Beiträge mit dem Schlagwort ‘Konzert’

Zürich ohne Nazis

Réda El Arbi am Dienstag den 25. Oktober 2016
Neonazis findet man da, wo sie geduldet werden.

Neonazis findet man da, wo sie geduldet werden.

Es gibt in Zürich kaum noch Neonazis. Und die paar, die’s noch gibt, schleichen sich verkleidet und versteckt durch die Strassen. Alles andere wäre ungesund. Dass dies so ist, hat mit der Geschichte der Stadt zu tun. Während der 80er-Bewegung war Zürich weitherum das Zentrum für die linke Jugendbewegung, was es schwierig machte für die Glatzen. Der Typus, der sich einer Neonazi-Ideologie anschliesst, will sich in der Gruppe stark fühlen. Das geht irgendwie nicht, wenn man dauernd von anderen Gruppen die Fresse poliert kriegt. Die Anziehungskraft der Neonazis verlor an Wirkung.

Während der Bewegung gab es zwar noch Leute mit faschistischen und nationalsozialistischen Überzeugungen, sogar in der Belegschaft der Stadtpolizei, aber auch da wurde intern aufgeräumt. Den Rest erledigte die Stadt selbst. Bis in die Neunziger hielt sich noch ein kleines Grüppchen Neonazis im Niederdorf in und vor der Gräbli- und der Pumpibar, harmlose Leute im Ausgang terrorisierend.

Aber mit der Hausbesetzerbewegung, den Donnerstagsdemos im Dörfli, wurde das Leben als Nazi auch dort eher ungemütlich. Eine der Freizeitbeschäftigungen der Besetzer war es, die Typen um den Block zu jagen, gefolgt vom Bomberjackenverbrennen. Da überlegt man sich, ob man die gängige Mode der Nazis auf die Strasse trägt und man sagt seinem Coiffeur «Rundum etwas länger, bitte».

Und irgendwann um die Jahrtausendwende waren dann plötzlich ehemalige Linksaktivisten, geläutert und demokratisch, Teil der Stadtregierung. Da gibts nicht viel Platz für Nazis. Heute wird unsere Polizei von einem Linksalternativen geführt …

Natürlich haben wir noch Fremdenfeinde und Leute mit rassistischem Gedankengut in der Stadt. Aber es gibt einen Unterschied zwischen Nazis und normalen Fremdenfeinden oder Rassisten. Während die letzteren meistens nur dumm und verängstigt sind, zeichnen sich die ersteren durch tiefe, menschenverachtende Bösartigkeit aus. Die einen meinen «Ich bin ja kein Nazi, aber …», während die anderen «Sieg Heil!» brüllen.

Aber schon zu Kriegszeiten war Zürich keine Hochburg der Schweizer Nationalsozialisten. In Zürich erreichten die Fröntler damals unter 10 Prozent im Gemeinderat, während sie in der Ost- und Nordschweiz sehr grossen Zulauf hatten. In Schaffhausen erreichten sie einen Anteil von 30 Prozent bei den Ständeratswahlen. Und es gab nie eine wirklich starke, linke Gegenbewegung, die das korrigierte, während in Zürich die Gewerkschaften und die Sozialdemokraten immer schon stark waren, gefolgt von der Jugendbewegung.

Vielleicht liegt es daran, dass Oskar Freysinger eine Kriegsflagge des Deutschen Reiches in seinem Keller hängen haben kann, ohne dass dies politische Folgen für ihn hat. Das hat doch Signalwirkung bis nach Thüringen und Baden-Baden.  Vielleicht liegt es daran, dass die meisten Nazi-Aufmärsche und Konzerte in der Nordost- und Ostschweiz stattfinden, unbehelligt von Polizei und Linken. Sogar die paar letzten Neonazis in Hombrechtikon nahmen in den letzten 15 Jahren nie mehr den Zug in Richtung Stadt, sondern fuhren Richtung Rapperswil und weiter. Und noch heute trifft man an den Bahnhöfen in Frauenfeld und St Gallen gerne mal eine Glatze in Bomberjacke und mit «Amok»-Tshirt an. Unbehelligt.

Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Anständigen im Osten mal den Mund aufmachen. Dass sie diese Idioten nicht mehr in ihren Kneipen, an ihren Arbeitsplätzen und ihrem Umfeld dulden. Ich hätte nicht gedacht, dass ich in meinem Alter nochmals «Kein Fussbreit den Faschisten» proklamieren muss. Aber, liebe Freunde im Osten, es ist Zeit für euch, mal gegen das Nazipack aufzustehen, dann habt ihr dieses Problem in ein paar Jahren vielleicht auch nicht mehr.

Ach ja, alle Kommentatoren, die mir jetzt mit «linksextremer Gewalt» kommen: Haltet einfach mal den Latz. Es gibt einen Unterschied, ob ein paar wohlstandsverwahrloste Kids ein bisschen Randale machen, oder ob eine verbotenes, deutsches Terrornetzwerk in der Schweiz bei einem Konzert 150 000 Euro sammelt, um den Mördern der NSU die Anwälte zu zahlen. Es ist ein Unterschied, ob naive Kids mit dem Anzünden von Containern eine bessere Welt erreichen wollen, oder ob 5000 Nazis, die den Holocaust feiern, von «Blut auf den Strassen» und «Messer flutscht in den Juden» singen, während sie stolz die Hand zum Hitlergruss heben. Das eine ist vielleicht unangenehm, das andere ist krank.

Und weils so schön ist, hier wieder mal …

Zürich Openair: Das verlorene Woodstock

Réda El Arbi am Samstag den 30. August 2014
«Meh Dräck» forderte Chris von Rohr mal. Unser Autor kann ihn verstehen.

«Meh Dräck» forderte Chris von Rohr mal. Unser Autor kann ihn jetzt verstehen.

Ich will ja nicht wie einer dieser Typen erscheinen, die immer behaupten, früher sei alles besser gewesen. Aber seien wir ehrlich: Früher war alles besser.

Als Beispiel bieten sich grosse Rockkonzerte an, wie das Zürich Openair dieses Wochenende. Könnt ihr euch noch an die ultimative Parole des Wilden Lebens erinnern? Sex, Drugs & Rock’n’Roll? Dieses unbeschreibliche Lebensgefühl, das unsereins beschlich, wenn wir von Roadies von der Bühne wieder ins Publikum geworfen wurden? Bassisten, die für einen Stagedive den Bass auf die Bühne warfen? Schlägereien wegen unterschiedlichen Musik- oder Kleidergeschmacks? Zugehörigkeit?  Solches Zeugs eben.

Das Areal ist zweigeteilt: In den Campingbereich, wo die Besucher eigenes Bier und Essen konsumieren dürfen, und den Bühnenbereich, wo man kaufen muss. An der Eingangsschranke in den ganzen Bereich wird man nach Glasflaschen und Deos gefragt. Nein, sie haben keine Angst, dass man etwas gegen den authentischen Festivalgestank unternehmen will. Sie befürchten, dass die Besucher sich mit Deosprays selbst verletzen könnten. Die Fürsorge ist herzerwärmend. Ich bewahre meine Deos zuhause auch im Gefahrengut-Schrank auf.

Natürlich war früher nicht alles besser. Es gibt heute weniger Verletzte an Grossanlässen. Weniger Überdosen irgendwelcher Drogen, gute medizinische Versorgung. Manchmal ist heutzutage sogar das Toilettenproblem gelöst (meist sind  genügend Toiletten aber eher ein Anzeichen dafür, dass der Event floppt). Nur, welchen Preis fordert die bessere Organisation?

Das Festival wird von Getränkesponsoren gründlich von der Konkurrenz abgeschottet.

Das Festival wird von Getränkesponsoren gründlich von der Konkurrenz abgeschottet.

Zuerst einmal die Besucher: Besucher, die sich darüber aufregen, wenn eben nicht alles perfekt organisiert ist. Besucher, die sich über Wartezeiten nerven. Besucher, die nach der Security schreien, wenn ihnen ein Besoffener auf die Schuhe kotzt. Dabei weiss doch jeder, dass die Security dazu da ist, das Bier des Sponsoren vor Konkurrenz zu schützen. (Ein Wunder, dass Leuten, die versuchen lokales Zürcher Bier reinzuschmuggeln, nicht die Hand abgehackt wird.) Inzwischen sind Festivals ein Anlass für Leute, die Rock’n’Roll leben, indem sie ihre Handys vor der Bühne in die Luft halten. Zugegeben, viel mehr können sie nicht machen, da der Bereich um die Bühne heutzutage stärker gesichert ist, als das Podium des US-Präsidenten bei einer Rede in Afghanistan.

Die Hälfte der Zelte, die auf dem Areal stehen, sind von Sponsoren oder von Medienpartnern. Ganz wichtig sind die Bankomat-Buden und die Merchandising-Stände. Wenns regnet, schweben helfenden Engel der Gratiszeitungen herbei und offerieren gratis Regencapes, natürlich mit Werbelogo quer über dem Rücken. Hier kann kein Rock’n’Roll-Feeling aufkommen, wenn man das Gefühl vermittelt bekommt, man sei einfach nur Marketing-Zielgruppe in einem Openair-Einkaufszentrum. Selbst ein gutes Line-Up reisst da den Karren nicht mehr aus dem sauber abgedeckten Dreck.

Natürlich gibts am Festival auch eine Hippie/Hipster-Ecke, man will schliesslich woodstocken. Ihr wisst schon, lokale Trend & Homecraftshops mit mundgeblasenen Hipsterbrillen und fussgewirkten Batik-Pluderhosen zum Preis eines durchschnittlichen Monatslohns. «Wir waren schon cool, als «cool sein» noch lauwarm war.» Dort trifft sich auch die Szeneprominenz, wenn sie nicht gerade im abgesperrten VIP-Bereich Cüpli süffelt.

Hipster-Ausrüstung für Alle!

Hipster-Ausrüstung für Alle!

Dann die Acts. Ja, es gab echte Musiker, aber gefühlte 90 Prozent des Line-Ups bestand aus DJs. Man kann sich grundsätzlich fragen, was DJs an einem Openair verloren haben. Das Hauptproblem bei elektronischer Musik von DJs ab Konserve auf Live-Bühnen ist, dass sie einfach nicht abgehen. Kein Gitarrenzertrümmern, kein Zusammenbrechen vor Erschöpfung, nur lahmes «Händs up in die Är» und «I wanna sii iur Händs». Ehrlich, Rock’n’Roll ist das nicht. Es stört vielleicht nicht, wenn man sich in Clubs auf Ecstasy einen Wolf tanzt, aber Festivalstimmung kommt da keine auf. Rock’n’Roll ist hier so subversiv wie ein Che-Guevara-T-Shirt aus dem H&M.

Ok. Das hört sich jetzt sogar für mich sehr miesepetrig an. Und es ist wirklich nicht alles nur schlecht. Wenn man sich ganz nach vorne an die Bühne bemüht, von Bass und Band angeblasen wird und los tanzt, ist es, als ob man in einem eigenen Universum schwebt. Und wenn man sich danach wieder aus der Crowd löst, kann man den Blick zu Boden richten, wenn man nicht wie eine Gans  mit Werbebotschaften gestopft werden will.

Und der Blick zu Boden zeigt auch, was unserer Festival-Kultur fehlt: Meh Dräck. Zum Glück hilft da bei allen Schweizer Festivals das Wetter immer nach: Ohne den Schlamm wärs nicht mehr als ein netter Abend in einem Openair-Einkaufszentrum mit Hintergrundberieselung.  Ein wenig wie Dreirad-Fahren mit Helm in Rock’n’Roll-Disneyland.

PS: Wieso kämpfen diese Grossanlässe eigentlich immer mit roten Zahlen? Hier geben die Leute Non-Stopp Geld aus und trotzdem schaffen es die Organisatoren nicht, einen Teil davon in die Festival-Kasse umzuleiten. Da müsste mal einer die Sponsorendeals unter die Lupe nehmen. Und vielleicht die Journalisten, die sich vor lauter Freude über einen Gratis-Eintritt nicht mehr getrauen, kritisch über den Anlass zu schreiben.

Rolling Stones’ Grössenwahn

Réda El Arbi am Montag den 2. Juni 2014
I can't get no satisfaction: «Gebt mir mehr!»

I can’t get no satisfaction: «Gebt mir alles was ihr habt!!»

Alle jubeln, nur ich muss wieder mal den Miesepeter spielen. «Die Stones waren super gestern Abend» heisst es überall. Das sollten sie auch besser sein. Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts dagegen, wenn alternde Rockstars noch auf der Bühne stehen und ihre eigene Disney-Musical-Version  ihres früher gelebten Rocknroll an die Leute bringen. Es ist völlig in Ordnung, noch lange übers Haltbarkeitsdatum die immer gleichen Songs zu präsentieren.

Aber ich lasse mich nicht gerne von Multimillionären abzocken. Sechs Millionen Franken Gage für die alten Männer. Das heisst zwei Millionen für Jagger und dann je eine pro Bandmitglied. Das sind 600 Bands mit je einer Gage von 10 000 Franken, die das ganze Jahr in der Stadt auftreten könnten. Das sind zehn (10!) Hafenkräne für ein Jahr an der Limmat. So bekommt der Klassiker «I can’t get no satisfaction» eine etwas andere Bedeutung. Das ist Grössenwahn.

Noch Tickets für über 300 Franken.

Noch Tickets für über 300 Franken.

Dafür wurde lastwagenweise Material und Publikum in die Stadt gekarrt, die VBZ richtete Sonderfahrten ein. 50 000 Leute wurden ins Stadion gepfercht, um den notwendigen Umsatz zu generieren. Natürlich könnten Fans jetzt einwerfen, dass die Leute freiwillig Ticketpreise zwischen 160 und 350 Franken bezahlten, um diese Show zu sehen. Natürlich. Komisch wird es nur, wenn man bedenkt, dass viele dieser Rockfans und Altrocker für die Abzocker-Initiative gestimmt hatten, aber nichts daran finden, wenn ein paar 70-Jährige für 5 Stunden Arbeit (Vorbereitung und Bühnenpräsenz) über eine Million pro Person bezahlt kriegen. Ich persönlich würde 350 Franken für ein Ticket nicht mal dann bezahlen, wenn sie Beethoven, Elvis, Kurt Cobain, John Lennon und Jimmy Hendrix aus den Gräbern gezerrt und auf die Bühne gestellt hätten.

Die Musikindustrie argumentiert für die teuren Konzertgagen, indem sie den Rückgang von CD-Verkäufen anführt. Einverstanden. Ich bin auch bereit für ein Ticket 80 Franken zu zahlen, wenn damit garantiert ist, dass die Bandmitglieder einen anständigen Lohn kriegen und nicht neben der Musik noch irgendeinem anderen Job nachgehen müssen, der den kreativen Output schmälert. Doppelt soviel an jemanden zu zahlen, der bereits 300 Millionen auf dem Konto hat (Mick Jagger), kann mir auch mit noch soviel Personenkult nicht schmackhaft gemacht werden.

Nein, im Gegenteil. Die Stones sind ja auch noch am Verkauf von Merchandising-Artikeln in und um das Stadion beteiligt, wo man ihnen für billige T-Shirts aus asiatischer Produktion nochmals Geld in den Rachen werfen kann. Und auch tut. Zum Beispiel für eine dünne Lederjacke für 1500 Franken.

Noch was kaufen?

Noch was kaufen?

Ich hab mir vorgenommen, für die 160 Franken, die ich nicht für dieses Konzert ausgegeben habe, einige CDs von lokalen Bands zu kaufen. Und offenbar bin ich nicht der Einzige, der den Grössenwahn der Uraltrocker nicht goutiert: Das Konzert war nicht ausverkauft. Bis zum Schluss waren Tickets zu erhalten, auf dem Schwarzmarkt  vor dem Letzi brachen die Ticketpreise ein, um 20.30 Uhr war ein Stehplatz für rund 70 Franken zu ergattern. Ich habs trotzdem nicht gekauft.

Für 80 Franken: Schwarzmarktticket.

Für 80 Franken: Schwarzmarktticket.

Endlich wieder trüb und grau!

Stadtblog-Redaktion am Mittwoch den 9. Oktober 2013
Keine Blätter, die die Sicht aufs Wesentliche versperren. Herbst.

Keine Blätter, die die Sicht aufs Wesentliche versperren. Herbst.

Der Sommer ist kaum vorüber und die Zürcher jammern bereits wieder über den Hochnebel, das Wetter und den ganzen Rest. Dabei ist der Herbst mit seinem Nebel und der angenehm nasskalten Witterung wie eine Offenbarung: Es tummeln sich keine Menschenmassen im Freien, im Tram schwitzen die Leute nicht mehr aufdringlich (oder versuchen den Schweiss mit Umnengen billigem Deo zu vertreiben), die Grossanlässe sind endlich vorbei und man wird nicht mehr zu entfernten Bekannten auf die Dachterrasse genötigt, um billige Würste zu grillieren – kurz, der Herbst ist eine Wohltat. Wir vom Stadtblog haben einige Dinge herausgesucht, die den Herbst in Zürich zur besten Jahreszeit machen:

Wärme tanken
Erinnern Sie sich noch? Vor ein paar Wochen pilgerten noch Alle wie Lemminge in die Badis, um dort mittels Sonne und Hautkrebs langsam gemeinsam über die Klinge zu springen. Und für Sie hatte es natürlich keinen Platz mehr. Jetzt können Sie Wärme und Wasser ohne schädliche UV-Strahlung und fern jeglicher gebräunter Massen geniessen: Gehen Sie ins Stadtbad oder in die Sauna in der Badi Enge und tun sie etwas für Ihre Seele.

Winterspeck anfressen
Die Diätzeit ist endlich vorbei. Die Damen dürfen mit dem Kalorienzählen aufhören und müssen sich nicht mehr um eine Bikinifigur kümmern, die Männer können endlich ausatmen und müssen den Bauch nicht mehr einziehen. Die Zeit, in der man sich Takeaway etwas mitehmen musste, um mit Kollegen irgendwo in der Wildnis (Park, Seeufer, am Fluss) an der Sonne essen musste, ist vorbei. Jetzt kann man sich gemütlich in eine Beiz setzen und Wild oder Metzgete essen.
Aber nicht nur das: nichts zwingt Sie mehr, Ihre Abende in Gartenbeizen zu verbringen: Sie können Kürbisse direkt bei der Stadt kaufen und ihrer/m Liebsten eine Suppe zum Znacht köcheln. Rezepte finden Sie hier (mit Salbei) und hier (klassisch).

Trinken
Fertig mit den Drinks, die von wässrigen Gurken oder Crushed Ice verdünnt werden. Es ist Zeit für Heissgetränke! Gönnen Sie sich eine heisse Schoggi zuhause, kuscheln Sie sich auf dem Sofa ein und nippen Sie in der frühen Dämmerung an einer Tasse mit heisser Milch und einem Schoggitaucherli. Oder Sie bereiten sich einen Tee zu, langsam, wie in diesen japanischen Filmen. Das passende Gerät und die Kräuter kriegen Sie im LaCucina oder direkt hier.
S
ie sind noch nicht bereit für heisse Gemütlichkeit? Kein Problem, die Natur hat vorgesorgt! Herbst ist die Zeit, in der man Süssmost und Sauser trinkt. Frisch und aus städtischem Anbau bekommt man auf dem Hof von Herr Meyer an der Grenze zu Schlieren am Pestalozziweg Süssmost, für 1.40 Franken den Liter, frisch ab Automat.  Lecker! (Und beschleunigt die Verdauung.)

Geld ausgeben
Endlich kann man sich wieder mit mehr als zwei Kleidungsstücken vernünftig und modisch kleiden. Keine dünnen Männerwaden mehr, die aus Billabong-Shorts hervorstechen, keine Sommerfähnchen mehr, die mehr zeigen, als dass sie verhüllen. Und da wir natürlich die Freunde zu unterstützen wollen, die ihren Traum wahr gemacht und eine eigene Boutique in den Kreisen 3, 4 oder 5 eröffnet haben, kaufen wir ebendort ein.

Gescheites Zeugs
Auf unbequemen Stühlen draussen vor dem Xenix im Openair Kino sitzen und versuchen etwas vom Film mitzukriegen während die Sitznachbarn mental noch auf Barbetrieb laufen? Sich um die letzten Tickets fürs Orange Cinema am See prügeln? Nein, jetzt kann man wieder INS Kino, sich in weiche, grosse Sessel lümmeln und im Dunkeln mit der Begleitung knutschen. Oder jede Menge Kultfilme schauen. Oder wenn wir schon dabei sind: wollten sich nicht auch noch die Ausstellung von Martin Parr im Museum für Gestaltung ansehen? Nichts wie los.

Sich zu Hause einsperren
Endlich Schluss mit schlechtem Gewissen, dass einem zuhause beim Faulenzen überkommt, wenn draussen bei Sonenschein die Plätze und Badeanstalten vor lauter Menschen überquellen. Endlich mit gutem Gewissen Stunden im Pyjama vor der Glotze verbringen und Chips essen. Der Gang in die Videothek ist Auslauf genug. Und ja, Läden sind immer besser als ein Online Shops. Unsere Lieblinge in Zürich? Filmriss, Les Videos, Sphinx, Leihfilm.

Musik hören
Fertig mit Openairs voller Schlamm, verbrannten Nasen und unausprechlichen Drogen in fremden Leuten, die einem über die Füsse erbrechen. Die echte Konzert-Saison geht endlich wieder richtig los. Ein paar unserer Live-Highligths in den nächsten Tagen:

– 13.10.: Die Siebzigerrocker von Fleetwood Mac im Hallenstadion.
–  14.10: Der One-Man-Haudegen Bob Log III im El Lokal.
– 17.10.: Die sympathischen Allie im La Catrina.
– 20.10.: Jigga Jay-z im Hallenstadion
– 21.10.: Die warm groovenden Fat Freddy’s Drop im Komplex.
– 23.10.: Die Foals, volkshaus zürich
– 26.10.: Goldfrapp im Kaufleuten
– 27.10.: Mos Def im Stall 6

Und jetzt Sie! Warum genau geniessen sie den Herbst in Zürich? Und welches sind ihre liebsten Orte/Unternehmungen/Gewohnheiten? Diskutieren sie mit!

ÖV: Der Krieg der Düfte

Réda El Arbi am Sonntag den 30. September 2012
Zürcher Trams können durch die Menge an Parfüm in der Luft bei offener Flamme explodieren.

Zürcher Trams können durch die Menge an Parfüm in der Luft bei offener Flamme explodieren.

Ich bin ein eingeschworener Fan des Öffentlichen Verkehrs. Er ist grün, sozial und in Zürich auch meistens pünktlich. Der ÖV ist offenbar so gemütlich, dass die Benutzer oft vergessen, dass sie nicht alleine sind. Am Samstagabend, wenn alle unterwegs in die Clubs, an die Partys, in die Oper oder an sonst irgendein soziales Beieinandersein sind, grenzt eine Fahrt im Tram aber an Körperverletzung.

Das äussert sich dann in einem geruchlichen Miasma, welches die Parfümabteilungen eines jeden Einkaufstempels an der Bahnhofstrasse wie ein Erfrischungstüchlein duften lässt.

«Nein, du wirst durch noch mehr Axe-Deospay heut abend nicht mehr Frauen flachlegen», möchte man dem jungen Mann einbläuen, «bei dem Gestank brechen sie eher ohnmächtig zusammen.» Und dem älteren, scharfrasierten Mann mit seiner sehr jungen Begleitung: «Du bist nicht plötzlich 20, nur weil der Typ in deiner Aftershave-Werbung einen Waschbrettbauch und noch alle Haare hat!»

Ehrlich, schon jedes einzelne Parfüm, Aftershave oder Deo kann ganz alleine  schon zu Atemnot führen, das Gemisch würde bei der UNO als Giftgas auf die Liste der geächteten Waffen kommen.

Und offenbar handelt es sich vorallem Samstagabends um einen Wettstreit, wer die grösseren Mengen an Duftwaffen auffahren kann. Chanel No. 5 ist die bevorzugte Kanone für junge Mädchen, die andere mit ihrer Weltgewandheit umlegen wollen.  Ältere Damen schiessen mit weichen Blumendüften hinter Perlohrringen zurück. Es gibt offenbar nur ein Entkommen: Das eigene Parfümpotential muss höher sein. Die Leute denken wohl, dadurch gäbe es ein Gleichgewicht des Schreckens.

Grundsätzlich sind Parfüms dazu gedacht, dezent eine angenehme Atmosphäre zu verbreiten. Man soll sich wohlfühlen in der Nähe eines parfümierten Menschen, ohne genau sagen zu können, woran es liegt. Parfüm ist nicht dazu da, das andere Geschlecht zu betäuben, bevor man es in die Höhle schleppt.

Ich bin wirklich nicht empfindlich, was Gerüche angeht – ich bin Raucher – aber das Samstagabend-Miasma hat mich schon soweit gebracht, dass ich ausgestiegen und wieder nach Hause gegangen bin. Die Parfümdichte ist manchmal  so ausgeprägt, dass ich mir beim Verlassen des Trams keine Zigarette anzünde, aus Angst, die Dämpfe im Wagen könnten explodieren.

Können wir uns nicht friedlich darauf einigen, das es genügt, zuhause nur ein Mal auf den Sprühknopf zu drücken?


Street-Parade, na und?

David Sarasin am Dienstag den 7. August 2012

Die neue Durchgeknalltheit: Ein Techno-Fan feiert an der Street-Parade. Foto: Keystone

Als ob das mit Kokain verunreinigte Wasser uns nicht schon bis zum Hals stünde, rauscht jetzt auch noch die Street-Parade heran. Aber miesepetrig sein bringt selten etwas. Handeln dagegen schon: Entweder man flüchtet also aufs Land oder man findet sich mit den mindestens 500’000 zusätzlichen Besuchern ab, die Regenbogen farbig bekleidet und vortrefflichst gelaunt Zürichs Strassen fluten – als gäbs keine Geschmacksfragen freilich.

Aber fertig jetzt! Wie einst der Journalist und Drogenfreund Hunter S. Thompson sagte: «It never got weird enough for me» (Etwa: Es war nie verrückt genug für mich). Und das soll auch für uns gelten. Also Tele Züri wegschalten und mittenrein ins Gedöns. Es gibt nämlich einiges zu tun, an diesem grossen Feiertag, der quasi Weihnachten, Ostern und Pfingsten in einem bedeutet für die Party-Gemeinde. Und vieles vom Dargebotenen kostet ja nicht einmal etwas.

Just follow your heart! Das hat glaubs auch DJ Bobo in den 80ern schon mal gesungen… Und was dem Poeten aus dem Aargau recht ist, kann für uns doch niemals verkehrt sein…ich werde wieder zynisch…

Also mal im ernst. Hier ein paar Empfehlungen unterschiedlichster Art zur Strassenparade, auf die wir uns, sind wir mal ganz ehrlich, auch in diesem Jahr wieder heimlich freuen.

Was also tun, nachdem wir entschlossen haben den Laptop zuzuklappen und unseren von Langeweile schon etwas träge gewordenen Körper ans Sonnenlicht zu hieven?

Zuerst muss die Ausrüstung stimmen. Klar: Sonnenhut, feste Schuhe, Rucksack und so. Vor allem aber mal generell: Kleider. Denn Bluttsein steht nicht allen gleich gut. Dies zu erkennen gehört zu den grossen zivilisatorischen Leistungen.

Weil man an der grossen Techno-Fasnacht kleidertechnisch sowieso niemanden über- oder untertrumpfen kann, darf man auch bloss in Shirt, Jeans und Sonnenbrille anreisen.  Oft wünscht man sich sogar, mehr Leute würden das tun. Aber wir sind auch etwas bieder.

Was übrigens auch jenen 14-jährigen Mädchen guttun würde, die mit Strapsen bekleidet und in hochhackigen Pumps durch die Innenstadt stelzen.

Da sind wir schon beim nächsten No-go: Fotoapparate. Die Street-Parade ist zwar so was wie der offizielle Tag der alten Säcke, die halbnackte Mädels ablichten, doch sollte man sich davon distanzieren. Den ausfahrbaren Zoom kann man dann auf der Blüemlisalp wieder benutzen.

Auch zu Hause lassen: Wasserpistolen. Wie ein schlauer Freund von mir mal sagte: Bei Regen donnerts zwischendurch auch mal.

Dann: Die richtigen Orte besuchen. Die Zurich Stage etwa liegt etwas abgelegen vom Hauptumzug bei der Nationalbank. Da kann man gemütlich ein selbst mitgebrachtes Bierchen trinken. Ausserdem sei die Swiss Innovation Stage erwähnt. Sie liegt noch weiter weg, am Limmatquai, und bietet ein Programm, das sich angenehm vom Einheits-Bum-Bum unterscheiden dürfte. Ganz abseits der Parade finden ebenfalls Openair-Partys statt. Vor der Zukunft etwa an der Dienerstrasse gibt’s Block-Party New York-Style. Doch um zwölf verlagert sich die Feier in den Club. Ansonsten: Lethargy und so. Einfach mal den Züritipp anschauen am Donnerstag für nützliche Hinweise.

Und das noch: Nicht wie Hunde an jede Ecke urinieren. Die Erkenntnis, dass wir keine Vierbeiner sind, darf man nämlich ebenfalls zu den zivilisatorischen Leistungen zählen. Und so weiter. Auf mehr Spass an der Street-Parade!

 

 

«Der kleine Schweizer in jedem Zürcher»

Réda El Arbi am Donnerstag den 19. Juli 2012
Ian Constable mit Band in der Bäckeranlage.

Ian Constable mit Band in der Bäckeranlage.

Gestern spielte der Zürcher Stadtbarde Ian Constable in der Bäckeranlage. Vor ein paar Jahren hielt er den Szenis mit seinem Song «Hippiekacke» einen (selbst)ironischen Spiegel vor und spielte sich damit in die Herzen der Zürcher. Der Stadtblog sprach vor dem Konzert mit dem Musiker.

Ian, die ganze Stadt liebt deinen Song «Hippiekacke», aber fast niemand kennt deine restlichen Sachen. Ist es nicht mühsam, quasi auf ein städtisches One-Hit-Wonder reduziert zu sein?
Nein, der Song hat viel dazu beigetragen, dass ich musikalisch wahrgenommen wurde. Er hat mir sicher auch Türen geöffnet.

Hasst du es nicht, immer diesen Song spielen zu müssen?
Es gab eine Zeit, in der ich den Song nicht mehr spielen konnte, aber inzwischen mag ich ihn wieder ganz gerne.

Spielst du ihn  heute?
Ja, aber erst gegen Ende. Ich weiss, dass die Leute solange bleiben, bis ich Hippiekacke gespielt hab.

Deine Songthemen sind sehr eng gefasst, werden hauptsächlich von Zürchern, und auch da nicht von allen, verstanden. Hindert dich das nicht am Welterfolg?
Ich mache Songs über meinen Alltag, Dinge die ich sehe. Und da ich Native Zürcher bin, gibt das die Perspektive vor. Bei den neuen Songs, an denen ich arbeite, will ich den Fokus etwas öffnen. Ich will den kleinen Schweizer zeigen, der in jedem Zürcher steckt.

Dann willst du also die Schweiz erobern und ein grosser Rockstar werden. Genau wie Gölä, Florian Ast oder Plüsch?
(Schaut schockiert) Ganz bestimmt nicht wie Gölä, Florian Ast oder Plüsch! Ein bitzli Rockstar wär ganz ok, aber ohne dass mich die Leute auf der Strasse erkennen. Ich singe unter einem Künstlernamen, und wenn die Leute mir Mails schreiben, dass sie meine Songs super finden, ist das schon läss. Aber ich finds ja schon blöd, wenn die Leute auf der Strasse auf mich zukommen und meinen «du bist doch dieser Musiker, der Bligg, nicht?».

Du singst, ausser in einem Song eher ironisch, nie über Liebe, das klassische Thema der Rockmusik. Wieso?
Irgendwie gelingt mir das nicht. In Schweizerdeutsch werden Liebessongs sehr schnell kitschig oder peinlich. Nur Berner Mundartmusiker wie Züri West können Liebesthemen adäquat in Schweizerdeutsch bringen. Mit dem Zürcher Dialekt kommt man da schnell an die Schmerzgrenze der Peinlichkeit. Ich will nicht, dass sich die Leute bei meinen Songs fremdschämen.

Du bist in einigen deiner Songs klar politisch, und nicht gerade besonders zurückhaltend. Siehst du dich als Protestsänger?
Ich bin ein politischer Mensch. Ich schaue hin, wenns irgendwo schleift und ich singe darüber. Ich bin ganz klar politisch links und das dürfen die Leute auch wissen. Sonst hätte ich nicht am Occupy Paradeplatz gespielt.

Hast du musikalische Vorbilder in der Schweiz?
Am Ehesten sehe ich mich in der Tradition der Schweizer Liedermacher.  Mani Matter ist sicher einer meiner Liebsten.

Danke fürs Interview.

Wir verabschieden uns vom Künstler und lassen ihn vor einem typischen Zürcher Publikum spielen: Wenn es richtig abgeht, wippen alle begeistert mit dem Fuss und nicken ein wenig mit dem Kopf im Takt. Aber so sind wir halt.

Hier gibts Ian Constable auf MySpace

Sommer – hier feiert Zürich!

Réda El Arbi am Freitag den 29. Juni 2012
Beisammen sitzen, Bier trinken, Spass haben - der Sommer in der Stadt.

Beisammen sitzen, Bier trinken, Spass haben - der Sommer in der Stadt.

Der Duft von Gegrilltem, ein paar unaufdringliche Bässe, Kinderlachen und die Restwärme des Abends: der Stadtblog zeigt Ihnen, wo Sie die besten Strassenfeste, Sommerparties, Gratiskonzerte und Open Air-Kinos in Zürich finden. Schon dieses Wochenende gehts los.

(Wir ergänzen die Liste fortlaufend um Anlässe, Programme und LineUps, am Besten setzen Sie sich eine Bookmark für diesen Artikel! Tipps und Hinweise bitte in die Comments.)

Openairkonzerte in der Bäckeranlage
Immer mittwochs spielt in der Bäcki eine Band auf – und die kommen alle aus der Region. Selbst wenn einem die Musik nicht passen sollte. Der Ort ist im Sommer zauberhaft schön. Und Bierdosen kann man ja bekanntlich auch selber mitnehmen.
Programm

Zum Flyer 

Filmfluss 11. – 29. Juli
Ein wunderbarer Ort, um sich Filme anzusehen. Ein paar Limmat-Perlen haben wir für Sie herausgefischt: die ulkig-melancholische Ausbrechergeschichte Down By Law, die Schwarze Komödie In Bruges oder der Schweizer Film Der Fürsorger.
Programm

Xenix Open Air Kino 13. Juli – 18 August
Das Open Air Kino auf dem Kanzleiareal hat sich in den letzten Jahren zu einer Art Gala-Event im Chreis 4 gemausert. Gute Filme, nettes Geplauder und ein wenig Sehen und Gesehen werden. Natürlich können die Gäste, die nicht in die Vorführung gehen, den Film anhand der weit hörbaren Tonspur mitverfolgen.

Orange Cinema 19.Juli – 19.August
Natürlich, ein wunderbarer Ort. Wenns eindunkelt und man die letzten Sonnenstrahlen am Alpenfirmament beobachtet, beginnt auch schon der Film. Das Programm wartet wie immer mit einigen Perlen auf. Achtung: Die Vorstellungen sind schnell ausverkauft.
Programm

Hier zum Programm 

Stadtsommer 26 Juli – 4. August
Der Stadtsommer bringt wie immer eine kleine Reihe Gratiskonzerte mitten in die City. Unter anderem die erste Wiedervereinigung von Baby Jail seit ewig!

Idaplatzfest 18. und 19. August
Das Idaplatz-Fest hat sich in den letzten Jahren zu einem Szene-Event gemausert, an dem sich Chreis 4/5-Szenis mit Anwohner-Familien aus dem Kreis 3 und Leuten aus der ganzen Welt mischen. Das LineUp steht noch nicht fest, aber das macht nichts, da die Bands eher den Hintergrund für Gespräche und gutes Essen liefern.
Zur Home

Open Air Langmatt 25. August
Das Open Air in Witikon stellt gerade das Lineup für 2012 zusammen. Wer sich als Band noch bewerben will, soll sich über die Homepage bei den Veranstaltern melden.
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Röntgenplatzfest 27. und 28. August
Das wohl grösste und bekannteste Quartierfest der Stadt, organisiert von der SP Stadt Zürich. Organisiert? Bis jetzt zeigt die Homepage leider nur Infos übers letzte Jahr. Aber das ist egal, da man hingeht, um Leute zu treffen, gut zu Essen und ein wenig Live-Musik zu hören, egal von wem. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
Zur Home 

Sommerbühne – Rote Fabrik
Wenn die Temperaturen steigen, stuhlt auch die Rote Fabrik raus. Soll heissen: Alle Konzerte, egal ob Rap, Schweinerock oder Antifolk, gehen direkt am See, an einem der lauschigsten Plätze der ganzen Stadt, über die Bühne. Highlights in diesem Jahr sind die Haudegen von den Black Lips oder die minimalen Melancholiker von Warpaint. Ausserdem sei der Abend mit den Zürchern Hard Coming Love und Tom Huber empfohlen. Stets eine kurze Velofahrt wert.
Zum Programm