Tages-Anzeiger



Züritipp-Redaktion am Mittwoch den 8. Februar 2012

Getestet: Line Dance

Line Dance betreibt man am stilechtesten mit Cowboyhut und Stiefeln.

Line Dance betreibt man am stilechtesten mit Cowboyhut und Gürtelschnalle.

Well. Wohin, wenn nicht ans Countryfestival, soll gehen, wer Line Dance lernen will? Also, Boots angeschnallt und ab zum Schützenhaus Albisgüetli. Dort herrschen Peace, Joy and Pancakes sowie ein eigenartiger Wettkampf der Atmosphären: Hamburger vs. Autowerbung, Indianerschmuck vs. Gartenbaumarkt. Doch an all das gewöhnt man sich sehr schnell, denn hier steppt der Bär bzw. schwofen der angegraute Schweizer Cowboy und seine Karohemd-gekleidete Maid. Auf der Tanzfläche ist kein Durchkommen; allerdings beherrschen eindeutig europäische Paartänze die Szene. Doch dann macht Jeff Turner endlich Pause, und es beginnt: der Gratis-Line-Dance-Kurs. Wir stellen uns in Reihen auf, ein Fachkundiger zeigt, wie es geht. Ein Schritt links, touch, ein Schritt rechts, touch. Links, zwei, drei, vier; rechts, zwei, drei, und Dreeehung. Das wars schon. Einige Cowboys kriegen, auch nach zehn Durchläufen, ihre Beine nicht auf die Reihe. Für alle, die schon mal eine Stunde Aerobic oder sonst was Koordinatives besucht haben, ist das aber Peanuts. Und etwas langweilig. Wers wirklich lernen will, besucht lieber einen Kurs in der Migros-Klubschule. Dort gibts dann halt kein Ketchup. Corina Freudiger


1 Kommentar zu „Getestet: Line Dance“

  1. liz meier sagt:

    Naja, wer das Country Music Feeling auf Jeff Turner, Line Dance, Hamburger und Kleidung reduziert, hat es nicht verstanden.

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