen ists ein Fouleinwurf und schlussendlich wird alle Technik nichts bringen.

  22. micha sagt:

    Guter Vorschlag mit dem Joker, sollte aber mehr als einer sein. Löst aber nicht alle Probleme, heutige Regelung mit dem Abseits ist zu kompliziert, oft nur in der Super-slow motion korrekt zu entscheiden, was richtig ist.

  23. Marc Alessandri sagt:

    War jemand von euch schon mal in einer Amateur Liga Schiri? Also nicht nur Fussball sondern auch in anderen Sportarten? Dann wüsstet ihr das der Entscheid doch nicht so eigfach ist! Der Linienrichter steht so das 2 FCZler die Sicht zu Lustenberger versperren. Für den Schiri dann selbst schwer zu entscheiden. Sehe da nichts schlimmes.

  24. und da war dann noch... sagt:

    … ein eindeutiger Penalty… :-)

  25. algren sagt:

    Das Problem mit dem Offside wird man nie in den Griff bekommen, ..zum exakten Zeitpunkt der Ballabgabe auch noch die genaue Position der Spieler zu ermitteln, wenn alle in mehr oder weniger hektischer Bewegung sind (und ohne Hilfslinien wie beim Tennis), das dürfte nicht so leicht umsetzbar sein. Solange diese Regel beibehalten wird, werden korrekte Tore aberkannt und unkorrekte gegeben.

  26. Mi G sagt:

    man stelle sich vor, es wäre hier nicht um den Wintermeister, sondern um den Meistertitel gegangen … .

  27. Markus Benz sagt:

    Nun ja ich habe das Spiel FCL – FCZ live gesehen und kann sagen, dass der Schiedsrichter generell schlecht gepfiffen hat. Das Canepa einen Skandal wittert oder sogar von einem Betrug spricht ist lächerlich. Ich glaube kaum das mein Verein genug Geld hat irgendwelche Funktionäre zu bestechen :-) In einer Saison gleicht sich das alles aus. Jeder Club hat wohl in einer Saison Spiele zu seinen Gunsten entscheiden können. Das ist immer ärgerlich aber eben ich glaube es gleicht sich auch im Laufe einer Saison aus. Ich denke alle Trainer und Präsidenten sollten sich zusammen nehmen mit gewissen Aussagen. Fringer selber hat in Sion nach Skandal geschrien und jetzt ist alles tip top nach diesem Tor… Der Videobeweis könnte sicherlich helfen bei strittigen Torszenen (Thierry Henrys Tor mit der Hand hätte man dann auch entlarven können oder das nicht gegebene Tor an der WM 2010 für die Engländer und und und) Schlussendlich sind es nicht Schiedsrichterentscheidungen welche eine Mannschaft zum Meister oder Absteiger werden lassen.

  28. Heinz Lüthi sagt:

    Dass im Jahr 2010 überhaupt noch diskutiert wird, ob man technische Hilfsmittel zur Unterstützung der
    Schiedsrichter einsetzen soll oder nicht, spricht Bände und zeigt nur, wie sehr die FIFA-Oberen neben der
    spielerischen Wirklichkeit leben und dafür noch gut bezahlt werden.

  29. Reto Lippold (Schweiz) sagt:

    Wenn man solche Artikel liesst, dann versteht man, warum die Schweiz nie eine grosse Fussballnation werden wird. Da schwätzen einfach zu viele Leute herum, die wirklich nichts vom Spiel verstehen. Fussballer spielen nicht fernsehgerecht! Es gäbe aber genug sehr gute Fussballspiele für den Computer, an denen man sich auslassen könnte….

  30. murks sagt:

    Urs Fischers Kommentar zum irregulären Treffer des FCL vom vergangenen Wochenende in der NZZ am Sonntag: “Solche Fehlentscheide gleichen sich während einer Saison aus.” Welch wohltuenden Worte im Allgemeinen Schiri-Bashing der übrigen Trainer, Präsidenten und Medien.

    http://knappdaneben.net/2010/12/fehlentscheid/

  31. Roland NZ sagt:

    Kia ora aus Neuseeland
    Rugby Union (All Blacks etc.) benutzen seit Jahren erfolgreich den Videobeweis. Alle finden das hier ganz normal – eine Selbstverständlichkeit. Cheers

  32. Lukas sagt:

    Das Problem ist wenn man Videoanalysen einführt, dann kann man die Schiedsrichter nicht mehr bestechen!!!!!

  33. Joe sagt:

    Jedem einigermassen mit Gerechtigkeitssinn ausgestatteten Menschen sollte es sonnenklar sein, dass «man an der Korrektheit von Schiedsrichterentscheiden» interessiert sein muss. Die «Challenge» im Tennis hat in meinen Augen dem Spiel in keiner Weise geschadet, im Gegenteil: Es wird plötzlich klar, wie schwierig es für die Linien- und Netzrichter ist, Bälle, die mit 200 Sachen über den Platz schwirren richtig «zu sehen». Ebenso beim Eishockey. Oder beim Football. Wieso nicht beim Fussball?

    Der Entscheid von Luzern, oder ebenso das Tor von Lampard an der WM zeigt’s ganz deutlich: Es ist höchste Zeit, dass König Fussball auch solche Dinge einführt, auch wenn es Baron Blatter nicht will. Absurd ist die Argumentation «Videobeweise würden den Fussball verfälschen». Das genaue Gegenteil ist – rational betrachtet – der Fall. Das Ganze erinnert mich ein bisschen an das Andersen-Märchen vom Kaiser mit den neuen Kleidern… :o )

  34. George Bischof sagt:

    Kein Mensch kann gleichzeitig an zwei Orte schauen, so ist es auch einem Schiri-Assi nicht möglich, zur Zeit der Ballabgabe (z.B. aus dem Mittelfeld) gleichzeitig den Stürmer im Strafraum zu sehen. Zudem weiss er auch gar nicht, welcher der sich im Strafraum befindlichen Stürmer den Ball erhalten soll. Der welcher im Offside steht oder der welcher korrekt steht. So wird es für den Schiri-Assi immer ein Ding der Unmöglichkeit bleiben die Situation korrekt zu sehen. Aber das macht es doch auch wieder spannend, wenn Fehlentscheidungen passieren und die Trainer sich beklagen können statt die Unfähigkeit der eigenen Spieler zu erkennen.

  35. Simon Hess sagt:

    Die Diskussion ist Lächerlich. Die Befürworter haben das Gefühl man hat bei jedem Spiel bei jeder Situation immer gleich die beste Kammeraeinstellung immer gleich parat… Kamera, Einstellung, Wiederholung usw usf, das sind alles Dinge die von anderen Menschen abhängen. Fouls, Hands oder andere Entscheide sind Schiedrichter Sache und zwar alleine Schiedsrichter Sache. Man sollte nicht vergessen bei den Spielern und ihrer Fairnes zu beginnen. Da fängt das eigentliche Übel erst an. Wer bescheisst gehört gesperrt. Therry Henry z Bsp… Wenn einer unfair spielt gehört er gesperrt. so einfach ist das… ich rege mich wegen unfairen Spielern viel mehr auf, als ab falschen Schiedsricherentscheiden.

    Allerdings sind Hilfsmittel mit Echtzeitbeweis bei Situationen wie z Bsp Tor oder nicht Tor oder Offside mit Chiptechnik bei K.O spielen zu begrüssen. bloss: Wer zahlt das?

  36. Roman Schad sagt:

    Man muss nicht alles, was aus oberflächlichen Gründen als nicht zeitgemäss betrachtet wird, als steinzeitlich bezeichnen.
    Ich stimme mit allen überein, die das Problem prioritär bei der Unfairness der Spieler und erst in zweiter Linie bei Schieds- und Linienrichter sehen, egal, wie naiv das angeblich ist.
    Ich finde auch, man sollte mehr die Linienrichter in die Pflicht nehmen; Offside kann nur der Linienrichter entscheiden, der Schiedsrichter kann das nur ausführend bestätigen.
    Im Übrigen warte ich auf die Analyse-Software, welche eine strittige Situation aus der Optik des Schieds- oder Linienrichters zeigt, “auf der Höhe seiner Augen”, und nicht aus der Optik der Kamera oder des Zuschauers – die sind, so leid es mir nicht tut :-) , eben komplett irrelevant.
    Es sprach der Fussballfan seit 40 Jahren, mit Erfahrungen von “Wembleytor” über “Hand Gottes” bis zu “Rache für Wembley”.

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