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Mehr Respekt vor Ballack, bitte!

Alexander Kühn am Mittwoch den 1. Februar 2012
Auf der langen Bank: Michael Ballack in Leverkusen, 28. September 2011. (Bild: Reuters)

Auf der langen Bank: Michael Ballack in Leverkusen, 28. September 2011. (Bild: Reuters)

In Deutschland neigt sich die Karriere des einstigen Weltstars Michael Ballack einem beschämenden Ende zu. Ballack, dem Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser öffentlich Versagen vorwirft, hat eigentlich nur noch zwei Möglichkeiten. Erstens: Er sitzt seinen bis zum Sommer laufenden Vertrag in Leverkusen trotz der Schmähungen ab und flüchtet dann zu einem anderen Klub. Zweitens: Er wirft den Bettel komplett hin und darf dann wenigstens über Bayer sagen, was er will, ohne dass man ihm vorwerfen kann, er wolle seinen Abgang provozieren.

Während des Winter-Transferfensters hat sich kein Verein ernsthaft um den langjährigen Captain der deutschen Nationalelf bemüht, nicht einmal der VfL Wolfsburg, der sonst alles zusammenkaufte, was nicht niet- und nagelfest war. Ein weiteres Indiz dafür, wie gering das Ansehen des einstigen Fussball-Messias inzwischen ist. Das einzige Transfergerücht zu Ballack stammt von einer Regionalzeitung namens «Mannheimer Morgen». Das Blatt berichtete, der 35-Jährige stehe auf dem Wunschzettel des spanischen Erstligisten Real Mallorca. Auf der Insel zu enden, die deutschen Pensionären, nicht aber deutschen Fussballern als das Paradies schlechthin gilt, wäre eine weitere Demütigung für den Sachsen, der unter Bundestrainer Joachim Löw auf seinen 98 Länderspielen sitzenblieb und die 100 nicht mehr vollmachen darf.

Spielt Ballack inzwischen wirklich so schwach, wie die Verantwortlichen in Leverkusen monieren, oder wirken bei ihm solide Leistungen einfach schlechter, weil er die Latte im Verlauf seiner Laufbahn so hoch gelegt hat? Die Datenbank des Fachmagazins «Kicker» jedenfalls spricht für die zweite These, sie stellt Ballack ein durchaus solides Zeugnis aus. Mit einem Notenschnitt von 3,71 ist er der zweitbeste Mittelfeldakteur von Bayer Leverkusen – noch vor dem aktuellen Nationalspieler Simon Rolfes – und die Nummer 7 in der gesamten Klub-Hitliste.

Während der Komiker Matze Knop in der Rolle von Schalke-Trainer Huub Stevens schon witzelt, Ballack solle doch ins «Dschungelcamp» gehen, empört sich der frühere Bayern-Profi und Nationalspieler Mehmet Scholl über die Demontage des einstigen Fussball-Denkmals. «Was mit Ballack passiert, ist eine Frechheit», sagte Scholl gegenüber der «Bild»-Zeitung. Dabei sei er durchaus kein Vertrauter des Gescholtenen. «Ich finde es einfach unpassend, dass seine grossartige Karriere mit vielen Titeln auf den aktuellen Ist-Zustand reduziert wird», so der ARD-TV-Experte, der 1996 mit Deutschland Europameister wurde.

Scholl trifft mit seiner Kritik den Kern der Sache. Ballack hat sowohl für Bayer Leverkusen als auch für den Deutschen Fussball-Bund mehr geleistet als jeder andere Spieler der letzten 15 Jahre. Ihn schlecht zu machen, ist so, als würde man hierzulande den vierfachen Skisprung-Olympiasieger Simon Ammann nach durchschnittlichen Sprüngen in der Luft zerreissen. Ohne Ballack wäre der deutsche Fussball in der ersten Hälfte des vorigen Jahrzehnts in eine tiefe Depression verfallen, der er wohl nicht mehr so schnell entronnen wäre. Wäre der Motor des deutschen Spiels 2002 im WM-Final gegen Brasilien nicht gesperrt gewesen, hätte das DFB-Team vielleicht gar seine vierte WM-Krone gewonnen.

Als Liebhaber des deutschen Fussballs würde ich den verdienten Kämpen Ballack auch in der kommenden Saison gerne in der Bundesliga sehen – und noch zweimal im Trikot der Nationalelf. Die Marke von 100 Länderspielen wäre ein würdiger und verdienter Abschluss seiner grossen Laufbahn. Und bevor Ballack nach Mallorca geht, soll er lieber noch einmal im Osten Deutschlands seine Pässe schlagen. Dort würde man ihn sicher mit offenen Armen empfangen. Beim Zweitligisten Dynamo Dresden genauso wie bei seinem ersten Profiverein, dem heute drittklassigen Chemnitzer FC.


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53 Kommentare zu „Mehr Respekt vor Ballack, bitte!“

  1. Pat Geering sagt:

    Na ja. Gibt keinen Grund den Ballack für diese Situation zu bemitleiden, höchsten dass er selber nicht merkt wenn der Zeitpunkt gekommen ist, loszulassen. Und dass etwas Überheblichkeit in seinen Aussagen und Taten drin ist, daran kann’s wohl auch nicht liegen dass er so tief fällt? Zweifelsohne hat er für den deutschen Fussball viel geleistet, aber mit seinem Gebahren und seiner Meinung, dass es ohne ihn nicht geht, hat er innert kürzester Zeit einen grossen Teil davon wieder kaputt gemacht. Deutschland hat zur Zeit so viele junge und begabte Spieler wie schon lange nicht mehr und mit diesen Spielern hat sich auch die Spielanlage hin zu einem technischen Stiel verändert. Und Ballack gehört unterdessen halt nun mal zum alten Eisen welcher noch den alten Stiel vertritt. Und wenn man die Zeichen der Zeit nicht erkennen will, weil man so von sich selber überzeugt ist, dann ist dies egozentrisch und nicht im Sinne des deutschen Fussballs. Also selber Schuld wenn er so tief fällt. Das einzige was er jetzt noch tun kann um zu retten was noch zu retten ist von seinem Ruf, wäre jetzt sofort die Karriere zu beenden.

    • Peter sagt:

      Michael Ballack hat über Jahre in all seinen Clubs auf höchstem Niveau gespielt und er verdient Beseres als von einem durchschnittlichen Trainer und Sportchef eines erfolglosen Vereins demontiert zu werden. Bei seiner Verpflichtung hat man schließlich gewusst dass man einen Superstar holt und nicht ein Talent das noch leiicht zu formen ist, und ob von denen zur Zeit hochgelobten jungen Spieler je einer auf eine solch erfolgreiche Karriere zurückblicken wird bezweifle ich.

      • Hank Towler sagt:

        @Peter. Stimme Dir 100%ig zu.
        @Pat Geering: Das “alte Eisen”, wie Du Ballack nennst, hat von Leverkusen zu keiner Zeit eine echte Chance erhalten, sich von seinen zwei schweren Verletzungen zu erholen. Selbst die eigenen Fans haben schlussendlich gemerkt, dass Ballack zu unrecht kritisiert wurde. Er war in den entscheidenden CL Spielen sogar der einzige, der konstante Leistungen gebracht hat. Trainer Dutt stand nie hinter Ballack, da dieser wegen einer Vorgeschichte (zu dessen Freiburger Zeiten) ein zerrüttetes Verhältnis zu Ballack hatte. Es kommt auch immer mehr zum Vorschein, dass Dutt selbst mit seiner Aufgabe überfordert ist. Dutt mag ein guter Ausbildner sein, aber einen Klub wie Leverkusen ist einfach eine Nummer zu gross für ihn. Anyway… Und das Löw nicht unbedingt ein “loyaler” (um nicht “linker” zu sagen) Trainer ist, sollte jedem Kenner des deutschen Fussballs bekannt sein. Löw lässt Spieler fallen, wie es ihm gerade passt. Intriegen inbegriffen. Dafür gibt es unzählige Beispiele.
        Ich denke, Dein Fussballsachverstand ist relativ Bescheiden. An Deinem Kommentar kann man erkennen, dass Du zuviel den Blick zitierst. Mir sind deshalb Aussagen von richtigen Kennern (Scholl, Netzer, Stevens, Klopp oder Mourinho) der Materie wichtiger, als “billiges Geschwätz”. Hier in England wurde Ballack stets kritisch betrachtet. Doch er hat in der Liga noch immer höchsten Respekt, weil er ein richtiger Leader ist und sich nie zu schade war, sich voll einzusetzen. Würde Ballack in der Schweiz spielen, die SL hätte wieder ein Zugpferd und würde das Ansehen der lausigen Liga gewalltig verbessern! Und dieser Ballack wäre das Eintrittsgeld Wert. Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Das Einzige das ihn hindert Weltklasselistungen zu zeigen, sind die unausgeheilten Verletzungen. Schade, aber das gehört zum Berufsrisiko und hat mit dem Alter nur bedingt etwas zu tun.

  2. H. Zurbuchen sagt:

    Ich finde auch, dass Ballack ein besseres Ende verdient hätte. War er doch als Spieler teilweise genial. Aber so wie die Verantwortlichen in Leverkusen reagieren, wird er sich auch daneben verhalten haben…

  3. blackball sagt:

    Herr Kühn, Sie und M.S. unterschlagen dass M.B. an seiner Situation selber Schuld trägt. Gerade an der WM2010 hat man deutlich gesehen, dass die N11 ohne M.B. besser gespielt hat. Man muss J.P.B. bis heute dankbar sein, dass er M.B. damals umgeschubst hat. M.B. passt nicht mehr in das Anforderungsprofil, welches J.L. an N11-Spieler stellt, menschlich wie spielerisch. Wer Offizielle des DFBs in aller Öffentlichkeit als “Obertucke” bezeichnet, hat in der N11 sowieso nichts zu suchen. In diesem Zusammenhang sollte man vielleicht auch die Rolle des Beraters von M.B. hinterfragen.

    M.B. ist eine Heulsuse allererster Güte. Man hat ihm seitens DFB mehrmals angeboten, dass er die 100 N11-Spiele voll machen kann. Anstatt einzulenken und sich einen wirklichen Abschied zu verschaffen, hat M.B. es vorgezogen, in aller Öffentlichkeit die zickige Diva zu geben. Dass ihm das jetzt um die Ohren fliegt, dürfte selbst Sie nicht erstaunen. Grosse Spieler verhalten sich anders und treten mit Würde ab.

    M.B. hat international übrigens keinen einzigen Titel gewonnen … und ich freue mich auf die EM2012, ohne M.B.

    • Rene Botteron sagt:

      Hi Blackball
      Genau so ist es, dass nicht nur die anderen eine Schuld an diesem unschönen Abgang haben, sondern auch Ballack selbst. Was hat denn Ballack in seiner Karriere ausser den Titeln bei Bayern München gewonnen? So ziemlich nichts, wo er selber die Kohlen aus dem Feuer holte. Denn wenn es darauf ankam, versagte Ballack immer. Beispiel gefällig: An der EURO 2008 beim Halbfinal gegen die Türkei war Ballack nur Mitläufer. Keine Impulse, rein gar nichts. Es waren Podolski, Lahm und Schweinsteiger, die das Spiel und den Sieg an sich rissen. Von Ballack rein gar nichts zu sehen! Klar er hat im Gruppenspiel gegen Österreich das entscheidende Tor geschossen, aber eben gegen die sog. Grossen und in den entscheidenden Spielen hat er (fast) immer versagt und nicht einen grossen Titel geholt. Und dass er immer am Heulen war, wenn was nicht lief, ist noch on top.

    • be! sagt:

      :) habe diesem Kommentar nichts mehr hinzuzufügen, ausser: K.P.B und nich J.B. :P

    • blackball sagt:

      Der Spiegel meint dazu http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,812481,00.html

      Mindestens Lesenswert.

    • rreidt sagt:

      absolut richtig, nichts hinzuzufügen. J.L. hat es sehr zeitig erkannt wie auch bei T.F., auch Bremen ist nach seinem Abgang aufgeblüht. Der heutige schnelle Fussball ist nichts mehr für diese Generation von Fussballern !

  4. udo lattek sagt:

    Ballack sollte seine Karriere beim FCZ ausklingen lassen… da hats der Ballack nicht mehr so schwer…dann braucht der fcz endlich den Aegi nicht mehr…die hätten endlich einen Leader, eine 10, und einen Grund den “verruckte cheib” Magnin in die Wüste zu schicken….

    • Rene Botteron sagt:

      Bravo Udo – speziell der zweite Teil des Kommentars kann ich nur supporten: Tschüss Aegerter und Ciao Magnin und mir würde es wieder soooooo viel besser gehen! Merci

      • Nino sagt:

        Nach den vielen Abgängen, der FCZ hätte jetzt Platz für Ballack auf der Auswechselbank.

        • Rodolfo sagt:

          Nino: Wenn Ballack zum FCZ käme wäre er sicher der Beste Spieler und
          könnte alle ersetzten, heute noch mit seinem Alter.

          • Nino sagt:

            Rodolfo: Da bin ich nicht deiner Meinung. Fussball ist ein Mannschaftssport, da muss auch das menschliche stimmen. Ein Ballack würde nicht ins Team passen. Beim Werdegang von Ballack wäre es für ihn besser, weit weg von Deutschland seine Karriere ausklingen zu lassen, am besten für alle in den USA. Die Zeit von ausgelaugten Altstars in der Schweiz ist vorbei, das war früher mal!

  5. Peter Moser sagt:

    Von Fussball versteht der Tagi bekanntlich ja nicht viel.
    Real Mallorca ist fussballerisch mindestens auf Augenhöhe mit Leverkusen und wäre eine reizvolle Adresse – in der Primera Division kann man gegen 15 der weltweit 20 besten Fussballer spielen (Messi, Xavi, Iniesta, Cristiano Ronaldo, Casillas, Ramos, Oezil, Alves, Fabregas, Alexis, Puyol, Piquet, Benzema, Valdes, Sodado, Falcao etc.) – In der Bundesliga spielen diese Ausnahmekönner mit Ausnahme von Robben ja bekanntlich nicht.

  6. Franz sagt:

    Bin ganz der Meinung des Autors. Es gehört sich einfach nicht, einen Spieler so öffentlich zu demontieren, wie das Holzhäuser und Völler tun. Das wird auf diese beiden noch zurückfallen. Der Trainer hat ja ganz offensichtlich nichts zu sagen.

  7. Wishaw Thomas sagt:

    Scholl hat recht und Herr Kühn möchte Ballack in “seinem” Verein, Dresden, spielen sehen. ;-) Könnte Dresden mit Angeboten aus den USA, Katar oder Saudiarab. denn mithalten? Wohl kaum.

  8. Wishaw Thomas sagt:

    ps. Ich bin gespannt wenn mehrere Spieler Deutschlands vor der EM ausfallen, wie und ob die negative Stimmung der Verantwortlichen bei DFB, gegenüber Ballack, ändern wird. ….vielleicht erfahren wir es nie.

  9. Marius sagt:

    Ich glaube, für Ballack wäre es schlicht zu blöd, zweimal ein Schaulaufen in der Nati mitzumachen um die Statistik aufzurunden. Das wäre definitiv Zirkus. Die Zahlen sprechen eh für ihn, es gibt in der Nati kein Mittelfeldspieler, der je mehr Tore geschossen hat als er. Jetzt hält er die Klappe, verdient seine 6 Mio. im Jahr und macht dafür seinen Job. Wenn er sich auf das Theater gar nicht einlässt macht er das einzig richtige. Er provoziert ja gar nichts, er lässt einfach nicht alles mit sich machen. Und was sein Ego betrifft, wenn man im Fussball nicht überzeugt von sich selbst ist, dass ist man verloren.

  10. Nino sagt:

    Ich kenne Ballack nur aus den Medien, ich bin kein Ballack Freund, der Grund mag in seiner ‘schlechten, provozierenden,überheblichen’ Körpersprache liegen, aber auch als Spieler fand ich ihn immer überschätzt. Eine gewisse Klasse kann man ihm trotzdem nicht absprechen und eine Zeitlang war er eine gefragte ‘Figur’ im deutschen Fussball und Nationalmannschaft. Es scheint viel Geschirr zerschlagen zu sein und Ballack wird einen Teil dazu beigetragen haben. Ballack muss akzeptieren dass seine Zeit als Spieler mit 34 Jahren vorbei ist, er seinen Zenit überschritten hat und andere, junge ihn ersetzt und überholt haben. Er hat den richtigen Zeitpunkt für einen guten Abgang (fast) verpasst, sein Ruf ist dementsprechend schlecht. Ich vermute dass er das weiss, über sich selber frustriert ist, er das aber nicht wahrhaben will. Jetzt benimmt er sich wie ein kleines Kind, spaziert über den Platz wie eine Diva und sieht aus wie eine beleidigte Leberwurst. Das ist Spitzensport, die Leistung zählt, er hat gutes Geld verdient, als es gut lief war er war immer der ‘Star’, nun ist er nicht mehr im Mittelpunkt, kein ‘Schwein’ interessiert sich noch über den Fussballer Ballack, er ist jetzt der Depp der Nation, also zuerst Hochgejubelt und gefeiert, dann fallen gelassen und vergessen wie eine faule Tomate. Er muss mit dem Ende seiner Laufbahn und dass er bald von fast allen vergessen sein wird fertig werden, mit diesem Problem konnte er sich in den letzten 15 Jahren genügend auseinandersetzen. Die USA und somit Luftveränderung würden Ballack gut tun sowie soll er selber einen Schritt auf den DFB, Löw etc. zugehen und die Friedenspfeife rauchen sowie sich mit der Situation abfinden! So kann er sich doch noch als positiven ‘Typen’ in der Deutschen Fussballgeschichte verewigen!

    • Reto Meier sagt:

      Dass du weder Ballack noch die deutsche Liga noch irgendwas anderes aus Deutschland magst, hat hier mittlerweile jeder mitbekommen. Eventuell sollt man dann eben doch mal den Rassenhass beiseite legen. Auch in der Schweiz!

      • Nino sagt:

        @Reto Meier: In meinem Kommentar geht es einzig um Ballack, im Moment ist sein Verhalten unmöglich und abgehoben! Meine Meinung, …was soll daran Rassenhass sein?

  11. T. Vögeli sagt:

    Der Fussball, den die Profis spielen, hat doch schon lange nichts mehr mit Sport zu tun – es ist ein knallhartes Geschäft. Insbesondere, wenn es um das finanzielle geht.

    Ballack ist stets dem Geld hinterher gelaufen. Wenn es etwas einbrachte, sogar ins Ausland.
    Auch sieht man sein Gesicht regelmässig bei diversen Werbeeinblendungen.
    Warum sollte ihm da ein Fussballfan noch seiner alten Leistungen wegen hochhalten?
    Die Zeit ist schnelllebig – heute zählt nur noch das Jetzt, die heutigen Leistungen.

    Ballack hat sich doch hinsichtlich Heulsusengehabe und einer gewissen Arroganz selber ins Abseits gestellt.
    Wer in diesen Dimensionen verdient, sollte schon ein wenig mehr aushalten können.
    Er at genug verdient. soll er docjh aufhören.

    Die, die nun am lautesten jammern, dass die Vergangenheit nicht erücksichtigt wird, sind doch die, die am lautesten schreien, wenn es darum geht, Neues oder Veränderungen zu fordern

    • Wishaw Thomas sagt:

      So so, Ballack ist stehts dem Geld hinterher gelaufen! FALSCH!
      Einen bessern Karrierenaufbau wie seiner, werden sie nicht so schnell wieder finden. (vorallem bei der heutigen Jugend)
      1983-1997 Chemintz
      1997- 1999 Kaiserslautern
      1999 – 2002 Leverkusen
      2002 – 2006 Bayern
      2006 – 2010 Chelsea
      2010 – 2012 Leverkusen
      Bei Chemnitz, Kaiserslautern, Leverkusen u. Bayern hatte er immer lukrativere Angebote, sie aber auch abgelehnt -zwecks
      Karriereaufbau!
      Und nein, ich bin kein Fan von ihm.

      • Nino sagt:

        Woher wissen sie von lukrativeren Angeboten….? Ich meinte doch schon, dass finanzielles wirklich Privatsache ist, auch bei einem Ballack….., was bedeutet, dass ihr Kommentar eine Vermutung ist oder sie sind Ballack persönlich!?

        • Wishaw Thomas sagt:

          Mein Kommentar eine Vermutung? Ja stimmt!.. die ganze die Karriere von Ballack ist eine Vermutung!

          Ich habe es mehrmals gelesen, gehört aus Diskussionssendungen / Interview`s (Manager, den jeweiligen Sportchef , Ballack, Präsidenten usw…) über Jahre. Natürlich glaube ich auch nicht alles was von Spielern und deren Managern gesagt/gelavert wird! Und ja ich weiss es nicht zu 100%! Falls sie mir trotzdem nicht glauben…dann bin ich Ballack persönlich …auch wenn ich es nicht sein will.
          Gruss mit Zucker obendrauf!

  12. Ronnie sagt:

    Ich finde diese Theater um Ballack völlig überflüssig! Zudem hat Ballack sehr viel selbst dazu beigetragen, dass sein Image nun etwas leidet und es scheint, dass er ein sehr schwieriger Charakter ist und sich völlig überschätzt oder zumindest falsch einschätzt! Er hat sich bei Leverkusen nochmals einen hochdotierten Vertrag ausbedungen aber nie wirklich entsprechende, konstante Leistungen gezeigt! Schon bei Chelsea war Ballack nicht mehr wirklich top und sass oft nur auf der Bank! Bemittleiden muss man ihn aber auf keinen Fall, denn er bekommt immer noch viel Schmerzensgeld und wäre gut beraten entweder zurück zu treten oder dann einfach die *Schnauze* zu halten! Man kann im Sport definitiv nicht auf der Vergangenheit oder Lorbeeren ausruhen und irgendwann ist die Zeit halt für jeden vorbei. Dies zu akzeptieren ist bestimmt nicht einfach und benötigt halt auch etwas *Grips* und Charakterstärke!

    • Franz sagt:

      Wie viele andere deutsche Spieler haben sich in der Premier League durchgesetzt? Und dies in einer Spitzenmannschaft, in einer Schlüsselrolle? Das ist nun mal noch eine Stufe höher als die BuLi. Und wie viele von den heutigen jungen Wilden würden den Sprung schaffen?

  13. Franz Melliger sagt:

    Sehr guter Artikel. Muss eigentlich nicht mehr viel hinzugefügt werden. ;)

  14. Poldi sagt:

    Kann mich den Ballack-Kritikern nur anschliessen; allen voran Pat Geering, der übrigens ein exzellenter Schiedsrichter ist. Fakt ist: MB hat immer sein Ego vor allen anderen gestellt; das gilt für Trainer, Mitspieler und Vereinsverantwortliche. Bei Bayern ungeliebt und unrühmlich gegangen (Hinhalte-Taktik), bei Chelsea oft umstritten und als Krönung der verpasste Abschied aus der NM. Also wer ein Topspiel gegen Brasilien als unwürdig und “Farce” für sein eigenes Abschiedsspiel bezeichnet, dem ist nicht mehr zu helfen! MB hätte spätestens im Sep. 2010 nach seiner 2. schweren Verletzung zumindest mal freiwillig die Kapitänsbinde abgeben müssen. Dies hätte alle unseeligen Diskussionen beendet und er stände als grosser Sportsmann da. Die Elf von SAF 2010 hat ohne ihn ein überraschend starkes Turnier gespielt, seine Positionen im MF sind mit aufstrebenden, erfolgreichen Spielern (die dann bspw. Verträge bei Real bekamen) besetzt, er selber verletzt. Aber nein, wie mein 3-jähriger Sohn hält MB an der Kapitänsbinde wie ein Spielzeug fest, nur allein um Löw auflaufen zu lassen und am Ende als “Opfer” dazustehen.
    Aktuell waren die Aussage von Holzhäuser sicherlich unpassend, da man so etwas nicht öffentlich austrägt. Aber in der Sache waren sie leider richtig: 1. hat MB mal wieder divenhaft bei einer Auswechslung reagiert, dann hat er trotz Bitte des Klubs, das Verhältnis zu Dutt mal öffentlich in ein rechtes Licht zu stellen, dies einfach verweigert.
    Und dass er mit seinem Berater Michael Becker, der wie erwähnt von Ballack unkommentiert den Stab der NM beleidigen darf, wohl nicht den richtigen Mann an seiner Seite hat, ist auch offensichtlich.

    Schade um eine gute, wenn nicht gar grosse Karriere. Aber ihn nur auf Grund der aktuellen Aussage in Leverkusen als Opfer zu sehen, ist unangebracht.

    • Rouz sagt:

      Hinweis: in Fussballkreisen steht die Abkürzung SAF nicht für Südafrika, sondern für Sir Alex Ferguson. Hatte mich schon gefragt, was denn nun ManU mit Ballack zu tun hat ;-)

  15. Gery Weibel sagt:

    Ballack ist geistig ein Klon von Lothar Matthäus, damit ist sein weiterer Lebensweg vorgezeichnet. Mit Respekterweisungen darf getrost sparsam umgegangen werden.

  16. Gerber André sagt:

    Ich habe Ballack vor Wochen ja dem FCZ vorgeschlagen…… aber vermutlich ist er für einen CH-Klub ausser Basel immer noch zu teuer, vor allem auf der Lohnliste….!

  17. giuri sagt:

    Ich fand Ballack immer überbewertet. Nicht schlecht, aber einfach nicht der geniale Spielmacher, zu dem man ihn hochstilisiert hat. Mitunter hätte man denken müssen, Ballack sei eine Art deutscher Zidane, und irgendwie bekam ich zunehmend den Eindruck, dass Ballack das mitunter selbst dachte. Er hat weder sonderlich viel gewonnen, noch sonderlich oft wirklich eine führende Rolle übernommen wenn es richtig wichtig wurde. Er war auch in seiner zentralen Rolle mangels Alternativen, und als es Alternativen gab (2010) vermisste ihn niemand.

    Sooo schlecht ist Mallorca übrigens auch nicht. Die Mannschaft würde in der Bundesliga wahrscheinlich ganz gut mithalten.

  18. Peter E. M. Schudel sagt:

    Mit keinem anderen Fussballprofi ist jemals so umgegangen worden, wie mit Ballack. Alle hier, welche jetzt den “modernen” Fussball als Argument bringen, haben wohl vergessen, dass Ballack jahrelang die Stütze des FC Chelsea war und dies zusammen mit den tchnisch begabtesten Spielern der Welt! Aber eben, Deutsche haben ein jämmerliches Gedächtnis. Und dann Jogi Löw: Charakterlich unter jeder Sau, wie er ihn abserviert hat! Wie kann man ernsthaft diesen grossartigen Führungsspieler auf der Bank schmoren lassen. Lieber FCZ, holt ihn sofort an die Limmat. Ihr könnt sein Glanz und Genie momentan gut gebrauchen…

  19. andre laufer sagt:

    ich finde es absolut nich richtig / gerecht wie mit micha umgegangen wird, but this is the buisness…. lange rede kurzer sinn: komm zu dynamo!!!! dresden kann dich gebrauchen!!!! habe fertig.

  20. Boris Bingo sagt:

    Ginge es lediglich um vergangene, sportliche Verdienste, müsste beispielsweise ein Lothar Matthäus Trainer der deutschen Nationalmannschaft UND des FC Bayern München sein. Ballack dürfte sich ruhig einmal ein Beispiel an (um ein Jahr jüngeren) Raul nehmen, der auf eindrückliche Art und Weise demonstriert, wie man eine erfolgreiche Profikarriere ausklingen lässt. Nämlich mit Dankbarkeit, Bescheidenheit, Höflichkeit und nach wie vor mit viel Einsatz. Wie Ballack, gewann auch Raul nie einen Titel mit der Nationalmannschaft, trotzdem wird der Spanier nicht als “Loser” tituliert.

    Ich behaupte ja, dass diese Wahnsinns-Löhne von Fussballprofis Schmerzensgeld schon beinhalten. Das gilt sowohl für physische als auch psychische Schmerzen. Deshalb gilt für Ballack: Machs wie Raul oder “ab-in-den-urlaub-mit-lodda.de”.

  21. Chris Chelios sagt:

    In der Sueddeutschen hatte es gestern einen Artikel der meine Meinung zum Thema viel besser widerspiegelt. Ballack ist in erster Linie selber schuld an seiner Situation, er kassiert wie ein Weltsta, bringt Leistungen wie ein Durschnittspieler und verhält sich dazu noch wie eine Diva. Kein Wunder, dass er mit Völler noch seinen letzten Fürsprecher verloren hat.

  22. Buschbrenner Rudi sagt:

    Real Mallorca wäre eine Demütigung??? Ausser vielleicht den selbstverliebten Bayern gibt es keinen deutschen Club der RM auch nur annähernd das Wasser reichen kann! Die Primera Div. ist Weltklasse, die BuLi ein Mediengebilde! Nur für Herrn Kühn ist es attraktiver wenn einer bei Dynamo Dresden spielen kann als gegen den mehrfachen Weltcup, Supercup, CL-Gewinner etc.. Willkommen in der Fussballwelt Herr Kühn oder ab nach DE!

    • Gela Bucher sagt:

      Real und Barca sind Weltklasse. Mit dem Rest können Vereine wie Schalke oder der BVB locker mithalten. Und spannender ist die deutsche Bundesliga sowieso. Aber es ist halt die deutsche Bundesliga und die kann ja nur schlecht sein, nicht wahr?

      • Buschbrenner Rudi sagt:

        Genau deswegen hat der DE-Meister ja im vergangen Jahr in der Europa League und in diesem Jahr in der CL dermassen geglänzt!

        • Mämä Sykora sagt:

          Eine einzelne Mannschaft ist nie ein Hinweis auf die Stärke einer Liga! Auch Manchester United ist ausgeschieden, ist die Premier League also auch sackschwach? Dortmund mag keine Stricke zerrissen haben in den letzten zwei Jahren, dennoch holte Deutschland 2009/10 am meisten Punkte überhaupt für die 5-Jahres-Wertung, letztes Jahr stand Schalke im Halbfinale der CL, und dieses Jahr kamen 2 von 3 eine Runde weiter, dazu qualifizierten sich beide Europa-League-Teilnehmer für die K.o.-Phase.

          • Nino sagt:

            Mämä: Deine Feststellung ist ebenfalls nie ein Hinweis auf die Stärke einer Liga! Kommt doch immer noch drauf an gegen welche (schwachen) Gegner oder mit wieviel Glück man sich qualifiziert hat, auch die jeweilige Tagesform spielt eine Rolle etc. ! Zugegeben die Bundesliga gehört zu den besseren Ligen Europa’s unbestritten, von der Vermarktung her vor Allem. Aber es gibt vom Niveau her eben noch ein paar Bessere! Warum setzen sich Deutsche Fussballer im Ausland nie richtig durch……, fehlt es an Technik und taktischer Ausbildung, sind sie zu hüftsteif…..?

          • Mämä Sykora sagt:

            Der Hinweis ist die 5-Jahres-Wertung. Ja, es gibt bessere Ligen als die Bundesliga, nämlich die englische und die spanische. Genau so ist es in dieser Wertung abgebildet, und seit 5 Jahren stimmt diese Rangliste – mit Ausnahme der erwähnten Saison 2009/10 – immer: Jedes Jahr holen englische Klubs am meisten Punkte, am zweitmeisten die spanischen, am drittmeisten die deutschen. Da ist Tagesform, Losglück und alles andere total egal, das gleicht sich aus über eine so lange Zeit.
            Zum zweiten Teil: Wo setzen sich denn englische Fussballer im Ausland durch? Wer selber eine starke Liga hat, hat wenig Interesse daran, ins Ausland zu wechseln. Und wie hüftsteif die deutschen Fussballer derzeit sind, sieht man anhand der aktuellen Nationalelf…

          • Wishaw Thomas sagt:

            …..auch bei den Schulden sind diese beiden Ligen top! …da kann die Bundesliga nicht mithalten! …wo wir wiederum bei der “Verfälschung” der CL- und Euro-Leaque sind.

          • Kraft sagt:

            Mämä, Zahlen gegen Ideologie, den Vergleich verlierst Du leider in 9 von 10 Fällen. Das Publikum ist noch nicht so weit und wird es wahrscheinlich auch nie sein. Es gibt genügend historische Beispiele von Fussballern, die sich im Ausland durchgesetzt haben (zB in Italien als die Serie A noch die beste Liga der Welt war, später in England mit Riedle, Hamann, Klinsmann, Babbel). Aktuell sind sowohl Perspektiven als auch Löhne in der BuLi genügend kompetitiv, um die Top-Spieler zu halten. Die wenigen, die gehen, setzen sich auch durch (Özil, Kevin Prince Boateng, sogar Mertesacker, und auch Khedira würde bei 90% der Vereine in England und Spanien einen Stammplatz haben).

          • Nino sagt:

            Mämä und noch zusätzlich…. : Wieder so eine (gefälschte) Statistik, es ist doch so, dass aus Ländern wie England, Spanien und Deutschland viel mehr Vereine an diesen Wettbewerben teilnehmen und so auch mehr Punkte holen können…!!! …und zum Zweiten: England hat m.M. die Liga mit dem höchsten Niveau und den höchsten Salären, aber es spielen dort praktisch nur Ausländer…!!! Fussball ist ein Mannschaftssport, es ist wahr, dass Deutschland im Moment einen attraktiven Fussball spielt. Bei 16 Bundesliga–Clubs ist es also doch möglich, mindestens 11 nicht hüftsteife Spieler zu finden!

          • Mäsi sagt:

            Nino, Nino. Erst informieren, dann jammern!
            Die erspielten Punkte werden durch die Anzahl teilnehmenden Teams des Landes geteilt.

            England und Spanien (und Italien) hatten diese Saison je 7 Startplätze, Deuschland deren 6. Jetzt kommt das spannende. Jenes Land mit weniger Startplätzen wird tendenziell sogar bevorteilt! Denn das 7. Team ist in der Regel kein fleissiger Punkte-Sammler. Wenn dies nun also wenig Punkte holt, werden die Ligen mit 7 Startplätzen benachteiligt, weil die Punktzahl durch 7 geteilt wird. Ein Vorteil ist es definitiv nicht!

            Dies trägt auch zu jenem Effekt bei, dass die Schweiz mal 4 und mal 5 Teams stellen darf. Bei 5 Teilnehmenden sackt das Rating traditionellerweise ab, bei 4 schnellt’s nach oben – aus eben genannten Gründen.

  23. Franz sagt:

    Die BuLi verdient ihren 3. Platz nach Primera División und Premier League auch deshalb, weil sie ihre Spitzenkräfte zum grösseren Teil nicht importiert. Besonders gegenüber der Insel ist dieser Unterschied krass, was sich in der Stärke der Nationalmannschaften niederschlägt.

    • Nino sagt:

      ..wieviele Deutsche sind bei Bayern Stammspieler? Stimmt, in England spielen praktisch nur Ausländer…!! Ich finde die finanziellen Auswüchse auch nicht mehr interessant…! Was spricht dagegen, Weltweit das Ausländer Kontigent pro Verein auf max. 3-5 Ausländer zu beschränken..? Meiner Meinung nach käme dies vor allem kleineren Ländern zugute und zusätzlich wäre dann Weltweit die Konkurrenz grösser und breiter gefächert als heute, wo heute doch immer nur Barca, Real, Chelsea, ManU die Trophäen holen!

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