Flirthölle für Teenager

Réda El Arbi am Dienstag, den 12. April 2016
im Frühling sprühen missverständliche Signale.

Im Frühling sprühen missverständliche Signale.

Wie ein Rudel junger Rehe huschen sie am Seeufer entlang, junge Mädchen mit luftigem Textil im Frühlingsflirt-Programm. Verfolgt werden sie von hibbeligen Wölfen in taillierten Hemden oder Abercrombie&Fitch-T-Shirts in Gruppen zu drei Prachtexemplaren. Und wie in der Natur verstehen sie die Kommunikationssignale der anderen Gattung nicht.

«Aufmerksamkeit!», schreien die einstudierten, affektierten Bewegungsabläufe der jungen Damen. «Koitus!», raunen sich die geschmeidigen Testosteronbolzen gegenseitig zu. Sie umkreisen und beschnüffeln sich. Mädchen senden stilisiert erotische Botschaften, die sie selbst noch nicht verstehen, Buben protzen Status und Coolness, die sie sich mühsam vom knappen Lehrlingslohn absparen mussten.  Sie wecken gegenseitige Sehnsüchte, von deren Erfüllung sie keinen blassen Schimmer haben.

«Liebe und Romantik», träufeln die grossen Augen des Jünglings leise neben seiner Angebeteten im kurzen Kleidchen. «Glacé und kumpelhafte Gespräche», sagt ihr neutraler Blick. «Ich bin unnahbar und cool», sagt das Gesichtchen ihrer Freundin, während sie sich im Innern nichts mehr wünscht, als sich an den grossen Burschen anzulehnen. Er steht schlaksig cool herum und prahlt mit Dingen, von denen er keine Ahnung hat.

Und natürlich das unauffällige Herumgammeln in Clubs und an Plätzen, an denen sie oder er dann vielleicht mal auftaucht. Um dann so zu tun, als würde man sich nicht im Geringsten für sie interessieren, wenn sie da sind. Dieses auffällige «Zufällig gerade in deiner Nähe»-Herumstehen und dabei auf ein Zeichen zu hoffen.

Im Frühling jung zu sein ist die Pest. Wer erinnert sich nicht an die coolen Gesten und Sprüche, die man im Schutz der Gruppe machen konnte, um dann im direkten Gespräch dauernd die verschwitzten Hände vor seiner/seinem Angebeteten zu verstecken? Die Jungs wollen den Duft der Mädchen inhalieren, überdecken aber ihre eigenen Ziegenbock-Pheromone unter einem Miasma von Axe-Deospray. Die Mädchen wollen erwachsen und sexy wirken, obwohl sie sich in ihren Körpern nicht mal wohl fühlen, wenn sie sich alleine im Bett unter der Decke verkriechen. Dann natürlich das Posen vor dem Spiegel, die Girls mit viel zu kurzen und zu engen Kleidchen, die Jungs mit lächerlich coolen Outfits. Aufgesetzte Selbstsicherheit über einem Abgrund von Selbstzweifeln.

Und natürlich würden die Kids niemals zugeben, wie unsicher und verwirrt sie sind. Mädchen vertrauen diese Geheimnisse ihren Tagebüchern an, während die Jungs sich in Situationsfantasien flüchten, in denen sie alles im Griff haben.

Der Frühling ist die Jahreszeit, in der ich voller Mitgefühl für die Teenager durch die Strassen schlendre und im Geiste der Zeit auf Knien danke, dass ich das hinter mir habe. Und natürlich bin auch etwas schadenfroh, dass sie ihre jugendliche Frische mit der totalen Unfähigkeit im Umgang mit Hormonen und Gefühlen bezahlen müssen.

Schliesslich mussten wir da alle durch.

«Teenage Dirtbag, Baby!»

Grüter & Bürgin neu bei SRF 3

Alex Flach am Montag, den 11. April 2016
Wechseln vom Juegndsender zum Sender für Junggebliebene: Rosanna Grüter und John Bürgin.

Wechseln vom Jugendsender zum Sender für Junggebliebene: Rosanna Grüter und John Bürgin.

Die Clubs und die Radiosender haben sich auseinandergelebt. Grosse Deutschschweizer Privatsender wie Radio 24, Radio 1 und Radio Energy führen zwar bisweilen Ausgehsendungen, jedoch ist die Musik die da gespielt wird meist dem Energy-Motto «Hit Music Only!» geschuldet. Sprich: Sie hat rein gar nichts mit dem zu tun, was tatsächlich in den Clubs gespielt wird. Zumindest wenn man unter «Club» eine sich auf zeitgenössischen Dancefloor fokussierende Location versteht. Klar gibt es Lokale in denen am Samstagabend Anrührendes von Weather Girls (It’s raining men!) vermischt meinem best of Snap! geboten wird, aber der Zeitgeist weht und musiziert anderswo.

Es gibt auch löbliche Ausnahmen unter den Radiosendern. Das kleine aber überaus feine gds.fm von Christian Gamp, beispielsweise. Oder den Aargauer Sender Kanal K und das temporäre und alljährlich über den Äther gehende Rundfunk.fm von Oliver Scotoni. Das einzige bei einem der grösseren, nationalen Sender beheimatete Subkultur-Format, bei dem zeitgenössische Electronica mit Club-Affinität gespielt wird, ist jedoch «Grüter & Bürgin». Bis anhin jeden Donnerstagabend auf SRF Virus zu hören, werden Rosanna Grüter und John Bürgin neu und ab 21. Mai vom grossen Virus-Bruder SRF 3 ausgestrahlt und zwar immer samstagabends, unter dem neuen Namen «CH Beats – mit Grüter & Bürgin durch die Samstagnacht» und nicht zuletzt mit einem um ein Vielfaches zahlreicheren Publikum.

Am Konzept wird nichts Grundlegendes geändert: Derweil im Hintergrund John Bürgin mit Gast-DJs Neuveröffentlichungen mixt, sitzt vorne Rosanna Grüter und unterhält die Zuhörer mit ihrem erfrischenden Moderationsstil. Die Veränderungen sind in den Details zu suchen und zwar wird sich das Duo immer wieder Schweizer Veranstalter, Clubmacher und andere Nightlife-Exponenten ins Studio einladen, um mit ihnen die allgemeine Nachtwetterlage zu besprechen. Selbstverständlich werden auch DJs und Produzenten mit Grüter und Bürgin zusammen einzelne Sendungen prägen dürfen. Dies haben sie zwar schon bei ihrem alten Sender SRF Virus bisweilen getan, künftig werden die Gäste jedoch eine tragende Säule der Sendung sein. Im Unterschied zu vorher werden dabei weniger ausländische Produzenten und DJs im Zentrum stehen, sondern die inländische Szene und ihre Macher.

SRF 3 nimmt mit diesem Schritt seine Position als Leitmedium innerhalb der auf die Jugend ausgerichteten Deutschschweizer Radiosender wahr und beweist Pioniergeist. Immer mehr Hörer ertragen den kommerziellen Einheitsbrei der grossen Sender immer weniger und weichen auf Internetradios aus – der Slogan «Hit Music Only!» wirkt längst eher abschreckend als verlockend. Mit dem Transfer von Rosanna Grüter und John Bürgin von SRF Virus setzt SRF 3 ein starkes Zeichen, das dem Sender nicht nur die Gunst der Schweizer Nachtleben-Macher einbringen dürfte, sondern auch jene der Club-Gäste. Es wäre schön, wenn dies eine Signalwirkung auf andere grosse Sender hätte, die in den letzten Jahren vor allem eines getan haben: Dem Massengeschmack hinterherscharwenzeln.

Alex-Flach2-150x150Alex Flach ist Kolumnist beim Tages Anzeiger und Club-Promoter. Er arbeitet unter anderem für die Clubs Supermarket, Hive, Hinterhof, Nordstern Basel, Rondel Bern, Hiltl Club und Zukunft.

Tina Turner auf dem Nastüechliweg

Simon Eppenberger am Samstag, den 9. April 2016

Schaad Märkli bellevue StehsatzAutor: Thomas Wyss

Am letzten Sonntagnachmittag, es war gegen 14 Uhr, spazierte Tina Turner mit zwei Freundinnen den Panoramaweg im Friesenbergquartier entlang. Da ich unlängst im Fussballstadion feststellen musste, dass ich nicht mehr alles, was sich in einer gewissen Ferne abspielt, exakt mitbekomme – im besagten Fall waren es blöderweise zwei FCZ-Tore – würde ich, auch um einem gerichtlichen Nachspiel wegen Falschaussage vorzubeugen, präziseren: es war ziemlich sicher Tina Turner mit zwei Freundinnen.

Klar, ich hätte bei dieser schier unfassbaren Nähe zu Frau Turner –  wir kreuzten uns schätzungsweise im Abstand von 30 bis 45 Zentimeter – durchaus in Ohnmacht fallen oder zumindest loskreischen können, wie dies anständige Groupies in solchen Situation zu tun pflegen. Allerdings, ich habe eben nochmals nachgesehen, befindet sich auf meinem iPod einzig der Song «Nutbush City Limits», und den spielte sie noch im Duett mit Ike; mich als ihr Groupie zu schimpfen, wäre also ziemlich vermessen.

Zudem, das ist ja das Tolle an uns Zürchern, lassen wir Weltstars in Frieden. Die können in unserer Stadt unbehelligt dinieren, flanieren, joggen, koksen, posten – gar Krokodilledertaschen, wenn sie sich in der Boutique zu benehmen wissen – wir bleiben stets auf respektvoller Distanz (und mutieren dann aus dieser respektvollen Distanz mit gezücktem Handy zu Lesereportern für den medialen Boulevard; ja, das ist das Tolle an uns Zürchern).

Doch eigentlich ist Tina Turner in dieser Episode nur der Nebenschauplatz.

Es geht nämlich um den Panoramaweg. Beziehungsweise um die Schrebergartenidylle, die man dort, am Fusse des Uetliberg, auf gut zwei Kilometern Länge geniessen darf (ich weiss, offiziell nennt man die Dinger heute Klein- oder Familiengärten, und ich weiss auch, dass deren Erfinder, der Leipziger Arzt Moritz Schreber, nebenbei mit mechanischen Geräten zur Verhinderung der Masturbation experimentierte, doch das tut hier nichts zur Sache). Diese Idylle, die jeweils im Frühling erwacht und bis in den goldenen Herbst andauert, hilft uns Zürchern, die uns angeborene ­Verstocktheit zu überwinden.

Oder feinfühliger formuliert: Wenn wir auf den Panoramaweg-Bänkli sitzen, welche die Stadt netterweise alle paar 100 Meter aufgestellt hat, und zusehen, wie diese Freizeitgärtner in ihren sicher eingezäunten, kleinen Welten häckeln und pflanzen, giessen und säen, wenn ihre Büsis durch die bunten Blumenbeete streifen und nach allem gööpeln, was da kreucht und fleucht, wenn ihre Bratwürste auf den Grills rauchen, und sich die knisternde Holzkohle mit der SRF-«Musikwelle» zum urchigen Medley paart (sogar bei den Italienern und Portugiesen, was zeigt, das befolgt wird, was der Schweizerische Familiengärtnerverband SFGV auf der Homepage einfordert: «Ausländer laufend zur Integration in die Vereinskultur bewegen!»), sind wir inniger gerührt und geschüttelt als beim Finale von «Love Story» (damit das einzuordnen ist: laut einer US-Studie ist das Melodrama von 1970 bis dato jener Film, der weltweit am meisten Kinogänger zum Schluchzen brachte).
Deshalb nennt man den Panoramaweg im Volksmund auch gern den Nastüechliweg.

Gesagt ist gesagt

Werner Schüepp am Freitag, den 8. April 2016

«Am ersten Tag standen wir um 5 Uhr morgens in der Küche und begannen zu schnippeln.»

(Foto: Urs Jaudas)

Frisch, regional und saisonal: Drei Jahre nach ihrem Start expandieren Séverine Götz (links) und Sabrina Zbinden mit ihrem Unternehmen Martha’s Salad. Sie erweitern ihre Filialen von zwei auf deren sechs. Die Idee dazu hatten die beiden Zürcherinnen einest auf einem Bauernmarkt in Kalifornien. (Foto: Urs Jaudas)

«Meine drei Töchter sind mächtig stolz,
dass ich den Böögg mache.»

(Foto: Esther Michel)

Lukas Meier ist derzeit mit seinem ersten Böögg für das Zürcher Sechseläuten beschäftigt. Natürlich hofft er, dass bei seinem ersten Schneemann alles gut kommt. 100 Böller baut er in den Körper des Böögg, 40 ins Bodenbrett, damit es schön wummst, wenn die Flamen den Schneemann an den Füssen kitzeln. (Foto: Esther Michel) Zum Artikel

 

«Besucher sollen sich meiner Skulptur
ohne Ekel nähern.»

(Foto: Thomas Egli)

Mike Boucher präpariert mit seinem Team im Zürcher Klärwerk zurzeit 80 Tonnen getrocknete Fäkalien. Daraus soll später Kunst werden. Das Werk wird ab Mitte Juni am Kunstfestival Manifesta in Zürich ausgestellt. (Foto: Thomas Egli) Zum Artikel

 

«Als ich an einer heissen Pfanne
meine Finger verbrannt habe.»

(Foto: Dominique Meienberg)

Kabarettist Jürg Randegger auf die Frage, wann er zum letzten Mal getanzt habe. (Foto: Dominique Meienberg)

 

«Bei allem, was ich tat, war nach einer gewissen Zeit einfach mal gut.»

(Foto: Reto Oeschger)

Der ehemalige Möbeldesigner Kevin Fries erfindet sich alle paar Jahre neu – meist mit grossem Erfolg. Derzeit macht er Musik und werkelt tagelang ziellos vor sich hin. (Foto: Reto Oeschger) Zum Artikel

 

«Unsere Politik ist ja nicht
gegen die SVP gerichtet.»

(Foto: Urs Jaudas)

Die aufstrebende Zürcher FDP hat einen neuen Präsidenten: Der 36-jährige Hans-Jakob Boesch ist zum Nachfolger von Beat Walti gewählt worden. Sein Ziel ist klar: Er will der Konkurrenz die Wähler abwerben. (Foto: Urs Jaudas) Zum Artikel

 

«Es braucht immer auch ein Quäntchen Glück.»

(Foto: ...)

Preiswerte Wohnungen bei Genossenschaften sind trotz Neubauten nach wie vor Mangelware. Wer ein Objekt bekommen will, braucht in Zürich Glück – und Geduld.(Foto: Thomas Egli) Zum Artikel

«Es ist ein historischer Moment.»

(Foto: Reto Oeschger)

Hunderte FCZ-Fans freuen sich auf das historische Spiel Ende Mai. Hunderte standen diese Woche vor der Geschäftsstelle des Fussballclubs, um ein Ticket für den Match zu ergattern. (Foto: Reto Oeschger) Zum Artikel

 

«Zwischendurch muss man wegschauen und etwas anderes machen.»

(Foto: Ruben Sprich/Reuters)

Geheimhaltung war ihr oberstes Gebot: Die Zürcher Noten-Designerin Manuela Pfrunder ist froh, dass ihre neue 50-Franken-Note in Umlauf kommt. Die Arbeit war kräftezehrend. (Foto: Ruben Sprich/Reuters) Zum Artikel

 

«Bei uns ist es nicht gestylt, sondern günstig und gemütlich.»

(Foto: PD)

Das Teehüsli ist nicht am Ende: Nach einem Jahr eröffnen neue Betreiber den beliebten Waldkiosk am Uetliberg wieder. Es ist nicht die einzige Neuerung am Zürcher Hausberg.(Foto: PD) Zum Artikel

 

«Singen ist Lebensfreunde. Auch wenn meine Stimme nicht mehr wie früher klingt.»

(Foto: ...)

Der Montagschor unter der Leitung von Christoph Homberger trat auf dem Sechseläutenplatz und in der Bahnhofshalle auf. Mit dabei war auch Nelly Diggelmann, eine über 80 Jahre alte, singfreudige Dame. (Foto: Thomas Egli)

 

Wem gehört die Stadt?

Réda El Arbi am Freitag, den 8. April 2016
Die 24-.Stunden-Spassgesellschaft geht auf Kosten der Anwohner.

Die 24-.Stunden-Spassgesellschaft geht auf Kosten der Anwohner.

Das Züri-Fäscht steht wieder an und wieder steht die Frage im Raum, ob die Anwohner in der Innenstadt einfach mit dem Ausnahmezustand bei Grossanlässen leben müssen.

Natürlich ist es in den Jahren, in denen die Zürcher sowohl Street Parade wie auch das Züri-Fäscht aushalten müssen, speziell unangenehm. Aber das ist ja nicht die einzige Belastung. Das Seebecken ist auch ohne Grossanlässe jedes Wochenende die Freiluft-Partymeile der ganzen Region. Dreck, Randale und Lärm gehören vom ersten sonnigen Tag an zum Seeufer.

Und hier stellt sich auch die grundsätzliche Frage: Wem gehört die Stadt? Wer bestimmt wie über die Nutzung und die Beschränkungen im öffentlichen Raum? Es ist übrigens nicht nur das Seebecken, auch rund um die Langstrasse findet die Diskussion statt, wie viel von den Folgen der Party-Unternehmen und der 24-Stunden-Spassgesellschaft die Anwohner mit ihrer Lebensqualität mitfinanzieren müssen. Züri Fäscht, Street Parade, Sechsiläuten, Dörflifest, Caliente – jedes für sich wäre auszuhalten. Aber alles zusammen, und die zusätzliche Belastung an jedem einzelnen Wochenende, kann zu einer Überdosis führen.

Die ziemlich arrogante Antwort «Dann zieht doch weg, wenns euch zu laut und zu dreckig ist», zeigt, wie viel Respekt den Leuten, die ihren Lebensraum mit den Spass-Wirtschaftern teilen, entgegengebracht wird.

Das Grundverständnis vom öffentlichen Raum unterscheidet sich bei den verschiedenen Interessengruppen immens: Für die Einen ist es der Vorgarten, der Heimweg, die Nachbarschaft. Bei den Anderen handelt es sich um ihre persönliche Markthalle, um den erweiterten Club, um einen Raum, den man benutzt und dann wieder verschwindet. An Grossanlässen benutzen die Besucher die Stadt als Toilette, Ballermann-Strand und Kotzmeile. Und natürlich immer als Abfalleimer – nach mir die Sintflut.

Natürlich ist die Stadt nicht nur Wohnraum. Ein Teil der Anziehung von Zürich kommt aus dem kulturellen Angebot. Aber es geht auch um das Zusammenleben. Und da die Anwohner weder an die Verkaufsstände an den Volksfesten pinkeln, noch in die ihre eigenen Vorgärten kotzen oder Flaschen und Scherben in die Clubs bringen, ist es vorallem eine Frage des Respekts.

Die Anziehung der Stadt wirkt ja nicht nur auf die Leute, die dann wirklich in die Stadt ziehen und da leben. Sie wirkt in erster Linie auf Spasspendler, auf Leute, die die Vorteile einer urbanen Umgebung nutzen wollen, aber dann wieder abdüsen und ein paar Zehnernötli und einen Haufen Dreck in der Stadt zurücklassen. Kindern würde man ein Fernsehverbot oder Zimmerarrest geben, wenn sie das gemeinsame Wohnzimmer so hinterliessen oder mit Lärm und Streit die Nachbarn stressen. Und Kinder hat man ja nicht zu Tausenden im Wohnzimmer.

Es ist natürlich auch eine Frage des steitigen Wachstums und der Verhältnismässigkeit. An einem normalen Wochenende kommen bis zu 50 000 Menschen zu ihrem Vergnügen in die Stadt, an der Street Parade sind es rund eine Million, am Züri-Fäscht bis zu zwei Millionen. Das ist einfach zu viel für eine Stadt mit 400 000 Einwohnern, vor allem wenn man bedenkt, dass vor allem zwei Quartiere die Spasslast tragen müssen.

In meinen Augen geht das Recht der Anwohner vor. Die Spasslawine mit ihrem ausufernden, negativen Impact auf die Wohnqualität sollte eingeschränkt werden.

Was meint ihr? Bin ich einfach eine Spassbremse oder hat die Lebensqualität der Anwohner wirklich Vorrang vor den konsumgeilen Spasstouristen?

Putzen können andere

Miklós Gimes am Mittwoch, den 6. April 2016

gimes

Kürzlich sprachen wir über Putzfrauen, es sind immer gute Geschichten, weil verschiedene Klassen aufeinanderprallen, oben und unten, das gibt was her. Aber dann sagte jemand, er sei gegen Putzfrauen, «meinen Dreck putze ich schon selber weg». Das Argument gab mir zu denken, der republikanische Geist, dass niemand über einem anderen stehen soll, das liebe ich an den Schweizern, weil er so tief drin ist, in den Genen.

Vielleicht hat in mir ein feudalistischer Rest überlebt, dachte ich, weil ich in Sachen Putzfrau kein schlechtes Gewissen habe. Offenbar sehe ich mich im Geheimen als Patriarch, inmitten einer Schar von Bediensteten, am liebsten hätte ich auch eine Köchin und einen Gärtner.

Dann kamen die Besuchstage in den Schulen. Man sitzt unbequem auf kleinen Stühlen, aber es ist grossartig, den Zweitklässlern zuzuschauen. Wie sie sich bemühen, wie sie wetteifern, drangenommen zu werden, wie sie laut denken, wie ernst sie bei der Sache sind. Klar sieht man schon Unterschiede, aber bei den meisten ist noch alles da, die Begeisterung, die einen sind besser im Rechnen, die anderen können sich gut bewegen, wenn die Lehrerin ein Musikstück spielt; aus diesem Mädchen wird mal eine Informatikerin, dieser Junge gehört wohl eher in die Kunstgewerbeschule. Aber die Zukunft ist zu weit weg, um bedrohlich zu sein.

Später geht man in die Pause und hört den Eltern zu, wie sie von ihren älteren Kindern erzählen – ein Sohn weigert sich, in die Schule zu gehen, erfährt man und schaut betreten weg; wie soll er wieder Motivation finden, fragen sich die Eltern. Man ist froh, dass man die Probleme nicht hat. Eine Tochter hat eine Lehre in einem Pflegeberuf gefunden, «super», sagt man, und die Mutter berichtet, wie sie sich still gefragt habe, ob es dabei bleiben werde, eine strenge Arbeit für 5000 Franken im Monat. Dann sprachen wir über Chancengleichheit an den Schulen, das alte Thema, es gibt Leute, die behaupten, dass die Chancengleichheit kleiner wird.

Die Schule ist aus, und auf dem Heimweg begegnet man einem der Jungs aus der früheren Primarklasse der Ältesten. Das waren noch Zeiten! Er sei jetzt Gebäudereiniger, sagt er, und man schweigt und schluckt leer, weil man merkt, dass er ungern darüber redet, weil er sich etwas schämt. Dabei war er so begabt im Zeichnen. Was ist geschehen? Irgendetwas muss passiert sein in der Zeit, da die Weichen gestellt werden.

Dann kommt die Älteste nach Hause, sie sucht einen Ferienjob und war an einem Vorstellungsgespräch, es ging um eine Stelle im Service. Sie müsse immer bereit sein, habe man ihr gesagt. Jederzeit erreichbar. Flexibilität ist das Zauberwort, es ist ein junges Unternehmen, ein Start-up – wieder ein Zauberwort! –, Start-up, das heisst möglichst wenig Kosten, maximale Effizienz in der Personalführung, willkommen in der Arbeitswelt.

Vielleicht hat er recht, dachte ich am Abend, der Mann ohne Putzfrau. Vielleicht muss man die Chancengleichheit vorleben. Sonst ändert sich nie etwas. Seinen Dreck selber weg­putzen. Aber ich brings nicht über mich. Ich hasse das Putzen.

Bier für Reiche

Réda El Arbi am Dienstag, den 5. April 2016
Sieben Franken für ein bier von Heineken. Lassen sie sich nicht von der Etikette täuschen.

Im Laden für ein Drittel des Preises: Bier vom Biermulti Heineken.

Das Bier am Züri-Fäscht wird um knapp einen Drittel teurer. Selbst wenn ich Bier trinken würde, niemals würde ich sieben Franken für einen halben Liter ausgeben. Nicht, weil ich es mir nicht leisten kann, sondern weil es eine verdammte Frechheit ist, am grössten Volksfest der Stadt so einen Preis zu verlangen.

Wenn das Ganze in einem Club stattfinden würde, für eine bestimmte Klientel, die sich aussuchen kann, ob sie im Club feiert oder nicht, hätte ich nichts gegen einen solchen Bierpreis für importiertes Industriebier von Carlsberg und Heineken – also von genau den Unternehmen, die nach und nach alle Schweizer Biermarken aufkaufen. (Es ist übrigens auch nicht so, dass sich die Anbieter aussuchen könnten, was für ein Bier sie verkaufen wollen. Die beiden Monopolisten beherrschen den Markt am Züri-Fäscht).

Aber das Züri-Fäscht ist kein Club. Es ist ein Ereignis, für das unsere Stadt an Private vermietet wird. Wenigsten können die Biermonopolisten den Zürchern nicht wie an den Public Viewings der EM 2008 den Zutritt mit mitgebrachten Getränken auf öffentlichem Grund verbieten.

Das Züri-Fäscht ist eine flächendeckendes Ereignis im öffentlichen Raum. Aber offenbar nicht für alle Zürcher.  Mit dem Gegenwert von zwei Züri-Fäscht-Bieren kann eine alleinerziehende Mutter ohne weiteres ein Zmittag und ein Znacht für sich und ihre zwei Kinder finanzieren, mit Dessert. Ein Rentner mit Minimalrente kann sich damit die Verpflegung für einen Wandertag für in den Rucksack poschten. Ein Lehrling könnte sich  vom Gegenwert in Gras zwei Joints drehen, die ihn durch den Abend fliegen liessen. Die werden sich sicher kein Bier in dieser Preisklasse in einem Plastikbecher im Stehen leisten.

Natürlich können sich viele Zürcher sieben Franken für einen Becher Bier leisten. Vielleicht denkt sogar die Hälfte der Zürcher nicht mal eine Sekunde darüber nach, sondern bezahlt einfach. Aber die andere Hälfte zuckt sicher zusammen, oder überlegt es sich zweimal, obs für ein Bier reicht. Und natürlich geht man lieber heim, als sich vor den Kollegen zu blamieren, weil man sich kein zweites Getränk leisten kann. Ich kenn das, denn ich gehörte nicht immer zu den Privilegierten.

Offenbar soll die Stadt mehr und mehr ein Raum werden, in dem sich Menschen, die nicht zum oberen Mittelstand oder zu den Reichen gehören, besser nicht mehr zeigen sollten. So meinte Anna Schindler, Direktorin Zürcher Stadtentwicklung, kürzlich in einem Tagi-Kommentar: «Gut die Hälfte aller Personen wohnt in Haushalten, die eine Miete von über 2500 Franken bezahlen könnten, wenn sie dafür ein Viertel ihres Einkommens ausgeben würden.» Für sie war das eine Entschuldigung für die Mietpreise der Stadt. Dabei zeigt es nur, auf wen die Stadtentwicklung ausgerichtet ist. Da passen sieben Franken für ein Bier ja auch ganz gut rein. Die anderen 50 Prozent der Stadtbevölkerung, die keine 10 000 Franken im Monat verdienen, sollen gefälligst woanders feiern. Darunter sind wohl auch die Angestellten, die den Feiernden das Bier verkaufen. Die verdienen sicher auch keine 10 000 Franken im Monat.

Natürlich werden viele Junge sich beim Detailhändler mit Alkohol eindecken, natürlich werden sie eher Vodka als Bier kaufen (Preis/Promilleleistung) und natürlich wird es so mehr Glasscherben, mehr Komasäufer und mehr Querelen geben. Aber das kennt man ja von der Unterschicht, nicht?

Die Veranstalter bringen natürlich wirtschaftliche Gründe für den Preisaufschlag an: Da der ZVV die Nachtzuschläge dieses Jahr nicht wegfallen lässt, müssen die Veranstalter diese Abgaben bezahlen. Aber ich bezweifle, dass dies einen Aufschlag um einen Drittel rechtfertigt. Rechnen wir doch mal nach: 400 000 Liter Bier wurden beim letzten Züri-Fäscht getrunken. Das sind 800 000 Becher. Mal 1.50 Franken Zuschlag sind das 1.2 Millionen Franken Mehreinnahmen.

Nun würde mich interessieren, wie viel der ZVV von den Veranstaltern für die Nachtzuschläge verlangt. Und vielleicht noch, warum sie überhaupt etwas verlangen.

Club Lexy: Tanz & Design

Alex Flach am Montag, den 4. April 2016
Sorgfältig eingerichtet: Lexy ist eine Abwechsulng in der Zürcher Clublandschaft.

Sorgfältig eingerichtet: Lexy ist eine Abwechslung in der Zürcher Clublandschaft.

Was aufregende und freudige Neuigkeiten anbelangt, hat sich in Zürich im Bereich der subkulturellen Elektronik seit einer Weile nicht mehr viel getan. Von vielen Gastspielen herausragender Artisten abgesehen, selbstverständlich. Nun aber kommt wieder Bewegung in dieses Umfeld und zwar ab 8. April mit dem Club Lexy in den Räumlichkeiten des ehemaligen Latin Palace an der Militärstrasse 84.

Hinter dem Club steht, neben dem DJ und Veranstalter Dejan Radojevic, den Betreibern der Vagabundo Bar (Kalkbreite) Silas Huber, Mario Egloff, Flavio Mauriello und dem Veranstalter und DJ Jerôme Bachmann auch Branimir «Brani» Macukic, ehemals Club Cabaret und Veranstalter (Auf & Davon): «Mit dem Lexy wollen wir Leute aus der Stadt und ihrer Agglomeration ansprechen, die Lust auf Tanzen haben. Unser Gast soll sich wohlfühlen, sich selber sein und für ein paar Stunden vergessen können, woher er kommt».

Flach-Kolumne: Der neuste Club an der Langstrasse Exklusive Bilder aus dem Club und Text von Flach im Stadtblog. Club lexi Militärstrasse 84 01.04.2016 (Tages-Anzeiger/Urs Jaudas)

(Tages-Anzeiger/Urs Jaudas)

Für den Look des Clubs zeichnet sich die Interieur- und Designfirma Dyer Smith Frey AG verantwortlich. Agentur-Mitinhaber James Dyer-Smith: «Der Lexy Club widerspiegelt den Zeitgeist: Modern, frisch, roh und sexy». Ein Innenarchitektur-Laie, also so ziemlich jeder, kann mit Schlagworten wie diesen wohl nur wenig anfangen. Wer jedoch die Treppe zum Lexy hinuntersteigt, dem wird schnell klar, dass Dyer-Smiths Worte dem Interieur nicht gerecht werden: Der Club, den seine Firma hier zusammen mit der Clubleitung designt hat, geht bezüglich Look eigene Wege. Ganz anders als in bisher im selben Umfeld angesiedelten Lokalen wird hier nicht auf möglichst viele Details und verspielte Einrichtungsgegenstände gesetzt: Im Lexy sind Geometrie, Klarheit und Kinetik Trumpf. Es gibt keine Discokugel und auch frei von der Decke hängende Spotlichter sucht man vergebens. Das Licht kommt ausschliesslich von in die Wände eingelegten LED-Bahnen, die mittels Konsole individuell angesteuert werden können. Die DJ Kanzel ist ein nüchterner Block aus Sichtbeton. Ein weiteres Innendesign-Highlight das sofort ins Auge sticht, ist die (zweifellos kostspielige) Tapete in vornehmem Dunkelblau.

Flach-Kolumne: Der neuste Club an der Langstrasse Exklusive Bilder aus dem Club und Text von Flach im Stadtblog. Club lexi Militärstrasse 84 01.04.2016 (Tages-Anzeiger/Urs Jaudas)

(Tages-Anzeiger/Urs Jaudas)

Nichts im Lexy wirkt hingewürfelt und zufällig platziert, kein Einrichtungsgegenstand ist überflüssig oder der reinen Dekoration geschuldet und alles hier ist seinem Zweck unterworfen. Das muss es wohl sein, was renommierte Firmen wie die Möbelfabrik Horgen-Glarus unter gutem Design verstehen und auch ein Philipp Starck wäre hier wohl gerne Gast. Das einzige was man der Gestaltung vorwerfen kann (wer denn unbedingt will), ist die Absenz einer DIY-Heimeligkeit, wie sie anderen Clubs in diesem Umfeld zu eigen ist. Musikalisch bewegt sich das Lexy in seinem ersten Monat auf bereits begangenen Pfaden. Dies jedoch gekonnt, wie man es von diesem Betreiber-Team auch erwarten kann: Das feine Zürcher Label Drumpoet gastiert hier, wie auch die Zürcher House-Legende Oliver Stumm, das Get Physical-Duo M.A.N.D.Y., der famose Amerikaner Osunlade und der Kanadier Guillaume & The Coutu Dumonts.

Aber wer erwartet schon im ersten Monat artistische Experimente. Und Massstäbe setzt der Lexy Club bereits mit seiner Innenarchitektur.

Alex-Flach2-150x150Alex Flach ist Kolumnist beim Tages Anzeiger und Club-Promoter. Er arbeitet unter anderem für die Clubs Supermarket, Hive, Hinterhof, Nordstern Basel, Rondel Bern, Hiltl Club und Zukunft.

Unsere Friedhöfe rocken!

Thomas Wyss am Samstag, den 2. April 2016

Schaad Märkli bellevue StehsatzAutor: Thomas Wyss

Bisweilen entdeckt man auch im deutschen Satiremagazin «Titanic» die eine oder andere ernsthafte Passage. So in der aktuellen Ausgabe, in der man lesen kann, dass die Menschen in der philippinischen Hauptstadt Manila mit dem Tod insofern unbefangen umgehen, als sich auf dem dortigen Friedhof mit seinen zwei Millionen Gräbern auch gut eintausend Lebende angesiedelt haben, die Läden betreiben und sich abends zum Karaoke-Singen versammeln.

Aufs aktuelle Zürich übersetzt, würde das etwa so aussehen: Andächtig durchschreitet man auf dem Friedhof Sihlfeld das Eingangsportal mit der Absicht, dem Jugendfreund, der in dieser prächtigen Anlage als Aschehaufen in der Urnenwand ruht, wieder mal einen Höflichkeitsbesuch abzustatten. Und plötzlich vernimmt man eine gut gelaunte Stimme, die ruft: «Vegi-Börger, frischi Vegi-Börger!» Am Streetfood-Stand nebenan kocht ein Exilindonesier Bami- und Nasigoreng, die Portion für 7.50, natürlich gibts auch das trendige John-Baker-Brot, im improvisierten Pop-up-Store verdealt ein Typ E-Bikes aus zweiter Hand… und sogar Ricco Bilger ist präsent, mit einer Mini-Dépendance seiner Buchhandlung Sec 52, in der er Sondereditionen von hier ehrenvoll begrabenen Literaten feilbietet; unter anderem den «Grünen Heinrich» von Gottfried Keller, die etwas in Vergessenheit geratene Satire «Herbst in der Grossen Orange» von Hugo Loetscher und, logo, das ganze «Heidi»- Melodrama von Johanna Spyri.

Bald nach dem Eindunkeln trudeln dann Hipsterbart-Folkies auf dem Friedhof ein, entfachen ein Lagerfeuer und versuchen, auf ihren Klampfen das Liedgut von Sophie Hunger zu covern. Weil dies auf die Dauer aber zu monoton würde, hat die Friedhofverwaltung einen Turnusplan erstellt, der vorsieht, dass jeden Freitag und Samstag ein paar harmlose Gangsta-Rapper, unterstützt von einer basslastigen Human Beatbox, kecke christliche Rhymes kicken können. Zudem ist vorgesehen, auf grossen Publikumswunsch hin am Dienstagabend – ein bisschen Manila muss sein – die vom Club Mascotte leider zu Grabe getragenen «Karaoke from Hell»-Abende nochmals auferstehen zu lassen.

Dass unsere Generation diese Revolution noch miterleben darf, ist zu bezweifeln. Dessen ungeachtet sind unsere Friedhöfe auch im jetzigen Format irgendwie Rock ’n’ Roll (wenn man das ausnahmsweise so sagen darf ). Weil sie es der gehetzten Urbanseele ermöglichen, ohne Bahnfahrt, Rucksack, Wanderstock und Anstrengung eine natürliche Zerstreuung zu finden. Und weil sie die tolle Chance offerieren, absurd anmutende Fragen zu stellen. Ostersonntags stand ich zum Beispiel auf dem Friedhof Manegg am Grab von Alfred Escher Grab_Alfred_Escherund erkundigte mich, ob er mit heutigem Wissensstand die Gotthardbahn gegenüber der von ihm ursprünglich favorisierten Transversale durch den Lukmanier noch immer präferieren täte; danach wollte ich von Herrn Bircher-Benner wissen – er liegt ebenfalls im Manegg –, ob man das Birchermüesli statt mit Haferflocken auch mit Chia-Samen anrichten könnte, da die glaub weniger Kalorien hätten.

So direkt Antworten gabs von keinem der grossen Männer, aber mein Gefühl sagte mir, dass es beide Male ein zögerliches «Äh, nein» gewesen wäre.

Gesagt ist gesagt

Werner Schüepp am Freitag, den 1. April 2016

«Ich komme mir vor wie eine Analphabetin.»

Tabletgeräte wie zum Beispiel ein iPad können ältere Personen überfordern. Frieda Allemann vom Altersheim Im Ris in Leimbach, lässt sich von Sarina Fässler erklären, wie man ein iPad bedient. Foto: Doris Fanconi)

Tabletgeräte wie zum Beispiel das iPad von Apple können ältere Personen überfordern. Frieda Allemann vom Altersheim Im Ris in Leimbach, lässt sich im Rahmen eines kleines Kurses von Sarina Fässler erklären, wie man ein solches Gerät bedient. Foto: Doris Fanconi)

 

«Der Mann war genauso mysteriös wie sein Laden.»

Das legendäre Fotofachgeschäft Ernst wurde verkauft. Die Fotografin und Kamerafrau Nicole Gerber machen in den kommenden Wochen aus dem Foto-Ernst ein Kunst- und Kulturprojekt. (Foto: Urs Jaudas)

Das legendäre Fotofachgeschäft Ernst wurde verkauft. Die Fotografin und Kamerafrau Nicole Gerber macht in den kommenden Wochen aus dem Foto-Ernst ein Kunst- und Kulturprojekt. Sie erinnert sich noch gut an das erste Treffen mit dem ehemaligen Besitzer Fritz Ernst. (Foto: Urs Jaudas) Zum Artikel

 

«Ich fühle mich ungläubig und ohnmächtig.»

Interio verkauft der Migros Tische, die jenen des Zürcher Designers Adrian Humbel fast auf das Haar gleichen. Interio weisst die Plagiatsvorwürfe zurück. (Foto: Tom Kawara)

Interio verkauft der Migros Tische, die jenen des Zürcher Designers Adrian Humbel fast auf das Haar gleichen. Interio weisst die Plagiatsvorwürfe allerdings vehement zurück. (Foto: Tom Kawara) Zum Artikel

 

«Wie in einer Luxus-Schönheitsklinik, dabei bin ich allgemein versichert.»

Das Zürcher Stadtspital Triemli führte diese Woche eine grosse Zügelaktion durch. 86 Patienten tauschten ihre alten Zimmer ohne WC gegen solche auf Viersternniveau im neuen Bettenhaus. (Foto: Doris Fanconi)

Das Zürcher Stadtspital Triemli führte diese Woche eine seltene Zügelaktion durch. 86 Patienten tauschten ihre alten Zimmer ohne WC gegen solche auf Hotel-Vierstern-Niveau im neuen, modernen Bettenhaus. (Foto: Doris Fanconi) Zum Artikel

 

«An Hals und Gesicht werden Tattoos in manchen Branchen nicht gerne gesehen.»

Die Zahl der Tatooentfernungen nimmt konstant zu. Auffallend häufig haben es die Spezialisten mit Permanent-Make-up zu tun. Tatooentferner Peter Steiner weiss, wo die neuralgischen Stellen sind. (Foto: Jens Ressing)

Die Zahl der Tatoo-Entfernungen nimmt konstant zu. Auffallend häufig haben es die Spezialisten mit Permanent-Make-up zu tun. Tattoo-Entferner Peter Steiner weiss, wo sich die neuralgischen Stellen am Körper befinden, die später vielleicht bei der Jobsuche Probleme bereiten. (Foto: Jens Ressing) Zum Artikel

«Die Miete ist hoch – selbst für Niederdorf-Verhältnisse.»

Starbucks, die amerikanische Kaffeehauskette, schliesst ihre Filiale am Rindermarkt. Nun sucht die Stadt einen Nachmieter - für eine Jahresmiete von 120 000 Franken. Für Peter Rothenhäusler, Präsident des Quartierverine Zürich 1, ist die Miete happig. (Foto: Doris Fanconi)

Die amerikanische Kaffeehauskette Starbucks schliesst ihre Filiale am Rindermarkt. Nun sucht die Stadt einen Nachmieter – für eine Jahresmiete von 120’000 Franken. Für Peter Rothenhäusler, Präsident des Quartierverine Zürich 1, ist diese Miete für den Standort an der obersten Grenze. (Foto: Doris Fanconi) Zum Artikel

 

«Wir gingen davon aus, dass die Knackgeräusche in den Grossraumbüros weniger störend sind.»

Mangelhaft eingebaute Fensterrahmen führten beim SBB-Prestigebau Westlink in Altstetten zu einer Sanierung der Fassade. Scheint die Sonne, brechen ganze Scheiben. Ein SBB-Sprecher dazu, weshalb man vorerst auf eine Sanierung verzichten wollte. (Foto: Doris Fanconi)

Mangelhaft eingebaute Fensterrahmen haben beim SBB-Prestigebau Westlink in Altstetten zu einer Sanierung der Fassade geführt. Scheint die Sonne, brechen ganze Scheiben. Ein SBB-Sprecher auf die Frage, weshalb man vorerst auf eine Sanierung verzichten wollte. (Foto: Doris Fanconi) Zum Artikel

 

«Mit ihm habe ich meine Lieblingsrasse gefunden.»

Im Kanton Zürich sind nur noch 259 sogenannte Kampfhunde registriert. Grund für den Rückgang ist eins der schärfsten Hundegesetze in der Schweiz. (Foto: Doris FanconI)

Im Kanton Zürich sind nur noch 259 sogenannte Kampfhunde registriert. Grund für den Rückgang ist eins der schärfsten Hundegesetze in der Schweiz. Hundetrainerin Belinda Brunner mit ihrem 14-jährigen American Staffordshire Terrier Abrama. Sie will auf ihren vierbeinigen Liebling nicht verzichten. (Foto: Doris Fanconi) Zum Artikel

 

«Wir legen Wert darauf, dass das knappe Gut günstiger Wohnraum nicht verschwendet wird.»

Die Stadt und die Familienheim-Genossenschaft Zürich (FGZ) haben einen Masterplan erstellt. Er regelt, wie sich der Wohnraum im Quartier bis 2050 verändern wird. FGZ-Präsident Alfons Sonderegger sagt, auf was die Genossenschaft dabei achtet. (Foto: PD)

Die Stadt und die Familienheim-Genossenschaft Zürich (FGZ) haben einen Masterplan erstellt. Er regelt, wie sich der Wohnraum im Quartier bis 2050 verändern wird. FGZ-Präsident Alfons Sonderegger sagt, auf was die Genossenschaft dabei achtet. (Foto: PD) Zum Artikel

 

 

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