Logo

Appell der grössten Schweizer Fankurven

Steilpass-Redaktion am Dienstag den 8. Mai 2012

Eine Carte Blanche von Thomas Gander*


Wer am Sonntag im «Sportpanorama» die Zusammenfassung des Derbys FC Zürich – FC Basel gesehen hat, wird sich nicht nur an den vielen Toren erfreut haben, sondern sich auch über das Fehlen der stimmungsvollen Ambiance gewundert haben, welche die beiden Fankurven normalerweise in das Zürcher Leichtathletikstadion bringen.

Eine Erklärung aus Sicht der Fans zu den Vorgängen vom Sonntag, als die Basler gar nicht erst im Stadion erschienen und die Zürcher ihre Kurve bald nach dem Anpfiff ebenfalls räumten, findet sich unter dem Titel «Solidarität statt Rivalität» sowohl auf der Website der Südkurve wie auch auf derjenigen der Muttenzerkurve Auch die Stadtpolizei schilderte ihre Sicht der Ereignisse auf ihrer Homepage.

Es ist aussergewöhnlich, dass sich zwei sonst rivalisierende Fangruppen miteinander solidarisieren und darauf verzichten, ihre Mannschaft im Stadion zu unterstützen. Kritisch könnte man hier anfügen, dass es den Fans also eher um sich selber geht als um ihre Mannschaft. Blickt man aber tiefer in die Fanszenen, erkennt man schon länger ein Brodeln in den Fankurven. Dort, wo sich wöchentlich Tausende von jungen Menschen treffen, ist es augenscheinlich so, dass vermehrt ihr Fansein und nicht die Mannschaft das Gesprächsthema ist. Es wird kontrovers fanpolitisiert, Aktionen werden ausgeheckt, Parolen auf Spruchbänder geschrieben oder Kurvenzeitungen mit kritischem Inhalt verteilt.

Verlassen zwei Fankurven, die sich ansonsten überhaupt «nicht riechen» können, gemeinsam das Stadion, um für ihre Rechte und ihr Anliegen zu kämpfen, ist dies derart ungewöhnlich, dass danach nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen werden kann. Fans haben keine Lobby, weder in der Politik noch in der Medienlandschaft. Ihr einziges Mittel ist es, mit solchen Aktionen auf sich aufmerksam zu machen. Tun sie es in dieser beeindruckenden Form, müssen wir diese Ausdrucksweise ernst nehmen! Wenn so eine grosse Anzahl junger Menschen auf die Strasse gehen würde, um gemeinsam zu protestieren – wie dies in den 80er-Jahren der Fall war – würden wir plötzlich wachgerüttelt werden. Sollten dann auch noch destruktive Kräfte in deren Reihen wach werden, würden wir uns noch mehr Sorgen machen.

Fankurven tragen Werte in sich und erklären ihr Dasein auch als Kontrapunkt zu unserer Gesellschaft. Als Raum, in dem in unserer individualisierten Gesellschaft doch noch Gemeinschaft möglich ist. Dort versammelt sind einige der letzten grösseren Gruppen, die sich eine kritische Meinung zur Gesellschaftspolitik machen (so gelesen im «Schreyhals», der Kurvenzeitung der Muttenzerkurve). Die Kurven bezeichnen sich selber als Subkultur, werden zunehmend grösser und für junge Menschen immer attraktiver.

Und was machen wir? Wir antworten mit immer strengeren Gesetzen (etwa das verschärfte Hooligankonkordat) und Massnahmenvorschlägen, welche ganze Fankurven zu kriminalisieren versuchen und ihre Mitglieder als potenziell gefährliche Menschen in die Ecke drängen. Wir gehen mit ihnen auf Konfrontation und bedrohen ihre Fankultur, ohne dabei zu merken, dass wir so Tür und Tor öffnen für radikalere Ideen und damit nur die destruktiven Kräfte in den Fankurven stärken.

Die gemeinsame Solidarisierungsaktion der Zürcher Südkurve mit der Basler Muttenzerkurve kann auch als Appell verstanden werden, endlich mal genauer hinzuschauen, was da in und um unseren Fankurven geschieht. Das Feld nur den Populisten und den Profilierern zu überlassen ist nicht nur nicht klug, sondern gefährlich.

*Thomas Gander ist Geschäftsführer von Fanarbeit Schweiz (FaCH)
und Co-Leiter von Fanarbeit Basel.

« Zur Übersicht

202 Kommentare zu “Appell der grössten Schweizer Fankurven”

  1. Franz sagt:

    Fans haben keine Lobby? Haha, was ist denn ein solcher Beitrag? Der Fussball den Fussball-Liebhabern! Wer interessiert sich schon für diese dauerpubertierenden Egomanen.

    • Marco Frei sagt:

      Eine Lobby arbeitet im Bundeshaus oder in anderen Parlamenten für eine Interessengruppe. Haben Sie je von einer Lobby für Fans gehört?! Und dieser Beiträge ist einer der ersten in den verbreiteten Medien, der das Thema kritisch angeht. Und nicht einfach pauschal gegen die Fans schiesst.

    • robericson sagt:

      hallo franz. also denn frog ich dich mol mit was für gälder wird denn dr fuessball in zuekunft finanziert wenn nid durch d fangruppene? treu an fascht jedem spiel mit derbi, merchandise artikel immer uf neuem stand usw… und wär bringt d stimmig ins stadion? sicher gits, wie in jeder gruppe, au dört es paar chaote, aber hey, lueg mol was zb. imene ach so bürgerliche schrebergarte alles so lauft! gwallt und ibrüch, dauer betrunkeheit… aber do seit niemerts öbbis und d präss erwähnts gar nid erscht, wells unintressant isch! könig fuessball für alli, und glaub mrs, wenn d kurve nid wär, würde die finanzielle mittel sau schnäll fähle zum uf däm niveau chönne z spile…. und dauerpubertierend? wieso? well si emotion zeige? bewahr dr immer s chindliche, s bericheret s läbe! wünsch dr e schöne tag…

      • Rüdiger Kraus sagt:

        Es interessiert doch niemanden, was gewisse Menschen tun, welche einen Schrebergarten mieten. Schliesslich muss die Allgemeinheit nicht für Kosten aufkommen, welche von Schrebergarten-Mietern ausgeht. Irgendwie ist ihr Argument keines…

    • Thomas Mettler sagt:

      Eine Lobby? Geht’s noch? Vorschriften missachten… Transportpflicht missbrauchen… In und um Stadien randalieren… In und um Bahnhöfen randalieren… Das sollen Fans sein und brauchen unbedingt eine Lobby oder was? Das lächerlichste, was ich gehört habe seit der unendlichen Diskussion…

      • Fritz sagt:

        Ich bin ein Fan: bitte erklären sie mir mal was für eine Vorschrift ich missachtet habe und welche Transportpflicht ich missbrauche und in welchem Bahnhof ich randaliert haben soll. Lächerlich sind eher solche Kommentare wie der Ihre. Wobei es lächerlich wohl nicht trifft, eher zutreffend wäre ungebildet.

        • Hans Füglistaller sagt:

          Herr Mettler: Ich bin ein Fan: bitte erklären sie mir mal was für eine Vorschrift ich missachtet habe und welche Transportpflicht ich missbrauche und in welchem Bahnhof ich randaliert haben soll. Lächerlich sind eher solche Kommentare wie der Ihre. Wobei es lächerlich wohl nicht trifft, eher zutreffend wäre ungebildet.

          • Peter Egloff sagt:

            Der Fan an sich ist ja eigentlich ein ganz Lieber, wenn er alleine auftritt. Aber wenn sich der Fan mit gleichgesinnten vermischt, muss er sich und den anderen offensichtlich etwas beweisen und zeigen was er doch für ein “geiler Siech” ist.
            Zu eurer Frage an Herrn Mettler betreffend Missbrauch der Transportpflicht:
            Er hat wahrscheinlich nicht euch gemeint, ausser ihr seid auch Teil davon.
            Wovon ?
            Von den unter anderem 3 Mio-Transportschäden, die an SBB-Wagen durch Fanzüge entstanden sind. Von den Aktionen, wo Pyros und Flaschen aus den Fenstern (zum Beispiel in Neuchatel ) geflogen sind, gar nicht zu reden. Von Behinderungen von anderen Reisenden durch ziehen der Notbremse oder überschreiten der Geleise und so weiter und so fort…

          • Petter sagt:

            Werter Herr Egloff, wenn Sie die Diskussion verfolgt hätten, wüssten Sie, dass die 3 Millionen eine utopische, populistische und unaufgeschlüsselte, nicht nachzuverfolgende Zahl sind. Die Fans des BSC YB haben letztes Jahr einen Schaden von 13’000 CHF hinterlassen. Und dies bei der zweitgrössten Auswärtsfahrergruppe.
            Es gibt ganz viele kritische Artikel zu diesen Zahlen, aber wer nicht lesen sondern pauschalisieren will…

          • res sagt:

            Stimmt nicht! Es waren gerade mal 10% von der genannten Summe. SBB mal einmal ganz schlecht. Siehe Artikel der WOZ “Perfides Spiel auf Koste­n der Fans” > http://www.woz.ch/126/ausserdem/perfides-spiel-auf-kosten-der-fans

          • Peter Egloff sagt:

            @Petter und res…Nein, diese Diskussion habe ich nicht verfolgt.
            Aber macht es das besser auch 300’000 Franken sind 300’000 Franken zuviel Schaden, die sonst nicht entstehen würden…Es tönt so als würden sie solche Schäden noch verteidigen, egal wie hoch die Kosten tatsächlich sind.

          • Petter sagt:

            @Egloff: Es liegt mir fern, solche Schäden zu verteidigen, allerdings kann ich es auch nicht verputzen, wenn hier mit falschen Zahlen hantiert wird. Insbesondere wenn dann die “Kritiker” (falls man diese überhaupt noch so nennen kann) immer mit den hohen Polizeikosten kommen, ist es einfach nur noch lächerlich… Deswegen der Hinweis auf die absolut falsche Zahl, welche übrigens seiten SBB niemals korrigiert wurde.

  2. Dustin Peters sagt:

    Tja Thomas Gander: Wie Sie eingangs erwähnen: Die Fans nehmen sich wichtiger als die Teams die sie unterstützen. Wäre dem nicht so, würden sie nicht irgendwelche Verbote brechen (Stichwort Pyro), die “ihren” Vereinen Bussen uns sonstige Nachteile einbrocken.
    Es geht nicht darum ganze Fangruppen zu kriminalisieren, sondern die schwarzen Schafe aus dem Spiel zu nehmen. Und dazu leisten die Fans leider null oder nur sehr wenig Beitrag. Und solange sie nicht kooperieren, solange wird Politik und Polizei zu Massnahmen greifen (müssen) die halt auch die weissen Schafe betreffen.

    • danni sagt:

      “Und dazu leisten die Fans leider null oder nur sehr wenig Beitrag”
      Wenn ich Sie richtig verstehe müsste ich folglich Autofahrer welche mich mit überhöhter Geschwindigkeit überholen sofort der Polizei melden? Schliesslich sind jene viel gefährlicher für die Allgemeinheit als die “Fans” welche sich nicht an die Stadion Ordnung halten…

      • Dustin Peters sagt:

        Sie sind nicht der erste mit diesem “Argument”; Oder das “Soll ich Falschparkierer melden?”
        Dazu sage ich JA, wenn der Falschparkierer auf meinem Parkplatz steht oder mir die Einfahrt verbaut, schlicht mich einschränkt, stört oder mich gefährdet, dann melde ich dann aber sowas von.
        Und genau so sehe ich das halt auch in der Pyrofrage: Jegliches abfeueren von Feuerwerk (Petarden, Böller, Raketen, Bengalen, von mir aus auch Zuckerstöcke) ist nun mal verboten (aus meiner Sicht mit gutem Grund). Einige Selbstdarsteller halten sich nicht an das Verbot, was zur Folge hat, dass Kontrollen verschärft, letztendlich auch Ticketpreise erhöht werden. Das heisst, ich habe wegen diesen Deppen einen Nachteil. Abgesehen davon meinte ich nicht nur Pyros, sondern auch die Gewaltbereiten (was ja nicht zwingend die selben sein müssen)

        • danni sagt:

          Es ist vermutlich einfacher den anonymen Falschparkier zu melden als den Freund der eben durch die Gegend gerast ist.

        • Alex Bötschi sagt:

          @Peters: Wie kann jemand der vermummt eine Fackel abbrennt ein selbstdarsteller sein wo er doch gerade verhindern will erkannt zu werden? Da ist was nicht schlüssig.

          • Dustin Peters sagt:

            Tut mir leid, aber der Zusammenhang zwischen Selbstdarsteller und “nicht erkannt werden wollen” erschliesst sich mir nicht.

            Aber klar: Immer schön ablenken, Situationen verharmlosen, auf Stur schalten. Und sich wundern, dass Politik und Polizei immer restriktivere Massnahmen anwendet. Wenn die Fanseite etwas kompromissbereiter wäre, sähe vieles anders aus. Aber der Fan macht keine Fehler, ist zu 100 % im recht und überhaupt das wichtigste im Stadion. Ich weiss, ich wiederhole mich…

          • res sagt:

            @ Dunstin Peters > 98% er Fans machen keine Fehler.

        • D. Martin sagt:

          Warum dürfen dann am 1. August / Sivester Feuerwerk (Petarden, Böller, Raketen, Bengalen, von mir aus auch Zuckerstöcke) abgefeuert werden und man macht da auch kein Tamtam, obwohl da nachweislich schon mehr Leute verletzt wurden?

          • Martin sagt:

            FALSCH!Es sind schon mehrere Personen am 1.August gestorben,unsere liebste Boulevardzeitung bringts jedes Jahr!Aber mann muss das anders verstehn,auch Leute wie Dustin Peters wollen auch einmal im Jahr was abfackeln,oder 2mal(Silvester;).Ich nehm mal an an diesen zwei Daten hat dann die Feuerwerklobby in Bundesbern das sagen(es geht ja wie immer ums liebe GELD) und dann können alle die hier aufschreien ihrem meitli und büebli was schönes kaufen das gross,laut,farbig und geil ist! !PYRO IST KEIN VERBRECHEN!

      • john wild sagt:

        Einige Selbstdarsteller halten sich nicht an das Verbot…verdammt es giebt aber verflucht viele selbstdarsteller auf dieser kugel…hmmmm eigentlich in jedem staion dieser welt…jaja alles verbrecher und ganoven,chaoten etc. zzzzzzz ihr die dass meinen sind einfach nur blind und seht nicht wer den fussball wirklich zerstört $$$$$$$$$$$$$$$

        • Dustin Peters sagt:

          @Martin: Muss Sie leider enttäuschen, bin dem Kindesalter schon länger entwachsen und von mir aus könnte man das ganze Jahr auf Feuerwerk verzichten (inkl die diversen Seenachtsfeste, Altstadtfest etc.)
          Aber es geht ja gar nicht darum ob man jetz Feuerwerker ist oder nicht, geht nicht mal darum, ob es im Stadion notwendig ist oder nicht, geht auch nicht darum ob gefährlich ist oder nicht. Das sind alles andere Diskussionen und dafür könnte man mal wieder einen neuen Blog auftun. Es geht nur darum, dass es im Stadion verboten ist. Schluss, aus, fertig. Wenn Sie ihren Gästen verbieten, in Ihrer Wohnung zu rauchen, möchten Sie auch, dass die sich daran halten.

    • Marco Frei sagt:

      Dieses ewige Märchen der bösen, bösen Pyros. Die Clubs wollen die Pyros. Ihnen sind diese Bussen egal. Sonst würden wohl kaum regelmässig die Spieler an einer Meisterfeier selbst Pyros zünden. Und der Fussball lebt von der Stimmung im Stadion. Wie Sie aber am Sonntag erkennen konnte, gibt es ohne den Fans (inklusive Pyros) keine Stimmung. Es ist also im finanziellen Interessen der Clubs, dass es Fans, Kurven und auch Pyros gibt.

      • Der Boss sagt:

        Ja, die Fans braucht es, aber ohne Pyros! Ich kann Ihnen sagen, dass ich regelmässig im Ausland, vor allem USA, an grossen Sportveranstaltungen bin (nicht immer Fussball) und dass an diesen Megaevents KEINE Pyros abgebrannt werden. Und doch: die Stimmung ist jeweils phantastisch! Pyros = unreif. Ein wenig mit dem Feuer zeuseln machen eigentlich nur Kinder. Sie verstehen?

        • Enrico Rava sagt:

          Wieder jemand der aus der Ferne versucht die Vorgänge zu verstehen. CH ist zum Glück nicht USA. Sie verstehen?

        • Alex Bötschi sagt:

          Und am ersten August sind wir dann alle Kinder? Ich nix verstehn.

        • Hans Füglistaller sagt:

          Der mit den USA und keine Pyros war gut, haha. Klar. Wahrscheinlich einmal ein Mädchen-Lacrosse-Spiel gesehen oder so… Keine Pyros in den USA, ich krieg mich fast nicht mehr ein vor Lachen!!!

          • Petter sagt:

            Die Stimmung ist sicher fantastisch, vorallem die Anzeigen wo dann drauf steht, dass man applaudieren soll und dann applaudiert jeder auf Befehl. Ja fantastisch, durchaus…

          • näthu sagt:

            ich sehe da keinen unterschied ob eine anzeigetafel erzählt ich soll applaudieren oder ob mich ein “clown”, häufig ohne shirt der das spiel nicht im geringsten betrachtet, auffordert zu springe, sprüchli zu schreien oder liedchen zu singen.

      • john wild sagt:

        jaja die lieben usa…schon mal an einem spiel der major soccer league gewessen??’ nenene die lieben amis zünden nicht neeeeeeeee…bsp. Portland Timbers mal ein par match pic`s anschaun und dan nochmals mit dem argument usa kommen..ist genau das gleiche märchen wie das mit england…blablabla

    • Nick Schmid sagt:

      @Dustin Peters: Genau da liegt ja das Problem: Die Strategie der Politik und Polizei besteht aus Pauschalstrafen, Repression und der Forderung nach Denunziantentum. Das kann’s ja nicht sein. Kein Mensch käme auf die Idee eine andere Gruppe von Bürgern so zu behandeln.

      Ich bin als Autofahrer jedenfalls noch nie dazu aufgefordert worden, zu schnell fahrende Verkehrsteilnehmer der Polizei zu melden. Ebenso wurde mein Auto nicht auf 120 km/h plombiert, nur weil einige wieder mal am Weekend mit über 100 Sachen durch’s Dorf geblocht sind. Am Volksfest darf ich jeweils Alkohol trinken, auch wenn am Abend zuvor einige Besoffene eine Schlägerei angezettelt und Unbeteiligte angerempelt haben. Ich darf sogar am 1. August besoffen Raketen abfeuern, obwohl jedes Jahr einige Häuser Feuer fangen und mehrere Menschen Verbrennungen erleiden.

      Sie schreiben es ja im zweiten Abschnitt: es geht darum, die schwarzen Schafe aus dem Spiel zu nehmen. Da bin ich genau ihrer Meinung. Dafür gibt es die entsprechenden Gesetze, es liegt an der Polizei (und nur an ihr), diese durchzusetzen. Aber das ist halt anspruchsvoll und sehr mühsam.

      • Fussballfan... sagt:

        Danke Nick Schmid, dem ist nichts beizufügen, ausser, dass es schön wäre, wenn es mehr besonnene Leute wie Sie gibt!

      • Fritz sagt:

        Einer der besten Kommentare – dem kann ich nur beipflichten.

      • Adrian Vogel sagt:

        Merci, guet gschribe!

      • advocatus dei sagt:

        “Dafür gibt es die entsprechenden Gesetze, es liegt an der Polizei (und nur an ihr), diese durchzusetzen.” Ich bin überzeugt, das würde die Polizei gerne tun… Wenn es sich doch nur um “einzelne” schwarze Schafe handelt und im Grunde nichts gegen deren Feststellung und Bestrafung spricht, wieso solidarisiert sich dann jeweils die ganze Kurve, wenn man versucht fehlbare Fans zu holen? Wieso greiffen ganze Fanblöcke die Security an, wenn diese einen Rucksack fangen oder bei einem “schwarzen Schaf” Pyros finden? Von wegen einzelne schwarze Schafe und ungerechtfertigte Kollektivstrafen! Diese Beschönigungen sind einfach unerträglich! Nciht denunzieren, aber Festhaltung und Sanktionierung zulassen. Würde schon reichen…

        • Hans vom Hübel sagt:

          Vielleicht deswegen, weil die Kurve sich in ihrer Integriträt angegriffen fühlt. Die Kurve beansprucht für sich ein gewisses Mass an Autonomie. Wie Thomas Gander schreibt, handelt es sich um eine Jugendkultur. Wenn Sie sich an Ihre eigene Jugend zurückerinnern, so werden Sie wahrscheinlich auch den einen oder anderen Fehltritt eingestehen müssen, so werden Sie vermutlich – eventuell sogar ein wenig reumütig – einsehen, dass Sie damals eine anderes Rechtsempfinden hatten, dass Sie Ideale fundamentaler vertreten haben, dass Gruppendynamik, Gruppenverhalten eine prominentere Rolle gespielt haben als heute.

          Ich plädiere nicht dafür, dass die Kurve ein Rechtsfreier Raum sein soll. Aber man sollte einerseits von pauschalen Verunglimpfungen absehen und andererseits der Jugend auch gewisse Freiheiten zugestehen. Man sollte anerkennen, dass Fankultur eine Form der Jugendkultur ist, eine sehr kreative noch dazu! Das sie bisweilen auch destruktive Züge annimmt, ist nicht abzustreiten. Aber deswegen ganze Gruppen zu kriminalisieren, ist der falsche Weg, denn man lässt (absichtlich oder nicht) die eigentlichen Ursachen für Gewalt ausser acht.

  3. Kahn sagt:

    Ganz ein heikles Thema. Ich finde, es müssen immer beide Seiten auf einander zukommen. Dialog ganz fichtig. Was ich sehr befremdet halte und auch jeweils immer wieder Angst aufkommt bei mir ist, wenn sich – nicht wenige Fans – vermummen und man somit den Leuten nicht ins Gesicht sehen kann. Haben die denn was zu verstecken?

    • Marco Frei sagt:

      Was diese Fans zu verstecken haben?! Ganz einfach! Jeder in der Kurve wird kriminalisiert. Da ist es jedem Kurvenbesucher anzuraten sich möglichst nicht zu zeigen, da er sonst eventuell im Job oder ähnlichem Nachteile befürchten müsste.

      • Kahn sagt:

        Ich denke dies ist ein Vorurteil, dass die Fans im Fanblock kriminalisiert werden. Ich freue mich jede Woche auf die Muttenzerkurve, habe mich kürzlich auch gefreut, als einige Hundert Fans nach dem Spiel Richtung Barfüsserplatz
        gepilgert sind, wollte eigentlich mit, bis ich die 30-40 vermumten mittendrin gesehen habe. Da war mir dann das Risiko zu hoch.

        • Marco Frei sagt:

          Ich bin selbst auch ein begeisterter Besucher der MK. Bin selbst aber noch nie in irgend welche gefährlichen Situationen gekommen. Bin auch sonst nicht gewalttätig. Werde aber dennoch von meinem Umfeld nach jedem Spiel mit Ausschreitungen wieder gefragt ob ich dabei war und wie es zustande kam etc. Als Kurvenbesucher werde ich von einzelnen Leuten auch pauschal als “Hooligan” abgetan. Das ist Realität, und das sind keine Einzelfälle.

          Und was denkst du wollten diese 30-40 Vermummten machen? Sachbeschädigung? Schlägereien? Andere FCB-Fans attackieren?! Ich denke nicht.

          • Kahn sagt:

            Marco, wie ich oben geschrieben habe, ist das ein sehr heikles Thema. Aber alle Beteiligten nur stur Ihre Meinungen vertreten und nicht mal versuchen einen Schritt nach vorne zu machen, dann wird das Problem nicht gelöst. Du bist “mitten drin” in der Kurve und hast da die ausgezeichnete Möglichkeit den Leuten welche Dich in den Topf Holligen werden, diese zu korrigieren und damit das Image generell zu verbessern. Im übrigen, Kollegen haben mir mitgeteilt, dass vieler der Vermumten Richtung Stadt einiges an Sprayereien an Wànde, Fasaden etc. hinterlassen hatten. Das ist zwar keine Gewalt aber doch Sachbeschädigung.

      • Hans Meister sagt:

        Jeder in der Kurve wird kriminalisiert ?? So einen Blödsinn habe ich ja schon lange nicht mehr gelesen…
        Ich bin schon seit mehreren Jahren ein Saisonkartenbesitzer des FCZ und fühle mich nicht im geringsten “kriminalisiert”.
        Wenn ich mich jedoch während den Spielen umschaue, frage ich mich zum Teil wirklich, wieviele der sogenannten Fans wirklich wegen des Spieles anwesend sind… kahlgeschorene Köpfe, dunkle Sonnenbrillen, den Rest des Gesichtes mit Schal vermummt… Den Leuten macht es ja dann bestimmt nichts aus, sich scheinheilig mit den Baslern zu solidarisieren…

        • Basilou sagt:

          Also wer nach dem letzten Sonntag immer noch bestreitet, dass man als “Kurvengänger” kriminalisiert wird bzw. zumindest unter Generalverdacht steht, der hat meiner Meinung nach etwas verpasst. Ich wüsste jedenfalls keinen Grund wieso ich 2 Stunden lang eingekesselt wurde (von Polizei in voller Kampfmontur, Wasserwerfern und vergitterten Fahrzeugen), wieso ich meine Personalien angeben musste und wieso ich mich mit den Händen am Brückengeländer abtasten lassen musste… ausser eben der Tatsache, dass ich an ein Fussballspiel gehen wollte. Dies alleine scheint also auszureichen. Jedenfalls war ich weder vermummt noch habe ich Pyro gezündet noch sonst etwas getan, was einen begründeten Verdacht liefern würde, ich wäre kriminell.

          • Hans Meister sagt:

            Basilou, dann warst du wohl auf der falschen Seite des Stadions…man kann der Konfrontation ja auch einfach aus dem Weg gehen

          • Basilou sagt:

            Hans: Auf der falschen Seite des Stadions? Ich war auf der falschen Seite der Bahngeleise, und um zum Stadion zu gelangen, musste ich eben über besagte Duttweilerbrücke, was aber durch die Polizei unterbunden wurde. Da war nichts mehr mit “aus dem Weg gehen”.
            Aber grundsätzlich bin ich einverstanden, in ca. 95% der Fälle kann man der Konfrontation ausweichen. Deshalb verstehe ich auch die Leute nicht ganz, die jetzt schreiben, sie trauen sich mit ihren Kindern nicht mehr an den Match. Wenn ich Kinder hätte (ist aber nicht der Fall), sähe ich nach allen bisher gemachten Erfahrungen kein grösseres Problem darin, sie an ein Spiel Basel-Zürich mitzunehmen. Wenn es tatsächlich Ausschreitungen gibt (was ja bezogen auf alle Spiele pro Saison immer noch die Ausnahme ist), dann ist niemand gezwungen, sich daran zu beteiligen.

        • Martin sagt:

          Also müssen sich jetzt alle so anziehen wie sie,die Leute die sie hier beschreiben gehen auch an jedes Spiel bastenl wochenlang an Choreos(die Leute wie sie ja mega cool finden)verbringen Stundenlange Zugreisen durch die Schweiz und Europa,singen bis zum umfallen und sehen im FCZ auch eine Art Familie,aber das können sie wahrscheinlich nicht verstehen,solche Leute sind wahre FANS!!

      • Mike sagt:

        Marco, ein paar kurze Fragen: Anfang Saison bin ich nach dem Spiel FCL-FCB auf dem Weg von meiner Wohnung zum Bahnhof in den Fanmarsch der Basler geraten. Da wir den selben Weg zum Bahnhof hatten bin ich mit den Fans mitmarschiert. Bald wurde ich von vermummten gefragt, ob ich ein Schurni sei und was ich hier zu suchen habe. Auf meine Antwort, ich wolle nur zum Bahnhof, wurde ich angepöbelt und drangsaliert – und keiner der friedlichen Fans hätte zu meinen Gunsten eingegriffen.
        Alles friedfertige Fans, die nur von den Medien kriminalisiert werden? Subkultur? Selbsternannte Stimmungsexperten? Verantwortungsvolle Pyrozünder? Entschuldige, Marco, aber lügt ihr euch da nicht selber an?

        • Marco Frei sagt:

          Wenn du zufälligerweise an der Fasnacht in den Umzug der Zünfte rein kommst, dann wirst du auch gefragt, was du hier zu suchen hast. Da du eindeutig nicht dazu gehörst. Du wirst von den Zünften auch schnell wieder auf die Zuschauerplätze am Strassenrand gewiesen.
          Subkultur stimme ich dir zu, aber, um beim Beispiel zu bleiben, auch die Fasnacht und deren Anhänger sind eine Subkultur, das hat nichts negatives an sich.
          Die Pyrozünder sind eindeutig verantwortungsvoller als der durchschnittliche Familienvater am 1. August.
          Und ja, ohne den Kurven gäbe es keine Stimmung in den Stadien, der letzte Sonntag ist wohl ein wunderschönes Beispiel dazu.

    • Martin sagt:

      Heute kannst du als Fussballfan schon Stadionverbot,Rayonverbot etc. bekommen auch wenn man nichts getan hat,oder die Polizei nur schon die Vermutung hatte du warst dabei.Die Polizei muss dir nichts mehr beweisen,die Unschuldsvermutung wurde kurzerhand ausgehebelt!Wenn du dann das der Polizei beweisen kannst und hoffst das alle Bestimmungen vom Staat her zurückgezogen werden kommt dann das blaue Erwachen,denn DU musst dich um alles kümmern und auch noch gut Geld in die Hand nehmen!So sieht die Schweizer Realität aus,nur weiss das 99% der Bevölkerung nicht!!Somit wäre das mit Ihrer Vermummungsfrage hoffentlich geklärt,wieso nur vemummte Pyros abbrennen…sie müssen keine Angst haben

  4. Auguste sagt:

    hmm…, ein match zum davonlaufen, fans, die davonlaufen, bickel und canepa fanden es auch zum fortlaufen – nur einer sitzt diesen diesen jüngsten höhepunkt des absurden auf und neben dem rasen auf der tribüne aus. für einmal ist die kleinräumigkeit des landes ein segen – wer sich mehr für fussball als für kindergarten begeistert, kann innert etwa einer stunde reisezeit ein richtiges fussballstadion finden und der tabellenspitze beim kicken zusehen. nach der jüngsten schwarmintelligenz-leistung der kurven ist das stigma, dass man als bekennender fussball-fan in zürich tragen muss grösser als das der ubs-angestellten. vereinen und “hard-core”-fans sei dank.

    • Auguste sagt:

      hmm…, anzufügen wäre noch: diejenigen, die glauben, dass stimmung machen an einem fussballspiel mit einem rechtsfreien raum, namens “kurve”, verdankt und vergolten werden müsse, die leiden an schwerem, fortgeschrittenem realitätsverlust. würde der fcz oder gc nicht ein so minderwertiges produkt anbieten, die kurve wäre im stadion immer in der minderheit und vor die wahl gestellt: gut besuchte teure plätze oder schall, rauch und chaoten? dieser entscheid ist schnell getroffen. die “kurven” täten gut daran, sich nicht so wichtig zu nehmen – das sind sie nur in den stadien desolater vereine wie genua, zürich, frankfurt etc.

      und meine lieblings-fans aus basel, die wieder mal an einen match fuhren, um nicht hinzugehen – schwarmintelligenz nach basler art. ohne worte.

      • Marco Frei sagt:

        Interessant! In Basel ist das Stadion also leer und es wird ein minderwertiger Fussball gegen minderwertige Gegner (Man United, Bayern München) gespielt. Ich glaube wir wissen wer hier unter Realitätsverlust leidet.

      • Nick Schmid sagt:

        @August: Bitte nicht schon wieder die Politikerfloskel vom “rechtsfreien Raum Kurve”… Was wird denn dort rechtswidriges produziert, was so schrecklich ist? Ok, über Pyro lässt sich diskutieren. Aber sonst? Mord- und Todschlag? Raubüberfälle? Diebstähle? Abgesehen von wenigen Ausnahmen gibt’s nicht mal Keilereien in den Kurven.

        • Auguste sagt:

          hmm…, nick schmid, es gibt eine tendenz, dass vor allem die ultra-fangruppierungen, die in den kurven für einen grossteil der “ungeschriebenen gesetzte”, die dort herrschen, verantwortlich sind, danach trachten, vernünftiges, geltendes recht aufzuweichen – z.b feuerwerkskörper. die stadionkatastrophen in brüssel und sheffield haben doch wirklich jedem vor augen geführt, dass die sicherheitsanforderungen und -vorkehrungen bei grossveranstaltungen in aufgeheizter atmosphäre gar nicht ernst genug genommen werden können. und wem das partout nicht einleuchtet, der hat an solchen veranstaltungen nichts verloren, auch wenn er sonst noch so voller herzblut und kreativität ist.

          • Nick Schmid sagt:

            @August: Aber nochmals: Welche Rechtsbrüche finden Wochenende für Wochenende in den Kurven statt? Wie gesagt, Pyro können wir diskutieren. Aber sonst?

          • john wild sagt:

            hmmm auguste…waren in brüssel pyros defür verantwortlich o hools? hools nicht = ultras ergo nicht = pyro zünder. und in sheffield???,Heute weiß man, die Polizei war nie Herr der Lage. Die Liverpool-Fans wurden durch ein einziges enges Tor getrieben, wie Vieh durch ein Gatter, und in einen bereits überfüllten Block gedrückt.

          • Auguste sagt:

            hmm…, john wild, die sicherheitsvorkehrungen für grossanlässe müssen praktisch allen denkbaren gefahrenrisiken genügen. ob das jetzt eine pyroflamme, ein überwinden von sicherheitszäunen durch hooligans, eine massenpanik, tumulte und schlägereien oder auch nur eine herzattacke oder kreislaufkollaps in der sommerhitze mitten im vollbesetzten block oder zuoberst auf der ehrentribüne sind; es führt entsprechend der eintretenswahrscheinlichkeit zu entsprechenden massnahmen auf seiten der sicherheitsverantwortlichen. sie sind von gesetzes wegen verpflichtet, auf praktisch alle denkbaren fälle angemessen reagieren zu können. der heutige risikenkatalog basiert auf vorfällen, die sich in fussballstadien real ereignet haben. nochmals: ursache und wirkung.

          • Auguste sagt:

            hmm…, nick schmid, wie gesagt, den umfang des risikenkatalogs bestimmen reale und denkbare vorfälle. darunter sind solche mit hoher sowie auch geringer eintretenswahrscheinlichkeit – darauf richten die sicherheitsverantwortlichen ihre massnamen aus. dass einiges von den fans heute als repressiv empfunden wird, ist in erster linie deren verhalten zuzuschreiben. ich sass mal noch bei einem spiel fcz vs. fcb an einem sommernachmittag auf der tartanbahn des ausverkauften letzi und niemand dachte im entferntesten daran, dass das gefährlich sein könnte.

          • Ruedi Meyer sagt:

            Wenn wir schon bei Risiken wären einschliesslich der Restrisiken: Was wäre geschehen, wenn der Polizeihelikopter aufs Stadion abgestürzt wäre? Dies abgesehen vom Fluglärm unter dem ganze Wohnquartiere leiden mussten.

            Schizophren.

        • Martin Meier sagt:

          @Auguste Der einzige rechtsfreie Raum ist ihr rechtschreibungsfreie Schreibstil. War doch sonst ein toller Match, kann mich nicht beklagen.

          • Auguste sagt:

            hmm…, martin meier, als wenn ich denn schon rechtschreibung und schreibstil anderer leute kritisiere, dann aber den richtigen fall anwenden. hier: genitiv = rechtschreibungsfreier schreibstil. bitte entschuldigen sie, wenn ich heute vielleicht manchmal etwas schludderiger daherschreibe als üblich.

      • Kraft sagt:

        Auguste, Du hast nicht ganz unrecht, allerdings ist Frankfurt ein schlechtes Beispiel, zumindest falls du die SGE meinst und nicht den FSV. Die Kurve ist dort zwar laut, aber der Rest des Stadions ist ebenfalls voll. Empfehle mal einen Besuch.

        • Auguste sagt:

          hmm…, ich habe in frankfurt gelebt, kraft – leider war die eintracht damals in der zweiten bundesliga, und das gedränge im damaligen waldstadion überschaubar, aber immer lautstark.

      • Francoforte sagt:

        Ich frage mich gerade wie Sie darauf kommen das Eintracht Frankfurt oder der FSV Frankfurt desolate Vereine seien! in der gerade zuende gegangenen 2. Liga Saison waren bei Heimspielen der SGE mind. 30.000 Menschen im Stadion und Auswärts ca. immer mind. 3.000 Menschen. Und jetzt kommen Sie mir nicht mit halbvollem Stadion. In unser Waldstadion passen ca. 50.000 Leute rein! Davon können Vereine in der Schweiz doch nur träumen. Wenn es doch Vereine mit solchen Stadien gibt dann sind es bestimmt nicht mehr als 3. Also hören Sie auf so einen Schwachsinn über Frankfurt zuschreiben.

        Und die Stimmung in Frankfurt ist Europaweit mit eine der besten. Abgesehen von den Choreos!

        Mit Deutschem Gruss

        Ein Frankfurter

        • Auguste sagt:

          hmm…, francoforte, die bilder aus dem karlsruher wildpark nach spielschluss gesehen am letzten wochenende? ein verhältnismässig riesiges aufgebot an sicherheitskräften war aufgeboten, weil der bereits feststehende bundesliga-aufsteiger eintracht auf den relegationsplatzanwärter ksc traf – und verlor. der dritte traditionsreiche “trottelverein” der bundesliga, nebst dem hsv und dem effzee, war in der provinz zu gast, wo er effektiv auch hingehört und nach der nächsten saison wahrscheinlich auch wieder landen wird. die sge ist ein guter zweitliga-verein, dem regelmässig der aufstieg gelingt – auch wenn die eintracht-anhänger denken, es sei ein bundesliga-verein, der regelmässig unglücklich absteigt.

          trotzdem, gute stimmung und viel spass und erfolg in der bundesliga – es wird brutal werden für die sge ohne geld und ohne top-stürmer. und dass alex meier im oberhaus 17 tore schiesst – das kann ja von mir aus glauben wer will.

          mit helvetischem gruss

          ein zürcher

  5. Adlerauge sagt:

    Ich hatte das Vergnügen den Aufmarsch der Fans aus beiden Lagern von meinem Balkon aus sehen zu können. Als FCB Fan muss ich leider dieses mal die rote Karte an die FCB Fans verteilen. Wäre nicht ein kleiner Haufen von ca. 300-400 Fans mit dem Auto in den Kreis 5 gefahren und hätte sich da versammelt um über die Duttweilerbrücke ins Stadion zu gehen, wäre es nie zu einer Kontrolle durch die Polizei gekommen. Die FCB Fans wären von der Duttweilerbrücke auf die Fan-Gruppen des FCZ getroffen, was es ja genau zu verhindern gilt. Die FCB-Fans wissen, dass ihre Route vom Bahnhof Altstetten aus über die Hohlstrasse und hinter dem Schlachthof durch zum Stadioneingang führt. Wen sie sich nicht an die Spielregeln halten und einen anderen Weg gehen wollen, müssen sie sich nicht wundern wenn sie von der Polizei eingekreist und einzeln kontrolliert werden. Die Solidarisierung der FCZ-Fans ist völlig scheinheilig, hat die Polizei doch nur versucht die Gruppen auseinanderzuhalten.

    • Weiss nicht sagt:

      Das ist nicht ganz korrekt. Der Ablauf war auf beiden Seiten (SK und MK) so abgesprochen. Man wollte mit 2 friedlichen Fanmärsche der Polizei aufzeigen, dass so grosse Aufgebote nichts bringen. Auch die SK besammelts ich zu diesem Spiel beim Helvetiaplatz. Zudem war die Kontrolle durch die Polizei schon lange geplant. Eigentlich sollte die nach dem Aussteigen aus dem Exztrazug durchgeführt werden.

    • Frank sagt:

      Welche “Spielregeln” existieren da, die verletzt wurden? Seit wann darf man sich in diesem Land n icht mehr frei bewegen, auch wenn es sich um Fangruppen handelt? Warum mussten die Gruppen von der Polizei auseinandergehalten werden? Wer sagt, dass es zu einer Eskalation gekommen wäre?

      • Bernd S. sagt:

        Die Chance das es NICHT zu einer Eskalation kommt, war wahrscheinlich um einiges kleiner als die gegenteilige Annahme. Hätte die Polizei nicht eingegriffen und die Fanlager aufeinander zumarschieren lassen, wäre es todsicher auch wieder nicht recht gewesen.

        • Frank sagt:

          Falsch, Bernd. Die beiden Fanlager haben sich im Vorfeld auf ein friedliches Treffen verständigt. Würde sich die Polizei nicht fast ausschliesslich mit Repression beschäftigen, hätte sie das gewusst.

          • Bernd S sagt:

            Ich hätte wie die Polizei der ganzen Sache definitiv nicht getraut und als Besucher des Spiels bin ich froh, dass die Polizei der Sache ebenfalls nicht getraut hat. Ein Funken und das ganze wäre ausgeartet. So blauäugig können nicht einmal Sie sein. Das es kein Riesenaufgebot an Polizei mehr an Spielen FCZ – FCB braucht, davon sind wir leider noch weit entfernt. Und es reicht definitiv nicht aus kurz einmal anzukündigen “hey heute sind wir mal lieb miteinander”.

          • Tom sagt:

            Ich bin selbst FCB Fan seit mehr als 25 Jahren. Ich war früher in der Muttenzerkurve und aktiver Teilnehmer diverser Aktionen und Fanreisen. Was ich damit sagen möchte, ich weiss also wovon ich Spreche. Zwar gehöre ich heute nicht mehr der MK an und kann somit auch nicht mitreden. Ich mache auch keine FAN Märsche zu den Stadien mit. Denn meistens reise ich separat mit dem Auto an. Schon oft war ich in Zürich und ja oft gab es Ausschreitungen. Oft wurden sie von den Fangruppen provoziert und oft wurden sie auch von Seitens der Polizei provoziert.

            Was ich damit sagen möchte: Ich verstehe beide Seiten. Die Polizei die (ich vermute es) wohl schon von den wohlwollenden Absichten beider Fanlager gewusst haben könnte, aber der Sache nicht wirklich getraut hat. Und ich verstehe die beiden Fanlager welche mit einer Absprache der Polizei und der Bevölkerung zeigen wollten, dass es auch ohne Gewalt geht. Und jeder der jetzt sagt <> gehört wohl genau zu den Leuten welche sagen <>. Ich fand die Solidaridätsaktion beider Fanlager eine hervorragende Sache und genau DAMIT hat man nun den ersten Schritt gemacht. Nun liegt es an der Polizei dies auch so zu erkennen und Ihrerseits der Fankultur entgegenzukommen.

            Hören wir doch auf uns gegenseitig zu beschuldigen und versuchen zusammen zu arbeiten. Die Rivalität kann mit den Fangesängen und Transparenten im Stadion wieder ausgetragen werden.

            Und noch etwas zu den Pyrogegner: Es ist noch nicht so lange her, es war noch im alten “Joggeli” da wurden aberhunderte von Pyros gezündet und das im ganzen Stadion und rund um das Feld herum. Und das offizielle Schweizer Fernsehen bezeichnete es als einmalig tolle und einzigartige Stimmung.

    • Goofy sagt:

      Sie sind also der Meinung, dass die Reise- und auch Bewegungsfreiheit für Fussballfans nicht gilt? Und wenn die Polizei verlangt, dass man freiwillig in Güterzügen von der Polizei angekettet anzureisen hätte, entweder zu Hause zu bleiben hat oder sich anketten lässt? Ist der Fussballfan denn Schlachtvieh mit dem man machen und tun kann was man will und wenn diese Fans sich nicht an die Spielregeln (wessen Spielregeln? Ich dachte immer bei Spielregeln wäre es so, dass man diese gemeinsam aufstellt, so war das jedenfalls wenn wir Spiele gespielt haben, da hat man die Regeln gemeinsam für sich passend aufgestellt) halten, dann darf man diese wie Schwerverbrecher behandeln?

    • Nick Schmid sagt:

      @Adlerauge: Vielleicht haben sich die Basler Fans an die Massen”festnahme” in Altstetten erinnert, welche vor einigen Jahren stattfand. 😉

    • Enrico Rava sagt:

      Hätten Sie, mit ihren Adleraugen, das Communiqué der beiden Fangruppen gelesen, wüssten Sie, dass die Fans aus Protest über das übermässige Polizeiaufgebot jeweils einen Marsch zum selben Ort organisiert haben. Es ging dabei nicht um eine Schlägerei, sondern darum der Polizei ihre Grenzen aufzuzeigen und zum Nachdenken zu bewegen. Ein Prozess der bei den Fans scheinbar schon seit einer Weile eingetreten ist…

      • Ruedi sagt:

        “… zum Nachdenken zu bewegen. Ein Prozess der bei den Fans scheinbar schon seit einer Weile eingetreten ist…”
        Daran glauben sie aber nicht wirklich, oder???
        Das Problem dieser Fangruppierungen ist, das sie sich nicht an Spielregeln (Gesetze) eines Rechtsstaates halten wollen, und diese nach eigenem Gutdünken “uminterpretieren”. Wenn dann der Rechtsstaat seiner Pflicht nachgeht, dann ist die Polizei der Bösewicht und Provokateur. Wem die Gesetze nicht passen, der soll auf dem Gesetzesweg eine Änderung anstreben, schliesslich leben wir in einer Demokratie.
        Zum Schluss nur noch dieses, wer hat denn die (zugegeben verfahrene) Situation eskalieren lassen, wer hat die Sachbeschädigungen und Prügeleien verursacht??

        • Goofy sagt:

          Ach ist es jetzt gesetzlich vorgeschrieben, wie ein Fussballfan an ein Spiel zu reisen hat? Oder welche Gesetze haben die Fans am Sonntag missachtet?

          • Ruedi sagt:

            Fragen Sie doch die Polizei oder deren Amtsvorsteher. Diese werden Ihnen die Gründe sicherlich nennen können. Für die war es auch kein Festanlass, das können sie mir glauben.
            ps: nein, ich kenne die Antwort nicht, aber als Basler und regelmässiger FCB-Matchbesucher weis ich, dass es einen gewaltbereiten Kern GIBT. Tun Sie bitte nicht so, als ob das alles nur friedliebende Fussball-begeisterte wären. Dieser Kern ist eine Minderheit, aber DAS Problem, sorry…

          • fan sagt:

            Sorry ruedi aber wenn man keine Ahnung sollte man einfach mal still sein. bitte informiere dich über die sach aus quellen die 100% stimmen und glaub nicht alles blind, was du in den Medien, Oder von der Polizei hörst. Vorallem nicht an das von den Medien erfundene Gerücht von den Bösen Basler. vergleich jetzt nur einmal, wie viele male es in Lausanne im vergleich zu Zürich gekracht hat. zur Info in Lausanne hat es nur ein Polizeimotorrad das die Strasse abriegelt sonst so gut wie keine Polizei. und nochmal was worüber du nachdenken solltest wer ist in Zürich Sicherheits Chef und wie steht seine allgemeine Haltung gegenüber Fussball.-/Fans .

        • Enrico Rava sagt:

          Ich glaube es nicht nur, ich erlebe dies sogar, im echten Leben. Oder wie erklären Sie sich, dass die als spinnefeind angesehenen Fangemeinschaften von Zürich und Basel sich solidarisieren?

          Zum Schluss noch dies, die Zahlen von Sachbeschädigungen und Gewaltanwendungen sind erstens im Promillebereich in Bezug auf die Zuschauerzahlen und zweitens rückläufig:

          http://knappdaneben.net/2012/02/droht-das-aussterben-von-3719-zuschauern-nur-noch-einer-ein-hooligan/

          Aber natürlich braucht es für ein so staatsbedrohendes Gebahren neue anti Terror Gesetze, als solches wurde das BWIS ursprünglich konzipiert, und nie da gewesene Polizeiaufgebote.

          • Ruedi sagt:

            @fan:
            Da ich nur über Dinge schreibe die ich kenne, schreibe ich nur über Basel – und nicht über Zürich, oa. Ich bin da aber absolut illusionsfrei…
            ps: ich gehe seit 10 Jahren an jedes Heimspiel

          • Tom sagt:

            Ruedi

            Natürlich dürfen Sie über alles Schreiben und nicht nur über das worüber Sie bescheid wissen. Aber nur weil Sie seit 10 Jahren an jedes Heimspiel gehen heisst das noch lange nicht, dass Sie bescheid wissen. Ich bin seit über 25 Jahre Fan und mehr als die Hälfte davon war ich in Jungen Jahren Mitglied der MK. Seit einigen Jahren bin ich es nicht mehr und habe den Jungen das Feld überlassen. Und seit ich nicht mehr dabei bin, kann ich auch nicht mehr Mitreden. Ich weiss nicht mehr Bescheid was im Detail passiert und das gebe ich gerne zu. Also behaupte ich nicht Dinge über die MK welche ich nicht hinterlegen kann.

      • Bernd S. sagt:

        Noch naiver geht es nicht?

      • john wild sagt:

        Heute weiß man, die Polizei war nie Herr der Lage. Die Liverpool-Fans wurden durch ein einziges enges Tor getrieben, wie Vieh durch ein Gatter, und in einen bereits überfüllten Block gedrückt…Das war kein Unfall, es war schlechtes Management der Behörden.”
        Die Zeitung hatte behauptet, dass Liverpool-Fans die Toten bestohlen und die Rettungsarbeiten behindert hätten, aus Opfern Tätern gemacht. Die Anschuldigungen beruhten auf den falschen Angaben eines Polizisten.

        nur mal so als analog…..FCZ VS. FCB

    • Ruedi Moser sagt:

      Kennen sie eigentlich ihren Arbeitsweg? Den Weg zum Strandbad? Oder den zu ihrer Mutter? Wehe sie wagen es nächstes Mal einen anderen Weg zu gehen als DEN Weg. Ihrer Logik zufolge müsste man sie gleich verhaften.

      • Bernd S. sagt:

        Ihre Logik ist ebenso verkehrt. Würde es auf Ihrem Weg zum Strandbad täglich zu Problemen kommen, würden da auch Regeln dafür geschaffen damit das Problem eingedämmt werden kann. Sie müssten dann vielleicht auch einen anderen Weg ins Strandbad nehmen. Das der Weg ins Stadion für grössere Fangruppen vorgeschrieben ist und diese auseinandergehalten werden macht ja irgendwie Sinn. Vor allem bei Hochrisikospielen bei denen es aus Erfahrung immer wieder zu Krawallen kommen kann (aber nicht zwingend kommen muss). Und jeder weitere Vorfall wird dazu führen, dass es noch mehr Kontrolle durch die Polizei geben wird.

    • Adlerauge sagt:

      Das sind ja alles nette Kommentare von freiheitsliebenden und friedlichen Fussballfans, die leider nichts mit der Realität zu tun haben. Lassen sie mal eine Gruppe von 300 vermummten und schwarz angezogenen “Fans” (richtig rotblau ist von denen ja niemand wirklich) auf eine Gruppe von FCZ Fans (teilweise Eltern mit Kindern darunter) los die gerade mit dem 31er Bus an der Herdernstrasse aussteigen. Wenn es dann Verletzte geben würde, wäre der Schrei nach der Polizei wieder lauter. Eine grosse Gruppe von Menschen hat eine völlig andere Dynamik (schon nur wegen dem “Herdentrieb”) als einzelne Menschen. Darum ist es nicht eine Beraubung von Freiheitsrechten, wenn man die Bewegungsfreiheit einer agressiven Gruppe einschränkt, wenn sie die Sicherheit von einzelnen Menschen gefährden könnte. Jeder hat die Möglichkeit sich von der Gruppe zu entfernen bevor sie von der Polizei eingekesselt wird.

      • Goofy sagt:

        Und dann macht man eben eine Sperre bis eine Gruppe vorbei ist und lässt dann die andere Gruppe weiter, wozu es da nötig ist eine ID-Kontrollen durchzuführen weiss ich nicht….

    • sydney sagt:

      bester beitrag! ich bin fcb fan und gebe diesen “fans” die tiefrote karte. was würde man in basel sagen, wenn jeweils die gegnerischen fans nicht via extrazug direkt ins joggeli fahren, dafür aber jedes mal via bahnhof sbb und dann einen marsch durch die ganze stadt organisieren würden. ausserdem, wer sich vermummt, hat an einem fussballspiel ganz einfach nichts zu suchen! man soll sich an die festgelegten routen halten – alles andere ist nur billige provokation und völlig daneben.

      • Kahn sagt:

        Genau so und nicht anders. Z.B. Bayern München, Polizei gibt genau vor wie was wann wieso weshalb ja weshalb nein. Wer sich daran hält ok. Wer nicht der muss sich warm anziehen. Fans ja, Gejohle ja, Vermummung klar nein oder sonst ab in Arrest.

      • Goofy sagt:

        Jawohl Sidney

        So ist es richtig, immer schön daran halten wie einem vorgeschrieben wird zu reisen, Reise- und Bewegungsfreiheit ist schliesslich Gänggelizüg und sollte am besten abgeschafft werden. Wo kommen wir noch hin, wenn die bösen Fans ihre von der Verfassung geschützten Rechte wahrhaben wollen.

        PS. Gilt es auch für die Polizei und Deltas das ominöse Vermummungsverbot oder nur einseitig?

    • Christian sagt:

      Ich war auch auf der Duttweilerbrücke als ich endlich mit der kontrolle fertig war wusste ich nicht in welche richtung ich laufen sollte um ins stadion zu kommen also nahm ich denn kürzesten weg und weil ich nicht an diesen Zaun vorbeikam llief ich weiter eineige meter weiter waren manche fcb und fcz die sich über das ganze aufregten und sich äusserst friedlich unterhielten auch ich der ein MK besucher ist wurde von nicht allen FCZ fans freundlich angeschaut doch manche kammen auf mich zu und fragten mich wie die situation war. Jetzt mal zu den fcz fans die waren alle mit einem Südkurve T-shirt unterwegs also so ein bekenender südkurve besucher der uns Basler offentsichtlich aufs blut hasst. also bin ich der meinung es wäre nicht zu einer massenprügelei gekommen.

  6. mike sagt:

    danke für den feinen beitrag. leider gibt es nur wenige journalisten, die kentnisse der fanszenen haben. in der regel werden einfach pressemitteilungen der polizei übernommen. und dann noch mit tumultartigen bildern ergänzt.

    dabei würde es nicht darum gehen, “für oder gegen” die fanszenen zu sein, aber für eine gescheite debatte ist es wichtig zu verstehen, was da eigentlch vor sich geht.

  7. Chris Chelios sagt:

    Es ist einfach unglaublich was man mittlerweile als Fan offenbar einfach so hinnehmen soll. Zum Bsp. das sagenhafte Kombiticket die neue Waffe aus der Kellerschen Hexenküche. Bedeutet konkret, dass ich als beispielsweise in Bern wohnhafter FCSG Fan für ein Speile YB – St. Gallen, zuerst nach St. Gallen reisen müsste, um dort in den Extrazug nach Bern zu steigen. Dann müsste ich wiederum mit dem Extrazug zurück nach St. Gallen um dann wiederum an den Wohnort Bern zurück zu reisen. Nur wer bereit ist eine solche Odysse hinzunehmen, hat als auswärtiger Fan die Möglichkeit ein Auswärtsspiel seiner Mannschaft in der jeweilligen Kurve zu sehen. Was soll dieser extreme Eingriff in die persönliche Freiheit sicherheitstechnisch bringen? Aber ist in den Medien irgendwas kritisches zu diesem Thema zu lesen? Zur Bewilligungspflicht von Fussballspielen? Wieso wird jeder Bericht über Ausschreitungen mit Pyrobildern hinterlegt, so dass in der öffentlichen Meinung ein Pyrozünder mittlerweile gleich hinter dem Sprengstoffattentäter folgt. Zum Glück gibt es noch Menschen wie Th. Gander. Auch wenn sie nicht gehört werden.

    • Matt sagt:

      Nein, er muss nicht von Bern nach SG und wieder nach Bern. Er kann, wie viele andere auch, einfach ein Ticket bei den neutralen Sitzplätzen besorgen. Und wenn ihm das nicht passt, dann geht es meiner Meinung nach nicht um seinen Verein, sondern nur um sich selbst! Basta.

      • Fritz sagt:

        @Matt: Sie sagen also er darf nicht mehr mit seinem Bruder bei den anderen FCSG-Fans im Stadion sitzen sondern muss in den neutralen Sektor? Muss es in Zukunft noch eine Armbinde als FCSG-Fan tragen?

    • john wild sagt:

      so ein sch…sorry Matt schon mal mit kollegen an einem match gewessen?? ist ja gaaanz geil im neutralen block zu sitzen wärend die kollegen die lieder singen,festen,über das spiel diskutieren sich bei einem tor in den armen liegen…und du sitzt dan gaaanz still aleini im niergendwo?? keine anung haben und solch ein sch….raus lassen sorry Matt

    • Matt sagt:

      @Fritz: Wenn er das Gefühl hat, dass jeder sehen muss, dass er für SG ist, dann soll er sich von mir aus von oben bis unten grün bemalen. Sehe nicht ein, weshalb er nicht in der neutralen Zone sitzen soll, wenn ihm diese “Odyssee” zuviel ist.
      @ john wild: Ich habe mit 5 Kumpels eine Saisonkarte beim FCL, wir gehen auch an jedes Auswärtsspiel, diskutieren über’s Spiel.

      Entweder man akzeptiert die Auflagen oder man findet einen anderen Weg um das Spiel zu sehen!

      • Petter sagt:

        @Matt: Typisch Egoist. Da du nicht betroffen bist, ist es dir egal. Sagt einiges über deinen Charakter aus. Wünsche dir, dass, falls der obgenannte Fall eintritt, du aus irgendwelchen Gründen nach Genf ziehen musst. Und dann möchte ich dich noch einmal hören…

        • Matt sagt:

          Petter, wenns dich interessiert, ich sitze bereits jetzt im neutralen Sektor. Willst wissen weshalb? Es kotzt mich an, ständig Fahnen im Sichtfeld zu haben, Bierduschen über mich ergehen zu lassen und im Pyrorauch zu ersticken. Nur schon deshalb bin ich überzeugt, dass sehr viele in diesen Sektoren nur an 2. Stelle Fussball sehen wollen.

  8. Lars sagt:

    Das ist mit Abstand der beste Artikel den ich seit langem zu diesem Thema lesen durfte. Besten Dank!

  9. Fürchtegot von Kirchzarten sagt:

    Wenn ich daran denke wie vor ein paar Jahren noch, ohne polizeilichen Kontrollen, scharenweise Basler Fans im Auto an die Spiele in den alten Letzi oder in den Hardturm gepilgert sind, bereue ich es im nach hinein nicht, die letzten beiden Auswärtsspiele in Zürich nicht besucht zu haben.
    Gerne verzichte ich auch in Zukunft auf diese Form der Zürcher Gastfreundschaft und gebe das Geld zu Hause in einem der unzähligen Orte aus, an denen man in Öffentlichkeit und in Runde guter Freunde einem Spiel im Fernsehen beiwohnen kann.
    Diese Aktionen der Fangemeinden sind nur zu unterstützen, man braucht sich als Einwohner, Staatsbürger und Steuerzahler eines sich als “freiheitlich und demokratisch” verstehenden Landes auch in der Rolle Fussballfan nicht die Methoden eines Polizeistaates gefallen zu lassen.
    Es kann nicht sein, dass in einem Bereich der Gesellschaft Sippenhaft gilt, dass Grundsätze unserer Freiheitsrechte ausser Kraft gesetzt werden, dass jedes Mass und die gebotene Verhältnismässigkeit aufgegeben wird, nur um einigen wenigen, profilierungsneurotischen Behördenvertretern und Politikern die Bühne zur Selbstdarstellung zu bieten.
    Es ist an der Zeit, mal wieder den gesunden Menschenverstand walten zu lassen und von der Hysterie in der Betrachtung des Geschehens um den Fussball abzulassen.

    • Kraft sagt:

      Der Empfang in Basel gestaltet sich aber auch nicht wirklich freundlicher, ausser man ergötzt sich an einer vergitterten Schleuse vom Bhf. bis zum Stadion, dann dort durch Sicherheitsleute wie Vieh ins Stadion gedrängt werden und am Ende das Ganze rückwärts in den Zug. Ich wurde übrigens noch nie straffällig, falls Sie jetzt geneigt sind zu meinen, ich hätte das vielleicht verdient….

      • Fürchtegot von Kirchzarten sagt:

        Meine Fresse, es geht doch nicht um dich oder mich.

        • Roman Brand sagt:

          Das ist doch genau das Problem. Es geht nicht um kraft, sie oder mich und dennoch wird man behandelt als ob!

  10. Emanuel sagt:

    “Der Fussball den Fussball-Liebhabern! Wer interessiert sich schon für diese dauerpubertierenden Egomanen.”

    Franz, Sie haben ja absolut keine Ahnung.

    Das sind die richtigen Fans. Sie kommen bei -15 Grad ins Stadion, genauso wie Sie am Mittwochabend nach Sion reisen, nur um ihre Mannschaft zu unterstützen.

    In der Schweiz gilt Bewegungsfreiheit, man kann überallhin wie man will reisen, wer also mit dem Auto (friedlich) nach Zürich reist, um einen Match zu sehen und sich dann gefallen lassen muss, eingekesselt zu werden und nur mit ID-Kontrolle zum Stadion durchgelassen zu werden hat definitiv Grund hässig zu sein.

    Der absolute Höhepunkt am Sonntag war ja noch die Sperrung der Raststätte Würenlos. Darf man als Fussballfan nicht mal mehr etwas zu Essen und Trinken kaufen?

    Überlegen Sie sich alle mal, wie es für Sie wäre, wenn Sie bei der Ausübung Ihres Hobbies jedes Wochenende solche Schickanen über sich ergehen lassen
    müssten…

    • Auguste sagt:

      hmm…, ursache und wirkung, mein guter. schikaniert sind vor allem jene menschen, die mit dem seit jahren lausigen fan-verhalten überhaupt nichts zu schaffen haben und nur wegen einigen hohlköpfen, die nicht zivilisiert von zu hause auf ihren platz in einem stadion und zurück finden, gleichfalls erhebliche einschränkungen ihrer freiheitsrechte in kauf nehmen müssen. dass man euch mittlerweile hart anfasst, wenn es sein muss, habt ihr euch selber zuzuschreiben.

      …und auf der knapp einstündigen fahrt von basel nach zürich ist gewiss auch noch keiner verhungert oder verdurstet, zumal es im stadion dann ja wieder genügend verpflegungsmöglichkeiten gibt.

      • Basilou sagt:

        Auguste, das stimmt, bis zum verhungern und verdursten braucht es deutlich mehr. Es ist halt einfach etwas lästig, wenn man seinen Pinkelstopp in dieser Raststätte eingeplant hat. Und ebenso ist es richtig, dass man im Stadion etwas zu Essen und zu Trinken kaufen könnte oder die Toilette benutzen. Aber wiederum ist es in diesem Zusammenhang halt auch etwas lästig, dass man zwischen Ankunft in Zürich und Betreten des Stadion etwa 2-3 Stunden auf einer Brücke herumstehen muss – je nach Laune der Polizei (bzw. des Kommandanten, Einsatzleiters etc., denn die Polizisten an der Front können ja zugegebenermassen auch nicht viel dafür).

        • Auguste sagt:

          hmm…, basilou, das mit dem pinkeln ging mir auch durch den kopf, da ist dann tatsächlich eine ganze weile nichts mehr nach würenlos, wo man dieses geschäft erledigen könnte. offen gestanden, die blockade des “fressbalkens” ist wohl eher ein bisschen zu viel des guten. welcher fcz-fan käme schon auf die idee dort hinaus zu fahren, wo doch alle wissen, dass es im aargau keine disco hat – oder ist das nur aarau?

  11. Zürcher sagt:

    Ein Dank nach Basel, denn offensichtlich sind die Medien dort noch nicht die, entschuldigen Sie, Huren der Polizei.
    Dustin Peters: Betrachten wirs doch mal von einer anderen Seite. Bei der Polizei werden auch keine Kollegen verpfiffen wenn Sie das Gummischrot mal aufs Gesicht anstatt auf den Körper schiessen. Beim Militär wird auch kein Kamerad verpfiffen und die Kollektivstrafe halt in Kauf genommen. Das ist in vielen Beispielen so. Aber überall gibts auch die eine Regel: irgendwann überläuft das Fass. Ist ihnen bewusst was das auslösen könnte, wenn sich die beiden Kurven (und evtl. andere) noch weiter zusammentun? Schwer vorstellbar, aber das war in Deutschland auch möglich. Diese Kurven leisten einen enormen Beitrag an den Verein (Tickets, Abos) der härtere Kern LEBT für den Verein, gibt jeden Rappen dafür aus. Wie würden Sie reagieren wenn man ihnen versucht ihr allerliebstes Hobby wegzunehmen? Wird es weiter Gesetze o.Ä. hageln, hagelt es bald auch mal aus diversen Fankurven Proteste und Demos. Herr Heusler hat bereits vor Monaten gewarnt: “Begegnet man den Fans weiterhin in der Form wie es aktuell der Fall ist, werden diese sich solidarisieren und dann haben wir den Salat.”
    Franz: ich danke für die Bezeichnung der dauerpubertierenden Egomanen. Dass Ihnen das Wort “dumm” oder “hirnlos” nicht auch noch über die Finger rutschte, wundert mich. Diese Fans werden immer nach einem bestimmten Schema beurteilt. Leider ein Falsches. Ich selbst bin ebenfalls Fussballfan. Ich verpasse kein einziges Spiel egal ob in Zürich, Riga, Lissabon oder auf Zypern gegen Famagusta. Nebenbei habe ich mich erfolgreich zum Dipl. ing. Elektrotechnik und Informationstechnologie weitergebildet. So dumm und pubertierend können die Fussballfans also wohl doch nicht sein? Aber es ist kein Geheimnis: intern, also innerhalb der Fankurven, werden eben genau solche Kommentarschreiber bei Blick, 20min ect., Kommentarschreiber wie Sie es sind, belächelt. Weil man ja schnell mal einen Text getippt hat, das Hirn aber offenbar noch nicht wach war und die Wahrnehmung so oder so geblendet ist. Trotzdem danke ich Ihnen für Ihren geistreichen Beitrag.
    Zum Schluss bleibt zu sagen: Herr Gander ist ein Mann vom Fach welchen ich respektiere, ich verfolge seine Arbeit immer wieder. Was er für die Fankurve in Basel und auch immer wieder für Kurven in der ganzen Schweiz leistet, ist grossartig, dafür möchte ich mich auch aus Zürich bedanken.

    • Dustin Peters sagt:

      Was ist das allerliebste Hobby? Feuerwerkeln? Leute verkloppen? Verstehen Sie mich richtig, möchte nicht pauschalisieren, sind wie gesagt die scharzen Schafe um die es geht. Aber es geht darum, den Verein zu unterstützen. Das kostet die Leute eine Stange Geld, das ist war. Das könnte man aber auch etwas reduzieren, wenn nicht für ein “hundsgewöhnliches” Spiel schon beinahe der Ausnahmezustand ausgerufen werden muss. Dann hätte der Verein erheblich weniger Sicherheitskosten, die er dann auch nicht mehr auf die Ticketpreisen überwälzen müsste

      • Zürcher sagt:

        Moment. Feuerwerkeln? Ich komme da immer gerne auf den 1. August und Silvester zu sprechen: Weshalb ist es gesetzlich erlaubt Feuerwerk zu zünden, obwohl genau an diesen Tagen die meisten Unfälle damit geschehen? Klar, die Pyro-Diskussion ist alt. Aber ich frage mich da: wie kann es sein dass man Etwas, was jedes Wochenende in ganz Europa ohne grössere Zwischenfälle über die Bühne geht verbietet, aber ein Abbrennen von Feuerwerk für 2 Tage in der Schweiz als ganz normal betrachtet, obschon an diesen Tagen mehr Unfälle und Brände entstehen als im CH-Fussball in den letzten 10 Jahren? Klar will das den Fans nicht in den Kopf. Weshalb auch? Schliesslich steckt hinter dieser Regel keinerlei Logik.
        Leute verkloppen? Jedes Wochenende gibt es Bauernfeste in den beschaulichsten Regionen der Schweiz. Jedes Mal gibt es Schlägereien, Leute werden grundlos verprügelt. Wieso steht darüber nie was in den Zeitungen? Wenn sich die Fans gegenseitig prügeln wollen… sollen sie doch, wo ist das Problem? Besser sie erledigen dies bei Gleichgesinnten als beim nächsten Ausgang einer Disco. Kein Einziger wird nachher Anzeigen erstatten. Nun kommt oft der Einspruch dass Unbeteiligte reingezogen werden. Das stimmt. Aber wie “unbeteiligt” sind denn diese Personen? Ich frage mich dann jeweils: Was hat diese Person dazu bewegt sich in diese “gefähliche Zone” zu begeben? Ganz unschuldig sind sie sehr selten. Im Übrigen: soweit ich weiss werden grundsätzlich eigene Fans welche Unbeteiligte verprügeln wollen, von den Gruppierungen innerhalb der Kurve zurechtgewiesen. Ob mit Worten oder Taten hängt vom Vergehen der Person ab. Denn auch in den Kreisen dieser Chaoten, Tierquäler, Mörder und Kinderfresser gibt es Regeln. Wenige, aber diese werden durchgesetzt.
        Die Kosten sind immer ein Punkt welche Politiker gerne aufgreifen. Es eigenet sich mittlerweile auch ganz gut um sich damit in ein gutes Licht zu rücken. Aber niemand stellt sich die Frage: Ist es wirklich nötig 2 Wasserwerfer, etliche Kastenwagen und Jeeps aufzufahren um geschätze 300 Leute einzukesseln? Ist es wirklich nötig einen Helikopter über den Köpfen von Baslern kreisen zu lassen welche ihre Bewegungsfreiheit in der Schweiz geniessen wollen und über die Autobahn nach Zürich fahren? Fragen über Fragen. Die Polizei und Politik antwortet mit Hetzereien durch Medien und der Staatsgewalt. Die Fans haben sich lange nicht allzugross gewehrt. Wer weiss, es könnte sein dass sie sich mal wehren.

        • Auguste sagt:

          hmm…, es ist das zünden von feuermitteln in einer eingepferchten masse, das es unberechenbar macht. dass dies wahrscheinlich zu unfällen führen wird, ist doch nur eine frage der zeit, wenn schon einzelne auf freiem feld zweimal im jahr nicht sicher damit hantieren können – logisch genug?

          man kann ebenso, auch wenn einem der gedanke derzeit etwas schwerfällt, nicht davon ausgehen, dass sich an einem gc-match auf alle ewigkeit nur ein paar leute im stadion einfinden.

          • Zürcher sagt:

            Es ist schon seit Jahrzehnten eine Frage der Zeit… wieviel Zeit braucht man denn noch als Beweis dass, im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen, praktisch nie was ernsthaftes vorkommt? Sie sprechen von zweimal im Jahr. Wo sind wir denn, wenn wir wegen einer Aktion welche mit einer solchen extremen Häufigkeit (Achtung Ironie!!!) vorkommt, ein Verbot erlassen müssen, welche dann weitere Handlungen nach sich zieht (Internetpranger, Hetze der Medien) und dann wiederum das normale soziale Dasein von diversen Personen verunmöglicht? Wir bräuchten Verbote über Verbote, Überwachungskameras an jeder Ecke und in jedem Raum. Aber es ist eben dann doch einfacher die Fussballfans aufzugreifen anstatt sich den wirklichen Problemen zuzuwenden.

          • john wild sagt:

            @bernd s. …… Es liegt an diesen 300 zu beweisen das es auch ohne Krawalle geht und nicht umgekehrt…ääääm
            um genau das ist es am sonntag gegangen…nur die polizei sagt jetz sie habe die beiden fan lager trennen können..nur die beiden lager haben gnau das abgesprochen….nur wie blöde wäre die polizei etc. da gestanden wen sich die zürcher und basler einfach mal hallo gesagt hätten und dan ins stadion gegengen wären??? ja dän hätte es doch sicher wider geheissen das war nur wegen dem polizei aufgebot dass sich die jungs nicht geprügelt haben…zzzzzzz..

          • Petter sagt:

            Jetzt werden Sie aber echt komisch. Die Feuerwerke am 1. August werden ebenfalls in Massen gezündet. Und die Raketen und Böller sind noch viel unberechenbarer als die Pyro-Fackeln. Die Anzahl an Verletzten und Toten von 1. August/ Silvester der letzten zehn Jahre sagt genug aus…
            Zusätzlich: alle Leute in der Kurve wissen, dass Pyros gezündet werden, sind also auf eigenes Verantworten dort. Wenn es Ihnen nicht passt, müssten sie ja nicht dorthin. Und was dann ein Haupttribünen-Besucher wie Sie dazu zu sagen hat, ist eigentlich schnurzpiepegal. Sie sind nämlich nicht in den Fankurven…

          • Auguste sagt:

            hmm…, petter, das wichtige wort war “eingepfercht”. die liebe zum fussballspiel äussert sich nicht in der wahl des zuschauerplatzes im stadion – auch wenn die “kurven-mythologie” das natürlich gerne anders darstellt. ich seh mir halt, wenn ich wählen kann, ein spiel lieber von der längs- als von der kopfseite des feldes an. jedem tierchen sein plaisirchen.

        • Dustin Peters sagt:

          Sie habe bestimmt in vielem nicht ganz unrecht. Aber nur: Sie könnens drehen und wenden wie sie wollen: Feuerwerkeln ist im Stadion verboten, Sinn oder Unsinn ist eine andere Diskussion. Aber wie gesagt, geht ja nicht nur um Feuerwerkeln
          Ich stelle einfach fest, dass in Fankurven sehr wenig Einsicht besteht etwas zu ändern, und deswegen sind wir so weit wie wir heute sind.
          Und ich bleibe dabei: Die Grundursache ist die dass die Fans sich wichtiger nehmen, als der Verein den sie “supporten”

          • Zürcher sagt:

            Klar, man kann es drehen und wenden wie man es will. Aber offensichtlich sind nicht nur die Fans ohne Einsicht. Man versuchte von Seiten der Polizei und Behörden alles Mögliche um Pyros aus den Stadien zu verbannen. Geklappt hat es, ganz offensichtlich, nie. Muss man sich dann nicht endlich mal selbst fragen ob es diese Verbote bringen? Sehen wird mal von der Seite: Der Reiz etwas verbotenes durchzuführen ist extrem gross, wie gross wäre der Reiz wenn das Abbrennen legalisiert würde? Fehlt dann manchen Personen der Kick (was dann bedeuten würde dass weniger Pyros gezündet werden)?
            Beim Zweiten Punkt könnten Sie Recht haben, allerdings ist auch hier die Sicht von Lager zu Lager verschieden. Wie überall.

          • Petter sagt:

            @Zürcher: Wenn die Pyros legalisiert werden, werden sie genau so abgelassen. Es werden wahrscheinlich sogar noch mehr abgelassen als jetzt. Es geht nicht um den Reiz des Verbotenen, sondern weil es geil aussieht und ein Zeichen der Freude ist!

          • Petter sagt:

            @Peters: Sie können den letzten Satz so oft wiederholen wie sie wollen, deswegen wird er nicht wahrer… Und dann kommen Sie ausgerechnet mit “Einsicht”.

        • Bernd S. sagt:

          Ihr Frage: “Ist es wirklich nötig 2 Wasserwerfer, etliche Kastenwagen und Jeeps aufzufahren um geschätze 300 Leute einzukesseln?” lässt sich ganz einfach beantworten. Ja, es ist nötig solange dieser Polizeieinsatz billiger kommt als ein Saubannerzug dieser 300 zu riskieren. Es liegt an diesen 300 zu beweisen das es auch ohne Krawalle geht und nicht umgekehrt. Das diese Möchtegernfans aus dem Parkhaus einen Saustall gemacht haben, war wahrscheinlich auch nicht unbedingt die beste Voraussetzung um die Polizei milde zu stimmen.

          • Zürcher sagt:

            Lieber Bernd. Auf dem Weg zur Brücke entstand keinerlei Sachschaden, nicht mal laut Polizeibericht. Zur Beschädigung im Parkhaus: Bleibt die Frage wem nun Glauben zu schenken ist. Den Medien welche erst eine Schmiererei NACH dem Zurückführen ins Parkhaus publizierten oder den Medien welche dann bei korrigierten Artikeln eine Schmiererei VOR dem Marsch ins Stadion publizierten (Korrektur ganz sicher vom Polizeibericht beeinflusst). Aber auch hier zählt die Aussage von Fans nichts. Es wird lediglich die Polizeiversion veröffentlicht und gilt ab sofort als unanfechtbar. Ein solcher Bericht rechtfertigt natürlich die Aufnahme von Personalien? Ich denke nicht, denn wer überprüft ob die Schmieraktion schon vor dem Spiel stattfand? Wer schaut da auch mal den Polizisten auf die Finger? Es wäre wünschenswert wenn mal ein kritischer Journalist die Polizei bei einem solchen Einsatz begleiten dürfte. DENN: Wenn die Schmiererei nicht vor dem Spiel geschah wäre die Aktion völlig unverhältnismässig denken Sie nicht auch? Eine Retourkutsche der Basler muss man nach so einer Unverschämtheit dann allerdings auf die eigene Kappe nehmen.

          • Diego sagt:

            Den letzten Saubannerzug von Basler Fans durch Zürich gab es im Herbst 2004. Seit diesem Marsch (ich spreche vom Marsch, nicht von den Problemen am Eingangsbereich) gab es keinen Saubannerzug mehr. Die Fans zeigen Einsicht. Sie reflektieren ihr Verhalten. Sie reden miteinander. Sie wollen auf kreative Art und Weise aufzeigen, dass die jetzigen Massnahmen keinen Erfolg haben und teurer sind, als vorhin. Die Polizei zeigt aber keine Einsicht! Vergleichen wir mal den Kessel von Altstetten 2004 und den Duttweiler-Kessel letztes Wochenende: Es liegen acht Jahre dazwischen und die Polizei hat nichts dazugelernt. Hinzu kommt, dass die Polizei mit ihren Medien-Communiqués Lügen verbreiten, um der Öffentlichkeit aufzuzeigen, dass diese (finanziellen) Mittel nötig sind, obwohl auf der anderen Seite gemotzt wird, dass die Sicherheit an Fussballspielen immer mehr kostet.
            Ürigens gibt es hier
            http://www.tageswoche.ch/de/2012_18/sport/421185/Der-Duttweiler-Kessel.htm
            ebenfalls einen sehr guten Bericht dazu.

          • Zürcher sagt:

            Dem ist nichts hinzuzufügen. Danke Diego.

  12. Stefan Meierhans sagt:

    Jaja diese schlimmen schlimmen Fussballfans… Hört mal auf diese elenden Lügenmärchen der Behörden blind zu glauben.
    Der Fussball tut mehr für die Gesellschaft wie alle anderen kulturellen Aktionen zusammen, macht Werbung weltweit.
    Schade, dass er von Minderbemittelten und Lügenbaronen zerstört wird.
    Alle Vereine sollten solche faschistischen Praktiken wie sie in Zürich praktiziert werden, boykotieren.
    Es kann nicht sein, dass Menschenrechte mit Füssen getreten werden, nur weil man ein Fussballspiel schauen möchte.
    Wir werden übrigens rechtlich gegen dieses Gebahren vorgehen, haben unsere Anwälte bereits eingeschaltet.

  13. Ernst Müller sagt:

    Natürlich sollte man einige Aspekte mal etwas differenzierter betrachten und es wären durchaus sinnvoll(er)e Lösungen denkbar als zurzeit auch aufgrund der Medienhysterie im Gespräch sind. So wäre beispielsweise in der “Pyrofrage” durchaus eine für alle akzeptable Regelung durchaus zu finden – Legalisierung von Fackeln, Durchsetzen des Petardenverbotes. Da jedoch auch in diesem Bereich die vielbeschworene Selbstregulierung der Kurven Woche für Woche Totalschaden erleidet und nichts als Worthülsen und leere Plattitüden der Fanseiten bleiben rückte eine Lösung in weite Ferne. Und dies obwohl vor allem von Vereinsseite, aber auch von der Politik durchaus kompromissbereite Signale vorhanden wären.

    Aber wie der Sonntag wieder einmal eindrücklich gezeigt hat nehmen sich diejenigen Fans, welche sich unter dem leeren Oberbegriff ‘Kurve’ gerne als einzig wahre Fans sehen zu wichtig. Oder noch viel peinlicher – es geht gar nicht um den Fussball oder den eigenen Verein sondern nur noch um die Selbstdarstellung und die Befriedigung des eigenen Narzismus. Dass die Spieler auf dem Rasen trotzdem die volle Leistung abrufen sollte den Kurven eigentlich zu denken geben. Oder ist es schlussendlich etwa nicht mal Zufall, dass die Gala vom Sonntag in Zürich ähnlich dem grossartigen Auftritt in Rom vor anderthalb Jahren genau dann zustande kommt, wenn die selbsternannten Fans das Ganze boykottieren und dem Schauplatz fernbleiben…?
    (selbst Abobesitzer im ‘kurvenfähigen’ Alter)

  14. Lars Vjörnssen sagt:

    das zeigt einmal mehr, wie peinlich und traurig die schweizer Fussballfangemeinde doch ist. Barbaren und Neanderthaler wussten sich besser auszudrücken und zu benehmen.

    • Goofy sagt:

      Was zeigt, wie peinlich die Fussballfangemeinde ist?

      Dass man trotz aller Schikane sich nicht provozieren liess
      Dass man auf eine kreative UND friedliche Weise versucht hat der Polizei einen Spiegel vorzuhalten?

      Oder was genau?

  15. Pius sagt:

    zu all den populistischen, kindlichen Kommentaren finde ich dies mal ein durchaus vernünftiger Ansatz !! In der sich immer weiter ausbreitender Verbotsgesellschaft braucht man sich dann nicht zu wundern, wenn “Bevormundete” sich dagegen auflehnen. Nach immer mehr Gesetze zu schreien zeugt einfach nur von Dummheit. Würden die bestehenden Gesetze konsequent angewendet, wäre das Problem vermutlich längst entschärft. Mir sind diese Fangruppen um einiges sympathischer als die Cüpli-Tribünenfraktion welche vorallem dann im Stadion auftauchen wenn der Verein erfolgreich ist….”me ghört dezue”…..

    Der Beitrag von Herr Gander ist zumindest eine Diskussionsbasis……Beiträge wie die eines Franz oder anderer auf den einschlägigen Plattformen einfach nur zum gähnen…..

  16. Mark M. sagt:

    Hätt mich jetzt interessiert, was Thomas Grunder konkret vorschlägt. Hab im Text leider nichts gefunden.

    An alle Foristen, die auf den Freiheitsrechten der Fussballsfans als Staatsbürger erinnern:Es gibt nicht nur Freiheiten, sondern auch Bürgerpflichten. Ultras nehme ich in erster Linie als Brecher des Landfriedens war. Ebensowenig wie man Autonome am 1. Mai die ganze Stadt kaputt machen lasen kann, ebensowenig kann man dulden, dass etwa die Basler Fussballfans in fremden Städten Angst und Schrecken verbreiten. Ihre Freiheit endet dort, wie die Freiheit der Eingeborenen beginnt.

    • Dustin Peters sagt:

      Da treffen sie den Nagel genau auf den Kopf:
      Seitens Fanclubs wird zu allem in schönster SVP-Manier Nein gesagt, es kommen aber keine brauchbaren Vorschläge. Am besten wohl: Weit und breit keine Polizei, neben den Essen- und Getränkeständen Möglichkeiten, günstig Schlagringe, Messer, Baseball-Schläger und Feuerwerk zu erstehen und warten bis es dann endlich einen Toten gibt…

      • Fabian Müller sagt:

        Natürlich werden Vorschläge gemacht. Googlen Sie mal “Basler Modell”, oder schauen Sie sich unter http://www.fcb.ch die FCB-Charta an.

        In Basel gibts seit längerer Zeit keine grossen Probleme mehr. Dialog statt Repression!

      • Basilou sagt:

        Herrlich, Herr Peters… den Fanclubs “SVP-Manier” unterstellen und genau einen Satz später mit billigster Polemik auffahren, an der die SVP ihre helle Freude daran hätte! 🙂
        Anstatt “keine Polizei” und “günstig Schlagringe, Messer, Baseball-Schläger und Feuerwerk zu verkaufen” wäre es vielleicht eine Möglichkeit, sich mal mit den Fans an einen Tisch zu setzen und mit ihnen wie mit Menschen zu reden. Schade dass man nicht selber auf diese Idee kommt, wenn es nicht explizit im Text steht. Zumal es ja genügend Beispiele gibt, in denen diese Variante tatsächlich zu einer deutlichen Entschärfung des Problems geführt hat (z.B. in Basel).

    • Ruedi sagt:

      Danke für diese Worte!

      • Tom sagt:

        @ Mark M.
        Und alle FCB fans pauschal mal in Ihrem Kommentar als “ultras” zu betiteln finden Sie in Ordnung? Wissen Sie was ein Ultra ist? Ich glaube kaum. Und warum muss (er heisst übrigens Gander und nicht Grunder) Herr Gander in einem von ihm sowieso schon hervorragend geschriebenen Artikel auch noch Vorschläge bringen? Hätten Sie sich ein paar Zeilen unter seinem Artikel (oder auch sonst wo) informiert, dann wüssten Sie wieviel er für das FAN-Dasein tut!!

  17. W. Preisig sagt:

    Ich finde es gut, wenn die sogenannten “Fans”, zum Teil “Chaoten” das Stadion verlassen! Dann hat es endlich wieder Platz für echte Fans, die Freude am Fussall haben und Familien mit Kleinkindern getrauen sich auch wieder ins Stadion. Ich habe schon seit Jahren kein sogenanntes “Risikospiel” mit den immer anwesenden aggressiven, gewaltbereiten Chaoten mehr live verfolgt. Das tue ich mir nicht mehr an.

    • Marco Frei sagt:

      Die “wahren Fans”, die 90 Minuten lang gelangweilt da sitzen. Die “wahren Fans”, die Polizeigewalt gegen Kurven fordern. Die “wahren Fans”, die sich über die fehlende Stimmung aufregen. Die “wahren Fans”, die nicht auf die Idee kommen selbst Stimmung zu machen. Die “wahren Fans”, die nach dem Match über einen Clubwechsel diskutieren. Die “wahren Fans”, die den Baslern beim Tore schiessen zuklatschen. Die “wahren Fans”, die keine Fans sondern Eventbesucher sind.

      Das sind doch richtig gute Fans.

      • Matt sagt:

        Genau so sehe ich das! Aber ernsthaft, im Vergleich zu Ihnen.

        • Petter sagt:

          @Matt: Nur gehen diese Fans dann bei einem Abstieg oder bei schlechten Spielen nicht mehr ins Stadion. Oder sobald es kalt wird. Können Sie sehr gut in Bern beobachten, by the way, wo eine absolute “Event-“Kultur aufgebaut wird. Und jetzt fallen alle Pseudo-Fans und die Sponsoren weg und schon hat man ein Problem…
          Grundsätzlich: das sind keine Fans, denn Fans kommt von “Fanatics”, aber bei ihren bescheidenen Kenntnissen der Materie erstaunt es mich nicht, dass Sie das nicht wissen…

    • Niggi sagt:

      Ich besuche all diese Spiele seit Jahren mit meinen Kindern und hatte noch nie Probleme. Platz gibt es genug – schön wäre es, wenn es auch Stimmung hätte. Nur kommt die eben von den Kurven und nicht von den Restzuschauern.

      • Auguste sagt:

        hmm…, die “kurve” hat zwei gründe für den stadionbesuch: das spiel ihres vereins und das allenfalls hautnahe gemeinschaftserlebnis unter gleichgesinnten – da kann schon ordentlich freude aufkommen auch bei einem grottenkick. die meisten andern zuschauer kommen “nur” um ihren verein spielen zu sehen. wenn das so abläuft wie in zürich oder bern derzeit, dann ist das eben eher freudlos und viel zu teuer, um sich das noch schönzusaufen und wenigstens so noch in stimmung zu kommen.

    • Roman Brand sagt:

      @W. Priesig
      Sie müsen es ja wissen, wenn sie seit Jahren nicht mehr da waren…

    • john wild sagt:

      sorry ich als 4 oder5 jähriger mit meinem vater an zsc mätsches gegangen bin jetz 28. …da war anch den spielen auch di ehölle los zsc vs. hcl etc. und was ist mir passiert….? niiiiiiiiiiiiiiix mein vater hat mich unter den arm genommen und wir sind gegangen…easy…sollen sich die doch verkloppen…aber wenn man dan noch blöde dort rumsteht und gucken will was passeirt,…und dan was abbekommt…selberschuld…wenn man weiss heute ists heiss geht man halt gleich nach hause oder noch irgend wo was trinken alls vor dem stadion zu o drauf zu warten das noch was passiert…und dan dort steht und schreit “lug da sinds wider die tublle lueg lueg..u polizei macht nüt lueg ohh nei lueg” das hats schon immer und wirts immer geben (ausschreitungen) oder sperrt halt alle jungen mäner zwischen 16 und 35 jahren ein dan seit ihr das problem loss….ps. politiker prügelln sich ja nie gele………….

  18. Thomas Meichel sagt:

    Genau auf einen solchen Kommentar wie von W. Preisig habe ich noch gewartet. Ein solcher kommt immer: Denkt mal an die Kinder, denkt mal bitte an die armen Kinder! Ich gehe regelmässig mit meinem Göttibub und meinen eigenen Kindern an Fussballspiele und soviel ich bis jetzt feststellen konnte, haben es immer alle überlebt. Woher sich gewisse Leute die Freiheit nehmen zu urteilen, was echte Fans sind, ist mir schleierhaft. Ebenso finde ich die Vergleiche mit den USA immer wieder amüsant. Das ist eine völlig andere Fan-Kultur als in Europa. Hinzu kommt: Wieviele Auswärtsfans hat wohl Tampa Bay, wenn sie ein NHL-Spiel in Calgary haben? Ich weiss, auch ein blöder Vergleich. Der reiht sich gnadenlos in diejenigen der Befürworter von solchen Polizeiaktionen wie letzten Sonntag ein. Ich danke Thomas Gander und auch den anderen Verantwortlichen beim FCB, dass sie sich in den letzten Jahren nicht an der Massenhysterie beteiligten. Weitsicht ist nicht allen gegeben.

  19. Meggi sagt:

    Sehr gut geschrieben! Mich würde interessieren wieviele der “negativ” Schreiber regelmässig an die Spiele geht und wer wirklich einmal “Randale” erlebt hat. Im weiteren immer das Gejammere betreffend Steuerzahler. Wer interessiert hier die Subventionen an das Opernhaus, Kunsthaus, etc., etc………

  20. Shift sagt:

    Danke marco frei, danke niggi!!!!

    Ist immer wieder amüsant wieviel selbsternannte Fans über wahre Fans und deren Kurve wissen…

    Und auch ich bin seit Jahren in und aus dem Letzi gelaufen, ohne in eine Schlägerei verwickelt gewesen zu sein. Auch meine 6 Jahre alte Tochter nahm ich schon mehrmals mit ohne nicht einmal mir Gedanken machen zu müssen…Alles Räubergschichtli die verbreitet werden, dass Fussballspiele gefährlich sind…so en Kafi!

    • Bernd S. sagt:

      Seit über 10 Jahren gehe ich regelmässig mit meinen Kids an die FCZ Spiele und habe mich praktisch immer sicher gefühlt. Aber warum fühlt man sich sicher? Weil man z.B. bei Spielen gegen den FCB weiss, dass die Baslerstrasse abgeriegelt ist und dort Polizisten zu Sicherheit stehen. Man nehme diese dort weg und es würde mich Wunder nehmen ob Sie sich immer noch sicher fühlen würden mit der kleinen Tochter beim Familiensektor Eingang reinzugehen (oder wieder raus) wenn beim ex-ZicZac so richtig die Post abgeht. Ich würde auch gerne auf Wasserwerfer und Polizisten bei einem Spiel verzichten. Aber wem haben wir dies zu verdanken? Wahrscheinlich genau denjenigen die am Sonntag in Kindergartenmanier das Stadion nicht betreten bzw. verlassen haben und jetzt plötzlich jammern “wir wollten doch nur miteinander zum Stadion marschieren”. Wie wenn sie dies schon jemals gemacht hätten. PS: Ich war an hunderten von Fussballspielen auf der ganzen Welt. Mir doch egal wenn ich nichts über Kurven und wahre Fans weiss. Ich liebe Fussball und ich gehe ausschliesslich wegen dem Fussball ins Stadion.

  21. Fussballfan... sagt:

    Auch ich gehe schon seit Jahren, früher sogar noch mit meinen ziemlich zart besaiteten Jungs, meist in die Kurve. Ich hatte bis heute noch nie Probleme und meine Kinder gehen inzwischen alleine ins Stadion. In den Kurven, und nicht nur in Zürich, sind echte Fans, W. Preisig, friedlich, meist aufgestellt obwohl die Leistung des FCZ… Und die Gesprächsthemen ist lange nicht nur auf Fussball beschränkt. Aber Sie und Ihresgleichen bringen immer und immer wieder die gleiche Laier, mangelnde Sicherheit, Chaoten und böse Menschen. Ich bin auch sicher, dass Sie und Ihre Rufer nicht ins Stadion kämen, wäre Gewalt gar kein Thema. Dann würden Sie wahrscheinlich nicht kommen, weil die Wurst zu teuer ist oder das Cüpli zu warm. Oder schlicht, weil Sie gar kein Fussballfan sind. Zürich ist eine sichere Stadt – die meiste Unsicherheit geht nicht von Fussballfan aus, sondern von Leuten, die auch noch ihre Kinder mit dem Auto in den Kindergarten und in die Schule bringen – nicht weil der Verkehr nur schlimm ist, sondern weil einfach nur noch Panik in den Köpfen herrscht und das Sicherheitsdenken jegliche freie Gedanken auslöschen.

  22. lobyyst sagt:

    die sprache ist von der fussball lobby wo konzernchefs, unternehmer und politiker den fussball bestimmen & kontrollieren.weil bei den meisten gibts keinen platz für unkomerzielle fankultur, das bringt ihnen kein geld und lässt sich nicht gut vermarkten. die leute sollen gefälligst sitzen und auf kommando credit suisse fahnen schwingen. VERSTANDEN! alle anderen sind eh problem macher

  23. Dame sagt:

    War selber mit Jahrelang in der Südkurve. Brennende Pyros waren nicht immer das höchste der Gefühle. Aber auch kein Drama. Es stimmt nicht, dass es aussergewöhnlich ist, dass sich Fangruppen solidarisieren. Mir jedenfalls leuchtet die gemeinsame Aktion von SK und MK ein. Zu viel Geld und Sponsoring, Cuppli-Zuschauer auf VIP-Tribünen, Meisterschaften Namen von Konzernen geben, die für das eiingeschossene Geld eine Performance sehen möchtenl, FIFA..: Das macht den Fussball kaputt und nicht die Fankurven! Sich radikalisierende Fan und waschsende (leider manchmal auch nötige) Polizepräsenz sind ein Symptom und nicht die Ursache!

  24. Fritz sagt:

    Wenn diese rechtstaatlich fragwürdigen und einer Demokratie absolut unwürdigen Polizeiktionen im Rahmen von Fussballspielen zunehmen, stellt sich die Frage wie sich die Kurven weiter solidarisieren. Treffen sie sich als nächstes bereits vorher gemeinsam um dann der Polizei ihre Grenzen aufzuzeigen? Schlimmer noch, was bedeutet dies wenn sich eine kombinierte SK und MK noch zu gewaltsamer Auseinendersetzung mit der Polizei hinreisen lassen? Und was, wenn dies eines Tages nicht mehr anlässlich eines Fussballspieles sondern an einem x-beliebigen Tag stattfindet? Wenn diese Menschen für Ihre demokratischen Rechte und Freiheiten kämpfen? Nun ja, waren nicht auch in Aegypten mitunter die Fussballfans zuforderst. Aber bis dahin dürfen wir als Steuerzahler diese, in ihrer Dimension absolut unötigen, Polizeiskandale weiter finanzieren damit sich ein paar Politiker auf Kosten von uns einfachen Bürgern profilieren können – danke! Ich zumindest wähle niemanden der mich als Fan pauschal kriminalisiert. Zum meinem Glück ist mein Kanton in diesem Bezug auch die löbliche Ausnahme 😉

  25. reiner-ottfried raufenberg sagt:

    Genau wegen diesen hirnamputierten Hardcore-Fussball-Chaoten gehen ich und meine Enkel zu keinem Fusballspiel mehr. Ich glaube kaum, dass ein Klub solche Fans vermissen würde und ich wünschte mir, dass Muttenzerkurver und Südkurve und wie sie alle heissen, nie mehr an ein Spiel kommen. Danke Polizei !

    • Basilou sagt:

      Herr Raufenberg, was haben diese Leute Ihnen und Ihren Enkeln denn konkret angetan? Ich habe zwar keine Enkel (noch nicht mal eigene Kinder), aber wie weiter oben bereits erwähnt, sähe ich kein Problem darin, mit ihnen an ein Spiel Basel-Zürich zu gehen, wenn ich welche hätte.

      Und: Sei meinen wirklich, die Clubs würden die Kurven nicht vermissen? Die Anfeuerungsrufe und die Gesänge im Stadion? Die Fahnen und die kreativen Choreos? Die Unterstützung beim Cupspiel in Hintertupfingen und beim Europacup-Erstrunden-Spiel irgendwo in Kasachstan? Meinen sie wirklich, das würde an den Spielern alles spurlos vorbeigehen? Ganz ehrlich?
      Denn auch das ist Muttenzerkurve, Südkurve “und wie sie alle heissen”! Diese gesamthaft als “hirnamputierte Hardcore-Fussball-Chaoten” ist etwa auf dem gleichen Niveau wie alle Autofahrer als kriminelle Raser und alle Kunden eines Ladens als Ladendiebe hinzustellen.

    • Paul sagt:

      Ihre Enkel tun mir leid.

  26. Shert Rolfes sagt:

    Ich bin ein Fussballfan! Keine Ahnung, ob ich ein “richtiger” oder “wahrer” Fan bin! Ein Team liebe ich primär wegen seiner Spielleistung. Einfach nur so: Der Arbeitseifer und die Schlitzohrigkeit eines Drogba macht mir Spass, der offensive Part Bayerns kann mich begeistern, Barça ist selbst bei einem 1:1 noch himmlisch… Aber alle, die wissen, was genau ein richtiger oder wahrer Fan ist, die haben etwas nicht ganz begriffen. Es geht um Vielfalt, um Verschiedenheit, welche das Ganze ausmacht. Was richten denn die “richtigen Schweizer” in der Politik an, was die “wahren Moslems” im Weltfrieden? Weder die konservative noch die militante Auslegung sind “wahr und richtig”. Nur die eine oder nur die andere Fraktion im Stadion wäre schlicht öde. Allerdings: wenn es wirklich “nur” um Fussball gehen würde, machten sich die VIP-Lounge-Fans wie die rechtsmissachtenden Fans schnell einmal lächerlich…

    • Franz sagt:

      Es geht um Fussball bzw. um die Spieler. Um nichts anderes. Deshalb besuche ich auch Spiele unterer Ligen. Was ich mag, sind die Gesänge meiner Mit-Supporter, auch witzige Transparente. Was ich nicht mag, sind Kapuzen und vermummte, düster dreinblickende Gestalten. Gegnerische Fans nehme ich höchstens zur Kenntnis, niemals würde ich mich mit ihnen “solidarisieren”, es wird nie einen Grund dafür geben. Ein Beispiel: Als Servette vor ein paar Wochen auf dem Totenbett lag, richteten ca. ein Dutzend dieser traurigen Gestalten, die sich Hardcore-Fans nennen, im Gästesektor des Tourbillon Schäden von mehreren 10’000 Fr. an: Toiletten zerstört, Buvette mit schwerem Gerät verwüstet, einfach weil es Sion ist. Wer bezahlt? Dasselbe im Letzi vor einem Jahr durch FCB-, wie soll man sie nennen, jedenfalls nicht “Fans”. Solidarisch sein mit solchen Typen? Über die Polizei schimpfen heisst Ursache und Wirkung verwechseln.

    • Mike sagt:

      Dude, du hast den Durchblick! Cheers!

  27. Dave sagt:

    Wenn diese zwei Fangruppen sich zusammentun dann ist wirklich Feuer unter dem Dach. Es ist immer die alte Leier, es gibt ein paar wenige unverbersserliche, welche die Plattform Fussballspiel bzw. Stadion benutzen um ihre Agressionen loszuwerden. Diese Leute gehören sehr hart angepackt und bestraft. Es kann einfach nicht sein, dass eine ganze Gruppe mit tausenden von angehörigen pauschal bestraft und schikaniert wird. Diese Repression bewirkt genau das Gegenteil. Wenn sich jetzt diese beiden Fangruppen, welche zu den grössten und befürchtesten in der Schweiz gehören zusammentun, gibts bald massiven Krawall. Ich war am Sonntag am Mailänder-Derby. Was da in Sachen Pyros abging, kann man sich fast nicht vorstellen! Das ganz Meazza-Stadion war eingeraucht. Keine Ermahnung des Stadionspeakers, schon gar kein Spielunterbruch oder sogar Abbruch, nichts. Da frage ich mich schon, ob wir hier in der Schweiz nicht etwas zu streng und repressiv vorgehen. Klar wenn Petarden gegen Zuschauer geworfen werden ist das unentschuldbar, da müssen wir nicht drüber diskutieren. Aber geregelt Pyros abbrennen lassen müsste man sich schon mal überlegen…

  28. Radandi sagt:

    Eine Frage darf doch hier wohl erlaubt sein! Die Basler Fans wurden unter der Begründung, dass sie nicht die angeblich vorgeschriebene Fanmarsch-Route geloffen seien, einer strengen Personenkontrolle unterzogen. Was aber war mit den Zürcher Fans? Wurden diese auch einer Personenkontrolle unterzogen weil sie auf einer anderen Route ihren Fanmarsch absolviert haben? Gleiches Recht für alle! Dies wurde hier wohl vernachlässigt. Vor dem Gesetz sind alle gleich! Egal ob Fan’s aus Zürich, Basel, Luzern, Bern, St. Gallen etc etc. Alles andere grenzt an Diskriminierung!!
    Wurde hier nicht einfach ein Vorwand/Verdacht erfunden um die Basler Fans zu schickanieren und zu provozieren? Seit längerer Zeit kommt hier der Verdacht auf, dass Polizei wie auch die Sicherheitskräfte im Stadion voll auf Provokation aus sind. Dass hier dann entsprechende Gegenreaktionen nicht ausbleiben ist doch klar. Und genau dies gibt dann den Sicherheitskräften und den Polizisten den nötigen Grund noch aggressiver zu agieren. Gewalt erzeugt Gegengewalt. Nur so können die Sicherheitskräfte ihr Tun und Handeln rechtfertigen.
    So steigen die Kosten immer weiter in’s unermässliche bis zum Zeitpunkt an dem die (zum grössten Teil) unnötigen Sicherheitskosten so hoch sind, dass die Vereine aus finanziellen Gründen keine Spiele mehr austragen können und der Fussball so stirbt!
    Ein friedlicher Fussball-Fan

    • Basilou sagt:

      Ich muss gestehen, ich wusste nicht mal etwas von einer vorgeschriebenen Route. Der direkte Weg vom Parkhhaus zum Letzigrund führt halt über die Duttweilerbrücke, also wäre ich schlichtwegs nicht auf die Idee gekommen, einen andern Weg zu nehmen.

      Und ja, es stimmt, Gewalt erzeugt Gegengewalt. Die Frage wer angefangen hat, ist doch im jetzigen Stadium längst unbedeutend geworden. Mir kommt es ehrlich gesagt ein bisschen vor wie damals im Kalten Krieg. Jeder würde gerne zurück zur Normalität, aber keiner traut sich den ersten Schritt zu machen, weil in diesem Moment die Gegenseite stärker wäre.
      Um so schöner, dass es am Sonntag in Zürich friedlich geblieben ist. Jetzt ist es an der Polizei bzw. der dahinterstehenden Politik, dieses riesige und unsinnig teure Aufgebot in Zukunft zu rechtfertigen. Vielleicht ist das ja der erste Schritt zur “Abrüstung”? Dieser Gedanke mag etwas naiv sein, aber die Hoffnung stirbt zuletzt und auch beim Kalten Krieg hat wohl anfänglich niemand daran geglaubt, dass es zu einem friedlichen Ende kommen könnte. 😉

      • Radandi sagt:

        Danke für Den Beitrag. Ich kann mich dem nur anschliessen! Jetzt liegt es an der Institution “Polizei” den nächsten freidvollen Schritt zu tätigen.

        Was die Route betrifft, war sie vom Bhf Altstetten zum Stadion vorgesehen. Die übliche Fan-Route. Aber da wir ja in der Schweiz zum Glück (oder in diesem Fall leider eben nicht) ein Recht auf Bewegungsfreiheit haben, kann oder sollte sich jeder so bewegen können/dürfen wie es ihm passt. Und dazu gehört halt auch das parkieren im Hardturmparkhaus und so zu Fuss über die Duttweilerbrücke zum Stadion zu laufen. Leider sieht das die Polizei wohl anderst!
        In diesem Zusammenhang plagt mich auch das schlechte Gewissen. Am letzten Spiel FCZ – FCB bin ich auch mit dem Auto zum Hardturmparkhaus gefahren und habe von dort den Fussweg zusammen mit meinem Sohn und seinen beiden Kollegen via Duttweilerbrücke absolviert. Ich frage mich jetzt ernsthaft ob ich nun auch kriminell bin und ob ich mich der Polizei stellen soll damit ich strafminderung erhalte!
        🙂

    • Kahn sagt:

      Radandi
      Ist es Deine Aufgabe der Polizei vorzuschreiben wen Sie kontrollieren? Nein. Wir Fans müssen uns nur einigermassen normal benehmen, die Vorgaben einhalten und dann kann man ohne Probleme ein Spiel besuchen ohne dass man zu spaet kommt oder was auch immer. Würden dies die Fans 2-3 x beweisen, dann würde die Polizei sofort viel zurückhaltender agieren. Den Schuh der Polizei zuzuschreiben ist unterste Schublade.

      • Goofy sagt:

        Wenn Radandi der Polizei nicht vorzuschreiben hat wen sie kontrollieren soll, dann hat die Polizei einem Fussballfan auch nicht vorzuschreiben wie er an ein Spiel reist!

        • Kahn sagt:

          Wir FCB Fans sind in anderen Städten zu Besuch. Auf Boden von fremden Eigentum. Also haben wir dessen Vorschriften einzuhalten. Nochmals Beispiel Bayern München. Da gibts genaue Regeln wo wann wie mit wem warum. Werden diese eingehalten, no problem, wenn nicht, wird durchgegriffen. Gerade weil die letzten Jahre hoher Sachschaden entstanden ist in Zürich (FCB oder GC oder wer auch immer) ist es doch klar, dass die Polizei strenger handelt. Es geht jetzt mal gar nicht um die Frage Pyros oder nicht. Es geht um Gewalt und Sachschägen die angerichtet werden. Daher für mich ganz klar: Wer vermummt ist muss mit Konsequenzen rechnen, dass die Kontrolle entsprechend dauert.

          • FCZ-Andy sagt:

            Der FCB Fan Kahn ist mir doch einfach sympathisch, ist der praktisch immer meiner Meinungen, wenn auch nicht in Sachen Club. Aber das ist gut so 🙂 Dann gratuliere ich Dir/Euch (Bebbis) doch noch mal zum Titel, der wohl sportlich wirklich redlich verdient ist. Neidvoll anerkenne ich die sportliche Leistung des FCB’s dieser Saison! Mögen wir doch nächste Saison mehr Freude am Sport, als an den zig nebengeräuschen der bald vergangenen Saison habe. Schaufe ein Bier auf ein starkes Basel und wiedererstarkten FCZ 😉

          • Kahn sagt:

            Andy, schön dass wir gleicher Meinung sind. Ist aber nicht ein MUSS, verschiedene Meinungen darf es geben. Aber bei diesem Thema sind wir uns einig. Also bekennender FCZ Fan, schau, dass Ihr nächste oder übernächste Saison wieder ganz oben mitspielt damit spannende Spiele zwischen FCZ und FCB stattfinden. Geld müsste doch vorhanden sein nach den Verkäufen von guten Spielern im letzten Winter.

        • Goofy sagt:

          Das hiesse also für sie, dass ich als Fan so anzureisen habe, wie es die Polizei bestimmt? Gilt denn die Verfassung tatsächlich nicht mehr für Fussballfans?

  29. Thomas sagt:

    Danke Fritz

    Fussball ist ein Teil der Stadtkultur, zumindest in Basel. Vergleichbar und gleicher massen förderungswürdig wie Museen, Theater oder gemeinnützige Vereine . Wir erleben in unserer heutigen Gesellschaft auf allen Gebieten Entsolidarisierung, schaffen wir den Gedanken der Eidgenossenschaft wieder ab. Schade.

  30. kurt abächerli sagt:

    ich mag das gelabber über kultur und kriminalisierung von harmlosen fans nicht mehr hören. das kommt mir vor wie am ersten mai in zürich. alle strömen in die stadt – nur um zu schauen. ist die polizei weit weg, wirft man auch mal einen stein oder zündet einen container an. seit mein sohn im letzigrund fast von einer abschrankung, die von einem basler idioten von einer etage höher geworfen wurde, getroffen wurde, bin ich ein ganz bünzliger law-and-order-anhänger geworden. leute die nur zum saufen, randalieren und sich selbst feiern kommen, haben im stadion nichts verloren. saubannerzüge durch die stadt sind zu untersagen und machen null sinn. lieber nur 700 langweilige fans als sk oder mk….

    • Basilou sagt:

      Bisher ging ja der Fanmarsch (“Saubannerzug”) ja üblicherweise vom Ankunftsbahnhof des Extrazugs los. Wenn ich diesem ausweichen möchte und mit dem Auto anreise, scheint das aber auch nicht in Ordnung zu sein – weshalb sonst wäre ich am Sonntag eingekesselt und kontrolliert worden? Daher die Frage: Angenommen, ich möchte als einer der (Zitat) “700 langweiligen Fans” das Spiel besuchen – können Sie, Herr Abächerli, mir sagen wie ich anreisen darf? Ist ein regulärer Zug erlaubt? Wenn ja, von welchem Bahnhof und auf welcher Route muss ich mich zum Letzigrund begeben, damit ich nicht mit einer Anhaltung durch die Polizei (die bis zur Halbzeitpause des Spiel dauert) rechnen muss? Oder muss ich (und die andern 699 “Langweiligen”) mich da im Voraus selber aktiv bei der StaPo Zürich informieren?

      • kurt abächerli sagt:

        wieso müssen sie organisiert durch die stadt des gegners ziehen und pöbeln randalieren (und schieben sie bitte die schuld nicht auf die ach so provokative polizei)? es ist übrigens ein armutszeugnis das jeder “fan” zug demoliert wird und die kosten nicht von diesen übernommen werden. gehen sie mal nach london und organisieren einen fan-umzug vom westend nach fulham zu chelsea. da haben sie schnell die berittene polizei auf dem hals. zur erinnerung: sie gehen nach zürich, um fussball zu sehen – nichts anderes. die stadtbewohner, die nicht ins stadion gehen, wollen von ihrer unwiderstehlichen anwesenheit nichts wissen. punkt.

        • Goofy sagt:

          Herr Abächerli es ist übrigens ein viel grösseres Armutzeugnis von Seiten der SBB solche Unwahrheiten über die angeblichen Millionenschäden bei Extrazügen zu verbreiten, wenn sogar der eigene ehmemalige oberste Chef das Gegenteil sagt und es sogar beweisen kann….

        • Fritz sagt:

          @kurt abächerli: am Sonntag hat niemand randaliert oder gepöbelt und die fans beider lager wollten zum stadion und haben dies so abgesprochen! es ist ein Armutszeugnis wie in der CH unbescholtene Bürger mit Chaoten und Kriminellen in einen Topf geworfen werden – dies erinnert stark an die kommunistischen Staaten der Vergangenheit. Leider sind viele Bürger hierzulande noch in dieser Mentalität gefangen – schade um die Schweiz.

          • robert holzwart sagt:

            @fritz und andere verharmloser: es wurde nicht randaliert, weil eine gruppe gestoppt wurde. bei ihnen darf die polizei erst eingreifen, wenn es brennt und wehe man kann nicht den richtigen aus der vermummten gruppe holen, sondern erwischt einen gaffer, einheizer, mitläufer. dann schreit die bande: polizeistaat, unrechtsregime.

          • Fritz sagt:

            @holzwart und andere verbale Brandstifter: naja die Feuerwehr kommt erst wenn es brennt vorher macht es keinen Sinn und im Falle der Polizei ist es in einem Rechtstaat eigentlich auch nicht möglich – in dubio pro reo, falls ihr Latein ausreicht. Sie und ihresgleichen unterstellen unbescholtenen Buergern und Steuerzahlern Straftaten – eigentlich koentte man auch dies anzeigen. Ein normaler Fan, der sich auf dem Weg ins Stadion befindet, ist weder ein Gaffer noch ein Mitlaeufer und erst recht kein Randalierer oder Straftäter, genausowenig wie jeder Autofahrer ein raser oder jeder mann ein Vergewaltiger ist, aber ihnen Argumente zu entgegnen ist wahrscheinlich wie “Perlen vor die Säue geworfen” um eine Metapher zu bemühen.

        • Basilou sagt:

          Herr Abächerli, schade dass Sie mit keinem Wort auf meine Frage eingegangen sind, wie man als “Normalzuschauer” denn überhaupt zum Stadion gelangen sollte/könnte. Gepöbelt und randaliert wurde am Sonntag nicht. Und dass jeder Extrazug demoliert werde, ist schlicht eine unwahre Behaputung (aber da ich davon ausgehe, dass Sie es einfach nicht besser wussten, vermeide ich das Wort mit L). Das Beschädigen von Zügen (bzw. Sachbeschädigung generell) ist so unschön wie unnötig, aber nicht der Normalfall.

  31. Mike Müller sagt:

    Herr Gander, Sie vermischen die Faklten. Es geht doch in diesem Fall gar nicht darum, was in den Kurven passiert. Die Basler Fans wurden eingekesselt, weil sie sich an polizeiliche Vorgaben nicht gehalten hat. Hätten sie die Abmachnungen, die sie im Vorfeld mit der Polizei getroffen haben, eingehalten, wären sie auch nicht eingekesselt worden. Das hat übrigens nichts mit Populismus zu tun. Wenn mich die Polizei bei einer Verkehrskontolle rauswinkt und ich einfach weiterfahre, werde ich auch von der Polizei angehalten – selbst wenn ich nichts verbrochen habe. Ich verstehe auch nicht, was daran populistisch sein soll. Populistisch ist höchstens, dass Sie daraus eine Diskussion entfachen wollen, dass die Fankurven angeblich kriminalisiert werden.

    • Zürcher sagt:

      Gegen welche Vorgaben? Gegen die Vorgabe dass es in der Schweiz immer noch frei ist von einem Ort zum Anderen zu gelangen wie man es möchte?

    • Erich Kantona sagt:

      Vorgaben? Laut Polizeibericht: «Eingekesselt» auf der Duttweilerbrücke und zurück geht nicht mehr. Davor und dahinter Wasserwerfer, Abspeerwagenn. Die Polizei will die Identität feststellen, jeden Einzeln, die Fans weigern sich und die Polizei stellt Ultimaten. Im Polizeibericht keine Rede davon, was mit den erhobenen und mit der Hooligandatei abgeglichen Daten passiert. Erinnert mich sehr an Altstetten 2004, als 425 Menschen festgenommen und die Rechtmässigkeit der Polizeiaktion von Staatsrechtlern schwer angezweifelt wurde. Übrigens stellte die Zürcher Staatsanwaltschaft zwei Jahre später ein Strafverfahren wegen Freiheitsberaubung und Amtsmissbrauch gegen Funktionäre der Stadtpolizei Zürich ein.

  32. Pablo sagt:

    Was die Fanbeauftragten auf Zürcher und Basler Seite nicht auf die Reihe kriegen, wird durch die Polizei erledigt. Dank der Polizei sind die beiden Fanseiten “Freunde” geworden und haben zusammen das Stadion verlassen und haben sich solidarisiert. Vielleicht sollte die Fanarbeit auch mal überdenkt werden und gemeinsame Lösungen gesucht werden. !! Dies als kleiner Tip oder Denkanstoss oder wie es auch genannt sein will 🙂

    • Fritz sagt:

      Es ist kaum Aufgabe der Fanarbeit, dass sich die Fans verbrüdern – Dies als kleiner Tip oder Denkanstoss oder wie es auch genannt sein will ….

  33. Sonja Maier sagt:

    Danke Hr. Gander für diesen Beitrag. Ich habe mich schon gewundert, wie wenig über dieses Ereignis berichtet wurde! Und ich muss mich wirklich wundern: was ist mit der Zürcher Polizei los, und mit den Stadionbetreibern?! So langsam ist’s genug mit Repressalien gegen alle und jeden!! Mein Stiefsohn (FCZ Fan) war an diesem Match. Er ist 14, kein Hool, war zwar in color, aber weder verhüllt noch sonst auffallend. Er wollte einfach zum Match! Oft gehe ich (FCB Fan) mit, und die Matches in Basel sind ja auch kein Problem, die Basler scheinen aus der “Schande von Basel” gelernt zu haben, es steht zwar Polizei bereit, aber die Fans werden in Ruhe gelassen und können das Spiel schauen. Aber schon bei der letzten Begegnung FCZ-FCB war die Basler Tribüne leer, weil die Fans an der Anreise gehindert worden sind, das habe ich selbst miterlebt. Dieses Mal hat mir mein Stiefsohn erzählt, dass er und seine Kollegen von der Zürcher Polizei als Dubbel bezeichnet, geschubst und “blod angemacht” worden sind, obwohl sie nichts gemacht haben, einfach in den Stadion wollten. Er hat mir erzählt, dass die Fankurven sogar verschiedene Routen abgemacht haben, um sich nicht in die Quere zu kommen, und als es dann hiess, die Basler seien schon wieder eingekesselt worden, kam es zu der Protestaktion. Er war entrüstet, und ehrlich gesagt, ich kann ihn gut verstehen. Genau so werden pubertäre Jungs hässig gemacht, bis sie dann vor Frust und Ohnmachtsgefühl halt auch zu randalieren anfangen! Ich entschuldige keine Chaoten und Vermummte, davon gibt es in beiden Fanblocks genug. Aber diese Pauschal- & Kollektivbestrafung muss aufhören! Es kann nicht sein, dass die ZH Polizei immer nur repressiv vorgeht! Sonst gehen wirklich nur die Chaoten, die es auf Kravalle absehen, in den Stadion. Mein Stiefsohn geht jedenfalls so schnell nicht mehr hin.

    • Karl Beck sagt:

      Liebe Frau Maier: Ich bin sehr dankbar für Ihre Schilderungen und hoffe, dass Sie dies so oft wie möglich anderen Polizei-Einsätze-à-la-Zurich-gutheissenden Leuten erzählen können; denn es geht hier um einen wichtigen Faktor beim Ganzen: Durch die Repressionsmassnahmen werden (junge) Leute kriminalisiert und ‘präventiv’ überhart angepackt. Nun, was kann eine mögliche Folge davon sein: Eine Radikalisierung! In der ganzen Sache bringt uns das wahrscheinlich nicht weiter… Aber es gilt auch zu sehen, dass ein junger Mensch während fünf Spielzeiten immer wieder hört, dass er ein krimineller Chaot, Hooligan, etc. ist – ja, dann glaubt er das vielleicht auch mit der Zeit. Dass das schlecht ist, wissen wir beide (wir alle).

  34. Pedro sagt:

    Grundsaetzlich scheint es mir schon so, dass wenn die “Hardcore Fans” keine Stimmung machen, kann man auch an ein Begraebnis gehen, das ist dann etwa dasselbe.
    Irgendwie muss doch aber auch der Ultra begreifen, dass die Oeffentlichkeit aufschreit wenn wieder irgendwo etwas demoliert wird.
    Persoenlich habe ich weder etwas gegen Pyros (aber die Boeller gehen mir auf den Sack) und auch nichts gegen Hooligans die sich die Koepfe einschlagen. Problematisch wird es einfach wenn Dritten Schaden zugefuegt wird.
    Also: keine Sachbeschaedigungen, sich von der Polizei nicht provozieren lassen (schwierig , ich weiss), keine Poebeleien (und wenn einmal ein gegnerischer Fan unter die Ultras geraet wird er in Begleitung derselben lieb und nett herausgefuehrt) keine Pyros werfen. Und wenn ihr Euch die Koepfe einschlagen wollt, dann macht irgendwo auf einem Feld ab und regelt das dort. Und im Stadion gebt ihr stimmlich alles fuer euren Klub, dann haben alle ihre Freude und niemand ein Problem.

  35. FCZ-Andy sagt:

    Bei Polizeiaufgebot und randalierenden “Fans” ist es wohl wie bei der Frage nach dem Huhn oder Ei. Welches war zuerst da? Ich erinnere mich gerne zurück, und das ist mehr als 30 Jahre her, da gab es auch schon Spiele FCZ : FCB oder FCZ : GCZ und mit absolut mehr Zuschauer als heute. Die Basler Ecke war Blau/Rot und dicht gedrängt. Das Polizeiaufgebot konnte man praktisch an zwei Händen abzählen. Wasserwerfer, Kasten- und Absperrwagen waren in den Depots. Die Getränke waren noch in Glasflaschen erhältlich. Das Wort Hochrisikospiele gab es gar nicht, Vermummte unauffindbar und Normalbier floss aus den Zapfhähnen in Strömen. Und, sehr erstaunlich, es gab praktisch nie Gewalt, Randale, Zerstörung und all das destruktive Zeugs an einen Fussballmatch. Je mehr sich das änderte, um so grösser wurde das Polizeiaufgebot, um so mehr Verbote, Kontrollen und Datenbanken. Es täte jedem gewaltbereiten und randalierungssüchtigen Fan mal gut, sich im Spiegel zu betrachten und sich die Frage zu stellen, ob man nicht selbst einiges zu dem heutigen traurigen Istzustand beigetragen hat……… Mit sportlichen Grüssen und der Hoffnung auf faire und friedliche Spiele in Zukunft, mit ganz kleinem Polizeiaufgebot und Repressionen.

    • Dustin Peters sagt:

      Volltreffer!

    • Enrico Rava sagt:

      Der erwähnte Prozess ist bei den Fans schon seit einer Weile eingetreten, weise gerne wieder auf die gemeinsame Medienmitteilung hin, als erstes öffentliches Resultat dieser Entwicklung. Nun müsste nur noch die Polizei zurück buchstabieren.

      • FCZ-Andy sagt:

        Das wäre ja erfreulich, wenn sich die Fans endlich mal versöhnen würden und ihren “Kampf” im Stadion, mit tollen Choreos, Gesängen, grossem Aufmarsch, farbig bunt in den Vereinsfarben gekleidet und nicht Schwarz vermummt, austragen würden. Respekt gegenüber dem Andern, auch bei SPORTLICHEN Niederlagen, fair und anständig bleiben. Unser aller Interessen sind doch tolle Spiele, geile Stimmung im Stadion und dafür brauchen wir uns gegenseitig. Wer das anders sieht, ist kein echter Fan, hat mit Fussball gar nichts am Hut, benutzt ihn nur als Kompensation für seinen Lebensfrust, will nur Gewalt und Randale. Diese “Fans” sollen den Stadions bitte einfach fern bleiben. Zur der Rolle der Polizei nur soviel. Es äzt mich auch, wenn ich zum Stadion komme und das Gefühl habe, es hat mal wohl wieder mehr Polizei mit ihren Utensilien, als wirkliche Fussballfans, die einfach ein spannendes Spiel über 93 Minuten erleben wollen. Ich bin überzeugt, je weniger Randale und Gewalt, um so kleiner würde auch das Polizeiaufgebot werden.

    • Karl Beck sagt:

      @ FCZ-Andy: Ja, das stimmt. Das heutige Sicherheitsempfinden der Gesellschaft (also von uns allen) hat sich im Vergleich zu den letzten 30 Jahren massiv gewandelt. Ich bin sogar gewagt zu sagen, dass seit der Jahrtausendwende dieses bei jedem einzelnen massiv angestiegen ist – und auch der Staat Schweiz hat da durchaus mitgezogen. Ich denke da auch an die EM 08, die herbeigeredete Sicherheitslücken durch eine Repressionsspirale zu bekämpfen versuchte. Im Zuge davon werden nun Sachen kriminalisiert, die zuvor (da es beim Empfinden ja kein Sicherheitsrisiko darstellte!) absolut akzeptiert waren. Ich bin aus dem FCB-Lager, deswegen kenne ich die Geschichte des FCZ nicht so gut, aber ich erinnere mich gut, dass im alten Joggeli Leuchtpetarden absolut toleriert waren! Geben sie nur bspw. bei youtoube “FC Basel – FC Zürich 1994” ein und schauen sie einigen Momente in die Fankurven – hören Sie auch auf den Kommentar. Heute undenkbar, aber wieso? Damals waren ja auch Mütter und Väter mit ihren Söhnchen und Töchterchen am Spiel… dieses hundertmal gehörte ‘Bedenken’ finde ich sowas von flach. Also: Das einzige was in meinen Augen schlimmer als ‘früher’ ist, ist der repressive-Blick von Staat, Politik und Gesellschaft, der aus Sicherheitsgründen nichts mehr zu lassen kann.

      • FCZ-Andy sagt:

        @ Karl Beck; Als Junge war ich selbstverständlich in der Südkurve und Sie haben Recht, es gab früher auch schon Feuerwerk, bzw. sogenannte Heuler und Schweizer Kracher. Das war ca. das höchte aller Gefühle in Sachen Feuerwerk. Ich war auch so oft im alten Joggeli, selbstverständlich stolz mein FCZ Leibchen tragend. Ich hatte nie Angst, habe auch nie Gewalt erlebt und sportliche “Feinde” waren wir damals auch schon. Sinnlose Gewalt, Schlägereien um der Schlägereienswillen, gab es einfach nicht. Auch keine “Raubtierkäfige” wie die Gästesektoren heute sind. Heute besuche ich keine Auswärtsspiele mehr. Und wenn ich das mal wieder tun würde, ganz sicher nicht mehr in Kleidern mit den Farben meines Vereins. Ich würde mich an Leib und Leben bedroht fühlen, selbst wenn das “bloss” subjektiv sein sollte, mit einem FCZ Leibchen vom Basler Bahnhof zum Stadion mich zu begeben. Mich stimmt das einfach alles traurig. Ich wünsche mir auch keine Polizei und härteste Repressionen an Fussballspielen und gegen Fans, egal welchen Vereines, aber ich stehe dazu, ich bin heute froh, wenn sie da sind, um die Gewalttätigen auseinander zu halten.

  36. Kevin sagt:

    Endlich mal einer der es begreifft Fussballfans sind nicht schlechter als die Polizei
    Fussballfans sind keine Verbrecher!!!!

  37. Karl Beck sagt:

    Lieber Herr Gander, ein guter Beitrag, der – so sehe ich das – in die Komplexe Sache einer Fankurve herein zu blicken versucht. Ich finde Ihnen ist das gelungen. Ich wünschte mir, solche sachlichen und fachlich hochstehenden Kommentare auch einmal in der Printausgabe in einem Artikel am Stammtisch zu lesen und nicht immer nur als Expertenaussagen in fachspezifischen Sparten. Die andere Zeitung aus Basel hat das am Montag auch nicht schlecht hingekriegt.

  38. Hans vom Hübel sagt:

    Manchmal ist es echt zum Kotzen! Sogar in einem Fussballblog treiben sich Bünzlis en masse rum. Traurig zu sehen, dass die mediale Dauerberieselung und opportunistische Politiker mit Profilneurose à la KKS ihre Botschaft an den Mann bringen konnten.

    “Fangewalt ist das grösste Sicherheitsproblem des Landes”

    Läck du mir, soviel Naivität und Einfalt (falls ernst gemeint) bzw. Populismus (falls nicht…) ist kaum zu ertragen. Und es gibt doch tatsächlich genug Leute in diesem Land – nennen wir sie Wutbürger – die solche Sätze kritiklos auf- und übernehmen. Selber denken, das war einmal. Man sollte meinen, die Schweizer sein ein bedächtiges, besonnenes Volk, doch die annähernd 30% SVP-Wähler belehren mich eines “Besseren”. Und auf den Zug des Populismus im Zusammenhang mit Fangewalt springen ja längst auch gemässigtere Politiker auf.

    Sind wir denn tatsächlich so weit gekommen, dass die Medien unsere Emotionen steuern und die Politiker sie instrumentalisieren? Ist den Menschen in diesem Land die Vernunft abhanden gekommen? Kann man ein gesellschaftliches Problem nicht mehr als solches bezeichnen ohne in die Sozialromantiker/Gutmenschen/Schönredner-Ecke gestellt zu werden? Kann man sich diesem gesellschaftlichen Problem der Jugendgewalt nicht mal nüchtern und differenziert und vor allem losgelöst vom Fussball annähern?

    Keine Angst, das bedeutet nicht, dass man Gewalt an Fussballspielen gutheisst oder toleriert. Das bedeutet nicht, dass man repressiven Massnahmen ihre Notwendigkeit abspricht. Aber es wäre zu begrüssen, wenn man damit aufhören würde, alle Fans und insbesondere die Kurvenfans in Sippenhaft zu nehmen, wenn mann davon abkommen könnte die Jugend pauschal als gewaltbereit, unreif und gedankenlos zu stigmatisieren. Leider – das zeigt die politische und öffentliche Debatte des vergangenen Jahrzehnts – liegt Pauschalisieren im Trend.

  39. Thomi sagt:

    Polemik, Polemik, Polemik….

    An alle, die ein Problem mit aktiven, freien Fankuturen (inkl.Pyros) haben und damit argumentieren, dass diese den Clubs ein Dorn im Auge sind, schaut euch das mal an (ausgewählte Bilder der Fans): http://www.fcb.ch/media/FormulareDokumente/FCB-Charta-2012.pdf

    Als FCB-Fan bin ich sowas von froh, dass die Klubleitung, allen voran Bernhard Heusler, seit einigen Jahren eine konstruktive Fan-Club-Beziehung aufgezogen hat, intern und in den Medien immer wieder an die Sachlichkeit und gegen Polemik appelliert und erkannt hat, dass der Dialog mit der Fanszene unabdingbar ist.

    Daraus resultiert ein kontiuierlicher Rückgang von Ausschreitungen und Sachbeschädigungen seitens der Fans. Es wurde nach Absprache mit dem Klub bei gewissen Spielen auf Pyro verzichtet, ein Geben und Nehmen halt, “miteinander reden statt Behauptungen und Anschuldigungen ausspucken”.

    Ich kann nur hoffen, dass andere Clubleitungen (Luzern, GC, Thun) den gleichen Weg einschlagen wie Heusler.
    Basel macht vor, dass es geht, beim FCZ gehts langsam in diesielbe Richtung.

  40. Hans Klemm sagt:

    Warum immer diese fürchterlichen Ausschreitungen?

    Die vielseitige, natürlich auch unterschiedliche Beteiligung an der Einschätzung zu diesem leidigen Problem zeigt auch, wie schwierig die Bewältigung dazu ist. Man sollte es aber dabei auch einmal von der Wurzel aus betrachten.

    So erlebte ich vor zwei Wochen einen wunderbaren Vortrag des Besitzer des wohl mit 16 m² Grundfläche kleinsten Fußballmuseum Deutschlands. Er heißt Marcel Wedow und wohnt im Thüringer Ort Tabarz. Er ist ein wahrer Fan, der seine Leidenschaft, echte Fußballgrößen der Vergangenheit persönlich vor Ort aufzusuchen damit verbindet, die dabei gewonnenen Erfahrungen, Eindrücke und Erinnerungsstücke seinen Gästen kostenlos zu vermitteln, vorzustellen sowie eingehende Spenden vollständig an sozial schwache Vereine oder Einzelpersonen weiter zu leiten.
    Unter http://www.fußballzeitreise.de kann diese bescheidene, doch so tolle Ausstellung, indirekt besucht werden.

    Sein Vortrag begann mit einem ausführlichen Film und Randerscheinungen des Endspieles der Fußball-WM in Bern, fast vor der Haustür der beiden eingangs erwähnten Städte Zürich und Basel, deren Fans mit einer ungewöhnlichen Aktion auffielen. Da waren noch Leute im völlig überfüllten Stadion, äußerlich nicht zu unterscheiden, ob arm oder reich, die nur ein spannendes Fußballspiel sehen wollten, obwohl die einheimische Mannschaft gar nicht auf dem Rasen war. Der Triumphzug endete in verschiedenen Deutschen Bahnhofshallen vor hunderttausenden begeisterten Anhängern. Die Deutschen Helden selbst wurden nicht mit Millionen von Geldbeträgen überschüttet, sondern erhielten nur mittlere Sachwerte. Während die einen Spieler sich damit begnügten, haben andere ihr besonderes sportliches Können als Grundlage für eine spätere ebenfalls erfolgreiche berufliche Karriere genutzt.
    Der letzte, fast schon familiäre Kontakt zu einem der der Weltmeister, hatte M. Wedow im März diesen Jahres Es war sein Geburtstagsbesuch am Pflegebett des leider schwer erkrankten Ottmar Walter in Kaiserslautern.

    Ich möchte damit nur sagen, dass diese Zeiten der Harmonie und purer Freude längst vorbei sind. Mit dem allgemeinen Fortschritt auf allen Gebieten änderten sich auch die Bedingungen, erfolgreich im Profisport, speziell im Fußball, zu sein. Unterschiedliche Kontakte zu den Vorständen bekannter Firmen führten allein dazu, dass innerhalb der gleichen Ligen völlig unterschiedliche wirtschaftliche Voraussetzungen geschaffen wurden, um möglichst die besten Spieler an den entsprechenden Verein zu binden oder von bedrohlich werdenden Konkurrenten abzuwerben. Das wissen doch auch die Zuschauer und merken, wie der Transfermarkt völlig aus der Kontrolle geraten ist. Heute geht es um Geldbeträge in unvorstellbaren Millionenhöhen. Wie schnell das schief gehen kann und angesammelte hohe Schuldsummen immer höher werden, sehen wir in der Schweizer 1. Liga, wo die Anzahl der Mannschaften immer geringer wird bzw. verschiedene Gerichte zu tun haben, die Ergebnisse vom Rasen anschließend wieder zu korrigieren. Mir ist längst aufgefallen, dass dabei ein Präsident das Anrufen verschiedener Gerichte sowie das ständige Auswechseln seines jeweiligen Trainers scheinbar zu seinem Hobby zählt! Wenn das so weitergeht, könnten in absehbarer Zeit die mittlerweile als Italienisch bekannten Verhältnisse auch bald Deutschland erreichen….

    Die finanzstarken Vereine haben bei dem ständig andauernden wilden „Spieler- und Trainerhandel“ immer die Nase vorn und bringen damit natürlich auch einige Gruppierungen, die nicht mit dem Auto direkt bis zu den VIP-Räumen vorfahren können, auf den Plan, mit organisierten Störaktionen auf sich aufmerksam zu machen. Sie sind dabei allerdings meist nur ein kleiner Anteil der oftmals großen Gästezahl, die ihren Verein zu den jeweiligen Auswärtsbegegnungen begleiten möchten. Mancher Zorn entsteht allerdings zusätzlich schon auf der Anreise (noch nicht angekettet auf Güterwagen!) bzw. Ankunft am Ort der Austragungsstätte. Von dort aus werden sie bereits rechts und links von der Polizei eskordiert und bis zur Stadionnähe begleitet. Nach Wartepassagen und näherem Abtasten werden die Gäste wie Vieh in das kleinste „Gatter“ des Stadion, das sich meistens in einer Kurve oder entlegenen Ecke befindet, regelrecht „eingepfercht“. Egal ob vor Freude oder Traurigkeit des erzielten Ergebnisses entstehen dort oder spätestens danach unter dem Deckmantel des Fansseins die üblen Geschehnisse der Gewalt, die plötzlich in vermummte Chaoten umgewandelte, unzufriedene Menschen auslösen.

    Es ist schon anerkennenswert, was Thomas Gander in Basel und die vielen anderen Fan-Beauftragten in allen möglichen Orten leisten. Ein wenig mehr Fingerspitzengefühl der mittlerweile unbedingt dazugehörenden Polizei wäre allerdings hier und da angebracht.
    Ihr die Schuld zuzuschreiben, wenn es brodelt, ist doch sehr naiv.

    Wie schlimm verschiedene Negativereignisse sein können, zeigten allein die beiden Begegnungen der 1. bzw. 3. Bundesliga in Deutschland vom vergangenem Wochenende. Während in Köln von „fußballbegeisterten Fans“ unmittelbar vor dem Schlusspfiff das ausverkaufte Stadion in schwarze Rauchwolken und damit in einen kriegsähnlichen Zustand versetzt wurde, ringt derzeit noch ein Anhänger der 2. Mannschaft von Werder Bremen, der mit seinen mitgereisten ca. 40 (!) Freunden das Spiel anschaute, mit seinem Leben. Er soll in eine Schlägerei zwischen einheimische Hooligans verwickelt worden sein, die ihn dabei furchtbar zusammenschlugen. Aus Köln wurde noch bekannt, dass die abgestiegenen Spieler private Drohungen erhalten haben! Wo soll das noch hinführen?

    Wie immer, gibt es dazu mehrere verschiedene Standpunkte zur Abänderung dieser unerfreulichen Zustände. Die bereits von mir erwähnten unterschiedlichen wirtschaftlichen und sozialen allgemeinen Strukturen der Vereine und seiner Zuschauer sorgen dann besonders für mehr Unruhe, wenn die Mannschaften genau in diesen Brennpunkten bei Pokal- oder Punktspielen unterwegs sind, um möglichst dort zu gewinnen.
    Es steht doch aber längst fest, dass man in der Gruppe stärker ist, als allein. Das gilt allerdings für alle anderen möglichen Dinge.

    Nun mein Vorschlag als Thüringer, auch, wenn er zuerst ungewöhnlich und nicht umsetzbar
    erscheint:

    Stadionbetreiber, macht endlich Schluss mit diesem „Eingepferchtsein“ der jeweiligen Gäste in den dafür vorgesehenen extra umzäunten Blöcken! Die angereisten, zum Teil schon angetrunkenen, Fans werden teilweise bei diesen unmöglichen Bedingungen schnell aggressiv (oder noch schlimmer ….)

    Dass dabei ein unnormales Verhalten festgestellt wird, ist doch eigentlich fast unumgänglich!

    Warum werden die Gäste nicht im weiten Rund einfach komplett aufgeteilt? Ich bin mir fast sicher, dass dann evtl. stattfindende Entgleisungen sofort im Keime erstickt werden, vorerst ohne Polizei und Ordner. Bei erzielten Toren der Gastmannschaften würden sich die Zuschauer des Gastgebers bestimmt auch anerkennend verhalten, wenn die Auswärtigen, völlig verteilt im Stadion, bei entsprechendem Anlass freudig die Fahnen schwingen. Nicht vorstellbar sind dann einzelne Vermummte in der direkten Nachbarschaft bei den Steh- oder Sitzplätzen, die keinen Startplatz für ihre heimlich mitgebrachte Pyrotechnik finden. Und wenn doch, würden sie spielend einfach herausgelöst und entfernt werden.
    Eine ausgelassene Stimmung wäre dann vorprogrammiert, wie es in England längst ist. Also, einfach mal nachdenken, Verantwortliche im Verband, der Innenministerien, Polizeigewerkschaften, Fanbeauftragten und Clubchefs sowie alle anderen Veranstalter, die den Fußball lieben!

    Zum Schluss noch eine abschließende Bemerkung meinerseits:
    Besonders nach der Ausstrahlung eines vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen Deutschlands gesendeten Beitrages vom vergangenem Wochenende, muss erneut daran erinnert werden, dass es doch endlich an der Zeit ist, die schon seit vielen Jahren zugesicherte Beseitigung und völlige Aufklärung der Missstände und Skandale in der FIFA-Zentrale des Weltverbandes um den Herrn Blatter zu beginnen!
    Nachzuschauen unter:

    http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=10415844

    Wie man schon hörte, arbeitet nicht nur der dafür vom Weltverband bezahlte (!)
    Schweizer Prof. M. Pieth, sondern auch der politisch orientierte Europarat interessiert sich dafür. Wie kann Ruhe in allen Stadien erwartet werden, wenn es ganz oben (auf dem Hügel) nicht mit rechten Dingen zugeht?

    • DAM sagt:

      @Hans Klemm
      Wunderbar dieser Beitrag! Wenn auch etwas lang, es ist zu befürchten, dass nur wenige ihn komplett lesen. Ihren Ansatz, weg vom sinnlosen Gesetzeswahn und hin zur Offenheit, finde ich super.

  41. Heinz Zürcher sagt:

    Liebe Fussballfans, sehr geehrte Fussballhasser 😉

    Bitte, bitte lasst es nicht soweit kommen, dass sich SK, MK & Co. an einem x-beliebigen Tag, an einem x-beliebigen Ort/Stadt zu einem Protestzug gegen die Repressalien der Polizei versammeln. Stellt euch dies mal vor, wenn 2-3000 betrunkene & gedeümtigte Fans zu einem Protestmarsch aufmarschieren UND dies wird passieren wenn es so weiter geht…! Dieses Ereigniss wird alles bisherige überschatten & MASSIVE Schäden (Sach- sowie Personenschäden) sind vorprogrammiert…!!!!

    Setzt euch endlich an einen Tisch und disskutiert die komplexe Thematik aus!! Und zwar nicht die Cüpli-Delegation um Canepa, Bickel, hohe Polizeikommandanten (Hotzenplotz ääh Hotzenköcherle) & die Wurst ähnliche Super League Delegation..!!! Sondern die Köpfe der einzelnen Fan-Clubs (sind der Polizei bekannt..!), die Einsatzleiter der Polizei – welche wirklich an Ort & Stelle stehen…!!! Es gibt für alle Probleme Lösungen! Die Taktik der Polizei (im Moment) ist Einfach die einfachste für sie..!!

    PS: Pyro-Thematik–> Grundsätzlich erlauben – Jedoch Nulltoleranz bei Böllern sowie Würfen aufs Feld & in andere Sektoren – Jeder der in der Kurve steht kennt die Gefahren & muss nicht jammern wenn er angebruzelt wird oder ein paar Finger verliert;-)

    In diesem Sinne wünsche ich allen ob Fan oder Nicht-Fan, Ultra oder Hooligan und selbstverständlich unserem Freund und Helfer:P eine schöne, hoffentlich erfolgreichere (FCZ) Saison… Ohne Konkurse, Ausschreitungen und Millionen teuren Polizeieinsätzen =)

    PPS: Gratulation nach Basel zum Titel ( aua zürcher Herz blutet für diesen Satz, haben jedoch eine starke Saison gezeigt;-))

    • Petter sagt:

      Hab ich mir auch schon überlegt, was wohl geschieht, wenn die vereinigten Fankurven zusammen in Bern aufmarschieren. FCB, FCZ, GC und YB alleine würden die Polizei schon komplett überfordern… wahrscheinlich gäbe es schweizweit nicht genug Polizisten um die Lage unter Kontrolle zu halten. Dann kann Frau KKS noch lange mit ihrem Polizeikonkordat kommen und die Reitschulpunks wären nur das Apèritif… Guet Nacht am sächsi!

      Stimme ihrem Beitrag übrigens vollkommen zu!

  42. DAM sagt:

    Eine kleine Anekdote, die den einen oder anderen vielleicht zum Nachdenken anregt:

    Schon bald nachdem England zur Kolonialmacht in Indien wurde, störten sich die Briten an den vielen Schlangen die es dort gab. Um den Schlangenbestand zu verringern setzten die Briten eine Belohnung für jede getötete und vorgelegte Schlange aus. Daraufhin begannen die Inder Schlangen zu züchten.