Tages-Anzeiger



David Sarasin am Freitag den 17. Februar 2012

«Ein edler Genuss, der zu unserer Stadt passt»

Gin kann man mit zahlreichen Zutaten anreichern, dies ist in den Leserkommentaren der aktuellen Titelgschichte nazulesen.

Gin kann man mit zahlreichen Zutaten anreichern, dies ist den Leserkommentaren der aktuellen Titelgeschichte zu entnehmen.

Ist Gin Tonic nun tatsächlich das neue In-Getränk, wie es unsere aktuelle Titelgeschichte angibt? Die Meinungen der Leser sind gespalten.

Einige von ihnen bemängeln aber vor allen Dingen unsere Namensgebung. Höchstens in der Schweiz nenne man den Drink Gin Tonic, in England heisse das Highball-Getränk Gin AND Tonic. Unsere Recherche hat dies bestätigt, wir bedanken uns für den Hinweis. Den Begriff Gin Tonic benutzen wir aber im Moment noch, eingeordnet unter «Helvetismus».

«Whisky-Cola mit Erdbeeren»

Der Leser Daniel Zollinger glaubt nicht, dass Gin Tonic mit Gurke der nächste Trend ist. «Und nächste Woche kommt dann einer auf die Idee, dass Whisky-Cola mit Erdbeeren garniert werden muss…», schreibt er nicht unironisch. Richard Marti schlägt in dieselbe Kerbe: «Was wird es in ein, zwei Jahren sein? Brandy? Wermut? Tequila? Calvados?» Die Leserin Anna Meier dagegen fühlt sich vor allem an alte englische Ladys erinnert, wenn sie an Gin Tonic denkt. Daher stamme auch sein Übernahme «Mother’s Ruin», weiss Tobias Lienhard.

Für die Rückkehr des Gin sprechen Leserreaktionen, wie jene von Ben Glück. Er freut sich darüber, dass sich Gin in Zürich etabliert hat. «Ein edler Genuss, der zu unserer Stadt passt.» Andere Leser zählen kenntnisreich ihre liebsten Gin-Sorten auf. Fabian Schorp etwa berichtet von einem Hayman’s Gin Liqueur und schlägt ausserdem vor, die Eiswürfel selber aus Gin & Tonic zu fertigen, damit der Drink nicht verwässere. Weitere genannte, weniger gängige Gin-Sorten: The Duke – Munich Dry Gin, Slipsmith aus England, Brooklyn Gin, LB Gin aus Lettland, Blackwoods Vintage.

Selbst beim Tonic Water gehen die Meinungen auseinander. «Qualitativ hochstehender Gin hat nie und nimmer minderwertiges Schweppes Tonic verdient», schreibt ein Leser. Er empfiehlt dagegen Fever Tree Tonic Water aus London. Und von weniger glamourösen Zeiten des Gin berichtet Rolf Schumacher. Er sei Fan der irischen Gruppe The Pogues, deren Sänger Shane MacGovan ein passionierter Gintrinker war, und habe mit seiner eigenen Band vor den Auftritten Gin aus Plastikbechern getrunken. «Auf Shane und seine Gin-Zirrhose», schreibt er.

Ob Gin nun das neue In-Getränk ist oder nicht. Die Leser interessieren sich für den Drink. Damit wünschen wir einen gepflegten und kultivierten Genuss, Gin Gin!

6 Kommentare zu „«Ein edler Genuss, der zu unserer Stadt passt»“

  1. Janick sagt:

    Ich empfehle der Redaktion des Züritipps eine Blindverkostung – wir stellen hierfür gerne ein paar Flaschen LB Gin aus Lettland zur Verfügung.

  2. Michael sagt:

    Mein Lieblingsdrink zum geniessen:

    Hendricks Gin
    Fentimans Tonic
    1 Gurkenscheibe
    1 Schuss schwarzer Pfeffer

    Geschmacklich sehr interessant. Halt eben zum geniessen.

  3. Piero sagt:

    Wir sind hier nicht in Seattle, Dirk.

  4. Fabian sagt:

    Sollte natürlich vodka heissen!

  5. Fabian sagt:

    Der neue Trend ist club mate mit Vodk!! :-)

  6. K.R. Lee sagt:

    Ein Tonic der besser ist als alle anderen!! http://www.absinthum.ch

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