Sport


Thomas Renggli am Freitag den 26. November 2010

Welches ist das Derby des Jahrhunderts?

Der Zürcher Daniel Gygaz beim Torschuss zwischen den GC-Spielern Christoph Spycher (rechts) und Reto Ziegler beim denkwürdigen Derby vom 3. März 2004 (Bild: Keystone)

Die Realitäten im Zürcher Fussball driften auseinander. Die Grasshoppers stehen sportlich gegen Bellinzona vor der nächsten Überlebensübung und leben finanziell von der Hand in den Mund, der FCZ träumt (zu) laut von Meistertitel und Champions League und will auch abseits des Rasens tiefe Spuren hinterlassen. Präsident Ancillo Canepa, der grösste Fan des Klubs, spricht von «nachhaltigen Projekten». Dazu gehören die Eröffnung des FCZ-Museums (im nächsten Februar) und die Publikation einer aufwendigen Vereins-Chronik. Letztere ist seit Freitag im Buchhandel zu haben. Sie zeichnet auf 432 reich bebilderten Seiten die 114-jährige Geschichte des Klubs minutiös nach, porträtiert Protagonisten, erzählt Geschichten und die Geschichte. Ein ausführlicher Statistikteil rundet das gelungene Werk ab.

An der Vernissage sprach Canepa mit der ihm angeborenen Bescheidenheit vom «besten Sportbuch, das in den letzten zehn Jahren im deutschen Sprachraum erschienen ist». Vermutlich dürften selbst in der Stadt Zürich die Meinungen darüber auseinandergehen – oder zumindest in Niederhasli.

Autor Michael Lütscher hatte inhaltlich nämlich nur das zweitletzte Wort. Im Zweifelsfall stand das präsidiale Vetorecht über allem. In der Rubrik das «Derby des Jahrzehnts» werden die denkwürdigsten Stadtrivalen-Vergleiche abgehandelt – und da machen sich die FCZ-Chronisten der Geschichtsfälschung strafbar.

Für das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts kam das letzte Saisonspiel 2006/2007 in die Wertung. Dank einem 2:0 gegen die Grasshoppers sicherte sich der FCZ damals den elften Meistertitel.

Sportlich gesehen ist diese Wahl nachvollziehbar – und trotzdem könnte sie falscher nicht sein. Es gab im letzten Jahrzehnt – ja Jahrhundert – wohl nur einen Derby-Tag, von dem noch heute jeder Zürcher Fussball-Interessierte genau weiss, was er damals gemacht hat und wo er war – selbst wenn er das Spiel nicht im Hardturm-Stadion verfolgt hatte. Die Rede ist vom 3. März 2004. Der FCZ spielte im Cup-Halbfinal den Stadtrivalen an die Wand, führte bis in die 82. Minute 5:2 – bevor er spektakulär den Boden unter den Füssen verlor und in einem epischen Finale 5:6 unterging.

Es war das Derby aller Derbys – die Mutter aller Niederlagen. Gleichzeitig markierte die dramatische Bauchlandung auch die Initialzündung zur Auferstehung des FC Zürich. Das Schicksal hatte ein Einsehen. Auf wundersame Weise wendeten sich die Fussballgötter dem FCZ zu. Das Glück wechselte nachhaltig die Seiten. Ein Jahr später gewann der seit Jahren gebeutelte Klub den Cup. Am 13. Mai 2006 wurde die 93. Minute zur meisterlichen Legende. 2007 und 2009 folgten zwei weitere Meistertitel. Hätte es den 3. März 2004 nie gegeben, wäre vermutlich alles ganz anders gekommen…

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37 Kommentare zu „Welches ist das Derby des Jahrhunderts?“

  1. andi sagt:

    “von dem noch heute jeder (…) genau weiss…”: Perfekt beschrieben! Ich kenne die Platznummer nicht mehr, würde das Stadion noch stehen könnte ich mit schlafwandlerischer Sicherheit genau dorthin steuern… :-)

  2. FCZ Werner sagt:

    Sorry Herr Renggli aber an diesen Tag möchte ich mich (Extrem FCZ FAN seit ich 5 bin, also alle Spiele seit 40 Jahren) nicht mehr erinnern. Unsere “Freunde” vom Grasshopper Club dürfen dann dieses Derby gerne benutzen, falls sie auch einmal ein Buch machen (können). Obwohl ich gar kein Fan von Herrn Canepa bin muss ich hiezu sagen: Sehr gut gemacht, Herr Canepa. Habe das Buch bereits bestellt und werde es mit Freude immer wieder lesen. Daumen hoch für diese Wahl!!!

    • John G. sagt:

      Sorry Herr FCZ Werner,aber der GCZ hat schon zu seinem 100 Jahr Jubiläum ein solches Buch gemacht.Genauso wie der GCZ schon immer in den Stadtzürcher Farben spielte (im Gegensatz zu Euch) und der erste Stadtzürcher Fussballclub war.
      Nächstes Jahr wird der Grasshopper Club Zürich übrigens 125 Jahre alt.

      • Armin Lehmann sagt:

        Blau-weiss ist Zürich,sonst legt euch gefälligst ein Clubname in deutsch zu ! hopp FCZ

        • Alfons sagt:

          Der FCZ hat bis jetzt noch so wenig geleistet, wie kann man das 432 Seite auflisten. Ist das ein Bilderbuch?
          GC hat wenigstens schon ein paar mal Geschichte geschrieben!

          • Florian Keita sagt:

            GC Jungs wieso nennt ihr euch noch stolz GCZ? Kann man das wirklich noch mit Stolz und mit gutem Gewissen sagen/schreiben? Ihr trainiert nicht in der Stadt Zürich, ihr delegiert nicht in der Stadt Zürich, ihr verliert höchstens in der Stadt Zürich… apropo letztes u21 Derby FCZ 5, GCN 1… und jetzt steigt ab…

          • Samichlaus sagt:

            Stolz?

            Von Stolz kann man als Hopper heute reden, wir werden noch Stolz sein auch wenn wir in der NLB spielen, wir werden auch wieder Stolz sein wenn wir euch im Derby wieder so richtig demontieren und den Meistertitel holen. Wir sind Stolz und im Stadion auch wenn wir 25 Jahre keinen Titel holen … doch beim FCZ spricht man erst von Stolz seitdem der Erfolg da ist. Vielleicht wird es ein langer harter Weg für uns, vielleicht nicht, Tatsache ist es wird umso schöner euch wieder hinter uns zu lassen sobald die Dinge wieder normal verlaufen.

          • John G. sagt:

            Merkt ihr ganzen Neo-FCZler eigentlich nicht wie ihr je länger je mehr sämtliche Negativ Attribute die ihr früher dem GCZ vorgeworfen habt,selber verinnerlicht habt? Die Arroganz,der Kommerz,die Überheblichkeit? Liegt das daran,dass ihr den FCZ erst entdeckt habt seit er erfolgreich ist? Das einzige was euch noch in den Sinn kommt um uns zu dissen ist das lächerliche Niederhasli Geschwafel. Die wahren Provinzler sind diejenigen die meinen mit sowas provozieren zu können.Nicht vergessen: Wir waren 10 Jahre vor euch auf der Welt und haben immer die Stadtfarben getragen,im Gegensatz zu euch.

      • marc sagt:

        @Samichlaus: ich war und bin immer stolz auf den FCZ. Seit über 40 Jahren, auch als wir im B spielten. Stolz schon deshalb, weil nicht die Herkunft wichtig war, sondern die Arbeit, der Fussball. Vielleicht hat GC alles besser gemacht, aber insgesamt ist GC nur eine Bläschen im Champangnerglas. Schön, dass es in Zürich immer ein Derby gibt, das einzige schweizweit. Doch die Arroganz des GC verleitet auch mich zu sagen: steigt ab oder verschwindet sonstwie… wen kümmerts noch… die 200 Hardcorefans können auch dem FC Niederhasli zuklatschen.

        • FCZ Werner sagt:

          @John G. Wie Sie lesen können bin ich 45 Jahre alt und gehe seit 40 Jahre an alle FCZ Spiele. Ich war auch im B immer dabei, zum Beispiel beim Wiederaufstieg in Fribourg, als mir Gott John Jairo Trellez leider sein Leibchen nicht gab, obwohl ich als erster Fan bei ihm war. Wie ich mich gut erinnere, haben viele “Kollegen” mitte 90er, als GC eine kurze Champions League Blüte hatte, auf den Hardturm gewechselt. Diesen habe ich in guter Erinnerung, Rene Botterons Schuss zwischen die Beine Eures Roger Berbig, oder die 2 Meistertitel welche wir dort erspielt haben. Anfangs 70er und später, als wir jeden Samstag mit dem Zug nach Altstetten fuhren und in den Letzigrund liefen, da waren in der Schule viele GC Fans. Wir wurden verspottet als Arbeiterclub etc. Ich war und bleibe immer treu. Wenn es den Teams schlecht läuft, wie jetzt den Grasshüpfern, dann haben diese klar weniger Zuschauer als der FCZ. Ergo hat der FCZ die treueren Fans.

          Mich als “Neo Fan” zu betiteln finde ich übrigens eine Frechheit. Und den FCZ hab ich seit Geburt verinnerlicht, nicht erst seit er erfolgreich ist. Sie scheinen ja allwissend zu sein. Mir fällt einfach auf, das GC keine Fans mehr hat seit der Club schlecht spielt.

          Und: ^WELCHER SCHWEIZER FUSSBALL CLUB HAT ES 2X IN EINEN MEISTERCUP HALBFINAL GESCHAFFT????? – davon werden all die anderen CH Clubs ewig träumen. Soviel auch zum Thema “Geschichte geschrieben”, Herr Alfons. F C Z – FOREVERMORE!!!

  3. John Kraft sagt:

    Herr Renggli, Sie können es einfach nicht lassen. Es ist mir schon klar, Sie sind Teil des Sprachdefinitionsprozesses im Sinne ihres Lieblingsvereins. Aber mal ehrlich, sprechen Sie auch von Real Valdebebas oder von der A.C.Carnago? Das tun Sie nicht. Alles was Sie tun, ist mit langweiliger Regelmässigkeit Ihre Objektivität als Journalist gegen Ihr Fantum eintauschen. Wann begreifen Sie, dass es Vereine gibt, die Sport-und Ausbildungszentren haben? Real Madrid, Milan, GCZ, wir sind in guter Gesellschaft. Und sparen Sie sich Ihre Respektlosigkeiten für die Derbys auf. Im Stadion können Sie so parteiisch sein, wie Sie wollen. Übrigens, das Derby 2004 war nicht die Mutter aller Niederlagen. Wenn schon war es der Vater aller Siege. Gruss, von der richtigen Seite der Geleise.

    • Nico sagt:

      Was zum Geier haben Sport- und Ausbildungszentren, A.C. Carnago und Real Valdebebas mit diesem Artikel zu tun? John Kraft, sie scheinen gerne zusammenhangslose Texte zu schreiben, aber bitte, veröffentlichen sie sie auf ihrem eigenen Block, hier ist nicht der richtige Ort dazu.
      Dieser Text ist mitnichten eine Respektlosigkeit, schon gar nicht parteiisch. Und selbst wenn er es wäre, wo steht geschrieben, dass Journalisten objektiv sein müssen? Schiedsrichter ja, aber nicht Journalisten! Wenn ihnen die Meinung des Autors nicht passt, dann lesen sie den Text nicht.
      Und er hat Recht: Der Cup Halbfinal ’04 war wohl das wichtigste Derby des letzten Jahrhunderts. Wenn die Herren vom angeblichen Stadtclub behaupten, es sei der 2:0 Sieg, dann sollen sie wenigstens schreiben, dass es FÜR DEN FCZ das wichtigste Derby war. Aber sicher nicht für den Grasshopper Club.
      Und wollen sie jetzt etwa behaupten, sie seien nicht parteiisch? Dass ich nicht lache.

      • S. Siegrist sagt:

        Lieber Nico

        Zusammenhänge sehen ist nicht gerade Ihre Stärke. Wenn Herr Renggli immer wieder gerne darauf verweist, dass der GCZ seine Tore ausserhalb der Stadt Zürich aufschlug, um in die Jugend zu investieren, dann macht der GCZ genau das gleiche wie Real Madrid oder der A.C. Milan. Auch diese 2 Vereine haben Ihr Ausbildungszentrum nicht in der Stadt Madrid oder in Milano. Trotzdem spricht oder schreibt niemand beim Namen Real Madrid von Real Valdebebas oder bei A.C. Milan von der A.C.Carnago. Nur beim GCZ versucht die TA Media, unter anderen Sponsor des FC Zürich, immer wieder von Niederhasli.

        Zum anderen: Das abermals verhasste vom GCZ wurde ja mittlerweile 1:1 vom FCZ übernommen, der ganze Kommerz (siehe Halbzeitpause bei Heimspielen des FCZ) widerspricht sich ja vom ganzen Mist des ” einzigen Stadtclub” oder Arbeiterverein.

        Zu den Fakten: Der GCZ wurde 10 Jahre vor dem FCZ gegründet, der GCZ spielt seit jeher in Blau Weiss, der GCZ ist Rekordmeister und Cupsieger, der GCZ war der letzte Verein, der Werbung auf dem Trikot zuliess. Dass die Gründungsfarben vom FCZ Rot Weiss war, vergisst man ja gerne.m Die Liste könnte man ja weiterführen….z.B. welcher Verein war vom ersten bis zum letzten Spieltag ununterbrochen auf dem ersten Platz……ja, genau!
        Des Weiteren ist zu vermerken, dass der GCZ ja mehr ist als nur Fussball…..Tennis, Rudern, Sqash, Handball, Rugby etc.

        Zur Realität: In den letzten 5 Jahren hat der FCZ den GCZ sportlich überholt, keine Frage. Der Fussball unter Favre war wirklich gut und der FCZ verdiente die Erfolge. Der GCZ hat seine Schwächephase, die Frage ist nur, wird der auch 25
        Jahre dauern wie beim FCZ?

        Zur Zukunft: Wird sich zeigen, ich an meiner Stelle vertraue auf das Konzept des GCZ, beim FCZ bin ich mir nicht so sicher oder was meinen Sie, was passiert, wenn Herr Canepa ein neues Spielzeug findet und sich zurückzieht. Man konnte dies ja bereits sehen beim GCZ mit Gut/Gerber.

        Zum Derby: wer führt hier die Rangliste an, der FCZ oder der GCZ? Ach ja, genau der……der GCZ. Dasd oben erwähnte 6:5 war sicher das Derby der Geschichte, ich erinnere mich gerne an den Lörm bis zur 83. Minute im Gästesektor, die Jubelposen und die Pyro…und erinnere mich gerne an die Ruhe 10 Min. später!!

        • John Kraft sagt:

          Vielen Dank, Herr Siegrist, ich hätte schon fast an mir zu zweifeln begonnen ;)

        • hansli sagt:

          Richtig, diese Niederlag war für jeden FCZ-Fan nur schwerlich zu ertragen. Zudem gibts ja bei einem Cupspiel auch nichts mehr zu korrigieren.
          Trotzdem ist es den ach so tollen Hoppers nicht gelungen, den Stachel der Schmach noch fester ins FCZ-Fleisch zu drehen. Im Gegenteil! Nach der peinlichen Finalniederlage der stolzen Heugümper schmerzte mich die Niederlage schon fast nicht mehr.

          So gesehen, kann man Canepas Wahl durchaus nachvollziehen. Unser Derbysieg führte nämlich tatsächlich zu einem “Kübel”.
          Wenn man sich zudem überlegt, was passiert wäre, wenn die Gümper noch in der 93. Minute ausgeglichen hätten…
          Jeder FCZ-Fan, der jenes Spiel miterlebt hat, muss Canepa beipflichten.

        • robert holzwart sagt:

          vielen dank für die klärenden worte, ich glaube das ursprüngliche votum wurde nicht verstanden. zudem: das wirklich grosse derby fand ohne fcz statt. zwischen den wahren blauen clubs blue stars und gc. aber wenn man nur fünf jahre zurückblickt, sieht man das nicht….

      • John Kraft sagt:

        Nun ja, guter Nico, der Hinweis auf die Ausbildungszentren bezieht sich auf die gerne verwendete Ortsbezeichnung ‘Niederhasli’ in einem Sinne als ob das etwas mit der Identität des GCZ zu tun hätte. Ich kann verstehen, dass nicht jeder diesen Zusammenhang sieht. Was ich auf einem ‘Block’ veröffentlichen soll, na ja, das weiss ich nicht. Vielleicht meinten Sie ‘Blog’? Die Respektosigkeit liest sich eben zwischen den Zeilen des Herrn Renggli. In solchen Begriffen wie ‘Niederhasli’ kommt das dann zum Ausdruck. Aber natürlich, ‘Zwischen den Zeilen lesen’ ist nicht einfach, das gebe ich zu. Ich werde versuchen, einfach zu schreiben in Zukunft. Journalisten sollten, meiner Meinung nach, nicht Partei erfreifen. Aber eben, da kann ich mich irren, Sie mögen verzeihen, ich bin nur Politologe und Ökonom, nicht Publizist. Ob mir die Meinung des Autors passt kann ich leider erst nach dem Lesen des Textes beurteilen. Das gestehen Sie mir vielleicht zu. Und dass ich meine äussere liegt in der Natur eines ‘Blocks’, äh, blogs, Verzeihung. Und ja, natürlich bin ich parteiisch, immer für den GCZ. Ich bin ja auch nur ein unbedarfter Leser und kein Journalist. Schönen Abend und viel Spass in der Südkurve, lieber Nico.

  4. Daniel sagt:

    Das kann man sehen wie man will. Aber wenn ich an den 3.3.2004 zurückdenke, 91.18 gespielt, Petric drückt den Tararache-Schuss über die Linie zum 5:5 – mein Gott ich bekomm immer noch weiche Knie und das Blut schiesst aus dem Kopf in andere Regionen…

    Und das genau ist der Moment, der mich auch positiv für GC in die Zukunft blicken lässt. Mit der erfolgreichen Geschichte im Rücken, dem 6:5 als Allzweckmotivationsmittel sehe ich auch am Tabellenende nicht schwarz. Und sogar Nati B wär okay. Endlich wieder grosse Spiele gegen Servette, Lausanne und Lugano. Tradition unter sich eben. Dann könnt ihr Züzibuben Derby’s gegen Basel spielen, da wird’s dann ähnliche Serien geben wie gegen uns…. Massimo Alliata lässt grüssen.

    • Sandro sagt:

      “Tradition unter sich eben”….danke dass Sie mich wieder einmal daran warum ich FCZler geworden bin. Schon als kleiner Junge war es genau diese hochnässigkeit von gleichaltrigen Kollegen, welche mir den Weg wies. Es war lange Zeit der leidvollere, aber zu jeder Zeit der richtige. Ich für meinen Teil fände es schade, Ihnen aber wünsche ich viel Spass bei den grossen Spielen in der Nati B, wo ja dann die Creme de la Creme in Sachen Schweizer Traditionsfussball wieder unter sich ist.

      • Samichlaus sagt:

        Und heute fühlen Sie sich nicht genau im komplett falschen Fanlager wenn Sie es so beschreiben? CL und Südkurven hype ist ja das pure Beispiel von Hochnäsigkeit. Jahrelang habt ihr aus Neid alles verdammt wofür wir gestanden sind und jetzt als wir die Plätze getauscht haben scheint der Kommerz FCZ plötzlich die richtige Wahl im Gegensatz zum bescheidenen GC.

        Naja wenn man lange nichts hat vergisst man seine Prinzipien schnell, doch heute wären Sie als Junge bestimmt ein Hopper geworden, geben Sie es doch zu. Das leiden wird es wert sein sobald wir wieder ganz oben stehen.

        So long suckers

        • Sandro sagt:

          Sie sind ein Spassvogel. Folgt man Ihrer Logik müsste man immer den Verein, wechseln sobald dieser sportlich erfolgreich ist – so quasi permanent anti Mainstream. In der Stadt gibt es schon genug solcher Pseudo-Individualisten, welche diesem Lifestyle nacheifern. Natürlich hat mich längst nicht alles glücklich gestimmt was der Erfolg so alles mit sich brachte. Obschon dieser Blog der falsche Ort ist um über Fankultur zu diskutieren, wenn ich die beiden “Fanlager” gegenüberstelle, bin ich damals wie heute überzeugt am richtigen Ort zu sein. Und wenn Sie schon meine Prinzipen in frage stellen, fangen Sie doch besser gleich bei sich selber an. Warum sind Sie Hopper geworden und wären Sie heute FCZler? Bzw wer wäre ich, wenn ich nun einfach schnell dem FCZ abschwören weil mir dieser zu wenig “underground” ist.

  5. Sascha Hiltebrand sagt:

    Als FCZ-Sympathisant freue auch ich mich über die Erfolge des FCZ, in den letzten Jahren und dem Revival der 70er Jahre. Ein Buch über den Verein zu schreiben finde ich auch eine gute Idee. Aber wird hier, zb. mit dem Museum, nicht etwas gar übertrieben. Ein FC Barcelona kann der FCZ nun mal nicht sein, hat Er auch nicht nötig. Als einer der Top-vereine der Schweiz ist der FCZ aber allweil anzusehen, auch durch seine glooreichen Europäischen Erfolge in der Vergangenheit. ABER, dieses eine Stadt, ein Verein -Getue stimmt für mich nicht ganz. Zürich hat 2 Klubs, und dies passt auch zu dieser Stadt. Ich finde es auch gar nicht schlimm das der FCZ historisch den 2. Platz einnimmt in Zürich und einmal in Rot gespielt magen hab… Zürich ist gewissermassen eine gespaltene Stadt, aber eben gerade das macht doch Zürich auch atraktiv!!!

    • Daniel sagt:

      Danke für Deine Meinung. Daran sollten wir (alle) uns ein Vorbild nehmen. Damit unsere Kinder auch in Zukunft “Derbyluft” schnuppern können. Denn eigentlich gibt es nichts schöneres als diese Spiele!

      • Nico sagt:

        So ist es wohl. Endlich mal eine Meinung eines FCZlers, der sich objektiv zu äussern vermag. Ich hoffe, im Sinne des GCZ und im Sinne des FCZ, dass die Hoppers erstklassig bleiben. Es wäre ansonsten ein herber Verlust, für beide Seiten.

  6. Masucci sagt:

    Derby’s sind ja ganz OK, aber das Champions League Spiel im Giuseppe Meazza Stadio zu San Siro vom 30.09.2009 gegen die AC Bilan wird für immer und ewig das Grösste sein für mich als INTER-Fan. Dazu kommt noch dass Hannu Tihinen das schönste aller Tore geschossen hat.

    • Samichlaus sagt:

      Es war sooo kuuuuhhll gäll?? Derbys pppfff Ihr seid ja eine CL Truppe, ganz vergessen. Und wie Stolz Ihr die Stadt gemacht habt mit eurem Auftritt in der CL. Danke

      Was ihr Gurken nicht begreift ist das wir auch in der NLB noch Hoppers sind, und nicht wie Ihr erst dann wann der erste Meistertitel nach 25 Jahren da ist.

      • chrizz sagt:

        Beide bleiben Hoppers?

        • Michel sagt:

          Mann, habe den Samichlaus nie gemocht, aber Du nervst ja gehörig. Nun ja, auch Du musst das Leiden noch lernen. Wir haben es noch nicht verlernt. Wir standen auch während den bitteren Jahren hinter dem FCZ, auch dann als wir unsägliche 20 Jahre keine Heimspiel gegen die Hoppers gewinnen konnten. Und die Nati B haben wir auch kennengelernt. Also komm nicht mit so kindischen Angriffen. Und hey, Du getraust Dich ja nicht einmal Deinen richtigen Namen zu nennen. So wie Du schreibst, hättest Du Dich besser Schmutzli genannt. Hey Samichlaus-Hopper. Aus der Nati B wieder aufzusteigen, ist nicht so einfach!

  7. Joe sagt:

    …und noch heute spricht punkto dieses Derbys KEIN einziger GC Fan über die himmeltraurige Leistung von Urs G. C. Meier, der – die Hoppers witterten ganz bestimmt Morgenluft, ohne Zweifel und hatten das Aufholen auch verdient – mit dem nicht gegeben, glasklaren Penalty für den FCZ die Choreographie dieses Derbys entscheidend mitprägte. Es kam mir vor, als wäre auch er im Rausch und als ober er darüber seinen Job, nämlich das Pfeifen von Regelwidrigkeiten vergessen hatte. Mein Schluss daraus war und ist damals wie heute: Meier WOLLTE, dass das Spiel kippt. Der Fehlentscheid war für dieses «unbedeutende» Derby etwa ähnlich prägend wie das aberkannte Tor beim «bedeutenden» Spiel England-Deutschland an der WM 2010. Es ist wichtig, bei dieser als auch bei jener Sache die Fussball-Geschichte korrekt zu erzählen.

    • Nico sagt:

      Aber es ist nicht wichtig, Schiedsrichterleistungen als Grund für den Ausgang gewisser Spiele zu sehen.
      Es gibt überall Fehlentscheidungen, nicht nur gegen den FCZ. Sie hätten sich mal die Derbys aus den Jahren 07, 08 ansehen sollen, als oftmals Cyrill Zimmermann Schiedsrichter war. Habe selten eine Schiedsrichterleistung gesehen, die so parteiisch SCHIEN. Aber gebe ich das als Grund an, warum die Hoppers damals verloren? Nein, tue ich nicht. Denn Schiedsrichterleistungen sind nicht spielentscheidend, waren sie nie und werden sie, wenn es so bleibt wies ist, auch nie sein.
      Denken sie, ich fand es toll, dass Busacca beim Spiel FCL – GCZ bei einem Handspiel, welches nicht offensichtlicher eine 100%ige Torchance, keine rote Karte zeigte? Nein, natürlich nicht, denn ich weiss, dass wir besser hätten spielen müssen, damit wir gewonnen hätten. So ist es immer, eine Schiedsrichterleistung ist nie so entscheidend, dass sie den Ausgang eines Spiels bestimmt.

      Schön dass sie die damalige Niederlage aus dem 04 nicht ertragen, aber lassen sie doch bitte die unsinnigen Verschwörungstheorien.
      Gruss

  8. pfff sagt:

    hätte es dieses beschriebene spiel gegeben, wüsste ich sicher davon.
    etwas wirbel um nichts.

  9. Mischa Peter sagt:

    Thomas wie recht Du hast. Das war episch. Perfekt für den Fussball.

  10. Auguste sagt:

    hmm…, der hang zur geschichtsklitterung ist unter präsidenten aller schattierungen eine verbreitete unsitte. wenn diese allerdings soweit gehen, dass sie das offensichtliche nachträglich verfälschen wollen, sollte man ihnen doch irgendwie deutlich machen, dass man sich nicht nackt auf den balkon der öffentlichkeit stellen und auch noch beim “manipulieren” erwischen lassen sollte. viva canepa!

  11. anatol silberschmidt sagt:

    Sagt ihnen der Name Alesia etwas? Jener Ort, wo die Gallier ihre schmerzlichste Niederlage gegen die Römer erfahren mussten? Jener Name der, wenn ausgesprochen, in den Asterix-Comics stets die gleiche Reaktion hervorruft: “ALESIA? ICH KENNE KEIN ALESIA!” Alesia steht für mich und meine Feunde für dieses schmerzliche 6:5 an jenem bitterkalten Märzabend im immernoch mit schneebedeckten Hardturm. Vielleicht bin ich leicht masochistisch veranlagt, aber das war für mich das emotionsgeladenste Spiel das ich je geshen hatte. Himmelhochjauchzend und am Boden zerstört, von der Skyline zum Bordstein um es etwas moderner auszudrücken. Ich konnte nicht glauben was ab der 83. passierte, beim 5:5 klebte ich vorne am Gitter und schrie mir den Frust von der Seele, mein Freund stand wie angeklebt im Schockzustand auf seinem Platz und doch war das Ganze irgendwie grösser als der 13. Mai 2006. Und wenn mein Sohn mich auf dem Totenbett fragen wird: “Vater sag, welches war das denkwürdigste FCZ-Spiel deines Lebens?” und ich werde noch ein letztes Mal Luft in meine verstaubten Lungen saugen und bevor ich für immer die Augen schliesse, ihm mit zittriger Stimme sagen: “ALESIA!”

  12. Ruedi Schwarz sagt:

    Es ist noch nicht alle her, da pendelte der FCZ 20 Jahre lang zwischen Nati A, Nati B Auf/Abstiegsrunde…
    Deshalb frage ich mich, was dieses Buch soll. FCZ – 1 Stadt – 1 Verein, nur weil man jetzt ein bisschen mehr Glück hat.
    Alles GC nachmachen…

  13. ulala dä ciril isch da sagt:

    ich frage mich ob die Leute eigentlich wissen warum der fcz in rot gespielt hat, kann es aus politischer überzeugung entstanden sein?
    oder ist euch schon mal aufgefallen, dass d` hoppers mit der luzerner-flagge auf der brust rumhöselet (züri-fahne diagonal, checksch`es?)
    Es ist doch erschreckend zu glauben, man sei der bessere Verein unabhängig von dessen errungenschaften. Es ist doch gar nicht wichtig, wichtig ist nur, dass züri vor gc steht
    mehr realität kriegt ihr nicht

  14. Ernst Baumann sagt:

    Mit dem Erlös aus dem Buch kann sich der Präsident seinen Tabak kaufen den er im Kühlschrank Letzigrund benötigt um das Dach zum einsturz zu bringen. Und schon in wenigen Jahren können dem Buch Zitate entnommen werden und in den dannzumal aktuellen Kontext gesetzt werden. Und diese werden die Leser zum Lachen bringen. Und Lachen ist bekanntlich Gesund. Also leistet der FCZ mit diesem Buch einen Beitrag an die Zürcher Volksgesundheit! Dank an die Herausgeber!

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